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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
27
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.10.2015 2.463
 
Heyy :D
Ich bin wieder zurück und schon gibts ein neues Kapitel ~
Bin erst gestern um halb 12 in der Nacht wieder gekommen, aber der Urlaub war super! Alledings hat er mich nicht so viel insperation gegeben wie erhofft. Tatsache ist aber, dass ich mit der Story schon ziemlich vortgeschritten bin und schon bis ungefär Kapitel 20-30 hab. Das heißt ihr werdet erst mal nichts von meinem KreaTief merken. Dennoch ist es echt nervig! Ich hoffe, das legt sich bald wieder ^^

So in diesem Kapitel gibt es wieder ein bisschen Vergangenheit und ein ekelhaften Kliffhänger am Ende xD
Wie man vielleicht merkt probiere ich mich an den Überschriften, um sie nicht immer gleich zu machen!
Viel Spaß beim lesen, nach meinem 3 Stunden Monolog habt ihr euch das verdient ^^





Akashi POV

Als sie aus der Tür waren ließ ich mich in die Couch sinken. Erschöpft ließ ich den Kopf nach hinten sacken. „Du hast alles gehört, stimmt's?“, fragte ich Kuroko, der gerade aus dem Schlafzimmer kam. Er nickte. Ich seufzte. Er setzte sich zu mir und küsste mich. „Willst du etwas darüber wissen?“, fragte ich. Ich hoffte auf die Antwort, die weniger wahrscheinlich war. „Ja“, sagte er. Ich seufzte erneut. Dann setzte ich an:
„Ich glaube, das war vor einem Jahr. Ich hatte einen, naja Freund würde ich ihn nicht bezeichnen, aber ich habe mit ihm geschlafen. Ich war dominant, falls du das wissen möchtest.
Auf jeden Fall lief das so ein bis zwei Monate. Ich hatte ihm von vorn herein gesagt, dass es nur um Sex geht. Er durfte bei mir Wohnen, dafür bekam ich Sex wann ich wollte. Ich fand, das war ein guter Tausch. Ich weiß, das hört sich jetzt an, als hätte er sich prostituiert, aber es war nicht so.
Er hat mir dann irgendwann gestanden, dass er sich in mich verliebt hatte. Und ich hab ihn dann gefickt. Fast schon vergewaltigt. Ich denke rückblickend, dass er es vielleicht als Bestätigung gesehen haben könnte, aber es war eher eine Bestrafung. So war sie zumindest gesehen. Anscheinend hatte er eine Masochistische Ader“ Ich fragte mich ob Kuroko die auch hatte. Würde ich jemals in den Genuss seiner süßen Schmerzensschreie kommen? „Ich wollte ihm damit sagen, dass er sich das abschminken konnte. Unser Weg der Kommunikation lief ausschließlich über Sex. Ich habe niemals mit ihm so geredet, wie wir reden. Er wusste nichts von mir. Er wusste nur, wie er mich befriedigen konnte und das wars. Es war keine tiefer gehende Beziehung. Ich liebte ihn nicht. Aber als er nicht aufhörte, mir seine Liebe zu gestehen, habe ich ihn verlassen. Er stand dann ein paar mal vor meiner Haustür und jammerte. Er schnitt sich vor mir die Arme auf. Sagte er würde mich lieben. Er drohte mir, sich umzubringen. Es war eine Konsequenz. Aber ich... Es war mir egal. Ich kann ja nichts dafür. Nun... Egal ist das falsche Wort. Ich meine, ich kann es ja auch nicht mehr ändern. Ich kann ihn nicht zum Leben erwecken. Ich musste lernen, mit Verlusten umzugehen. Und das kann ich. Er ist ein Verlust, aber keiner, den man nicht überwinden kann.“
Kuroko hatte die ganze zeit geschwiegen. Er lehnte wieder an mir. Ab und zu wand er sich ein wenig, wenn ich etwas sagte, was ihm Unbehagen bereitete.
Ich wartete atemlos, bis er etwas sagte. „Verstehe“, murmelte er nur. Mein Herz setzte für einen Moment aus, dann raste es. „Wirst du mich auch verlassen?“, fragte er dann. „Nein“, sagte ich entschlossen. „Dich liebe ich“
„Lass mich darüber... nachdenken“, murmelte er. Er wirkte abwesend. Fast apathisch. Ich schluckte.
Ich trank einen Schluck meines Tees. „Soll ich dich alleine lassen?“, fragte ich behutsam. Er schüttelte den Kopf. „Lass uns essen gehen“, entschied der kleinere. Ich lächelte. „Okay. Ich habe die perfekte Kleidung für dich“, prahlte ich. Er sah an sich herunter, als würde ihm in diesem Moment bewusst, dass er nichts wirklich schickes besaß. Er lief rot an.
Ich stand auf und zog ihn hinter mir her. Ich ging zum Ankleideschrank. „Ich will nicht wirklich schick essen gehen. Daher schlage ich gewöhnliche Streetwear vor.“, sagte ich während ich im Kleiderschrank suchte. „Du kannst dich schon mal ausziehen“, wies ich ihn an.
Als ich mich umdrehte entledigte er sich gerade seiner Hose. Ich sah ihn an, wie er fast nackt vor mir stand, die Scham war ihm ins Gesicht geschrieben. „Hab ich dir schon mal gesagt, dass du wunderschön bist?“, fragte ich ihn. Er nickte.
Ich ließ meinen Blick über seinen schmalen Hals wandern zu seinem Schlüsselbein, welches, nach jahrelanger Unterernährung, hervortrat. Seine Brust war nicht kräftig. Man konnte jedoch die Muskeln sehen, die sich unter der weißen Haut befanden. Seine Rippen traten hervor. Auch eine Auswirkung der Unterernährung. Mein Blick wanderte über seine vernarbten Arme. Er bemerkte meinen Blick und versuchte sie zu verstecken. „Das sind Makel“, murmelte er. Ich trat an ihn heran. „Nein, Kuroko. Makel gibt es nur im Charakter. Das, was du da hast, ist Leben. Es zeigt dir, das du lebst. Es zeigt dir, dass dein Körper funktioniert. Es hat dir gezeigt, dass du lebst. Und jetzt ist es meine Aufgabe es dir zu zeigen!“ Meine Stimme war sanft. Wie eine Feder die über reinstes Samt schwebte. Ich strich behutsam über seine Arme. „Danke, Akashi“, flüsterte er. Ich beugte mich herunter und küsste seine Narben. Küsste jede einzelne dieser Freunde, die er hatte, als ich nicht da war. Ich dankte jeder einzelnen, dass sie ihn am Leben hielt.
„Und jetzt lass uns dir was zum anziehen aussuchen“
Ich gab ihm eine schwarze Jeans und ein weißes Shirt. Er zog sie an. Sie passten wie angegossen. Eine dünne Strickjacke und sein Outfit war perfekt. „Wundervoll“, kommentierte ich. Ich küsste ihn. Er erwiderte. „Du siehst auch nicht schlecht aus“, murmelte er. Ich grinste. „Danke“, bedankte ich mich.
Ich trug ebenfalls eine schwarze Jeans, die aber an einigen Stellen schon aufgerissen und ausgeblichen war. Ein Bandshirt von einer Metalband und eine Lederjacke. „Du siehst aus wie ein kleiner Punk“, kicherte Kuroko. „DEIN kleiner Punk“, verbesserte ich. „MEIN kleiner Punk“ Er küsste mich.

Kuroko POV

Ich hielt Akashis Hand, während wir nebeneinander im Aufzug standen. Wir fuhren in die Tiefgarage, wo Akashi seine Wagen deponiert hatte.
Der Aufzug kam zum stehen. Akashi steuerte einen schwarzen Audi A4 an. Ein eher unauffälliges Auto, wenn man es mit den anderen Verglich.
Er hielt mir die Tür auf, wie ein Gentleman. Ich ließ mich in den weichen Sitz sinken. Er steig neben mir ein. „Es ist auch nicht weit“, sagte er. Ich nickte. Irgendwie war ich aufgeregt. Immerhin war das mein erstes, ich scheute mich dieses Wort zu denken konnte es aber nicht verleugnen, Date. Und dann auch noch mit Akashi.
Wir fuhren wirklich nicht lange. Nachdem Akashi aus der Garage gefahren war, fuhren wie nur 5 Minuten. „Hätten wir nicht auch zu Fuß gehen können?“, fragte ich als er mir beim Aussteigen wieder die Tür aufhielt. Er grinste. „Ja, aber das hat mehr Stil“ Ich kicherte. So war Akashi nunmal.
Als ich den Blick auf das Etablissement richtete, wusste ich wo wir waren. „Ist das nicht das Diner, das direkt um der Ecke liegt?“, fragte ich. Er nickte. Eine leichte Anspannung lag auf seinem Gesicht.
Er nahm meine Hand und wir gingen hinein. Der Duft von Pfannkuchen, Rührei und Cola schlug uns entgegen. Ich zog leicht die Nase kraus, da sich dieser Geruch grundlegend von dem Geruch unterschied, der draußen herrschte.
Wir gingen zu einem freien Tisch am Fenster. „Willkommen in Alex' Diner“, begrüßte uns eine blonde Frau. Sie hatte auffallend große Brüste. „Ihr habt die Ehre von der Chefin persönlich bedient zu werden! Ich bin Alex! Kann ich eich schon mal Getränke bringen?“
Ich zögerte. „Einen Earl Grey, bitte“, sagte Akashi. „I-Ich hätte gerne ein Wasser“, stammelte ich. Sie sah mich an. Dann sah sie zu Akashi. „Okay. Kommt sofort“, trällerte sie und verschwand.
„Die hat aber Brüste“, merkte Akashi an. Ich schmunzelte. „Gut, dass ich weiß, dass du auf Männer stehst“, scherzte ich. Er schenkte mir ein grinsen.
Der rothaarige reichte mir die Speisekarte. „Such dir was aus“, forderte er. Er selber nahm auch eine und las sich durch das Angebot.
Ich senkte meinen Blick ebenfalls auf die Speisekarte. „Ich glaube ich nehme die Reibekuchen“, sagte ich. Akashi hatte seine Speisekarte gesenkt und beobachtete mich wieder. „U-Und du?“
„Ich nehme das Rührei. Wenn du wissen  willst wie gut ein Diner ist, nimm immer das Rührei“, riet er mir. Ich nickte.
„Du weißt warum wir hier essen gehen, und nicht in einem schicken Gourmet-Restaurant?“, fragte Akashi. „Ich glaube, weil Kise das hier erwähnt hat“, murmelte ich. Er nickte. „Aber nicht nur“ Ein Lächeln umspielte seine Lippen. „Da du bisher auf der Straße gelebt hat, ist dir jeglicher Luxus fremd“ „Danke dass du mich daran erinnerst“, murrte ich. Sein grinsen wurde breiter. „Dich jetzt in die Kulinarische Oberklasse zu werfen, wäre wie, als würde ich einen Goldfisch in ein Haifischbecken werfen. Hier sind Leute, die auf einem niederen Level sind. Wir fallen hier durchs Raster“, erklärte er. Ich verstand. Wenn er mich in seine üblichen Lokale ausführen würde, was mir auch überhaupt nicht recht war, würde ich mir komplett verloren vorkommen.
„Denkst du immer erst mal an mich?“, fragte ich. „Immer“, war seine Antwort.
Alex kam mit den Getränken. „Wisst ihr schon, was ihr essen wollt?“, fragte sie, als sie alles abgestellt hatte. „Einmal die 36 und die 15“, bestellte Akashi. Alex nickte und verließ uns wieder.
„Darf ich dich jetzt auch ausfragen?“, fragte Akashi. Ein Schimmer lag in seinen Augen, welchen ich nicht zuordnen konnte.
„Nur zu“, ermutigte ich, während ich an meinem Wasser nippte.
„Erzähl mir bitte, was du alles gemacht hast, nachdem wir uns nicht mehr gesehen haben“, bat er.
„Nach Seirin?“, fragte ich.
Er nickte
„Uhhm... Naja... nachdem ich die Oberschule verlassen hatte... Also naja, ich hatte einen Platz bei der Uni. Und ich war da dann auch. Ein Semester. Am Anfang des Semesters, wurden die Geräte meines Vaters ausgestellt und er wurde dem Tod überlassen. Das hat mich angetrieben. Ich wollte, dass mein Vater stolz auf mich ist. Ich wollte, dass er im Himmel auf mich herunterblickt und mit stolz sagen kann, dass ich sein Sohn bin.“ Ein lächeln schlich sich auf mein Gesicht. „Er war ein guter Mann. Er hat sich immer um mich und meine Mutter gesorgt. Er hat immer nur das beste für uns gewollt und hat eigene Bedürfnisse zurückgestellt. Als er dann starb, stürzte meine Mutter in einen tiefen Abgrund aus dem sie... nicht wieder kam“ Ich musste schlucken, damit die Tränen nicht über meine Wange liefen. Ich sah zu Akashi. Er hörte mir aufmerksam zu. Er saugte jedes Wort auf, dass über meine Lippen kam. „Sie hat angefangen Drogen zu nehmen. Um über den Schmerz hinweg zu kommen. Ich wusste gar nicht, wie sie an das Zeug gekommen ist. Aber da war immer so ein Mann, der zu uns gekommen ist. Sie gab ihm einen Umschlag und er gab ihr ein Päckchen. Darin war das Zeug. Das Zeug, welches sie zerstört hat.“
Die Teller mit dem Essen kamen. Ich machte eine kurze Pause, bis sie wieder weg war. „Einmal hatte der Mann einen Jungen dabei. Ich glaube er war im selben alter wie ich. Ich konnte nur seine Stimme hören. 'Machs gut' Das hatte er zu ihr gesagt, als sie dann verschwunden sind. Ich kann mich nicht mehr an ihn erinnern. Aber dieses 'Machs gut'. Ich kann es nicht vergessen. Danach ist sie gestorben. Ich hab sie gefunden. Mir einer Spritze in der Hand, der Arm war abgeklemmt. Sie hatte sich einen goldenen Schuss gesetzt.“ Ich stocherte in meinem Reibekuchen herum. Dann aß ich ein Stück. Eine einzelne Träne lief mir die Wange herunter. Ich wischte sie weg. „Danach ging alles den Bach runter. Ich war volljährig, also musste ich mir meinen eigenen Weg bahnen. Aber ich hab keinen Job gefunden. Ich musste mein Studium abbrechen und die Wohnung kündigen. So landete ich auf der Straße. Seit 7 Jahren überlebe ich das irgendwie“ Meine Stimme war am ende nicht mehr als ein Flüstern.
Akashi schob sich einen Bissen Rührei in den Mund. Er sah mich immer noch an. Auch nachdem ich geendet hatte. „Mein starker kleiner Engel“, murmelte er. Ich lächelte.

Die Dunkelheit senkte sich an diesem Tage schnell über Tokio. Ich beobachtete die Menschen draußen, die hektisch hin und her liefen. Wie Ameisen. Akashi bezahlte gerade das essen. Ich wollte ihn nicht stören und vor allem nicht wissen, wie viel es gekostet hatte. „Einen schönen Abend noch“, verabschiedete sich Alex. Akashi nickte nur kühl. „Komm“, sagte er zu mir. Ich erhob mich und ging im nach. Meine Hand fand seine. Es war für mich immer noch seltsam, diese Beziehung öffentlich zu machen. Vor allem, weil ich mir deswegen selber noch nicht sicher war.
„Setzt dich schon mal ins Auto. Ich will noch eine rauchen“, sagte er. Ich nickte, küsste ihn flüchtig und stieg ins Auto. Ein paar Leute, die vorbeigingen, sahen uns an. Irgendwie angeekelt. Menschen waren so intolerant. Es war keine Seltenheit mehr, schwule Menschen zu sehen.
Akashi stand vor dem Auto und zog an seiner Zigarette. Ich fragte mich, wann er mit dem Rauchen angefangen hatte. Und aus welchem Grund. Ich würde ihn das fragen, wenn er wieder hier war.
Ich lehnte mich zurück und schaltete die Heizung ein. Ich fror ein wenig, weshalb es mir als angebracht erschien. Immerhin konnte ich mir diesen Luxus jetzt leisten, dachte ich verbissen. Es war für mich immer noch seltsam, mir alle Bedürfnisse auf der Stelle erfüllen zu können. Abgesehen von den Lebenstauferhaltungsmaßnahmen die ich jederzeit Treffen konnte, wie zum Beispiel essen oder mich waschen, wurden Leidenschaftliche Bedürfnisse geweckt. Ich hatte mir in den letzten Jahren niemals vorstellen können, mit irgendwem zu schlafen. Unter anderem deshalb, weil ich mich für mich und meinen Körper, ja sogar für meine Existenz, schämte.
Und jetzt lebte ich in einer Beziehung mit meinem ehemaligen Basketball-Kapitän der sich umgehend um mich Sorgt, mir alles ermöglicht was ich möchte und mich liebte. Und meine Bedürfnisse stillt. Auch die Sexuellen. Wie konnte mein Leben sich innerhalb weniger Tage so extrem ändern? Wie konnte ich vom nahen Tod in den hinaufsteigenden Himmel wandern. Mit was, hatte ich so viel Güte verdient?
Jemand klopfte an die Fensterscheibe der Beifahrertür. „Entschuldigung?“



Jupp~ Das wars schon xD
Ein bisschen wärme fürs Herz bei de, kühlen Wetter ^^
Dieses "Nimm im einem Diner immer das Rührei" ist von 'The Mentalist' abgeschaut ^^
Da das einer meiner leibsten Kriminalserien ist MUSSTE ich es reihnehmen. Leider mag ich persönlich lein Ei, aber ist ja auch egal :D
Naja danke fürs lesen und die netten Reviews :3

Bis dann,

Sabi-chan
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