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Lass mich vergessen...

von Silenya
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Kakashi Hatake Sasuke Uchiha
24.08.2015
24.08.2015
1
9.531
4
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
24.08.2015 9.531
 
Autor: Kleine Rose
E-Mail: silenya89@googlemail.com

Teil: 1/1
Genre: Dark, Romantik, Lemon
Pairing: Kakashi x Sasuke

Disclaimer: Ich mache kein Geld damit und bis auf der Idee gehört mir nichts.

Kommentar: Schön, dass ihr auf meine „kleine, große“ One-Shot geklickt habt. Diese Fanfiktion ist ein kleines Zwischenspiel im Anime. Sie spielt zwischen den Folgen 108  und 109, als Sasuke das Dorf verlässt.
Anfangs startete diese Geschichte mit dem Gedanken an eine kleine, süße Story für zwischendurch mit ein bisschen Lemon (übrigens mein erstes, für eine Fanfiktion). Inzwischen beherbergt sie gleich mehrere „Prämieren“ für mich.
Ich würde mich riesig über eure Kommentare und Empfehlungen freuen.

In meiner Story ist Sasuke 15 Jahre alt, damit es nicht als Shota/Lolicon durch geht!

Widmung: Rivenga, weil du mich erst auf das Pair brachtest ♥


~*~*~*~*~*~*~~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~




Finsternis. Sie umgibt mich, erdrückt mich, verschlingt mich. Ich komme nicht gegen sie an. Gegen den Hass in mir, der stetig zu wachsen scheint. Rache. Ich will Rache und ich werde alles dafür tun,  sie zu bekommen. Wütend ballen sich meine Hände zu Fäusten. Ich bin zu schwach. Itachi hat es mir eindrucksvoll bewiesen. Seine Worte hallen in meinem Kopf wieder: „Ich habe kein Interesse an dir.“ Ich war ihm im vollkommen egal. Einzig Naruto und der Kyuubi hat für ihn gezählt. Naruto.. Meine Knöchel treten weiß hervor. Meine Fingernägel graben sich tief ins Fleisch, hinterlassen blutige Spuren. Was habe ich die ganze Zeit nur getan? Warum bin ich nicht stärker geworden? Ich sehe immer nur Naruto. Naruto, wie er Neji besiegt. Naruto, der gegen dieses Sandmonster gewinnt. Naruto, der den Wassertank zum bersten bringt, während meine eigene Attacke nur ein Loch erzeugt. Naruto, der jeden Tag stärker wird. Ausgerechnet dieser Angsthase, der nur durch Glück die Akademie bestanden hat. Wann ist aus ihm ein Ninja geworden? Wie viel stärker will er noch werden? Ich kann es nicht verstehen. Will es nicht verstehen.
Tief durchatmend löse ich meine verkrampften Hände und stehe auf. Es ist dunkel geworden, dabei habe ich das Gefühl mich gerade erst auf den Ast gesetzt zu haben. Er gehört zu einem dieser wenigen Orte, zu denen es mich immer wieder zieht. Er gehört zu den größten Bäumen in Konoha. Ich kann beinahe das ganze Dorf überblicken, wenn ich bis auf die Spitze klettere und bin selber vor neugierigen Blicken geschützt. Einfach perfekt, um seine Ruhe zu haben. Zumindest meistens. Kakashis Worte haben mich aufgewühlt. Niemals hätte ich geglaubt, dass wir uns so ähnlich sind. Ich weiss, dass ich ihn an sich selbst erinnere. Er hat es oft genug gesagt. Wenn auch nicht direkt mir, aber bisher konnte ich den Worten keinen Glauben schenken. Bis jetzt.. Wie kann er nur dieses Leben führen? Wie schaffte er es, nicht mit jeder Faser seines Körpers nach Rache zu sinnen? Blind vor Zorn schlug ich vor die Menschen zu töten, die ihm am wichtigsten sind. Ich wollte, dass er meinen Schmerz versteht. Das er weiss, wie es in mir aussieht. Aber er blieb vollkommen ruhig. Am Ende war ich es, der geschockt war. Wie kann er so leichtfertig sagen, dass sie bereits tot sind?  Das es in seinem Leben niemanden mehr gibt, der ihm etwas bedeutet? Ich könnte schwören, er hat unter seiner Maske gelächelt. … Ich verstehe ihn nicht. Wie kann er den Tod dieser Menschen einfach hin nehmen?
Mir ist egal wie finster mein Schicksal ist. Wie sehr ich mich selber verletzte. Ich bin ein Rächer, ich lebe nur dafür. Ich werde Itachi töten und meine Eltern, meinen Clan rächen! Ich lasse mich nicht aufhalten! Trotzdem fühle ich mich hin und her gerissen. Kakashis Worte bringen mich zum Nachdenken. „Du und ich haben nun Freunde, die uns wichtig sind, nicht wahr?“ Automatisch hatte ich bei Kakashis Worten an Sakura und an Naruto denken müssen. Schon wieder Naruto.. Ich kann ihn einfach nicht anerkennen. Eine kleine Stimme in mir ermahnt mich, dass er inzwischen mehr als nur ein Kontrahent ist. Er ist ein Freund von mir geworden. Ein Freund, der mir jetzt im Weg steht. Wie kann es sein, dass er plötzlich für Itachi wichtig ist? Liegt es wirklich nur an dem Kyuubi? Oder hat er erkannt, dass Naruto womöglich stärker ist als ich? Ich fange an Naruto zu hassen. Ihn und Sakura, die sich ständig in alles einmischt. Ich bin mir nicht sicher, wann es begann. Wann unsere Freundschaft Risse bekam. Aber in diesem Moment, als mich Itachi gegen die Wand presste, mir erneut die Bilder der Vergangenheit vor die Augen hielt, zerbrach in mir etwas. Womöglich der letzte Halt, der mich in Konoha festhielt. Mir fehlt der Sinn, auch weiterhin das Stirnband zu tragen. Ein Teil des Dorfes zu sein. Ich muss kein Ninja für meine Rache sein. Ich muss nur stärker werden. Mir fehlt nur der richtige Lehrer... Unweigerlich muss ich an Orochimar denken. Die Macht, die mich durchflutete als sich sein Sigel aktivierte. Es war unglaublich. Wie ein Rausch dem ich nicht entkommen konnte. Nicht entkommen wollte!

Und dennoch zögere ich. Warum fällt es mir so schwer, alles hinter mir zu lassen? Konoha und seinen Bewohnern den Rücken zu zu drehen? Kakashi hinter mir zu lassen..
Mein Kopf senkt sich. Ich fühle nichts als Hass. Alles scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Nichts scheint zu existieren. Einzig der Hass und die Wut auf Itachi bleiben. Von dem fröhlichen kleinen Jungen, der ich einmal war ist nichts mehr übrig. Wie könnte es auch?
Mein Entschluss festigt sich. Ich kann meine Rache nicht vergessen, will sie nicht vergessen. Kakashi zu liebe habe ich noch einmal nachgedacht. Habe mir seine Worte durch den Kopf gehen lassen. Er hat Recht. Wir sind beide unglückliche Menschen. Aber ich finde das bisschen Glück nicht, dass er erwähnt hat. Vielleicht bin ich dafür längst zu blind.
Mit Leichtigkeit springe ich vom Baum und lande auf der staubigen Straße. Außer den nächtlichen Wachen ist niemand mehr unterwegs. Das Dorf wirkt wie ausgestorben. Selbst meine Wohnung empfängt mich kalt und leer. Es ist jeden Tag das Gleiche. Es gibt kaum persönliche Gegenstände. Ein paar Schriftrollen, ein paar Bücher.. Einzig das Bild auf der Kommode verrät wer hier wohnt und selbst das, könnte jedem in meinem Team gehören. Mein Rucksack ist schnell gepackt. Kleidung, ein wenig Proviant und Waffen. Nichts von Bedeutung, nichts, dass nicht irgendwo neu kaufen könnte. Ich weiss nicht, warum ich diese Wohnung ein letztes Mal aufsuche. Warum es mir so wichtig ist, dass Bild hin zu legen. Aber erst jetzt fühle ich mich wirklich bereit.
Hinter mir fällt die Tür ins Schloss. Ein gutes Gefühl. Endgültig.
Fest und sicher geleiten mich meine Schritte durch das Dorf. Immer weiter gerade aus. Ich verlasse mein zu Hause, meine Freunde und schaue nicht einmal zurück. Die Wachen schauen mir fragend hinterher. Irritiert. Ich kann ihre Blicke deutlich im Rücken spüren.
Ich fühle mich sicher. Mich in meinem Unterfangen bestätigt, als ich einfach gehen kann. Was hatte ich auch erwartet? Ich schließe das Kapitel Konoha ab.Das Sitrnband habe ich längst abgelegt, werde es nie wieder tragen. Niemand kann mich jetzt noch aufhalten.
...
Schritte. Sie kommen direkt auf mich zu. Es dauert einen Moment, bis ich erkenne wer mir entgegen kommt. Meine Augen weiteten sich. Ausgerechnet mit ihm habe ich am wenigsten gerechnet. Kakashi geht schweigend an mir vorbei, würdigt mich nicht eines Blickes. Erst jetzt ist mir bewusst, dass ich ihn seit seiner Standpauke nicht mehr gesehen habe. Kommt er gerade von einer Mission? Nein, ich will es gar nicht wissen. Es ist mir egal. … Es sollte mir egal sein. „Wohin willst du?“ Kakashis Stimme reist mich aus den Gedanken. Einen Moment bin ich versucht, einfach weiter zu gehen. Ihn stehen zu lassen...ich kann es nicht.
„Du kannst mich nicht aufhalten.“ Meine eigene Stimme klingt abweisend, kalt. Ich war noch nie ein Mann der vielen Worte und gerade jetzt will ich einfach nur noch gehen. „Ich bin mir sicher, dass ich es könnte. Notfalls binde ich dich erneut an einen Baum und halte dir eine Standpauke.“ Ich muss nicht hinsehen, um zu wissen, dass er lächelt. Das er sich einen Spaß aus dem ganzen macht. Sicher holt er gleich sein Buch heraus und fängt an zu lesen. „Ich werde nicht zurück gehen.“ Ich habe keine Lust auf eine weitere Diskussion mit ihm. Mein Entschluss steht fest.
„Lässt du die Heimat deines Clans so einfach zurück?  Ich dachte du willst ihn neu aufbauen.“ Kakashi ist hinter mich getreten, legt mir eine Hand auf die Schulter. „Gib mir Drei Tage, um dir zu beweisen, dass es auch einen anderen Weg gibt. Das du ohne das Gefühl der Rache leben kannst. Danach werde ich dich nicht aufhalten.“ Ich will widersprechen, mich los reisen und einfach verschwinden. Ich kann es nicht. Schon wieder nicht! Irgendwas hält mich auf. Lässt mich verharren und ihm zu hören. Was ist mit meinem Felsenfesten Entschluss? Ich bin Zwiegespalten. Drei Tage.. Was sind schon drei Tage? Eine ganze Menge, mahnt mich meine innere Stimme. Sie hat recht. Wieso zögere ich? Ich sollte einfach gehen. „Du hast 48 Stunden.“  Mein Mund ist schneller als mein Kopf. Scheiße. Innerlich fange ich an mich zu verfluchen. Wir wissen Beide, dass ich es jetzt nicht einfach wieder zurück ziehen kann. Mein verdammter Stolz lässt es nicht zu. Ich stehe zu meinem Wort, wie ich es immer schon getan habe.
Dieses Mal sehe ich das Lächeln unter seiner Maske. Dieses verdammte wissende Lächeln. Er hat die ganze Zeit gewusst, dass er mich zum Bleiben überreden kann. Es ist ein merkwürdiges Gefühl nun wieder zurück zu gehen. Eben noch hatte ich mich für einen neuen Weg entschieden, um mich am Ende auf dem Alten wiederzufinden.  
„Ich dachte, du lässt dir meine Worte besser durch den Kopf gehen.“ Ich reagiere nicht darauf, kann ihm nicht antworten. Waren seine Worte wirklich so fern jeder Realität? Ich will es glauben und kann es dennoch nicht. Unsere Wege trennen sich hinter den Toren. Es folgen keine weiteren Worte.

Wie jeden Morgen wache ich beim Morgengrauen auf. Noch immer lebe ich in dem Anwesen der Uchihas. Nichts hat sich verändert. Es ist alles wie früher. Nicht einmal Itachis Zimmer habe ich angerührt, egal wie schwer es anfangs war. Überall sah ich ihre Gesichter, ihre toten Körper. Ich hatte das Gefühl verrückt zu werden, durch zu drehen.. Vermutlich war ich sogar kurz davor, bevor mich der Hass endgültig übermannte. Purer, blanker Hass. Ich werde das Vermächtnis der Uchihas weiterleben lassen, den Clan neu aufbauen. Doch vorerst muss ich diese eine Sache erledigen.
Ich habe keine Ahnung, wann Kakashi auftaucht oder ob er überhaupt kommt. Ich suche unseren alten Platz auf zum Trainieren. Ich kann einfach nicht ruhig sitzen bleiben und geduldig darauf warten, dass irgendwas passiert. Diese Zeiten sind längst vorbei. Ich bin nicht mehr dieser kleine, naive Junge. Ich kenne jetzt meinen Weg.
Es ist weit nach Mittag, als Kaskashi endlich auftaucht. Noch bevor ich ihn sehe, spüre ich seine vertraute Präsenz. Irgendwie hatte ich erwartet, dass mein alter Sensai das alles etwas ernster nimmt. Das er die Stunden, die ich ihm gegeben habe, besser nutzt. Aber er bleibt seinem Motto treu und kommt wie immer zu spät. Dieses Mal womöglich zu spät.
„Ah, wie ich sehe bist du fleißig..“ Zumindest sein eines Auge lächelt mich an, während er sein Buch zu klappt. „Hn. Du hast dir Zeit gelassen“, antworte ich gelassen und gehe zu dem Holzpfahl, um meine Shuriken raus zu ziehen. Die ersten 12 Stunden sind bereits um und meine Meinung ist unverändert. Ich bin gespannt was sich Kakashi überlegt hat um mich zu überzeugen. Ob er sich überhaupt etwas ausgedacht hat. „Komm“, sagte er ruhig und reist mich aus meinen Gedanken. Wir durchqueren beinahe das ganze Dorf. Vorbei am Krankenhaus und dem Stadion. Orte, dessen Erinnerungen mich mit zum Gehen animieren. Weit weg von alle dem. Erst vor dem Heldengedenkstein kommt Kakashi zum Stehen. Zweifelnd sehe ich ihn an. Was soll ich hier? Ich war einmal mit meiner Mutter hier, während sie mir erklärte was es damit auf sich hat. Doch die Erinnerungen sind längst verblasst. Inzwischen kann ich mich nicht einmal mehr an ihre Stimme erinnern.
Kurz fliegt mein Blick suchend über das Denkmal, bevor ich meinen noch Sensai fragend ansehe. Natürlich finde ich ihre Namen auf dem Stein nicht. Meine Familie starb nicht heldenhaft auf dem Schlachtfeld, sie wurde heimtückisch umgebracht. Also was soll ich an diesem Ort? Will er mir die Schmach vor die Augen führen? Will er mir zeigen, dass ich nichts außer einem alten Bild habe? Die Ecken sind eingerissen, die Farben längst verblasst. Als Kind habe ich es ständig angeschaut. Es in den Händen gehalten und gehofft, dass sie gleich durch die Tür kommen. Das alles nur ein schlechter Traum war und alles gut ist. Aber es kam niemand. Ich war alleine.
„Ich komme jeden Morgen hier her um meinen Freunden zu Gedenken.“ Kakashis Stimme ist vollkommen ruhig, beinahe schon Emotionslos. Aber nur beinahe. Zum ersten Mal seit ich ihn kenne, glaube ich so was wie echte Trauer in seiner Stimme zu hören. Und zum ersten Mal bin ich nicht mehr ganz so wütend, dass er jeden Tag zu spät kommt. Ich sehe es förmlich vor mir, wie er jeden Tag hier steht und dabei die Zeit vergisst. Wie er seinen Gedanken nachhängt und seiner Trauer freien lauf lässt. Wir sind beide zwei unglückliche Menschen...
„Du könntest einen Gedenkstein für deinen Clan errichten. Das Dorf wird die Uchihas nicht vergessen, egal was passiert. Ob mit oder ohne Stein. Aber er kann dir helfen deine Trauer und Wut zu verarbeiten.“ Kakashis Vorschlag ist überraschend. So einfach es klingt, aber ich habe noch nie daran gedacht. „Ich habe meinen eigenen Weg meine Wut zu verarbeiten.“ Meine Stimme klingt schneidend, gleichtgültig. Ich höre Kakashi hinter mir seufzen. Was hat er gedacht? Das ich so einfach klein bei gebe und sage, dass alles ein großer Fehler ist? Dann hat er wirklich keine Ahnung...
„Ah... Du bist wirklich stur...“ Er legte den Kopf in den Nacken und schaut in den Himmel, als würde er zwischen den ganzen Wolken eine Antwort finden. „Komm. Ich lade dich zum Mittag ein.“
Ich verstehe diesen Mann nicht. Sollte er nicht alles versuchen, damit ich im Dorf bleibe? Damit ich kein abtrünniger Ninja werde? Und dennoch habe ich das Gefühl, als würde er mich keines Wegs ernst nehmen. Als wäre das alles für ihn nur ein Spiel. Aber gut. Ich halte meine Versprechen. Wie er seine Zeit nutzt, ist ganz alleine seine Entscheidung.
Wenig später sitzen wir gemeinsam bei Ichiraku und warten auf unsere Ramen. Ich mag diesen Laden nicht sonderlich. Ramen gehört einfach nicht zu meinen Lieblingsgerichten. Zum Glück sind wir alleine. Kein Naruto, der uns zufällig zusammen sieht und sich beschwert, dass mir Kakashi heimlich eine neue Technik beibringt. Ich wünschte, Kakashi würde es tun. Würde mir in diesen paar Stunden die ihm bleiben das ultimative Jutsu beibringen, damit ich Naruto und später auch alle Anderen besiegen kann. Ich weiss, dass er es nicht tun wird. Er hätte sonst längst mit dem Training angefangen.
Aber in diesem Moment wird mir etwas anderes bewusst. Es ist womöglich meine letzte Chance doch noch heraus zu finden, was sich hinter dieser Maske verbirgt. Hasenzähne oder doch die dicken Lippen? Naruto hat mir damals wirklich einen Floh ins Ohr gesetzt. Überrascht weiteten sich kurz meine Augen, als ich zu ihm sehe. Ich habe meine Chance vertan. Irgendwo zwischen den Gedanken an Naruto und dem neuen Training haben wir unser Essen bekommen. Vor Kakashi steht nur noch die leere Schüssel. „Du solltest essen, solange es noch heiß ist.“ Er lächelt mich unter seiner Maske an.
„Wie geht es weiter?“ Ein wenig Neugierig bin ich inzwischen wirklich. Ich blicke ihn von der Seite her an, während ich selber anfange zu essen. „Lass dich überraschen.“ Wieder lächelt er mich an. Warum ist er so freundlich? Ich verstehe diesen Mann nicht, werde es womöglich nie. Ich schaffe es einfach nicht hinter seine Fassade zu schauen. Nach dem Essen brechen wir erneut auf. Eigentlich sind wir den ganzen Tag nur unterwegs. Laufen von A nach B ohne wirklich etwas zu tun. Ich bin genervt. Wenn es sein Ziel ist, dass ich vor Langeweile die Rache aufgebe, ist er bald am Ziel. Es juckt mir in den Fingern. Ich will trainieren, mich bewegen oder wenigstens irgendeine Mission erledigen. Und wenn es nur wieder irgendeine Katze ist, die weg gelaufen ist. Dieses nichts tun fühlt sich einfach falsch an. Seit dem Tod meiner Eltern habe ich mir nicht einen freien Tag gegönnt. Nicht einmal am Tag ihrer Beerdigung. Ich habe geweint und geschrien, aber am Ende des Tages habe ich wieder trainiert, um wenigstens einen Moment vergessen zu können.
Wir verlassen die Stadt, ruhig und mit gleichmäßigen Schritten. Wir springen nicht wie sonst von Ast zu Ast um schneller vorwärts zu kommen, sondern lassen uns Zeit. Zeit. Das einzige was wir eigentlich nicht haben und dennoch schöpft Kakashi davon, als hätte er alle Zeit der Welt. Ich fange an mich zu fragen, ob das alles nur ein absurder Traum ist. Gleich wache ich auf. Ich muss mich nur fest genug darauf konzentrieren. … Es passiert Nichts. Natürlich.
Ich habe eine Vermutung wohin es geht und soll am Ende Recht behalten. Zielsicher steuert Kakashi die Stadt der heißen Quellen an. Wenigstens werde ich entspannt Konoha verlassen.

Leise seufzend lasse ich mich ins Wasser gleiten, sinke tief hinein, bis nur noch mein Gesicht heraus schaut. Für einen Moment muss ich sogar lächeln, als ich an den letzten Onsenausflug denke. Es ist noch gar nicht so lange her.. „Scheinbar funktioniert meine Taktik.“ Verwundert sehe ich Kakashi an, als er selbst langsam ins Wasser steigt. Wie schon beim letzten Mal, hat er sein Gesicht mit einem nassen Tuch abgedeckt. Warum nur macht er so ein Geheimnis daraus?
„Welche Taktik?“ Ich versuche möglichst gelangweilt zu klingen, dennoch bin ich in diesem Moment angespannt. Nicht nur meine Neugierde ist geweckt. Ich werde auch deutlich vorsichtiger. Habe ich ihn unterschätzt? Hatte das alles doch einen Sinn? „Du fängst an dich zu entspannen.“ Er hat Recht. Dabei habe ich keine Ahnung wie ihm das weiter helfen soll. Glaubt er, meine Gedanken werden einfach weg geschwemmt? Für den Moment jedoch soll er Recht behalten. Ich lehne mich zurück, schließe die Augen und genieße. Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich mir viel zu selten Zeit für mich nehme. Ich bin selbst erstaunt, wie schnell sich meine Muskeln zu lockern scheinen. Alles wirkt plötzlich einfacher. Ich lasse mich sogar dazu hinreisen, die Augen zu schließen um besser genießen zu können.
Kakashi lässt sich beinahe direkt neben mir nieder. Ich kann das Wasser spüren, wie es leichte Wellen schlägt. Den leisen entspannten Laut hören, als er sich tiefer ins Wasser sinken lässt. In diesem Moment ist mein Kopf wirklich einfach leer. Ich könnte ewig hier sitzen, während das Wasser mich langsam altern lässt. Zumindest für den Moment. Irgendwie scheint sich alles im Leben um Momente und Augenblicke zu drehen.
„Ich habe uns ein Zimmer gebucht. Morgen ist ganz in der Nähe ein Dorffest, dort möchte ich mit dir hingehen.“ Als er merkt, dass ich widersprechen will, hängt er ein „Sieh es als Mission“ an. „Hn“, mehr bekommt er von mir nicht als Antwort. Ein Dorffest also. Ich war seit Jahren nicht mehr auf einem. Ich kann mich kaum noch an das letzte erinnern. Damals musste ich Vier gewesen sein, zusammen mit meinen..
Eine Hand legt sich auf meine Schulter. „Wir sollten langsam raus gehen.“ Kakashis Stimme klingt sanft und einfühlend. Er hat Recht. Die Hitze steigt mir bereits langsam zu Kopf.
Den restlichen Tag herrscht zwischen uns vollkommene Stille.Wir teilen uns ein kleines, gemütliches Zimmer. Im Grunde gibt es nur zwei Betten und ein kleines Bad. Keinen unnötigen Schnickschnack. Genau so wie ich es mag. Kakashi liegt beinahe den ganzen Abend auf seinem Bett und liest in seinem kleinen Schmuddelheft. Dabei kann ich deutlich sein Grinsen unter der Maske erkennen. Was für ein Perversling. Ich werde womöglich niemals verstehen, warum die meisten Erwachsenen solche Anwandlungen haben. Ich darf gar nicht daran denken, wie oft Narutos Sexy no Jutsu bei Männern schon Nasenbluten verursacht hat. Ein vollkommen lächerliches Jutsu. Wie konnte dieser Junge.. Wie konnte er stärker werden als ich?! Dieser Gedanke treibt mich beinahe in die Weißglut.
Am Ende bin ich es, der den Raum noch einmal verlässt. Ich traue mich nicht, in dem engen Raum Jutsus zu üben. Nicht einmal Taijutsus. Am Ende würde ich nur irgendwas zerstörten. Vorausgesetzt  Kakashi hält mich nicht schon vorher auf. Er hat mich eben schon so komisch angeschaut.
Ich suche mir etwas abseits des Dorfes einen geeigneten Trainingsplatz. Mitten im Wald. Umgeben von den Bäumen ist es beinahe, als würden überall Feinde lauern. Sie sind die perfekten Ziele. Sofort fange ich an zu trainieren. Anfangs nur einfaches Tajutsus um in Form zu bleiben und an meiner Ausdauer zu arbeiten, gehe ich schnell über zu meinem Chidori. Ich kann einfach nicht mit mir selbst vereinbaren, dass mein Limit bei Zwei liegen soll. Wie schon bei den letzten Male spüre ich nach der zweiten Attacke kaum noch Chakra in mir. Mein Atem geht schwer, während ich wütend auf die Eintrittsstelle vor mir starre. Noch einmal.. Ich will noch einmal...
Fest werde ich am Handgelenk gepackt. „Es reicht.“ Kakashi steht neben mir, mit seinem strengen Blick. Warnend. „Nein, ich schaffe noch einen!“ Ich versuche mich los zu reisen, aber sein Griff ist unbarmherzig. „Ich sagte dir bereits, dass es kein drittes Mal für dich gibt.“ Er nervt mich. Ich weiss worauf ich mich einlasse. Wenn Orochimarus Mal mir die Macht gibt nach der ich mich sehne, bin ich bereit die Schmerzen in kauf zu nehmen.
Sein Blick bleibt weiterhin ruhig auf mir liegen, bis er mich endlich los lässt. Mich abwendend  mache mich langsam auf den Rückweg. Ich fange an zu bereuen, dass ich mich auf diesen dummen Deal eingelassen habe.

Der nächste Tag beginnt wie immer. Oder beinahe wie immer, denn als ich mich umdrehe ist Kakashi weg. Hat er endlich aufgegeben? Hat er eingesehen, dass ich mich nicht so einfach abbringen lasse? Es fällt mir schwer, das zu glauben. Stattdessen glaube ich zu wissen, wo sich der ältere Jounin aufhält.
Auf dem Weg nach draußen besorge ich für uns Beide Bentos, auch wenn ich keinen sonderlichen Hunger habe. Ich habe es wirklich nicht eilig ihn zu Suchen. Am Ende soll ich mit meiner Vermutung Recht behalten. Ich finde ihn vor dem Gedenkstein, in sich gekehrt. Mich lässig gegen einen Baum lehnen verharre ich im Hintergrund und beobachte ihn einfach. Er steht vollkommen still, starrte die ganze Zeit nur auf den Stein vor sich und scheint seinen Gedanken nach zu hängen. Was er den Toten wohl zu sagen hat? Scheinbar ist nicht nur meine Trauer unendlich... Am Ende hat Kakashi wirklich Recht. Wir ähneln uns. Vielleicht ist er deshalb der Einzige im Dorf, der mich zu verstehen scheint. Oder es wenigstens versucht.
Ich habe mein Zeitgefühl verloren, als er sich endlich zu mir umdreht und lächelt, als wäre er eben nicht in seiner Trauer versunken. „Also, was unternehmen wir Heute?“, fragt er mich plötzlich. Für einen Moment entgleist mein Gesicht. Hat er das gerade wirklich gefragt? Sollte nicht eigentlich er das wissen? Noch dazu hat er Gestern erst gesagt, dass er auf dieses komische Dorffest gehen will. Dorffest.. Bei dem Gedanken wird mir plötzlich ganz anders zu mute.
Stillschweigend reiche ich ihm sein Bento und für einen Moment ist er es, der überrascht drein schaut, bevor er sich mit einem Lächeln bedankt. Es ist eine kleine Genugtuung.
Gemeinsam sitzen wir schweigend unter dem Baum, essen in Ruhe und hängen unseren Gedanken nach. „Wir haben noch etwas Zeit bis das Fest beginnt. Wenn du willst, gehen wir noch einmal in die heißen Quellen.“ Schon wieder? Fällt ihm nichts anderes mehr ein? Oder hat er einen kleinen Tick, von dem ich bisher nichts wusste? „Ich hätte lieber eine anständige Mission.“

Warum habe ich das gesagt? Ich komme mir vor wie der kleine, dumme Akademieabsolvent der gerade erst in Team 7 aufgenommen wurde. Habe ich mich nicht klar ausgedrückt? Sprach ich nicht von einer ANSTÄNDIGEN Mission? Ich gehe Gassi. Mit einer Katze. Mit der Katze der dicken Dame. Ich fand es schon damals einfach nur nervig, die Katze wieder ein zu fangen. Egal wie sehr sich Naruto ins Zeug gelegt hat. Ehrlich, ich kann die Katze verstehen. Ich bin fast gewillt sie einfach los zu machen und laufen zu lassen. Sie scheint das alles genauso wenig zu wollen wie ich gerade. Nur Kakashi scheint das ganze wirklich zu amüsieren. Er folgt uns mit seinem Buch in der Hand und einem Dauerlächeln im Gesicht. Will er mich vorführen? Ich bin genervt. Einfach nur unendlich genervt. Ich will das die dumme Leine abmachen und die Katze einfach Katze lassen. Aber ich beende die Mission fachmännisch und liefere das Haustier ordentlich ab. Wenigstens werden wir gut bezahlt.
Der Tag vergeht nur langsam. Kakashi zieht eine unsinnige Mission nach der Anderen heran. Unkraut zupfen, Baby Sitten (eine Mission die wohl zu den schlimmsten gehört, die ich bisher absolviert habe) und Holz hacken. Inzwischen bin ich wirklich wütend. Wenn ich zurück blicke auf meinen letzten Tag in Konoha, will ich mich sicher nicht an diesen ganzen Mist erinnern. Vielleicht erhofft er sich so einen weiteren Tag Aufschub oder das ich schreiend die Flucht ergreife. Am Ende landen wir wieder in den heißen Quellen. Ich habe mich überreden lassen.
Ein gutes hat das alles zumindest. Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal so entspannt war. Zumindest bis ich aus dem Wasser steige und meine Sachen greifen will. Meine Sachen, die eben noch in dem kleinen Fach gelegen haben. In einem Fach, dass jetzt leer ist.. Zum Glück bleibt mir wenigstens mein Bademantel. Dennoch stürme ich wütend auf unser gemeinsames Zimmer, stoße die Tür auf und Funkel wütend meinen Sensai an. „Wo sind sie?!“, fordere ich sofort zu wissen. Er schaut mich mit seinem großen Unschuldsauge an. „Wo ist was?“ Will mich dieser Bastard jetzt wirklich verarschen?! „Wo sind meine Klamotten?!“, fahre ich ihn gleich weiter an. Doch er zuckt nur mit den Schultern und lächelt. „In der Reinigung. Ich habe uns etwas anderes zum Anziehen besorgt.“ Er steht auf und hält mir plötzlich einen Kimono vor die Nase. „Was?“ Meine Wut ist erschreckend schnell abgeklungen. Dieser Bastard, ich nenne ihn absichtlich noch immer so, hat wirklich an alles gedacht. Der Kimono ist dunkelblau und schlicht. Nur auf dem Rücken prangt das Symbol meines Familienclans. Andächtig streiche ich über den Stoff. Sogar Holzsandalen hat er uns besorgt und einen passende kleinen Beutel, in dem wir unser Geld aufbewahren können und ein paar unauffällige Waffen, für den Fall der Fälle.
Noch immer etwas misstrauisch sehe ich Kakashi an, bevor ich mich aus meinem Bademantel schäle und den Kimono anlege. Nach all der Zeit weiss ich noch immer ganz genau, wie ich ihn binden muss. Selbst die kleine Tasche binde ich mir an den Gürtel. Ich betrachte mich in dem kleinen Spiegel im Bad und noch bevor ich es selbst bemerke, schleicht sich ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Ich fange an mich wirklich auf das Dorffest zu freuen. Als ich wieder aus dem Bad tretet, bleibt mir im ersten Moment die Spucke weg. Kakashi steht da. In einem dunkelgrünen Kimono, der mit roten Blüten verziert ist. Er steht ihm wirklich gut. Vielleicht etwas zu gut. Zum ersten Mal sehe ich Kakashi nicht nur als meinen Sensai, sondern als einen ganz normalen Menschen. Ich fange an ihn mit anderen Augen zu sehen, egal wie schwer es mir fällt.
Dabei spüre ich, wie auch Kakashi mich kurz zu mustern scheint. Sein Blick gleitet von meinen Schultern runter zu meinen Beinen, bis er zufrieden scheint. „Dann lass uns mal gehen.“ Kakashi lächelt schon wieder. Hört er damit irgendwann noch auf? Wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Der Weg ins nächste Dorf ist kaum der Rede wert.
Inzwischen ist es dunkel geworden und das Fest ist bereits von weitem zu sehen. Der Platz wird von hunderten Laternen in ein sanftes Licht getaucht. Langsam laufen wir  durch die reich geschmückten Straßen, während ich neugierig meinen Blick über die verschiedenen Stände gleiten lasse. Es gab Dangos, Yaki-Imos und viele weitere Leckereien. Vieles davon habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen. Ich bin wirklich kein großer Koch. Meistens muss es schnell gehen oder ich kaufe mir unterwegs was. Eine Zeit lang habe ich mich schlicht von Nahrungspillen ernährt, um Zeit zu sparen.
Zwischen den ganzen Ständen erblicke ich auch alte traditionelle Spiele, die ich früher als Kind geliebt habe. Gerade als ich den Blick abwenden will, spüre ich eine Hand auf meiner Schulter, wie sie mich sanft drückt. Er spricht nicht, sondern scheint mir einfach etwas..Sicherheit geben zu wollen. Zumindest fühlt es sich so an. Ich bin hin und her gerissen, ob ich diesen Abend wirklich genießen soll oder nicht. Das alles erinnert mich an so viele Sachen, dass ich mir beinahe vorkomme, als wäre ich wieder Vier und jeden Moment kommen meine Eltern mit gebratenem Oktopus an.
Aber es sind nicht meine Eltern die mir plötzlich was essbares vor die Nase halten, sonder Kakashi. Verwirrt blinzle ich einige Male, bis ich verstehe. Kakashi steht vor mir, lächelt mich an und hält mir ein Takoyaki vor die Nase. Tintenfischbällchen. Langsam, beinahe mechanisch greife ich danach. Es hat mir die Sprache verschlagen. Selbst als ich ein kleines „Danke“ zu Stande bekomme, ist es so leise, dass ich mich frage, ob es Kakashi überhaupt verstanden hat.
Ich lasse mir Zeit beim essen, genieße jeden einzelnen Bissen. Es ist nichts besonderes, aber mir bedeutet es alles. Meine Schritte fühlen sich merkwürdig leicht an. Als würde ich auf Wolken laufen, als ich das Fest weiter erkunde. In mir ist ein Gefühl, dass ich einfach nicht beschreiben kann. Es ist ganz warm in meinem Bauch. Bestimmt von dem Essen gerade.
Ich bleibe an einem der Stände stehen um mir die verschiedenen Talismane anzuschauen. Ich bin überrascht sie überhaupt hier zu sehen, denn normalerweise verkauft man sie nur an Tempeln. Ich entscheide mich für einen, der ein langes Leben verspricht. Sicher ist sicher.
Ich beginne das Fest richtig zu genießen. Mit jeder Minute taue ich etwas mehr auf und lasse mich am Ende sogar dazu hinreisen einen Goldfisch zu schöpfen. Oder es zumindest zu versuchen. Ich bin mir ganz sicher, dass die kleinen Papierfächer irgendwie manipuliert sind. Ständig reisen sie und ein kleines Schild mahnt mich, dass ich keine meiner Fähigkeiten als Hilfe nutzen darf. Frustriert gebe ich schließlich auf. Was hätte ich damit auch machen sollen? Sie mir auf den Nachtschrank stellen und Morgens beim Aufwachen anstarren? „Soll ich dir helfen?“ Kakashi steht genau hinter mir. Ihn scheint das ganze wirklich zu belustigen und sofort schüttle ich den Kopf. „Nein, danke!“ Vielleicht klingt meine Antwort in dem Moment etwas patzig, aber ich gehe dennoch einfach weiter.
Das Fest neigt sich dem Ende zu. Ich gebe es nur ungern zu, aber ich bin wirklich aufgeregt. Fremde, starke Finger umschließen plötzlich meine und ziehen mich mit sich. He? Ein Ruck geht durch meinen Körper, als ich nach vorne stolpere und meinem Sensai folge. Er zieht mich durch die ganzen Menschen, raus aus den Straßen und rauf auf eine kleine Erhöhung. Von hier oben können wir beinahe das ganze Dorf übersehen. Ich würde es niemals offen zugeben, aber der Anblick ist wirklich schön. Kakashi lässt meine Hand los und bleibt neben mir stehen. Scheinbar hatte nicht nur er die Idee. Auch wenn wir etwas verdeckt stehen, sehe ich überall Leute sitzen, die gebannt in den Himmel starren. Größtenteils Pärchen, die verliebt Händchen halten. Es ist mir beinahe etwas unangenehm hier mit zu stehen, egal wie gut die Aussicht ist.
Der Himmel wird in den schönsten Farben erhellt, als das Feuerwerk beginnt. Gespannt beobachte ich es, speichere die Bilder tief in mir ab, damit ich es so schnell nicht vergesse. Immer wieder kommen kleine „Ah“'s und „Oh“'s von den Menschen. Ich bin begeistert, wie schön es ist. Kein Wunder das es der krönende Abschluss von dem Fest ist. Schon alleine deshalb hat sich  der Ausflug gelohnt. Ich würde es niemals offen zugeben, aber ich bin wirklich froh, dass mich Kakashi mit hier her genommen hat. Alleine wäre ich niemals auf das Fest gegangen, hätte womöglich  nicht einmal davon erfahren.
Schweigend verfolgen wir das Spektakel bis es endet und sich der Platz langsam leert. Am Ende sind wir die Letzten, die bleiben. Ich stehe einfach da und schaue in den Himmel. Kakashi gibt mir alle Zeit der Welt, dabei habe ich mich Gestern selbst noch darüber lustig gemacht. Wenn auch nur in Gedanken. Nur langsam löse ich mich von dem Anblick. Sekunden schaue ich meinen Sensai einfach nur an als ich mich umdrehe. Er lächelt nicht, schaut mich einfach nur mit diesem Blick an, den ich nicht deuten kann. Ich versuche mir nichts anmerken zu lassen, dennoch jagt ein kleiner Schauder durch meinen Körper. Schnell wende ich den Blick ab und laufe los. Kakashi folgt mir.
Wir lassen uns Zeit auf dem Rückweg, mehr noch als auf dem Hinweg. Es ist der perfekte Ausklang vom Abend...von dem ganzen Tag. Wenn ich so darüber nachdenke war es wirklich einer der schönsten Tage die ich bisher hatte. Trotz der Missionen.
Ein leichter Nieselregen setzt ein. Innerhalb eines Wimpernschlages verwandelt er sich plötzlich in Platzregen. Wir suchen Zuflucht unter einem Baum, warten ab. Geduldig lehne ich mich an den alten Stamm, hoffe das der Regen bald nach lässt. Ich bin wirklich nicht aus Zucker, aber ich bin nicht scharf darauf bis auf die Knochen durchnässt zu werden. Bereits jetzt kleben meine Sachen nass an meinem Körper, lassen mich frösteln.
„Denkst du noch immer an deine Rache?“ Verwundert sehe ich Kakashi an. Er steht mit dem Rücken zu mir und starrt in den Regen. „Nein..“ Meine Antwort ist leise, nachdenklich. Kakashi hat es wirklich geschafft, dass ich sie für einen Tage vergesse. Das ich mich an die schönen Dinge von früher erinnere. Ein Lächeln liegt auf seinem Gesicht, als er sich zu mir dreht. „Dann bleibst du im Dorf?“ Er kommt zu mir, stützt seine Arm neben meinem Kopf ab und mustert mich schon wieder mit diesem Blick, den ich nicht deuten kann. „Nein..“, meine Antwort klingt nicht so sicher wie ich es gerne hätte. „Dann muss ich wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten..“ Seine Stimme ist nur ein flüstern. Es klingt kitschig und falsch, doch ich verliere mich in seinem Auge. In seinem Auge, dass so viel Wärme ausstrahlt, dass es mir beinahe Angst macht. Ich schrecke zurück. Versuche es zumindest, als fremde Lippen meine streifen. Wann hat er seine Maske runter gezogen? Wann ist er mir so nahe gekommen? Sofort versuche ich wieder etwas Abstand zwischen uns zu bringen, stemme mich gegen seine Brust. … Ich schaff es nicht. Unermüdlich hält Kakashi die zarte Verbindung aufrecht und langsam fange ich an den Kuss zu erwidern. Zögernd. Unsicher. Was tue ich hier? Warum küsst mich Kakashi? … Es fühlt sich gut an. Seine Lippen sind warm. Weich. Verlockend.  Aber noch bevor ich mich richtig an sie gewöhnt habe, sind sie plötzlich verschwunden. „Der Regen hat aufgehört.“ Hä? Ich komme mir in diesem Moment wirklich dumm vor. Ich habe keine Ahnung, wovon er redet. Schweigend sehe ich an ihm vorbei, zu dem aufgeweichten Weg. Der Regen...hat aufgehört.. Ach so. „Lass uns gehen.“ Kakashis benimmt sich, als wäre nie etwas gewesen. Als hätte ich mir das alles gerade nur eingebildet. Einen Moment sehe ich ihm nach, während er sich bereits auf den Weg macht. Vielleicht habe ich das auch. Tagträume sollen doch ab und zu ganz normal sein.
Beinahe sacken mir die Knie weg, als ich den ersten Schritt mache. Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, dass ein kleiner Kuss solch eine Auswirkung auf mich hat.. Ich verstehe es nicht.
Schweigend laufe ich meinem Sensai hinterher. Ich kann nicht aufhören an den Kuss zu denken. So sehr ich mich am Anfang auch erschrocken habe, mich gegen den Kuss gewährt habe, am Ende hat es sich wirklich gut angefühlt. Irgendwie..Richtig. Ich habe  mir nie Gedanken darüber gemacht ob ich nun auf Frauen oder Männer stehe. Es gehört zu diesen unwichtigen Dingen im Leben, für dich ich bisher nie Zeit hatte.
Wir sind die letzten, die vom Fest zurück kommen. Die Rezeptionistin sieht uns mit diesem eigenartigen Blick an. Ich glaube sie hat sich Sorgen gemacht. Sie drückt uns ein paar zusätzliche Handtücher in die Hand. „Ich bringe Ihnen gleich noch einen wärmenden Tee nach oben, damit sich nicht erkälten. Schade, dass das Wetter plötzlich umschlug. Es war wirklich ein schönes Fest, finden sie nicht auch?“ Ich nicke nur abwesend.
Leise fällt die Tür hinter uns ins Schloss. Mit den Gedanken bin ich bereits bei einer heißen Duschen und meinem Bett, aber ich schaffe es nicht einmal in die Nähe des Bades. Ich kann Kakashis Atem spüren, kurz bevor sich seine Lippen schon wieder auf meine drücken. Dieser Kuss ist anders. Er ist leidenschaftlich..fordernd. Ich kann gar nicht so schnell reagieren, wie er meine Hände packt und gegen die Wand drückt. Die Handtücher fallen ungeachtet zu Boden. „Lass das..“, zische ich gegen die fremden Lippen. Wir sollten das nicht tun, aber mein Kopf schaltete einfach ab. Wie schon zuvor spürte ich dieses leichte Kribbeln in meinem Magen. Es ist verrückt. Total verrückt „Nein...“, raunt Kakashi leise. Er hält den Kuss aufrecht, scheint zu warten und ich enttäusche ihn nicht. Langsam fange ich an den Kuss zu erwidern, schließe die Augen um es besser genießen zu können. Es fühlt sich gut an. Besser noch, als beim letzten Mal. Ich zucke zusammen, als ich plötzlich Zähne spüre, bevor sich eine freche Zunge ihren Weg in meinen Mund bahnt. Ungeduldig, als könnte er es nicht erwarten, dass ich selber meine Lippen für ihn öffne.
Ich keuche leise  in den Kuss, versuche die Oberhand zu gewinnen. Unsere Zungen spielen miteinander, umgarnen sich und verdrängen auch die letzten Gedanken. Nur widerwillig lasse ich den Kuss enden. Ich versuche meine Hände frei zu bekommen, um nicht länger zum still halten gezwungen zu werden. „Lass mich los..“ Meine Stimme klingt seltsam fremd, während Kakashi leise anfängt zu lachen. „Nein..“ Was ist denn bitte gerade so lustig? Ein Stöhnen entkommt meinen Lippen, als ich plötzlich das fremde Knie zwischen meinen Beinen spüre. „Du bist erregt...“ Sein heißer Atem streicht meine Wange als er sich vorbeugt. Scheiße. Seine Zunge gleitet über mein Ohr, neckt es, bevor er sanft in mein Ohrläppchen beißt. Wieder keuche ich leise, als mein Körper erschaudert. Seine Lippen gleiten tiefer, hauchen kleine Küsse auf mein Gesicht, über das Kinn und meinen Hals entlang. Sofort strecke ich meinen Hals, erhoffe mir mehr und werde mit kleinen Bissen belohnt. Ich kann förmlich fühlen, wie er gegen meine Haut grinst. Wann hat er eigentlich seine Maske runter gezogen?
Endlich lässt er meine Hände los und ich nutze meine Chance. Mit beiden Händen umfasse ich sein Gesicht, ziehe ihn wieder zu mir hoch und küsse ihn stürmisch. Irgendwo zwischen den Handtüchern und seiner Zunge haben sich meine Hemmungen einfach verabschiedet. Seine Hände gleiten über meine Seite nach unten, greifen nach dem Gürtel und ziehen langsam die Enden auseinander. Es klopft. Mein Herz bleibt beinahe stehen, als jemand hinter uns an die Tür klopft. „Ich stelle ihnen den Tee vor die Tür“, ertönt die freundliche Stimme der alten Dame. Würde sie wissen, was wir hier gerade machen, wäre sie ganz sicher nicht mehr so nett. Ich lausche den sich langsam entfernenden Schritten. Erst Kakahis Hand reißt mich aus der Starre. Warm schließt sie sich um meine, zieht mich bestimmend nach vorne. Ich kann nur erahnen, wo wir genau gerade stehen, als er mir den Kimono einfach von den Schultern streicht. Raschelnd fällt er zu den Boden. Ich erröte. Zum Glück ist es Dunkel. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, beinahe nackt vor meinem Sensai zu stehen. Egal wie oft ich schon Baden war, wenn wir als Team unterwegs waren.
Seine Hände gleiten über meine Schulter nach unten, erkunden meine Brust, zeichnen meine Muskeln nach ehe er mich plötzlich von sich stößt. Mir entkommt ein erschrockener Laut, ehe ich die Federung des Bettes spüre. Dieser Bastard.
Ich rutsche weiter nach hinten, bis ich richtig liege. Sofort ist Kakashi wieder über mir. Meine Hände gehen auf Wanderschaft. Haut trifft auf Haut. Er hat seinen Kimono ausgezogen. Ich streiche über seine Brust, erkunde jeden noch so kleinen Muskeln. Ich gleite über seine Brustwarzen, lasse meine Finger langsam darüber gleiten, bis meine Hände nach außen gleiten und über seine Seiten  tiefer wandern, bis ich wieder Stoff spüre. Für einen Moment scheint er einfach zu genießen, sich meinen neugierigen Händen hin zu geben, bevor ich erneut eingeschränkt werde. Wieder pinnte er meine Hände einfach über meinem Kopf zusammen, mustert mich. Auch ohne Licht kann ich seinen Blick deutlich auf mir spüren. Heiß und Kalt zugleich rinnt es mir den Rücken herunter, voller Erwartungen auf das kommende.
Leise keuche ich, als ich seine Lippen endlich wieder spüren kann. Zärtlich liebkosen sie erneut meinen Hals, hinterlassen auf ihrem Weg eine feuchte Spur. Meine Brust hebt und senkt sich schwer unter seinen Küssen. Seine Zunge gleitet um meine Knospe, berührt sie nicht direkt. Seine freie Hand streichelt die ganze Zeit über meine Seite, bevor sich seine Finger plötzlich um meine Brustwarze legen. Fest zwirbelt er sie, entlockt mir ein heißeres Stöhnen als seine Lippen anfangen meine zweite Knospe zu verwöhnen. Er lässt mich seine Zähne spüren, zwickt sanft hinein und saugt an ihnen. Ich strecke mich ihm entgegen, drücke meinen Rücken durch um mehr seiner Berührungen zu erhaschen. Erst als sie sich ihm hart entgegen strecken, lässt er von ihnen ab. Wieder kommt er rauf zu mir. Sofort öffne ich willig mein Mund, als seine Zunge über meine Lippen gleitet. „Halt deine Hände ruhig..“, flüstert er leise und verwickelt mich erneut in einen leidenschaftlichen Kuss. Ich bin unfähig meine Arme auch nur runter zu nehmen, als er sie endlich wieder frei gibt. Seine Worte fesseln mich ans Bett.
„Kakashi...“ Meine Stimme ist nur noch ein erregtes Flüstern. „Ja..“, antwortet er genauso leise. Schon wieder küsste er sich runter. Erneut muss mein Hals herhalten, ohne das ich mich beschwere. Aber dieses Mal verharrt er nicht an meinen Knospen. Immer tiefer küsst er sich, taucht mit seiner Zunge in meinen Bauchnabel und entlockt mir ein leises Kichern, dass beinahe von meinem Keuchen verschluckt wird, als ich seine Zähne spüre. Mir stockt der Atem. Er küsst sich am Bund meiner Shorts entlang. Ich biege den Rücken durch, will mehr von seinen Lippen. Mehr von seiner Zunge. Mehr von allem und er scheint meinen stummen Wunsch zu verstehen. Ich kralle meine Hände in den Stoff unter mir, als ich plötzlich seine Lippen an einer ganz anderen Stelle spüre. Fest leckt er über den Stoff, lässt mich stöhnen und mich unter ihm winden. Seine Lippen legen sich über meine Erregung, saugen daran und durchtränken den Stoff mit seinem Speichel. Ich will keuchen, stöhnen, irgendwas. Aber aus meinem Mund kommt nur heiße Luft. Mein Körper steht in Flammen. Jeder seiner Berührungen hinterlässt ein neues Feuer, dass mich verzerrt.
Endlich legen sich seine Hände an den Bund meiner Shorts. Bereitwillig hebe ich mein Becken, mache es ihm leichter, mir auch mein letztes Kleidungsstück auszuziehen. Ich warte darauf, dass er  weiter macht. Das ich seine Lippen ohne den störenden Stoff spüren kann.
Seine Händen legen sich auf meine Hüfte, drücken mich nach unten und halten mich ruhig. Ich kann es kaum noch erwarten seine Lippen zu spüren. Aber sie setzten ihre Arbeit an einer ganz anderen Stelle fort. Ausführlich erkunde sie meine Oberschenkel und lassen auch dieses Mal keinen Zentimeter aus. Ein Kuss, ein kleiner Biss und wieder ein Kuss. Ich kann nur noch keuchen. Meine Beine fangen an zu zittern, als er sich über meine Innenschenkel wieder nach oben küsst. Dieses Mal ist es anders. Mehrmals verharrt er an einer Stelle, saugt sich fest und hinterlässt kleine Male. Ich werde verrückt unter ihm. Ungeduldig kralle ich mich in seinen Haarschopf. Meine Hände können nicht länger untätig bleiben, versuchen ihn in eine bestimmte Richtung zu drängen. Er lässt es nicht zu. Stattdessen wechselt er nur die Seite, hinterlässt auch dort seine Male. Er spielt mit mir. Lässt mich verzweifeln und ich fange an ihn dafür zu hassen.
Er lässt sich viel zu viel Zeit bis ich seine Lippen endlichen da spüren kann, wo ich es gerade am meisten brauche. Es ist nur ein Kuss, eine winzige Berührung und dennoch bäume ich mich stöhnend auf. Voller Verlagen. Das ist wirklich ein guter Anfang.
Ich versuche diesen herrlichen Mund entgegen zu kommen, mehr davon zu erhaschen. Der Griff um meine Hüfte festigt sich, drückt mich erbarmungslos zurück ins Bett. Quälend langsam legen sich  seine Lippen um mein Glied, umschließen fest meine Spitze und fangen an zu saugen. Ich stöhne so laut, dass es mich selbst erschreckt. Fahrig fangen meine Hände an ihn ein wenig zu kraulen, ihn in seinem Tun zu bestätigen. Und plötzlich sind seine Lippen weg. „Kakashi...“ Ich flehe, wimmere seinen Namen beinahe. Wäre ich nicht längst außer Stande einen klaren Gedanken zu fassen, wäre mir das ganze wohl unsagbar peinlich. Aber so kann ich nicht anders, als erleichtert zu stöhnen, als seine Lippen wieder da sind. Fest schließen sie sich um mein heißes Fleisch, verwöhnen mich nach den höchsten Künsten der Lust. Sein Mund gleitet tiefer, lenkt mich ab von dem feinen Schmerz der mich in dem Moment überkommt. Irgendwas ist...in mir. Ich kann es nicht genau beschreiben. Es drückt etwas, aber es ist auch kein schlechtes Gefühl.
Ich brauche etwas um zu verstehen. Lieber konzentriere ich mich auf diesen herrlichen Mund, stöhne und keuche immer wieder leise unter seiner Behandlung. Den Finger in mir spüre ich schon gar nicht mehr. Zumindest, bis sich ein zweiter dazu gesellt. Leicht zucke ich, als mich erneut ein leichter Schmerz überkommt. Das ist anders. Es ziept und ist einfach unangenehm. Nur Kakashis Mund bewahrt mich vor einem Rückzug. Dieser Mund, der mein Glied noch etwas tiefer in sich aufnimmt. Er setzt seine Zunge ein, lässt mich erneut vergessen und bringt mich dazu, kehlig zu stöhnen. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Die ersten Lusttropfen lösen sich und sofort saugt er noch etwas stärker, während sich die Finger in mir spreizen sich und auf das kommende vorbereiten.
Erneut versuche ich meine Hände zu entspannen, seine Haare nicht die ganze Zeit in Mitleidenschaft zu ziehen. Ich muss mich förmlich dazu zwingen, von ihnen ab zu lassen und die Hände wieder in die Decke unter mir zu krallen. Er scheint es mir zu danken. Zärtlich gleitet seine Zunge immer wieder über meine Spitze, während sich sein Mund zurück zieht, nur um mein Glied noch etwas tiefer auf zu nehmen. Ich spüre, wie ich kurz davor bin zu kommen. Es kaum noch halten kann und plötzlich ist der dritte Finger in mir. Scharf ziehe ich die Luft ein. Okay. Das ist anders. Das tut wirklich etwas weh. Seine Hand streichelt mich sanft, beruhigend. Endlich lockert sich der Griff um meine Hüfte und gibt mir etwas Freiraum. Beinahe bin ich gewillt mich den Fingern zu entziehen, doch ich reiße mich zusammen. Tief atme ich durch, versuche mich selbst zur Ruhe zu zwingen, während die Finger anfangen sich zu bewegen. Suchend tasten sie meine Innenwände ab, bis sie ihr Ziel finden. „Haaaa...“ Ich stöhnte meine Lust heraus, schreie beinahe auf. Es trifft mich wie ein Blitz, vollkommen unvorbereitet, als plötzlich Sterne vor meinem inneren Auge explodieren. In diesem Moment will ich nur noch kommen. Ich will mich in dem heißen Mund entladen und das wohlige Gefühl des Orgasmus genießen. Mein Schwanz fängt an zu zucken, meine Knöchel treten weiß hervor, als ich mich noch etwas fester in die Decke kralle... Aber es kommt nicht soweit. Der erlösende Augenblick bleibt aus, als Kakashi sich komplett zurück zieht. Nicht einmal die Finger lässt er in mir.
Die Matratze gibt unter seinem Gewicht nach, als er wieder zu mir rauf kommt. Sich neben meinem Gesicht abstützend, schaut er mich einfach nur an. Sein Atem geht schwer und dennoch lächelte er mich an. Er sieht umwerfend aus. „Du schmeckst gut..“, raunt er leise und ich spüre erneut die Hitze in meinem Gesicht. Ich bete, dass sich nur meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben.  
Ein zärtlicher Kuss rettet mich aus dem peinlichen Moment. Stoff raschelt und plötzlich wird mir bewusst, wie ernst es wird. „Bist du bereit?“ Ich bin unfähig ihm zu antworten. Ich bin nervös und mir selber nicht mehr ganz so sicher. Ich ziehe ihn zu einem leidenschaftlichen Kuss heran, werfe alle Bedenken über Board. Jetzt gibt es kein zurück mehr.
Ich spüre wie etwas deutlich größeres gegen meinen Eingang drückt und ich atme ein letztes Mal tief durch. Jetzt bloß nicht nervös werden. Ich weiss, dass Kakashi vorsichtig sein wird. Dennoch ist der Schmerz unerwartet. Fest kralle ich mich in seinen Rücken, presse die Lippen zusammen während er langsam in mich eindringt. Stück für Stück schiebt er sich in mir. Ich bin hin und her gerissen zwischen der Lust ihn endlich zu spüren und dem Schmerz. Erst als sein Becken gegen meins stößt hält er inne, streichelt mir sanft durch die Haare. „Es wird gleich besser..“, verspricht er leise. Tief atme ich durch, versuche mich wieder zu entspannen. Dabei sind es am Ende seine sanften Hände die mich erneut beruhigen. Ich nicke leicht und er scheint zu verstehen. Der erste Stoß verschlägt mir den Atem. Der zweite bringt mich zum Keuchen und bereits beim Dritten vergesse ich alles um mich herum. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann es nicht in Worte fassen. Seinen harten Schwanz tief in mir zu spüren. Die Lust, die uns Beide verbindet. Ich kann nur noch haltlos stöhnen, mich ihm entgegen drücken. „Härter..“, verlange ich. Meine Stimme klingt heißer vor Verlangen.
Kurz stockt Kakashi, sieht mich eindringlich an, bevor er auf meinen Wunsch reagiert. Ich ziehe die Luft mit einem schwachen „Ah“ ein, als er sich noch tiefer in mich presst. Ich zittere und stöhne. Stoß folgt auf Stoß, wieder und immer wieder. Unkontrolliert lasse ich meiner Lust freien Lauf, während ich seinem Stöhnen lausche. Meine Hände wandern fahrig über seinen muskulösen Körper, hinterlassen Kratzspuren auf seinem Rücken.
Schweiß perlt von unseren erhitzen Körpern. Eng drücken wir uns aneinander, verschmelzen miteinander und werden eins. Seine Zähne an meinem Hals, seine heißer Atem über mir. Alles vermischt sich zu einem Strudel der Gefühle. Immer wieder trifft er diesen einen Punkt in mir, der mich Sterne sehen lässt. Einem Feuerwerk gleich, explodieren vor meinem inneren Auge bunte Punkte, erzeugen Bilder und explodieren an ihrem höchsten Punkt. Ich kann kaum noch an mir halten. Schließlich vermischt sich mein Schrei mit seinem und wir verlieren uns im Moment.

Es dauert eine Weile bis ich wieder zu mir komme.. Schwer atmend liegen wir beieinander, schauen uns einfach nur Stumm an bis er anfängt zu lächeln. Ich bin unfähig mich noch zu bewegen. Erst als Kakashi nach den Decke angelt, kommt wieder leben in mich. Ich rutsche näher zu ihm, lege den Kopf auf seine Brust und lausche dem langsamen, starken Herzschlag, der auf den Höhepunkt folgt. Sanft aber bestimmend drückt er mich an sich, während ich langsam dem Schlaf verfalle.

Als ich am nächsten Morgen aufwache, liegt Kakashi noch immer bei mir. Ich brauche einen Moment um zu verstehen was mich geweckt hat. Mein Kopf liegt auf seiner Brust, als hätte ich mich in der Nacht nicht einen Zentimeter bewegt. Zärtlich streichelt er mir durch die Haare. „Guten Morgen Schlafmütze..“ Seine Stimme klingt rau vom Schlaf. Vermutlich ist er selber gerade erst aufgewacht. „Guten Morgen..“, kommt leise über meine Lippen. Den Moment genießend bleibe ich einfach ruhig auf ihm liegen. Es dauert etwas, bis wir Beide bereit sind auf zu stehen.
Wir reisen gemeinsam zurück nach Kohoha, bevor sich unsere Wege wieder trennen. Die 48 Stunden sind längst vorbei und ich bin noch immer hier. Vor der Abmachung hätte ich es für vollkommen unmöglich gehalten. Meine Entscheidung stand fest. Felsenfest. Und dennoch hat es Kakashi geschafft mich umzustimmen mit seiner ganz eigenen Art. Schon wieder spüre ich das leichte Kribbeln in meinem Bauch. Die Wärme, die sich in mir ausbreitet, bei dem Gedanken an meinen Sensai. Ich bin Glücklich. Ein Gefühl das ich seit Jahren nicht mehr erleben durfte.
Ich lasse den Tag an mir vorbei ziehen, erledige eine kleine Mission und lande am Ende doch wieder auf dem Ast des alten Baumes. An diesem Ort, an dem alles angefangen hat. Die Beine angezogen und den Kopf gesenkt, lasse ich die letzten Tage noch einmal Revue passieren. Ich weiss nicht, wie es jetzt weiter gehen soll. Ich bin hin und her gerissen. Kakashi hat mir eine andere Seite gezeigt, eine Seite mit der ich womöglich auch glücklich werden kann. Mit meinen Freunden...
Dennoch kann ich Itachi nicht einfach vergessen. Kann nicht vergessen was er mir angetan hat. Verdammt. Verdammt! Was soll ich nur machen? Meine Laune sinkt in den Keller.
Ausgerechnet jetzt tauchen diese Vier Gestalten auf. Ich habe mich sofort aufgerichtet, als ich sie bemerkt habe, Kampfbereit.  „Wer seid ihr?“ Der Typ mit den sechs Armen antwortet. Er könnte mir gefährlich werden. „Die Vier Klänge.“ Die Vorstellung fällt nur knapp aus, bevor sie mich direkt angreifen.
„Ich habe gerade echt schlechte Laune. Wenn ihr kämpft wollt, werde ich mich nicht zurückhalten.“ Sie fordern mich heraus und ich nehme ohne zu überlegen an. Wenn sie einen Kampf wollen, werde ich ihnen einen liefern, den sie so schnell nicht vergessen werden.
Obwohl es Anfangs noch gut für mich aussieht und ich von einem schnellen Sieg ausgehe, habe ich am Ende keine Chance.
„Nun, solange wie du in diesem beschissenem Dorf bleibst, wirst du nie besser als ein durchschnittlicher Ninja sein. Du wirst kein bisschen stärker.“  Sie machen sich über mich lustig. Wieso.. Ich hatte den Kontakt bei jedem Angriff gespürt. Dennoch sieht es so aus, als ob es ihm nichts ausgemacht hat. „Wenn du weiter deine Ninjaspielchen mit deinen Kumpels spielst, wirst du nur verrotten.“ Die einzige Frau in der Gruppe mischt sich ein. „Komm mit uns, dann wird dir Orochimaru-sama stärke geben.“ In diesem Augenblick kann ich deutlich das Mal an meinem Nacken spüren. Es schmerzt.
Ich kann nicht fassen, was hier gerade passiert. Sie stellen mich zur Wahl. Überlassen nach all dem trotzdem mir die Entscheidung, ob ich mit ihnen komme oder nicht. Es sind nur Sekunden, in denen ich zögere. Sekunden in denen ich keine Antwort weiss. Sie erzählen mir Dinge über das Siegel. Dinge die mich zum Nachdenken bringen. „Um etwas zu gewinnen, musst du etwas verlieren. Was ist deine Bestimmung? Ist es in diesem fröhlichen Dorf zu bleiben und euch gegenseitig die Wunden zu lecken? Und dann alles zu vergessen....von Uchiha Itachi?“ Ich reiße diese Augen auf. „Vergiss nicht was deine Bestimmung ist. Dieses Dorf ist nichts weiter als eine Fußfessel. Du solltest wertlose Bindungen einfach trennen.“ Sie lassen mich alleine zurück. Alleine mit meiner Wut und meinem unendlichen Hass.
Am Ende tragen mich meine Beine zurück in meine Wohnung. Griffbereit steht der Rucksack noch gepackt in der Ecke. Als hätte ich geahnt, dass ich ihn Bald wieder brauchen würde. Nichts in dieser Wohnung bedeutet mir noch was. Einzig unser Foto sehe ich ein letztes Mal an. Kakashi... Es tut mir leid. Ich bin nicht stark genug. Für einen Moment war ich glücklich. Für einen Moment glaubte ich wirklich, dass alles hinter mir lassen zu können. .. Ich habe mich geirrt. Es geht nicht. Sie haben Recht. Ich bin ein Rächer. Ich kann meiner Bestimmung nicht entfliehen.
Ich lasse das Bild zurück., umgedreht auf meiner Kommode, als könnte ich es nicht ertragen, seinen Blick auf mir zu spüren. Kakakshi... Würdest du erneut versuchen mich auf zu halten? Bedeute ich dir etwas? Oder hast du das Gestern alles nur getan, damit ich bleibe? Ich zögere, als ich an deiner Straße vorbei gehe. Ein letzter Abschied. Ein letzter Moment. … Ich kann nicht.  Dieses Mal gibt es kein zurück.
Ich bin anders als ihr. Anders als mein Team. Ich gehe einen anderen Weg als ihr. Ich hatte versucht mich zu überzeugen, dass es mein Weg wäre, die Dinge zu tun, die wir bis jetzt getan haben. Aber letztendlich hat sich mein Herz für Rache entschieden. Das ist meine Bestimmung. Von hier an..wird sich ein neuer Weg für uns alle öffnen.



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Anmerkung des Autoren:
Eine Autorin die mich seit Kindheitstagen begleitet hat mal gesagt „Jeder Sex ist einzigartig, er ist eine Art Kommunikation.“ Daran musste ich die ganze Zeit beim Schreiben denken. Ich hoffe ich konnte ein wenig von Sasukes Gefühlen und seiner innerlichen Zerrissenheit ausdrücken.
Ursprünglich war diese FF als eine kleine PWP geplant, die sich schnell Eigenständig gemacht hat. Inzwischen habe ich Ideen für zwei weitere Kapitel, die direkt am Anime ansetzen, allerdings lasse ich mir diese Option erst einmal offen.  

Übrigens: In dieser Fanfiktion sind original japanische Sätze verwendet worden, damit es authentischer ist


Begriffserklärung
Dangos: Japanische Klöße, die aus Reismehl hergestellt werden
Yaki-Imos: Gedämpfte Süßkartoffeln
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