Was sich liebt, das neckt sich

von MelG99
OneshotRomanze / P12
Fritz Munro Josephine Klick
24.08.2015
24.08.2015
1
605
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
24.08.2015 605
 
Josephine öffnete ihre Augen. Die Sonne hatte sie geweckt. Rasch zog sie die Decke über ihren Kopf. Sie brummte gequält. Sie wollte unter keinen Umständen aufstehen. Ihre letzten Tage waren purer Stress gewesen. Auf der Arbeit hatten sich viele Fälle angesammelt und sie wusste gar nicht mehr, wo ihr der Kopf stand. Alex hatte sie so gut unterstützt, wie es nur möglich, aber ohne Fritz war es einfach nicht das gleich gewesen. Es fehlte ihnen nicht nur ein Mitarbeiter, sondern auch ein guter Freund. Das wurde alles zu viel. Als Fritz dann gestern tatsächlich freigesprochen worden war, waren alle erleichtert gewesen. Sie hatten das groß gefeiert und Alex hatte seinem Kumpel die ganze Zeit an der Backe geklebt. Er hatte sich einfach so stark gefreut, dass er ihn jetzt wieder für sich hatte, dabei stand ja noch nicht einmal fest, ob er wieder zum Dienst durfte. Aber ein Freispruch war Grund genug, um eine Party für Fritz zu schmeißen. Ach ja, diese Party gestern...

Moment mal! Die Party! Josephine drehte ihren Kopf zu ihrer linken. Vor ihr lag ein starker, gut aussehender Mann. Seine Augen waren geschlossen.

Josephine grinste. Er lag tatsächlich bei ihr, in ihrem Bett! Das konnte doch nur ein Traum sein. Sie rückte näher an ihn heran und beobachtete ihn. Er schlief ruhig und fest. Sein leises Schnarchen löste ein Kribbeln in dem Bauch der Polizistin aus. Er war so süß, wenn er schlief! Sie fuhr ihm mit dem Zeigefinger über seine Nase und lächelte ihm entgegen. „Guten Morgen.“, flüsterte sie.

Er wachte langsam auf. Er öffnete seine braunen Augen und suchte den Raum ab. Sein Blick verharrte auf der Person vor ihm und er grinste. „Guten Morgen, Bielefeld.“

„Fritz.“ Sie flüsterte seinen Namen so liebevoll. Sie war überglücklich, dass er endlich bei ihr war. Sie musterte sein Gesicht. „Sag mal, träume ich?“

Noch immer grinsend schüttelte er den Kopf. „Das ist real.“ Er hob seine Hand an und fuhr ihr damit über die Wange. „Wenn das ein Traum wäre, dann könntest du das jetzt nicht spüren, richtig?“

Sie nickte stumm. Gott, fühlte sich das gut an. Es kribbelte einfach in ihrem ganzen Körper. Schmetterlinge drohten aus ihrem Bauch ausbrechen zu wollen.
Fritz konnte die Augen nicht von ihr lassen. Er starrte sie die ganze Zeit an. „Du bist so wunderschön.“, flüsterte er ganz leise.

Josephine strahlte. Sie erwiderte dieses Kompliment mit einem Kuss auf die Stirn. Ihre erste Nacht mit Fritz war wirklich magisch gewesen. Sie wollte, dass das nicht die letzte Nacht gewesen ist, die sie gemeinsam verbracht hatten. In seiner Nähe fühlte sie sich einfach geborgen. Sie konnte sie selbst sein und bekam nur in seltenen Fällen eine dafür reingewürgt. Und selbst wenn er sie mit etwas aufzog, was sie sagte, dann war es auf die süße Art und Weise. Ihre beste Freundin aus Grundschulzeiten hätte jetzt wieder gesagt: „Was sich liebt, das neckt sich.“ - und damit hatte sie ja auch recht behalten.

Fritz fixierte ihre Augen. Ein freches Grinsen lag auf seinen Lippen. Er zog Josephine zu sich und küsste sie sanft. Sie hatten das zwar gestern schon die ganze Zeit gemacht, aber es fühlte sich noch immer so verdammt gut an!
Seine Lippen, die auf ihre trafen waren so weich. Es hatte sich noch nie etwas so richtig angefühlt, wie ihn zu küssen.

Als sie sich voneinander lösten, machte die Polizistin ein gequältes Gesicht. „Ich möchte nicht aufstehen.“

Fritz hob die Augenbrauen. „Wer hat denn gesagt, dass ich dich jemals wieder aus diesem Bett lasse?“ Er grinste frech und zog sie zu sich. „So leicht kommst du mir nicht davon.“, flüsterte er und küsste sie erneut.
Review schreiben