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And Then You Came Along

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
24.08.2015
28.01.2018
9
22.920
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28.01.2018 2.346
 
Chapter 9
DPOV

Es war noch früh als ich heute von der Arbeit nach Hause kam, was mal eine nette Abwechslung war. Ich denke ich könnte etwas Zeit mit meinen Kindern verbringen und auch Rose würde glücklich sein, mal etwas früher nach Hause zu kommen.

Ich hatte den Eindruck das niemand zu Hause war als ich das Wohnzimmer betrat und mich umsah.
Doch plötzlich hörte ich eine Stimme etwas singen. Es kam aus der Küche.

Ich folgte dem Gesang und fand Rose an der Spüle stehend vor, den Abwasch machend. Sie hatte Kopfhörer in ihren Ohren und sang laut ein Lied mit das ich nicht kannte.

Grinsend lehnte ich mich an die Wand und beobachtete das Schauspiel, aber vor allem Sie. Sie hatte nicht bemerkt das ich den Raum betreten Hatte und sang munter weiter. Ich konzentrierte mich auf den Gesang und bereute es umgehend.

We can get a little crazy just for fun, just for fun
Don´t even try to hold it back
just let go
Tie me up and take me over till you´re done
Till I‘m done

Oh Gott. Meine Augen wurden groß wie Untertassen während mir bewusst wurde worum es in dem Lied ging. Schnell straffte ich meine Schultern und sagte ihren Namen, in der Hoffnung das sie mich hören würde, aber sie sang sogar noch etwas lauter und um es noch schlimmer zu machen, wiegte sie ihre Hüften im Takt.

Push up to my body, sink your teeth into my flesch
Get undressed, ta-taste the flesh
Pass the test, ta-taste the flesh

Ich versuchte nicht ihren Körper anzustarren, ihre Beine, ihre Hüften alles bewegte sich rhythmisch zur Musik, währenddessen sie fröhlich weiter sang. Warum zu Teufel hatte sie heute diese super kurzen Hosen an? Warum nicht eine lange Jogginghose die ihren schönen Körper kaschieren könnte?!

Hold me up agains the wall
Give it till I beg, give me some more
Make me bleed, I like it raw
Push up to my body, sink your teeth into my flesh

Ich versuchte verzweifelt die Worte zu ignorieren doch es hatte keinen Sinn.

Ich konnte es nicht verhindern das Bilder, die ganz und gar nicht Jugendfrei waren, in meinem Geist auftauchten. Schmutzige Gedanken, die mit dem Text des Liedes einher gingen übernahmen mein denken. Ich wusste das es falsch war, dennoch, sie so tanzen zu sehen, diesen Text singen zu hören machte mich an. Diese Frau würde meinen Tod bedeuten. Ich musste dem ganzen ein Ende setzen. Jetzt!

„Rose!“ schrie ich.

Sie hörte mich immer noch nicht, also überbrückte ich entschlossen den Abstand zwischen uns und zog die Kopfhörer aus ihren Ohren. Erschrocken zog sie die Luft ein. Sprachlos und mit großen Augen schaute sie mich an nachdem sie sich ruckartig umgedreht hatte. Atemlos erwiderte ich ihren Blick. Ich realisierte wie nah wir uns in diesem Moment waren, doch anstelle eines Schrittes Rückwärts, machte ich einen Vorwärts, noch näher an sie heran.

„Roza,“ sagte ich mit heiserer Stimme.

Ich wusste nicht was mich in diesem Augenblick geritten hatte, ich konnte es nicht aufhalten, jedenfalls schloss ich den kleinen, noch verbleibenden Spalt zwischen uns und presste meine Lippen auf ihre. Ich spürte ihre Überraschung, doch erwiderte sie den Kuss und legte sogar ihre Arme um meinen Hals.

Ich saugte sanft an ihrer Unterlippe und ein kleines, leises Stöhnen war zu hören als sie ihre Lippen teilte und mir damit Zugang gewährte. Begierig lies ich meine Zunge ihren Mund erkunden. Meine Hände fanden ihre Hüften und legten sich darauf, fest umgriff ich sie und hob sie an. Ihre Beine schlangen sich um meine Taille. Ohne den Kuss zu unterbrechen trug ich sie die paar Schritte und setzte sie auf der Arbeitsfläche der Küche ab.

„Dimitri,“ stöhnte sie genussvoll meinen Namen und es klang schöner als Musik in meinen Ohren. Küssend erkundete ich ihren Hals und ihre Schulter, dort wo meine Lippen ihre Haut getroffen hatten bildete sich eine leichte Gänsehaut. Ihre Finger durchkämmten mein Haar, hielten es fest und sie zogen leicht daran. Ein animalisches knurren stieg in meiner Kehle empor, ehe meine Lippen zu ihren zurückkehrten. Langsam wanderten meine Hände von ihren Hüften hinunter zu ihrem exquisiten Arsch und-

„Daddy!“

Kerzengerade und hellwach saß ich in meinem Bett. Mein Herz hämmerte in meiner Brust und ich musste mehrmals tief durchatmen um mich zu beruhigen. Mit einem Blick nach unten wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich ein Zelt in meinen Boxershorts errichtet hatte, welches aber Gott sei Dank, wegen meiner Decke, vor den Augen meines Sohnes verborgen blieb, der ungeduldig an meinem Arm zog.

„Daddy,“ sagte Liam erneut und stellte dabei ein strahlendes Grinsen zur Schau. Er stand da in seinem Schlafanzug und hatte seinen Teddy im Arm. Als er auf mein Bett sprang zog ich geistesgegenwärtig meine Knie an.

„Kannst du Blinis zum Frühstück machen?“ fragte er sehnsüchtig.

Verstohlen blickte ich zu meinem Wecker und stellte fest das es noch nicht mal acht Uhr war und das an einem Sonntag morgen, dem einzigen Tag an dem ich mal ausschlafen konnte.

„Sicher,“ beantwortete ich seine Frage nachdem ich mich kurz geräuspert hatte.

„Sind deine Schwestern auch schon wach?“ er nickte bejahend. Kein
Zweifel das er sie auf die selbe Art und weise geweckt hatte, wie er auch mich aus meinen Träumen gerissen hatte.

„Nun, dann geh doch schon mal runter. Ich komme gleich nach.“ Er nickte, sprang vom Bett und rannten aus dem Zimmer.

Seufzend lies ich mich zurück in die Kissen fallen und schloss meine Augen.

Es war nur ein Traum, sagte ich zu mir selbst immer und immer wieder. Es war nur ein Traum.

Nur das es nicht nur ein Traum war. Schon ein paar Tage später spielte sich diese Szene in meinem Haus ab. Naja, nicht wirklich. Ich beobachtete sie beim tanzen und singen, den Teil mit dem wilden rummachen lies ich weg.

Als Rose mich entdeckte, erschrak sie fürchterlich und schrie auf. Vor scham, dass ich sie beobachtet hatte, während sie singend und tanzend in der Küche hantierte, färbten sich ihre Wangen rot. Ich glaube nicht das sie bemerkte das mir die Situation genauso, wenn nicht sogar etwas mehr, peinlich war. Irgendwie war das ganze sehr merkwürdig.

Zu meinem glück spielten die Kinder an diesem Tag draußen im Garten und bekamen davon nichts mit. Es war einer der letzten warmen Tage in diesem Jahr.


„Dad!“ hörte ich Liam von unten rufen.

„Ja, ich komme!“ rief ich zurück.

Seufzend stand ich auf und ging ins Badezimmer um dort eine schnelle, aber eiskalte Dusche zu nehmen, die ich wahrhaftig dringend nötig hatte.

Als ich unten ankam saßen alle drei bereits am Küchentisch und erwarteten mich ungeduldig.

„Endlich!“ sagte Liam verärgert. „Ich habe Hunger!“

„Ich auch!“ warf Alisa ein.

Ich betrachtete ihre Gesichter, in denen sich die Vorfreude widerspiegelte und sagte: „ Nun, dann fange ich wohl besser sofort an.“

Ich versuchte den Traum zu vergessen aber es war sinnlos. Selbst Tage später beschäftigte es mich noch. Ivan bemerkte mein verändertes verhalten als wir gemeinsam, Donnerstags, im Fitnessstudio waren. Er schwieg während wir trainierten, doch auf dem weg zum Auto fragte er schlussendlich doch.

„Ist alles in Ordnung mit dir, Dimitri? Du wirkst etwas angespannt.“

Ich wich seinem Blick aus und stellte mir selbst dir Frage ob ich mich ihm anvertrauen solle, obwohl das bedeuten würde, dass ich zugeben müsse, das ich Rose sehr mag. Wollte ich das? Wollte ich das er wusste das ich mich zum Babysitter hingezogen fühle? Ach, Scheiß drauf.

„Ich denke du könntest recht haben mit Rose,“ platzte es aus mir heraus.

Ivan schaute mich an als hätte ich ihn auf dem falschen Fuß erwischt. „Was?“

„Ich mag sie,“ erklärte ich. „Sehr sogar.“

Sofort breitete sich ein triumphierendes Grinsen auf seinem Gesicht aus. „Ich wusste es, ich wusste das du-“

„Das ist nicht lustig.“ unterbrach ich ihn. „Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich kann nicht aufhören an sie zu denken. Ich ...nur...“ seufzend schüttelte ich den Kopf. „Ich träume sogar von ihr.“

Fragend hob Ivan eine Augenbraue. „Du träumst von ihr?“

Ich nickte,

„Welche Art von Traum?“ fragte er dreist.

Ungläubig starrte ich ihn an. „Nicht die Art von Traum.“ dementierte ich. Aber nah dran fügte ich in Gedanken hinzu.

Er grinste immer noch verschlagen und entgegnete: „Ich habe ja nur gefragt.“

Stöhnend lehnte ich mich an mein Auto. „Ehrlich. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll.“

Ivans grinsen verschwand und wurde durch völlige Ernsthaftigkeit ersetzt. „
Du musst dringend flach gelegt werden, man.“ sagte er zu guter letzt.
„Ivan! Ich meine es ernst!“

„Ich auch.“ hielt er dagegen. „Ich meine, wie lange ist es her? Mit Tascha lief ja nie wirklich viel...“

„Weil ich es nicht wollte,“ murmelte ich. Die Richtung die dieses Gespräch nahm gefiel mir ganz und gar nicht.

„Ich weiß. Aber jetzt ist sie tot. Bei dir herrscht tote Hose, es sei denn...“
Kraftvoll presste ich meine Kiefer aufeinander, die Art wie er mich jetzt ansah mochte nicht.

„Es sei denn was?“

„Es sei denn du versuchst es bei Rose.“ schlug er zaghaft vor.

„Bist du bekloppt?“

„Warum?“ fragte er achselzuckend. „Sie ist heiß.“

„Sie ist auch mehrere Jahre jünger,“ argumentierte ich. „Und passt auf meine Kinder auf.“

„Die müssen davon ja nichts wissen.“
Ungläubig starrte ich ihn an.

„Mir müsste man das nicht zweimal sagen, wenn ich du wäre.“ sagte Ivan trocken.

Ich stieß mich vom Auto weg und öffnete meine Tür. „ Ich möchte nicht mehr darüber reden, ich hätte gar nicht erst damit anfangen dürfen.“

„Warum nicht?“ fragte er als er sich ins Auto setzte, „ Es ist nichts wofür man sich schämen müsste. Ich verstehe nur zu gut warum du sie magst.“

„Lass es einfach gut sein, okay?“ grummelte ich.

„Gut,“ gab er nach, „Aber wenn du darüber reden möchtest...“

„Danke, aber mir geht es gut.“ murmelte ich.

Ich lies Ivan zu Hause raus und fuhr dann selbst nach Hause. Dort angekommen fand ich Inna und Rose auf der Couch sitzend, beim Fernsehen, vor. Alisa und Liam lagen bereits in ihren Betten. Sobald Inna mich entdeckt hatte, stand sich auf und kam zu mir, umarmte mich und ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn, dann ging sie ebenfalls auf ihr Zimmer und ins Bett. Blieben nur Rose und ich im Zimmer und ich wusste nicht wo ich hinschauen sollte. Alles was ich wusste war, dass ich sie nicht anschauen konnte ohne an diesen Traum zu denken. Rose stand auf und machte sich bereit zu gehen als mir plötzlich etwas wieder einfiel.

„Ähm, Rose?“ sagte ich schließlich und schaute sie doch an. Fragend schaute sie mich an und wartete das ich fortfuhr.

„Nächste Woche ist Alisas Geburtstag. Es wird eine Party geben. Ihre Freunde werden kommen und sie würde sich sehr freuen wenn du auch kommen würdest.“

Sie lächelte mich an. „Oh Sicher. Ich werde da sein.“

Ich lächelte zurück. „Großartig. Danke. Das bedeutet...“ Ich unterbrach mich selbst, denn beinahe hätte ich gesagt das es mir viel bedeutete, also räusperte ich mich und begann von vorn. „Das bedeutet Alisa sehr viel.“

„Kein Problem,“ damit öffnete sie die Tür und entließ sich selbst. „Gute Nacht, Dimitri.“



Rose PoV

Während ich zurück zum Campus lief kreisten meine Gedanken um Dimitri. Ich letzter Zeit lief es merkwürdig zwischen uns. Ich habe gemerkt das er mich kaum ansieht, und wenn dann nur wenn es wirklich notwendig war.

Ich fragte mich ob es wegen des Vorfalls letzte Woche war, obwohl ich nicht verstand warum, denn schließlich hatte ich mich vor ihm, singend und tanzend beim Abwasch, zum Idioten gemacht und nicht umgekehrt.
Oder ich bildete mir das ganze nur ein und ich war diejenige die sich seltsam verhielt. Egal. Ich war jedenfalls mehr als erfreut das er mich zu Alisas Geburtstagsparty eingeladen hat. Ich liebte es mit den Kindern Zeit zu verbringen. Es machte Spaß und sie zauberten mir immer wieder ein lächeln ins Gesicht.

Als ich bei meinem Zimmer ankam, überraschte es mich Christian davor, auf dem Boden sitzend, vorzufinden. Als er meine Schritte hörte schaute er lächelnd auf und erhob sich.

„Hey,“ sagte ich und meine Überraschung über seinen Anblick hörte man deutlich heraus.
„Was ist los? Wie lang sitzt du schon hier vor der Tür?“

„Noch nicht lange,“ sagte er mit einem Schulterzucken. „Ich dachte ich warte hier draußen, weil, du weißt schon...Avery.“ Er verzog das Gesicht. „Es schien mir eine schlechte Idee zu sein sie zu stören.“

„Ja, wahrscheinlich hast du damit recht.“ grinste ich ihn an. Schnell warf ich einen Blick auf meine Uhr und stellte fest das es erst halb zehn war. „Sollen wir noch irgendwo etwas trinken gehen?“ schlug ich deshalb vor.

„Sicher,“ antwortete Christian und folgte mir die Treppen hinunter. „Wir können ja in die Bar gehen in der Lissa manchmal abhängt. Vielleicht ist sie ja da.“

„Willst du sie etwa noch mehr stalken?“ neckte ich meinen Freund.

„Nein!“ sein Widerspruch kam umgehend. „Es ist nur...nun, Sie sagte...und wenn ich wolle könnte ich dort hin kommen und mit ihr und ihren Freunden etwas abhängen.“

Ich lächelte ihn an. „Scheint als würde sich da etwas anbahnen.“

Er erwiderte mein lächeln verträumt. „Ja, das könnte was werden. Ich glaube, das nächste Mal wenn ich sie sehe, werde ich nach einem Date fragen.“ Sagte er und wirkte plötzlich etwas nervös.
„Glaubst du das wäre eine gute Idee, oder soll ich noch etwas länger warten?“

„Warum solltest du länger warten, also Nein. Du musst sie um ein Date bitten bevor es jemand anderes tut und sie dir vor der Nase wegschnappt.“

„Ja, ich denke du könntest recht haben.“ sagte Christian, obwohl er etwas unsicher wirkte.

„Natürlich habe ich recht.“ entgegnete ich.

Entschlossen straffte er schließlich seine Schultern.“Alles klar. Ich werde sie fragen ob sie mit mir ausgeht.“

Ich lächelte voller Stolz. „Das hört sich doch mal gut an, Christian. Wurde Zeit das du dir mal Eier wachsen lässt.“

„Oh Rose, ich bin so froh dich als Freundin zu haben.“ seine Worte trieften vor Sarkasmus. „Weil du immer so nett zu mir bist, weißt du?“

Grinsend legte ich ihm einen Arm um die Schultern. „Ich spreche nur die Wahrheit aus.“




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