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And Then You Came Along

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
24.08.2015
28.01.2018
9
22.920
14
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Dieses Kapitel
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03.12.2016 2.301
 
Ihr Lieben,

ich war fleißig.
Habt Spaß damit.

Eure Henni


Chapter 8



„Na, wie war der Schwimmbadbesuch mit Dimitri und den Kindern?“ fragte mich Christian und hatte dabei ein schelmisches glitzern in den Augen.

„Es war in Ordnung,“ sagte ich und versuchte gleichgültig zu klingen, schaute aber vorsichtshalber ihm nicht in die Augen. Senkte meinen Kopf, damit meine Haare mein Gesicht verdeckten, um die verräterische röte die sich darauf breit machte zu verstecken. Wenn ich wirklich ehrlich war, war Zeit mit Dimitri und seinen Kindern zu verbringen, absolut überirdisch und mehr als nur spaßig.
Vielleicht sogar zu schön und spaßig, dachte ich als ich mir das herumalbern mit Dimitri zurück ins Gedächtnis rief.

„In Ordnung?“ wiederholte Christian fragend und zog dabei seine Augenbraue skeptisch nach oben.

Ich zuckte mit den Achseln und versuchte verzweifelt ein anderes Thema für unsere Unterhaltung zu finden, denn mit ihm wollte ich über dieses Thema nicht sprechen. Zu meinem Glück entdeckte ich die perfekte Ablenkung für Christian.

„Schau mal, da ist Lissa,“ teilte ich ihm mit und stieß ihn mit der Schulter an.

Er schaute in die Richtung in die ich gedeutet hatte. Im Augenblick stand sie alleine in der Menge, ein Tablett n den Händen haltend, suchte sie nach einem Sitzplatz in der Cafeteria.

„Geh! Sprich sie an!“ zischte ich ihm zu und stieß ihm ein weiteres mal mit der Schulter an.

Sichtlich seinen Mut zusammen kratzend, nickte er und stand auf. Ich konnte sehen, wie er sich darum bemühte zuversichtlich und selbstbewusst auszusehen, während er auf Lissa zuging. Ein Lächeln breitete sich auf Lissas Gesicht aus, als sie bemerkte, dass er zu Ihr kam. Christian sagte etwas zu ihr und schon war das Eis gebrochen, und eine Unterhaltung in Gange. Ich sah zu, wie die beiden miteinander sprachen und interagierten, trug dabei ein extrem stolzes lächeln im Gesicht. Ich wusste das Christian das konnte, dass er es schaffen würde sich selbst zu überwinden. Er brauchte lediglich einen schubs in die richtige Richtung.

Nach ein paar Minuten, kamen sie gemeinsam, zu dem Platz an dem ich immer noch saß. Ich rutschte etwas, damit auch Lissa platz hatte und sich zu uns setzen konnte.

„Hallo,“ sagte sie lächelnd an mich gerichtet.

„Hallo“, antwortete ich, ebenfalls lächelnd. „Wie geht es dir?“

„Mir geht‘s gut,“ antwortete und schielte dabei aus dem Augenwinkel zu
Christian. „Und dir?“

Ich grinste. „Oh, mir geht es Großartig.“

Plötzlich vibrierte mein Handy, ich nahm es vom Tisch und schaute auf das Display, dass mir mitteilte, ich hätte eine Nachricht von Dimitri. Ich wusste nicht warum, aber mein Herz setzte einen Schlag aus und ich hielt meinen Atem an, während ich die Nachricht öffnete.

Ich war etwas enttäuscht, fragt mich aber nicht warum, weil ich wusste es selbst nicht, denn darin stand lediglich, dass ich eines meiner Lehrbücher bei ihm, zu Hause, vergessen hatte.

„Ich muss gehen,“ sagte ich seufzend und stand von meinem Platz auf. „Ich sehe euch bestimmt später noch.“

Beide nickten und setzten ihre Unterhaltung fort, als ich meine Jacke anzog und wegging. Vielleicht hatte es etwas gutes, dass ich die beiden alleine lies, so konnten sie sich gegenseitig etwas besser kennenlernen, ohne von mir dabei unterbrochen zu werden.



DPOV


Als es an der Tür klingelte, ich ich zur Haustür ging um diese zu öffnen, war
ich mehr als überrascht dort Ivan anzutreffen. Ich hatte Rose erwartet, die kam, um ihr Lehrbuch abzuholen.

„Hi,“ sagte ich und trat einen Schritt zur Seite damit er eintreten konnte.

„Was führt dich hierher?“

„Ich war auf dem Weg nach Hause,“ antwortete er. „Ich dacht, ich komme mal vorbei um zu sehen, wie es so läuft. Wie geht es dir“

„Mir geht es gut.“ antwortete ich Achselzuckend.
Ivan lächelte mich an. „Gut, dann bin ich froh.“ Er schaute sich im Eingangsbereich suchend um. „Wo sind denn die Kinder, ich hab sie schon lange nicht mehr gesehen.“

„Sie sind im Wohnzimmer,“ sagte ich.

Sein lächeln wurde etwas breiter und er ging, zu den Kindern, ins Wohnzimmer, wo er mit lautem Geschrei begrüßt wurde. Alle drei rannten auf ihn zu und umarmten ihn kräftig. Ich lehnte mich, lächelnd, an den Türrahmen. Ivan war wie ein Onkel für sie, sie hatten ihn sehr vermisst. Seit Taschas Beerdigung hatten sie ihn nicht mehr gesehen, nun waren sie so glücklich ihn wiederzusehen. Höchstwahrscheinlich war es sogar meine Schuld, das sie ihn nicht früher gesehen hatten, denn ich hatte ihm gesagt er solle nicht vorbei kommen wenn Rose hier wäre.

Es klingelte erneut an der Tür.

Mist.

Das müsste Rose sein. Verdammt, ich wünschte ich hätte ihr nicht geschrieben. Jetzt würde sie Ivan kennenlernen und nur Gott weiß, was er sich für Sprüche einfallen lässt, um sich bei ihr einzuschleimen.

Widerwillig drehte ich mich zum Eingang und ging zum Eingang um die Türe zu öffnen.

„Hi,“ begrüßte mich Rose mit einem zaghaften lächeln.

„Hey, komm doch rein,“ und erwiderte ihr lächeln genauso so zaghaft.

„Dein Buch ist im Wohnzimmer. Ich dachte du bräuchtest es eventuell für die Schule.“

„Ja brauche ich auch,“ sagte sie. „Wenn du mir nicht geschrieben hättest, wäre ich aufgeschmissen, ich muss dir danken.“

„Alles gut.“

Rose folgte mir ins Wohnzimmer ich ich schaute kurz zu Ivan, der gerade mit Inna sprach. Sobald wir den Raum betreten hatten, schaute er auf, und seine Augen wurden sprichwörtlich groß wie Untertassen, als er Rose sah.

„Heilige Scheiße,“ rief er aus und starrte sie weiterhin an. „Du...Du bist die Babysitterin?!“

Ich strafte ihn mit einem warnenden Blick.

„Ähm, Ja,“ antwortete Rose und sah dabei etwas verwirrt aus. „Und wer bist du?“

Ivan schaute kurz zu mir ehe er sich räusperte. „Ich bin Ivan,“ antwortete er auf ihre Frage, trat dabei vor und streckte seine Hand aus um ihre entgegenzunehmen.

„Oh, dann bist du also Dimitris bester Freund?“ stellte Rose lächelnd fest.

Ich hatte ihr ein wenig von Ivan erzählt, was ich nun allerdings bereute.
„Ich bin übrigens Rose.“

„Es ist mir wirklich eine Freude dich kennenzulernen, Rose,“ sagte Ivan, nahm ihre Hand, drehte diese leicht und gab ihr einen Handkuss, wie aus dem letzten Jahrhundert.

Fest biss ich die Zähne aufeinander und meine Kiefer verkrampften sich, während sich meine Augen böse, eng zusammen zogen.

Ich wusste ich musste etwas tun bevor er sich wirklich bei ihr Einschleimen konnte, also ging ich zu den beiden hinüber, und stieß Ivan praktisch zur Seite als ich sagte: „Dein Buch liegt dort drüben, Rose“

Ich zeigte zu dem kleinen Tisch und Rose lächelte mich dankend an, ehe sie es an sich nahm.

„Nun, Dankeschön. Ich sollte jetzt gehen, entschuldigt bitte die Störung.“

„Ach quatsch, alles in Ordnung,“ sagte ich schnell.

Sie schaute zu Ivan und schenkte ihm ein kleines lächeln: „es war nett dich kennenzulernen, Ivan. Tschüss Kinder.“

„Tschüss Rose,“ riefen alle im Chor.

„Hoffentlich sehen wir uns bald wieder Rose,“ verabschiedete sich Ivan mit einem Augenzwinkern.

Ich starrte ihn giftig an, bevor ich Rose zur Tür begleitete.

„ Also, ähm, ich sehe dich dann morgen?“ sagte ich und wollte eigentlich gar nicht das sie jetzt ging. Obwohl sie nicht bleiben konnte, erstens, hatte sie keinen Grund dazu und zweitens, Ivan war immer noch hier und ich wollte sie nicht in seiner Nähe wissen.

„Warum zum Teufel war ich so eifersüchtig? Es war ja nicht so als wäre ich in sie verliebt, oder so, es lief absolut gar nichts zwischen ihr und Ivan, ich meine, sie haben sich erst vor ein paar Minuten kennengelernt.

Rose nickte: „Ja, bis dann.“

„Tschüss, Roza,“ verabschiedete ich sie.


Als ich zurück ins Wohnzimmer ging waren meine Kinder verschwunden. Nur Ivan stand mit einem schelmischen grinsen noch mitten im Raum.

„Wie schaffst du es zu arbeiten wenn sie hier ist,“ er zog bei seiner Frage eine Augenbraue nach oben.

„Tue ich nicht,“ murrte ich.

„Verdammt, die ist wirklich heiß,“ sagte Ivan schwärmend. „Kein Wunder, dass du sie vor mir verstecken wolltest.“

Ich weiß. „Sie ist kein Spielzeug, dass du in die Ecke werfen kannst wenn du es nicht mehr magst, Ivan,“ belehrte ich ihn entschlossen.

„Ich weiß, ich weiß, aber verdammt ...die würde ich gerne mal flachlegen!“ sagte er grinsend.

„Nein!“ sagte ich schnell. Vielleicht etwas zu schnell. Ich räusperte mich kurz ehe ich fortfuhr: „Lass Rose einfach in Ruhe, Okay? Da sind unzählige Mädchen, da draußen. Da brauchst du nicht auch noch Rose als Kerbe in deinem Gürtel.

„Warum nicht? Hat sie einen Freund?“

Einen kurzen Moment dachte ich daran zu lügen, doch verwarf den Gedanken schnell wieder und sagte stattdessen die Wahrheit. „Nein.“

„Dann sehe ich nicht was das Problem ist,“ stellte Ivan trocken fest.

„Ivan, tue es nicht,“ warnte ich. Ich will nicht das du mit ihr ausgehst. Sie ist mein....sie ist mein Babysitter. Das habe ich dir bereits gesagt, falls das schiefgeht mit dir und ihr....“

„Ja, ja,“ unterbrach mich Ivan mit einem Augenrollen. „ Ich weiß warum du nicht möchtest, dass ich mit ihr ausgehe, allerdings habe ich da das Gefühl, dass das nicht der einzige Grund warum du willst das ich nichts mit ihr zu tun habe.“

„Ich weiß nicht wovon du sprichst,“ entgegnete ich steif.

„Magst du sie?“ verhörte er mich mit hochgezogenen Brauen.

„Wie kommst du darauf?“

„Nun, ich weiß es nicht....du scheinst einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt ihr gegenüber zu haben.“ sagte Ivan vorsichtig, als würde er sich auf dünnem Eis bewegen. „Als würdest du dir wirklich etwas aus ihr machen.“

„Was wäre, wenn das so wäre“ fragte ich verteidigend. „Das heißt rein gar nichts, richtig? Sie ist lediglich eine gute Freundin für mich und ich möchte einfach nicht das sie verletzt wird. Und ganz besonders möchte ich nicht, dass sie von dir verletzt wird.“ sagte ich und schenkte ihm einen bedeutungsvollen Blick. „Du kennst deinen Effekt auf die Frauenwelt. Also bitte...lass sie in Ruhe.“

„In Ordnung. Sensibles Thema,“ motzte er. „Wenn Tascha noch am leben wäre, wäre sie nicht erfreut von der ganzen Situation.“

Ungläubig starrte ich ihn an. „Ivan...“

„Das was unpassend,“ er hatte wenigstens soviel anstand etwas entschuldigendes in seinen Blick zu legen. „Sorry.“

Ist schon gut,“ murmelte ich. Ich wusste er hatte es nicht so gemeint.
Er räusperte sich ehe er sagte: „Ich glaube ich sollte gehen. Bleibt es bei Donnerstag?“

„Sicher,“antwortete ich.

„Sehr gut, ich sehe dich dann,“

Ich nickte bestätigend und er ging.


Zu meiner Enttäuschung sah ich Rose am nächsten Tag nur kurz. Ich versuchte nicht darüber nachzudenken, warum ich deshalb so enttäuscht war. Sie hatte bereits ihre Jacke an als ich zur Türe herein kam. Anscheinend hatte sie bereits darauf gewartet, das ich endlich nach Hause kam. Glücklicherweise war ich heute pünktlich.

„Inna ist in ihrem Zimmer und macht Hausaufgaben. Liam macht seinen Mittagsschlaf und Alisa duscht,“ informierte sie mich.

„Oh, in Ordnung,“ antwortete ich. „Musst du irgendwo hin?“

Sie hob fragend beide Augenbrauen und sah mich an.

„Es scheint nur als wärst du in Eile,“ erwiderte ich auf sie deutend.

„Achso,...Christian und ich wollten irgendwo zu Abend essen und anschließend ins Kino.“ beantwortete sie meine Frage lächelnd, schaute dann aber kurz auf ihre Armbanduhr. „Das heißt, wenn er immer noch kommt um mich abzuholen.“

„Ach. Na dann, wünsche ich viel Spaß.“

Ihr lächeln vergrößerte sich ein wenig. „Danke.“ Eine Weile war es still, bevor sie sich räusperte und sagte: „ Nun, Ivan scheint nett zu sein.“

Alarmiert sagte ich schnell: „ Das ist er nicht.“

Sie runzelte ihre Stirn. „Ist er nicht? Aber ich dachte er wäre dein bester Freund, ist er das nicht?“

„Doch ist er,“ revidierte ich meine aussage, „ Aber er ist nicht nett zu, ähm, Mädchen.“

Sie bedachte mich mit einem seltsamen Blick. „Ich meine... was ich meine ist, dass er Frauen nicht immer richtig behandelt. Er ist eine Art Playboy, also ist es besser wenn du dich nicht mit ihm abgibst. Er war nie in einer wirklichen Beziehung, also, ja...Es wäre besser wenn du nicht-.“
Rose unterbrach mein Geschwätz. „ Ich wollte mich nur unterhalten, Dimitri,“ sagte sie und sah dabei aus als wollte sie laut los lachen. „Ich bin nicht an Ivan interessiert falls du das denkst.“

Gott sei Dank, dachte ich.

„Oh. Okay.“ sagte ich und versuchte meine Erleichterung zu verstecken. „Du bist wahrscheinlich das erste Mädchen, dass das von sich gibt.“

„Nun, eine muss die erste sein,“ konterte sie grinsend.

Ich lächelte sie an. Allerdings wunderte es mich das sie kein Interesse an Ivan hatte. Jede Frau mochte Ivan. Sie fühlten sich zu ihm hingezogen, wie Bienen zum Honig. Konnte es möglich sein das sie jemand anderen ernsthaft mochte?

Warum zum Teufel denkst du darüber nach? Schimpfte ich mich gedanklich selbst. Was spielt es für eine Rolle ob sie jemanden mag oder nicht. Es geht dich nichts an.

Nun stand ich da und überlegte Fieberhaft was ich noch sagen konnte, aber bevor mir etwas einfallen konnte klingelte es an der Tür und Rose verschwand im Eingangsbereich des Hauses. Ich folgte ich und sah wie die Kinder die Treppe hinunter gerannt kamen um Christian zu begrüßen.

„Viel Spaß,“ sagte ich erneut, und fühlte abermals einen funken Eifersucht in mir aufkeimen, als Rose ihren Arm in Christians einhakte. Gott, ich musste wirklich aufhören solche Gefühle zu entwickeln. Das war ja verrückt.

„Danke sagte Rose noch, bevor sie Christian, zurück zu seinem Wagen führte. „ Jetzt komm schon Chris, wir dürfen nicht zu spät zur Vorstellung kommen.“

Ich wartete noch bis sie verschwunden waren ehe ich die Türe, mit einem seufzen, schloss. Ich fühlte mich ein wenig schuldig. Ich sollte noch um meine Frau trauern, doch stattdessen verknallte ich mich in den Babysitter.

Ich konnte mir jedoch nicht helfen. Sie war einfach so anders und erstaunlich... in jeder Art und Weise toll.

Innerlich stöhnte ich. Ich denke ich konnte es nicht länger bestreiten, Ivan hatte recht. Ich mochte Rose wirklich, vielleicht sogar etwas zu sehr.

Shit.


Vielleicht kann ich heute auch wieder auf so ein paar tolle Kommis hoffen...vielleicht auch auf ein neues Sternchen?
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