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And Then You Came Along

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
24.08.2015
28.01.2018
9
22.920
14
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.08.2015 2.434
 
Hallo ihr lieben,

da man über das erste Kapitel, selten viel sagen kann, habe ich mich dazu entschlossen das zweite noch diese Woche hochzuladen.
Ich hoffe ihr habt Spaß und sagt mir am Schluss wie ihr es fandet....

LG Eure Henni

P.S.: Special thanks to RozaBelikova-x. Your Review is amazing.





Chapter 2


Rose PoV


„Du musst das durcheinander entschuldigen,“ sagte Dimitri während er herum eilte, und Spielsachen und Bücher wegräumte. „Ich bin gerade erst nach Hause gekommen. Ich hatte noch keine -“

„Ist in Ordnung,“ unterbrach ich ihn sanft. „Einen Vollzeitjob zu haben und drei Kinder zu versorgen muss hart sein. Mach dir darüber keine Sorgen.
Dankbar lächelte er mich an. „Möchtest du etwas trinken?“

„Nein, Dankeschön“, sagte ich höflich.
Er packte die letzten Spielsachen in eine Kiste und schob diese in eine Ecke.

„Möchtest du dich setzen?“ fragte er und wies zur Couch.

Ich nickte und setzte mich darauf. Ich versuchte Dimitri nicht anzustarren. Er sah wirklich gut aus und diese dunklen Jeans standen ihm wahrhaft ausgezeichnet. Focus, Rose! Schimpfte ich mich selbst. Du bist hier um einen Job zu bekommen.

„So, Ummm“, sagte Dimitri und räusperte sich, während er sich, gegenüber von mir auf die Couch setzte. „Ich gehe davon aus, das Christian dich bereits über meine Situation aufgeklärt hat?“

Ich nickte. Ich wusste nicht ob ich ihm meine Beileid aussprechen sollte. Ich war mir ziemlich sicher das er das sehr oft gehört hatte in den vergangenen Wochen und wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich es nicht mehr hören wollen.

Ich erinnerte mich noch gut an die Zeit, als mein Vater vor ein paar Jahren gestorben war. Jeder hat mich so mitleidig angesehen, mich alle fünf Minuten gefragt ob ich Okay wäre....es hat mich extrem genervt. Vielleicht fühlte er sich genauso, vielleicht wollte er nicht bemitleidet werden. Er sah jedenfalls nicht so aus, als würde er darauf warten, also entschied ich vorerst nichts zu sagen, bis er von selbst anfing von seiner Frau zu erzählen.

„Du gehst aufs College, richtig?“ fragte Dimitri. „Ich glaube Christian hatte so etwas erwähnt....“

Ich nickte. „Ja. Um ehrlich zu sein habe ich dort Christian kennengelernt.“

„Studierst du das selbe Fach?“ fragte er weiter.

„Oh Nein. Ich Studiere Grundschulpädagogik“, sagte ich „ich möchte gerne Erzieherin werden.“

„Wirklich?“ fragte er mit einem beeindrucktem Gesichtsausdruck.

„Ja. Ich liebe Kinder. Das ist auch der Grund warum ich mich hier bewerbe und, nun, es hilft mir weiter, als in einem Supermarkt Regale einzuräumen.“ sagte ich. „ Auf diesem Weg bekomme ich mehr Erfahrung im Umgang mit Kindern bevor ich Lehrerin werde.“

Dimitri nickte. „Ich schätze das ist wahr.“
„und ich habe schon öfter auf Kinder aufgepasst.“ fügte ich zuversichtlich hinzu. „Ich bin also kein absoluter Neuling.“

Er lächelte und wollte etwas sagen, als sein Telefon ihn unterbrach. Er verzog das gesicht und zog es aus seiner Tasche um auf den Bildschirm zu schauen.

„Es tut mir leid, aber ich muss ran gehen“, er sah mich entschuldigend an als er dies mitteilte.

„Sicher. Kein Problem.“ sagte ich lächelnd.

„Ich bin sofort zurück:“

Er ging aus dem Raum und schloss die Türe hinter sich. Ich seufzte und schaut mich im Zimmer um. Das Wohnzimmer war gemütlich eingerichtet, mit zwei Sofas und einem Kamin. An der Wand die mir gegenüber lag war ein großer Flachbildschirmfernseher.

Ich stand auf und ging zu der Wand an der viele Familienbilder hingen. Mein Blick blieb an einem Familienphoto hängen, darauf Dimitri seine Frau und die Kinder. Tascha war wunderschön. Sie hatte glattes schwarzes Haar und stechend blaue Augen, die mich sehr an die von Christian erinnerten. Neben ihr stand ein Mädchen mit exakt der gleichen Haar- und Augenfarbe. Das musste Inna sein, die älteste. Die zwei jüngeren, Alisa und Liam, sahen Dimitri sehr ähnlich: braunes Haar, braune Augen und ein freundliches lächeln.

Da waren viele Kinderphotos, aber abgesehen von dem Familienbild keines, von Tascha und Dimitri. Da war noch nicht mal ein Hochzeitsphoto, was ich ziemlich komisch fand.

Konnte es sein das Dimitri die Bilder seiner Frau entfernt hatte, weil es für ihn zu schmerzhaft war sie nach ihrem Tod zu betrachten?

Plötzlich räusperte sich jemand. Überrascht drehte ich mich um und sah Dimitri im Türrahmen stehen. Ich wurde rot und wandte meinen Blick von ihm ab als ich zurück zur Couch ging.

„Du hast eine hübsche Familie,“ sagte ich und schaute zögerlich zu ihm auf.

Er lächelte. „Dankeschön, Rose.“ Er setzte sich ebenfalls wieder hin. „ich entschuldige mich noch mal dafür“, sagte er als er sein Telefon zurück in die Tasche seiner Jeans schob. „Ich konnte diesen Anruf nicht ignorieren.“

„Ist Okay,“ sagte ich beschwichtigend lächelnd.

„Nun,“sagte Dimitri und räusperte sich erneut, „ denkst du du kannst dein Studium und die Betreuung meiner Kinder unter einen Hut bekommen? Es wird nicht jeden Tag sein, aber trotzdem, wenn es zu viel sein sollte dann -“

„Sicher,“ sagte ich schnell, in der Hoffnung er würde mir den Job anbieten, es hatte jedenfalls den Anschein als liefe das hier sehr gut. „ich habe dieses Semester nicht allzu viele Kurse und ich könnte ja bestimmt auch hier lernen, oder?“ fragte ich ihn zaghaft.

Er lächelte. „Natürlich. Solange du ab und zu nach Ihnen schaust, kannst du hier tun und lassen was du willst. Sie müssen nicht die ganze Zeit beaufsichtigt werden nur ab und an nach Ihnen geschaut werden. Ich will nicht das sie hier alleine sind, nur für den Fall das etwas passiert, verstehst du. Sie sind noch zu jung um alleine zu Hause zu bleiben.“
„ich verstehe, das ist kein Problem,“ sagte ich. „Ich werde sicherstellen das Ihnen nichts zustößt während ich hier bin.“

„Großartig. Nun denn, ich denke du bist eingestellt.“ beschloss Dimitri.
Ungläubig starrte ich ihn an und sprang dann begeistert auf. „Oh mein Gott. Du stellst mich ein?“

Zuerst schaute er überrascht wegen meines Ausbruchs, lächelte dann aber und nickte.

„Oh mein Gott. Dankeschön.“ quietschte ich. Ich warf meine arme um ihn und umarmte ihn feste. Er versteifte sich und ich keuchte als mir klar wurde was ich gerade tat. Schnell lies ich ihn los und trat einen Schritt zurück.

„Oh Gott, es tut so mir leid!“ sagte ich und wurde dabei rot wie eine Tomate.
Toll gemacht, Rose. Das ist wirklich sehr professionell.
„Es tut mir wirklich leid, das war nicht meine Absicht. Ich war nur so begeistert das ich den Job bekommen habe,“ schwafelte ich vor mich hin. „Das wollte ich nicht tun. Es tut mir leid.“

Zu meiner Überraschung lachte er. „Rose, es ist in Ordnung. Hör auf dich zu entschuldigen.“

„Also bin ich nicht gefeuert?“ fragte ich zögerlich.

Er lächelte und schüttelte den Kopf. „Nein, du bist nicht gefeuert.“

Ich seufzte erleichtert. „Okay. Cool. Weil das wäre schon voll ätzend, verstehst du, weil ich ja gerade zwei Minuten vorher angeheuert wurde.“ murmelte ich und grinste verlegen.

„Ist Okay,“ sagte er immer noch lächelnd. „ mach dir darüber keine Sorgen.“

„Nun, ich werde sicherstellen das es nicht noch mal vorkommt.“ murmelte ich immer noch beschämt.

Nachdem ich einen Deppen aus mir gemacht hatte, stellte Dimitri noch einige Regeln für mich auf. Es wären keine Jungs erlaubt, kein Alkohol, kein rauchen innerhalb des Hauses, keine Partys, usw. ...als würde er ernsthaft glauben ich würde hier Partys schmeißen und Jungs mit hierher bringen um mit ihnen rumzumachen! Ich war keine Heilige, aber selbst ich empfand es als ein No Go wenn ich auf anderer Leute Kinder aufpasse. Ich meinte es wirklich ernst mit dem Job und ich wollte es nicht vermasseln also wollte ich sichergehen das ich keine seiner Regeln brechen würde.

„Ich möchte mich nochmals bei Ihnen, für diese Möglichkeit, bedanken, Mr. Belikov.“ sagte ich, als er mich eine halbe Stunde später zur Tür begleitete.

Wir schüttelten die Hände und alsbald er mich berührte fühlte ich, als würde ein elektrischer Schlag durch meinen Körper wandern. Ich keuchte kurz auf und schaute zu ihm um zu sehen ob er es auch gefühlt hatte. Wer er es hatte, zeigte er es nicht.

„Es ist mir eine Freude, und nenne mich Dimitri.“ antwortete er mit einem lächeln.

Zögerlich erwiderte ich sein lächeln. „ Nun, Danke. Ich komme morgen vorbei und bringe meinen Stundenplan mit.“

„Großartig. Dann sehen wir uns morgen.“

Ich winkte kurz und ging dann los mit einem breiten grinsen das mir ins Gesicht gemeißelt war, begeistert das ich den Job bekommen hatte.



Dimitri PoV


Als ich losfuhr, Inna und Alisa, abzuholen, überlegte ich ob ich ihnen direkt erzählen sollte, dass ich einen Babysitter gefunden hatte, oder ob ich bis morgen warten sollte, wenn Rose mit Ihrem Stundenplan vorbei kommen würde, damit wir einen Zeitplan ausarbeiten konnten.

„Hey Mädchen,“ sagte ich, als ich sie am Tanzstudio einsammelte. „Wie war es?“

„Es war super!“ sagte Alisa grinsend. „Da ist dieses neue Mädchen, und sie ist wirklich nett.“

Ich lächelte. „Toll. Und bei dir Inna? Hattest du Spaß?“

„Ja. Es ging so,“ sagte sie leise.

Ich runzelte die Stirn. Sie war sonnst immer so begeistert wann immer es ums tanzen ging. Nach jedem Tanzunterricht trug sie ein breites lächeln auf dem Gesicht, aber das tanzen schien sie nicht davon abzulenken, was mit ihrer Mutter passiert war. Ich denke, sie traf es am schlimmsten, von allen, mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen. Sie standen sich sehr nahe.
Ich wünschte es gäbe etwas womit ich sie aufmuntern könnte, das sie sich besser fühlen würde, aber ich wusste das ich jetzt im Augenblick nichts machen konnte um es besser zu machen. Das einzige was ich machen konnte, war für sie da zu sein, wenn sie mich brauchte.

„Also, ich habe einen Babysitter für euch gefunden,“ sagte ich um das Thema zu wechseln.

Inna stöhnte. „Dad, ich bin zehn! Ich brauche keinen Babysitter.“

„Doch. Tust du,“ sagte ich streng als ich mich zu ihr umsah. „ ich lasse dich nicht alleine zu Hause, zusammen mit Alisa und Liam, während ich bei der Arbeit bin. Was ist wenn etwas passiert und ich in nicht da?“

„ Wenn ich ein Handy haben dürfte, könnte ich dich anrufen wenn etwas passiert.“ entgegnete sie.

„Du bist zu jung um ein Handy zu haben,“ sagte ich, „ und außerdem gibt es ein Haustelefon, welches du benutzen kannst, wenn du mich anrufen musst.“

„Aber fast jeder, den ich kenne, hat ein Handy,“ argumentierte sie.

„Du wirst kein Handy bekommen, Inna, sagte ich mit strenger Stimme. „wir haben schon mal darüber gesprochen. Du bist einfach noch zu jung.“

Inna sah nicht glücklich aus, aber sie hatte aufgehört darüber zu diskutieren, worüber ich dankbar war. Ich hasste es mit ihr zu streiten.

Alisa lehnte sich mit begeistertem Gesichtsausdruck in ihrem Sitz vor. „Wie heißt unser Babysitter denn?“ fragte sie.

„Rose,“ sagte ich lächelnd, dankbar für den Themenwechsel.

Inna schnaufte, aber Alisa sah begeistert aus. „ Das ist ein schöner Name. Ist sie nett?“

„Ja, sie ist sehr nett,“ antwortete ich, „Ihr werdet sie mögen.“

Von allen Mädchen die sich bei mir Vorgestellt hatten, war Rose bei weitem die beste. Ich wunderte mich, warum Christian mir nicht früher von ihr erzählt hatte. Ich hatte mehrere Wochen damit verschwendet, mir Mädchen anzuschauen, die es noch nicht mal ernst meinten mit dem Job und nun, endlich, hatte ich einen passenden Babysitter gefunden, einen den ich für vertrauenswürdig empfand. Und um das ganze zu toppen, schien sie auch noch nett zu sein. Ich denke sie wird mit den Mädchen gut auskommen und ich war mir ziemlich sicher das Liam sie auch mögen würde.

„Wann können wir sie kennenlernen?“ fragte Alisa.

„Sie kommt morgen vorbei. Ihr könnt sie dann treffen wenn ihr wollt.“ antwortete ich.

Sie grinste. Ich lächelte sie an, glücklich darüber das sie so begeistert davon war einen Babysitter zu haben. Als wir zu Hause ankommen begann ich das Abendessen vorzubereiten, während Inna und Alisa ihre
Hausaufgaben machten.

„So, jetzt wo wo ihr einen Babysitter habt, werden ein paar Veränderungen auf euch zu kommen,“ sagte ich während wir aßen. Inna und Alisa sahen mich skeptisch an, sagten aber nichts und warteten das ich fortfuhr. „Wäre es für euch in Ordnung, ab jetzt, mit dem Bus zur Schule zu fahren?“

Inna verzog das Gesicht. „Warum? Kannst du uns nicht fahren?“

„Nein, kann ich nicht,“ sagte ich traurig.

„Aber du hast es die letzten Wochen getan,“ stellte sie spitzfindig fest.

„Warum kannst du uns nicht mehr fahren?“

„Ich weiß, Milaya,“ sagte ich, mir dessen bewusst das dies ein Streitpunkt sein würde. Die Umstellung, an nun täglich mit dem Bus zu fahren würde enorm werden. „ aber ich kann euch nicht mehr zur Schule fahren. Ich komme immer zu spät zur Arbeit, und ich glaube kaum, das mein Chef das noch länger tolerieren wird. Verstehst du das?“

Alisa nickte und aß einfach weiter, aber Inna verschränkte ihre Arme vor der Brust und maulte: „Mom hat uns jeden Tag zur Schule gefahren.“

Ich seufzte. „Ich weiß. Es tut mir auch leid das ich euch nicht weiterhin fahren kann.“

„Was ist mit Liam?“ fragte sie scharf, ohne mich anzusehen. „ Soll er jetzt auch den Bus nehmen?“

„Nein. Natürlich nicht. Er ist noch zu jung dafür,“ sagte ich. „Rose wird mit ihm, an den Tagen, an denen sie morgens keine Kurse hat, zur Schule gehen. Und an den Tagen wo sie nicht kann, werde ich ihn fahren.“

Inna keuchte. „Ihn wirst du fahren und uns nicht?!“

„Seine Schule liegt auf meinem Weg zur Arbeit,“ sagte ich „ und wie ich schon sagte, ich werde ihn nur dann fahren, wenn Rose ihn nicht bringen kann.“

„Sieht so aus als hättest du das mit dem Babysitter schon alles geplant,“ murrte sie und schob ihren Teller weg. „ Ich habe keinen Hunger mehr.Ich gehe ins Bett.“

„Inna,“ rief ich ihr nach. „Warte -“

Die Tür schlug zu, gefolgt von ihren schnellen Schritten, als sie die Treppe hochrannte und dann schlug die Türe ihres Schlafzimmers zu. Ich seufzte und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Inna war in letzter Zeit so schwierig. Ich wusste das sie es zur Zeit nicht leicht hatte, und das all diese Umstellungen es auch nicht besser machten, aber was sollte ich sonst tun? Ich schaffte es einfach nicht, allein,den Haushalt zu führen, und ganz sicherlich nicht, konnte ich es riskieren meinen Job zu verlieren, also musste ich einiges verändern um meinen Job zu behalten und mich um meine Kinder zu kümmern.

„Dad?“ fragte Alisa vorsichtig.

Ich sah zu ihr auf. „Ja, Milaya?“

„Sei nicht traurig,“ sagte sie als sie von ihrem Platz aufstand und auf meinen Schoß kletterte. „Wir werden mit dem Bus fahren. Mir macht das nichts aus.“

Ich lächelte, schlang meine Arme um sie und drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel. Danke dir, Schatz.“




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Eure Henni
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