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Was sich liebt, das neckt sich!

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Edward Grimes John Grimes
23.08.2015
19.10.2015
5
4.307
 
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23.08.2015 681
 
„Ich bin ja soooooooo aufgeregt!“, schrie Caroline und gab im Anschluss noch ein paar Quietschgeräusche von sich, die die Aufmerksamkeit des gesamten Londonerzuges auf uns lenkten.
„Ja, ich auch!“, meinte ich lächelnd, jedoch mit viel ruhigerer Stimme.

Seit mittlerweile über drei Jahren war ich, Mia Weiss, eine brave Studentin aus Österreich, jetzt schon Fan von den verrückten irischen Zwillingen Jedward.
Ich war noch nie richtig in einem Fandom gewesen, geschweige denn wäre ich jemals auf die Idee gekommen, für eine Band eine so weite Reise auf mich zu nehmen, doch John und Edward hatten mir den Kopf verdreht.

Sie brachten Farbe in meinen fast schon langweilig grauen Alltag und noch dazu lernte ich durch sie eine Menge neuer Leute kennen. So auch Caroline, die wohl meine beste Freundin in dem verrückten Haufen von Fans war.

„Ob sie uns von Twitter erkennen? Ob wir Fotos mit ihnen bekommen? Oh mein Gott was ist, wenn sie uns umarmen?“, hyperventilierte Caroline fast schon und bohrte ihre Finger nervös in das Kissen ihres Sitzes.

Ich konnte ihr nicht verübeln, dass sie nervös war. Sie hatte die zwei, im Gegensatz zu mir, erst einmal getroffen und das war schon 3 Jahre her. Auch bei mir wuchs mit jeder Station mit der wir ihnen näher kamen die Aufregung.

„Sie erkennen dich bestimmt! Und wir werden Fotos und Umarmungen bekommen! Hey vielleicht bekommst du endlich dein heiß ersehntes Twilight pic mit Edward.“, zwinkerte ich ihr zu, was ihr nun endgültig den Atem raubte.

Während Caroline schlaflose Nächte wegen Edward hatte, war ich voll und ganz John verfallen. Zwar hatte auch Caroline etwas für John übrig, jedoch meinte sie immer, dass er sie zu sehr verwirrte, mir war es Recht, da wir so schön von einer Doppelhochzeit träumen konnten.

„Nur noch 2 Stationen, dann sind wir da. Ich würde sagen, wir nehmen uns ein Taxi zu ihrem Hotel… Ich hab nämlich keine Ahnung wo hier ein Bus fährt.“, wisperte ich fast in die Stadtkarte vor mir hinein. Von Caroline kam nur ein hohes piep Geräusch als Antwort, welches, wie ich annahm, OK bedeutete.

Wir waren seit gestern in London, weshalb ich Carolines Nervosität mittlerweile gewohnt war, und mir keine Sorgen mehr machte, wenn sie plötzlich in Tränen ausbrach. Das war ihre Art mit der Vorfreude John und Edward wieder zusehen umzugehen.

Ich war viel mehr in mich gekehrt, und versteckte meine Gefühle. Wenn man mich nicht kannte, könnte man meinen, dass ich gleichgültig war, was jedoch nicht der Fall war.

Die letzten Monate, seit wir uns dazu entschlossen hatten Konzertkarten und Flüge zu buchen, waren nervenaufreibend gewesen. An manchen Tagen brachte mich die Vorfreude fast um den Verstand, trotz allem musste ich mich um meine Noten, meinen Job und meinen Freund kümmern.
Mein Freund der mich vor drei Wochen verlassen hatte.
Eigentlich sollte es mir einen Stich versetzten, stattdessen fühlte ich mich fast schon befreit. Wir waren fast ein Jahr zusammen gewesen und er hatte den „ganzen Jedward Kram“ wie er es nannte, nie verstanden.

Der Grund für die Trennung war jedoch, dass er mich nicht mehr liebte, was wenn ich heute darüber nachdachte, auf Gegenseitigkeit beruhte. Wir waren wohl nur so lange zusammengeblieben, weil es einfach bequemer war, als allein zu sein.

Mit einem lauten Rumpeln kam der Zug, bei unserer Station zum Stehen und riss mich aus meinen Gedanken. Caroline rannte fast schon voraus und suchte uns ein Taxi, während ich versuchte mit ihr Schritt zu halten.

Normalerweise war sie sehr schüchtern, doch wenn es darum ging Jedward zu treffen, wachte plötzlich die kleine Rebellin in ihr auf.
„Los beeil dich Mia!!!!! John und Edward werden nicht auf uns warten, wenn sie sich auf dem Weg zum Konzert machen!“, brüllte sie mir fast schon aus einem Taxi zu, dass sie sich vor einer alten Frau, welche jetzt auf englisch vor sich hinfluchte, weggeschnappt hatte.

Schnell hüpfte ich ins Auto und erklärte dem Fahrer wo es hingehen sollte.
„Schnall dich an, Caroline und mach noch ein paar Atemübungen, denn wir kommen John und Edward immer näher“, und wie aufs Stichwort sprang der Motor des Taxis an.
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