Force Skills

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P18
22.08.2015
01.04.2019
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„Wie soll das gehen?“, fragte Yukio die beiden Kinder.
„Kein Problem“, meinte Naoki, ehe er hinter den Brillenträger stellte. Er griff mit seinen Händen unter seine Arme.
„He!“, das sieht pervers…“, wollte Yukio schimpfen, ehe er bemerkte, wie er auf einmal mehrere Meter über dem Boden war. „…aus. Wie geht denn das?!“
„Schrei nicht so rum“, meinte Naoki ganz gelassen, ehe er mit seiner Schwester im Schlepptau losflog.
„Könnt ihr mir sagen, wie sowas möglich ist?“, wollte der fremde Junge von den beiden Geschwister wissen.
„Also echt, fürn Junge, der Angst vor Spinnen hat, hast du ganz schön viele Fragen“, stellte Suna fest.
„Hab ich nicht!“, protestierte der Junge.
„Eben wohl“, meinte die Schwarzhaarige. „Naoki? Können wir nicht etwas Gas geben? Das ist so langweilig.“
„Na, du bist mir so eine. Aber wie du willst“, antwortete ihr Bruder und gab auf einmal Vollgas beim Fliegen. Seiner Schwester gefiel dies sichtlich und kam direkt hinterhergeflogen.
„Könnt ihr nicht etwas langsamer fliegen?“, jammerte Yukio leicht verängstigt.
„Nö, sonst holen wir diese Gina nie ein“, meinte Suna leicht grinsend.
„Na super“, sagte Yukio und verdrehte dabei seine Augen.
„Da unten ist sie doch schon“, sagte Naoki und ließ sich auf einmal fallen, sodass Yukio panisch aufschrie. Als er sah, dass er mit dem schwarzhaarigen Jungen nur noch wenige Meter freien Fall hatten, hob er sich mit seinen Händen die Augen zu, damit er nicht sehen muss, wie die Beiden auf dem Boden aufprallten. Doch kurz darauf musste er feststellen, dass er festen Boden unter den Füßen hatte und er doch nicht gestorben war. Erleichtert atmete er auf und lief gleich zu Gina.

„Du musst auch immer übertreiben“, meinte Suna zu ihrem Bruder, nachdem sie neben ihm landete.
„Tu ich nicht“, maulte er und lief Yukio hinterher. Er sah, dass die Grünhaarige ihren Adoptivbruder anknurrte und auf ihn losging. Der Braunhaarige konnte ihr gerade noch ausweichen. Er sah, wie sich Naoki ihr in den Weg stellte, als sie abhauen wollt.
„Vorsicht!“, rief er, als er sah, wie das Mädchen mit voller Wucht auf seine Brust schlug. Allerdings zuckte das Mädchen stark zusammen und ging einige Schritte zurück. Sie musste ihre Hand schütteln und sah daraufhin, wie diese schnell anschwoll.
„Also das hat nur gekitzelt“, grinste Naoki.
„Wie ist das möglich“, meinte Yukio mit offenen Mund.
„Ganz einfach, Naokis Körper ist so hart wie Stahl. Schläge spürt er kaum bis nicht, wenn sein Gegner nicht stärker als er selbst ist. Dasselbe ist bei meinen beiden älteren Brüdern und bei meinem Vater genauso“, erklärte Suna kurz und knapp.
„Was seit ihr dann?“, wollte Yukio wissen.
„Ganz normale Menschen“, antwortete die Schwarzhaarige und merkte, dass Yukio seinen Mund hielt. Sie lief zu ihrem Bruder und fragte ihn, ob sie ihm irgendwie helfen könne. Doch er meinte nur, ob sie Gina nehmen könne, wenn sie die beiden heimfliegen, woraufhin Suna zusagte. Ein Problem gab es aber, Gina. Sie wehrte sich bei jedem Versuch, den Suna bei ihr machte, damit sie losfliegen konnten.
„Naoki, kannst du irgendwas machen?“, jammerte die junge Schwarzhaarige.
„Und was soll ich denn bitte machen? Sie etwa ohnmächtig hauen?“ fragte der ältere der Beiden.
„Wäre doch eine Lösung“, grinste Suna.
„Du mich auch“, meinte Naoki und tat dies einfach, da er irgendwie keinen Wunsch seiner kleinen Schwester abschlagen konnte. Daraufhin nahm Suna die Grünhaarige, während Naoki den Braunhaarigen nahm und hob mit ihrem Bruder wieder ab.
„Kannst du sagen, wo du wohnst?“, fragte Naoki den Brillenträger.
„Ja, in der Stadt“, meinte dieser.
„Heißt nachher eine ganze Stunde nach Hause fliegen“, jammerte Suna.
„Jammert die immer?“, wollte Yukio wissen.  Suna hörte dies und legte ihrem Bruder eiskalt das ohnmächtige Mädchen auf den Rücken und flog kurzerhand in den Wald. Dort verweilte sie nur kurz und kam dann wieder hochgeschossen. Sie flog an ihrem Bruder vorbei und nahm dabei Gina wieder zu sich.
„Was ist das jetzt?!“, fing Yukio an zu jammern und zappelte dabei. Naoki hatte dabei Probleme, ihn ordentlich zu heben, da Yukio immer schlimmer mit dem Zappeln wurde.

„Hör jetzt endlich damit auf“, knurrte Naoki ihn an, doch vergebens. Da er ihn nicht mehr richtig heben konnte, rutschte Yukio aus Naokis Händen. Er realisierte, dass er keinen Halt mehr hatte und flog in Richtung Boden.
„Ups“, meinten Naoki und seine Schwester gleichzeitig. Daraufhin flog Naoki mit Vollgas dem Brillenträger hinterher und konnte ihn kurz vor dem Boden auffangen.
„Hättest du mich nicht früher auffangen können?“, brummte Yukio den Schwarzhaarigen an.
„Wenn du rumzappeln musst?“, meinte Naoki leicht genervt.
„Wenn deine Schwester mir ein Käfer ins Gesicht drücken muss“, brummte er weiter.
„Dabei war das nur ein Marienkäfer“, meinte sie.
„Dennoch ein gefährliches Insekt“, knurrte er.
„Seit wann knurren Menschen? Ich dachte, dass tun nur Hunde… Bist du etwa ein Hund?“, fragte Suna.
„Ich bin kein Hund!“, protestierte Yukio beleidigt.
„Dann halt kein Hund“, meinte das Mädchen und kam mit den beiden Jungs und dem Mädchen in der Stadt an. Dort flogen die beiden Geschwister direkt zu Yukios Haus und setzten dort beide ab.
„Danke euch“, meinte er nur kurz und ging mit Gina rein.

„Naoki, wir sollten nach Hause, bevor uns Mama noch köpft“, meinte Suna.
„Stimmt, wir hätten bereits seit einer Stunde daheim sein sollen“, stellte Naoki fest und flog wieder in die Luft. Suna folgte ihm und flog mit ihm nach Hause. Dabei mussten beide über eine riesige Gebirgskette und einige Wälder fliegen, da beide tief im Wald lebten. Insgesamt mussten beide über 300 Kilometer nach Hause fliegen und gaben da Vollgas. Nach einer Weile kamen die Beiden daraufhin bei sich daheim an und konnten sich am Licht ihres Hauses orientieren, da es inzwischen dunkel wurde. Die Geschwister lebten in einem Haus, das aus zwei Gebäuden bestand. Ein Teil war ein normales Haus und das andere war ein Anbau, mit einer Halbkugel als Dach. Vor dem Haus stand ein kleiner Brunnen, mit einer sauberen Wasserquelle und gegenüber vom Haus stand ein kleines, älteres Häuschen, was als Andenken ihres Urgroßvaters war.
„Irgendwie will ich nicht rein“, meinte Suna leise.
„Müssen wir halt. Hoffe, Vater ist da, dann wird es wenigstens nicht ganz so schlimm“, sagte Naoki nachdenklich.
„Du weißt schon, dass Papa auch etwas Angst vor Mama hat?“, fragte Suna ihren Bruder.
„Stimmt auch wieder“, antwortete Naoki.

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Naoki und Suna sind keine normale Kinder, aber was sind sie dann, wenn sie fliegen können. Zudem, wieso haben die beiden solche Angst vor ihrer Mutter?

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Lg. Mirisu
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