Force Skills

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P18
22.08.2015
18.01.2019
36
49621
4
Alle
93 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
 
Prolog

Ein 14-jähriger Junge namens Naoki war derzeit allein mit seiner drei Jahre jüngeren Schwester namens Suna unterwegs.
Sie waren noch ziemlich jung, um überhaupt allein, die Welt zu erkunden, jedoch taten sie es trotzdem.
Die beiden hatten nun schon gut vier Stunden Fußmarsch hinter sich und setzten sich zu einer Rast an eine Bank, im Wald. Hier war es relativ ausgestorben, zumindest so gut wie, was die beiden sehr wunderte.
Nachdem Naoki eine Kleinigkeit gegessen hatte, stand er von der Bank auf und sah sich etwas im Inneren des Waldes um, blieb aber dennoch in der Nähe seiner kleinen Schwester.
Auf einmal schrie das junge Mädchen auf und schlug wild um sich. Die Schwarzhaarige versuchte, dieses echsenähnliche Wesen, das fast genauso groß wie sie selbst war, von sich wegzutreten.
Doch diese Echse wollte nicht nachgeben und bohrte die Krallen in den Arm des Mädchens.
Das einzig seltsame war, dass dieses Tier auf der rechten Hälfte des Gesichtes einige Male hatte.
Auf einmal wurde dieses Wesen von Naoki gegen einen Felsen getreten, sodass es gezwungen war, Suna endlich loszulassen.
„Lass bloß meine Schwester in Frieden, du Mistviech!“, fuhr er es an und sah besorgt nach den linken Arm seiner Schwester.
Sofort behandelte er ihren Arm, indem er die Wunde mit einem Verband einwickelte.
Die beiden Kinder starrten das Reptil eine Weile lang an, da es offensichtlich langsam die Gestalt änderte – in die Gestalt eines Menschen.
Sie machten ziemlich große Augen und Naoki drehte sich schlagartig um, da dieses Mädchen, das gerade noch wie ein Reptil aussah, komplett nackt dastand.
Suna sah ihren Bruder an. „Geb mir mal deine Jacke.“
„Wozu das denn?“, wollte der Schwarzhaarige wissen.
„Naja, sie kann doch schlecht hier nackt rumstehen.“, meinte die 11-jährige.
„Sie hat dich verletzt oder gar töten wollen! Glaubst du ich helf der auch noch?!“, fuhr er seine Schwester an.

Suna seufzte und nahm Naoki ohne weiter zu fragen, einfach die Jacke ab, weshalb er zwar leicht sauer wurde, was ihr aber egal war.
Suna ging auf das grünhaarige Mädchen zu und wollte die Jacke um ihren Körper legen, jedoch wollte sie die Hand von Suna wegschlagen.
„Ich will dir doch nur helfen.“, erklärte die Schwarzhaarige.
Das unbekannte Mädchen hielt nun still, sodass Suna ihr die Jacke drüber ziehen konnte. Die Jacke reichte ihr auch fast bis zu den Knien, sodass sie auch nicht mal mehr halbnackt war.
„Wie heißt du denn und wie alt bist du?“, fragte sie vorsichtig, jedoch erhielt Suna keine Antwort.
„Vielleicht kann sie ja nicht reden. Ich mein, sie schaut aus, als würde sie hier im Wald leben.“, meinte Naoki.
Er hatte nicht ganz unrecht, da die Haare des Mädchens ziemlich zerrupft aussahen und sie auch im Großen und Ganzen ziemlich ungepflegt aussah.
Suna musterte das Mädchen eine Weile lang. Trotz sie nun in menschlicher Gestalt war, hatte sie noch immer dieses Muster auf der rechten Gesichtshälfte und über ihr rechtes Auge sich eine Narbe zog. Auch knapp unter dem linken Auge zog sich eine Narbe.
Ihre Brandnarben waren ebenfalls nicht ohne, die ihr vom Nacken, bis zu den Schulterblättern und Schultern führte. Genau dort, wo die Brandwunde an der linken Schulter aufhörte, hatte sie ebenfalls ein Mal, dass eine „01“ darstellte.
„Was hat das zu bedeuten?“, fragte Suna und tippte auf das Mal, dass die Zahl darstellte.
Jedoch wich das grünhaarige Mädchen zur Seite und schwieg weiterhin, alles was sie von sich gab, war ein kurzes Knurren.
Die Haare der Unbekannten sahen ein wenig schmutzig aus, dennoch waren sie schön lang. Sie reichten fast bis zur Kniekehle hinunter.
Am linken Bein hatte sie ebenfalls eine ziemlich große Brandnarbe, während ihr rechtes Bein, nur ein Metallbein war.
„Sie lebt doch bei jemanden oder?“, wollte Suna aufgrund dieses Ersatzbeines wissen.
„Woher soll ich denn das wissen? Vielleicht hat sie sich es ja auch selbst gebaut, oder sowas.“, erwiderte er.

„Wo ist sie auf einmal hin?“, fragte Suna, als sie merkte, dass das Mädchen auf einmal verschwunden war.
„Keine Ahnung…“, erwiderte er verwirrt.
Keuchend stand auf einmal ein braunhaariger Junge, mit Brille neben den Beiden und stemmte seine Hände gegen die Knie.
„Wer bist du jetzt?“, fragte Suna.
„Yukio Shima, fünfzehn Jahre alt und ihr?“
„Suna Mariu, elfJahre alt und das ist mein Bruder Naoki, vierzehn Jahre alt.“, erwiderte sie, „Aber wieso bist du so außer Atem?“
„Ich suche Gina…, sie ist schon monatelang verschwunden.“, seufzte der Braunhaarige leicht verzweifelt.
„Hat sie zufällig grüne lange Haare, paar Narben und nur noch ein künstliches Bein?“, fragte Naoki.
„Ja, genau! Habt ihr sie gesehen, wo ist sie?“, wollte Yukio gleich wissen.
„Sie war gerade eben noch hier… ist aber spurlos verschwunden oder eher abgehaut. Was hast du mit ihr überhaupt auf den Hut?“, fragte Suna.
„Naja, sie ist meine Schwester. Genauer genommen meine Adoptivschwester.“, erklärte der Brillenträger.
„Und warum verhält sie sich so seltsam? Ist sie überhaupt ein Mensch? Sie kann ja nicht mal reden…“, sagte Naoki.
„Sie… wollte bisher noch nie das Sprechen lernen. Vielleicht weigert sie sich auch nur, etwas zu sagen. Mit mir oder meinen Eltern hat sie bisher ja auch noch nie ein Wort gewechselt. Und was soll die Frage, ob sie überhaupt ein Mensch ist?“, fragte Yukio.
„Weil sie meine Schwester als Echse angegriffen hat.“, erwiderte Naoki.
„Oh…“, brachte Yukio nur noch heraus, „Das tut mir leid.“
„Was ist eigentlich mit ihrem Bein geschehen?“, fragte Suna neugierig.
Yukio sah das schwarzhaarige Mädchen an und strich sich über den Nacken.
„Nichts.“, antwortete er ehrlich.
„Wie?“
„Vielleicht reden wir mal darüber, wenn wir uns besser kennen, okay?“, meinte Yukio.
Er konnte ja wildfremden Leuten nicht einfach sagen, dass seine Adoptivschwester schon nur mit einem Bein zur Welt gekommen war, noch dazu wusste er selbst nicht alles, da sie nicht seine leibliche Schwester war.

Auf einmal kreischte Yukio wie ein kleines Mädchen auf.
„Was hat er jetzt?“, fragte Naoki.
„Macht sie weg!!!“, schrie er panisch, als er eine kleine Spinne an seiner Schulter bemerkte.
„Okay?“, kam es verwirrt von Suna, die die Spinne von seiner Schulter wegschnippte.
Erleichtert ging der Braunhaarige zu Boden und atmete erstmal tief durch.
Naoki konnte sich das Lachen nicht verdrücken. „Hast du wirklich Angst vor Spinnen?“
Yukio lief knallrot an und beantwortete diese Frage lieber nicht.
„Ich muss Gina finden.“, meinte er bloß und wollte weitergehen.
„Wir könnten dir doch helfen.“, schlug Suna vor, worauf sich Yukio wieder zu den beiden Geschwistern wandte und sie ansah.
Review schreiben