Blickwinkel

KurzgeschichteRomanze / P12 Slash
Hayama Kotarō
21.08.2015
21.08.2015
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Kuroko no Basuke und alle in dieser Geschichte vorkommenden Charaktere sind geistiges Eigentum von Fujimaki Tadatoshi.


Diese Story heißt Blickwinkel, weil es darauf ankommt, aus welchem Blickwinkel man es betrachtet, ob dieser Titel gut ist oder nicht. Jetzt wisst ihr's.
Bisschen kurzweiliger Süßkram, den ich für Hayama zum Geburtstag geschrieben habe. Ihr Geburtstag ist schon lange her, aber ich konnt's ihr erst zur AnimagiC geben und danach bin ich nach Japan gefolgen... und überhaupt wollte ich das nicht mal hochladen, deshalb weiß ich nicht, was ich hier tue.
Eigentlich weiß ich es genau. Spread the word! Die Welt braucht mehr von diesem Ship.

Mein Biorhythmus läuft noch auf japanischer Zeit und deshalb gehe ich jetzt ins Bett. Gute Nacht! :D
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Skorpion musste ein besonderes Talent dafür haben, auf dem letzten Platz des Oha Asa Horoskopes zu landen. Jeden Tag. Miyaji würde Midorima fragen müssen, ob das stimmte; denn das war zumindest die einzige Erklärung, die er dafür finden konnte, dass er immer und immer wieder an Menschen geriet, die entweder auf irgendeine Weise völlig albern oder sonst irgendwie daneben waren. Wie Midorima zum Beispiel. Oder Takao. Oder dieser schreckliche Typ, der bei Seirin als Center spielte.
Oder Hayama Kotarō, der ihm aus irgendeinem unerklärlichen Grund in diesem Moment gegenüber saß und wild gestikulierend irgendetwas erzählte, von dem Miyaji höchstens die Hälfte mitbekommen hatte.  Und aus irgendeinem unerklärlichen Grund bedeutete im Übrigen, dass sie das hatten, was andere sicher als Date bezeichnen würden. Andere, denn Miyaji würde einen Teufel tun, das zuzugeben. Er würde auch einen Teufel tun und zugeben, dass er Hayama wirklich mochte, obwohl der albern und sonst irgendwie daneben war.
Albern und irgendwie daneben war auch, dass Miyaji deshalb so wenig von Hayamas Erzählung mitbekommen hatte, weil er ihn ununterbrochen ansehen und dabei daran denken musste, ihn zu küssen. Und das schon den ganzen Tag, wie ein Mittelschüler, der seine Hormone nicht mehr unter Kontrolle hatte. Sehr enttäuschend. Von sich selbst hatte Miyaji wesentlich mehr erwartet - was nichts an der Tatsache änderte, dass er Hayama später trotzdem küsste.
Sie warteten an der Tokio Station auf den Shinkansen, mit dem Hayama nach Kyoto zurückfahren würde - und Miyaji hätte gerne Gott sei Dank darüber gedacht, konnte es aber nicht über sich bringen - und von ihrem zugegebenermaßen schönen Tag blieben ihnen nur noch ganze achteinhalb Minuten. Das Date, das Miyaji nicht als solches bezeichnen wollte, war eigentlich nicht so besonders gewesen: sie hatten einen Film im Kino angeschaut, danach in einem Fast Food-Restaurant gegessen und Basketball gespielt, und jetzt standen sie im öffentlich zugänglichen Teil der Tokio Station, in einer ruhigeren Ecke unweit der Fahrkartenautomaten, wo sie nicht sofort von den vorbeigehenden Passanten bemerkt wurden.
Hayama starrte Miyaji aus seinen immer strahlenden Augen an und lachte über einen völlig blöden Witz, den er grade gemacht hatte - und Miyaji hatte wesentlich mehr von sich erwartet, als ihn in diesen letzten Minuten an einem öffentlichen Bahnhof an sich zu ziehen und ihn zu küssen.
Sie hätten sich vermutlich geschickter anstellen können. Oder zumindest weniger chaotisch. Dann hätte Miyajis Frisur hinterher nicht vollständig zerstört sein müssen, weil Hayama mit seinen Händen damit rumgewühlt hätte, und dann müsste Hayama nicht so benebelt aussehen, als er schließlich rennen musste, um seinen Shinkansen nicht zu verpassen, weil das, was sie grade getan hatten, vielleicht ein bisschen ausgeartet war. Miyaji nahm sich vor, beim nächsten Mal alles besser zu machen und sich nicht anzustellen, wie ein hormongesteuerter Mittelschüler ohne nennenswerte Erfahrungen und Fähigkeiten.
Für heute jedenfalls schob er es darauf, dass Skorpion sicherlich mal wieder auf dem letzten Platz des Oha Asa Horoskopes war. Oder auf dem ersten - je nach dem, aus welchem Blickwinkel man es betrachten wollte.