Schlange oder Phönix

von roseta
GeschichteDrama, Familie / P16
Albus Dumbledore Horace Slughorn Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Thomas & Mary Riddle
19.08.2015
26.12.2015
19
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Tom Riddle senior kümmert sich nicht um das Kind aus seiner kurzen Ehe mit der Hexe Merope Gaunt. Aber Cecilia, seine frühere Verlobte, ist damit nicht einverstanden und beauftragt einen Detektiv, in den Waisenhäusern Londons nach dem Kind zu suchen. Und Tom Marvolo Riddle, vier Jahre alt, wird gefunden. Wie wäre sein Leben wohl verlaufen, wenn das wahr geworden wäre? Er wächst in einer liebevollen Familie auf. Aber er ist immer noch der Erbe Slytherins, der Nachkomme der verrückten und gewalttätigen Gaunts und der hochmütigen Riddles … Das Rating ist diesmal P16, denn es wird in den späteren Kapiteln teilweise recht heftig zugehen. Nein, es gibt keinen Sex! Aber der Protagonist ist eben der junge Lord Voldemort







Gesucht und gefunden

„Ich habe das Kind gefunden, Miss Henderson.“

Cecilia Henderson riss verwundert die Augen auf; dann bedachte sie den Detektiv mit einem strahlenden Lächeln. „Gute Arbeit, Mister Simmons! Ich hätte nie gedacht, dass es so schnell gehen würde. Wo ist es? Und sind Sie ganz sicher, dass es das richtige Kind ist? Ist es überhaupt ein Junge oder ein Mädchen?“ Ihre Wangen hatten sich gerötet und sie erinnerte ein wenig an ein kleines Mädchen unter dem Weihnachtsbaum, das kurz davor stand, ein ganz besonderes Geschenk auszupacken.
Der ältere Mann verzog gleichfalls das Gesicht zu der Andeutung eines Lächelns.
„Ich bin ganz sicher, ja. Es ist ein Junge und er wurde in diesem Waisenhaus geboren, wohin seine Mutter sich geflüchtet hatte, als die Wehen einsetzten. Die Angestellten dort halfen ihr, so gut sie konnten, doch sie starb kurz nach der Geburt. Sie gab dem Kind noch einen Namen: Tom Marvolo Riddle, nach seinem Vater und seinem Großvater.“
„Und das Geburtsdatum ?“
„Einunddreißigster Dezember neunzehnhundertsechsundzwanzig.“
„Dann gibt es keinen Zweifel.“ Nachdenklich fügte sie hinzu: „Und wir wissen jetzt auch mit Sicherheit, dass Merope Gaunt tot ist.“
„Um jede Ungewissheit auszuschließen, habe ich auch noch den Vornamen des Großvaters in Erfahrung gebracht. Er lebte ja in Little Hangleton und wurde hier begraben; ich habe in den Kirchenbüchern nachgesehen. Er hieß tatsächlich Marvolo. Der Himmel weiß, was er war und wie er zu diesem seltsamen Namen kam.“
„Mir gefällt der Name. Er ist jedenfalls unverwechselbar. Es wäre doch langweilig, wenn das Kind genau denselben Namen trüge wie sein Vater.“
„Es freut mich, dass Sie offenbar allem eine gute Seite abgewinnen können“, lächelte der Detektiv. Dann wurde er jedoch schnell wieder ernst.
„Miss Henderson, es tut mir leid, Ihrer Freude einen Dämpfer aufzusetzen, aber ich muss Sie vorwarnen. Der Junge ist … wie soll ich sagen … kein normales Kind.“
Jetzt malte sich Erschrecken auf dem hübschen Gesicht der jungen Frau. „Ist er vielleicht … geistig beschränkt?“
„Nein, keineswegs. Er ist weiter entwickelt und intelligenter, als es seinem Alter entspricht. Aber er hat seltsame Ideen. Ich würde ihn als seelisch gestört bezeichnen. Er … glaubt zum Beispiel, dass er Dinge bewirken kann nur dadurch, dass er sie wünscht. Und was er wünscht, sind meistens unerfreuliche Geschehnisse für andere.“
Cecilia runzelte die Stirn. „Das ist nicht ganz unverständlich. Ein Kind in einem Waisenhaus … Wahrscheinlich liegen schlechte Erfahrungen hinter ihm.“
„Er macht nicht diesen Eindruck. Aber ich will Ihnen auch nicht davon abraten, dieses Kind zu sich zu nehmen. Ich möchte nur, dass Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Es dürfte keine einfache Aufgabe sein.“
„Ich habe mir nie vorgestellt, dass es eine einfache Aufgabe ist, ein Kind zu erziehen“, meinte die junge Frau. „Und jedes Kind hat vermutlich Eigenheiten, die, vom erzieherischen Standpunkt aus gesehen, wenig erwünscht sind. Aber ich denke, dass jede Mutter und jeder Vater mit solchen Schwierigkeiten fertig werden muss und die meisten es auch schaffen. Und das hoffe ich auch für mich.“
„Nun, dann versuchen Sie es. Ich wünsche Ihnen Glück.“
„Versuchen? Ich werde es tun.“

Noch am gleichen Abend schrieb Cecilia einen langen Brief an die Leiterin des Waisenhauses und einige Tage später hielt eine Kutsche vor dem düsteren Bau in einem der ärmeren Stadtteile Londons. Mrs Cole erwartete die Besucherin bereits; sie war sehr freundlich, wirkte jedoch irgendwie besorgt.
„Sie haben mir geschrieben, dass Sie den kleinen Riddle zu sich nehmen möchten“, sagte die Leiterin nach der Begrüßung. „Wir freuen uns natürlich immer, wenn einer unserer Schützlinge in die Obhut einer Familie entlassen werden kann. Aber ich muss Ihnen ehrlich sagen, dass Tom ein eher schwieriges Kind ist.“
Cecilia nickte. „Mein Detektiv, der Tom für mich gefunden hat, sagte etwas Ähnliches. Der Junge habe seltsame Phantasien, meinte er. Zeigt das Kind  noch weitere auffällige Verhaltensweisen?“
Mrs Cole schien zu überlegen. Dann sagte sie: „Er hält sich meistens für sich, er sucht wenig Kontakt mit anderen und er scheint keine Freunde zu haben. Aber wenn er mit den anderen Kindern zusammen ist – dann kommandiert er sie herum, sogar die Älteren, oder er versucht es wenigstens. Und sehr häufig setzt er sich auch durch. Mit vier Jahren! Und dabei braucht er keine der üblichen Taktiken: Tränen, Geschrei und so weiter. Er hat eigentlich noch nie geweint.“
„Das ist allerdings seltsam. Aber mir scheint, dass dies eine Eigenschaft ist, die man auch positiv sehen kann. Dürfte ich jetzt mit Tom sprechen?“
„Er wartet nebenan.“ Die Leiterin öffnete eine Tür und führte Cecilia in einen Nebenraum, wo ein kleiner Junge allein auf einem viel zu großen, schäbigen Sofa saß und augenscheinlich geduldig darauf wartete, dass man sich mit ihm beschäftigen würde.

Cecilia warf einen Blick auf ihn und strahlte. „Hallo, Tom! Ich bin Cecilia Henderson. Mister Simmons hat mir gesagt, dass ich dich hier finden würde.“ Spontan fügte sie hinzu: „Aber er hat mir nicht gesagt, wie hübsch du bist.“
Der Junge betrachtete sie einen Augenblick mit ernster Miene; dann fragte er: „Sind Sie die Frau, die mich adoptieren will?“
„Ja, ich möchte, dass du mit mir kommst und mit uns in unserem Haus lebst. Wir wohnen auf dem Land, in der Nähe von Little Hangleton. Es ist sehr schön dort, wenn auch ganz anders als hier in der Stadt.“
„Ich mag die Stadt“, sagte Tom. „Auf dem Land ist es vermutlich ziemlich langweilig.“
Cecilia betrachtete ihn mit hochgezogenen Brauen. Er war vier Jahre alt – was wusste er überhaupt von der Stadt? Er kam doch gewiss nicht oft aus diesem Haus. Mister Simmons hatte zwar recht gehabt: er wirkte älter als er war, wie fünf oder sechs. Aber auch Sechsjährige liefen wohl kaum häufig in der Stadt herum.
„Wenn du lieber hierbleiben willst, werden wir dich natürlich nicht zwingen“, sagte sie etwas widerwillig. „Du kannst das selbst entscheiden.“
„Oh nein, ich würde gerne woanders leben.“ Das kam schnell und eifrig. „Nur … in der Stadt hat es mir gefallen, es war ein schönes Haus und immer viel los … aber dann wurde doch nichts draus.“
Irritiert schaute Cecilia zu Mrs Cole und diese wirkte etwas verlegen. „Nun ja … Tom wurde schon einmal fast adoptiert, von einem sehr netten Ehepaar aus London. Das war vor mehr als einem halben Jahr. Sie waren begeistert von dem hübschen und klugen Jungen, genau wie Sie. Aber nach einigen Wochen Probezeit schickten sie ihn wieder zurück; angeblich kamen sie gar nicht mit ihm zurecht. Wir haben nie herausbekommen, was genau eigentlich vorgefallen war. Aber dazu ist die Probezeit ja da … um herauszufinden, ob man miteinander leben kann. Sie haben ja die Bedingungen gelesen – für Sie gilt das Gleiche.“

Cecilia hätte am liebsten laut geflucht. Was für eine Erfahrung für ein Kind – zurückgeschickt zu werden wie eine Ware, die nicht gefallen hat! Eine Welle des Mitleids überrollte sie förmlich und sie sagte, zu Tom gewandt: „Wenn es dir bei uns nicht gefällt, kannst du jederzeit wieder zurück. Aber ich werde dich jedenfalls nicht fortschicken.“ Und als sie den zweifelnden Blick des Jungen sah, fügte sie entschlossen hinzu: „Das ist ein Versprechen.“

„Dann will ich mit Ihnen gehen“, sagte der Junge.

Auf der Rückfahrt – mit der Kutsche zum Bahnhof und dann mit dem Zug nach Great Hangleton – dachte Cecilia über die Bedeutung ihres Versprechens nach. Es betraf ja nicht nur sie allein, sondern auch ihre Eltern, bei denen sie lebte. Diese hatten sich zwar mit der Aufnahme des mutterlosen Jungen einverstanden erklärt, aber wenn es große Schwierigkeiten gäbe, dann würde die Verantwortung bei ihr allein liegen. Welche Möglichkeiten hätte sie dann?
Sie betrachtete Tom von der Seite. Der Junge war noch nie mit der Eisenbahn gefahren und sah, wie wohl jedes Kind in dieser Situation, die Fahrt als Abenteuer an. Er schaute interessiert aus dem Fenster und gab zu manchem, was er im Vorbeifahren erblickte, seine Kommentare; im Ganzen blieb er indessen ziemlich wortkarg, anders als sein Vater, den sie als fröhlich und aufgeschlossen kannte – das war allerdings vor seiner unglückseligen Ehe mit Merope gewesen …
Wenn sich herausstellen sollte, dass seine Anwesenheit das Leben in Henderson Manor so negativ beeinflusste, dass ihre Eltern sich dadurch eingeschränkt fühlten, dann müsste er wieder fort. Aber Cecilia würde  in diesem Falle mit ihm gehen.
Er war Tom Riddles Sohn, und die Liebe, die sie für den Vater empfunden hatte, würde sie seinem Kind schenken.

Der Stallbursche der Hendersons holte sie mit der Kutsche vom Bahnhof ab und brachte sie nach Hause. Henry und Elizabeth Henderson kamen heraus, um das neue Familienmitglied zu begrüßen. Als sie den hübschen Jungen erblickten, strahlten sie ebenso wie ihre Tochter zuvor. Tom hatte sich an die guten Manieren erinnert, die man ihm beizubringen versucht hatte; er gab den älteren Leuten artig die Hand und dankte höflich, als sie ihn herzlich willkommen hießen.
„Du siehst aus wie dein Vater“, sagte Elizabeth spontan.
„Sie kannten meinen Vater?“  Der Junge wirkte nicht nur erstaunt – er war schockiert.
Cecilia verdrehte die Augen. Sie hatte nicht die Absicht gehabt, sofort über dieses Thema zu reden. Aber nun gab es kein Zurück.
„Ja, wir kennen deinen Vater“, antwortete Mrs Henderson fröhlich. „Er ist unser Nachbar und ein guter Freund.“
„Ich dachte, er wäre tot, genau wie meine Mutter“, murmelte Tom. „Warum war ich dann in einem Waisenhaus? Und warum müssen Sie mich adoptieren, wenn ich doch einen Vater habe, bei dem ich leben könnte?“
Am liebsten hätte Cecilia aufgestöhnt. Sie hatten noch nicht einmal das Haus betreten und schon gab es das erste Problem.
„Deine Eltern haben sich vor deiner Geburt getrennt“, erklärte sie so sachlich wie möglich. „Solche Dinge kommen vor, Tom. Dein Vater wusste bis vor Kurzem überhaupt nicht, dass es dich gibt.“
„Sie haben mich belogen“, sagte der Junge. Sein Ton war ebenso sachlich wie ihrer. „Sie haben mich mitgenommen, um mich zu meinem Vater zu bringen. Und der will mich gar nicht haben – sonst wäre er selbst gekommen.“
„Nein, Tom. Ich habe dich nicht belogen. Ich habe dich mitgenommen, damit du bei mir lebst als mein Kind. Dein Vater weiß davon und er hat nichts dagegen. Wir werden ihn bald besuchen, und du wirst ihn kennenlernen. Vielleicht wirst du später auch bei ihm leben – wenn du älter bist. Aber das sind Dinge, die wir nicht jetzt sofort entscheiden können.“
Als Tom nicht antwortete, fuhr sie fort: „Tom, ich habe dich nicht belogen und ich werde dich niemals belügen. Aber ich werde dir nicht immer alles sagen, und ich werde manchmal auch deine Fragen nicht beantworten. Es gibt nun einmal Dinge, die die Erwachsenen für sich behalten müssen, jedenfalls solange du noch so jung bist. Du bist doch ein kluges Kind, du kannst das sicher verstehen.“

„Ich möchte alles wissen“, sagte der Junge.
„Und du wirst alles erfahren. Aber nicht sofort.“
Tom betrachtete die drei Erwachsenen sehr aufmerksam und antwortete nicht. Aber Cecilia glaubte zu spüren, dass sein Misstrauen für den Augenblick  besänftigt war.
„Jetzt zeigen wir dir erst einmal das Haus“, erklärte sie, und  ihre Eltern, welche die Diskussion schweigend verfolgt hatten, wandten sich erleichtert um und gingen voraus.
Cecilia streckte die Hand nach dem Jungen aus und wider Erwarten ergriff er diese und ließ sich von ihr ins Haus führen.

Sie zeigten ihm die Halle, den Salon, die Terrasse. In der Bibliothek staunte der Junge: „So viele Bücher! Darf ich die alle lesen?“
„Ja, wenn du älter bist und in die Schule gehst“, antwortete  Mister Henderson.
„Ich möchte gleich damit anfangen.“
„Ja, kannst du denn lesen?“, fragte Cecilias Vater erstaunt.
„Ja, kann ich. Es war nicht schwer zu lernen.“
Der ältere Mann betrachtete den Jungen kopfschüttelnd, aber Cecilia sagte schnell:
„Es gibt einige Bücher, die du nicht lesen sollst, weil sie nur für Erwachsene geschrieben wurden. Aber die meisten kannst du gerne jederzeit lesen, wenn du Lust dazu hast.“
In der Küche war Miss Betty, die Köchin, gerade mit der Zubereitung des Lunchs beschäftigt. Die Hausherrin stellte ihr das neue Familienmitglied vor und sie begrüßte Tom freundlich; auch sie schien Gefallen an dem hübschen Jungen zu finden.
„Was isst du am liebsten?“, fragte sie ihn.
Tom schien zu überlegen und Cecilia fing schon an zu glauben, dass er überhaupt kein Lieblingsgericht hatte, weil er im Waisenhaus nichts kennengelernt hatte, was besonders schmackhaft gewesen wäre. Aber dann sagte er: „Speck und Spiegeleier zum Frühstück … und danach Toast mit Honig oder Orangenmarmelade.“
„Das kannst du jeden Tag bekommen“, lachte die Köchin und Tom rang sich tatsächlich ein Lächeln ab.

Danach ging Mrs Henderson in das Speisezimmer, um den Tisch zu decken, und der Hausherr verschwand in seinem Arbeitsraum. Cecilia stieg mit Tom die Treppe hinauf zu den Schlafräumen.
„Hier ist dein Zimmer, Tom“, mit diesen Worten öffnete sie eine Tür.
Mit großen Augen betrachtete der Junge den schön eingerichteten Raum, der außer einem Himmelbett und hellen Möbeln auch eine nicht unbeträchtliche Menge Spielzeug enthielt.
„War das Ihr Kinderzimmer, Miss Henderson?“, fragte er.
„Nein, dieses Zimmer sollte meinem Bruder gehören“, antwortete die junge Frau. „Ich hatte einen kleinen Bruder, der aber kurz nach seiner Geburt schon starb. Meine Eltern waren sehr traurig darüber und dieses Zimmer blieb unbewohnt, nur gelegentlich, wenn wir viel Besuch hatten, nutzten wir es als Gästezimmer. Wir freuen uns sehr, dass jetzt doch noch ein kleiner Junge darin wohnen wird.“ Sie wies auf Toms Koffer, der bereits dort stand; er war von einem Bediensteten heraufgebracht worden. „Wollen wir gleich deine Sachen auspacken?“
Mit dieser Arbeit waren sie bald fertig, denn Tom besaß nicht viele Kleidungsstücke und kaum etwas darüber hinaus; Spielzeug war im Waisenhaus zumeist Gemeinschaftseigentum gewesen.
„Wir müssen bald einmal nach London fahren und ein paar Sachen für dich kaufen“, erklärte Cecilia, als sie fertig waren, und fügte lächelnd hinzu: „Dann kannst du auch wieder etwas von der Stadt sehen, sie gefällt dir doch so gut.“
Tom war mittlerweile zu dem Schluss gelangt, dass Henderson Manor auch nicht schlecht war.
Sie gingen wieder hinunter zum Lunch und bevor die Suppe serviert wurde, sagte Cecilia:
„Tom, du bist jetzt ein Familienmitglied und deshalb schlage ich vor, dass du uns auch so ansprichst. Ich möchte deine Mutter sein, aber du weißt, dass deine richtige Mutter tot ist, und ich kann verstehen, wenn du mich nicht so nennen möchtest. Daher schlage ich vor, dass du mich Cecilia nennst – oder lieber Tante Cecilia?“
„Ich möchte Cecilia sagen, wenn ich darf“, antwortete der Junge, ohne aufzuschauen.
„Schön, dann Cecilia. Und mein Vater heißt Henry und meine Mutter Elizabeth.“
„Herzlich willkommen in unserer Familie, Tom, mein Adoptivenkel“, sagte Henry mit einem freundlichen Lächeln und hob sein Glas. „Auf deine Gesundheit.“
„Ich hoffe sehr, dass du dich bei uns wohlfühlen wirst“, fügte Elizabeth hinzu.
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