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Cäsar und die Gallierin

von Myrthe
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Julius Cäsar OC (Own Character)
19.08.2015
09.07.2017
23
9.031
9
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01.04.2017 625
 
Wochenlang wartete ich nun darauf, dass sich irgendetwas tun würde. Aber absolut gar nichts geschah.
Kein Gallier kam um mich zu befreien.
Kein Römer, der mich erneut holen sollte.
Und keine Pläne von denen mir erzählt wurde.
Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber das hier irgendwie nicht...

Tag ein, Tag aus der selbe Tagesablauf. Wenigstens vertraute man mir mittlerweile so weit, dass ich in die Parkanlage hinter dem Schloss durfte. Ohne Begleitung zwar nur auf der Wiese, wo ich aus dem Palast heraus beobachtet werden konnte, aber besser als nichts.
Anscheinend war ihnen nun klar geworden, dass sie bei mir nichts zu befürchten hatten.
Das Schlimmste war eigentlich der Hohn einiger Legionäre.

Zu Anfang hatten sie Angst gehabt. Wenn nicht vor mir, dann davor, dass ich eines Tages befreit würde. Doch als selbst die letzten Idioten gemerkt hatten, dass niemand kam, ging es los. Sie verspotteten mich und suchten dafür immer mehr Möglichkeiten. Am Anfang war es mir doch näher gegangen, als ich gezeigt hatte. Immer wieder wurde mir so vorgehalten, dass ich den Galliern wohl egal war. Heute ignorierte ich die blöden Kommentare nur noch, lebte den ewigen Alltag, wenn man das so bezeichnen konnte.

Als ich dann endlich eine Nachricht empfing, waren bereits mindestens zwei Monate vergangen. Es war früher Vormittag, als ein Römer anklopfte und auf meine Worte hin eintrat. Zuerst wunderte ich mich nur, da ich keinen Grund für sein kommen sah. Doch dann streckte er den Arm nach vorne und ich entdeckte in seiner Hand einen versiegelten Brief.
Ich nahm in langsam entgegen und als der Legionär immer noch nicht ging, nickte ich ihm kurz stumm zu. Endlich verließ er den Raum.

Als die Tür zugefallen war, wendete ich den Brief ein paar mal. Das Siegel ließ alle Zweifel versiegen, von wem der Brief war und als ich überlegte, ob er falsch ausgeliefert worden war, entdeckte ich eine Schrift:
Palast des Cäsar, Gefangene Gallierin. Überrascht trennte ich vorsichtig das Siegel auf  und zog das Schriftstück hinaus.
Dann begann ich zu lesen:

Ihre Informationen waren richtig, was ich zugegebenermaßen nicht erwartet hatte. Nach längerer Planung war es nun endlich so weit, dass ich meine Truppen losschicken konnte. Taktisch waren wir dieses Mal den Galliern überlegen und schafften es mit ein paar Leuten tatsächlich bis in die Stadt einzudringen. Am Ende hat ihre Stärke jedoch wieder triumphiert. Allerdings bin ich bewusst davon ab, sie als die 'Unbesiegbaren' zu bezeichnen, denn der heutige Tag hat mir klar gemacht, dass es doch die Möglichkeit gibt...
Viele sind schwer verwundet worden und ich selbst bin nicht gänzlich ohne Verletzung hinausgekommen, meine Rückreise wird sich daher Verzögern. Die Gallier sind geschwächt, dazu kommt, dass sie sich nun auch an die Arbeiten im Dorf machen müssen, die durch den Kampf anfallen, wie die Beschädigungen.
Ich setzte auf die Zeit und will so schnell wie möglich einen weiteren Angriff planen.
Sie werden mir weitere Informationen geben, zu den begrenzten Möglichkeiten, die die Gallier haben.
Bereiten Sie dies auf einem Papyrus vor, noch bevor ich ankomme.
Dafür wird ihnen ein Raum zur Verfügung gestellt, welcher Ihnen von einem meiner Leute gezeigt wird.
Wenn Sie diesen Brief haben, sollten auch die Wachen informiert sein.


Ich wusste nicht, warum er mir das alles geschrieben hatte, war aber froh darüber. Endlich wusste ich, was geschehen war und offensichtlich hatte der Cäsar dieses Mal nicht überstürzt gehandelt.
Ob ich mich über den Erfolg der Römer freuen oder schämen sollte, wusste ich nicht und obwohl die Anweisung sehr ungenau war, wusste ich was von mir verlangt wurde. Es wäre leicht sie falsch zu machen und zu behaupten, ich hätte es nicht besser gewusste.
Doch ich würde sie ausführen, irgendwie war der Reiz da, es zu Ende zu bringen...
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