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Cäsar und die Gallierin

von Myrthe
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Julius Cäsar OC (Own Character)
19.08.2015
09.07.2017
23
9.031
9
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1 Review
 
12.01.2017 408
 
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, wusste ich zuerst nicht wo ich bin. Eine solche Unterkunft wie jetzt, war besser als alle, die ich bisher hatte.
Schlagartig wurde ich hellwach, als ich sah, dass dieses Buch auf meinem Nachttisch lag.
Schnell hatte ich die Beine aus dem Bett geschwungen, saß auf der Kante und sah mich unsicher im Raum um. Mein Blick wanderte zur Tür, die aber noch immer von Innen fest verschlossen war. Nun dämmerte mir auch langsam wieder, dass ich gestern noch ein wenig in dem Buch geblättert hatte.

Erleichtert atmete ich ein. Für einen Moment hatte ich wirklich gedacht, jemand wäre hier im Zimmer gewesen.
Früher hätte ich mir über so etwas nie Gedanken gemacht, aber nun wurde mir klar, dass ich in diesem Ort wohl wirklich aufmerksam sein müsste. Hier in Cäsars Palast waren Frauen wahrscheinlich Mangelware...

Schließlich stand ich auf und lief zu dem Kleiderschrank. Ich griff mir irgendeins der Kleider und zog es mir an. Es war ungewohnt, irgendwie hatte es einen ganz anderen Schnitt, als die gallischen Kleider. Gutemine und vermutlich auch alle anderen erwachsenen Frauen in meinem Heimatdorf hätten mir vermutlich sagen können, was genau die Kleidersorten unterschied.
Ich dagegen hatte keine Ahnung, meine Interessen lagen wo anders.

Als ich vollkommen fertig war und gerade überlegte, was ich machen sollte, klopfte es. Ich lief hin, drehte den Schlüssel im Schloss und öffnete. Vor der Tür stand ein Legionär, der mein Frühstück in den Händen hielt. Wortlos übergab er es mir und ebenso wortlos machte ich die Tür wieder zu.
Meine Mahlzeit bestand nun aus Brot und ein wenig Honig, dazu noch etwas Obst. Einen mit Milch gefüllten Becher gab es auch noch.
Mich überraschte die plötzliche Großzügigkeit Cäsars, dennoch war ich dem Dankbar.
Aber selbst wenn mein Mahl nicht so üppig wäre, meine Meinung stand noch immer fest und ich konnte mir nicht vostellen, dass der Herrscher das nicht wusste.

Woran lag es dann?

Genüsslich machte ich mich über das Essen her.

Kaum war ich fertig, klopfte es schon wieder. 'Woher wissen die so genau, wann ich fertig bin?' überlegte ich und schob es schließlich auf den Zufall.
Nun allerdings schien es gar nicht darum zu gehen, das leere Geschirr wieder abzuholen. Stattdessen sollte ich sie begleiten.
Anscheinend hatte der selbsternannte Diktator sich endlich überlegt, wie er mich nützlich einsetzen konnte.
Mir sollte es Recht sein, wenn mein Leben nicht gefährdet würde, weil er mich weiter brauchte.
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