Missys Kopfkissenbuch

von Arielen
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
18.08.2015
16.01.2016
10
35919
9
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27 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
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Missys Kopfkissenbuch
Wortanzahl:  ca. 34.300
Genre: Freundschaft, Romanze, Slash
Charakter(e)/Pairing(s): Master/Doctor
Rating/Warnings: P-18 Slash
Staffel/Spoiler: gesamte Serie (Classic und New)

Kurzinhalt:
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In ihrer „himmlischen Zuflucht“, nimmt sich Missy Zeit, über ihre lange, wechselvolle Beziehung zum Doktor nachzudenken und ihre Erinnerungen kurzerhand in ein ganz besonderes Büchlein niederzuschreiben – natürlich mit Hintergedanken: 'Ich hoffe, meine pikante Lebensbeichte, hat dich jetzt nicht nur beeindruckt, sondern auch an den richtigen Stellen berührt, mein lieber, lieber Doktor. Schließlich bist du ein Timelord voller Saft und Kraft, den solche Schilderungen bestimmt nicht kalt lassen … '

Anmerkung des Autors (bitte lesen):
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Diese Geschichte ist zugegebenermaßen ein Experiment und war eine Herausforderung für mich. Ich habe zwar schon homoerotische Geschichten geschrieben, aber noch nie Fanfiction dieser Art, in der ich a) nicht nur dazu übergehe, mich richtig in den Beschreibungen auszuleben und b) dann auch noch ein Pairing zu verwenden, dass es offiziell eigentlich nicht gibt.

Dann kam die Idee … und das Gefühl, es einfach jetzt auszuprobieren – egal, wie „In-Charakter“ und originalgetreu das ganze nun wirklich ist, und wie genau ich mich jetzt an die Historie der Serie halte. Einiges ist sicherlich sehr frei ausgelegt oder munter hin gebogen, aber man möge mir das verzeihen.

Denn letztendlich hatte ich sehr viel Spaß beim Schreiben und überarbeiten. Und Story war die richtige Ablenkung um über eine für mich traurige und schwere Zeit hinweg zu kommen und dadurch ausgeglichener zu werden – so seltsam das euch auch in diesem Zusammenhang erscheinen mag.

Ich hoffe jetzt jedenfalls, dass ihr genau so viel Freude beim Lesen wie ich beim Schreiben an dieser prickelnden Geschichte um Liebe, Hass und Leidenschaft habt und euch auch auf gewisse explizite Beschreibungen unvoreingenommen einlassen könnt!

Auf der anderen Seite besteht die Story nicht nur aus Sex und Liebesgeflüster, ich nehme eigentlich auch den Master psychisch etwas auseinander und beschäftige mich ziemlich mit ihm.

Die Story ist bereits komplett fertig (Prolog,  8 Kapitel, Epilog) und wird vermutlich im Wochentakt gepostet, damit ihr genug Zeit zum Lesen habt.

Disclaimer:
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„Doctor Who“ und all seine Figuren und Bezeichnungen gehört natürlich den Rechteinhabern. Die Geschichte wurde aus Spaß an der Freunde und ohne kommerzielle Hintergedanken verfasst.


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Prolog
Im Himmelsgarten
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„Oh Doktor, Doktor, wenn du nur wüsstest, was ich gerade in dieses hübsche kleine Buch mit den so nett auf den Überzug gestickten verschlungenen Rosen-Ornamenten niederschreibe ...“ murmelte die Frau leise und blickte einen Moment versonnen auf die sprudelnde Fontäne des Gartens, ehe sie sich wieder dem Tisch zuwandte.

„Ach … was würdest du dann wohl tun?“, seufzte sie mit einem sehnsuchtsvollen Schimmern in ihren Augen. Ein wehmütiges Lächeln huschte über ihr Gesicht, schlug jedoch urplötzlich in ein boshaftes Grinsen um.

Dann straffte sie ihren Rücken, befeuchtete rasch die Lippen mit der Zunge, um sich selbst anzuspornen und tunkte die Feder entschlossen in das kleine Tintenfässchen.

Noch einmal zögerte sie kurz, dann begann sie mit schwungvollen Symbolen die noch jungfräulich weiße erste Seite mit ihren Worten zu füllen, entschlossen, nicht aufzuhören, bis sie am Ende ihrer Geschichte angelangt war.


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Das hier ist also mein erstes und vermutlich auch letztes Kopfkissenbuch, obwohl es mir jetzt schon Spaß macht, mich mit diesen Dingen zu beschäftigen und sie für die Ewigkeit festzuhalten. Nun ja, ich sage deshalb … „Wer weiß“ und lasse mir jede Option offen.

Es heißt ja, nicht nur die irdischen Mädchen, sondern auch die unserer Heimat hätten seit der Erfindung der Schrift, immer einen Weg gefunden, ihre Gedanken und Träume niederzuschreiben, auch wenn diese erst wirklich geheim wurden, als man die endlich handlichere Medien für die Aufzeichnungen fand.
Schließlich lässt sich auf einem Bündel Papier oder Pergament viel angenehmer Ruhe finden als auf einer ganze Sammlung von Tontäfelchen, Stücken aus Rinde oder gar einem Bündel verhedderter Schnüren unter den Kissen und Polstern.

Früher, als Mann, habe ich über solche Traditionen nur den Kopf geschüttelt und mich amüsiert, aber jetzt, wo ich selbst eine Frau bin, sehe ich das natürlich ganz anders … vor allem nachdem ich mich ein wenig in den Archiven deiner Lieblingswelt umgesehen habe, und so manche nette Geschichte entdeckte.

Das ist wirklich ein Brauch, der es in sich hat … und ich schmunzle immer wieder … ein so typisch weiblicher Trick. Mich wundert nur, dass ihn keine deiner vielen Begleiterinnen benutzt hat … aber vielleicht war es ihnen schon zu altmodisch oder … gar peinlich. Die meisten von ihnen stammten ja aus den „aufgeklärten Zeiten“ des 20. und 21. Jahrhunderts.

Du weißt, auf was ich da gerade anspiele, ja?

Natürlich ist es niemals Zufall gewesen, wenn die „Herren der Schöpfung“ diese Bücher „zufällig“ bei ihren Liebsten entdeckt haben. Oh, nein … das war oft genug Absicht, weil die Besitzerin darauf spekulierte, dass wenigstens in dem Büchlein geblättert und ein paar besondere Stellen gelesen wurde, und wenn der Auserwählte dann doch viel zu ehrenhaft war, tja, dann hieß es eben … Pech gehabt!

Ich gehöre natürlich zu den bösen, bösen  Mädchen, die die Neugier ihres Galans geradewegs herausfordern werden. Und oh ja, ich bin mir sicher, auch du bist wissbegierig genug, um dieses hübsche, auffällige Notizbuch in einem günstigen Moment an dich zu nehmen und dann in ihm herumzublättern, wenn du Ruhe dazu hast.

Sonst würde ich mich doch sehr in dir täuschen, mein Freund. Immerhin erhältst du so ungefilterte Informationen aus erster Hand! Und gerade was mich betrifft, willst du bestimmt auf dem Laufenden sein, oder?

Nun, ich werde dir genügend Antworten auf deine Fragen aber auch viel zum Nachdenken geben - dir alleine, denn du bist neben mir jetzt und hier im Universum meines Wissens der einzige, der Alt-Hochgallifreyanisch lesen kann! Vor allem wenn ich es auch noch in dem verwirrenden Code verschlüssle, und den du sicher noch aus unseren Jugendtagen kennst, weil wir so während den Unterrichtsstunden immer wieder Botschaften miteinander austauschten, hinter die keiner unserer Lehrer je gekommen ist.

Deshalb, verrate mir …

… würdest du beim Lesen meiner Lebensgeschichte und intimsten Gedanken rote Ohren bekommen und verschämt dreinblicken, weil dir so schrecklich peinlich ist, daran erinnert zu werden, was doch immer wieder zwischen uns vorgefallen ist?

… würdest du dich verlegen auf die Lippen beißen und dir dann doch in einem Winkel deines Geistes eingestehen, dass du genau weißt, wovon ich da rede, und dass auch du nicht ganz abgeneigt von der besonderen Form unserer Freundschaft warst, auch als wir uns längst Feinde nannten?

Oder würdest du das unschuldige Schriftstück hier irgendwann wütend in die nächste Ecke schleudern und mit einem angewiderten Gesichtsausdruck behaupten, dass das, was in ihm geschrieben steht, hanebüchener Unsinn ist?

Nun, ich habe alle drei Reaktionen schon bei dir erlebt … und ich weiß genau, was du mir eigentlich damit sagen willst …

Wie, du glaubst mir nicht? Du willst nicht wahrhaben, was ich hier niederschreibe?

Ach mein liebster Doktor … gib zu, du du wärst ein schamloser Lügner, denn du weißt ganz genau, dass das, was ich hier der Welt so freimütig mitteile, die reine und ungeschminkte Wahrheit ist – unser süßes, prickelndes Geheimnis.

Fangen wir doch einfach einmal ganz von vorne an.

Damals als unsere Welt noch in Ordnung war und unser Leben … ach unser unschuldiges erstes Leben … noch ganz am Anfang stand.
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