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Don - Entzug

von Klajo
Kurzbeschreibung
GeschichteThriller, Angst / P18 / Gen
16.08.2015
02.05.2018
18
30.817
1
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
19.08.2015 1.371
 
Weiter gehts =) Ich mache die Kapitel etwas kürzer, dann reicht es noch bis ich aus Spanien zurück bin. Vorher habe ich keine Zeit weiterzuschreiben. Aber nicht wundern, wenn die Updates nicht so regelmäßig kommen, ich muss gucken, wann ich wlan hab im Urlaub =)

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Don war nach seinem erfolgreichen Deal wieder relativ schnell zu Hause. Doch Narang erwartete ihn bereits und er sah wütend aus. Aber das war Don egal, denn er wusste, dass er erstens der Stärkere und dass er zweitens der Boss hier war. Und das würde er auch bleiben!
„Anita hat mir alles erzählt!“, regte sich Narang sofort auf.
Don verdrehte nur die Augen und wollte schon weitergehen, als Narang ihn am Arm packte, um ihn aufzuhalten.
„Vorsicht, Narang. Was ich mache geht nur mich etwas an“, sagte Don mit einem eiskalten Blick und nahm dabei Narangs Hand von seinem Arm. Die Spannung, die in der Luft lag hätte man mit Messern schneiden können, aber keiner der beiden Männer war bereit dem Blick des anderen auszuweichen. Für Narang war das eher ungewöhnlich und genau das beunruhigte Don in diesem Moment.
„Es geht uns alle was an, wenn du das Geschäft in den Dreck ziehst! Wir handeln nur mit gutem Stoff und das weißt du! Wir handeln uns nur Ärger ein, wenn wir unsere Grundsätze über den Haufen werfen!“
Was für ein Quatsch! Er warf Narang einen weiteren gefährlichen Blick zu, ließ ihn einfach stehen und ging nach oben. So weit käme es noch, dass er sich von anderen reinreden lassen würde. Wer der Boss in diesem Haus war stand außer Frage und über das Thema würde er nicht mit sich streiten lassen. Außerdem hatte doch alles gut geklappt, warum sich also Sorgen machen, bevor überhaupt etwas passiert war?
Kaum in seinem Büro angekommen, klopfte es auch schon an der Tür. Er gab keine Antwort, aber dennoch platzte Anita herein. Doch bevor sie ein Wort sagen konnte, sah sie schon das wütende Blitzen in seinen Augen und wusste, dass es eigentlich besser wäre, den Raum sofort wieder zu verlassen. Aber ihr Trotz hielt sie an ihrem Platz. Alles was sie tat, tat sie zu seinem Besten.
„Du traust dich, mir unter die Augen zu treten? Nachdem du gleich mal zu Narang alles petzen gegangen bist?“, drohte Don und kam ihr gefährlich nahe. Sie wich ein wenig zurück, aber nahm sich fest vor, sich nicht einschüchtern zu lassen.
„Ich wollte nur, dass er dich wieder zur Vernunft bringt! Auf deine Art wirst du das Geschäft nicht retten! Du machst uns nur Probleme!“
Stille….Stille in der sie wusste, dass sie einen Schritt zu weit gegangen war  mit dem letzten Vorwurf. Don holte aus und verpasste ihr einen Schlag auf die Wange, dass sie gegen den Schreibtisch stürzte. Anstatt sie auch nur noch eines Blickes zu würdigen, verließ er erst den Raum und schließlich das Haus, stieg in seinen Wagen und fuhr davon.
Warum verstanden sie alle nicht, dass er nur versuchte seine Stellung zu behalten? Wenn er ehrlich zu sich war, dann wusste er auch, dass seine die falsche Strategie war, aber er war viel zu stolz um das zuzugeben. Er fuhr durch die Nacht, sein Handy klingelte Sturm, doch er schaltete es nur auf lautlos und ließ es klingeln. Es war sowieso nur Anita, die mit ihm reden wollte. Aber dafür hatte er jetzt wirklich keinen Nerv. Was er jetzt brauchte war eine Nacht in der Disko mit vielen schönen Frauen und noch mehr teurem Whisky.
Schnell war er an seiner Lieblingsdiskothek angekommen und es verlief genau wie er es sich versprochen hatte. Innerhalb kürzester Zeit hatte er fünf oder sechs Frauen um sich herum, die aber alle nicht mehr wert waren als ein bisschen zu flirten. Eine von ihnen hatte er auf seinen Schoß gezogen, um eine andere hatte er seinen Arm gelegt. Er genoss es zu sehen, wie eifersüchtig die anderen guckten, weil sie nicht in irgendeiner Weise von ihm berührt wurden. Er wusste genau welche Wirkung er auf Frauen ausübte und er war sehr stolz darauf. Sein inzwischen siebter Whisky wurde ihm gerade gebracht, als er sich eine Zigarette anzündete. So langsam spürte er den Alkohol schon, aber es war ihm noch zu früh um nach Hause zu fahren, wenn er überhaupt noch nach Hause fahren würde. Vielleicht würde er die Nacht auch in einem schönen Hotel verbringen, möglicherweise mit einer würdigen Eroberung im Schlepptau. Er ließ seinen Blick über die Tanzfläche schweifen. Ja, da war eine sehr schöne junge Frau. Sie warf ihm einen Blick zu, wandte den Kopf aber gleich wieder ab. Wahrscheinlich hatte sie den lüsternen Ausdruck in seinen Augen bemerkt. Das würde er wieder gutmachen müssen. Deshalb stand er auf und ließ seine Anhängsel, die ihm beleidigt hinterher schauten, allein. Langsam quetschte er sich zwischen den heißen Körpern auf der Tanzfläche hindurch und begann sich im Takt zu bewegen, als er sein Ziel vor seinen Augen hatte. Zunächst hielt er etwas Abstand, weil er sie nicht verschrecken wollte, doch irgendwann sprang sie auf seine zurückhaltende Methode, auf seine freundlichen Blicke und sein umwerfendes Lächeln an und begann mit ihm zu tanzen. Er hatte sie für schüchtern und naiv gehalten, aber da hatte er sich eindeutig getäuscht. Sie zog ihn an sich heran und tanzte einen heißen Tanz mit ihm, der ihn schon ganz schön anturnte. Aber die Höhe war, dass sie sich ihren Weg zu seinem Ohr bahnte, ihm kurz ein wenig ins Ohrläppchen biss und dann fragte: „Na, wo gehen wir beide denn noch hin, Schöner? Tanzen kannst du ja schon mal, aber wie sieht’s mit anderen Tätigkeiten aus?“
Dann warf sie ihm ein verspieltes Lächeln zu. Eigentlich mochte er keine Frauen, die ihn zu leicht ran ließen, aber ihre letzte Frage hatte ja schon fast sein Ego gekränkt und das ließ er nicht so einfach auf sich sitzen.
Schnell hatte er sie am Handgelenk gepackt und sie hinter sich hergezogen. Sein Auto stand direkt vor der Tür. Eigentlich durfte er kein Auto mehr fahren und eine Polizeikontrolle konnte er gerade gar nicht gebrauchen. Man verlor dabei immer so viel Zeit.
„Soll ich fahren?“, fragte sie und hatte tatsächlich immer noch dieses verschmitzte Grinsen auf ihren Lippen. Das war normalerweise sein Part aber er liebte Frauen, die dominant waren…zumindest im Bett. Wenn er nüchtern gewesen wäre, hätte er nicht mal im Traum daran gedacht, eine Frau an das Steuer SEINES Autos zu lassen, aber er war in Gedanken sowieso schon im Hotel mit dieser Frau, deren Namen er schon wieder vergessen hatte. Er griff in seine Jackentasche, warf ihr den Schlüssel zu und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen, sobald sie aufgesperrt hatte.
In ziemlich rasantem Tempo fuhr sie los, doch erst später viel ihm auf, dass er ihr gar nicht gesagt hatte, wohin er eigentlich wollte.
„Wohin entführst du mich denn?“, fragte er, legte seine Hand auf ihren Oberschenkel und strich langsam mit den Fingerspitzen über ihre Haut.
Sie genoss es sichtlich, aber dennoch schob sie seine Hand von ihrem Schoß. Aber er hatte ja auch keine Ahnung, wie richtig er mit seinen Worten gelegen hatte…Entführung traf es ziemlich gut.
„Mach das nicht mit mir, ich muss mich doch auf’s Fahren konzentrieren“, sagte sie mit gespieltem Entsetzen und fügte dann hinzu: „Ich nehme dich mit zu mir nach Hause. Warum muss es ein Hotel sein?“
Ein Lächeln brachte ihr Gesicht zum Strahlen…am liebsten hätte er sie rechts ran fahren lassen und gleich angefangen, aber er würde sich noch ein wenig gedulden müssen.
„Wie weit ist es denn? Nicht das ich mich nicht mehr zurückhalten kann und dich hier und jetzt vernasche.“
Wieder nur ein Lächeln als Antwort und weiter ging ihre rasante Fahrt durch die Nacht. Es kam ihm vor wie eine Ewigkeit, in der er immer wieder Annäherungsversuche startete, mal ließ sie mehr zu, mal weniger und machte ihn damit immer schärfer.
Schließlich kam der Wagen zum Stehen und sie stellte den Motor ab. Nachdem sie auch die Scheinwerfer ausgemacht hatte, war es für einen Augenblick stockdunkel um sie herum. Gerade fing Don an zu zweifeln, ob hier noch alles ganz richtig lief, als das Fenster neben ihm eingeschlagen und er mit dem Griff einer Pistole niedergeschlagen wurde. Er war ohnmächtig.
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