Gotteslästerung

von Hyouka
GeschichteHumor, Mystery / P16
OC (Own Character) Teru Mikami
15.08.2015
14.02.2016
18
45.852
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15.08.2015 3.512
 
Erst einmal: Halli Hallo. ^^
Ich kam beim ersten Update irgendwie nicht dazu, noch irgendwas hier hin zu schreiben. Sorry, an dieser Stelle. Dies ist meine erste Death Note Fanfiktion auf diesem Account. Mehr zur Fanfiktion schreibe ich dann noch am Ende. Viel Spaß. ^^

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Kyoto, Montag der 3. Januar. 2006.

Draußen lag noch ein wenig Schnee, der in der letzten Nacht gefallen war. Die Temperaturen lagen immer noch im Minusbereich, doch das half ihr auch nicht weiter. Asami Dekomori musste aufstehen, immerhin musste sie zum Polizeirevier und arbeiten. Sie hatte wenig geschlafen, war nach wie vor hundemüde und zu unmotiviert, aufzustehen. Der Wecker piepte schon seit über einer Minute, es war gerade sieben Uhr. Spätestens halb neun musste sie auf der Arbeit sein, was sie nur zu gut wusste. Deshalb kroch sie langsam unter der Decke hervor, stand auf und ging ins Badezimmer. Asami war 23 Jahre alt, lebte nach wie vor bei ihrer Mutter und arbeitete als Polizistin und Phantomzeichnerin im Hauptrevier von Kyoto. Polizistin war aber eigentlich nur ihre Nebenbezeichnung, da sie eigentlich nur dafür zuständig war, Kriminelle zu zeichnen, die ihr beschrieben wurden. Manchmal gab es fast gar nichts zutun und da sie immer öfter Personalmangel hatten, musste sie oft mit ihren Kollegen an irgendwelche Tatorte fahren. Dabei ergriff sie allerdings selten Initiative und beobachtete im Grunde nur das Geschehen. Man sagte ihr ein gutes Gedächtnis nach, doch Namen konnte sie sich dagegen eher schlechter merken. Doch dieser Tag war für sie kein gewöhnlicher, da sie nach 23 Jahren von Daheim aus zog. Nach der Arbeit würde sie ihre neue Wohnung beziehen, die durch Bekannte ihrer Mutter voll eingerichtet war. Ihre neue Wohnung lag weitaus näher an ihrem Arbeitsplatz, weshalb sie auch nicht mehr auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war. Natürlich hätte sie schon längst den Führerschein machen können, doch sie hatte bisher davon abgesehen. Immerhin war sie ja eigentlich nur für Phantomzeichnungen und Bürokram verantwortlich. Ihre Kollegin Yomi Mizuki würde auch gemeinsam mit ihr in dieser Wohnung leben, da die beiden sich schon eine Weile kannten. Ein Blick in den Spiegel des Badezimmers zeigte eine junge Frau, die recht blass , sehr schmächtig und dürr war und reichlich jünger aussah, als sie eigentlich war. Ihr dunkelbraunes Haar reichte ihr bis zur recht flachen Brust, was sie wohl noch jünger wirken ließ. Dabei war sie mit ihren 1,67 m gar nicht so klein. Man fragte sie permanent nach ihrem Ausweis, da sie viele für nicht älter als siebzehn schätzten. Ihre Augenfarbe war ein dunkles blau, aber irgendwelche markanten Merkmale hatte sie nicht. Asami trug lediglich eine Brille, die sie aber eigentlich nicht brauchte. So was schien derzeit in Mode zu sein, weshalb sie wohl auch noch einen Grund hatte, diese zu tragen. Nach der allmorgendlichen Hygiene schlüpfte sie recht schnell in ihre Dienstkleidung, die mehr wie eine dunkle Schuluniform aussah, als eine Polizeiuniform. Ihr Chef hatte am Anfang ein wenig dagegen rebelliert, allerdings irgendwann nachgegeben und einfach nichts mehr dazu gesagt. Asami fiel nicht unbedingt auf und konnte so fast wie eine Zivilistin durchgehen. Dann lief sie die Treppe hinunter, wo ihre Mutter auch schon mit dem Frühstück wartete.
„Guten Morgen. Heut mal nicht spät dran?“ fragte diese gut gelaunt, woraufhin Asami nur müde gähnte.
„Na ja. Bei dem Umzug sollte ich vielleicht doch mal pünktlich da sein. Yomi wird sonst sauer auf mich und da hab ich keine Lust drauf.“ antwortete sie, mit leicht ängstlichem Unterton.
„Ach, verstehe. Na ja, wenn du näher dran wohnst, verschläfst du vielleicht nicht mehr so oft.“ meinte ihre Mutter daraufhin und lachte.
„Sie wird mich jeden morgen mit dieser schrecklichen Metall-Musik aufwecken, ja … hoffentlich ist der neue Staatsanwalt okay, hab keine Lust wieder so 'nen Vorgesetzten zu haben, wie seinen Vorgänger. Der hat geredet, als hätte er einen Stock im Hintern und hat mich ständig komisch angemacht.“ Wenn Asami unter Leuten war, konnte sie schon mal etwas ehrlicher sein, war aber sonst sehr höfflich zu ihren Mitmenschen. Nach einem recht ereignislosen Frühstück verabschiedete sich Asami von ihrer Mutter und machte sich auf den Weg zur Arbeit. Einige U-Bahn Stationen später, machte sie noch mal Halt bei einem Kiosk und nahm noch ein paar Manga-Bände mit, die sie in der Pause lesen konnte. Auf der Arbeit angekommen, begrüßte sie schon der freundliche Revieraufseher, der das Tor bewachte und darauf aufpasste, dass keine ungebetenen Zivilisten eintraten.
„Dekomori-san, bist ja echt früh dran. Ist doch erst um acht.“ rief er ihr entgegen, die nur lachte.
„Ich zieh heute in meine neue Wohnung, da wird das wohl in nächster Zeit öfter vorkommen.“ meinte sie. Der Aufseher war ein Mann, mittleren Alters und für seine Freundlichkeit bekannt. Allerdings konnte sich Asami seinen Namen nicht merken, wusste aber meist wer gemeint war, wenn die Leute über ihn redeten.
„Yomi ist auch schon drinnen, kam vor einer halben Stunde an.“  sagte er nun, woraufhin Asami sich beeilte rein zu kommen. Wenigstens heute sollte man mal nicht von ihr behaupten können, dass sie zu spät kam. In ihrem Büro angekommen, warf Asami ihre Tasche erstmal in die nächste Ecke und schaltete dann den Rechner ein. „Von wegen immer zu spät. Dir beweise ich das Gegenteil.“ dachte sie sich innerlich lachend und schaute erst einmal in die Nachrichten. Dort gab es mal wieder hochaktuelle Sensationen über Kira, dem ach so großen Helden, der die Übeltäter und Kriminellen zu Tode verurteilte. Als Polizistin war es Asamis Pflicht, alles was sie über diesen Fall wusste, an die Polizeileitung zu geben. Doch im Unterschied zu ihren Kollegen interessierte sie dieser Kira kein Stück. Warum auch? Immerhin war das nicht ihr Brot, sondern das der Kollegen in Tokyo. Yomi und die anderen redeten hin und wieder darüber, doch Asami warf nur sinnfreie Kommentare oder ihre ehrliche Meinung ein, wenn es um ihn ging. Selbst wenn er der ach so gerechte Held war und eigentlich nur Straftäter umbrachte – ihr war das ziemlich Wurst. Sollt er doch machen, dachte sie sich immer wieder, wenn sie in die Nachrichten schaute.

„Guten Morgen, Asami-chan. Schön, dass du auch schon da bist.“ rief Yomi, als sie zur Tür kam. Yomi war eine große Frau, ganze 1,74 m groß und ein ganzes Jahr älter als sie. Zumindest kam sie Asami recht groß vor, da diese kaum größere Frauen kannte, als sie. Sah man Yomi auf der Straße, hatte man eher nicht das Gefühl, eine Polizistin vor sich zu haben. Ihre kinnlagen Haare waren in allen erdenklichen Farben gefärbt und sie wirkte sogar noch blasser als Asami. Ansonsten war sie recht normal gekleidet und trug auch an diesem Tag ihre Dienstkleidung. Wenn man beide zusammen sah, dachte man wahrscheinlich, Yomi wäre die Faule und Asami die Ordentliche. Im Grunde war es aber genau umgekehrt. Während die jüngere im Büro friedlich einschlief, hatte Yomi bereits alles erledigt und wartete meist nur noch auf Rückmeldung von Asami oder dem Fall beauftragten Staatsanwalt.
„Ich bin heute mal nicht zu spät, kannste mal sehen!“ rief Asami ihr entgegen und grinste. „Und du sagtest, ich wäre zu nichts zu gebrauchen.“
Yomi verdrehte kurz die Augen, lachte aber dann doch. „Schon gut. Heute sind's nicht so viele Aufträge, also kannst du dir von mir aus Zeit lassen. Der neue Staatsanwalt wollte heute noch vorbeikommen, also halt dein Büro bisschen sauber, okay?“
„Alles klar, Yomi-chan. Wann kommt der eigentlich?“ fragte sie, mit etwas Neugier in der Stimme.
„Irgendwann gegen elf. Wäre von Vorteil, wenn du dir seinen Namen merken könntest.“ antwortete sie und Asami schaute in die neuen Unterlagen, die sie auf dem Tisch liegen hatte. Nach kurzem blättern schaute sie auf ein Blatt und las dessen Namen.
„Mikami, Teru …“ Für einen kurzen Moment schaute sie konzentriert auf das Blatt und versuchte sich an irgendwas zu erinnern. „Hm, noch nie gehört, aber wenigstens kein alter Knacker. Der ist fast genauso alt wie wir, aber sicher voll der Spießer.“
„Klar, dass du den nicht kennst.“ sprach Yomi nun, die mit den Schultern zuckte. „Warten wir einfach ab.“
Einige Stunden vergingen und es war bereits zehn vor elf. Asami hatte schon ein paar Aufträge abgearbeitet und ging nun ihrem eigentlichen Job nach. Auf Beschreibung eines geschädigten Opfers fertigte sie eine Zeichnung an und hörte dann, wie es an der Tür klopfte.
„Ja?“ rief sie und sah Yomi, die den Kopf durch die minimal geöffnete Tür steckte. „Der Kerl ist da, sitzt beim Chef. Kommst du?“
Die beiden gingen also gemeinsam zu ihren Chef um den Neuzugang der Staatanwaltschaft zu begrüßen und wunderten sich, dass er sogar eher als erwartet da war.
„Hm, normalerweise kommen diese Staatsanwälte immer eine halbe Stunde zu spät und verlangen dann, dass wir pünktlich da sind. Komischer Kerl.“ flüsterte Yomi Asami zu, die auch noch etwas verwundert war. Als sie in die Tür eintraten, begrüßte ihr Chef sie freudestrahlend, der wohl heute einen guten Tag hatte. Mikami selbst blieb allerdings eher ruhig und grüßte nur kurz und knapp, woraufhin die beiden schon ungefähr ahnten, worauf das hinaus führte.
„Hier haben wir einmal die stellvertretende  Hauptkommissarin Yomi Mizuki, die seit fünf Jahren bei uns tätig ist und außerdem unsere beste Phantomzeichnerin und Aushilfspolizistin Asami Dekomori, die bereits drei Jahre bei uns eingestellt ist.“ stellte  der Polizeichef vor und Asami nahm sich die Höflichkeit zu Herzen und versuchte auch etwas freundlich zu sein.
„Freut mich sie kennenzulernen, Mikami-san.“ Sie verbeugte sich nur ein wenig und Mikami nickte nur kurz. Ihm schien sie zumindest kein Dorn im Auge zu sein, doch dann wanderte sein Blick zu Yomi. Es war vielleicht nicht ganz eindeutig, aber man konnte einen Blick der Verachtung in Mikamis Augen erkennen. Nach etwa einer halben Stunde Besprechung verließen Asami und Yomi das Büro ihres Chefs und zogen sich schnell in Asamis Büro zurück.

„Schlimmer … hätte es fast nicht kommen können.“ stammelte Yomi nun, worauf Asami zustimmte.
„Hätte ich gewusst, dass der Kerl so streng ist, hätte ich nicht so locker mit ihm geredet. Das war’s wohl mit den schönen Tagen, an denen wir nichts zutun hatten. Der Kerl wird uns die Hölle heiß machen.“ jammerte Asami, die nun eine Gefährdung ihres Alltags auf dem Revier sah.
„Und dieser abwertende Blick … Als hätte ich irgendwen umgebracht.“ meinte Yomi nun, was Asami nun gar nicht verstand.
„Hm? Wenn der nicht so böse gucken würde, wäre er sicher ein hübscher Kerl, aber so … na, ich hab eher Angst vor dem.“
Yomi lachte kurz nach Asamis Behauptung und redete dann wieder ernst weiter: „Der Chef ist dem Kerl richtig in den Arsch gekrochen. Als wäre er der großartigste Mensch auf Erden. Warum wir den überhaupt vorgestellt bekommen haben, weiß ich immer noch nicht, aber … irgendwie kommt mir dieses Gesicht extrem bekannt vor. Als hätte ich es irgendwo schon mal gesehen.“
Daraufhin überlegte Asami kurz und versuchte, sich an ein ähnliches Gesicht wie dem seines zu erinnern. Allerdings war es vergebens, da sie Mikami wahrscheinlich noch nie gesehen hatte.
„Mir sagt sein Gesicht nichts, tut mir Leid, Yomi-chan. Vielleicht kennst du ihn ja von irgendwoher, hast ihn auf der Straße gesehen oder bist ihm schon mal irgendwo über den Weg gelaufen. Kann doch alles sein.“ sprach Asami, die in der Zwischenzeit ein paar Akten weg räumte, die sie schon abgearbeitet hatte.
„Nein, nein. Begegnet bin ich ihm nicht, aber … ich glaube, ich habe ihn irgendwann mal im Fernsehen gesehen.“ murmelte Yomi, was Asami nur noch mehr verwirrte.
„Im Fernsehen? Wie soll ich das bitte verstehen?“
Sie konnte Yomi überlegen sehen, welche dann allerdings aufgab und sich wieder ihrer Arbeit zuwandte. Asami blieb daher allein zurück und bearbeitete ihre Aufträge weiter, die sie nun ernsthafter und schneller bearbeiten musste, da ihr ein neuer Vorgesetzter im Rücken saß. Drei Jahre war es mittlerweile her, dass sie diese Stelle angetreten hatte. Damals war sie eine der Ausnahmen gewesen, da sie eigentlich noch nicht mit ihrer Ausbildung fertig gewesen war. Mit achtzehn hatte sie diese angefangen, war aber schon eher entlassen worden, weil ihr Schwerpunkt im Zeichnen lag und nicht in der Bekämpfung Krimineller. Schon als Kind hatte man ihr nachgesagt, sie könne sehr gut zeichnen und hätte ein phänomenales, fotografisches Gedächtnis. Wenn sie den Namen einer Person nicht ganz vergessen hatte, war es ihr möglich, die Gestalt dieser detailreich nachzustellen. Ansonsten musste sie auf Beschreibungen der Person zurückgreifen, welche allerdings auch sehr nah am Original sein konnten. Damals hatte man ihr sogar einen Studienplatz an einer Kunsthochschule angeboten, aber aus umständlichen Gründen hatte Asami einfach abgesagt. Damals war es ihr nicht wirklich möglich, diesen Platz zu ergreifen und auch so deckte sich das nicht mit ihren Zukunftsplänen. Eigentlich hatte sie gar keinen Plan gehabt und das war das eigentliche Problem. Bei Yomi hingegen war es etwas anders verlaufen. Diese war zu ihrer Schulzeit eine wahre Rebellin gewesen und legte sich einmal öfter mit der Polizei an, weswegen sie eine Akte mit etlichen Vergehen hatte. Doch mit zu nehmenden Alter sah sie ein, dass ihr das alles nichts brachte. Viel mehr kam sie zum Schlusspunkt, dass sie irgendwas tun musste. So war sie zur Verwunderung Polizistin geworden und mittlerweile erinnerte sie keiner mehr an ihre Kindheit und ihre kriminellen Taten. Ihre Kollegen hatten großen Respekt vor ihr und so hatte sie sich nach und nach hochgearbeitet. Alles was von dieser Zeit geblieben war, waren die gefärbten Haare und der fiese Blick. Sonst war sie ruhig und gelassen, wenn man mit ihr redete. Zwar war Yomi hin und wieder reizbar, aber das war eine ganz andere Sache. Irgendwie kam jeder mit ihr klar. In diesem Moment kippte sich Asami einen Kaffee hinter, da sie schon wieder müde wurde und kurz davor gewesen war, einzunicken. Zuvor waren ihr ein paar düstere Gedanken durch den Kopf geschwirrt, die ihr immer mal wieder kamen. Wo sie genau herkamen, wusste sie oftmals nicht genau. So ging das allerdings jeden Tag. Umso länger sie keine Abwechslung hatte, umso müder wurde sie. Vielleicht lag das auch nur an der Jahreszeit, da es ihr seit einigen Monaten schon so ging. Der Winter war nun mal eine dunkle Jahreszeit und Sonne bekam man so ziemlich gar nicht ab. Dafür hätte sie in den Urlaub fahren müssen, was sie auch nicht getan hatte. Natürlich war ihr irgendwann einmal die Idee gekommen, vielleicht einmal auszuspannen, doch diese Idee hatte sie danach gleich wieder verworfen. Sie hatte immerhin noch einen Arbeitsplatz und  dieser gab ihre eine Aufgabe, die sehr wichtig war.

„Feierabend.“ konnte sie dann nach ein paar Stunden sagen hören, als Yomi zur Tür rein kam.
„Alles klar, Yomi-chan. Ich gebe meinen Kram noch ab und dann können wir gleich los.“ sprach Asami freudig, die im Grunde nur noch darauf gewartet hatte, dass sie endlich nach Hause konnten. Immerhin zog sie endlich in die neue Wohnung und würde nicht mehr jeden Tag verschlafen, weil sie Yomi wecken würde. Während Asami so durch die Abteilungen schlenderte, kam sie irgendwann in der Leitung an und stand vor dem Büro des technischen Beauftragten, der wohl gar nicht mehr da war. Dieser hatte wohl schon Feierabend gemacht und war bereits daheim angekommen. So öffnete sie die Tür, legte ihre Arbeit auf dessen Tisch und ging dann gleich wieder. Yomi wartete vor der Tür, damit sie endlich nach Hause gehen konnten. Es war mittlerweile achtzehn Uhr.
„War überhaupt noch jemand da?“ fragte Yomi und Asami schüttelte mit dem Kopf.
„Nein. Ich hab ihm alles hingelegt, sollte also okay sein, denke ich. Hast du alles abarbeiten können?“
Yomi knurrte ein wenig, gab dann aber doch eine Antwort: „Ja, schon. Hätte zwar alles seine Zeit gehabt, aber den feinen Herrn sollte man nicht warten lassen. Bin froh, wenn ich den erstmal nicht sehen muss. Der ist mir höchst unsympathisch. Außerdem weiß ich jetzt, wo ich den schon mal gesehen habe.“
„Oh, ach so?“ fragte Asami neugierig und hörte aufmerksam zu.
„Kennst du diese merkwürdige Sendung? Kiras Königreich und diese anderen Sonderreportsendungen, die auf Sakura TV laufen?“ fragte Yomi sie nun, woraufhin Asami nur das Gesicht verzog.
„Sakura TV ist doch ein Scheißsender. Wer so was schaut, hat doch eh kein Leben. Permanentes Reality-TV und ständig nur Unterhaltungssendungen, die gar nicht unterhaltend sind, sondern viel mehr lächerlich. Aber ja, mir sagt das was. Wieso?“
Yomi musste ein wenig kichern, als sie Asami so reden hörte. Doch dann machte sie weiter, mit den Erklärungen: „Dieser Mikami scheint ein Verehrer Kiras zu sein. Ich hab nur mal durchgeschalten und irgendwann sein Gesicht gesehen. Hat hohe Reden geschwungen, was Kira doch für ein toller Kerl ist. Das er Gott ist … halt der Standard. Kennst das Gerede ja.“  
„Kira am Ende eh nur ein Kerl Anfang 20, der irgendwo in seiner Ecke sitzt und sich hart einen ablacht, weil wir solche Idioten sind und ihn verehren. Das ist kein Gott, da bin ich mir ganz sicher.“ sprach Asami im gelangweilten Ton. „Als Staatsanwalt so jemanden zu verehren ist eh kontraproduktiv. Bekämpft Böses und unterstützt es trotzdem. Ist ja fast so, als wenn ich sagen würde: „Ja, ich trinke keinen Alk. Aber hin und wieder sauf ich mich schon mal ins Koma.“ Wenn du verstehst was ich meine. Einen Gott zu haben, den man verehrt, ist ja schön und gut. Ich habe ja auch etwas woran ich glaube, auch wenn es kein Gott ist. Nur so einen als Gott zu bezeichnen … bitte, also wirklich.“
Yomi seufzte ein wenig und sagte daraufhin nur: „Ja, logisch ist das nicht unbedingt. Der Kerl ist ein Idiot und ich hoffe, denn muss ich heute nicht noch mal wiedersehen. Gehen wir noch was Essen?“
„Klar.“

Während die beiden auf dem Heimweg noch in einem Restaurant anhielten, aßen sie noch zu Abend und kamen dann wenig später im Haus ihres Apartments an.
„So, da wären wir.“ Sprach Yomi und Asami schaute nicht schlecht.
„Wie zu erwarten. Gut, für den Schuppen bezahlt man ja auch ordentlich Miete.“ meinte Asami und ging zur Tür hinein. Ein paar Treppenstufen höher, standen sie dann auch schon vor der Wohnung und Yomi war kurz davor, aufzuschließen. Diese schaute sich noch einmal um und zu der anderen Tür, die ihnen gegenüber war.
„Den Nachbar habe ich noch nie zu Gesicht bekommen.“ sagte sie ganz plötzlich und schaute einmal genauer auf die Türklingel. „Hm, dieser Name …“
Asami schaute ebenfalls darauf, aber ihr fiel nichts daran auf, weshalb sie eigentlich schon bereit war, in ihre neuen vier Wände zu gehen. Dann konnten sie ein paar Schritte hören und Yomis Blick wandte sich zur Treppe.
„Ach du Scheiße, schnell weg hier.“ flüsterte sie zu Asami, während sie hastig die Tür aufsperrte und ihre neue Mitbewohnerin in die Wohnung zog. Asami selbst war über Yomis Aktion völlig perplex, hatte nicht mal gesehen, wer die Treppe hochgekommen war. Sie blieben beide an der Tür stehen und Yomi schaute noch durch das Türguckloch, um zu sehen, wer da draußen stand.
„Was ist denn, Yomi-chan? Hast du'n Geist gesehen, oder was?“ fragte Asami verwirrt, während sich ihre Freundin nun zu ihr umdrehte.
„Das war … Mikami der von der Arbeit kam. Der wohnt hier gegenüber. Das wusste ich nicht. Jetzt können wir nicht mal mehr zu spät kommen. So eine Scheiße.“
Asami schaute immer noch verwirrt und dann fiel ihr erstmal wieder ein, wen sie meinte. In der Zeit in der sie essen waren, hatte sie den neuen Staatsanwalt schon wieder ganz vergessen.
„Ach, den meinst du. Wenn der Kerl mir wirklich auf die Nerven geht, erschreck ich ihn jeden Morgen, wenn er auf Arbeit geht. Passt schon, keine Sorge.“
Yomi hatte ihre Worte noch für einen Scherz gehalten, aber sie meinte das vollkommen ernst.
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Wie versprochen schreibe ich nun etwas zur Entstehung der Geschichte. Ehemals war diese Fanfiktion auf meinem Hauptaccount platziert und hieß da noch Bad Fangirl. Die Story hatte einen ähnlichen Ablauf wie diese nun nehmen wird. Allerdings lag der Fokus noch sehr auf Mystery und konzentrierte sich viel zu sehr auf das Miteinander zwischen Asami und Mikami. Yomi war also nur eine Freundin, die man nicht unbedingt brauchte. Außerdem bekam Asami schon sehr zeitig ein Death Note in die Finger, was ich nun ändern möchte. Es ist vielleicht besser, ihr solche Dinge erst spät in die Hand zu geben. Ihr werdet noch verstehen, was ich meine. Der Fokus liegt also nun auf dem ersten Fall, ein wenig Comedy und unseren drei Hauptcharakteren. Zumindest vorerst. Die alte Version hatte auch schon einen fertigen Plot, den ich hätte nur ausschreiben müssen. Allerdings gab ich das Schreiben damals auf und blieb so bei etwa sechszehn Kapiteln. Allerdings waren die Kapitel damals nur etwa 1300 Wörter lang. Der Grund, warum ich nicht mehr schrieb, war auch ganz simpel - ich hatte mit dem Bloggen und dem Fansuben/Scanlaten ein weiteres Hobby gefunden, dass mir sehr Spaß gemacht hat (und noch macht). Doch nach zwei Jahren fiel mir dann doch wieder ein, dass ich Asami und Hotaru doch noch eine Chance geben könnte. Daher arbeite ich noch an einem anderen, größeren Projekt, welches manchmal über Gotteslästerung steht. Updates kommen unregelmäßig, aber ich bemühe mich, schnell weiter zu machen. ^^
Also, bis dann. ^^ Hyouka, alias HotaruKiryu (nein, Hotaru ist kein Self Insert. Ich habe mich tatsächlich nach meinem eigenen Charakter benannt xD)
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