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Salziger Schimmer

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Thriller / P16 / Gen
Flaky Flippy
14.08.2015
14.08.2015
1
1.250
3
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4 Reviews
Dieses Kapitel
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14.08.2015 1.250
 
Halli hallo^^

Ich habe schon vor langer Zeit, damals, bevor MTV zu PayTv gehörte, diese Serie geschaut. Einfach wundervoll :D
Jedenfalls hab ich dazu mal ein wenig im Internet gesurft, und habe dieses Pair für mich entdeckt. Und ich liebe es <3
Deshalb habe ich diesen OS geschrieben, außerdem hat mich ein Bild dazu inspiriert^^ Ich musste es einfach schreiben (hat auch nur 2 Stunden gedauert)

Ich hoffe er gefällt, auch wenn in diesem Fandom nicht so viel los ist :D

Mina~


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Salziger Schimmer




Meine Beziehung zu Flippy war schon immer etwas... komisch. Komisch, kompliziert und geprägt von innerlicher Furcht. Wir beide fürchteten uns, jeder auf seine eigene Weise.

Es fing damit an, dass Splendid mich mal wieder aus Spaß etwas anflirtete. Er versuchte mich sogar zu küssen. Wie ich nun mal bin, versuche ich mich zu wehren. Allerdings nur halbherzig, weil ich einfach viel zu sanft bin. Splendid wusste das, ignorierte es allerdings und nutzte die Situation aus.
An der Bar saß auch Flippy, ein paar Sitze weiter, ich hatte ihn dort schon öfter gesehen. Er hat uns beobachtet, ging dann dazwischen. Kräftig schubste er Splendid weg, zog mich zur Seite. Bei seinem Sitz angekommen, sagte er mir ich solle weg gehen. Weg von ihm. Denn auch wenn er mir geholfen hatte, er ist nicht der, der er zu sein scheint.

Es war mir egal.

Ich traf ihn öfter in der Bar, unterhielt mich mit ihm, lernte ihn kennen. Erst war ich neugierig, dann mochte ich ihn. Erst später, kurz nachdem wir doch in der Kiste gelandet sind, habe ich mich wirklich richtig in ihn verliebt. Und er sich vielleicht auch irgendwie in mich. Jedenfalls sagte er das zu mir. Das er mich liebt. Jedoch sagte er auch oft genug, das ich mich doch lieber von ihm fern halten sollte. Das er gefährlich und nicht gut für mich ist. Aber trotzdem war es mir egal.

Auch als er mir von seiner Verhaltensstörung erzählte. Ich durfte kein Ketchup kaufen oder Tomatensoße machen. Aber das war okay, ich liebte ihn trotzdem. Denn eigentlich ist er ein ganz lieber Mensch. Drei Jahre hat er für unser Land gekämpft. Und er hat es freiwillig getan. Er musste ansehen wie seine Freunde starben. Er tat mir unendlich leid. Ich wollte ihm ja nur helfen. Auch wenn er mich gerne weg stieß, ich kam immer wieder. Obwohl jeden Tag die Gefahr bestand, dass er durch meine Haarfarbe einen Anfall bekam. Meine roten Haare.
Und tatsächlich bekam er einen. Er schnappte sich sein Messer, das er immer bei sich hatte, und stach auf einen Kürbis ein. Er schubste mich zur Seite, sein böses Ich ignorierte mich. Danach häuften sich die Anfälle. Er meinte immer, dass ich gehen sollte. Aber ich blieb, färbte meine Haare bräunlich.

Er ist einfach der Typ von Mann, der sich zurück zieht, das Messer im Schlaf in der Hand hat und kaltblütig morden würde. Obwohl er das Trauma hat, reißt er sich zusammen. Verletzt sich nicht selbst, verletzt mich nicht.

Aber, wie gesagt, ich liebte ihn trotzdem. Auch mit dem Trauma, seinem zweiten Ich, das gerne tötet. Das tötet um zu überleben. Es ist ein Instinkt, tief im Innern.
Und ich kann es manchmal kaum glauben. Denn sein gutes Ich ist nett, lieb, fürsorglich und beschützerisch. Und trotzdem ist es so.

Er gewöhnte sich an meine roten Haare, Gott es ist so ironisch, und ich musste sie nicht mehr färben. Oft spielte er mit den langen Strähnen, als wäre es eine Therapie.

Also, alles lief gut. Bis zum Valentinstag.

Ich hatte ihm etwas schönes gekauft, ein neues Buch von seinem Lieblingsautor. Und ich hoffte wirklich das es ihm gefiel und er es noch nicht hatte. Denn wir wohnten nicht zusammen.

Also klingelte ich mittags an der Tür, wartete ein paar Momente, bis sie sich öffnete. Verlegen sah ich so lange auf meine Füße. Bis ich das Klicken des Schlosses vernahm und sich die Tür öffnete. Sofort sah ich wieder auf, lächelte ganz leicht.

Flippy stand vor mir, lehnte leicht in der Tür. Ich blickte in seine Augen. Und ich sah es. Er hatte einen seiner Anfälle, war nicht er selbst. Er war Fliqpy. Sein böses Ich, das immer noch denkt, das es im Krieg ist.
Ich drehte meinen Kopf zur Seite. Ich wollte nicht ihm das Geschenk geben. Sondern meinem Flippy. Denn er würde sich freuen. Was er machte, wusste ich nicht. Ich wollte es auch gar nicht herausfinden.

Ich drehte mich vollends um, war drauf und dran zu gehen.
"Hey", sagte er, steckte die Hand nach meinem Schal aus. Fast schon gewaltsam zog er mich zurück, zog mich zu sich.
"Du bist wegen mir hier, oder?", fragte er, grinste leicht. Seine Augen glänzten.

"Ehm... J-ja", stammelte ich, sah auf den Boden. Wie automatisch, versteckte ich das Geschenk für Flippy hinter meinem Rücken. Versteckte es vor ihm. Vor Fliqpy. Er machte mir Angst. In irgendeiner Weise.

"Was versteckst du da?", fragte er, legte den Kopf schief. Wieder ist da dieses Grinsen.
"Ach, heute ist ja Valentinstag", bemerkte er, zog die Lippen höher. Wieder wandte ich den Blick ab.

"Was es wohl ist? Ich will es haben", meinte er rau, beugte sich vor. Meine Wangen wurden röter, im Innern dachte ich an Flippy. Er würde sich freuen über mein Geschenk. Er ist so anders.

Fliqpy griff nach meinem Handgelenk, drehte es nach vorne und musterte eine Sekunde das Geschenkpapier.

"Warum gibst du es mir nicht? Warum?! Was ist der Unterschied zwischen mir und ihm?", fragte er. Seine Stimme klang aufgeregt. Kratzig und wütend. Die Augen waren aufgerissen. Blickten mich an. So wahnsinnig. Seine Finger quetschten meinen Unteram.

"Es ist falsch", flüsterte ich. Ganz leise. Doch er hörte es. Einen Moment riss er die Augen auf, dann fletschte er die Zähne. Fest packte er meine Handgelenke, zog mich in sein Apartment. Dort drückte er mich gegen die Wand, starrte mich eine Sekunde an.

Leise klirrte es, als er das Messer zog. Meine Finger krallten sich mehr in das Geschenk, meine Arme schmerzten. Ich hatte Angst. Angst vor ihm. Tränen sammelten sich in meinen Augen.

Der Stahl blitzte im Licht, dann sauste er auf mich herab. Ich kniff die Augen zusammen und spürte unsäglichen Schmerz. Mir entfuhr ein kleiner Schrei, die Tränen liefen meine Wangen hinunter. Ich riss meine Augen wieder auf, sah sein krankes Grinsen.

"Willst du vor mir wegrennen?"
Ich weinte heftig, lehnte da an der Wand, spürte den Schmerz. Das Messer hatte sich durch das Geschenk in meine Handfläche gebohrt. Es nagelte mich an der Wand fest, warmes Blut floss über meinen Arm, färbte meinen Pulli in der roten Farbe.

"Nein. Renn nicht vor mir davon", meinte er, hörte sich plötzlich komisch traurig an. Aus meinem Hals klang ein Schluchzen.

Plötzlich war er mir nahe, sein Atem floss über mein Gesicht. Mit der einen Hand umfasste er mein Kinn, schwebte mit den Lippen über meinen. Die andere Hand, glitt vom Messergriff, strich meine Hand und verschränkte dann unsere Finger. Die Bewegungen schmerzten.

"Nicht heute", murmelte er, fasste fest mein Gesicht und sah mich an. Vorsichtig öffnete ich die Augen, sah den traurigen Schimmer in seinem kranken Grinsen. Er tat mir so leid. Deshalb ließ ich es auch über mich ergehen. Weil ich trotzdem wusste das er mich liebte. Tief im Innern, und Fliqpy liebte mich auch. Deshalb, war es fast schon okay.
Ich liebte ihn schließlich auch...




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