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Höllischer Kaffee

GeschichteMystery, Fantasy / P16 / Gen
Catherine Corrigan Derek Rayne Rachel Corrigan
12.08.2015
12.08.2015
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12.08.2015 32.207
 
Die Erzengel und Kat berichteten kurz was geschehen war. Rachel riss erstaunt die Augen auf. Du hattest eine ... Freundin?" Er seufzte. "Nein Schwesterchen, eine... Affäre... es war nur... rein körperlich. Jedenfalls für mich. Es war klar,  dass es keine Kinder und schon gar keine Nephilim geben würde - Lilith sah das wohl anders... und wollte mehr... und das nicht nur auf körperlicher Ebene. Sie wollte mich, weil sie dachte, dass sie so Herrscherin der Unterwelt werden kann. Als ich ihr das verwehrte und die Affäre beendete wollte sie mich umbringen um meinen Platz einzunehmen." erklärte er. "Und aus dem Tartadings kommt sie nicht mehr raus?" hakte sie nach. "Nicht wenn ich es nicht zulasse! Ich bin der einzige der sie jederzeit herausholen kann - genauso kann ich sie dann jeder Zeit wieder dahin verbannen. Sie ist erst mal sicher weggesperrt bis entschieden ist was mit ihr passieren soll. Aber jetzt zu was anderem: Derek, Kat will einer von Euch oder soll ich es gleich mit erzählen bevor ich mich dann anschließend entschuldige?" Lucifer war sehr leise geworden...
"Ich bin eine Seraphe Mum." sagte Kat leise, aber dennoch hörbar. "Was bist du? Wie konntest du das zulassen Belial?" fragte sie entsetzt. "Ja ich schon wieder! Warum muss eigentlich immer ich schuld sein?" entgegnete er entrüstet. "Ich habe damit nichts zu tun! Das schwöre ich euch! Ich habe gelogen... gut das gebe ich zu... aber ich... es war eine Notlüge um euch nicht unnötig aufzuregen. Ich wusste von dem Ganzen nichts! Weder dass Kat den himmlischen Vater herausgefordert hat - was die Engel provoziert haben, noch dass sie vor hatten Kat und Julien zu Engel zu machen, geschweige denn von dem hirnrissigen Plan Kat erneut zu taufen!  Wobei ich zugebe, dass ich das nicht bereue, denn so bin ich wirklich und wahrhaftig - auch vor dem Himmlischen Vater, von ihm unterstützt, Kats Patenonkel! Und erst recht wusste ich nicht dass Käthchen eine Seraphe werden soll! Da haben die auch mich völlig überrumpelt. Es tut mir jedenfalls  total leid, dass ich euch angelogen habe. Ich bitte euch mir das zu verzeihen. Ich hatte ja auch selbst Probleme damit und deshalb wollte ich nicht dass ihr euch Sorgen macht wegen Kat. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen, denn ihr seid alles für mich - alles was ich habe und das einzige was es für mich wert ist..." er blickte traurig und erschöpft zu Boden. 
"Verzeiht ihm... die ganzen Vorfälle waren auch für Lucifer sehr schwer. Bedenkt über was wir erst gesprochen haben, was er alles für euch getan hat. Lucifer macht so viele gute Dinge nur für jemand den er wirklich sehr  mag und er braucht Euch... auch um wieder gesund zu werden, denn das wichtigste ist für ihn jetzt seine Familie und die seid nun mal ihr für ihn."  sagte Sariel sanft. "Und wir haben Kats Reaktion provoziert um sie näher an uns, aber auch an Lucifer binden zu können."
Derek und Rachel sahen sich an und nickten sich zu. Derek ergriff dann das Wort. "Also begeistert sind wir nicht gerade, dass du uns angelogen hast, Belial. Wir sind auch nicht glücklich darüber dass aus unserer Tochter ein Engel gemacht wurde, wenn auch nur ein halber. Aber lügen bringt niemanden weiter Belial, zumal du hättest wissen müssen, dass ich früher oder später dahinter komme!" Derek klang recht streng. Der Höllenfürst kaute auf der Unterlippe herum, blickte geknickt zu seinem brüderlichen Freund und nickte. Er wirkte als habe er gerade einen Schlag bekommen. "Wir wollen dich nicht wieder als Freund verlieren nachdem du so hart dafür gekämpft hast und... wenn ich ehrlich bin... du würdest uns...  sehr fehlen - nicht nur den Zwillingen." grinste der Praeceptor. "Aber - lüge uns nie wieder an! Denn Lügen sind etwas das ich hasse! Und nur denen verzeihe, die ich wirklich mag, du gehörst mittlerweile dazu. Aber man sollte es dennoch nicht herausfordern." erklärte er streng. 
"Ich werde mir die größte Mühe geben und versuchen mich daran zu halten. Ich habe in den Jahrhunderten meiner Existenz so viel gelogen... dass... ich es schon gar nicht mehr weiß. Ich gebe zu, ich bin manchmal arrogant und egoistisch, was mich auch meinen Platz im Himmel gekostet hat. Aber was meine Gefühle für euch angeht, da war ich immer ehrlich und  alles was ich für euch getan habe, habe ich gerne gemacht. Ich hätte dir nicht gegen Yaotl helfen müssen, zumal ich mir dadurch teilweise auch selbst geschadet habe, ich wollte einfach nur helfen dir, beziehungsweise Euch diese Last zu nehmen. Dass ich gesagt habe, Kat sei eine Kyriotes... das war eine Notlüge. Ich wollte nicht, dass ihr euch Sorgen macht. Immerhin ist sie mir in vielem ähnlicher als Michael oder Seraphiel oder sogar Sariel, denn Kat hat von mir schwarze Magie gelernt, was sie zu einem potentiellen Opfer macht..." gestand er.
"Und heute war Katherine die einzige die ihm helfen konnte Lilith in den Tartaros zu verbannen, da er seine letzte Kraft zum erschaffen des Tartaros aufgebraucht hatte." erklärte Raphael eilig um das Geständnis etwas abzumildern. Derek und Rachel sahen Kat sorgenvoll an, lächelten jedoch als sie hörten, dass es ihrem "Familienmitglied" geholfen hatte. "So jetzt wo das geklärt ist, ab ins Bett und gesund schlafen." befahlen Raphael und Sariel streng. "Du solltest gehorchen Belial, denn du siehst grauenvoll aus und außerdem brauchen dich Luciana und Lucian fit, wenn sie mit dir spielen, denn die fordern einen mittlerweile ganz schön." fügte Rachel hinzu. "Glaub mir, die merken, wenn es ihrem "Lufi" nicht gut geht!" meinte Derek schmunzelnd, was das beabsichtigte Lächeln bei seinem brüderlichen Freund auslöste.
Mit einem liebevollen Blick auf die Raynes verschwand Lucifer mit den beiden Engeln. Kat und Julien folgten ihnen. Im Boulevard wurde er sofort ins Bett verfrachtet. "Bitte trink den Tee von Mathilde, für mich. Du willst ja auch schnell wieder auf die Beine kommen und ich hab noch so viel vor was ich bald mit dir unternehmen möchte, nach dem ganzen Ärger, der letzten Tage. Es gibt so viele tolle Parks in die ich mit dir noch gehen möchte, das macht immer so viel Spaß mit dir." redete Kat auf ihn ein. Widerwillig trank er einen Schluck. "Aber nur für dich, Und danke dass du mich aufheitern willst, Käthchen." Sie grinste. "Dann können wir Seraphiel und Metatron ärgern." flüsterte sie leise. Er lachte leise. "Kleines Teufelchen, was?" murmelte er. Sie zwinkerte. Sariel und Raphael ließen nochmal ihre heilenden Kräfte wirken und sprachen einen Schlafzauber aus, als er den heilenden Tee getrunken hatte. Kat und Julien verließen mit Sariel und Raphael das Zimmer. "Geht ins Legat, genießt den Abend mit der Familie und kommt morgen wieder vorbei, dann geht es Lucifer auch wieder besser, jedenfalls so gut, dass er wieder aufstehen kann, oder euch im Legat besuchen, da er mit Sicherheit auch deine Geschwister sehen, beziehungsweise Zeit mit ihnen verbringen möchte. Seine vollen Kräfte kommen nach und nach wieder. Was diese... Lilith angeht... da bin ich mir nicht sicher inwiefern ihm das nachgeht. Damit muss er selbst klar kommen." sagte Sariel. 
"Da fuchst ihn höchstens, dass sie ihn ausgenutzt hat, er wirkte vorhin sehr wütend darüber, mehr aber auch nicht. Wenn Lucifer sagt, dass er nur Sex von ihr wollte, dann stimmt das auch. Sariel und ich werden heute Nacht hier bleiben und uns um unseren Kranken kümmern." zwinkerte Raphael Kat und Julien zu als sie sich zurück ins Legat aufmachten.
Am nächsten Morgen lief Kat sofort zu ihren Eltern in die Küche als sie aufwachte. "Mum, Dad darf ich nach Paris? Ich muss wissen wie es Onkel Belial geht." "Wie wär's denn erst mal mit Frühstück, Fräulein?" bremste Derek seine älteste Tochter. Erst blickte sie etwas traurig drein, aber dann hellte sich ihre Miene auf. "Und wenn ich schnell rüber geh und Belial hole dann kann er mit uns frühstücken und er kommt zu seinem Kaffee! Er freut sich bestimmt auch und ihr habt ja gestern Sariel und Raphael gehört, wir sind die beste Medizin, dass er wieder zu seinen vollen Kräften kommt." "Na dann geh und hol ihn, aber du kommst auf jeden Fall zurück zum Frühstück." ermahnte Rachel ihre Tochter. "Ja, Mum!" 
Sie flog förmlich aus der Küche so eilig hatte sie es. Im Boulevard angekommen lief sie in die Küche. "Morgen Tilly, ist Onkel Belial schon auf?" die Köchin nickte freundlich. "Ja, Kat er hatte schon eine Besprechung mit den Engeln. Wegen dieser Frau die Lucifer vergiftet hat." Kats Blick verfinsterte sich. "Mmhhh... dieses blöde Weib... einfach meinen Lieblingsonkel vergiften." murmelte sie vor sich hin und verließ die Küche wieder. "Onkel Belial?" rief sie ihn über die mentale Verbindung die sie genauso mit ihm teilte wie ihr Stiefvater. "Arbeitszimmer!"informierte Belial sie ebenso. Sie betrat das Arbeitszimmer und  lief ganz schnell zum Schreibtisch an dem Lucifer auf einem bereits neuen Bürostuhl saß, das andere war noch verstaubt und verdreckt oder kaputt. Sie umarmte ihn. "Wie geht es dir heute? Und sei bitte ehrlich!" Er zog sie auf seinen Schoß da dies momentan der einzig mögliche Platz zum Sitzen war. "Es geht mir etwas besser, zumindest so gut, dass ich wieder aufstehen kann. Der Schlaf tat gut. Ich weiß gar nicht mehr wann ich das letzte Mal geschlafen habe." Kat sah ihn fragend an. "Normalerweise brauche ich keinen Schlaf, ebenso wenig wie Essen." 
Sie blickte ihm tief in die Augen. Was sie sah machte sie etwas traurig. "Du musst nicht um jeden Preis mir gegenüber auf fröhlich machen, ich sehe dir an, dass du verletzt und traurig bist." sagte sie sanft. "Wobei es eher Enttäuschung ist, weniger Trauer. Ich bin sicher auch verletzt - aber nicht durch dich oder die Familie, Käthchen." "Das weiß ich doch! Wo sind eigentlich die anderen? Tilly meinte hier sei "Meeting" und die quasseln dir wieder die Ohren zu." Er zog die Augenbraue hoch. "Meeting? Quasseln? Käthchen, sei nicht so respektlos! Die haben versucht meinen Schutz zu organisieren und Jophiel hat mich über die neusten Untersuchungsergebnisse informiert." sagte er leise. Kat grinste ein wenig reumütig.
"Oh, ich muss wieder zum Frühstück rüber, ich wollte dich holen, du bist eingeladen und Kaffee bekommst du auch." sagte sie und sprang auf. "Kaffeeeeeeeee!"  rief er grinsend und erhob sich ein wenig zu schnell, was ihn in den Chefsessel zurücksinken ließ. "Oh... das war wohl zu schnell." Diesmal erhob er sich langsam. "Dann nimm mich mal mit." meinte er lächelnd. Kat lachte und ging mit ihm durch das Portal. 
"Das wäre auch schneller gegangen!" rief ihre Mutter aus der Küche. "Wir haben uns noch unterhalten, Rachel." informierte Belial die Hausherrin des Legates, dann sagte er zu allen: "Guten Morgen alle miteinander." und begrüßte auch die Zwillinge, die erfreut "Lufi" riefen. Mit einem Lächeln hob er die zwei auf seine Arme. "Na, ihr habt mich wohl vermisst, was?" Christina-Luciana drückte ihm ihre breiverschmierte Hand auf die Wange. "Lufi ti lu ham ham?" fragte sie. "Soll ich dich füttern, Mäuschen?" Die Kleine kuschelte sich an ihn. Rachel wischte lachend mit einem nassen Handtuch den Brei von seiner Wange. "Du kennst doch deine Patenkinder!" meinte sie belustigt und nahm ihm den etwas quengelnden Lucas-Lucian ab. Belial setzte sich, seine Patentochter auf dem Schoß, fütterte sie mit ihrem Brei und genoss seinen Kaffee während die anderen aßen. "Ganz fit siehst du aber noch nicht aus." stellte Rachel fest. "Bin ich auch noch nicht, Schwesterchen. Das dauert leider noch ein wenig bis ich meine volle Kraft zurück habe." "Was habt ihr jetzt eigentlich mit dieser Lilith vor? wollte Derek wissen. "Wir werden sie verhören. Es gibt noch einige offen Fragen, die geklärt werden müssen." antwortete Belial. 
"Und was hast du ganz persönlich mit ihr vor? Da du - sagen wir es mal im Klartext - der Teufel höchstpersönlich bist und ich nicht denke, dass du den Verrat, den Lilith in deinen - und auch Kats und meinen - Augen an dir begangen hat, so einfach duldest." fragte Julien frei heraus. "Ganz ehrlich? Ich denke ich werde sie foltern, beziehungsweise foltern lassen. Und glaub mir, ich werde mit Vergnügen dabei zusehen... Es gibt einige meiner... Diener... die da sehr erfindungsreich sind." anwortete er mit sardonischem Lächeln. "Und danach wird sie im Tartaros verrotten!"
"Das klingt aber hart Belial." stellte Rachel fest. "Ich bin hart Rachel, wenn man mich umbringen will um meinen Platz einzunehmen und ich verstehe auch keinen Spaß, wenn man versucht mich auszunutzen. Außerdem hat diese hinterhältige kleine Ratte - wenn vielleicht auch unwissend - Kat in Gefahr gebracht! Erwartest du da Gnade, Rachel?" "Du bist also so enttäuscht von dieser... Lilith, dass du sie so hart bestrafst?" wollte Derek wissen. Er nickte. "So ist es... - wobei, nicht nur enttäuscht. Ich war immer nett zu ihr.  Zugegben, der... die Bettgeschichten mit ihr... es war auch echt nicht ohne... sie war gut!" Er errötete als er Kats Grinsen und das belustigte Schmunzeln seiner Freunde sah. Er räusperte sich: "Aber ich hätte nie gedacht, dass sie meinen Platz in der Unterwelt haben will! Das enttäuscht mich schon sehr, zumal ich ihr nie Hoffnungen gemacht habe auf eine ernsthafte Beziehung, geschweige denn, dass sie als Frau neben mir steht oder jemals stehen könnte." "Klingt für mich als wäre sie einfach machtgierig geworden. " meinte Julien. Belial schüttelte den Kopf. "Nein, das zeigt mir, dass ich sie falsch eingeschätzt habe. Offenbar ist sie dümmer als ich dachte, denn sonst hätte sie verstanden, dass ich keine richtigen Gefühle für sie hege. Und neben mir würde nur eine Frau stehen die ich liebe und die mir... na ja... richtig ebenbürtig wird mir wohl kaum eine jemals sein - es sei denn es gäbe eine Seraphe mit einem unabhängigen Willen, die nicht Katherine-Lucia-Seraphina und so weiter Corrigan Rayne heißt..." 
"Wann findet das Verhör eigentlich statt?" wollte Julien wissen. "Nach eurer Zeit in zwei Stunden in einem der Räume des Boulevards." Der Höllenfürst lächelte den Freund seiner Patentochter freundlich an. Julien überlegte. "Dann kannst du ja deine Zeit mit den Zwilligen gar nicht richtig genießen, weil du doch wegen der Vergiftungssache in den letzten Tagen nicht so oft bei ihnen sein konntest. "Warum so viel ich weiß schlafen sie nachher sowieso und nach dem Verhör kann ich wieder her, da ist es hier gerade mal Nachmittag." meinte Lucifer mit einem zufriedenen Lächeln.
"Dürfen Kat und ich mit zum Verhör?" "Also dürfen wir mit Mum, Dad?" fragte Kat bittend.  
"Sind die beiden, beziehungsweise Kat insbesondere in Gefahr,weil sie eine Seraphe ist oder so eng mit dir verbunden?" wollte Rachel von Belial wissen. Er schüttelte den Kopf. "Nein, ist sie nicht! Erstens: Werden sämtliche Engel die momentan im Boulevard herumschwirren anwesend sein, ebenso wie Sariel, Raphael und Gabriel. Zweitens: Werde ich einen Zauber auf Lilith legen, dass sie ihre Kräfte nicht nutzen kann. Und Drittens: Wisst ihr dass ich niemals zulassen werde, dass unserem Käthchen oder Julien etwas zustößt." antwortete er ernst. "Also gut, sie dürfen mit, aber wir machen dich verantwortlich für ihre Sicherheit! Du hast dafür zu sorgen, dass sie keinen Schaden nehmen und wirst sie unbeschadet zurückzubringen!" sagte Derek streng, nachdem er mit seiner Frau einen Blick gewechselt hatte. 
"Geht klar, kleiner Bruder. Aber bis dahin möchte ich die Zeit gerne mit den Kleinen verbringen." Er grinste Derek an, der das "kleiner Bruder" mit einem belustigten Kopfschütteln quittierte. In dem Moment als er seinen Satz beendet hatte zog sich Lucas, der schon fertig war mit essen und am Boden saß, aufmerksam umherschauend, an dem Hosenbein seines Patenonkels hoch, strahlte ihn an und plumpste auf den Hintern zurück, lachte jedoch und krabbelte aus der Küche. "Das heißt wohl so viel wie: Komm Onkel. spielen." lachte Derek. "Mach ich doch gerne!" antwortete Belial fröhlich. Er folgte den beiden Babys, ebenso wie Kat und Julien. Während die Zwillinge beschäftigt waren brachten Derek und Rachel schnell die Küche in Ordnung, Rachel nutzte anschließend die Zeit um ungestört das Mittagessen vorzubereiten, wobei es heute wohl eher ein Abendessen werden würde. Derek ging in sein Arbeitszimmer um eine Vorlesung vorzubereiten die er in dem Seminar an der Sorbonne, in dem auch Julien saß, halten würde. 
"Belial, isst du nachher mit? Bist eingeladen!" rief Rachel lachend nach draußen in die Eingangshalle von wo sie die Zwillinge vor Freunde kreischen hörte. "Wenn ich darf, gerne!" antwortete der Höllenfürst laut. "Sonst hätte ich wohl kaum gefragt!" Er musste lächeln. "Onkel Belial? Du wirkst so nachdenklich?" fragte seine ältere Patentochter. Er schenkte Kat ein glückliches Lächeln. "Ich habe nur gerade daran gedacht wie schön es ist euch zu haben." 
Zwei Stunden später trat Lucifer mit den beiden jungen Leuten in die Eingangshalle des Boulevards. "Gar keine Zauberei heute zum erscheinen, Lucifer?" fragte Kerubiel fröhlich. "Nein, meine wiedergewonnene Kraft brauche ich um Lilith zu holen und sie in Schach zu halten, sie kann ziemlich ungemütlich werden wenn sie wütend ist und glaubt mir.  die wird nach dem Tag im Tartaros mehr als nur wütend auch mich sein." Der Cherub grinste. "Bist du denn schon wieder so bei Kräften? Siehst noch ein wenig angegriffen aus." - wobei das trotz des Grinsens besorgt klang. Ein für Kat und Julien undefinierbarer Blick traf den Engel. "Du weißt doch selbst, dass es dauert, wenn man seine Kräfte fast aufgebraucht hat! Also frag nicht so doof!" kam Lucifers Antwort ein wenig barsch. Kerubiel lachte. Lucifer zwinkerte sich mit Kat in einen der Kellerräume, der in diesem Fall als Verhörraum dienen sollte. Julien wurde von seinem Schutzengel mitgenommen. "Lucifer, schaffst du es Lilith zu holen?" fragte Michael. Der Höllenfürst warf ihm einen seltsamen Blick zu, antwortete jedoch nicht, sondern wandte sich an seine Patentochter:"Hilfst du mir mal, Käthchen?" 
"Klar helfe ich dir, wenn du mich schon mal bittest." grinste sie frech, da sie genau wusste dass er nicht gerne um Hilfe bat. "Das wird aber nicht zur Gewohnheit." tadelte er belustigt und liebevoll, nahm ihre Hand in seine und drückte sie fast zärtlich. Lucifer sprach mit Kat in Gedanken. "Sprich mit mir, ich werde dir in Gedanken kurz vorher vermitteln was du sagen musst, so dass wir es dann gleichzeitig aussprechen können." Sie nickte zum Zeichen, dass sie verstanden hatte. "Lilith ich entlasse dich zum Verhör aus dem Tartaros, hier in diesen Raum. Bist jedoch gefangen hier! Deine Kräfte sollen dir genommen sein!" Lilith erschien und starrte Lucifer wütend an, sie wollte soeben ihre Zauberkraft gegen ihn verwenden als sie feststellen musste, dass es nicht ging. Lucifer lachte leise drohend. Sie stürmte auf ihn los und presste ihn an die Wand direkt hinter ihm. "Du Mistkerl! Mich in diesem schrecklichen Loch schmoren zu lassen und mich dann auch noch meiner Kräfte berauben!" kreischte sie. Er grinste diabolisch, konzentrierte sich und verschwand durch die Mauer um einen Meter weiter wieder durch selbige den Raum zu betreten. 
"Hochmut kommt vor dem Fall, Lilith. Mein Hochmut hat mich mein Engeldasein gekostet, deiner beschert dir die Verbannung. Denn niemand - das merke dir: NIEMAND! -  versucht mich umzubringen oder nutzt mich dermaßen aus wie du es gemacht hast und kommt ungeschoren davon... auch du nicht." "Ich dachte du liebst mich!" Er lachte fies. "Warum, weil wir ein paar Mal zusammen im Bett waren? Ach Lilitih, sei nicht so naiv. Ich hatte dir von Anfang an gesagt dass ich nur an reinem Sex interessiert bin. Das Nehmen deiner Kräfte ist zu unserem Schutz und im Tartaros brauchst du keine Zauberkraft." Mit voller Kraft holte sie aus und wollte Lucifer mit der flachen Hand ins Gesicht schlagen, doch er wich dem Schlag aus. Er stieß sie wütend von sich. "DU schlägst mich nicht! Das nächste Mal werde ich mich richtig wehren!  Und dann wird es sehr ungemütlich! Setz dich und halte erst mal den Mund, bis wir mit dem Verhör anfangen." brüllte er seine Ex-Affäre an.
"Zuerst will ich wissen wo das Gift drin ist!" fragte er ruhig aber sehr bestimmend. "In den Tassen."  Er schüttelte den Kopf. "Nein. Du lügst, irgendwie habe ich mittlerweile den Verdacht, dass es nicht in den Tassen ist. Julien gib mir bitte die Tasse die ich dir vorhin in die Hand gedrückt habe." Der junge Mann reichte Lucifer die Tasse. Dieser stellte sie auf den Tisch und goß Wasser aus einer  Flasche hinein. Er zauberte mit schwarzer Magie einen wohlriechenden, dampfenden  Kaffee. "Das ist die Tasse aus der ich in der Küche gezauberten Kaffee getrunken habe." Er wollte ansetzten zum Trinken um seinen Verdacht zu bestätigen. "Nein!" rief Kat entsetzt. "Ich will nicht, dass du das machst! Was wenn dein Verdacht falsch ist und... du bist... immer noch...?" Er lächelte sie freundlich an. "Und wer soll es dann testen um meinen Verdacht zu bestätigen? Du mit Sicherheit nicht!" Lillith Augen weiteten sich vor Staunen als sie ihren einstigen Geliebten so freundlich und liebevoll mit Kat reden hörte.
Katherines Blick viel auf die anderen Seraphim im Raum. "Seraphiel und Michael haben es auch schon getestet." Sie blickte die Seraphim herausfordernd an, besonders Metatron. Da er ihren Blick bemerkte, lächelte er belustigt, trat aber neben Lucifer. Nachdrücklich nahm er ihm die Tasse aus der Hand und trank vorsichtig einen Schluck Kaffee. Nichts passierte. '"Es ist also in der Luft! Du warst im Boulevard und bist durch das Portal auch nach Angel Island und hast das Gift in der Luft verteilt und jedes Mal wenn ich gezaubert habe wurde es aktiviert. Oh! Du bist gerissen, aber nicht genug um mich zur Strecke bringen zu können!" fuhr er sie laut an und schlug mit der Hand vor ihr auf den Tisch. Sie zuckte zusammen. "Woher hast du das gewusst?" fragte die Dämonin eingeschüchtert. "Es stimmt also!" meinte er triumphierend. "Und Lilith: Das geht dich nichts an!" wies Metatron die Dämonin zurecht. Lucifer trank den Kaffee, da er nicht vergiftet war. "Gut dann hätten wir das schon mal geklärt... und welcher der Uralten hat dir jetzt geholfen?" fragte Metatron der noch immer neben Lucifer stand barsch. "Warum beschützt ihr Engel eigentlich den Teufel so vehement?" fragte sie den Erzengel. "Das geht dich gar nichts an!"  kam Michael Metatron zuvor und sah die Dämonin mit zornigem Blick an.
Die lachte hämisch auf. "Was seid ihr alle doch für Helden! Lasst euch von einem kleinen sterblichen Mädchen gängeln das vom Teufel zaubern gelernt hat! Das Gift würde ihr nicht mal schaden! Sie ist ein kleines sterbliches Miststück!" fauchte Lilith. Sie sah spöttisch zu Kat. "Ich hätte nie gedacht, dass er auf so blutjunge unerfahrene Betthäschen steht - aber ich denke du hast schnell gelernt, was?!" Der Schlag mit dem Handrücken von Belial traf sie hart und unerwartet und schleuderte sie zu Boden. "Katherine ist meine Patentochter! Katherine ist wie meine eigene Tochter! Ich mag meine Fehler haben, Lilith! Aber glaube mir: Weder die Vorliebe für so junge Geliebte noch für etwas was ich fast als Inzest ansehe, gehört dazu!" donnerte die Stimme auf sie herunter. "Katherine... Julien... zeigt Lilith doch vielleicht einmal die Gestalt die unser Himmlischer Vater euch verliehen hat..." meinte Metatron mit einem undefinierbaren Blick zu seinem Schützling und Katherine. Julien gehorchte augenblicklich. Lilith kreischte entsetzt auf als sich auf seinem Rücken die Flügel entfalteten. Dann grinste sie jedoch hämisch. "Ein kleiner Schutzengel? Wie süß!" Belial nickte Kat zu. In ihren Gedanken flüsterte er: "Jetzt kannst du Julien auch nicht mehr schaden und glaube mir, Lilith wird danach verstehen... Sie wird brutale Schmerzen haben, aber vielleicht wird sie dann reden... Sie ist eine Dämonin. Sie ist Finsternis, pure Finsternis. Das Licht von uns Seraphim wird sie erblinden lassen... zumindest zeitweise. Sie hat mich noch nie als Seraph gesehen... wird vielleicht wirklich mal Zeit, dass ich ihr meine wahre Gestalt zeige..." 
Er griff nach Kats Hand. Sie spürte eine Art Energieschub, der jedoch erst wirksam wurde als Metatron ihr eine Hand auf die Schulter legte. Lilith schrie vor Schmerz auf. "Gnade! Ich verbrenne!" kreischte sie und war kurz darauf ein wimmerndes Häufchen Elend das sich am Boden zusammenkrümmte. "Im Namen des Dreieinigen Gottes, Lilith! Rede!" forderte Michael. Lilith schluchzte. "Ich weiß nichts!" jammerte sie ihre Augen bedeckend.
"Du wirst antworten, Lilith! Denn jetzt siehst du, wie wenig du mir ebenbürtig bist!" donnerte Lucifers Stimme auf sie herab. "Vergib mir, bitte! Ich wollte das nicht, aber... sie haben mir gesagt ich könne den Platz an deiner Seite haben oder ohne dich regieren..." " Dir vergeben? Nachdem du mich nur ausgenutzt hast und vermutlich nur mit mir geschlafen hast in der Hoffnung ich würde mich in dich verlieben, damit du dein Ziel erreichst? Und nach dem das nicht funktionierte, hast du  dich mal schnell entschlossen mich einfach zu vernichten? Nein das kann ich dir nicht vergeben! Und so einfach bin ich nicht zu vernichten, schon gar nicht von einer kleinen dummen machtgierigen Dämonin wie dir! Ich war schlau genug rechtzeitig zu merken, dass mit dem Kaffee etwas nicht stimmt und... Seraphim besitzen imense Selbstheilungskräfte, Lilith! So konnte ich das Schlimmste schon zu Anfang selbst verhindern." erklärte er der Dämonin streng. 
Auf ein Nicken von Lucifer verwandelten sich die Engel wieder in ihre menschlichen Gestalten zurück. Lucifer packte Lilith hart und zog sie wieder unsanft auf den Stuhl. Die Dämonin kreischte. Er schlug mit der Faust vor ihr auf den Tisch, was Lilith, die jetzt vorübergehend erblindet war, vor Schreck laut aufschreien ließ. "Hör auf mit deinem nervtötenden Gekreische, ich bekomme Kopfschmerzen davon. Rede und zwar sofort!" brüllte er sie an. Sie zuckte zusammen und wimmerte. "Falls du dich weiterhin weigerst werde ich dich in den Tartaros zurückschicken wo einige meiner Diener schon warten und dich mit Freude foltern werden!" drohte er ihr gefährlich leise. "Ich... ich weiß nichts. Ehrlich, ich habe keine Namen. Und... Lucifer ich... habe dich wirklich..." "Ich will keine weiteren Entschuldigungen von dir hören! Verlogenes intrigantes Miststück!" unterbrach er sie schroff. 
Michael trat hinter sie und zog sie etwas an ihren langen, dunklen Haaren. Sie zuckte zusammen. "So langsam verliere ich auch die Geduld, Lilith. Du erwähntest in Lucifers Arbeitszimmer die uralten Engel. Mit wem genau hast du geredet, beziehnungsweise wer von denen hat dir seine DNA gegeben?" herrschte er die Dämonin unfreundlich an."Ich weiß doch keine Namen..."schluchzte sie.  
Metatron  bedeutete Kat mit ihm kurz vor die Tür zu verschwinden. Erstaunt nickte sie und folgte ihm. Er winkte sie weiter bis sie einige Räume zwischen sich und dem Verhörraum gelassen hatten. "Wie wäre es, Seraphina-Micaela, ich habe mich mal über das von Julien letztes Jahr erwähnte "Guter Cop - Böser Cop" schlau gemacht... wenn deine Patenonkel jetzt den bösen Part geben, Lust mit mir den "Guten Cop" zu spielen? Du als Lucifers "Liebling" könntest glaubhaft  versichern, dass er gnädig sein würde wenn sie Namen ausspuckt..." "Das ist verlogen und..." "Seraphi..." "Kat - du kannst mich auch Kat nennen! Ich mag "Onkel Seraphiel" aber an Onkel Belial - oder ja, gut, Lucifer - wird er nie rankommen! Meinetwegen kannst du mich auch Lucia nennen..." unterbrach sie Metatron ärgerlich. Der Engel lächelte belustigt. "Gut Kat-Lucia... das Leben ist manchmal verlogen und wir müssen herausfinden was Lilith weiß. Sie verschweigt etwas und es ist die Frage vor wem sie mehr Angst hat: Vor dem der sie angestiftet hat oder vor Lucifer... Momentan vermute ich, dass sie den anderen mehr fürchtet..." Kat sah ihn eine Weile an, dann nickte sie. "Vermutlich hast du recht. Okay, lass uns den "Guten Cop" geben..." stimmte sie zögernd zu. Metatron reichte ihr die Hand und tauchte mit ihr im Verhörraum wieder auf.
Er nickte Michael und Lucifer zu. 
"Rede! Meine Geduld ist sehr endlich, Lilith!" schrie Lucifer die Dämonin an. Metatron seufzte hörbar. "Habt doch etwas Mitleid! Sie ist eine verführte Seele..." Er nickte Kat zu. Die bemühte sich ihrer Stimme eine schmeichelnde Note zu geben. "Lilith, du sagst, dass du meinen Patenonkel Lucifer liebst. Vor wem hast du so sehr Angst, dass du nicht einmal seinen Namen sagen willst? Glaub mir, Onkel Lucifer kann auch gnädig sein... er ist viel zu sehr Sohn des Höchsten, viel zu sehr Engel, zu sehr Seraph um nicht vergeben zu können - und er könnte dich beschützen, Lilith..."
Belial sah Kat erstaunt an und zeigte ihr und Metatron einen Vogel. Der Erzengel legte lautlos einen Finger über seine Lippen und bedeutete ihm mit Gesten mitzuspielen
Lucifer seufzte innerlich und schüttelte den Kopf. In Gedanken warf er ihnen vor: "Ihr seid verrückt!" Metatron zwinkerte ihm zu. Lautlos fuhr Lucifer an Kat und ihn gewandt fort: "Aber gut, einen Versuch ist es wert, spiele ich ihr halt was vor." Er wandte sich an Lilith: "Hast du das gehört? Da sprechen die netten Engel. Ich solle Erbarmen haben mit der armen verführten Seele." sagte er überzeugend freundlich. Er atmete tief ein und setzte sich auf den Tisch dicht vor die in Menschengestalt sehr gut aussehende Dämonin. Er beugte sich über sie und flüsterte ihr ins Ohr: "Hast du Erbarmen verdient... was meinst du?"
Er warf Metatron und Kat  einen sichtlich angewiderten Blick zu, dann strich er Lilith über die Wange, beugte sich vor und küsste sie zärtlich. "Lucifer?" fragte sie fast atemlos. Er lachte leise. "Wer sonst? Glaubst du einer der Engel würde dich küssen." fragte er sie belustigt. "Nun... ich muss leider gestehen, auch wenn ich es ungern zugebe, dass die Kleine recht hat. Ich bin wirklich zu sehr Engel und..." er sah Kat und Metatron dabei genervt an. "... ich bin auch nicht ganz so gefühllos wie ich mich dir gegenüber gebe. Ich muss zugeben, du bist einfach toll im Bett und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte nichts dabei empfunden." erklärte er mit seidenweichem Ton. 
Wenn er Kat und Metatron nicht einen absolut angeekelten Blick zugeworfen hätte, hätten die Engel im Raum es ihm wahrscheinlich sogar geglaubt, dass er die Worte zu der Dämonin so meinte wie er sie sagte. Lilith griff suchend nach ihm und zog ihn wieder dichter an sich. "Ich auch Lucifer, ich bin so froh, dass ich es nicht geschafft habe dich zu vergiften. Also ist es wahr dass du mich auch liebst? Und... hätte ich dann eventuell... ich meine eine echte Chance auf deine Liebe?" flüsterte sie gerührt. Eine Träne rann über ihre Wange und sie lächelte.
"Ja, das hast du, Schätzchen..." sagte er leise, nah an ihrem Ohr. "Allerdings gehört zu einer ernsten Beziehung auch gegenseitiges Vertrauen und das erwarte ich dann auch..." "Ich vertraue dir, bedingungslos, Lucifer." flüsterte sie. "Nun ja... wenn du mir vertraust sagst  du mir sicher wer dich angestiftet hat mich zu vergiften, denn ich glaube dir, mein Schätzchen, dass die Idee nicht auf deinen Mist gewachsen ist. Und ich möchte ihn statt deiner zur Rechenschaft ziehen. Du willst doch sicher Gerechtigkeit, mein Schätzchen, nicht wahr?" Sie nickte. "Und  ich möchte gerne dass du mir dabei hilfst - an meiner Seite." sagte er gefühlvoll. Lilith zog ihn ganz dicht zu sich, suchte nach seinem Gesicht und küsste ihn lange und leidenschaftlich. "Ich wusste dass du mich auch liebst, Lucifer!" hauchte sie glücklich. "Also was ist nun? Überzeuge du mich auch und hilf mir in dem du mir sagst wer es ist." 
Sie sah ihn bittend an, da sie ja wusste dass er direkt vor ihr auf dem Tisch saß. "Aber die Engel sollen verschwinden, jetzt wo wir uns einig sind, brauchst du sie ja nicht mehr." "Ihr habt es gehört. Ich werde mich von der himmlisch/höllischen Verbindung zurückziehen - also verschwindet!" sagte er sehr barsch. Die Erzengel wussten, dass alles nur ein Spiel war und nickten dem Höllenfürst zu, dass sie verstanden hatten. "Ihr habt Lucifer gehört! Verschwinden wir!" meinte Michael und Metatron fügte unfreundlich hinzu: "Mit dieser Entscheidung ist dir der Zugang zum Boulevard und auch ins Haus der Raynes in Zukunft verwehrt. Du darfst hier noch "Versöhnung" mit ihr feiern, aber dann verschwindet ihr!" "Schon klar! Dich werde ich echt nicht vermissen!" meinte Lucifer gehässig, grinste jedoch in die Runde. Michael machte eine Handbewegung. Ein leises Rauschen erklang. Metatron nickte Kat und Julien zu und zeigte ihnen wie dieses Geräusch erzeugt wurde. 
"Sind sie weg?" "Ja, allesamt - endlich bin ich diese verdammten Engel los." Sie lächelte. "Dann bring uns heim, wir können da weiterreden und..." Er legte ihr den Finger auf den Mund. "Ach nein, wir sind hier gerade so schön allein, da kann man so viel ... " er warf Metatron einen wirklich wütenden Blick zu. "... machen... ausprobieren." sagte er verführerisch. Kat sah ihn überrascht an. So kannte sie ihren Patenonkel nicht. Lilith küsste ihn erneut und  begann ihn zu liebkosen. Lucifer löste sich von ihr. "Nicht so ungeduldig, mein Schätzchen." meinte er lachend. "Ich dachte für nachher, so als Belohnung, wenn du mir den Namen genannt hast." seine Stimme klang immer noch sehr verführerisch. Sie schwieg ein paar Sekunden. "Logos. So hieß er - er hat mir erzählt, er wäre seines Platzes verstoßen worden und hoffte er würde so wieder ein Vertrauter Gottes werden, wenn er dich vernichtet." Er atmete tief ein. "Danke, Lilith, Schätzchen, das bedeutet mir eine Menge, dass du mir so vertraust - und was ist mit der menschlichen Frau?" fragte er weiterhin freundlich. "Mit der hatte er mal was und daraus entstand ein Nephelim, daher das Blut mit der menschlichen und der Seraphen-DNA." 
Lucifer wurde blass, schluckte und würgte lautlos bei dem Gedanken, diese widerlichen Substanzen getrunken zu haben. Mit flehendem Blick sah er Michael an und sprach mit ihm in Gedanken: "Reicht das? Bitte erlöse mich aus dem Albtraum!" "Danke, das reicht Lucifer!" sagte der Erzengel laut hörbar. Lilith starrte entsetzt vor sich, dann sah sie sich panisch um und schrie: "Du Mistkerl! Du hast mich reingelegt, ich habe dir geglaubt!" Sie wollte zum Schlag ausholen, doch der Fürst der Finsternis war schneller, fing die Hand ab und stieß sie mitsamt des Stuhles um. "Ich dachte ich hätte mich vorhin klar aus gedrückt als ich sagte du schlägst mich nicht! Und ja WIR haben dich reingelegt um ein Geständnis zu bekommen." fuhr er sie schroff an. 
"Lilith, ich verbanne Dich ein weiteres Mal in den Tartaros, bis ich weiß... wie ich weiter mit dir verfahre." Diesmal vollführte er den Zauber ohne seine Patentochter, merkte aber, dass ihm schwindlig wurde sobald er ihn  erfolgreich ausgeführt hatte und Lilith verschwunden war. Er ließ sich sanft auf den Boden gleiten. "Echt ein mieses Gefühl nicht seine vollen Kräfte zu haben." stöhnte  er erschöpft. Kat lief zu ihm und half ihm auf während Metatron, den Stuhl aufhob. Er setze sich, Raphael und Sariel traten heran.
Lucifer wehrte die beiden Heilungsengel ab - es ginge ihm soweit gut. "Danke für die Hilfe Lucifer, du warst echt überzeugend... So viel "Schätzchen-Gesäusel" hätte ich dir gar nicht zugetraut." meinte Metatron. Angewidert verzog Lucifer das Gesicht. "Ich dachte, ich soll überzeugend sein - und zu mehr als "Schätzchen" konnte ich mich nun echt nicht durchringen. Bei jedem anderen Kosewort wäre es mir der Frau gegenüber hochgekommen!" fauchte er Metatron an. "Das war nicht negativ gemeint, ich..." "Haltet einfach den Mund. Ich brauche jetzt einen riesengroßen schwarzen Kaffee um den Geschmack von den aufdringlichen Küssen von diesem Biest wegzuspülen! Und ich muss auch ein Reinigungsritual schreiben um mir wieder nach Herzenslust meinen Kaffee zaubern zu können ohne gleich darauf fast zu krepieren! Außerdem glaube ich nicht, dass Logos allein dahinter steckt!" schnauzte Lucifer Metatron an.
Er umarmte Kat und zwinkerte sich mit ihr wieder ins Legat. Er wollte jetzt erst mal zu Menschen die er wirklich mochte. Kat stütze ihn als er abermals leicht ins Wanken geriet. "Du hättest dir von Raphael und Sariel helfen lassen sollen!" sagte sie sichtlich besorgt, da er durch die ganzen kleinen Zaubereien zwischendurch und den Bannzauber am Schluss wieder geschwächter war als heute morgen. "Ich bin diesmal immer noch stark genug meine Selbstheilungskräfte zu nutzen." Rachel und Derek starrten ihren sichtlich wütenden Freund fragend an als er sich förmlich in die Küche stürzte und sich wortlos eine große Tasse Kaffee machte. 
"Was ist denn passiert dass du so wütend bist?" wollte seine schwesterliche Freundin wissen.  "Wenn ich ehrlich bin stört mich der Ekel gerade mehr. Ich brauch erst Kaffee um den widerwärtigen Geschmack wegzubekommen, dann können wir reden." erklärte er und trank mit vollem Genuss den Kaffee um sich gleich darauf noch einen zu machen. "Metatron kam auf die saublöde Idee ich solle Lilith Liebe vorheucheln um sie zu einem Geständnis zu zwingen und Katherine hat mitgespielt. Das war widerlich!" fauchte er seine Patentochter sichtlich gereizt an. "Sei nicht wütend auf mich, liebster Onkel. Es hat doch funktioniert und wir sind ein Stück weitergekommen." Er lächelte Kat liebevoll an. "Das ist wahr - aber dennoch war es ekelhaft dieses Liebesgesäusel!" Dann sah er sich um und fragte Rachel: "Wo sind eigentlich meine beiden Süßen? Schlafen die noch immer?" Derek nickte. "In etwa einer halben Stunde dürften sie wach werden. Also genug Zeit um dich etwas zu regenerieren und mit Kaffee zu stärken." grinste er.
Nachdenklich sah Rachel Belial an. Der erwiderte den Blick. "Na, spuck es schon aus, irgendwas hast du und ich will nicht deine Gedanken lesen, da das... wenig respektvoll wäre..." murmelte er. Rachel räusperte sich: "War das eigentlich wirklich alles gelogen? Ich meine... dass du keine Gefühle für die... Frau hattest? Denn ich könnte nie mit jemand Sex haben ohne ihn zu lieben." wollte sie wissen. Belial seufzte. "Ach Rachel, in meinem Fall ist das etwas anders. Ich kann nur mit Dämonenfrauen schlafen..." er lächelte ein wenig belustigt "...oder mit weiblichen Engeln, davon gibt es tatsächlich, gerade in den Schutzengelreihen eine Handvoll, um nicht Gefahr zu laufen Nephilim zu zeugen. Und das ist etwas das ich mir geschworen habe auf keinen Fall zu tun. Ich muss  zugeben dass ich Lilith in ihrer menschlichen Gestalt sehr sexy und anziehend finde. Ich hätte mich nicht von ihr verführen lassen wenn ich gar nichts empfunden hätte oder sie abstoßend gefunden hätte und da ich wohl kaum eine große Auswahl habe meine Bedürfnisse in der Beziehung zu befriedigen, konnte ich ihr nicht wirklich widerstehen. Aber ich hatte tatsächlich nur sexuelles Interesse an ihr... klar habe ich dabei etwas empfunden, weil es echt gut war aber das hatte sich aus Enttäuschung und Wut heraus in  Ekel und Hass verwandelt." Er nahm seufzend einen weiteren Schluck Kaffee. "Ich sollte mir wohl für weitere Male unbedeutende Dämoninnen suchen die nicht wissen wer ich bin und denken ich wäre auch nur eine arme verstorbene Seele die in die Hölle geraten ist, um..." murmelte er. 
Die drei Raynes grinsten sich belustigt an. Am Abend als die Zwillinge erneut im Bett waren verabschiedete er sich von seiner Wahlfamilie. "Ich ziehe mich jetzt zurück um mit dem Reinigungsritual zu beginnen. Ach ja... könnte sein dass ich in der Nacht zwischendurch erscheine und mir einen Kaffee hole." 
Als er durch das Portal trat überkam ihn zu wiederholten Male heute ein Schwindelanfall. Die Zwillinge hatten ihn heute auch ziemlich auf Trab gehalten, was ihm in seinem geschwächten Zustand nicht wirklich gut tat. Er musste an Derek denken als er darüber nachdachte wie seine Patenkinder ihn zwischendrin, kurzfristig fragend, sogar fast betroffen angesehen hatten, bei kleinen Gesten die er auf Grund dessen gemacht hatte. Derek hatte recht gehabt - sie hatten gemerkt, dass es ihm im Moment nicht gut ging. 
Er saß an seinem Schreibtisch als es klopfte und Raphael eintrat. "Hallo alter Freund, du siehst schlecht aus. Unsere süßen kleinen Raynes haben dich heute Nachmittag wohl auch noch ziemlich gefordert?" Er nickte. Schon etwas... muss ich leider zugeben. Hallo Raphael. Sag mal hast du Lust auf kleine Zaubereien?" Der Erzengel sah ihn fragen an. "Nun ja du könntest mir zumindest mal einen neuen Schreibtisch zaubern in dem Design." Belial zeigte auf ein Bild in einem Möbelprospekt der im Briefkasten gewesen war. "Und dann meine durch die Explosion verdreckten Sachen wieder sauber zaubern, so dass ich zumindest ordentlich arbeiten kann. Denn ich muss so langsam meine Kräfte schonen, da ich heute merkte, dass auch viele kleine Zauber schwächen... vor allem wenn darauf ein größerer Zauber folgt." bat er den Erzengel.  "Klar mach ich gerne!" Er machte zweimal eine kurze Handbewegung und es war erledigt. Raphael nickte. "So ist es, Lucifer! Lass dir von einem Freund helfen." sagte er  freundlich und besorgt. Der geschwächte Höllenfürst schloss die Augen lehnte sich in seinem Stuhl zurück und nickte. "Raphael trat hinter ihn. Lucifer spürte, dass ein Seraphim hinter ihm erschien. "Sariel?" fragte er leise. "Ja, Lucifer! Sei still jetzt und lass es zu, dass wir dir helfen." 
Der Fürst der Finsternis stöhnte leise auf, als er neben den heilenden Kräfte, die Energie  zur Stärkung fühlte die ihm die Erzengel zusätzlich zukommen ließen. "Jetzt hast du wieder einen großen Teil an Kraft. Der Rest dauert noch, denn da du im Normalfall etwas mächtiger bist als wir, können wir dich nicht komplett stärken. Aber du läufst zumindest nicht mehr bei jedem kleinen Zauber Gefahr wieder total geschwächt zu sein, dennoch solltest du dich nach wie vor mit der Zauberei noch etwas einschränken." ermahnte ihn Sariel. "Danke, euch beiden!"  "Gern geschehen Lucifer." antwortete Sariel freundlich. 
Gabriel schlenderte in das Arbeitszimmer. In der Hand hielt er eine Warmhaltekanne und einen großen Porzellanbecher mit der Aufschrift "Lieblingsonkel". Er grinste als er beides vor Lucifer stellte. "Rachel schickt dir Kaffee. Sie meint, dann brauchst du für die ersten Tassen nicht extra durch das Portal reisen. Die Zwillinge würden dann auch irgendwie merken, dass du da bist und unruhig werden und du hättest heute schon so viel mit den beiden gespielt, dass ihr alle drei Ruhe braucht." Belial grinste. "Als ob die beiden mir je zu viel werden würden! Aber über den Kaffee freue ich mich." "Hast du alles was du brauchst?" erkundigte Sariel sich. "Ja, ich denke schon. Ich will diesen Reinigungszauber möglichst schnell entwickeln und dabei werde ich mir genüsslich Strafen für Lilith ausdenken." Die Engel sahen einander an. "Seraphiel und Michael reden gerade mit unserem Himmlischen Vater wegen der Aussage von Lilith, dass Logos hinter den Anschlägen steckt. Du wirst eigentlich erwartet..." murmelte Gabriel. Belial seufzte. "Verdammt... darauf habe ich nun wirklich keine Lust!" "Ich werde das ausrichten. Du solltest dann nur kommen wenn wir mehr rausbekommen haben und unser Himmlischer Vater dich ruft..." "Ja, mach ich und nun lasst mich das Reinigungsritual..." Gabriel unterbrach ihn mit einer Handbewegung und lauschte in die Stille. "Unser Himmlischer Vater hat beschlossen Zadkiel zu schicken um das zu erledigen. Hier im Boulevard wirst du dir heute schon wieder deinen Kaffee zaubern können und Metatron erklärt gerade Rachel und Derek, dass Zadkiel Zutritt zum Legat braucht um auch dort alles zu reinigen."
Belial stöhnte auf. "Das wollte ich allein regeln! Ich brauche nicht immer "Papis Hilfe" oder die "meiner Brüder" die hinter mir herlaufen!" schnaubte er. "Du solltest dich nicht aufregen, sondern dich ausruhen!" wies Sariel ihn zurecht. "Und manchmal braucht man auch die Familie die man hat und nicht nur die, die man sich ausgesucht hat, Großer." fügte Raphael mit einem Zwinkern hinzu. "Unser Himmlischer Vater liebt dich nach wie vor, Lucifer!" "Ja, ja... schöne Grüße - und wenn er vielleicht Sealthiel zu Derek schicken könnte, dann..." "Lucifer, unser Himmlischer Vater hat nicht nur wegen der Reinigung beschlossen Zadkiel zu senden. Du weißt doch, dass Zadkiel auch der Engel der Vergebung sein kann..." unterbrach Gabriel ihn. "Wir lassen dich dann besser allein. Du weißt, wie du uns erreichen kannst, wenn du uns brauchst." murmelte Sariel und bevor Belial noch etwas darauf antworten konnte, waren die Engel verschwunden.
Verwundert saß er an seinem neuen Schreibtisch und fragte sich zum ersten Mal in seinem unendlich langen Leben, was er jetzt mit seiner Zeit anfangen sollte. Er ließ seine Gedanken schweifen. Logos... der vermutlich Älteste unter den Engeln. Er war an der Schöpfung beteiligt gewesen - ähnlich wie Hagiel... welche Versprechungen hatte er Lilith wirklich gemacht? Die Dämonin bedeutete ihm zwar nicht sehr viel, doch sie war für eine kurze Spanne in seinem Leben Teil davon gewesen. Wie viel konnte er verzeihen? Konnte er überhaupt verzeihen? Er war sich nicht sicher...
Gedankenverloren schenkte er sich eine Tasse Kaffee ein und besah sich die Tasse näher. Er lächelte als er Rachels Handschrift erkannte in der "Lieblingsonkel" geschrieben war und in Rot prangte das kleine Händchen von Christina-Luciana und in Grün das von Lucas-Lucian daneben. Es waren diese Kleinigkeiten, die ihm wirklich das Gefühl gaben zur Familie Rayne zu gehören.
Es klopfte leise. "Herein!" rief Belial erstaunt. Selvaggia betrat den Raum. "Sire, bitte entschuldigen Sie die Störung, ich..." "Selvi, komm rein und setz dich. Und hör mit dem "Sire" auf. Ich bin Lucifer oder Belial. Du warst meine erste und vor Katherine einzige Schülerin, hör also auf so vor mir zu kuschen wie du es gerade tust." unterbrach er sie freundlich. Sie gehorchte ein wenig schüchtern. "He..." Er räusperte sich belustigt. "Lucifer, es ist wegen des Geburtstages von Kat. Mathilde und ich wollten fragen ob es Ihnen recht ist, wenn wir eine kleine Feier organisieren...?" Erfreut lächelte er auf. "Ja, natürlich! Käthchen soll die tollste Geburtstagsfeier haben die sie je hatte! immerhin ist letztes Jahr durch die ganzen Ereignisse ihr 15. Geburtstag ziemlich untergegangen... Machen wir doch eine - wie in Amerika üblich - üppige "Sweet Sixteen"-Party daraus, ein richtiges Megaereignis von dem die Leute hier in Paris noch nächstes Jahr reden! Sollen sie alle ihre zukünftige Botschafterin von Himmel und Hölle als die mächtige Frau sehen, die sie sein wird!" 
"Lucifer, ich glaube kaum, dass Kat das will. Ganz im Gegenteil. Ich denke, das erste Ereignis, das wir so feiern sollten ist die offizielle Verlobung von Julien und Kat. Und für so eine Veranstaltung wie "Sweet Sixteen"-Parties ist sie... zu reif. Ich habe mal eine Fernsehsendung auf diesem MTV, diesem Musiksender gesehen, Lucifer... Die Mädchen die da von ihren reichen Eltern irgendwelche Partys bezahlt bekommen hatten wollten absolut kindische Dinge. Die eine hat sich im Cleopatra-Look angezogen und dann auf einer Liege in den Ballsaal tragen lassen, die zweite hat jede Stunde das Kleid gewechselt und die Geschenke für diese Mädchen waren so überzogen, dass mir schlecht wurde!" Überrascht sah Belial die Hausdame des Boulevard Haussmann 13 an. "Aha... ähm... gut, ich habe immer gedacht, jedes Mädchen möchte so eine Party... wobei... gut... mein Patenkind Käthchen war ja schon immer etwas... reifer. Was habt ihr zwei "Küchenfeen" denn für Ideen?" fragte er.
"Wir haben an ein nettes Frühstück im Kreis der "Familie" gedacht - wobei Familie... nun..." sie sah verlegen auf ihre Hände, "...also... irgendwie die "große Familie", sprich die Raynes, die Boyles, sämtliche Paten und Schutzengel und irgendwie rechnen auch Mathilde und ich uns ein wenig zur "Familie", wenn ich so dreist sein darf." Belial stand auf und nahm sanft ihre Hände. "Selvaggia, ihr zwei SEID Familie. Ihr macht dieses riesige Haus, diese geplante Botschaft wohnlich, zu einem Heim für die große himmlisch-höllische Familie die hier ein und aus geht. Ohne euch würde Kat nie feiern wollen." versicherte er ihr. Scheu lächelnd sah sie ihn an. "Danke, das... das bedeutet Mathilde und mir sehr viel. Sie errötete, als er den Blick intensiv erwiderte. 
Belial war erstaunt. Sein Herz klopfte etwas schneller bei dem sanften, scheuen Lächeln seiner einstigen Schülerin. Sie sprang hastig auf und stieß ihn dabei fast zur Seite. Entsetzt bat sie hastig um Entschuldigung und wollte aus dem Raum eilen, doch er hielt sie zurück. "Erst einmal: Entschuldigung angenommen, Hexlein, zweitens: Die Idee mit dem Familienfrühstück finde ich sehr schön, ich würde jedoch für den Abend gern eine kleine Party dranhängen. Kat hat in San Francisco zwei oder drei Freundinnen die wirklich Kat sehen und nicht ihre Eltern oder alles andere. Und drittens: Vielleicht könntest du in Erfahrung bringen ob sie gern mit den Freundinnen etwas Besonderes unternehmen möchte hier in Paris. Außerdem würde ich gern wissen... also in Amerika darf sie mit 16 ihren Führerschein machen und dann braucht sie ein Auto. Kannst du mal vorsichtig anfragen, was für einen Wagen sie gern hätte?" Selvaggia lächelte. "Natürlich, Si... Lucifer." Vorsichtig beugte er sich zu ihr hinunter und küsste sanft ihre Wange. Tief atmete er den Duft von Rosen und Zimt ein, der sie umschwebte. War ihm vorher, vor 500 Jahren aufgefallen wie zart ihre Haut war? 
Er räusperte sich. Selvaggia starrte ihn verwirrt an. "Ich... Sire.. ich meine... Lucifer, ich... natürlich..." murmelte sie und eilte davon. Einen Augenblick sah Belial auf die Tür, die sich hinter Selvaggia geschlossen hatte. Es war irgendwie verrückt. Gerade hatte Lilith ihn hintergangen und er? Hatte er daraus nicht gelernt? Wobei... würde Selvaggia, seine ehemalige Schülerin in den Hexenkünsten, nicht eher ihren Platz kennen als Lilith? Er schüttelte ein wenig verwirrt den Kopf und rief nach seinem Diener König Paymon. Der erschien, sichtlich besorgt. "Du hast gerufen?" "Wie geht es Kat und den Zwillingen?" fragte Belial, denn immer wenn er nicht bei den Raynes war wechselten Gadreel und Paymon sich ab - unsichtbar - um auf "seine kleine Familie" aufzupassen, da sie als Kats Paten ungehindert Zugang zum Legat hatten und er beiden vertraute. Der Dämon lächelte. "Ausgezeichnet. Die Zwillinge schlafen. Gadreel hat ihnen Schlafliedchen vorgesungen bis sie endlich einschliefen, aber ehrlich gesagt vermissen sie dich. Hamaliel hat erzählt, du singst ihnen immer als Schlaflied das Gotteslob vor?" berichtete er belustigt. Belial räusperte sich. "Ja, okay, das ist mir halt am geläufigsten! Und offenbar ist es so langweilig, dass sie danach schlafen! Und Kat und Julien? Rachel und Derek? Und was macht Hamaliel im Legat?" fragte er etwas unwirsch.
"Derek und Rachel haben überlegt, dass du eine Freundin bräuchtest. Und Julien hat versucht Kat zu einem Sportwagen zu überreden, den will er ihr zum Geburtstag schenken... und sie hat abgelehnt, dass das nicht umweltgerecht genug wäre und reine Verschwendung. Stattdessen hat sie sich eine Kaffeemaschine mit allen Schikanen für den Boulevard gewünscht, weil sie meinte, dann bräuchtest du dir deinen Kaffee nie wieder zaubern und keiner würde nochmal auf den Gedanken kommen dich auf die Art und Weise beiseite zu räumen... Ah ja,... und sie wollte bei Gelegenheit Michael fragen wann dein Geburtstag ist." berichtete der Dämon mit einem Lächeln. "Und Hamaliel ist mit Samantha und Alex da. Die Boyles machen sich auch Sorgen um dich." Verblüfft sah Belial seinen Diener und Vertrauten an. "Wieso behandeln mich plötzlich alle wie einen Invaliden?" fragte er. "Nicht wie einen Invaliden, viel mehr wie ein Familienmitglied, einen Freund, einen Bruder... Wenn ich ehrlich sein darf: Du hast mit den Raynes und Boyles wirklich phantastische Freunde gewonnen..." Belial lächelte. "Ja, das habe ich wirklich. Wobei... was hältst du von Selvaggia?" "Was soll ich von ihr halten? Sie macht ihre Sache als Hausdame wohl ganz gut... ansonsten wäre sie schon wieder zurück in der Hölle." Belial nickte. "Danke, du kannst dann bitte die Anweisungen auf dem Schreibtisch mitnehmen und dafür sorgen, dass alles seinen Gang geht." König Paymon nahm die Unterlagen, deutete eine Verbeugung an und verschwand.
Allerdings tauchte er gleich darauf auf Angel Island auf - in der Küche der Raynes, wo Derek und Rachel noch mit Kat und Julien diskutierten. "Ich wüsste keine, zumal da das Problem mit den Nephilim besteht, wenn er eine Freundin hätte!" meinte Derek. "Und ich habe meine Bücher konsultiert. Es gibt wohl noch zwei oder drei "Damen" die in Frage kämen, aber da ist die Gefahr, dass sie das ähnlich missverstehen wie Lilith halt auch gegeben..." König Paymon räusperte sich. "Wenn ich etwas dazu sagen darf..." sagte er. "Paymon, was machst du hier? Natürlich, setz dich, du kennst Belial länger als wir alle!" rief Rachel erfreut. "Möchtest du etwas trinken?" Er schüttelte den Kopf. "Nein danke, ich habe mich... na ja... ich bin im Wechsel mit Gadreel hier um auf euch alle zu achten - unsichtbar, ist sein Wunsch gewesen... und nun ja... ich habe so natürlich auch mitbekommen, dass ihr über ihn redet. Ich glaube, er hat Interesse an Selvaggia. Zumindest fragte er mich gerade was ich von ihr halte... Ich dachte, das solltet ihr wissen." Kat grinste ihren Patenonkel an. "Onkel Belial und Selvi? Oh, ich glaube, das ist toll!" rief sie. "Selvi bewundert ihn und ich glaube, sie ist auch ein wenig verknallt in Onkel Belial." Der Dämon nickte und verabschiedete sich. "Ich muss in der Hölle für Ordnung und "Unanstand" sorgen." meinte er mit einem Lächeln und verschwand.
"Ich mag Onkel Paymon." meinte Kat leise. "Er macht sich genauso Sorgen um Onkel Belial wie wir alle." Derek grinste nachdenklich. "Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob... mein großer Bruder Lucian... weiß wie man eine Frau umwirbt... Ich glaube, ich sollte ihm da unter die Arme greifen." "Das werden wir alle tun, ihn ein wenig ermutigen, und Selvaggia dazu." sagte Rachel entschlossen. Derek grinste ein wenig diabolisch. "Ich glaube, ich habe noch eine Packung Kondome... die sollte ich ihm vielleicht mal rum bringen... ist zwar nicht subtil, aber immerhin..." Julien lachte leise. "Ich könnte morgen in der Galerie Lafayette Macarons besorgen und Sevaggia eine Schachtel vor die Zimmertür legen." "Und ich werde bei "Un jour de Fleurs" einen Blumenstrauß bestellen!" rief Kat begeistert. "Dann bestelle ich schon mal eine Padmaschine für den Boulevard und zeige Selvi wie die funktioniert." lachte Rachel.
Am nächsten Tag sah Belial erstaunt auf die Raynes und Julien. 
„Was macht ihr denn hier schon so früh?“ fragte er überrascht. "Dir etwas unter die Arme greifen..." meinte Derek mit einem Lächeln und reichte ihm die Packung mit den Kondomen. "Was soll ich bitte damit?" fragte der Fürst der Hölle etwas irritiert. "Na komm schon, Selvi und du... sie ist nett und ich dachte, da es eventuell dieses lästige Nephilim-Hindernis geben könnte..." meinte der Praeceptor. Belial zog eine Augenbraue hoch. "Selvi? Nephilim-Hindernis? Wovon redet ihr eigentlich?" "Och komm! Selvaggia wird rot sobald dein Name – oder einer deiner Namen – fällt und du streitest es ab, das ist ziemlich eindeutig." mischte Julien sich ein und stellte die Packung Macarons auf den Tisch. Belials Verblüffung wich Belustigung. Er lachte plötzlich auf. "Sehe ich das richtig, dass ihr zwei Küken glaubt mir unter die Arme greifen zu müssen, wenn ich mit Selvaggia eine Beziehung anfangen will?" fragte er. Ein wenig verlegen sahen Julien und Derek sich an. "Na ja... das mit Lilith war ja nicht so der Bringer... daher dachten wir, dass du etwas Hilfe..." begann Julien. "Ach komm, du bist doch bestimmt ein wenig eingerostet, Großer." meinte Derek sichtlich jovialer.  
"Rachel, Kat, dürfte ich erfahren, wie die beiden auf die Idee kommen, dass ich "eingerostet" sei und wenn ich was mit Selvaggia anfangen will nicht selbst in der Lage bin mich darum zu kümmern?" Rachel und Kat sahen einander etwas überrascht an. "Ein guter Freund hat uns von deinem Interesse an ihr erzählt und wir haben gedacht, du hast nach der Entäuschung mit Lilith jemanden wie Selvi verdient, jemanden der für dich da ist und dich ein wenig umsorgt... aber da Selvi ja irgendwie ein Mensch ist... ähm... ich glaube, darum hat Dad dir die Kondome mitgebracht..." gestand Kat. Belial grinste. "Guter Freund... so so... da hat Paymon also seinen Mund nicht gehalten... ich werde wohl mal ein ernstes Wort wegen seiner ungewohnten Geschwätzigkeit mit ihm wechseln müssen... aber... Also okay, ja... ich finde Selvaggia reizvoll. Aber da sie eine sündige Seele war und durch ihre... nun ja... Anwesenheit in der Hölle ist sie jetzt eher eine Dämonin. Ich glaube, da könnte ich mit... na ja, mit dem Himmel irgendwas aushandeln... Sie werden sie nicht zum Engel ernennen, aber das würde sie wohl ebenso wenig wollen wie ich. Damit erledigt sich das Nephilim-Problem. Die Idee mit den..." er griff nach den Macarons, "Süßigkeiten... das ist ja fast wie Eulen nach Athen tragen, nicht wahr? Immerhin sind Selvaggia und Mathilde ausgezeichnete Küchenfeen. Aber die Idee ist niedlich. Ich werde sie ihr nachher geben. Und bevor ich noch irgendwelche anderen Überraschungen erlebe, Mädels, was habt ihr ausgeheckt?" Er sah Rachel und Kat aufmerksam an. Kat errötete. "Ich habe... ähm... einen Strauß Rosen geordert, der nachher geliefert wird... und Mom hat... ähm.. also in der Küche hier gibt es jetzt auch eine Kaffeemaschine wie wir sie auf Angel Island haben."
"Okay... Rosen... die sind dann von... wem an Selvaggia?" fragte Belial leise. "Von Lucian B. Rayne an Signorina Selvaggia Bragi." flüsterte Kat. "Herzlichen Dank, Käthchen. Ich hatte schon befürchtet, dass der Blumenbote hier schlotternd vor Angst vor der Tür steht, weil du sie auf meinen richtigen Namen geordert hast." gestand Belial. "Und wenn ihr schon mal hier seid – wollt ihr zuhören wenn ich Selvi um ein Rendezvous bitte? Ich habe noch in Erinnerung, dass sie Musik mag und in der Opera National de Paris geben sie gerade Madame Butterfly. Ich habe gestern Nacht noch online Karten für das Wochenende geordert und wollte sie heute im Laufe des Tages fragen ob sie Lust hat mit mir hinzugehen." Er sah der Reihe nach jeden der vier an. "Wobei – wo sind eigentlich meine kleinen Herzchen?" "Bei "Elvi" und "Ti-li" in der Küche. Raphael ist auch da." murmelte Rachel. "Wunderbar, dann werde ich jetzt mal mit Selvi üben wie die neue Kaffeemaschine läuft und meine zwei Spätzchen begrüßen – und Raphael, die Nervensäge... auch wenn er das Büro hier wieder gut hinbekommen hat... also an sich ist er wohl – wenn schon eine Nervensäge – so doch manchmal eine recht brauchbare."
Gemeinsam folgten sie ihm in die Küche. In den Türrahmen gelehnt beobachtete er gerührt, wie Lucas-Lucian Raphael lachend Spinat ins Gesicht schmierte, was dieser allerdings nicht so ruhig hinnahm wie er selbst immer, wenn eins der Kinder ihn mit breiverschmierten Händchen das Gesicht tätschelte oder das T-Shirt oder Hemd besabberte. "Och Lucas! Du bist ein kleines Ferkelchen!" rief Raphael. Selvaggia sah tadelnd hinüber. "Das ist er nicht! Er ist ein kleiner, süßer Junge, der Ihnen nur zeigt, dass er Sie mag!" verteidigte sie den jüngsten Rayne-Spross, während sie liebevoll Christina-Luciana fütterte. "Stimmt, Selvi. Ich wusste schon immer, dass ich der bessere Patenonkel für meine kleinen Engelchen bin." sagte Belial belustigt. "Lufi!!!" riefen die beiden Kinder wie eins. "So, rück mal beiseite und lass den Lieblingsonkel machen!" meinte er dann zu Raphael, der ihm auch nur zu gern den Platz abtrat. Liebevoll wischte Belial mit dem Lätzchen seinen Patensohn sauber und fütterte ihn dann – was der Kleine friedlich und zufrieden geschehen ließ.  
"Julien hat übrigens was für dich besorgt, Hexlein..." Er warf dem jungen Studenten einen belustigten Blick zu bevor er fortfuhr: "Ich habe ihn... irgendwann mal darum gebeten..." Mit diesen Worten reichte er ihr die Schachtel Macarons. "Oh, ich... ähm... danke... Sire... ich... meine Lucifer... aber wenn du Macarons möchtest... also wir können die auch backen, Mathilde und ich... auch mit Schwefelcreme oder... ich ähm..." Belial lachte leise. "Selvaggia, ganz ehrlich: Paymon hat gestern irgendwas mitgekriegt und es der Familie mitgeteilt und jetzt meinen die "Küken" sie müssten mir helfen. Er hat sie von sich aus besorgt und wollte sie dir wohl als Geschenk von mir unterschieben. Das konnte ich noch verhindern." Sein Blick fiel auf einen Rosenstrauß. "Der ist geliefert worden?" Selvaggia nickte errötend. "Den hat Kat geordert – allerdings in meinem Namen. Und ich finde, er ist sehr schön... einen hübscheren Strauß hätte ich wohl auch nicht ordern können... also er... er kommt von Herzen, Hexlein." Sie errötete noch tiefer. "Danke...Sir... Lucifer. Das ist sehr freundlich..." "Selvi?" sagte er zärtlich. Sie blicke ihn scheu an. "Ich habe Opernkarten besorgt. Magst du Musik und Singspiele immer noch so gern?" Sie nickte leicht. "Würdest du am Samstag mit mir "Madame Butterfly" ansehen? Die Inszenierung soll sehr gut sein und ich würde dann Satanael und Gadreel bitten auf die beiden kleinen Spätzchen aufzupassen... denn Raphael und Gabriel haben offenbar ja keine Geduld mit den Kleinen."  
Selvaggias Augen leuchteten erfreut auf. "Gern... ich meine ...Opernbesuch... ich... also ich komme gern mit. Und ja, ich mag Musik immer noch so gern." "Sehr schön. Wenn du magst, können wir nachher ein Kleid für dich kaufen. Ich habe ein sehr schönes bei Yves Saint Laurent gesehen, was phantastisch an dir aussehen würde." fuhr er fort. Selvaggia errötete noch tiefer. "Ich... also ich kann notfalls doch..." "Es wird nicht gezaubert, meine Süße. Lass dich einfach mal verwöhnen wie du es vor 500 Jahren an sich verdient hättest, okay?" unterbrach er sie zärtlich, öffnete die Schachtel mit den Macarons und schob ihr eins der Eiweißgebäcke in den Mund. "Wie... wie du wünscht." murmelte sie als sie aufgegessen hatte. Vergnügt griff Lucas-Lucian nach einem der kleinen Teilchen und sabberte daran rum. "Na, das schmeckt dir, was?" fragte Selvaggia lachend. Der kleine Junge strahlte sie an. Die Hausdame nahm ein Macaron und hielt es Christina-Luciana hin. "Magst du auch eins, Engelchen?" fragte sie liebevoll und schon hielt auch das kleine Mädchen eins in den Händen und lutschte daran. "Soll ich dir eine Tasse Kaffee machen? Und Tee für die anderen? Dann könnten wir gemeinsam... also... die Macarons essen. Tilly ist gerade einkaufen gegangen... Sie ist wohl in einer Stunde wieder da, aber wir haben vorhin noch Nusskuchen gebacken und ich habe Florentiner gemacht. Und Rachel war so nett mir zu erklären, wie die neue Kaffeemaschine funktioniert." Belial warf seiner "Schwester" einen belustigten Blick zu. "Sehr gern, Selvaggia. Eine Tasse Kaffee ist jetzt genau das, was ich brauche." sagte er dann zärtlich zu der Hexe.
Rachel nahm ihr Christina-Luciana ab und schon eilte die Hausdame des Boulevard Haussmann 13 geschäftig durch die Küche, stellte Teller und Tassen nebst dem Kuchen auf den Tisch, kochte eine große Kanne Tee und stellte gleich darauf eine dampfende Tasse Kaffee vor Belial. Vergnügt ließen alle es sich schmecken. Erfreut sahen die Raynes, dass Belial sich unauffällig neben Selvaggia gesetzt hatte und unaufdringlich einen Arm auf die Stuhllehne gelegt hatte. Als ihr das auffiel, lächelte sie ihn schüchtern an, errötete wieder reizvoll und fragte, ob er noch einen Kaffee wolle. Belial lachte leise. "Ach, mein schüchternes kleines Mäuschen. Auch wenn dein Name "Spiel" bedeutet... mir ist nicht nach einem... kleinen, bedeutungslosen Spiel... mir ist nach einem... sehr viel süßeren, sehr viel ernsthafteren Spiel..." flüsterte er. "Uns liegen die gleichen Menschen am Herzen. Du bist eine ganz wunderbare Tante für meine kleinen Patenkinder und ich Idiot habe das all die Jahre ignoriert..." fuhr er sanft fort. Zärtlich streichelte er über ihre Wange. "Wie wäre es, wenn wir Derek und Rachel mit Kat und Julien allein lassen, die zwei Krümelchen in Kinderwagen packen und einen schönen, ausgedehnten Spaziergang machen und über alles reden?" raunte er liebevoll in Selvaggias Ohr. Die Hexe errötete tief. "Gern... ich meine, wenn es Rachel und Derek recht ist, dass... wir... ich meine... die Kinder mitnehmen..." flüsterte sie scheu. Belial sah seine Freunde an. "Das akzeptieren die schon. Die beiden wissen, dass Christina-Luciana und Lucas-Lucian bei uns in guten Händen sind." 
Rachel lachte. "Er hat recht. Selvaggia. Du bist so süß mit den Kindern, genau wie er. Ihr passt so gut zusammen. Eigentlich ist es schade, dass ihr keine eigenen..." Sie sah betreten zu Belial. Selvaggia lächelte liebevoll. "Ach Rachel, das ist in Ordnung. Ich darf für die beiden kleinen Süßen da sein, für Kat und Julien, für Samantha-Amélie und irgendwann für Kats und Juliens Kinder und ihre Enkel und so weiter. Das ist fast als hätte ich..." Sie sah verlegen zu Belial. Der lächelte und ergriff ihre Hand auf die er einen Kuss hauchte. "Ja, nicht wahr, mein Herz? Das ist fast als wären es unsere eigenen..." flüsterte er. Sie nickte. "Na gut, dann lass uns die beiden mal ausgehfein machen." meinte er mit einem auffordernden Zwinkern. Selvaggia lächelte und hielt Christina-Luciana die Arme hin. "Und, Kleine, willst du mit deinem Onkel und mir Spazierengehen?" Vergnügt quietschte das kleine Mädchen auf und rief: "Elvi!" während sie sich aus den Armen Rachels wand.
Eine halbe Stunde später schlenderten Belial und Selvaggia händchenhaltend durch Paris, die Kinder in Tragegeschirre geschnallt und nicht in Kinderwagen gelegt. "Wenn ich mich richtig erinnere haben wir nicht gesagt, wo wir Spazierengehen, oder?" fragte Belial belustigt. "Nein... wieso?" "Ach, ich habe nur gerade daran gedacht, dass die beiden irgendwann noch genug von Paris und Angel Island sehen... mir ist gerade eher nach Florenz... was meinst du? Oder wie wäre es mit Venedig? Wir könnten im Markusdom eine Kerze anzünden... als Dank an... na ja... an Vater weil er uns ja irgendwie zusammengebracht hat und uns eine wundervolle Familie wie die Raynes geschenkt hat... und mir klar gemacht hat, dass ich immer noch sein Sohn bin indem er mir meine nervigen "Brüder" auf den Hals geschickt hat als ich sie nötig brauchte." "Oh ja, Venedig wäre schön. Ich habe meine Heimatstadt seit langem nicht mehr gesehen..." flüsterte Selvaggia erfreut, "Aber... kannst du in den Dom? Ich weiß nicht ob ich... ich war seit damals... ich habe ihn nie wieder betreten." Er strich sanft eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. "Ich darf jedes Gotteshaus betreten, meine Dolcezza. Und ob du das kannst, das werden wir dann sehen, oder ich kläre das jetzt am besten sofort..." Er konzentrierte sich auf Michael und zuckte zusammen, als er statt des Erzengels unmittelbar seinem Himmlischen Vater erreichte. "Ich weiß um die Frage, mein Kind, und an sich ist Selvaggia eine Dämonin und somit wäre ihr der Zutritt verwehrt. Doch da ich in dein Herz sehen kann und in ihres ebenso und eure Zuneigung zueinander mein Wohlgefallen findet, sei auch ihr gewährt was dir gewährt ist. Geht in Frieden und betretet meine Häuser mit meinem Segen." hörte er. Erfüllt vom Frieden und der Gnade öffnete er die Augen wieder und küsste Selvaggia sanft auf die Wange.
"Unser Himmlischer Vater... er hat mir gerade persönlich mitgeteilt, dass du ebenfalls jedes Gotteshaus betreten darfst – und er ist mit uns... na ja... einverstanden. Beruhigt dich das?" fragte er zärtlich. Sie errötete und nickte schüchtern. Gleich darauf schlenderten sie durch Venedigs engen kleinen Gassen. Begeistert sah Selvaggia sich in dem für sie so unbekannten Venedig um. Irgendwann standen sie vor ihrem ehemaligen Elternhaus – oder dem Ort der einst ihr Elternhaus gewesen war: Ein Palazzo, der in ein Hotel umgewandelt worden war. Mit einem Mal war sie traurig. "Mein Liebling, wir könnten uns hier einen kleinen Palazzo in Venedig kaufen und ihn innen nach unseren Vorstellungen umbauen. Wir verbinden ihn mit dem Portalsystem und dann können "unsere" Kinder bei uns Urlaub machen und wenn wir in Paris gebraucht werden, dann sind wir  entweder magisch oder via Portal sofort da."
Ein Leuchten huschte über ihr Gesicht. "Das wäre schön. Nicht, dass Paris nicht schön wäre, aber Venedig ist... ist Zuhause... auch wenn es so anders ist, anders als ich es kenne." sagte sie leise. Zärtlich zog er sie an sich. "Auch wenn Venedig inzwischen ein wenig im Kommerz verkommen ist, mein Schatz, wir können uns hier ein hübsches kleines Nest schaffen, für uns und unsere Familie. Vertrau mir. Außerdem, meine kleine Hexe, haben wir das Einverständnis und den Segen des Himmels... auch wenn uns der vielleicht relativ wenig bedeutet." Selvaggia lachte leise. "Oh doch, ich finde das wichtig! Du Schelm!" rief sie und erschrak im nächsten Moment über ihren eigenen Mut. "Aber wahrscheinlich bin ich zu schnell, nicht wahr? Immerhin bin ich eigentlich noch dabei dich zu umwerben, oder, Hexlein?" fragte er amüsiert. Selvaggia errötete wieder. "Pomodoro..." neckte er sie zärtlich und senkte vorsichtig seine Lippen auf ihre und küsste sie liebevoll. Christina-Luciana und Lucas-Lucian kicherten leise. "Ja, es geht ein wenig schnell und auch sehr überraschend, aber ich mag es irgendwie..." flüsterte Selvaggia ein wenig atemlos. "Lass uns eine Kerze anzünden, Süße, und dann gehen wir ein Eis essen bevor ich eine Überraschung für dich habe..."
Er zog sie mit sich zum Markusplatz, kaufte einer der Händlerinnen eine Tüte Taubenfutter ab und zeigte den beiden Kindern wie man Tauben fütterte. Lachend und gut gelaunt streuten sie zu viert die Körner für die Vögel hin. Die beiden Kinder amüsierten sich genauso wie ihr Patenonkel und seine Freundin. Nach einer halben Stunde war die Tüte leer und Belial legte sanft einen Arm um Selvaggias Taille. "Lass uns Danke sagen, mio tesoro." flüsterte er. Ein wenig beklommen folgte Selvaggia ihm zum großen Portal des Domes. Je näher sie kamen, desto langsamer wurde sie. "Hab keine Angst, mio cocco... mein Liebling." munterte Belial sie sanft auf, öffnete die schwere Tür und schob sie in das Halbdunkel des Domes in das er ihr unmittelbar folgte. Gerade hatte eine Messe begonnen. Ehrfürchtig sah Selvaggia sich um und ließ sich von Belial auf einen freien Stuhl ziehen. Am Ende der Messe zog Belial sie zum Altar, damit der Priester ihr die Hostie reichen konnte. Als er auch ihm eine geben wollte, schüttelte er den Kopf. "Io essere evangelico." wehrte er ab. Sofort zuckte der Priester zurück. Das Geständnis, dass der Mann vor ihm evangelisch war kam einer Todsünde für ihn gleich. Selvaggia sah sich erstaunt zu Belial um. "Aber du bist doch mit dem Erzbischof von Paris und auch dem von San Francisco befreundet!" meinte sie verblüfft. "Si, mio cicclone minore, aber Pierre und Michael sind auch keine Kleingeister... Michael hat sogar wirklich Humor... den hat er mit Christina-Lucianas Taufspruch echt bewiesen." antwortete Belial mit einem belustigten Lächeln.
"Entschuldigen Sie, aber einem Protestanten... also dem kann ich auf höchste Anweisung die Kommunion nicht erteilen." murmelte der Priester. "Schon gut, ich habe das auch nur vorab geklärt, damit ich Sie nicht in Verlegenheit bringe... Reverendo Ravoli." "Sie kennen meinen Namen?" fragte er überrascht. "Ich kenne viele Namen, aber danke, dass sie meiner Freundin die Kommunion gespendet haben. Wir wollen dann mit meinen Patenkindern noch vier Kerzen für unseren Himmlischen Vater entzünden und dann verschwinden wir." 
"Lufi? Aus... Ti Lu An..st..." wimmerte Christina-Luciana vor ihm im Tragegeschirr. Sanft streichelte er seiner Patentochter über die Wange. "Ach, Engelchen, dein Onkel Lucifer ist doch da..." flüsterte er. Die Hand des Priesters zitterte, die Hostiendose fiel zu Boden. "Weiche Satanas!" brüllte er plötzlich. Die anderen Gläubigen sahen erstaunt auf die Szene. Vor Selvaggias Brust begann nun Lucas-Lucian zu weinen. Belial lachte leise auf und rief dann laut – und in Englisch: "Der Pater ist sehr eifrig darauf bedacht auch mit Protestanten befreundete gläubige katholische Kinder des Himmlischen Vaters aus dem Hause Gottes zu treiben!" was einige zu Kichern reizte, andere den Kopf schütteln ließ, während wenige hastig den Dom verließen. Belial wandte sich wieder an den Pfarrer: "Hören Sie, Reverendo Ravoli, Signorita Bragi ist gläubige Katholikin und ich bin immer noch ein Sohn unseres Himmlischen Vaters, wie er mir unlängst wieder deutlich zu verstehen gegeben hat. Meine Wahlfamilie ist irgendwie streng katholisch – inklusive meiner zwei Patenkinder, die Selvaggia und ich mit auf unseren Ausflug hierher nach Venedig genommen haben. Welches Recht haben Sie also einen von uns aus dem Hause Gottes hinauszutreiben?"
"Er hat kein Recht dazu. Das weißt du doch sehr genau, Lucifer." sagte im gleichen Moment der Erzengel Michael. Der Priester sah die lebendig gewordene Statue entsetzt an. "Dies ist das Haus Gottes und seine Kinder sind ihm willkommen! Du wirst Selvaggia Bragi nie wieder die Kommunion verweigern noch Lucifer oder ihr den Wunsch eine Kerze zum Lobe unseres Himmlischen Vaters zu entzünden!" wies der Engel den Priester barsch zurecht. Selvaggia sah sich überrascht um, denn alle Leute um sie herum waren verschwunden; nur Lucifer, die Kinder, der Priester, der Erzengel und sie selbst standen in einem leeren Markusdom.  
Im nächsten Moment war wieder Trubel um sie herum. Der Erzengel war verschwunden, der Priester murmelte hastig ein: "Verzeiht, ich... willkommen im Hause Gottes." bevor er davoneilte. "Was war das denn?" fragte Selvaggia ihren Begleiter. "Wir sind aus der Zeit gerückt gewesen, Dolcezza." erklärte er liebevoll und zog sie zu einem Seitenaltar vor dem sie Kerzen entzündeten.
Gemeinsam traten sie gleich darauf wieder ins Freie und Belial führte Selvaggia zu einer kleinen Eisdiele. "Buondi Lorenzo!" rief er. "Ah, Luciano!" begrüßte der Besitzer ihn freundlich und schon bald darauf stand ein großer Eiskaffee vor Belial, ein Fruchteisbecher vor Selvaggia und für die Kinder je eine Kugel Schokoladeneis. "Lass es dir schmecken, Liebste. Lorenzos Familie macht seit vier oder fünf Generationen das beste Eis in Venedig." sagte er mit einem Lächeln. Lorenzo lachte leise als er das hörte. "Si, aber nur weil Sie uns in den Krisenzeiten immer unterstützt haben!" Selvaggia sah überrascht Belial an. "Er weiß wer du bist?" fragte sie. Ihr Begleiter nickte belustigt. "Die Familie ist satanistisch... seit mehreren Generationen." "Du magst Venedig, nicht wahr?" Belial nickte. "Natürlich. Immerhin bin ich vor fünfhundert Jahren dir hier begegnet, Hexlein." antwortete er liebevoll. Lorenzo wollte das Eis natürlich nicht bezahlt haben, worauf Belial einen leisen Wohlstandszauber murmelte und sich dann mit einem freudlichen Dank verabschiedete.  
Ein wenig unsicher ging Selvaggia an Bord des Wassertaxis, das sie nach fast einer Viertelstunde in einem der Seitenkanäle am Anleger eines Palazzos absetzte. "Gespannt, mein Schatz?" fragte Belial zärtlich. "Worauf?" Er lächelte liebevoll. "Auf ein Geschenk." "Ich brauche keine Geschenke, ich... du verbringst Zeit mit mir, das ist mehr als ich jemals... jemals gehofft habe." flüsterte sie verlegen. "Meine süße bescheidene kleine Hexe..." raunte er sanft an ihrem Ohr. "Du hältst in Paris aus obwohl du dich immer nach Venedig zurückgesehnt hast." Sie räusperte sich. "Dort hast du mir eine Aufgabe gegeben, Freunde und so etwas wie eine Familie und dort..." sie blickte verlegen zu Boden. "Und dort?" fragte er sanft. "Na ja... du bist doch oft dort und..." Er lachte leise und erfreut. "Ach Selvaggia..., du machst mich sehr glücklich. Aber jetzt lass mich dich glücklich machen." Mit diesen Worten legte er einen Schlüssel in ihre Hand. "Schließ auf." forderte er sie auf. Verblüfft sah sie auf den großen kompliziert aussehenden Schlüssel in ihrer Hand. "Wir können doch nicht einfach in irgendeinen Palazzo reingehen..." sagte sie erschrocken. 
Er lachte leise. "In "irgendeinen" sicher nicht, aber in deinen kannst du gehen und da ich ihn dir schenken möchte würde ich gern deine Reaktion sehen wenn du ihn ansiehst." Vor Schreck fiel Selvaggia der Schlüssel aus der Hand. "Das kann ich nicht annehmen!" Sanft küsste Belial sie. "Sag mir doch wieso?" murmelte er an ihren Lippen. "Ich bin ein ungeduldiger Mann, meine Schöne..." Er ließ den Schlüssel in ihre Hand zurückschweben und schob sie auf die Tür zu. "Na los, nur Mut, mein Herz. Trau dich. Mein Geschenk soll dir verdeutlichen, dass ich es ernst meine, ernster als je zuvor." Mit zitternden Händen gehorchte Selvaggia und bestaunte kurz darauf mit ihm gemeinsam den Palazzo. Er war innen zwar recht kahl, es gab kaum Möbel in den meisten Räumen und das Treppenhaus und viele Zimmer waren ein wenig verwahrlost, doch sie strahlte als habe er ihr einen kleinen Teil des Paradieses geschenkt.  
"Meinst du, wir können dieses zu unserem privaten kleinen Zuhause machen, süße Hexe?" fragte Belial liebevoll. Sie lächelte ihn selig an. "Natürlich! Hier könnten wir unser privates Wohnzimmer haben nahe der Küche. Ich koche zwar nicht so gut wie Mathilde, aber..." sie errötete. "Wir kaufen eine gute Kaffeemaschine und ich werde zufrieden sein, mein Liebling." unterbrach er sie lachend. "Welche Ideen hast du noch?" "Kinderzimmer, wir werden... die können wir oben einrichten, ein Spielzimmer für die Kinder und... und... oh, es wäre wundervoll hier und... aber..." "Dann machen wir es uns doch hier wundervoll. Ich hatte für das Treppenhaus an Illusionsmalerei gedacht, das gibt Weite. Die Zimmer für die Kinder... ich sollte mal mit Hamaliel reden, vielleicht auch mit Julien, denn das was Samantha als Zimmerdeko hat, eine wechselnde, je nach Laune oder Jahreszeit, gefällt mir persönlich sehr gut." flüsterte er zärtlich. Selvaggia sah ihn liebevoll an, dann blickte sie auf die beiden Kinder, die an ihren Daumen nuckelten und aufmerksam sie und Belial ansahen.  
Er lachte leise. "Ich glaube, unsere kleinen Lieblinge sollten langsam mal schlafen." flüsterte er. Selvaggia grinste. "Ich denke aber, die finden das gerade viel zu spannend... Sie sind beide sehr weit für ihr Alter." Belial nickte. "Ja, das ist die Schuld beider Seiten..." gestand er seufzend.
"Aber ich denke, ich bin ein verantwortungsvoller Patenonkel und wir zwei suchen jetzt mal ein hübsches Zimmer, ich wende ein wenig Magie an und dann legen wir die beiden Krümel hier schlafen." Eine halbe Stunde später lagen die beiden Kinder in einer großen Doppelwiege mit gegenüberliegenden Schaukelstühlen am Fußende. Verschlafen murmelte Christina-Luciana: "Lufi la la Bubu?" Belial lächelte liebevoll. "Natürlich kriegt ihr euer Schlaflied..." flüsterte er und stimmte das Gotteslob an. Ergriffen lauschten alle drei - Selvaggia und die Zwillinge. Bald darauf schlummerten die beiden Kinder selig. Vorsichtig stiegen Belial und Selvaggia aus den Schaukelstühlen und verließen den Raum. Auf dem Korridor klingelte Belials Iphone. Er lachte leise als er Dereks Mobilnummer erkannte. 
"Hallo Kleiner! Meine Patenkinder schlafen gerade -das bevor du dich aufregst – oder Rachel. Selvaggia und ich sind allerdings in Venedig. Heute Abend sind wir wieder zurück, keine Sorge." "Venedig? Ihr wolltet einen Spaziergang machen!" rief Derek. "Ja, haben wir ja auch. Soweit ich mich erinnere, Kleiner – und ich erinnere mich eigentlich sehr genau an Gespräche – habe ich gesagt wir gehen Spazieren – wo habe ich nicht festgelegt..." verschmitzt grinste er Selvaggia an. "Ist dir in den Sinn gekommen, dass wir davon ausgegangen sind, dass ihr in Paris rumlauft?" fragte Derek ärgerlich. Um Belials Mundwinkel zuckte es belustigt. Er war froh, dass Derek ihn nicht sah. "Ich bin davon ausgegangen, dass ihr beide wisst, dass meine Patenkinder bei Selvaggia und mir in den besten Händen sind. Also komm auf den Boden, Kleiner. Die beiden Süßen sind sicher. Die schlafen gerade in ihrem neuen Zimmer in meinem - oder besser Selvaggias Palazzo und träumen selig." "Dein Palazzo? Selvaggias?" fragte Derek verblüfft. 
"Ach Derek, bitte, du glaubst doch wohl nicht, dass ich mich – wenn ich auf der Erde bin – nur im Boulevard oder im Legat aufhalten kann? Ich habe weit verstreuten Grundbesitz, Kleiner. Ich habe sogar eine Villa in Paris – auch wenn ich die momentan seltener nutze, ein kleines Cottage auf Angel Island habe ich letztes Jahr erworben, ich habe ein Penthouse in London, eine Villa in Nizza und eine in Hollywood, ein Chateau in der Schweiz, vier oder fünf Anwesen in Deutschland, eins in Polen und in Russland, ein riesiges Haus mitten im Wald in Kanada und ein Penthouse in Sydney und eins in Canberra. Die Wohnungen und Häuser in anderen Städten aufzuzählen würde echt zu lange dauern. Ich kann dir von Paymon aber gern mal eine Liste schreiben lassen und du entscheidest mit Rachel wo du gern mal Urlaub machen willst. Und wir sind zum Abendessen zurück, versprochen!"
Derek seufzte. "Gut, dann gibt es das Donnerwetter heute Abend!" drohte er und legte auf. "Autsch..." murmelte Belial belustigt. "Stehst du das Donnerwetter von Derek gemeinsam mit mir durch, Hexlein?" fragte er. Sie lächelte scheu und nickte. "Natürlich." antwortete sie liebevoll. Er führte sie durch den Rest des Palazzos und Selvaggia machte eifrig Notizen, sie diskutierten über die zukünftige Einrichtung... Gegen Abend meldeten sich lautstark die Zwillinge. Liebevoll nahmen Belial und Selvaggia die beiden auf den Arm und kehrten nach Paris zurück. Eine ärgerliche Rachel empfing ihn. "Wie kannst du es wagen, die beiden nach Italien mitzunehmen ohne uns Bescheid zu sagen?!" wollte sie wissen. "Ach, Schwesterchen, du solltest dich langsam daran gewöhnen, dass das Leben mit mir als Patenonkel deiner Kinder nie langweilig wird." meinte er jungenhaft grinsend. "Oh, du,... du bist unmöglich!" rief sie. "Es war wirklich alles in Ordnung, Rachel. Die beiden haben geschlafen und... und wir haben eine Kerze angezündet, für... für den Himmlischen Vater und... wir hatten alle viel Spaß." mischte Selvaggia sich ein. Rachel seufzte. "Wieso kann ich dem Kerl nie böse sein?!" fragte sie resigniert an die Hausdame des Boulevard Haussmann gewandt. Belial lachte, legte Rachel einen Arm um die Schulter und meinte: "Ganz einfach: Du magst mich, Schwesterherz, und du weißt, dass die Kinder bei mir sicher sind und ich nie zulassen würde, dass den beiden Herzchen was geschieht."
Kat und Julien grinsten einander an. "Du gehst ja ziemlich forsch ran, Belial." meinte der Student belustigt. "Venedig und dann gleich den Palazzo präsentieren... wow..." "Ich präsentiere nicht, Küken, ich habe meinem kleinen Hexlein ein Geschenk gemacht. Als Zeichen, dass ich es aufrichtig mit ihr meine... und ich habe in gewisser Weise eins zurückbekommen." Er lächelte Selvaggia zärtlich an. "Denn ich weiß, durch unseren Himmlischen Vater, dass mein kleines Hexlein ebenso empfindet wie ich." Sie errötete. Kat umarmte sie impulsiv. "Ich freue mich so. Pass auf Onkel Belial auf, Selvi. Er hat ein wenig Glück verdient und du ebenso." Ihr Patenonkel grinste. "Danke Käthchen." murmelte er. "Und ich würde dich und Julien gern heute Abend nach dem Essen im Arbeitszimmer sprechen." Überrascht nickten die beiden jungen Leute. Selvaggia drückte noch einmal zärtlich Belials Hand bevor sie in die Küche zu Mathilde huschte. Er warf ihr einen liebevollen Blick nach. "Es ist erstaunlich wie schnell das mit euch ging..." meinte Derek belustigt. "Schnell? Kleiner, Selvaggia ist seit über 500 Jahren in mich verliebt - vermute ich - und außerdem haben wir beide ähnliche Erfahrungen gemacht. Beide haben wir jemandem vertraut und Zuneigung geschenkt der es nicht verdient hat. Sie diesem Opportunisten, der sich von seiner Familie kirchliche Ämter hat kaufen lassen und sie nur als Mätresse wollte und ich habe das auch durch, mit Lilith. Und mal ehrlich: Selvi ist so gesehen sogar älter als ihr vier Küken zusammen!" meinte er.
Nach dem Essen trafen Kat und Julien Belial wie verabredet im Arbeitszimmer. Michael, Raphael und Seraphiel warteten bereits mit Hagiel. "Es gibt Neuigkeiten - ziemlich üble sogar... Wie du vermutet hast, Lucifer, hat Logos Anhänger um sich geschart, wie du damals..." meinte Michael grimmig. "So wie du aussiehst sind ein oder zwei deiner Hilfsengel dabei." murmelte Belial. Der Erzengel nickte. "Wir sind noch bei den Festnahmen, aber unser Himmlischer Vater hatte mit Logos keine Nachsicht. Er hat beschlossen, dass die abtrünnigen Engel keine Chance zum Widerstand und zum Aufruhr bekommen werden und hat beschlossen ihre Existenz zu beenden. Der Verrat geht durch alle Ränge und auch bei dir... nun ja... Einige gefallene Engel sind auch unter den Verrätern. Unser Himmlischer Vater war sehr gründlich, Lucifer. Logos hatte denen die dir damals folgten versprochen, sie könnten in den Himmel zurück sobald er die Herrschaft übernommen hätte." Er reichte Lucifer eine Liste. "Was Lilith betrifft... der Himmlische Vater würde gern wissen was du mit ihr tun wirst?" Belial sah von der Liste auf und schnaubte. "Ich werde sie vermutlich im Tartaros verrotten lassen." "Und damit tust du ihr einen Gefallen - sie ist eine Dämonin, ein Wesen der Dunkelheit. Entfernt vom Höchsten fühlt sie sich wohler als in seiner Nähe. Unser Himmlischer Vater hat einen anderen Vorschlag..." Interessiert blickte Belial Hagiel an. "Lass hören!" "Er würde Lilith in einen Baum verwandelt in den Garten Eden setzen, der stetig vom Licht seiner Gnade beschienen wird, stetig in seiner Nähe." 
Nachdenklich ging Lucifer zum Fenster und sah hinaus. "Ich werde darüber nachdenken. Das wäre natürlich noch eine Stufe härter als sie einfach in der Unterwelt zu isolieren und verrotten zu lassen. Ich muss mir auch Gedanken darüber machen, was mit den elenden Verrätern in meinen Reihen passieren soll." sagte er leise. Kat merkte, dass er immer noch verletzt war. "Soll ich mich mit Paymon und Satanael um die Liste kümmern, Onkel Belial? Und du könntest mit Selvi reden was sie meint - wegen Lilith." schlug sie vor. Belial drehte sich zu ihr um und lächelte. "Mit Selvi reden ist vielleicht eine gute Idee - und nein, um die Liste kümmere ich mich selbst, Käthchen, aber danke für das Angebot." Michael räusperte sich. "Soweit es sich um gefallene Engel handelt, Lucifer, bietet unser Himmlischer Vater dir die gleiche Lösung wie für die Verräter in unseren Reihen an: Er würde sie auslöschen. Für die zwei oder drei Dämonen neben Lilith gäbe es ähnliche Strafansätze wie den für Lilith oder auch eine komplette Auslöschung." Belial nickte. "Verstehe. Ich denke darüber nach. Bei einigen will ich vorher wissen, was Logos ihnen geboten hat. Ich will verstehen, wieso sie mich verraten haben und was das Äquivalent zu den 30 Silberlingen war die Judas bekam..." 
Michael nickte. "Dann verabschieden wir uns erst einmal. Das Angebot unseres Himmlischen Vaters dir bei den Bestrafungen beizustehen steht unumstößlich und solltest du unsere Hilfe brauchen, sei es mit Lilith oder einem der anderen Verräter werden wir da sein." Die Engel verschwanden. "Es ist schon recht spät, ich werde mich auch zurückziehen und..." Es klopfte und Belial sah überrascht zur Tür, dann lächelte er. "Komm rein, Selvaggia, du brauchst nicht klopfen!" rief er die Hausdame des Boulevard Haussmann herein. Zaghaft öffnete sich die Tür. "Oh, die anderen sind schon weg? Ich habe Kaffee und Tee gemacht und Tilly hat Kekse gebacken. Wir dachten, ihr... du willst deinen... ähm... Gästen vielleicht etwas anbieten." Belial lachte liebevoll. "Ach Selvi, die Engel sind hier keine Gäste, genausowenig wie ich. Ich bin momentan nur der... na ja.. ranghöchste Botschafter vor Ort, wenn du so willst." erklärte er. "Aber Kaffee, das klingt wundervoll, mein Hexlein." Selvaggia lächelte ihn zärtlich an, stellte das Tablett mit den Kannen und dem Geschirr samt Keksen auf den Tisch und schenkte ihm eine große Tasse Kaffee ein, die sie ihm in die Hand drückte, bevor sie Kat und Julien mit Tee versorgte. 
"Käthchen?" hörte Kat Belial in ihren Gedanken flüstern. Sie sah ihn an. "Wenn ich nicht hier bin, aber du... pass auf Selvaggia auf - bitte." Sie nickte leicht.
"Ich denke, ihr beide wollt jetzt allein sein und Kat und ich gehen dann mal." meinte Julien und wollte seine Freundin mit sich aus dem Arbeitszimmer ziehen. "Ah, Moment... also... ich habe Selvaggia ja diesen Palazzo in Venedig geschenkt und wir beide haben uns den mal angesehen und Pläne gemacht... und wir wollen auch Kinderzimmer haben, denn... " er Belial räusperte sich. "Oh, Selvi kann gefahrlos..." "Unsinn, Kat! Davon rede ich nicht! Ich werde das Leben meiner wundervollen kleinen Hexe nicht riskieren! Ein Nephilim würde sie das Leben kosten! Ich rede von deinen Geschwistern, Samantha, irgendwann euren Kindern, Enkeln und Urenkeln und so weiter. Selvaggia und ich werden immer so etwas wie Onkel und Tante sein oder Großeltern zu denen die Kinder der Familie gern kommen - und in den Ferien vielleicht dann ja auch nach Venedig. Und es wäre schön, wenn du, Julien, mit Hamaliel reden könntest, denn die Lösung für Samanthas Zimmer gefällt mir sehr gut. Ich brauche dafür allerdings die Erlaubnis, wenn ich mir nicht noch mehr Minuspunkte auf der "Böse-Jungs"-Liste einhandeln will." Julien grinste. "Ich versuche das zu regeln. Notfalls rede ich mit Michael." Dankbar nickte Belial ihm zu und umarmte Kat und ihn bevor sie das Arbeitszimmer verließen.
"Ich freue mich so für Onkel Belial." flüsterte Kat glücklich. "Ja, ich auch. Und ich denke, Selvi wird ihm raten, die Hilfe bei der Bestrafung anzunehmen. Vermutlich ist sie verdammt sauer auf Lilith und die anderen." antwortete Julien nachdenklich. In der Küche trafen sie auf Mathilde und Hagiel, der lächelnd mit Lucas-Lucian spielte. "Deine Eltern machen noch einen kleinen Spaziergang mit Alex und Nick. Die beiden sind vorhin noch gekommen, kaum dass ihr im Arbeitszimmer verschwunden seid. Hagiel hier hat sich angeboten mir bei der Beaufsichtigung der Kinder zu helfen." informierte die Küchenfee des Boulevard sie mit einem Lächeln. Hagiel lachte leise. "Aber nur, weil du phantastischen Kräutertee machst, Tilly." neckte er die Hexe. Sie seufzte. "Ja, aber ich kann die Kräuter leider nicht selber sammeln. Mit Zauberei... war ich... aber nein, Flugsalbe werde ich nie, nie wieder herstellen!" Hagiel lächelte. "Katherine, Juliel, passt ihr mal einen kleinen Augenblick auf? Ich muss kurz etwas abklären." Die beiden stimmten überrascht zu und Hagiel verschwand. Als er kurz darauf zurückkam, hatte er drei Besen bei sich.
"Ich darf diese drei Besen beleben - für dich den einen, Tilly, für Selvaggia den zweiten und den dritten für Kat. Dazu müsst ihr ihnen nur erstmal Namen geben bevor ihr die Rufsprüche entwickelt. Und sie werden nur bei euch funktionieren und mit eurem... nun Ableben vielleicht nur in Kats Fall... diese Kraft wieder verlieren." Er drückte Kat und Mathilde je einen Besen in die Hand. "Was soll ich damit?" fragte Mathilde verwirrt. "Ähm... Fliegen? Ich dachte, Hexen fliegen mit Besen? Zumindest in den Büchern die ich gesehen habe, auf den Bildern. Da war "Die kleine Hexe" von einem Ottfried Preussler oder Bibi Blocksberg... da gibt es auch Filme. Die fliegt auf einem Besen der Kartoffelbrei heißt und ihre Mutter hat einen Besen namens Baldrian. Und Harry Potter fliegt einen Feuerblitz oder einen Nimbus 2000." antwortete Hagiel ratlos. Mathilde kicherte. "Das sind Kinderbücher und Kinderfilme! Im Märchen fliegen Hexen auf Besen oder ähnlichem, aber nur weil die Realtität viel zu grausam wäre!" Hagiel seufzte, dann sagte er jedoch mit einem Lächeln: "Nie wieder Flugsalbe, Tilly. Nur Mut! Und wenn es weiter weg ist - ich würde dir die Möglichkeit geben mich zu rufen und bringe dich dann zum Kräutersammeln. Wie klingt das?" 
"Ich bin eine Hexe und Sie, Hagiel, sind ein Engel, zudem ein ziemlich mächtiger, das geht doch nicht." murmelte Mathilde verlegen. Hagiel schüttelte den Kopf. "Tilly, was geht und was nicht ist hier im Boulevard Haussmann 13 ja wohl relativ. Wenn ich komme, solltest du mich brauchen - oder einen der Dynameis oder Kyriotes schicke, sollte ich verhindert sein, dann ist das meine Entscheidung! Und  außerdem: Wenn ihr Besen benutzt macht ihr die Botschaft von Himmel und Hölle doch an sich sehr sympathisch. Die Hexen in den Kinderbüchern die ich gelesen habe waren an sich alle sehr nett. Und hör bitte auf mich zu siezen, Tilly! Ich bin Hagiel und dabei bleibt es!" Mathilde lächelte erfreut und errötete. "Aber es ist schon wirklich lächerlich, Hagiel." flüsterte sie. "Aber sympathisch lächerlich, Tilly." antwortete der Engel belustigt. "Pegasus... ich glaube, Pegasus würde mir gefallen..." murmelte sie. Hagiel nickte. "Hübsch, dann brauchen wir jetzt einen Reim um ihn zu rufen. Halt ihn gut fest und denk nach." "Hm... Mein Pegasus, eile zu mir...äh...." "Gemeinsam dann durch die Lüfte fliegen wir....Hex Hex." Schlug Kat mit einem Lächeln vor. Mathilde lächelte, wiederholte den gesamten Spruch und der Besen erzitterte in ihrer Hand. Auf dem Stiel erschien in geschwungenen Buchstaben: Mathildes Pegasus.
"Jetzt du, Katherine..." "Ähm... ich bin keine Hexe..." widersprach sie. "Aha... also für mich haben Hexen ein Grimoire, können zaubern... und an sich haben sie einen Pakt mit Lucifer geschlossen - wobei den unser Himmlischer Vater für euch auf andere Weise geschlossen hat indem er bei deiner Taufe Lucifer als deinen Paten akzeptiert hat. Und das Grimoire hast du auch - und zaubern kannst du ebenfalls..." Er grinste sie an. "Wozu macht dich das?" Kat lächelte gezwungen. "Ja, gut... ich bin eine böse böse Hexe!" "Böse? Sicher nicht. Du bist immerhin auch eine Seraphe, aber eine Seraph-Hexe oder eine Hexen-Seraphe? Natürlich kannst du auch so fliegen oder durch die Kräfte als Engel überall hin, meine liebe Patentochter Anais, aber ehrlich gesagt seid ihr als Botschafter später glaubhafter, Julien und du, wenn er, der belesene Theologe die nette fröhliche kleine Hexe geheiratet hat, die mit dem Besen über Paris fliegt."
"Hm... na gut... überredet, Onkel Hagiel - aber nur, weil ich einsehe, dass du vielleicht recht hast." Der Engel zog eine Augenbraue hoch und lächelte vielsagend. Kat streckte ihm die Zunge raus.
Dann überlegte sie jedoch... "Gedankenblitz...  Eins-zwei-drei Gedankenblitz, mit mir durch die Wolken flitz... Hex Hex...?" Auch in Kats Hand bewegte sich der Besen, nur hüpfte er bei ihr übermütig auf und ab - so heftig, dass sie ihn kaum halten konnte. Hagiel sah wie beiläufig auf seine makellosen Fingernägel als Kat ihn vorwurfsvoll ansah. "Ach, hatte ich erwähnt, dass die Besen dazu neigen die Persönlichkeit der Person anzunehmen die auf ihnen fliegen wird?" meinte er belustigt. "Und du, meine liebe Patentochter, bist nun einmal wesentlich aufmüpfiger als die liebe Tilly." fügte er hinzu als auf dem Stiel erschien: Katherine-Lucia-Seraphina-Maya-Micaela-Samira-Anais-Sigrune-Dieudonnées Gedankenblitz.
Während Kat, Mathilde und Julien bei Hagiel in der Küche waren unterhielt sich Selvaggia mit dem Höllenfürst. Belial setzte sich mit seiner Tasse Kaffee Selvaggia gegenüber und schenkte ihr ein liebevolles Lächeln und nahm einen Schluck aus seiner Tasse. Er bediente sich auch an den selbstgebackenen Keksen.
"Was wurde denn im Himmel beschlossen, wegen der Sache? Du siehst so nachdenklich aus." fragte sie ihren Freund. "Nun ja... der himmlische Vater greift hart durch was die Bestrafung der Engel angeht. Er wird Logos und die anderen Engel die in der Sache mit drin steckten... auslöschen, absolut austilgen... vermutlich auch aus den... nun... Listen... Michael berichtete mir, dass Logos, denen die mir damals folgten versprochen hat... sie könnten in den Himmel zurück sobald er die Herrschaft übernommen hätte." Sie sah ihn erstaunt an. "Gefallene Engel... aus der Hölle... sozusagen einige deiner Untergebenen stecken auch noch mit drin?" fragte die Hexe fassungslos. Er nickte. Selvaggia konnte nur erahnen was gerade in ihm vorging und wie er sich fühlte. In seinen Augen konnte sie eine gewisse Traurigkeit und Enttäuschung erkennen. Weitere Gefühlsregungen schien er vor ihr zu verbergen. Sie war sich nicht sicher wie sehr er verletzt war wegen des Verrates vor allem aus seinen eigenen Reihen. Sie vermutete dass ihn das jedoch sehr beschäftigte. 
"Und Lilith würde er gerne in einen Baum verwandelt in den Garten Eden setzen, der stetig vom Licht seiner Gnade beschienen wird, stetig in seiner Nähe." Sie riss die Augen auf. "Au weia, das ist hart! Aber wenn du mich fragst sie hat nichts anderes verdient! Dieses verdammte Weib hat versucht dich zu vergiften!" Belial nickte und verzog weiterhin keine Miene. 
Nach einem weiteren Schluck seines Kaffees berichtete er: "Was die gefallenen Engel angeht hat er mir auch die komplette Auslöschung angeboten. Ich möchte aber zuvor noch mit ihnen reden, ich will wissen warum sie mich verraten haben." "Und wenn du mit ihnen geredet hast überlässt du sie ebenfalls dem himmlischen Vater?" Er zuckte mit den Schultern. "Vermutlich, denn in meiner Nähe möchte ich diese Verräter auch nicht wirklich haben." "Lass sie ebenfalls auslöschen, diese fiesen, verdammten Verräter!" rief sie laut und wütend. Er blickte überrascht von seiner Tasse hoch. "Selvi! So im Ton vergriffen habe ich dich ja noch nie gehört!" "Bisher hat ja auch noch niemand versucht meinen Freund umzubringen." erklärte sie empört.  Er trank seine Tasse leer und schenkte ihr nun ein liebevolles Lächeln. "Und ich habe dich für ein mitfühlendes zartes, scheues Blümchen gehalten." erklärte er belustigt. "Ha! Mitfühlend vielleicht - aber nicht mit so einem Abschaum!" antwortete sie fast ein wenig trotzig. Er grinste und murmelte dann einen Zauber. Er beendete ihn mit einer komplizierten Handbewegung. 
"Was hast du gemacht, wenn ich fragen darf?" wollte die Hexe wissen. "Ich habe die Verräter in den Tartaros verbannt, jedoch getrennt voneinander und von Lilith." Er stellte die leere Kaffeetasse auf das Tablett, nahm sich noch einen der Kekse, stand auf und stellte sich neben Selvaggia. Er zog sie sanft hoch und umarmte sie, während er ihr einen langen leidenschaftlichen Kuss gab. "Ich liebe dich Selvaggia Bragi!" Sie errötete. "Und ich dich... Lu... Lucifer." Er lächelte. "Nur wenn wir unter uns sind oder hier. Ansonsten nimm lieber Lucian... Du hast ja mitbekommen was in Venedig im Markusdom passiert ist als ich mich verplappert habe." Sie nickte. "Ich danke dir für das Gespräch, meine süße Hexe. Ich muss noch etwas arbeiten, dem Himmlischen Vater die Entscheidungen mitteilen und dann komme ich nach." Sie lächelte ihn liebevoll an, "Ich habe noch Kaffeetorte in der Küche..." säuselte sie verführerisch, nahm das Tablett und lächelte als er ihr folgte als sie in die Küche ging.
Belial blieb in der Türe stehen, lehnte sich an den Türrahmen, schüttelte den Kopf und grinste während er den Rest seines Kekses aß. Selvaggia zwängte sich zwischen ihm und dem Türrahmen hindurch um das Tablett abzustellen. Die zwei jungen Leuten die mit dem Gesicht zur Tür standen und  die beiden zuerst erblickten grinsten verschmitzt als sich die beiden "Verliebten" berührten und diese Berührung auch sichtlich genossen. "Wollt ihr auch noch Kekse?" bot sie Kat, Julien und auch Hagiel an. "Oh, ja gerne!" rief der Engel erfreut und griff in die Schale. "Oh - die sind phantastisch!" rief er begeistert. "Da kann ich dir nur rechtgeben, Tilly backt die besten Kekse weit und breit." Die Köchin lächelte verlegen. "Vielen Dank!" 
Der Fürst der Finsternis wandte sich an Hagiel. "Und was machst du? Schenkst den Damen Besen?" fragte er etwas belustigst, während er die kleine Samantha begrüßte die ihm die Arme entgegenstreckte und lächelte seine kleine Patentochter liebevoll an. "Gehst du so lange zu Tante Selvi, während ich Samantha habe? Wir beide kuscheln nachher noch, bevor du schlafen gehst." zwinkerte er ihr zu. "Lufi, kusel." Das kleine Mädchen sah zu Selvi und lächelte dann als diese sie liebevoll begrüßte. Hagiel grinste. "Ich fand die Idee mit den Besen gut und hatte gedacht, das sei normal - zumal ich viel über Hexen auf Besen gelesen und gehört habe... aber Tilly meint... na ja.. aber wir sind überein gekommen, dass es sympathisch ist." Belial lachte leise. "Nun, dann werde ich mit den Damen noch ein paar Verbesserungen vornehmen, wie Polsterungs- und Windschutzzauber oder Wetterschutzzauber, aber sonst.. ja, vielleicht ist das wirklich sympathisch." Hagiel zwinkerte Selvaggia zu. "
"Ach Hagiel, könntest du bitte nachher Gabriel oder Michael sagen dass ich das Angebot der Bestrafung  für die Verräter aus meinen Reihen des  himmlischen Vaters  annehme, ich aber vorher erst noch... Klarheit brauche. Ich lasse es ihn wissen wenn ich mit ihnen fertig bin." fragte er den Erzengel und bemühte sich freundlich zu sein. "Kann ich machen Lucifer, wenn du mich schon so freundlich bittest!" Belial nickte ihm dankend zu. "Der dritte Besen ist übrigens für dich Selvaggia. du musst ihm nur noch einen Namen geben und dir einen Zauberspruch ausdenken." Die lachte und meinte belustigt: "Wunderbar - ich wollte schon  immer mal auf einem Besen fliegen - wobei... eigentlich hatte ich von  einem fliegenden Staubsauger geträumt." Als Hagiel anbot ihr einen  Staubsauger "zu beleben" winkte sie lachend ab und meinte, ein Besen sei  ausreichend. "Danke, das mit dem Zauberspruch werde ich heute Abend noch machen." Lucifer seufzte. 
"Das war mal wieder schön mit euch einen Spaziergang zu machen!" hörten sie Alex, glücklich sagen als die vier Freunde durch die Haustür des Boulevards in die Eingangshalle traten. "Und wie war eure Besprechung, Belial?" erkundigte sich Nick. Der Höllenfürst warf ihm einen kurzen, genervten Blick zu. "Nun ja... es hat sich herausgestellt , dass beide Seiten an der Sache beteiligt waren. Nun muss ich überlegen, ob ich die Verräter aus meinen Reihen auch dem himmlischen Vater überlasse, er hat mir angeboten sie gleichermaßen zu bestrafen, wie die beteiligten Engel. Ich werde das Angebot wohl annehmen, sobald ich mit ihnen persönlich... abgerechnet habe." Nick räusperte sich. "Muss hart sein, wenn man von seinen eigenen Leuten verraten wird. Ich hatte so eine verräterische Ratte in meiner Einheit bei der Armee." murmelte er. Lucifer warf ihm einen verletzten, enttäuschten Blick zu und Nick hatte seine unausgesprochene Antwort. "So wir ziehen uns dann mal wieder zurück, aber wir treffen uns ja bald wieder, wie vorher besprochen." sagte Rachel überwiegend an Nick und Alex gerichtet. "Kat, Julien kommt ihr gleich mit?" "Ja und danke für den Besen Hagiel!" kicherte Kat. "Onkel Belial?" "Ich komme nachher nochmal vorbei. Ich muss vorher noch etwas erledigen." erklärte er. Sie verabschiedeten sich von allen und traten durch das Portal, noch bevor Selvaggia ihre extra für Lucifer gebackene Kaffeetorte aus dem Kühlschrank holte.
Nachdem die Raynes gegangen waren servierte Selvaggia ihre Kaffeetorte den restlichen Anwesenden, da Belial meinte, allein könne er die sowieso nicht essen. Hagiel verabschiedete sich als erstes, nachdem er mit seinem Stück fertig war. "Lucifer,ich werde unserem Vater deine Entscheidung ausrichten, und dass du Bescheid gibst, sobald du mit ihnen... geredet hast." Lucifer bedankte sich mit einer freundlichen Geste bei dem Erzengel. "Noch einen schönen Abend euch allen." Daraufhin verschwand er. "Ich muss auch noch etwas erledigen, bevor ich zu den Raynes muss um mit Luciana zu kuscheln, das ist schon fast zum Ritual geworden, für die Kleine." lächelte er mit einem gewissen Stolz im Gesicht. Er küsste Selvaggia zärtlich bevor er die Küche verließ und in seinem Arbeitszimmer verschwand. >Vermutlich werden Sariel und Raphael mich mit einer Rüge zurechtweisen, wenn sie erfahren dass ich in der Unterwelt mit Lilith und den restlichen Verrätern, vor der offiziellen Bestrafung abrechne, da sie meinten ich solle mich noch schonen.< dachte er einen kurzen Moment,  beschloss aber mit der Rüge leben zu können.
Er verschwand mit einem Zwinkern in der Unterwelt - in den Tartaros um genauer zu sein, zusammen mit einem seiner Folterknechte, den er dazu gerufen hatte, erschien er zuerst vor Lilith. "Hallo Verräterin, warum hast du uns verschwiegen, dass noch andere Engel und gefallene Engel neben dir und Logos beteiligt waren?" wollte er wissen. Sein Ton klang sehr wütend. "Welche Rolle spielt das noch?" grinste sie hämisch. "Dir wird dein Hochmut schon noch vergehen Lilith, wenn du erst deine Strafe erfährst." Sie sah ihn überrascht an als sie merkte, dass er keine Scherze machte und die Strafe die sie zu erwarten hatte wohl recht übel war. Als der Folterknecht neben ihn trat, fing sie zu betteln an. "Bitte Lucifer, wir können doch das Ganze einfach vergessen und noch mal von vorne anfangen? Ich liebe dich, für mich waren sehr wohl Gefühle im Spiel. Bitte Lucifer, ich..." er unterbrach ihre Bettelei mit einer Handbewegung. "Schweig! Ich kann deine ewigen Betteleien nicht mehr ertragen. Du hast dir das Ganze selbst zuzuschreiben, Lilith!" sprach er in sehr strengem Ton mit der Dämonin.
Mit einer Geste an den Folterknecht gab er das Zeichen er möge beginnen. Lilith kauerte sich erschrocken in ihrer Zelle zusammen. "Morgen werde ich dich dann deiner endgültigen Strafe zuführen lassen." erklärte er ruhig, aber scharf. Mit Spott fügte er hinzu: "Sie wird dir sicher gefallen, du kannst dich darin sonnen..." Er wandte sich ab und beschäftigte sich mit einem der gefallen Engel die ihn verraten hatten. Währenddessen warf er immer wieder einen Blick auf Lilith die gerade gefoltert wurde. Er fühlte eine gewisse Genugtuung.
Nachdem er mit der Befragung fertig war, begab er sich wieder in den Boulevard um unter der Dusche den Schwefelgeruch der Hölle abzuwaschen, bevor er sich durch das Portal ins Legat begab. In der großen Eingangshalle kam ihm Derek entgegen der gerade mit zwei Fläschchen aus der Küche kam. "Hallo Belial, die Zwillinge sind im Wohnzimmer, sie wollten nicht schlafen, bevor du da bist. Christina Luciana hat sich wohl daran erinnert, dass du ihr versprochen hast mit ihr zu kuscheln. Sie hat die ganze Zeit über "Lufi kusel" gerufen, woraufhin auch Lucas Lucian "Lufi kusl" gerufen hat." Belial grinste erfreut. "Na das heißt dann wohl, dass ich dann heute mit beiden kuscheln muss!" meinte er als er Derek folgte. "Na so ein großes Opfer, das du darbringen musst." meinte Rachel lachend. "Das erbringe ich gern, schließlich habe ich ja zwei Arme, für jedes Kind einen und notfalls könnte ich mir noch ein zweites Paar Arme zulegen." scherzte er und setzte sich auf das Sofa. Derek und Rachel legten ihm in jeden Arm ein Baby mit samt der Flasche. Die beiden konnte diese schon perfekt selbst halten. 
Sie setzten  sich ihm gegenüber. Rachel beobachtete die Szene erfreut als sie sah wie liebevoll ihr höllischer Freund mit den Kleinen umging. Zu Anfang hätte sie sich nie vorstellen können dass er so zärtlich und lieb mit den Zwillingen umgehen könnte, geschweige denn, dass sie ihm mal vertrauen würde. Derek und Rachel wollten noch kurz wissen was jetzt bei der Besprechung herausgekommen war, da sie zu dem Zeitpunkt als er mit Selvaggia aus seinem Arbeitszimmer kam gerade mit Alex und Nick einen kleinen Spaziergang durch Paris unternommen hatten.
Nachdem er ihnen alles erzählt hatte und die Zwillinge in seinem Armen beim Kuscheln eingeschlafen waren wandte er sich an Derek. "Was hälst du davon, wenn wir die beiden ins Bett bringen, dann kann Rachel heute mal sitzen bleiben." Derek nickte schweigend und nahm ihm Lucas ab. "Vorsichtig trugen sie die beiden nach oben. "Geht es dir gut Derek? Du wirkst so bedrückt." Er nickte. "Ja klar, alles bestens." Der Höllenfürst seufzte. "Das ist eine Lüge! Ich habe dir versprochen dich nicht mehr anzulügen, erwarte aber dann auch von dir, dass du ehrlich zu mir bist!" sagte er nachdrücklich und fügte dann sanfter hinzu: "Ich merke doch, dass dich etwas beschäftigt, kleiner Bruder." Derek seufzte. "Dir kann man auch nichts vormachen!" Er schüttelte belustigt den Kopf. Derek bat Ihn in die Bibliothek nachdem die Zwillinge friedlich schlafend in ihren Bettchen lagen. "Julien sagst du Rachel bitte dass ich mit Belial in der Bibliothek bin? Wir kommen dann nachher wieder runter." bat er seinen "Schwiegersohn in Spe", als der den beiden auf dem Weg nach unten begegnete. Der junge Mann nickte. "Klar mach ich, Derek!" 
In der Bibliothek atmete der Praeceptor einmal tief durch. Er stellte zwei Weingläser auf den Tisch und holte eine Flasche aus dem kleinen Weinregal im Schreibtisch, öffnete sie und goss in beide Gläser etwas von dem Rotwein.  Immer noch stehend sagte er dann unvermittelt: "Der Engel der da war um hier zu reinigen wegen des Giftes... Was war das für ein Engel? Er hat die ganze Zeit von Vergebung und so geredet, der himmlische Vater würde mir verzeihen und so weiter. Ich müsse mir nur selbst vergeben." Lucifer setzte sich und trank einen Schluck des Weines. "Das war Zadkiel ein Engel der Vergebung. Er wurde vom himmlischen Vater zu dir geschickt um dir zu helfen über die... Schuldgefühle, die dich seit den Ereignissen in Tenochtitlan quälen, hinwegzukommen. Um dir klar zu machen, dass du so handeln musstest um zurückkehren zu können - in deinen eigenen Körper!" Der  jüngere, doch äußerlich älter wirkende der beiden Männer atmete tief ein. "Ja, ich weiß ja, dass ich..., dass Gott mir nicht die Schuld gibt, aber ich habe in den Tagen in Tenochtitlan echt angefangen an ihm zu zweifeln. Wie er so etwas zu lassen kann. Kinder zu opfern ... überhaupt jemand zu opfern!" fuhr Derek ihn fast an. 
"Du musst mich deshalb aber nicht so anfahren, ich kann nichts dafür. Und ich  verstehe dich Derek, ich habe viel mitbekommen, konnte spüren was in deinem Kopf vorging als ich dir geholfen habe Yaotl in Schach zu halten. Aber lass mich dir eins sagen, als Freund, als eine Art Bruder: Du machst dich auf Dauer nur selbst kaputt, wenn du dir die Schuld daran gibst und dir selbst nicht vergeben kannst Derek! Denk an die schönen Dinge die du hast, für die es sich lohnt. Rachel, Kat und die Zwillinge, die brauchen dich, als glücklichen Ehemann und Vater. Und stell dir vor was geschehen wäre, wenn man Yaotl in Tenochtitlan hingerichet hätte weil er sich als "unfähig" gezeigt hätte, während deine Seele in ihm war! Was meinst du was passiert wäre?" Derek erschauerte sichtlich. 
Unbarmherzig fuhr Belial fort: "Rachel wäre ein körperliches und seelisches Wrack! Stell dir vor er hätte Gewalt angewandt um sie seinem Willen zu unterwerfen und Christina und Lucas wären seine Kinder! Er hat Rachel doch angedroht, er würde Kinder von ihr opfern! Was er mit Kat gemacht hätte, darüber wollen wir wahrscheinlich beide nicht nachdenken! Vielleicht wäre Rachel ihm irgendwann zu langweilig geworden, vielleicht hätte er Kat als Zweitfrau genommen! Und er hätte mit dem Krieg, dem Hunger, der Pest und dem Tod letztes Jahr gemeinsame Sache gemacht! Auch das muss dir klar sein!" Derek sah Belial fassungslos an. "Hör doch auf solche... Horrorszenarien..." Unwillig unterbrach Belial ihn: "Du weißt, dass das die grausame Wahrheit gewesen wäre! Also sieh zu, dass du damit abschließt! Durch die Liebe von Rachel und auch Kat hast du Yaotl endgültig aus deinem Leben verbannt! Und ganz ehrlich: Unser Himmlischer Vater mag manchmal grausam erscheinen, Derek, aber er handelt immer mit Vorsehung: Ohne Yaotl wäre Yolotli nicht auch in diese "Seelentauschgeschichte" hineingerutscht und ihn haben wir im Kampf gegen die Apokalyptischen Reiter gebraucht. Ich bin mir sicher, Derek, wenn du in die Kirche gehen und ihn vor dem Altar anschreien würdest und dir den ganzen Frust und die Wut und den Ärger, den Unwillen, die Enttäuschung und den Schmerz von der Seele brüllen würdest, er würde es hören und es dich tröstend spüren lasse. Wohlmöglich würde er dir auch einen Engel schicken um dir seine Sicht mitzuteilen. Also reiß dich zusammen und sei der Mann den deine Familie braucht!"
Derek nickte. "Ihr habt vermutlich recht, der Zadkiel hat das auch schon gesagt. Das geht aber nicht von jetzt auf nachher. Ich arbeite daran versprochen. Aber dir geht das mit den Giftanschlägen auf dich auch ziemlich nahe, das bekommen wir auch alle mit, Belial. Sogar die Zwillinge spüren das." antwortete Derek ernst. Nicht ohne Sarkasmus in der Stimme antwortete Belial: "Na dann, haben wir beide einen Schmerz den wir überwinden müssen." Er hielt seinem Freund das Glas entgegen. Ein schöner klarer Ton erklang als die Gläser aneinander trafen. "Irgendwie ironisch, du sprichst mich an wegen meiner Probleme, weil du merkst, dass mich das beschäftigt und wenn man dich auf deine anspricht überspielst du es oder weichst geschickt aus." Lucifer lächelte und schwieg. "Oder du schweigst." stellte Derek fest. "Ich bin stärker als du, Brüderchen, verkrafte seelisch mehr als Menschen.Aber genug - ich denke, wir sollten Rachel noch ein wenig Gesellschaft leisten bevor ich wieder gehe." Er nahm sein Glas und verließ die Bibliothek.
Mit einem Seufzen folgte Derek ihm. Er entdeckte das Glas mit Wein jedoch auf einem Tisch im Korridor und hörte eine leise Unterhaltung aus dem Kinderzimmer. Das Kichern der Zwillinge mischte sich in die Stimmen von Gabriel und Belial. "Und du meinst wirklich das Windeln wechseln ohne Magie besser ist?" fragte der Erzengel zweifelnd, was ihm ein: "Stell dich nicht so an! Das können sogar Samyaza und Hamaliel ohne Magie!" Lucas kicherte. "Abil... Lu Lu-a muff muff..." Gabriel lachte leise. "Ja, das rieche ich, Lucas. Du müffelst wirklich etwas strenger!" sagte er liebevoll. Belials Lachen war sichtlich amüsiert. "Jetzt lernt dein Patenonkel Gabriel von mir wie man Windeln wechselt, mein Süßer! Dann brauchst du in Zukunft nur deinen Onkel Gabriel in Gedanken zu rufen und musst nicht mehr die Mama wecken." Erstaunt sah Derek wie Belial dem Erzengel geduldig erklärte was er tun musste und auf Christina-Lucianas Forderung: "Lufi - na ti lala?" als die beiden Kinder wieder frisch gewindelt in ihren Bettchen lagen sang Gabriel ihnen "Abends wenn ich schlafen geh'" aus Humperdinks Kinderoper "Hänsel und Gretel" vor. Die beiden waren selig eingeschlafen als er mit "... zweie die mich weisen ins himmlische Paradeisen..." endete. "Geh, ich bleibe bei den beiden." flüsterte er Belial zu und nickte in Dereks Richtung. Belial legte Gabriel dankend eine Hand auf die Schulter, dann verließ er mit einem Blick zurück das Kinderzimmer.
Derek reichte ihm das Weinglas. Belial lächelte und nahm es. Schweigend gingen sie ins Wohnzimmer zu Rachel, Kat und Julien. "Wer hat denn da oben eben gesungen? Ich vermute, Lucas und Christiana waren wieder wach?" fragte Rachel ganz Mutter. Sie lachte leise. "Die zwei sind immer total aufgekratzt wenn du da bist." "Gesungen, Schwesterherz, hat Gabriel - er ist übrigens auch oben. Die zwei Spätzchen sind frisch gewickelt und wenn ein weiterer Windelwechsel Not tut, dann kann Gabriel das bewerkstelligen. Er hat sich nicht ungeschickt angestellt. Zugegeben, Hamaliel war unerschrockener, aber gut..." Es wurde noch ein gemütlicher Abend bis Rachel und Derek sichtbar müde waren und Belial sich verabschiedete. Unsichtbar beobachtete er vier der sechs Menschen die ihm Familie waren und ihm wurde schmerzlich bewusst, dass er zwei von ihnen irgendwann verlieren würde. Traurig verließ er das Legat und zog sich seine kanadische Blockhütte zurück. Er brauchte Ruhe. Außerdem würde sein Foltermeister noch Bericht erstatten.
Einige Stunden später - Belial saß mit einem großen Becher Kaffee gedankenverloren auf der Terrasse als die ehemaligen Engel Harut und Marut zu ihm traten - die besten Folterer der Hölle.
Der eine der beiden reichte Belial eine Liste. "Batarel wollte in den Himmel zurück und zudem die Möglichkeit sich mit sterblichen Frauen zu vergnügen - wie er es schon einmal getan hat... Logos soll ihm wohl beides zugesichert haben. Danyal hatte ähnliche Ambitionen - allerdings wollte er Eloa als "Objekt der Begierde" - offenbar hat er etwas gelernt, wenn auch nicht viel." berichtete Marut verächtlich. "Eloa ist aus einer Träne von Jesus entstanden und so rein, die würde das nicht einmal überstehen!" meinte Belial entsetzt. Die beiden gefallenen Engel nickten. "Samael wollte seinen Platz unter den Erzengeln zurück. Und irgendwie kam immer wieder durch, dass die drei nicht verstehen konnten und können, dass unser Himmlischer Vater trotz allem für dich da ist und eigentlich auch von ihnen Treue und Loyalität gegenüber dir erwartet hätte wo sie sich doch eigentlich für dich entschieden hatten." fuhr Harut fort. Belial nickte nachdenklich.
"Was hält euch beide eigentlich in meinem Dienst?" fragte er unvermittelt. "Wir sind eher zwielichtige Gestalten, Chef. Das ganze Lobgehudel da oben würde mir auf den Senkel gehen. Das ist etwas, was wir an Ihnen schätzen, Chef: Sie bestehen nicht auf Lobhudelei sondern darauf, dass jeder von uns seine Arbeit macht - ohne Schleimerei oder Kriecherei." antwortete Marut ohne zu zögern. Belial lächelte. "Danke für die ehrlichen Worte - und danke für die gute Arbeit." Die beiden nickten und wollten sich verabschieden, doch Belial hielt sie zurück. "Ihr habt eher Ahnung als ich womit man... man einer Frau eine Freude machen kann... ich meine,..." Harut grinste Marut an. "Sir, Signorita Bragi würde sich sicher über ein paar Pralinen oder Blumen freuen. Viele Frauen stehen auch auf Schmuck oder Sie könnten ihr eine kleine Serenade am Abend singen..." Belial merkte wie er errötete. "Weiß eigentlich jeder inzwischen von Selvaggia und mir?" murmelte er. "Nur die, denen Sie... am Herzen liegen, Sir. Und ehrlich gesagt: Wir freuen uns für Sie. Samsapeel hat insgeheim schon eine Schutztruppe zusammengestellt und von Oben haben sie ihm mitteilen lassen, dass der Engel Lailah ihr als brüderlicher Freund beiseite stehen will." "Der Engel der Empfängnis?" fragte Belial mit belegter Stimme. "Nicht unsere Entscheidung, Chef, nur das, was wir gehört haben." murmelte Harut. Mit einer angedeuteten Verbeugung verschwanden die beiden.
Erschrocken drehte er sich um als er ein leises Räuspern hinter sich hörte, doch dann lächelte er überrascht. In der Tür zur Terrasse stand Selvaggia. "Ich habe Hagiel gebeten mich zu dir zu bringen. Er... er weiß von Samyaza wo du bist. Soll ich wieder gehen?" Er sprang auf und zog sie zärtlich in seine Arme. "Nix da, Hexlein. Jetzt lernst du ein weiteres deiner neuen Heime kennen. Meine Blockhütte hier in Kanada steht ganz zu deiner Verfügung, mein Liebling." flüsterte er liebevoll und küsste sie sanft.
Er nahm ihre Hand und führte sie in das große Wohnzimmer. Vor dem wunderschönen Kamin lud ein gemütlich aussehendes Sofa zum Kuscheln ein. Die Möbel waren alle aus Naturholz, rustikal aber dennoch modern. Lucifer schnippte mit Daumen und Zeigefinger und ein knisterndes Feuer brannte im Kamin. "Möchtest du Musik hören?" Selvaggia die Musik sehr mochte nickte begeistert. Er machte eine Handbewegung und die Schiebetür eines Schrankes öffnete sich, dahinter tauchten so viele CD`s auf dass Selvaggia nicht einschätzen konnte wie viele es waren. "Ich bin sehr oft hier, eigentlich immer wenn ich allein sein will, weil ich mir über etwas Gedanken mache oder... mir einfach alles zu viel wird, dann such ich die Einsamkeit, was das letzte Jahr irgendwie sehr oft der Fall war, deshalb hab ich hier so viel CD`s. Da ich auch sehr gern Musik höre, ist im letzten Jahr einiges zusammen gekommen."
Er bemerkte den traurigen Blick seiner Freundin, deshalb fügte er liebevoll hinzu: "Aber du störst mich niemals Selvi! Mit dir bin ich auch gern zu zweit allein." Sie lächelte ihn erleichtert an. "Ich dachte schon ich würde stören." erklärte sie immer noch etwas schüchtern. Er lächelte zurück, trat neben sie, nahm ihre Hand und führte sie in die ebenfalls geräumige Küche mit einer integrierten Essecke und einem faszinierenden Ofen wie man ihn vor vielen, vielen Jahren zum Kochen verwendete einen modernen Herd gab es nicht in der sonst, sehr schönen Holzküche. "Der Ofen ist ja phantastisch! Wie früher! Hast du Lebensmittel da? Dann könnte ich uns etwas kochen, wenn er noch funktioniert und... ich habe schon ewig nicht mehr auf so einem schönen Ofen gekocht. Was hast du da? Was soll ich kochen ich... " er unterbrach ihren freudigen Redefluss indem er ihr den Zeigefinger auf die Lippen legte. "Selvi, mich freut deine Begeisterung, aber Lebensmittel befinden sich hier keine. Ich esse nicht wenn ich hier bin, meinen Kaffee zaubere ich mir aus Wasser, da von dieser Blockhütte niemand weiß...  oder besser wusste außer Samyaza, kann ich hier ohne Gefahr zaubern was immer ich will. "Sag mir was du brauchst zum Kochen und ich zaubere dir alles her was du willst, meine süße Hexe." "Au ja, ..." rief die hübsche Hexe begeistert. "...ich koche uns ein schönes Menü, wir trinken ein Glas Wein dazu und  wir machen es uns hier total gemütlich." sie überlegte kurz. "Wir können doch bis morgen hier bleiben oder bis... ich weiß nicht wie der Zeitunterschied zu Paris ist." 
Er lachte. "Natürlich können wir hierbleiben solange wir wollen, da lasse ich mir keine Vorschriften machen wo ich mich wann aufhalte, das ist ganz allein meine Sache und sollten sie irgendwas brauchen kann ich ja auch von den Engel erreicht werden, mal ganz vom himmlischen Vater abgesehen. Also was brauchst du." Die Hexe überlegte. Sagte ihm dann was sie brauchte und er zauberte. Als sie alles zusammen hatte, schloss er sie zärtlich in seine Arme und küsste sie leidenschaftlich, bevor er ihr die Küche überließ. "Selvi, ich bin oben in meinem  Arbeitszimmer, komm einfach rauf, wenn du mit Kochen fertig bist oder du etwas brauchst." Sie nickte. Zuvor füllte er seine Kaffeetasse jedoch noch mit Wasser und zauberte sich beim Verlassen der Küche seinen Kaffee. 
In seinem Arbeitszimmer angekommen wurde er sofort wieder nachdenklich und traurig, er versuchte seine Gedanken zu ordnen, die ihn momentan quälten. 
Nach etwa einer Stunde riss Selvaggia ihn aus seinen Gedanken. Sie hatte aber sehr wohl bemerkt wie traurig und nachdenklich er aussah, wenn er sich unbeobachtet fühlte, wie so oft in letzter Zeit. Er ging wieder mit ihr nach unten und sie ließen sich das Essen schmecken. "Selvi, das war sehr lecker!" "Danke, das freut mich sehr, ich koche zwar nicht so perfekt wie Mathilde aber..." Er unterbrach sie. "Es war perfekt. Komm mit, die Küche zaubere ich nachher wieder sauber. Ich will..." er trat dicht neben sie und flüsterte ihr liebevoll ins Ohr." ... dich... jetzt ganz für mich." Er zog sie mit vor den Kamin. Sie kuschelten sich auf dem bequemen Sofa eng aneinander uns starrten in die lodernden Flammen des Kamins. "Lucifer?" "Ja Selvi?" Sie sah ihm in die Augen, er hielt ihrem Blick stand fragte dann unvermittelt: " Was liegt dir auf dem Herzen kleine Hexe?" Als er in der Art wie sie ihn ansah merkte dass sie etwas bedrückt. "Es ist... nun ja... ich bemerke schon eine ganze Weile dass dich irgendwas beschäftigt und traurig macht und das nicht erst seit... das mit den Anschlägen auf dich stattgefunden hat. Du kannst mit mir reden, wenn du willst!" Er atmete tief ein. "Ach Selvi, ich möchte dich nicht mit meinen trübsinnigen Gedanken belasten. Ich mach mir manchmal einfach Gedanken über Dinge die waren, die Zukunft... die mir in manchen Punkten echt Angst macht. Das Schlimmste ist..." sein Blick wurde noch etwas trauriger. "...dass ich irgendwann meine Freunde ...nein, lass uns nicht darüber nachdenken." Er drückte die Frau die in seinen Armen lag fester und begann sie abermals leidenschaftlich zu küssen.
Als die beiden am nächsten Tag wieder im Boulevard auftauchten, war es in San Francisco morgens. Eine aufgeregte Rachel tauchte durch das Portal auf. Belial und Selvaggia standen noch Hand in Hand in der Eingangshalle. "Belial, du musst mir helfen. Ich habe total die Zeit verschlafen und hab ein paar dringende Termine in der Stadt, Derek hält eine Vorlesung an der Sorbonne und ich kann die Zwillinge nicht mitnehmen. Kannst du bitte... " er unterbrach ihren aufgeregten Redefluss mit einem leisen Lachen. "Sicher kann ich Rachel." Sie lächelte ihn dankbar an. Er verabschiedete sich von Selvaggia. "Kannst ja später nachkommen wenn du Zeit und Lust hast, ich weiß nicht wie lange Rachel braucht." Er gab ihr einen langen, innigen Kuss und folgte Rachel durch das Portal. "Die Zwillinge kannst du..., ich glaube, die müssen gewickelt werden, würdest du... bitte? Ich muss mich noch umziehen, meine Haare richten und... " Rachel war etwas konfus. "Mach ruhig, ich kümmere mich um die beiden." versprach er.
Nach etwa fünfzehn Minuten kam Rachel herunter. Belial saß am Küchentisch hatte sich eine Tasse Kaffee aus der Padmaschine gemacht und fütterte gerade die Zwillinge. Sie warf einen Blick auf die Uhr und erschrak. "Oh mein Gott! Ich hab mich in der Zeit auch noch vertan und hab die Fähre in die Stadt verpasst. Das darf nicht wahr sein!" Lucifer grinste etwas belustigt. "Sag mal, du bist heute ganz schön durch den Wind. Wann musst du in der Stadt sein." erkundigte sich der Höllenfürst. "In zwanzig Minuten." antwortete seine "kleine Schwester". "Bleib ruhig, du kennst mich doch: Ich zaubere dich wohin du willst, Gabriel kann sich so lange um die Zwillinge kümmern, er kann das mittlerweile ganz gut und die beiden mögen ihn. Ich wollte ihn sowieso noch rufen, da ich mit ihm reden muss. Gabriel!" Sie wirkte erleichtert. Gabriel erschien. "Lucifer. Was gibt es?" Er erklärte kurz weshalb er ihn gerufen hatte und wandte sich dann wieder an die hübsche Blondine.
Er nahm Rachels Hand und zauberte sie zu dem Amt in dem sie ihren ersten Termin hatte. Sie blickte sich kurz um und zog ihn mit sich auf die gegenüberliegende Straßenseite zu einer Tafel auf der ein Stadtplan zu sehen war. "Was suchst du denn?" "Den... die Straße wo du mich dann später wieder abholen kannst." Sie wurde bleich und erstarrte und begann in ihrer Tasche zu wühlen. Belial wunderte sich über die Zerstreutheit seiner schwesterlichen Freundin. Sie ließ ihren Kopf auf seine Brust sinken. "Oh nein! Heute  ist nicht  mein Tag, ich hab mein Handy vergessen, wie komme ich später wieder zurück ohne eine halbe Ewigkeit durch die Stadt zu tuckern? Ich kann dich ja nicht..." Er legte ihr den Zeigefinger auf die Lippen und lächelte sie liebevoll und belustigt an. "Ach Schwesterchen... noch immer so kleingläubig? Hast du immer noch nicht begriffen, dass ich Abhilfe schaffen kann - ohne Technik?" Mit der anderen Hand strich er ihr sanft über den Kopf um so schien es eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht zu streifen. "Ich habe dir gerade die Fähigkeit gegeben mich in Gedanken zu erreichen, das war ohnehin längst schon überfällig. Sei also unbesorgt, Schwesterchen." Sie lächelte ihn dankbar an. "Du bist... echt ein Freund oder besser: Der beste große Bruder, den ein Mädchen sich wünschen kann. Danke Belial." Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. "Gern geschehen, bis später." 
Als er sich wieder ins Legat gezaubert hatte, saß Gabriel mit den Zwillingen immer noch in der Küche und spielte mit ihnen. Er lächelte den Fürst der Finsternis an als dieser sich zu ihm gesellte. "Ich glaub die beiden brauchen eine frische Windel." stellte Gabriel nach einer Weile fest. Belial nickte und nahm Christina und  Gabriel nahm Lucas auf den Arm. "Das nächste Mal ist dann Raphael dran, der kann auch noch Wickeln lernen." meinte Lucifer belustigt während sie die Zwillinge zu den  Wickelkommoden trugen. "Auf jeden Fall!" nickte Gabriel zustimmend und lachte leise.
Während des Wickelns fragte Gabriel: "Was wolltest du denn mit mir besprechen Lucifer? "
Er seufzte kurz. "Ich... habe gehört dass unser himmlischer Vater... " er räusperte sich kurz. "...Sevaggia den ...Engel Lailah geschickt haben soll... oder schicken wollte? Du weißt welcher Engel das ist?" Gabriel grinste etwas belustigt und nickte. "Weißt du etwas darüber? Und wenn ja was das zu bedeuten hat?" Der Erzengel schüttelte schnell den Kopf. "Könntest du bitte herausfinden... ob es stimmt und wenn ja bitte mit unserem Vater reden? Denn er weiß eigentlich genau aus welchen Gründen ich keine Kinder zeugen will!" "Klar, fragen kann ich." grinste Gabriel noch immer. Lucifer schlug ihm leicht mit der Hand gegen den Arm. "Grins nicht so frech dabei!" Was diesen jedoch noch mehr zum Lachen brachte. "Okay, ist das alles? Oder bedrückt dich noch etwas, Lucifer?" fragte er dann jedoch wieder ernst. "Das ist alles wobei ich deine Hilfe benötige, mit meinen anderen Sorgen muss ich selbst klar kommen. Obwohl, du kannst ihm noch mitteilen, dass ich seine Hilfe bei der Bestrafung annehme, er kann die Verräter haben." Gabriel grinste.
"Du könntest aber auch selbst mit unserem Vater in Kontakt treten um ihm deine Entscheidung mitzuteilen und bei der Gelegenheit kannst du dein anderes Anliegen, beziehungsweise deine Bedenken selbst vorbringen. Du sicherlich schon bemerkt, dass er dir dieses Privileg auch wieder eingeräumt hat. Und er würde dich auch gerne... mal wieder sehen, habe ich den Eindruck, wenn du auch nur als Gast im Himmel bist - Wobei... Vielleicht könnte er sich auch Logos als neuen Höllenfürsten vorstellen... Würde äußerlich eher passen..." Der Fürst der Finsternis atmete tief ein. "Ja... hab ich schon bemerkt, aber... es ist nicht so einfach für mich... nach all der Zeit. Bei Kats Taufe... da war er ja kurz anwesend, das war schon irgendwie... heftig für mich, so viel positive Energie. Und ihm wieder allein im Gespräch gegenüber zu stehen... Ich komme mir halt ungern wie ein kleiner Schuljunge vor, der kurz vor einem Eintrag ins Klassenbuch steht. Und auf den Himmel und so, zudem tagtäglich, da habe ich keine Lust, ehrlich nicht!" "Du solltest aber trotzdem selbst mit ihm reden, da er dir mit Sicherheit alles besser erklären kann, als wenn ich dir seine Worte wiedergebe." Lucifer seufzte, als er seine Patentochter wieder auf den Arm nahm um sich ins Wohnzimmer zu begeben. "Du bist sein Ältester - irgendwie... und du hast deinen freien Willen, den er zumeist akzeptiert. Und du weißt, dass er dich liebt, Lucifer. Sonst hätte er Raphael und Sariel nicht geschickt um dich zu heilen und er hätte nicht eingreifen müssen."
Die beiden Paten waren so sehr ins Spiel mit den Zwillingen vertieft, dass sie gar nicht mitbekamen, wie schnell die Zeit verging. Nach dem sie wieder gefüttert und gewickelt zum Mittagsschlaf in ihren Bettchen lagen, rief Rachel nach Belial damit er sie abholen käme. Er bat Gabriel noch eine kurze Weile erneut allein auf die Zwillinge Acht zu geben, dann tauchte er bei Rachel auf und brachte sie zurück ins Legat.  "Ich danke dir nochmals, du hast mir heute sehr geholfen."  sagte sie verlegen als sie im Kinderzimmer erschienen. Er lächelte. "Jederzeit. Ich muss jetzt aber wieder zurück, ich habe noch zu arbeiten. Richte Kat und Julien liebe Grüße aus wenn sie von der Uni und aus der Schule kommen. Derek sehe ich ja noch kurz in Paris." Er nahm sie kurz in den Arm bevor er sich verabschiedete.
Als Derek am Nachmittag durch das Portal trat wurde er freudig von seiner Frau begrüßt. Beim Nachmittagstee meinte sie: "Ich mache mir seit der Vergiftungssache etwas Sorgen um Belial. Er gibt sich zwar fröhlich und stark, aber er wirkt sehr bedrückt seitdem. Dabei dachte ich dass er jetzt eigentlich glücklich sein müsste da dieser Fall geklärt ist, ihm niemand mehr nach dem Leben trachtet und er mit Selvaggia zusammen ist." Derek nickte. "Die Sache scheint ihm mehr nahezugehen als er zugibt und beschäftigt ihn sehr. Aber er will nicht darüber reden, er meinte er sei stärker und könne seelische Schmerzen besser verkraften als wir... Menschen, dann hat er das Gespräch beendet." Rachel lächelte. "Ein typischer Fall von Verdrängung... vielleicht sollte ich mal als Psychologin mit ihm reden."
Zur gleichen Zeit in Paris. Selvaggia klopfte an die Tür von Belials Arbeitszimmer. "Lucifer?" fragte sie als sie eintrat. Er lächelte sie freundlich an. "Ja, mein Schatz?" "Ist alles in Ordnung? Du wirkst nachdenklich." Er kaute nervös wie ein kleiner Junge an seiner Unterlippe herum als er nickte. "Ich denke darüber nach wie ich es anstelle... mit dem Himmlischen Vater Kontakt aufzunehmen, das heißt ich weiß natürlich wie, nur wie ich mich überwinde. Gabriel meinte ich solle es selbst machen." "Also... an sich... Menschen beten... das weiß ich noch. Und immerhin waren wir doch gerade im Markusdom und haben die Kerzen mit Lucas-Lucian und Christina-Luciana angezündet. Hast du da nicht ein paar Worte an deinen Vater gerichtet?" Er schüttelt den Kopf. Plötzlich fühlte er, wie es in ihm belustigt flüsterte: "Je länger der Sünder die Buße verschiebt, um so mehr Züchtigung hat er zu erwarten." Belial zuckte zusammen. Machte der Himmlische Vater sich jetzt mit einem Zitat des Antonius von Padua, dem ersten Lehrer des Franziskanerordens und zudem des Schutzheiligen der Ehe lustig über ihn? "Wie selbst ein Messer aus härtestem Stahl des Schleifsteins bedarf, so braucht auch der Klügste manchmal Rat", Lucifer, und auch Hilfe." flüsterte es eindringlich und wieder mit einem Zitat, diesmal von Zarathustra, dem Begründer des Zoroastrismus.
"Was ist denn jetzt los?" fragte Selvaggia besorgt, als er plötzlich sichtlich zusammenzuckte und kurzfristig die Luft anhielt. Er atmete wieder aus und erklärte: "Der Vater hat mich kontaktiert und mir sozusagen durch die Blume zu verstehen gegeben, dass er mich sehen möchte." "Und du willst nicht gehen?" Er schüttelte den Kopf. "Nicht wirklich, ich fürchte mich irgendwie, auch wenn ich weiß dass er mich offensichtlich immer noch liebt, obwohl ich ihn hintergangen habe. Ich weiß nicht recht was er von mir erwartet, wenn ich seinem Wunsch nachkomme und im Himmel erscheine." 
Sie lief auf ihn zum setzte sich auf seinen Schoss und schlang die Arme um seinen Hals. "Du hast ihn eigentlich nicht hintergangen, sondern dich aufgelehnt. Du solltest gehen, wenn er dich schon bittet, irgendwann wird er es dir befehlen und außerdem je früher du gehst desto früher hast du es hinter dir." meinte sie und küsste ihn sanft auf die Wange. Er grinste. "Was ist das? Frauenlogik? Aber vermutlich hast du recht. Dann sollte ich mal gehen, oder?" Seine Freundin nickte und küsste ihn. Er schloss die Augen. "Himmlischer Vater Du willst, dass ich in den Himmel komme, wenn ich das richtig verstehe?" fragte er in Gedanken. "So ist es, Lucifer! Ich wusste, dass du meine Andeutung verstehst." klang es fast belustigt. "Also wann erscheinst du?" Der Höllenfürst atmete tief ein. "Am besten wohl... gleich, dann... außer du bist beschäftigt." "Nein, ich erwarte dich! Du kannst dich im Übrigen ungehindert direkt zu mir zaubern, ich habe dir das eingeräumt." Er seufzte und sah fast hilfesuchend die schöne Frau an die immer noch auf seinem Schoß saß. "Na dann, werd ich mich mal in den... Himmel begeben." sagte er ein wenig widerwillig und nahm Selvaggia auf den Arm als er mit ihr zusammen aufstand. Er stellte sie sanft auf ihre Füße, drückte sie ganz fest und küsste sie. Nach dem Kuss verschwand er. 
Er war sehr angespannt als er nach der langen Zeit das erste Mal wieder "allein" vor seinem Vater stand. "Freut mich dich zu sehen, Lucifer! sagte der freundlich, hatte aber dennoch etwas Strenges in seiner Stimme. Ihm war es als erwarte er eine Entschuldigung wegen damals. Er schluckte. Er atmete etwas schwer, die ganzen positiven, guten Gefühle die er hier im Himmel empfing, waren fast zu viel auf einmal für ihn. "Vater, falls du von mir erwartest, dass ich... Reue zeige, wegen meines Hochmuts und der Taten von damals... So kann ich wohl sagen: "Es tut mir leid, wie ich gehandelt habe. Ich werde mich aber nicht weiter entschuldigen oder um Vergebung bitten. Ich will auch nicht in den Himmel zurück, dazu habe ich selbst zu viel Verantwortung übernommen - für die, die damals mit mir gegangen sind und die, die später gegen dich gefehlt haben. Außerdem habe ich... ich habe eine Familie gewählt... irgendwie... und du hast das gebilligt und sogar gefördert... Ich meine... wobei müsste ich denn eigentlich noch um Verzeihung bitten? Ich denke du hast mir bereits vergeben, denn sonst hättetst du mir nicht derart viele Privilegien  zugestanden." sagte er fast schüchtern. Der himmlische Vater lächelte milde. "So ist es, mein Sohn. Ich habe dir vergeben und liebe dich noch immer, aber das dürfte dir mittlerweile auch sehr bewusst geworden sein." Lucifer nickte. 
"In erster Linie bist du hier mir deine Entscheidung wegen Lilith und der gefallenen Engel und Dämonen mitzuteilen?" Er sah seinen ehemaligen Erzengel abwartend an. "Ja Vater, ich habe mich entschieden. Es soll so geschehen wie es dein Vorschlag war. Mir erscheint das Urteil zwar hart, aber dennoch gerecht. Die gefallenen Engel haben zweifach betrogen, zweifach gefehlt: Erst gegen dich und dann gegen mich und auch erneut gegen dich. Allerdings... Ich hätte noch einen Wunsch." "Der wäre Lucifer?" Er blickte etwas auf und sah ihn an. "Ich wäre gerne dabei, wenn die Strafe bei meinen verräterischen Gefolgsleuten vollzogen wird." Der Himmlische Vater nickte. "Den Wunsch kann und werde ich dir gewähren, Lucifer. Er lächelte den Höllenfürst immer noch freundlich an.  
"Na welche Frage liegt dir noch auf der Seele?" Lucifer seufzte. "Ist es wahr dass du... Selvaggia den Engel Lailah schicken willt oder geschickt hast ? Ich habe da etwas gehört." Er nickte. "Da hast du richtig gehört, ich habe ihn geschickt ja, aber unsichtbar." Lucifer seufzte: "Warum hast du das gemacht, Vater? Du wisst ganz genau dass ich KEINE Kinder haben will um der Gefahr aus dem Weg zu gehen Nephilim zu zeugen. Ebenso würde ich es NICHT verkraften Selvi zu verlieren! Und das wäre unweigerlich ihr Schicksal bei der Geburt." Er klang zum Ende hin fast panisch. Nach kurzem Schweigen antwortete der himmlische Vater: "Nicht, wenn ihr keine Nephilim zeugen würdet, Lucifer." Der gefallene Engel starrte seinen Vater fragend an. "Eure Kinder, ja ihr könnt Kinder zeugen und deine Freundin - oder die Frau von Lucian Rayne, dem Cousin von Derek Rayne - wird eine Geburt überleben, da eure Kinder keine Nephilim wären." Immer noch starrte er ihn fragend an. "Und was dann?" 
Diesmal seufzte Gott. "Deine Kinder wären wie deine älteste Patentochter. Halb Mensch und halb Engel, da du ein Engel warst und immer noch bist! Und Selvaggia Bragi - zu Lebzeiten war sie zwar ein Mensch, doch auch wenn sie zu mir zurückgekehrt ist als ihr Kerzen im Markusdom entzündet habt und sie zur Kommunion gegangen ist, Lucifer, ihre Seele gehört dir. Zu ihren Lebzeiten war es durch einen Pakt, inzwischen ist es aus reiner selbstloser Liebe. Ich bin immer streng mit dir gewesen, das weiß ich. Aber ich wollte, dass du siehst, dass ich aus meinen Fehlern lerne. Außerdem habe ich deine Selbstbeherrschung bewundert. Viele schöne, sSterbliche Frauen sind in dein Leben getreten und keiner bist du nahe gekommen. Sieh es als Friedensangebot. Es ist euch möglich eigene gemeinsame, gesunde Kinder zu haben, da ich es mit Magie möglich machen werde und so entschieden habe, denn nicht nur du sehnst dich nach einer Familie, Lucifer, auch deine liebenswerte Hexe tut es. Nun liegt es an Euch, was ihr tun wollt, rede mit ihr und entscheidet gemeinsam was ihr für eure Zukunft wollt. Eure Kinder würden allerdings... sterblich sein. Sie können aber am Ende ihres zwar längeren, aber nicht unendlichen, Lebens wählen ob sie dir als gefallene Engel oder mir als Engel dienen wollen."  
"Okay. Jetzt bin ich... sprachlos... ich habe diese Möglichkeit für mich niemals in Betracht gezogen." murmelte der ehemalige Engel. "Ich weiß Lucifer. Und noch eines bevor du wieder gehst: Öffne dich deinen Freunden und schlucke nicht immer alles. Du bist durch die Nähe zu ihnen den Menschen mittlerweile sehr ähnlich was Gefühle angeht und Rachel Corrigan-Rayne ist Psychologin. Du willst Derek Rayne helfen mit seinen Erinnerungen fertig zu werden, weswegen ich auch Zadkiel udn Sealthiel regelmäßig zu ihm schicke um nach dem Rechten zu sehen, und selbst frisst du auch alles in dich hinein. Du hast zwar recht mit deiner Behauptung, dass du stärker bist und damit fertig wirst, aber es belastet dich sehr! Das spüre ich noch immer Lucifer. Und auch Selvaggia spürt es und sorgt sich um dich! Denk darüber nach. Ich würde mich außerdem freuen dich in Zukunft öfter hier zu sehen. Zu den Besprechungen der Himmlisch/Höllischen Verbindung gehörst du auch dazu, hast dich aber bisher immer gedrückt und Satanael, Gadreel oder Samyaza und Armaros geschickt." Lucifer seufzte, sagte aber nichts auf den Vortrag seines Vaters. "Bis dann Lucifer, ich rechne spätestens zu nächsten Besprechung mit dir." Der Höllenfürst atmete tief ein. Er nickte seinem himmlischen Vater freundlich zum Abschied zu.
Lucifer tauchte in der Küche des Boulevards auf, wo Selvaggia gerade Mathilde beim zubereiten des Abendessens half. Die zwei Hexen sahen ihn fragend an, da er irritiert wirkte. "Selvi, kann ich dich bitte sprechen? In meinem Arbeitszimmer!" Die Hexe folgte ihrem Freund verwundert. Der Fürst der Finsternis berichtete ihr von seinem Gespräch mit dem himmlischen Vater. "Halb Mensch und halb Engel? Wie Katherine und Julien?" Er nickte nur. "Mmmh..." überlegte sie." ...das wäre ja dann nicht so schlimm. Aber... dennoch möchte ich jetzt und in nächster Zeit noch keine Kinder. Ich will erst in Ruhe darüber nachdenken und wir sind ja auch noch nicht lange zusammen und haben noch... Jahrhunderte?" flüsterte sie zärtlich. "Ich habe dich gerade erst seit ein paar Tagen für mich. Und wir haben die Zwillinge und Samantha..." Er lächelte sie an, stand auf und setzte sich neben sie auf das gemütliche Sofa in der Ecke des Arbeitszimmers. Er küsste seine kleine Hexe und drückte sie dabei zärtlich nach hinten, so dass sie sich küssend auf dem Sofa lagen. "Aber es ist doch beruhigend, dass wir uns über die Folgen unseres Zusammenseins keine Sorgen machen müssen." raunte er liebevoll in ihr Ohr. Sie räusperte sich. "Ich... ich nehme Kräuter, seit Anfang der Woche... ich... bitte verstehe... ich..." Er küsste sie zärtlich. "Ich verstehe vollkommen, meine süße Hexe. Und als Onkel und Tante haben wir einen niedlichen Neffen und zwei aufgeweckte Nichten. Und ich verstehe auch deine Angst sehr gut, hatte ich sie doch bis vor dem Gespräch mit dem Himmlischen Vater ebenfalls."
Sie küsste ihn. "Würdest du... ich meine... könnten wir in die Kathedrale... ich... ich würde gern Kerzen anzünden, zum Dank. Ich darf wieder Kirchen betreten, ich... ich kann Kinder von dir bekommen. Er hat mir also auch irgendwie verziehen, dass ich die Großhexe des Heiligen Römischen Reiches war und dafür möchte ich ihm danken." Lucifer lachte leise. "Natürlich mein Hexlein. Wobei ich vielleicht dafür sorgen sollte, dass in Notre Dame noch eine Ladung Kerzen angeliefert wird, damit du ausreichend Dankeskerzen entzünden kannst." Sie grinste und gab ihm einen liebevollen Rippenstoß. "Ich will vielleicht ein halbes Dutzend entzünden - vielleicht täglich über die Woche - aber nicht die Kathedrale in Brand setzen!" Er lachte laut auf. "Ich glaube, dass würde Juliens Onkel uns auch übel nehmen... Zumal wahrscheinlich schon das "Gerücht" rumgegangen ist, dass "der Teufel ein evangelischer Erzketzer" ist." Sie sah ihn an. "Möchtest du, dass ich auch... ich könnte mit Derek... ich meine..." Sie war verlegen. 
"Nein, meine Süße. Ich kriege nur diese Oblate nicht runter ohne nachzuspülen und daher habe ich gesagt ich sei evangelisch. Wie wir unserem Himmlischen Vater huldigen - ob im katholischen oder evangelischen Gottesdienst, mit sieben katholischen oder orthodoxen Sakramenten oder nur mit - nun ja, zweieinhalb evangelischen, nämlich Taufe und Eucharistie - und ein wenig Buße - ist ganz gleich. Der Apostel Paulus - der für Judas Iskariot nachberufene Apostel, der die heidnische Welt christianisiert hat, meine Süße, seit ihm gilt an sich: Sola Fide - allein der Glaube - ist wichtig, durch Sola Scriptura - allein die Schrift - wird er den Menschen nahe gebracht, Solus Christus - allein Christus - oder besser der Kreuzestod des Himmlischen Vaters in Gestalt Jesu hat ihm die Vergebung ermöglicht, die Sola Gratia - allein die Gnade - als Geschenk an jeden von uns - auch an mich zu verschenken. Also: Soli Deo Gloria - Gott allein gehört die Ehre - und er allein schenkt Gnade und Vergebung. Das ist eigentlich das Wichtigste. Gut, sehr protestantisch ausgedrückt, aber Luther, Calvin, Zwingli und die anderen haben es auf den Punkt gebracht: Allein der Glaube an den dreieinigen Gott zählt."
"Aber die... die Ehe... das ist doch auch ein Sakrament...und... und..." Lucifer schüttelte sanft den Kopf "Unser Himmlischer Vater war nicht verheiratet. Taufe und Abendmahl kommen in der Bibel vor. Aber es ist egal wie du glaubst Ob du dazu "Budenzauber" brauchst, Weihrauch, Kerzen, oder die Schlichtheit des Wortes und der Verkündigung, das ist ganz egal. Nur eins, meine Süße, eines untersage ich dir: Wenn du betest, dann betest du zu unserem Himmlischen Vater direkt. ER hört dich, ER mag dich sogar! Du bist für ihn wie eine Schwiegertochter! Ich möchte dich nicht hören oder sehen, wie du vor irgendwelchen Figuren von "Heiligen" herumrutscht und um "Gnade" oder "Gefälligkeiten" winselst! Auch die "Jungfrau Maria" ist gestrichen!" Zum Ende hin war er streng geworden. Überrascht nickte Selvaggia. "Das wird zwar... seltsam für mich sein, denn an sich... na ja... aber ich verstehe dich und wenn ich IHN direkt ansprechen darf, dann werde ich das natürlich tun." Lucifer lachte leise. "Wenn wir uns in 50 oder 100 Jahren für eigene Kinder entscheiden wird er sowas wie Großvater sein - und wieso sollte die Mutter seiner Enkel nicht mit ihm reden? Streite meinetwegen mit ihm, hadere mit ihm, aber glaube an ihn." Sie nickte.
Zärtlich umarmte er Selvaggia und tauchte mit ihr in einer abgelegenen Seitenkapelle von Notre Dame auf. Er zog sie zum Hauptaltar, vor dem Selvaggia niederkniete, während er sich setzte. Andächtig senkte er das Haupt und dankte seinem Himmlischen Vater - und er wusste, dass er erhört wurde, genau wie seine andächtig betende Geliebte.
Als er wieder aufsah saß der Pariser Erzbischof Pierre Pasquieu neben ihm. Er lächelte ihm freundlich zu, grüßte ihn nickend. "Ich habe gehört, du bist unter die Ketzer gegangen? Ein gewisser Reverendo Ravoli hat seinem Erzbischof, meinem Kollegen Marsigliani, berichtet, du wärst mit einer Signora Bragi und zwei Kindern im Markusdom gewesen und hättest gesagt, du seist Protestant..." bemerkte der Erzbischof belustigt. "Liegt mir halt näher, Pierre, nimm es mir nicht übel. Und ja, ich war mit Selvaggia und Lucas und Christiana in Venedig. Selvi betet übrigens gerade." "Ich sehe es. Und ich habe gemerkt, dass auch du gebetet hast."  
Belial lächelte. "Ja... Selvi will sich bedanken... beim Himmlischen Vater und ich... na ja... ich komme gerade aus einem persönlichen Gespräch mit ihm und... Ich werde dir übrigens über das nächste halbe Jahr Kerzen liefern lassen, denn ich glaube, mein kleines Hexlein wird sich öfter bedanken wollen und ich... nun ja... ich würde dir Duftkerzen liefern lassen: Sandelholz, Zedernholz, Weihrauch, Vanille... Vielleicht kannst du das aber in die Wege leiten, denn ihr geht schließlich nicht ins nächste IKEA und kauft eine Familienpackung Haushaltskerzen. Ich würde die Duftstoffe liefern lassen - an das Kloster - und die Rechnungen bezahlen für die fertigen Kerzen. Notfalls kriegen sie auch die Rezepte von Selvi... aber... nun gut, ist vielleicht besser wenn du sie bestellst und stillschweigend die Rechnungen an mich weiterreichst... und einen Gebetsleuchter... ich hätte gern einen Gebetsleuchter gestiftet - für Kerzen, die für den Himmlischen Vater entzündet werden... Ich würde den Entwurf liefern... weißt du einen Künstler? Keine Sorge, der Kerzenleuchter wird gotisch anmuten und zu Notre Dame passen." 
Pierre Pasquieu nickte nachdenklich. "Scheint, du bist wirklich... der verlorene Sohn, der zurückkehrt?" Belial schnaubte leise. "Ich krieche nicht in den Himmel zurück! Dazu genieße ich meine Zeit mit meiner Familie viel zu sehr, mit meinen Freunden..." "Und mit Selvaggia..." murmelte der Erzbischof. Belial nickte. "Ich kümmere mich darum - und teile dir dann Künstler und Kloster mit. Ich denke, ich stelle das als anonyme Spende dar, oder?" Belial wollte zustimmen, doch dann lächelte er. "Nein, als Lucifer oder Belial kann ich das natürlich nicht machen, aber als Lucian B. Rayne - das "schwarze Schaf" der Rayne-Familie - der Bruder oder Cousin von Derek Rayne, vielleicht besser Cousin, kann ich das sehr wohl." Pierre Pasquieu lachte leise. "Verstehe... dann wird... Dr.? Lucian B. Rayne also Post in den Boulevard Haussmann bekommen?" "Oder nach Venedig, oder Kanada, oder... ich habe viel Grundbesitz, Pierre. Aber der Boulevard ist die logische Wahl. Notfalls wissen Samyaza, Gadreel oder einer der Engel wo ich bin." Pierre nickte nachdenklich.
"Ach übrigens - gestern sind Mathilde und Kat mit einem Besen durch Paris geflogen. Ist das dein Werk? Die Pariser fanden das total nett und irgendwie hat das den Boulevard in ein sympathisches Licht gerückt. War also eine gute Idee." Belial lachte leise. "Nein, das war der gute Hagiel, Kats einer Patenonkel - mit den Besen. Er hatte genau die Intention, obwohl ich glaube, dass er die gute Mathilde recht nett findet - so rein freundschaftlich, nicht so wie..." er brach ab. "Ach komm, Julien hat mir schon von Selvaggia und dir erzählt. Ich möchte die Trauung vornehmen, wenn ihr heiratet! Wobei, gut, such dir einen protestantischen Kollegen, dann wird es eine ökumenische Trauung - aber bevor du was mit ihr anfängst wirst du sie heiraten! Selvaggia ist zwar eine Hexe und hat einen Pakt mit dir geschlossen, aber sie ist trotzdem eine anständige Frau! Und bevor du mit ihr..." Belial unterbrach ihn mit einem leisen Räuspern. "Wir sind erwachsen, Pierre und das ist nicht deine Angelegenheit! Und okay, wenn ich Selvaggia einen Antrag mache, darfst du uns trauen, wenn sie ja sagt... und wenn... wenn deine Nachfolger auch so anständige Kerle sind wie du, Pierre, dann dürfen sie auch irgendwann... irgendwann Selvis und meine Kinder taufen." 
Selvaggia erhob sich und sah ihn mit dem Erzbischof reden. Sie lächelte. Sie wusste, dass es ihrem Geliebten viel bedeutete mit dem Mann normal reden zu können. Pierre Pasquieu war kein Speichellecker, er diente Gott und sagte dem Teufel ehrlich die Meinung. Dafür bewunderte Lucifer ihn, denn nur wenige Menschen buckelten nicht vor ihm oder hatten Angst. Leise trat sie zu ihm und setzte sich schweigend neben ihn. Er lächelte ihr zärtlich zu als er ihre Hand ergriff. "Signorita Bragi, Sie sind immer herzlich in Notre Dame willkommen." wandte der Erzbischof sich an die Hexe und nickte ihr freundlich zu, dann erhob er sich und segnete sie und zu ihrer stillen Freude auch Lucifer. Überrascht ließ der das geschehen. "Wir sehen uns übermorgen auf Kats Geburtstagsparty." verabschiedete er sich dann.
Hand in Hand verließen Selvaggia und Belial die Kathedrale. Die beiden schlenderten am Ufer der Seine entlang. "Wir brauchen noch ein Kleid für dich für unseren Besuch in der Oper am morgigen Abend, Hexlein. Lass uns einige Designer besuchen." flüsterte er zärtlich. 
Als sie am Abend wieder zurück kamen warteten Gadreel, Armaros und Samyaza bereits mit Gabriel auf Belial. "Der Himmlische Vater hat mich geschickt um dir mitzuteilen, dass er die Bestrafung der Verräter morgen durchzuführen gedenkt. Eigentlich wollte er es dir selber mitteilen, doch da er gesehen hat, dass du mit Selvaggia unterwegs bist, hat er letztendlich mich geschickt um eure traute Zweisamkeit nicht zu stören."
"Hallo Gabriel. Wann morgen?" wollte Lucifer wissen. "Um elf Uhr nach Pariser Zeit, kann ich unserem Vater ausrichten, dass du erscheinst?" Er nickte dem Erzengel freundlich zu. "Kannst du, ich habe den Wunsch ja geäußert dabei sein zu dürfen." "Gut, dann werde ich ihm das ausrichten. Ich habe gehört dass du uns bei der nächsten himmlisch-höllischen Besprechung Gesellschaft leistest im Himmel." grinste Gabriel. "Ach ja? Ich glaube ich habe gar nichts darauf geantwortet. aber mir wird wohl nichts anderes übrigbleiben, denn das bin ich ihm wohl schuldig. Ich werde mich wohl in Zukunft ab und zu mal dort oben sehen lassen müssen." Gabriel verabschiedete sich von Lucifer und Selvaggia: "Ich wünsche euch beiden noch einen schönen Abend. Ich gehe noch ins Legat zu meinem Patenkind und seinem Geschwisterchen. Wir sehen uns, Lucifer!"
"Und was machen wir zwei jetzt? Ich habe Hunger und würde anschließend gerne ein entspannendes Bad nehmen und  dann..." sagte die Hexe verführerisch. " ...hätte ich Lust auf... ein sehr exklusives Dessert...  Dich!" Belial lächelte und folgte ihr in die Küche. Nach dem Essen verschwand der Höllenfürst in sein Büro und begann mit Hilfe von Zauberei die letzten Reste des ersten Anschlags zu beseitigen. "Sieht ja schon wieder wie vorher aus!" stellte Selvaggia fest als sie aus dem Bad kam. Er nickte kurz, zog sie an sich und küsste sie zärtlich auf dem Weg ins Schlafzimmer.
Als Belial  am nächsten Morgen aufwachte und nach seiner Geliebten tastete, war die ihre Seite in seinem Bett leer. Schlagartig war er wach. Hatte er geträumt? Doch ein Blick auf das Kissen ließ ihn lächeln - und auch ihr unvergleichlich sinnlicher Duft hing in den Laken. Als er kurz darauf  die Küche betrat empfing ihn der Duft von Frühstück und seine geliebte Hexe reichte ihm schon einen Kaffee - stark, heiß und mit Zucker. Er nahm ihn entgegen und drückte sie ganz fest. "Geht es dir gut?" fragte sie besorgt. "Sicher. Warum nicht?" "Nun ja wegen den Geschehnissen der letzten Zeit. Du wirkst öfter nachdenklicher und trauriger als früher. Das merken auch die Raynes, sogar die Zwillinge spüren das, meinte zumindest Dr. Rayne gestern Nachmittag. Und Kat macht sich auch Sorgen, weil sie..." Er verdrehte die Augen. "Könnt ihr mich in der Beziehung nicht einfach alle in Ruhe lassen. Es sind auch allgemeine, private Dinge über die ich nicht reden will." Die Hexe starrte etwas traurig auf ihre Teetasse. Er legte zärtlich einen Arm um sie. "Ach Selvi, das hat nichts mit dir zu tun. Ich möchte dich und auch die anderen nicht mit meinen Angelegenheiten belästigen. Und jetzt lass uns unseren Kaffee und Tee genießen, bevor ich los muss." flüsterte er tröstend liebevoll in ihr Ohr. Kurz vor elf verabschiedete er sich mit einem zärtlichen Kuss von ihr. 
"Lucifer, freut mich dich zu sehen." "Vater." begrüßte Lucifer ihn mit einem freundlichen Nicken."Ich werde zuerst mit der Auslöschung der Engel beginnen, dann mit den gefallen Engel weitermachen und anschließend kümmere ich mich um Lilith. Zauberst du mir die Verräter her?" Der Fürst der Finsternis nickte, machte eine Handbewegung und die zwei verräterischen, gefallenen Engel und der Dämon der mit von der Partie war erschienen vor dem himmlischen Vater und Lucifer. 
"Himm...lischer... Vater." stotterten die gefallenen Engel. Ließen sich auf die Knie fallen, falteten die Hände und fingen an zu beten:
"Vater unser im Himmel,"
"Oh man, jetzt beten die auch noch." murmelte Lucifer.
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme, dein Wille..."
"Genug! Mein Wille wird geschehen, aber anders als ihr euch das denkt. Und jetzt hört auf mit dem Beten, das macht ihr doch sonst auch nicht!" 
"...wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,..." winselten die Engel und auch die gefallenen Engel.
"Vater, bitte... muss ich mir das antun?" seufzte Lucifer sichtlich genervt. "Diese Heuchelei vor dir ist ja grauenhaft, sie haben bisher noch nicht mal einen Gedanken an dich verschwendet, geschweige denn irgendwelche Sühnegedanken gehabt." Der himmlische Vater lachte. "Ich finde das irgendwie amüsant. Aber dennoch... schweigt! Nur um meine Gunst zu erlangen braucht ihr jetzt nicht mit dem Beten anfangen!" Die Stimme des Herrn erhob sich und wurde zornig. "Und vor allem wie kommt ihr dazu zu denken dass ich euch wieder aufnehme wenn ihr Lucifer... vernichtet?" Die gefallenen Engel stotterten: "Himmlischer... Vater, wir wollten... dachten... wenn wir..." "Schweigt! Ist euch eigentlich bewusst was Lucifer mir immer noch bedeutet? Wohl nicht wie es scheint, denn sonst wärt ihr nicht gegen ihn vorgegangen. Eure Gebete helfen euch nicht, ihr werdet zusammen mit den verräterischen Engel ausgelöscht. Lucifer, schaff sie bitte rüber zu Logos und den anderen Engeln. Der Fürst der Finsternis folgte der Bitte des Herrn, dieser erschien neben Lucifer und stand nun gemeinsam mit ihm vor den Verrätern. Gott murmelte etwas, machte eine leichte Handbewegung, in diesem Moment lösten sie sich auf und waren verschwunden.
Er blickte zu dem einzigen gefallenen Engel, den er noch immer wie einen Sohn liebte, als er feststellte wie nachdenklich dieser wirkte wandte er sich an ihn. "Lucifer? Ist alles in Ordnung?" Dieser nickte. "Sicher Vater, jetzt kommt Lilith dran? Soll ich sie holen?" Der himmlische Vater nickte. Als Lucifer seinen Zauber beendet hatte erschien Lilith. "Lucifer? Wo bin ich?" Der Höllenfürst grinste fast diabolisch. "Sieh dich um und sag mir wofür du es hälst." meinte er spöttisch. Die Dämonin versuchte verführerisch zu wirken als sie vorgab zu überlegen. "Es ist auf jeden Fall nicht die Hölle... oh nein! Du Schuft, du niederträchtiger Drecksack! Hast du mich in den Himmel gebracht?" fuhr sie den Höllenfürst an. "So ist es und zu meiner rechten Seite..." er trat einen Schritt beiseite. "...das ist der himmlische Vater, mein Vater so zu sagen. Oder Gott wie du sagst. Er hat über dich gerichtet und meine Zustimmung für deine Bestrafung bekommen. " Die 
Dämonin fing beim Ablick Gottes zum wiederholten Male an zu kreischen. "Verdammt Lilith, lass doch endlich mal dein irres Gekreische!"  fuhr er sie an. "Ich ertrage den Anblick nicht! Du Widerling! Das wusstest du!" schrie sie und warf sich zu Boden wo sie leise wimmernd zuckte. Die Stimme Gottes erklang in ihren Ohren. "Lilith ich werde dich in einen Baum verwandelt in den Garten Eden setzen, der stetig vom Licht meiner Gnade beschienen wird, du wirst stetig in meiner Nähe sein." Lilith erstarrte vor Entsetzen.
Nach einer Weile wimmerte sie: "Bitte Lucifer, das kannst du mir nicht antun, nachdem wir uns so nahe gekommen sind, wie kannst du das zulassen? Bitte nicht Lucifer, bitte, bitte..." schluchzte sie. "Oh doch, das kann ich Lilith! Ich habe dir von Anfang an gesagt wie ich zu der Sache stehe, du wusstest was ich wollte. Ich finde die Strafe zwar sehr hart, aber du hast es verdient und der Meinung bin ich nicht allein. Vater, sie gehört ganz dir, schaff sie mir aus den Augen, ich will sie nicht mehr sehen." Dieser nickte und zauberte ein wenig mit Lilith um sie ihrer Strafe zuzuführen. Ihm entging aber nicht wie verletzt sein Ältester wirkte. 
Nachdem Lilith bestraft worden war frage er: "Und hast du schon mit jemandem geredet, wie ich es dir empfohlen habe?" Lucifer schüttelte den Kopf. "Mit wem denn Vater? Den Raynes? Sie haben ihre eigenen Probleme und mit den Zwillingen  alle Hände voll zu tun. Kat ist außen vor, sie ist noch zu jung als dass ich sie mit meinen höllischen Agelegenheiten belästigen möchte. Selvi? Nein! Ich möchte sie glücklich sehen und nicht mit meinem Kram belasten." 
"Nun dann werde ich mal Seraphiel bitten mit dir zu reden, der ist ohne hin fast jeden Tag im Boulevard oder im Legat anzutreffen, da er Katherines Schutzengel ist." Belial seufzte. "Damit komme ich allein zurecht!" wehrte er heftig ab. Der Himmlische Vater lächelte mild: "Was schadet es wenn du dich mit Seraphiel unterhälst?" "Bitte, nicht Seraphiel!" "Dann rede mit deiner ältesten Patentochter. Ich habe sie nicht leichtfertig in den Rang einer Seraphe erhoben, Lucifer, denn sie ist sehr stark. Notfalls besäße sie auch die Stärke - mit ein wenig Anleitung - in deiner Abwesenheit die Angelegenheiten der Hölle zu regeln. Nur falls du mal eine kleine Auszeit mit Selvaggia haben willst. Und noch etwas, mein Sohn... 50 oder 100 Jahre sind eine lange Zeit. Deine Geliebte wird dir natürlich bis ans Ende der Zeit Gesellschaft leisten, aber sie liebt Kinder und sie hat mir gestanden, dass sie nicht wirklich so lang warten will..." Lucifer errötete. "Oh, aber... wir waren uns doch einig, dass uns die Rayne-Zwillinge und Samantha-Amelie Boyle erst einmal reichen..." murmelte er verlegen. Leises Lachen erklang hinter ihm. Lucifer drehte sich erstaunt um und erblickte Sandalephon. "Ach komm, ich wollte eigentlich nicht eine halbe Ewigkeit auf ein Patenkind warten... Ich höre so oft von Hamaliel wie schön es ist für ein Kind da zu sein..." meinte der Seraph mit einem Zwinkern. "Und wenn ihr einmal angefangen habt... Sariel hat auch Interesse an einem Patenamt - ebenso wie Metatron..."
Lucifer warf einen fragenden Blick zum Himmlischen Vater. "Ich dachte, wenn Selvaggia und ich in 50 oder 100 Jahren Kinder kriegen, dann dürfe ich selbst entscheiden ob sie getauft würden und vor allem wer die Paten sind!" empörte er sich. "Ach mein Sohn, denkst du wirklich ich würde deinen eigenen Kindern nicht ebenso starke Paten zuteilen wie deinen Patenkindern? Außerdem werden sie selbstverständlich hier in der himmlischen Kathedrale getauft. Ich fürchte, dadurch wird eine zweite, eine irdische Taufe notwendig sein, denn wie ich dich kenne, wirst du nicht Katherine als Patin für euer Erstgeborenes wählen, sondern eher ihre Eltern." Lucifer warf Sandalephon einen finsteren Blick zu. "Ich will - sollte ich mich mit dir, Metatron oder Sariel als Paten einverstanden erklären - von jedem einzelnen von euch einen schriftlichen Nachweis über die Teilnahme an einem Babypflegekurs sehen! Und was Schummeln oder Betrügen betrifft, kommt nicht mal auf den Gedanken! Da bin ich euch über! Glaub mir, ich rieche Betrug wenn ich mit ihm konfrontiert werde! Ich werde jeden von euch testen!" stellte er etwas frostig klar. 
Sandalephon grinste. "Ich werde es ausrichten und mich drum kümmern. Richte du Selvaggia bitte aus, sie möge bei ihrem nächsten Besuch in Notre Dame unserem Vater mitteilen ob sie ein Mädchen oder einen Jungen will." "Nein! Du wirst nicht in unsere Nähe kommen!" fauchte Lucifer. Sandalephon grinste. Mit einem leisen Lachen wich er Lucifers Faust aus. "Friede, du weißt, ich bin in der Nähe wenn Kinder gezeugt werden und unser Himmlischer Vater hat mir die Wahl des Geschlechtes überlassen. Deine Selvaggia darf allerdings selbst wählen, jedes Mal, dieses Geschenk würde ich ihr gern machen." "Nein!" fuhr Lucifer ihn an, wandte sich an den Himmlischen Vater und antwortete: "Wie wäre es, wenn ich... Rachel Corrigans professionelle Hilfe suchen würde? Meinst du, sie kann mir helfen?" "Ja, das kann sie. Ich werde ihr allerdings Seraphiel als Unterstützung schicken." Lucifer seufzte. "Dann halte aber wengistens Sandalephon von Selvaggia und mir fern!" verlangte er. Der Himmlische Vater lächelte unergründlich. "Geh mit meinem Segen mein Sohn und nimm ihn mit dir für deine Gemahlin." "Ich bin nicht verheiratet!" stellte er genervt richtig. "Ihr habt meinen Segen, mein Sohn, macht dich das nicht verheiratet? Mehr vielleicht als wenn ihr vor Pierre Pasquieu tretet?" Wieder errötete Lucifer verlegen, er nickte kurz, deutete eine Verbeugung an, bekeuzigte sich langsam und verschwand aus dem Himmel. 
In der Küche des Boulevards tauchte er wieder auf.
Er warf seiner Freundin einen genervten und wütenden Blick zugleich zu und machte sich eine Tasse Kaffee. "Was ist denn jetzt wieder passiert? Ich dachte es werden nur die Hinrichtungen vollzogen." fragte die schöne Hexe ihn ein wenig verwirrt. "Ach mein Vater möchte dass ich mit jemandem rede, so psychomäßig, weil ich es ja sooooo notwendig habe und am Boden zerstört bin." erklärte er sarkastisch. "Das hat er mir schon empfohlen als ich das erste Mal oben war, nachdem ich dies nicht gemacht habe wollte er mir Seraphiel auf den Hals hetzen. Nachdem ich das nicht wollte und jetzt mit Rachel reden darf - da sie Psychologin ist - hat er das zwar genehmigt, schickt ihr aber Seraphiel zu Hilfe zu dem Gespräch. Danke auch, dann kann ich auch gleich mit ihm reden. Warum kann er mich nicht einfach in Ruhe lassen, wenn ich sage dass ich alleine klar komme?" schnaubte er wütend. 
"Weil er wie wir alle sehen kann wie nachdenklich, bedrückt und traurig du seit einiger Zeit wirkst und sich ganz offensichtlich Sorgen macht um dich. Und jetzt erzähl mir nicht dass es dir gut geht und wir uns das alles nur einbilden." Er seufzte. "Und was ist wenn ich nicht darüber reden will? Mit niemandem?" er atmete ein und fuhr dann fort. "Und im übrigen nervt er mich mit Babys. Wir sind gerade mal ein paar Tage zusammen und schon sehen alle Babys nachdem sie wissen dass wir welche haben können. Und außerdem hat mir der himmlische Vater gesteckt, dass du ihm in deinem Gebet wohl gesagt hast du möchtest nicht so lange warten und am liebsten auch so bald wie möglich ein Baby haben?" 
Er sah sie scharf an, Selvaggia blickte etwas betroffen zu Boden und rang verlegen die Hände. "Ich... ich habe mir das mein ganzes Leben... schon als Mensch... sehnlichst gewünscht. Allerdings hatte ich einen sadistischen und herrischen Ehemann der mich als Geliebte an seinen Freund verliehen hat, mit dem hätte ich keine Kinder gewollt. Und jetzt habe ich einen Mann den ich wirklich liebe und... ich hätte die Möglichkeit doch noch, ich wünsche mir nichts sehnlicher und... möchte ehrlich gesagt nicht so lange warten." Als sie kurz aufsah wirkte er gekränkt. "Und warum sagst du mir das nicht?" "Ich dachte du willst noch nicht, weil du es so weit nach hinten geschoben hast und... es klang als wolltest du eigentlich keine eigenenKinder haben." rechtfertigte sie sich traurig. "Das habe ich nicht gesagt Selvaggia. Und was mich betrifft muss ich das erst mal realisieren dass es überhaupt möglich ist. Ich hatte mich damit abgefunden niemals eine eigene Familie zu haben, deshalb habe ich vermutlich auch so starke Gefühle für die Raynes entwickelt."
Er machte eine kurze Pause. "Ach und dir sollte aber klar sein dass er uns sehr mächtig Paten schickt, und zwar zum ersten Kind Sandalephon, dann dachte er an Sariel und... okay, ich meine Sariel geht ja noch, aber offensichtlich hat Metatron wohl auch Interesse angeboten." Die Augen der Hexe weiteten sich. "Metatron?" Lucifer nickte. "Schreckt dich das jetzt ab ein Kind zu bekommen?" Sie schluckte. "Ja fast, wenn der Wunsch nach Kindern nicht so stark wäre. Aber mal davon abgesehen: Ändern können wir es ohnehin nicht und wer sagt denn, dass wir die mögen müssen? Ich will jedenfalls nicht auf das verzichten was ich mir am sehnlichsten wünsche nur weil Gott meint er müsse seine Engel als Paten schicken. Die Eltern sind immer noch wir und wir werden wohl so schnell nicht sterben, da wir keine Menschen sind."
Er senke den Kopf und fuhr sich mit den Fingern über die Augen. "Von mir aus, dann halt früher, wenn mich sogar schon der himmlische Vater mit Kindern nervt. Aber gib mir bitte wenigstens noch zwei bis drei Jahre um... na ja ich habe momentan ganz andere Sorgen. Ach und er schickt oder hat "unsichtbar geschickt" ... Sandalephon. Du sollst ihn wissen lassen was du willst, du kannst dir jedes Mal aussuchen was du gerne hättest, egal wie oft du schwanger wirst. Das solle ich dir ausrichten. Und ich habe irgendwie das Gefühl das mir Vater nicht mal mehr die zwei Jahre für das erste gönnt die ich dir gerade eingeräumt habe, so wie es sich oben angehört hat. Und dann das unergründliche Lächeln als ich ihn bat Sandalephon von uns fernzuhalten... das war so wie, ich weiß was du willst Lucifer, aber ich werde es dir nicht gewähren." murmelte er. Sie sah ihn etwas betroffen an. "Ich brauche etwas Zeit für mich Selvi, sei mir bitte nicht böse wenn ich... mich bis heute Abend zurückziehe, ich... muss nachdenken und ich habe ja auch noch die Order bekommen mit... "Seraphiel" egal ob mit oder ohne Rachel zu reden - oder umgekehrt - allerdings dann mit beiden. Wobei... ich denke, ich kann das nicht, egal wer... ich habe das noch nie gemacht. Das nervt einfach nur nimm es mir nicht übel. Ich bin aber heute Abend pünktlich da um die Oper zu besuchen." 
Gerade als er sich auflösen wollte, betraten Kat und Julien die Küche des Boulevards."Onkel Belial!" rief das Mädchen. Er hielt sich gerade noch zurück. "Käthchen, was macht ihr denn hier habt ihr heute keinen Unterricht?" "Am Samstag?" fragte Julien ihn belustigt. "Ach heute ist Samstag? War mir entfallen, ich habe einfach zu viel um die Ohren momentan und muss erst mal meine Gedanke wieder ordnen." Kat sah ihren Lieblingspatenonkel sehr besorgt an, er war schon eine ganze Weile so bedrückt, sogar schon etwas vor den Anschlägen auf ihn. Und er war ihrem Vater sehr ähnlich, wie Derek überspielte auch er seinen Kummer. "Julien und ich wollten in Paris shoppen gehen, ich darf mir etwas aussuchen zum Geburtstag morgen. Und ich dachte vielleicht hättet ihr beide Lust mitzukommen, aber wie ich sehe ist bei euch dicke Luft." stellte sie etwas enttäuscht fest. 
"Das siehst du nur teilweise richtig, Käthchen. Ich war gerade im Himmel bei der Hinrichtung der gefallenen Engel und der Engel und der Bestrafung Liliths und ich wollte gerade für ein paar Stunden verschwinden, sei mir nicht böse ich brauche etwas Zeit für mich, ein andermal gehen Selvi und ich gerne mit euch shoppen. Wir sehen uns morgen zu deinem Geburtstag." Sie nickte. "Onkel Belial?" "Ja, Käthchen?" Sie lächelte ihn liebevoll an. "Sehen wir uns dann ab Montag wieder regelmäßiger zum... Lernen? Jetzt wo der ganze Vergiftungsmist vorbei ist." wollte sie wissen. "Ich denke das lässt sich einrichten, viel Spaß euch beiden." Dann verschwand er, noch bevor jemand noch mal etwas sagen konnte das ihn aufhielt. "Habt ihr euch gestritten?" fragte das Mädchen ihre Freundin. "In gewisser Weise, ja. Ich habe Lucifer etwas verschwiegen was er jetzt von seinem himmlischen Vater erfahren hat und ist jetzt etwas... enttäuscht deshalb und außerdem ist er genervt weil Gott möchte dass er mit jemandem redet und es bei beiden Möglichkeiten auf Seraphiel hinausläuft." erklärte die Hexe. "Oh - ausgerechnet Seraphiel? Wobei - eigentlich ist Onkel Seraphiel nett. Er ist inzwischen sogar mein zweitliebster Pate - wobei er sich ehrlich gesagt den Platz mit Onkel Paymon und Onkel Gadreel teilt. Wobei... eigentlich... hat Onkel Belial noch nie seine Sorgen mit jemand geteilt, da er immer allein war." antwortete Kat trotz allem sehr besorgt. 
Lucifer erschien eine Stunde vor der vereinbarten Zeit im Boulevard. Er klopfte an Selvaggias Zimmertüre. "Herein!" Ihm stockte der Atem als er eintrat und sie in dem Kleid sah das sie gekauft hatten, ihre dunklen, rotbrauen langen Haare fielen lässig über ihre Schultern. Er trat vor sie und strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht und küsste sie sanft. "Selvi, es tut mir leid wegen heute Mittag. Ich wollte mich nicht mit dir streiten, ich bin nur momentan wirklich genervt, dass man mich zwingen will mit jemand zu reden und offensichtlich alle von uns erwarten dass... wir Kinder machen, jetzt wo wir es können. Nicht das ich es nicht möchte, aber ich lasse mich ungern unter Druck setzten, von niemandem." Sie nickte und lächelte ihn verliebt an. "Das verstehe ich! Ich bin dir nicht böse Lucifer und wegen der Kinder ich könnte auch noch länger..!" Er legte ihr den Zeigefinger auf die Lippen. "Ich habe mir vorhin wenigstens zwei bis drei Jahre gewünscht. Und auch wenn meine... Vermutung wahr werden sollte, dass mein Vater seine Hände im Spiel haben wird und es einfach trotz unserer Vorsichtsmaßnahmen beeinflusst, sollst du wissen, dass ich unser Kind auf jeden Fall lieben werde und mich freuen würde auch wenn ich gerne noch länger gewartet hätte." "Das weiß ich doch, Lucifer." 
Er lächelte und drehte sie mit dem Gesicht zum Spiegel. "Schließ die Augen." raunte er ihr sinnlich ins Ohr. Selvaggia errötete, gehorchte jedoch und als sie sie wieder öffnete, als er ihr mit einem zärtlichen Murmeln die Elaubnis dazu gegeben hatte, lag ein wunderschönes Brilliant-Collier um ihren Hals. "Das passt perfekt, zu dir und dem Kleid." flüsterte er zärtlich. Sie nickte begeistert. "Danke Lucifer, es ist wunderschön!" flüsterte sie. Sie bedankte sich mit einem leidenschaftlichen Kuss. Er grinste. "Ich wusste doch, "Diamonds are a girls best friends." neckte er sie. Empört sah sie ihn an. "Mag sein, dass das für viele Mädchen gilt, aber was mich betriftt, muss es heißen: Lucifer is Selvaggias best, beloved boyfriend - forever." Er lachte laut auf und küsste sie liebevoll. "Ach meine Süße, ich liebe dich." seufzte er und ging mit ihr in die Küche um noch eine Kleinigkeit zu essen - sie brauchte es eher als er - anschließend brachen sie in die Oper auf.
Selvaggia war begeistert, sie hatte so lange kein Singspiel - einen Vorläufer der Opern mehr gesehen, dass sie fasziniert mit Cio-Cio-San litt, sich über den treulosen Pinkerton aufregte und sich an ihren Begleiter schmiegte. Doch sie genoss jeden Moment. Anschließend zauberte Lucifer sie wieder in das gemütliche Blockhaus in Kanada wo sie ihre erste gemeinsame Nacht verbracht hatten. Leise die Arie der Cio-Cio-San "Un bel dì vedremo" singend tanzte sie lagsam durch das riesige offene Wohnzimmer. Belial lächelte ihr zärtlich zu. Mit einem Fingerschnippen entzündete er ein Feuer in dem großen Kamin, während sich Selvaggia aus dem riesigen CD-Regal eine CD aussuchte. Er legte sie ein und sie machten es sich vor dem Kamin gemütlich. Nachdem sie sich eine Weile unterhalten hatte begannen sie sich vor dem Kamin zu lieben. Das Knistern der Flammen und das warme Licht gaben ihrem intimen Beisammensein eine zusätzliche, sehr romantische Note.
Lucifer brauchte zwar keinen Schlaf wie seine Freundin, aber da sie gerne in seinem Arm einschlief überkam auch ihn der Schlaf als er die Augen schloss. Lucifer löste sich- nachdem er kurz eingenickt und nun aufgewacht war - vorsichtig von seiner Freundin die immer noch schlafend, dicht an ihn gekuschelt auf dem angenehm, weich gepolsterten Boden vor dem Kamin lag wo sie vor ein paar Stunden an ihn gekuschelt eingeschlummert war. Er schnipste mit den Fingern und entzündete erneut ein Feuer, da es sich mittlerweile ziemlich abgekühlt hatte. Er stand auf und zauberte sich einen Kaffee und für Selvi ein Frühstück. Er kehrte mit dem Tablett zurück stellte es am Boden neben sich ab und weckte die hübsche Frau sanft mit zärtlichen Küssen auf Mund und Hals. Als sie die Augen öffnete und ihn anlächelte streichelte er ihr sanft über die Wange und flüsterte: "Guten Morgen, meine schöne, geliebte Hexe. Hast du gut geschlafen?" Sie nickte und streckte sich. "Möchtest du Frühstück?" fragte er uns stellte das Tablett vor sie. "Und was ist mit dir?" fragte sie als ihr Blick auf das Frühstück für eine Person fiel "Keinen Appetit, mir reicht mein Kaffee - nach dem bin ich inzwischen fast süchtig..." Er lachte leise: "Aber ich muss ja auch nicht essen. Also lass es dir schmecken." "Wie spät ist es? Ich meine wegen Kats Geburtstagsparty, vielleicht sollte ich Tilly noch etwas helfen und dann müssen wir ja noch alles ins Legat schaffen." "Wir haben noch drei Stunden, genug Zeit  für dich, mein Liebling, um in Ruhe zu frühstücken."
Lucifer tauchte mit Selvaggia im Arm in seinem Arbeitszimmer auf. "Warum hast du uns hier her gebracht? Wir 
..." Er unterbrach sie mit einem leidenschaftlichen Kuss. "Um dich noch einmal ungestört küssen zu können." flüsterte er zärtlich an ihren Lippen.Als er den Kuss beendet hatte, nahm er ihre Hand und führte sie in die Küche, wo bereits helle Aufregung herrschte und Mathilde sämtliche Engel zum Tragen der fertiggestellten Tablette abkommandierte. "Ihr zwei kommt genau richtig, ich habe noch genau drei Sachen übrig." Sie reichte ihnen jeweils eine Schüssel. Gemeinsam betraten die Bewohner und Engel das Legat durch das Portal. Kat war sichtlich überrascht als sie im Legat eintrafen. 
Lucifer umarmte seine Patentochter. "Mein Käthchen, ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und Gute zu deinem sechzehnten Geburtstag. Unser Geschenk, also das von Selvi und mir steht vor der Tür. Wir haben uns mit deinen Eltern zusammen getan." Selvaggia nutzte die Chance als Belial mit Derek redete und setzte sich neben Rachel. "Dr. Corrigan-Rayne ich..." "Ich bin Rachel. Sagen wir doch  in Zukunft einfach du zueinander. Du bis schließlich die Freundin vom Lieblingspatenonkel meiner drei Kinder." Sie grinste Selvaggia fröhlich an. Die Hexe lächelte. "Gern, also Rachel. Ich mache mir Sorgen um Lucifer. Er ist doch sehr oft hier wegen der Zwillinge und ich wollte fragen ob dir auch schon aufgefallen ist, dass er seit einiger Zeit eigentlich fast immer traurig und nachdenklich wirkt. Er versucht seine Gefühle, beziehungsweise Sorgen vor mir zu verbergen, aber ich weiß, dass ihn etwas sehr belastet und ich dachte, da du Psychologin bist... könntest du vielleicht mal mit ihm reden. Vor mir verschließt er sich. Er meint er wolle dass ich glücklich sei und sagt, dass er mich nicht mit seinen Sorgen belasten möchte. Und..." Geht klar Selvi, ich rede mal mit ihm, versprochen." "Dank dir Rachel." Selvaggia beobachtete den Mann den sie liebte, wie er sich angeregt mit Derek, Gabriel und Raphael unterhielt. 
Michael trat hinzu. "Hallo Lucifer, ich habe gehört, dass du jetzt wieder Kontakt zu unserem Vater hast und wir dich in Zukunft wieder öfter im Himmel begrüßen dürfen." sagte
der Erzengel irgendwie erfreut, wie es Belial schien. "Aber nur zu Besuch Michael, bleiben würde ich niemals, aber das weiß er auch." Die Geburtstagsparty verlief ruhig und ohne weitere Vorkommnisse. Seraphiel, Hagiel und Kerubiel hatten genauso wie Gadreel, Satanael und Paymon vorbeigeschaut und jeder hatte eine Kleinigkeit für sie dabei.
"Deine Idee mit dem Geburtstagsbrunch war sehr gut, Kat scheint es zu gefallen." sagte er zu der Frau die er liebevoll in den Armen hielt. Selvaggia spürte sein Herz rasen, als sie so dicht vor ihm stand.
Am nächsten Tag nutzte Rachel die Chance um mit ihrem brüderlichen Freund zu reden als dieser am Vormittag schon vorbeikam um Zeit mit seinen Patenkindern zu verbringen. "Belial, was ist eigentlich in letzter Zeit mit dir los? Wir sehen alle, dass es dir nicht gut geht. Du hast uns geholfen und warst das letzte Jahr immer für uns da, lass mich jetzt dir helfen. Wir sehen doch dass dich etwas sehr bedrückt." Er drückte die kleine Christina Luciana ein wenig fester an sich und seufzte. "Ach Rachel, da kommt einiges zusammen. Ich kann irgendwie nicht verstehen weshalb Lilith so massiv gegen mich vorgehen konnte und was die anderen Verräter für Gründe hatten. Was wäre, wenn ich es nicht mitbekommen hätte? Oder unser himmlischer Vater nicht immer noch Gefühle für mich hätte? Wer weiß ob ich es ohne Sariel und Raphael geschafft hätte. Ich war zwischendrin als ich mehrmals mit dem Gift in Berührung kam schon ziemlich angegriffen. Ich wäre zu schwach gewesen um auf Dauer meine Selbstheilungskräfte erfolgreich einzusetzen. Und es verletzt einen schon, wenn man erfährt, dass welche von meinen Untergebenen, meinen - wie ich dachte - Vertrauten meinen Tod wollten. 
"Das ist  aber doch nicht alles, was dich belastet, oder?" fragte sie als sie die Zwillinge in ihre Bettchen legten. "Ach es ist... sozusagen mein Vater. Er will mich zwingen etwas zu tun was ich nicht möchte und außerdem habe ich das Gefühl unter Druck gesetzt zu werden. Er fing plötzlich an von Babys zu reden, die Selvi und ich... möglichst bald bekommen sollten. Ich bin aber noch nicht bereit für eigene Kinder." Sie sah ihn überrascht an. "Warum das denn? Du gehst so liebevoll und fürsorglich mit Luciana und Lucian um, du wärst mit Sicherheit ein toller Vater!" "Das bezweifle ich auch gar nicht, aber... ich muss erst mal realisieren, dass es jetzt möglich ist und ein paar persönliche Dinge klären, bevor ich mich auf ein eigenes Kind einlassen möchte. Wobei ich den Verdacht habe... dass Vater eingreift und unsere Verhütung mit Magie zu Nichte macht. Zumindest bei dem ersten Kind." "Hm..., meinst du das würde er machen?" Lucifer nickte. "Oh ja, das traue ich ihm zu!" 
Sie grinste. "Ich fände es schön, dann haben die Zwillinge und Sam noch einen kleinen Spielgefährten und außerdem sind Kinder ein Geschenk! Aber du hast noch etwas auf dem Herzen, etwas was dich wohl am meisten belastet." stellte sie fest. Er verneinte das mit einem Kopfschütteln. "Was soll denn noch sein? Ich wüsste nicht..." "Lügner!" ertönte es. Rachel und Lucifer blickten sich um und erblickten Seraphiel. "Wie kommst du hier her? Ich hätte dich bemerken müssen!" stellte Belial fest."Unser Vater hat einen Zauber über mich gelegt, so dass du mich nur für heute nicht wahrnehmen könntest wenn ich unsichtbar wäre." erklärte Seraphiel mit einem Lächeln bevor er sich an Rachel wandte: "Lucifer hat Angst davor euch, dich und Derek, zu verlieren, Rachel." Lucifer funkelte Seraphiel böse an. "Du Mistkerl, hast mich, uns belauscht!" rief er  verärgert und griff den Erzengel im Affekt an. Dieser wehrte sich und gab dem Höllenfürst einen Schubs, dass er kurzfristig zu Boden ging. Erneut ergriff Lucifer Wut, er griff nochmal an und sie begannen zu kämpfen wie kleine Jungs. Lucifer ergriff Seraphiels Arm und brachte ihn auf eine menschenleere Waldlichtung. Sie kämpften bis der himmlische Vater sich einmischte. "Schluss jetzt! Das ist genug Kräftemessen für den Moment, zumal ihr beide das ewig machen könntet! Und außerdem ist der Frust nicht mehr vorhanden und ihr beiden könntet euch endlich vertragen! Und du, Lucifer, kannst dir auch mal helfen lassen! Du bist manchmal ein sturer Esel, der nicht einsehen will dass er dringend Hilfe benötigt!" rief der himmlische Vater die beiden streng zur Ordnung. 
"ist das wahr du hast Angst davor wenn wir sterben, Belial?" fragte Rachel als Lucifer wieder zurück kam. Er nickte, etwas bertoffen. "Ich wollte nicht, dass ihr euch deshalb Gedanken macht und wollte es deshalb nicht erzählen." Sie schüttelte den Kopf. "Über so etwas darfst du nicht mal nachdenken. Wir werden dank dir noch eine lange, lange Zeit mit unseren Zwillingen glücklich sein. Außerdem haben wir beide eine unsterbliche Seele und ich denke, Gott könnte so viel Humor haben Derek oder mich in eine  oder einen Ururenkel zu versetzen und du wirst gleich zu Anfang einen von uns wieder am Hals haben - und dann wird der- oder diejenige die Seele des anderen wiederfinden... Mach dir lieber Gedanken für den Moment, genieße die Zeit, wenn du mit Selvi zusammen bist und..." Sie wurde unterbrochen. Belial seufzte leise. "Der Himmlische Vater ruft... bitte entschuldigt mich. Wir reden nachher weiter, oder nochmal darüber, in Ordnung?" Rachel und Selvaggia sahen einander an und schauten zu Seraphiel, dann nickten sie. Belial umarmte seine schwesterliche  Freundin nochmal zum Abschied und nickte dem Seraph grimmig zu, bevor er verschwand.
Seraphiel lächelte Rachel an. "Sandalephon hat mir berichtet, dass Selvaggia sich einen kleinen Luciano wünscht und unser Himmlischer Vater hat schon genau die richtige Seele für den kleinen Racker, der einmal der Sohn des bekannten Historikers Dr. Lucian Belial Rayne und seiner Frau Selvaggia sein wird. Unser Himmlischer Vater hat sogar schon den Hintergrund geschaffen, damit Lucifer ein normales irdisches Leben führen kann..."
Der Fürst der Finsternis erschien vor seinem himmlischen Vater. "Was gibt es? Darf ich mir eine weitere Rüge abholen, weil ich Seraphiel angegriffen habe?" fragte er etwas genervt. Gott lachte. "Nein mein Sohn, ein Rüge erteile ich dir nicht. Ich bitte dich höchstens einzusehen, dass Seraphiel dir gegenüber mittlerweile offener ist und angefangen hat dich in gewisser Weise zu schätzen. Er hat dich zwar belauscht bei deinem Gespräch mit Rachel, weil ich es ihm befohlen habe, aber er hat mir gegenüber zugegeben dass er selbst auch schon vor hatte so zu handeln, da er dich anders kennengelernt hatte und merkte, dass deine Freunde das auch bemerken. Und da du Gesprächen mit ihnen aus dem Weg gehst musst du eben gezwungen werden. Aber deshalb habe ich dich nicht geholt. Lilith verlangt nach dir." Lucifer stöhnte sichtlich angewidert auf. "Die kann als Baum mit dir reden? Schreck lass nach! Was will die verlogene, falsche Schlange?" "Bei dir um Vergebung winseln!" lachte er.
Lucifer verdrehte genervt die Augen. "Und deshalb holst du mich von meinen Freunden und meiner Familie weg? Wegen des Rumgejammers von ihr?" Der himmlische Vater grinste. "Teile es ihr mit! Sie ist nach wie vor überzeugt, dass du ihr vergibst, wenn sie dich nur an die "guten alten Zeiten" erinnert. Ich wollte ihr jedoch vor Augen führen, dass du nicht zum Vergeben neigst." Lucifer lachte bitter. "Bestimmt nicht! Und an welche guten alten Zeiten? Den Sex? Von Lilith habe ich mir nur sexuelle Befriedigung geholt mehr nicht! Und sie weiß das auch! Ich kann es nicht mehr hören! Ich habe ihr wohl mehr als einmal klar gemacht was ich mittlerweile von ihr halte, die ist einfach zu blöd es zu begreifen. Bring sie einfach zum Schweigen wenn sie dich nochmal bittet mich zu holen. Ich habe echt Besseres zu tun als, meine Zeit mit ihrem nervigen Gejammere zu verschwenden. Teile ihr bitte mit dass ich ihr niemals vergeben werde und sie mich in Zukunft in Frieden lassen soll!" "Das werde ich machen mein Sohn." Der gefallene Engel nickte. 
"Und sollte sie dich das nächste Mal nerven - mit der Bitte mich zu holen - dann verbiete ihr einfach den Mund. Denn ich werde mich nicht weiter mit ihr abgeben! Wenn das alles war würde ich jetzt gerne wieder ins Legat zurückkehren, da Kat bald von der Schule kommt und wir vor hatten uns mal wieder der Zauberei zu widmen. Und natürlich will ich auch Zeit mit ihr, den Raynes und Selvaggia verbringen." 
Der himmlische Vater lächelte ihn freundlich an. "Sicher Lucifer, mach das. Aber bevor du gehst... gib Seraphiel eine Chance dir zu helfen, er ist der Engel des Friedens und er ist eigentlich recht umgänglich. Und noch eins: Alle Engel, Michael, Hagiel, Kerubiel, Seraphiel und selbst Metatron musste ich nicht überreden oder zwingen dir zu helfen in der Zeit der Giftanschläge auf dich. Sie alle haben es freiwillig gemacht! Sie alle haben sich sofort angeboten zu helfen! Also sei ab und zu vielleicht mal ein wenig netter zu ihnen." zwinkerte er seinem "ältesten Sohn" zu. Lucifer wirkte fast etwas betreten, aber nur ein bisschen. "Ich werde es versuchen Vater." Er nickte und verschwand wieder ins Legat, wo Rachel und Selvaggia immer noch mit Seraphiel im Wohnzimmer saßen. 
"Was wollte unser Vater von dir?" erkundigte Seraphiel sich. "Lilith!" sagte Belial total angewidert. "Sie wollte bei mir um Gnade winseln, die begreift einfach nicht, dass ich nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Sie glaubte immer noch... ich würde ihr eventuell vergeben, wenn sie schön um Verzeihung bittet." berichtete er den Anwesenden. Seraphiel schüttelte fast fassungslos den Kopf. "Die nervt mich einfach nur! Ich habe Vater gesagt er solle sie schweigen lassen wenn sie wieder nach mir verlangt, da ich nicht gewillt bin meine Zeit mit ihr zu verschwenden und wenigstens mal damit abschließen kann. Wäre schon mal ein Problem weniger!" fuhr Belial fort. Seraphiel nickte zu seiner Verwunderung verständnisvoll. "Dich hat das schon sehr verletzt, dass deine eigenen Leute dich verraten haben. Ist verständlich, dass dich das belastet, aber du kannst nicht alles was dich belastet in dich rein fressen Lucifer! Es macht dich echt fertig, das merkt man! Ich biete dir... ganz ehrlich gemeint, meine Hilfe an. Ich selbst habe unseren Vater gebeten, dies übernehmen zu dürfen, da ich sehe wie dich das und auch andere Dinge in letzter Zeit belasten. Lass uns einfach mal ein offenes und ehrliches Gespräch führen, ich biete dir sozusagen meine Hilfe und .. Freundschaft an Lucifer. Und würde mich freuen wenn du annehmen würdest, zumal es auch Kat unsere gemeinsame Patentochter freuen würde, wenn wir uns etwas besser verstehen." sagte Seraphiel freundlich und ehrlich, wie Lucifer feststellte.
"Also gut, das klang sogar mal ehrlich gemeint. Vielleicht habt ihr ja recht... ich muss ab und an dringend mal einiges loswerden und Frust abbauen. Ich überlege es mir und werde vielleicht die Tage darauf zurückkommen, Seraphiel." Er nickte dem Erzengel freundlich zu. Und wandte sich dann mit einem verführerischen Lächeln an Selvaggia und streckte ihr seine Hand entgegen. Als sie diese ergriff zog er sie sanft an sich. "Lass uns nachher verschwinden kleine Hexe. Was hälst du von Hamburg? Wir könnten uns... "Das Phantom der Oper" anschauen, das wollte ich schon immer mal sehen oder "Das Wunder von Bern" - soll auch sehr gut sein. Und anschließend sehen wir uns Hamburg an und machen es uns in einem meiner Häuser gemütlich." Sie strahlte ihn verliebt an. "Das wäre wunderbar, Lucifer. Dann gehe ich mal nach Paris und packe meine Sachen, denn schließlich gehen wir ja auch ins Theater da brauche ich mein schönes Kleid das wir erst gekauft haben und... wir sehen uns wenn du mit Kat gelernt hast?" "Früher, meine Schöne! Du brauchst schließlich noch ein neues Kleid!" Sie umarmte und küsste ihn bevor sie durch das Portal trat. Rachel und Seraphiel lächelten sich an als sich ihre Blicke kreuzten.
 
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