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Höllischer Kaffee

GeschichteMystery, Fantasy / P16 / Gen
Catherine Corrigan Derek Rayne Rachel Corrigan
12.08.2015
12.08.2015
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12.08.2015 16.143
 
Gut drei Monate später, es war Anfang April, im Legat auf Angel Island saß Katherine zusammen mit ihren Eltern, Julien und Onkel Belial alias Lucifer bei einer Tasse Tee im Wohnzimmer vor dem Kamin. Die Zwillinge Christina Luciana und Lucas Lucian krabbelten vergnügt auf dem Boden herum und plapperten vor sich hin. 
"Was zauberst du Onkel Belial?" fragte Kat, als sie sah wie er eine sanfte Handbewegung über seiner Teetasse machte. Er lächelte. "Mir ist gerade nach einem richtig leckeren Kaffee."  Sie schüttelte sich. "Ich mag das Zeug nicht!" "Geschmacksache, würde ich sagen, ich trinke ihn ganz gern." "Hat schon seine Vorteile die Zauberei." stellte Julien fest. "Macht ihr nachher noch weiter mit dem Grimoire oder habe ich dich dann für mich? Ich würde gerne noch mit dir ein wenig über die Insel spazieren." fragte er erneut an Lucifer und Kat gerichtet. Diese sah ihren Freund und Mentor an. "Onkel Belial?" "Wir können auch morgen weitermachen, genieße den Rest des Tages mit deinem Freund." antwortete er freundlich. 
"Kat, wie und wo willst du eigentlich deinen Geburtstag feiern?" wollte ihre Mutter wissen. Die noch Fünfzehnjährige seufzte. "Ich weiß nicht, darüber habe mir noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht auch gar nicht?" Die anderen sahen sie überrascht an. "Warum nicht Käthchen?" Sie stand auf setzte sich auf die Lehne des Sessels in dem Lucifer es sich gemütlich gemacht hatte, lehnte sich etwas an ihn und flüsterte, aber dennoch laut genug, dass alle Anwesenden im Raum es hören konnten. 
"Weißt du ... eigentlich... würde ich ihn eher ruhig feiern wollen, so wie es bisher immer war, mit meinen Eltern, den Zwillingen, Alex und Nick mit Samantha, und auch mit Julien und dir, vielleicht auch mit Tilly und Selvi ohne das ganze himmlische Drumherum, einfach ganz normal im Kreis meiner Familie, aber ich vermute mal dass in Paris etwas anderes erwartet wird." seufzte sie etwas bedrückt. "Dann bleibt nur die Möglichkeit, dass du zwei Partys machst:" ertönte plötzlich Nicks Stimme. Der mit der kleinen Samantha auf dem Arm im Wohnzimmer erschienen war. "Hallo Nick, schön dich auch mal wieder hier zu sehen." begrüßte Derek seinen langjährigen Freund sichtlich erfreut. "Alex kommt auch gleich, sie bringt etwas zu Essen mit..." 
Alex tauchte auf mit einem großen Topf und einer Schüssel in den Händen. "Es ist heute Morgen einfach über mich gekommen, ich hatte Lust zu Kochen und mit Euch zusammen zu essen und einen netten Abend zu verbringen. Ich hoffe euch ist unser plötzliches Hereinplatzen recht?" erklärte sie fröhlich, aber dennoch ein wenig verlegen. "Natürlich Alex, wir freuen uns immer wenn ihr kommt. Wir sehen uns leider viel zu selten zu gemütlichen Stunden seit ihr in Paris lebt." Rachel und Alex brachten das Abendessen in die Küche. "Ein Glück dass du das Portal geschaffen hast, Onkel Belial."  Derek seufzte, bei den Worten seiner Tochter. "Na ja, manchmal ein wenig lästig, dass alle aus Paris hier so einfach reinspazieren können wann sie wollen. Anwesende natürlich ausgeschlossen!" erklärte er, als Kat und Julien ihn fragend angestarrt hatten. "Ja kann ich verstehen, wäre schon schön wenn man das Portal personenbezogen manipulieren könnte." murmelte Julien. "Das geht in diesem Fall nicht Julien, das hat sich der Himmel schon so gedreht wie er das brauchte, deshalb musste Derek ja auch zustimmen den unbewussten Bann... " er grinste den Praeceptor des Legats verschmitzt an. "... den er damals gegen mich verwendet hat, komplett lösen, damit auch jederzeit alle Zutritt haben. Da Derek sonst mit Sicherheit nicht zugestimmt hättet, dass alle Engel euer Haus betreten können, wenn der Bann noch personenbezogen wäre." Derek nickte zustimmend. "Das stimmt allerdings." 
Als Julien und Kat von ihrem Spaziergang über Angel Island zurück kamen, deckten die Frauen den Tisch, während die Männer sich um die Babys kümmerten um sie anschließend ins Bettchen zu stecken. "Alex, deine Kalifornischen Ofenkartoffeln mit Mandeln und Hackbällchen schmecken einfach vorzüglich!" lobte Rachel ihre Freundin lächelnd. Anschließend ließen sie den Abend mit einer Flasche Wein vor dem Kamin ausklingen, wobei sie sich nebenbei über früher unterhielten, Derek, Nick, Rachel und Alex erzählten Lucifer und Julien über frühere Fälle und andere Dinge. Nick wollte sich noch etwas Wein einschenken. "Mist - alle! Können wir noch einen holen gehen? Du hast doch bestimmt noch was im Keller." Derek lachte. "Du weißt doch wie viel dort unten im Weinkeller steht, wenn ich das in der Zwischenzeit alles selbst getrunken hätte, na dann gute Nacht!" Belial grinste. "Wenn da Gefahr bestünde hätte ich dem Wein schon längst den Alkohol mit Magie entzogen!"
Derek betrat mit Nick und Lucifer das große Kellergewölbe um noch etwas Wein auszusuchen den sie trinken wollten. "Was ist los, Belial?" wollte Derek wissen als der Höllenfürst vor der verschlossen Tür zum Reliktekeller stehen blieb und tief einatmete. Er neigte den Kopf etwas zur Seite in Richtung der verschlossenen Tür. "Dein Reliktekeller?" Der Leiter des Legats nickte. "Woher weißt du das?" Lucifer seufzte. "Derek, ich bin sozusagen ein magisches Wesen, mit sehr viel Macht. Ich spüre die Kräfte die von den Relikten ausgehen, sogar mehr als mir lieb ist. Da es sagen wir mal... nicht wirklich positive Gefühle sind." Derek und Nick sahen sich wortlos an. "Wolltet ihr nicht noch den Techcatl und das andere aztekische Zeug abholen und  in Paris lagern?" fragte Derek seinen teuflischen Freund. "Ich bin froh wenn ich den aztekischen Kram los bin, denn der weckt in mir unangenehme Gefühle." sagte er etwas traurig. "Du leidest immer noch unter den Erinnerungen, von der Zeit in Tenochtilan?" fragte Nick sichtlich besorgt. Derek lächelte ironisch.
"Ja Nick! Das sind Erinnerungen, die man nicht vergisst. Aber ich habe gelernt damit umzugehen. Ich gebe zu, ich habe lange mit mir gekämpft um damit klarzukommen, dass ich für den Tod von zwölf Kindern verantwortlich bin. Aber ich kann damit leben. Themawechsel! Lasst uns den Wein holen und den Abend noch genießen." sagte er gespielt fröhlich. Beruhigend legte Belial ihm eine Hand auf die Schulter. "Nur noch eins zu dem Thema: Du solltest dich mit Sealthiel unterhalten oder mit Seraphiel, den kennst du! Wenn du in Yaotls Körper nicht mitgespielt hättest, hätte deine Seele nicht zurückfinden können, Derek! Und was wäre dann aus Rachel geworden? Das musst du stets bedenken!" Derek schluckte und nickte wortlos. "So, und nun lass uns den Wein aussuchen!" Nachdem sie sich nicht einigen konnten welchen der vielen verschiedenen Weine sie nehmen sollten wurden es zwei Flaschen, die im Wohnzimmer landeten. Die Frauen und Julien verabschiedeten sich irgendwann und so wurde es für Derek, Nick und Belial noch ein ein langer Abend mit viel Wein. Doch diesmal wurde es bei Derek nicht zu viel wie das letzte mal in Paris, als er mit Belial unterwegs war. Zum einen wahrscheinlich weil er keine Angriffe auf seine Seele mehr fürchten musste, zum anderen wohl auch, weil sie sich auf Wein beschränkten und nicht auch noch zwischendurch Calvados und Obstbrände getrunken wurden.
Irgendwann wurden die beiden Menschen müde und Belial schickte Derek und Nick mit Nachdruck ins Bett. Samantha war in das Kinderzimmer in einem gemütlichen Babybettchen - ein Werk von Julien, oder Juliel - zum Schlafen gelegt worden, während Alex sich in Nicks altem Zimmer hingelegt hatte. "Ich schaue noch nach den Kindern und verschwinde dann." meinte Belial. Derek nickte und verschwand sichtlich müde im Schlafzimmer. Nick begleitete Belial noch in das Kinderzimmer. "Oh, ich rieche schon, Luciana braucht eine neue Windel - und die kleine Sam auch." murmelte der Dämon belustigt. Nick stöhnte leise. "Geh nur, ich rufe Onkel Samyaza... wird Zeit, dass der Wickeln lernt!" Nick grinste belustigt. "Ich glaube, das finde ich gut." dann wurde er jedoch ernst. "Belial... würdest du Sealthiel... na ja... anfordern? Du weißt selbst, dass Derek ziemlich stolz ist und niemals von sich aus... also er wird sich bis in alle Ewigkeit mental selbst prügeln für das Ganze..." "Das hatte ich sowieso vor. Du weißt, Derek ist wie ein Bruder für mich. Also geh schlafen. Derek kommt wieder in Ordnung - und da nächsten Monat Samanthas Taufe ist, kümmere ich mich darum, dass die zukünftigen Paten tatkräftig mit anpacken!" Nick dankte ihm und zog sich zurück. 
Mit einem Lächeln sah Belial hinter sich. "Kannst sichtbar werden, Hamaliel. Jetzt lernst du gleich mal was für's Leben. Und da du eh hier rumschleichst brauche ich Samyaza nicht mehr zu rufen." meinte er belustigt. Samanthas himmlischer designierter Patenonkel wurde sichtbar. "Sehr schön, dann lernst du jetzt Windeln wechseln, Samyaza hatte ich schon bei meinen Patenkindern dazu verdonnert." Hamaliel lächelte erfreut. "Gerne - wobei... woher kannst du das denn?" Belial lachte leise. "Ich habe mich - zugegeben, in Dereks Gestalt - in den Babypflegekurs für Männer eingeschrieben... Aber es hat sich gelohnt... Aber jetzt schnappst du dir mal Sam und ich hole mir Luciana und dann gehen wir nach nebenan wo die ganzen Wickelsachen sind."
Kurz darauf zeigte der Höllenfürst dem engagierten Engel wie man ein Kind wickelte und beobachtete beeindruckt, wie Hamaliel nicht mal vor der recht strengen Duftnote von Samanthas Windel zurückwich, sondern fröhlich neckend auf das ihn anstrahlende Mädchen einredete. "Ja, Amélie, schau mal, Lucifer zeigt deinem Onkel Hamaliel wie er dich wieder hübsch kriegt." sagte der Engel sanft, während Christina-Luciana ihren Patenonkel fröhlich vollbrabbelte. "Lufi... tilu..." hörte Hamaliel und sichtlich belustigt und gerührt bekam er auch Belials Antwort darauf mit: "Ja, mein Spätzchen, dein Onkel Lucifer ist für seine kleine Christina-Luciana da! Aber das weißt du ja, oder Herzchen?" Liebevoll wischte der Höllenfürst seiner kleinen Nichte den Sabber weg. "So, dann lass uns die beiden mal wieder hinlegen." wandte er sich an Hamaliel. Der Engel nickte nur. "Du kannst mit Samantha übrigens wirklich mehr reden, Hamaliel. Sie ist intelligent und wird dadurch mehr Fortschritte in der Entwicklung machen. Das kommt ihr nur zugute!" erläuterte Belial während er leise lachend seine Patentochter an sich drückte, die sein T-Shirt besabberte. Als sie das Kinderzimmer wieder betraten sah Lucas-Lucian ihn aufmerksam an. "Lufi la la na-ti?" brabbelte er. Belial lachte leise. "Ich soll euch noch ein Schlaflied singen?" Der kleine strahlte ihn an. "Na gut... aber lass mich erstmal deine Schwester und Hamaliel deine... Cousine hinlegen, hm..."
Im nächsten Moment wurde der inzwischen sprachlose Engel Zeuge wie der Höllenfürst leise, aber doch noch immer mit der klaren und reinen Stimme eines Seraph das Gotteslob für die Kinder sang. Hinter ihnen - an der Tür fielen - mit ebenfalls klaren und reinen Stimmen Seraphiel und Kat ein. Als der Gesang verklang, lächelte der andere Seraph. "Das du das noch kannst - nach all den Jahrtausenden... und ehrlich gesagt, deine Stimme passt perfekt in den Chor..." "Unsinn! Aber was sollte ich sonst singen? Ich hab das ein paar hundert oder tausend Jahre geträllert, schwer da den Text zu vergessen. Außerdem bin ich nicht der Typ für "La le lu" oder "Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein"! Viel Auswahl bleibt da nicht!" meinte Belial unwirsch. "Also trällert da oben mal schön allein!"
"Lufi?" fragte Christina-Luciana. Belial drehte sich sofort zu ihr um. "Ja, mein Schätzchen?" antwortete er und kniete sich an ihrem Bett nieder. Ihr Bruder und Samantha waren eingeschlafen. "Lufi bu bu tilu?" "Ob ich heute Nacht bei dir bleibe?" Die Kleine steckte den einen Daumen in den Mund und sah ihren Paten aufmerksam an, und streckte ihm das eine Ärmchen entgegen. Belial hob sie hoch. "Ach meine Süße, wo ich hingehe, werde ich dich nicht mitnehmen." erklärte er ihr. Das kleine Mädchen kuschelte sich an ihn, krallte sich an dem T-Shirt fest und nuckelte zufrieden an ihrem Daumen. Kat grinste. "Du kannst mein Zimmer benutzen, ich lege mich auf das Sofa in der Bibliothek." "Nein, du wirst mitkommen. Unser Himmlischer Vater hat sich über dein erstes gesungenes Lob sehr gefreut und du hättest die Möglichkeit es zu perfektionieren." sagte Seraphiel sanft.
"Ich würde ja schon mitkommen, aber ... meine Eltern schlafen schon und außerdem habe ich Morgen früh Schule." Seraphiel lächelte. "Ich bringe dich pünktlich bis Morgen früh zurück, so dass du in die Schule kannst." versprach ihr Schutzengel. "Ja und dann bin ich totmüde in der Schule und meine Lehrerin geht zu meinen Eltern." Seraphiel sah sie überrascht an. "Fienchen, du weißt doch ganz genau, dass wir Engel und auch Lucifer, einen Zauber über dich sprechen können der dich wach macht - und im Himmel bist du nicht auf Schlaf angewiesen." sagte Seraphiel belustigt. "Aber wenn Mum oder Dad aufwachen und merken, dass ich weg bin, dann..." Ihr Schutzengel grinste. "Werden sie nicht, ich habe einen Zauber auf sie gelegt damit sie erst aufwachen wenn du wieder da bist. Lucifer und Hamaliel kümmern sich sicher gerne um die drei Kleinen." sagte er in einem Kat undefinierbaren Ton. 
Lucifer und Hamaliel starrten ihn nur an, sagten aber nichts dazu. Seraphiel legte Kat die Hand auf die Schulter und zwang sie so quasi mitzukommen. "Na dann muss ich wohl bleiben, meine Kleine!" sagte Lucifer sanft zu der kleinen Christina Luciana, die sich immer noch an seinem T-Shirt festkrallte und ihn anstrahlte. "So jetzt wird aber wieder geschlafen, kleiner Schatz." sagte er liebevoll zu dem kleinen Mädchen. Doch als er sie wieder in ihr Bettchen legen wollte fing sie sofort an zu weinen. Lucifer beschloss mit seinem Patenkind in Kats Zimmer zu gehen um dort noch ein wenig zu kuscheln und sie dann ins Bettchen zu legen, wenn sie wieder eingeschlafen war. 
"Stört es dich, wenn ich hier bleibe und an Samanthas Bettchen sitze?" Lucifer sah  Hamaliel verwirrt an. "Wieso sollte es?" Er überlegte kurz. "Ganz im Gegenteil, eigentlich. Immerhin hast du dann auch ein Auge auf Lucas-Lucian. Und noch etwas, Hamaliel: Ich freue mich für Samyaza und Samantha, dass sie mit dir einen... netten Engel bekommen haben den auch Alex und Nick mögen." Hamaliel nickte lächelnd. "Ich mag Samantha, sie so süß und ich bin gerne für sie da. Und ihre Eltern sind auch nett, wenn man sie erstmal kennt. Und dein Freund ist auch gar nicht so übel. Genau wie... du. Ich war eben ziemlich überrascht wie gut du dich um deine beiden Patenkinder kümmerst und das ganz ohne Magie. Keiner von uns hat damit gerechnet, dass du so freundschaftliche Gefühle für die Raynes entwickelst. Und ich möchte dir danken, Lucifer." Überrascht sah er ihn an. "Wofür?" Der Engel lächelte. "Dafür, dass du mir gezeigt hast, wie ich für mein kleines Patenkind tätig da sein kann. Ehrlich gesagt wäre ich nie auf den Gedanken gekommen selbst Windeln zu wechseln..." Der Höllenfürst lachte leise. "Gern geschehen... ich verlasse mich darauf, dass du auf meinen Patensohn ein wenig mit Acht gibst, während ich meine kleine Süße noch etwas knuddle." Hamaliel lächelte. "Natürlich... du kannst dich auf mich verlassen." Lucifer nickte dankbar und verschwand mit dem kleinen Mädchen auf dem Arm.
Kat betrat gegen etwa 5 Uhr morgens, das Zimmer ihrer Geschwister. Lucifer stand gedankenverloren da und beobachtete seine Patenkinder beim schlafen. "Hallo Onkel Belial." flüsterte sie um die schlafenden Babys nicht zu wecken. "Hallo Käthchen, und wie war es?" raunte er mit einem etwas seltsamen Lächeln. "Ja, war schon ganz nett soweit, wenn man bedenkt dass ich sonst normalerweise nicht unbedingt gerne singe. Oder eher... seltsam. Ich hatte das Gefühl dort hinzugehören und irgendwie auch nicht. Und... SEINE... ich meine... die Gegenwart des Himmlischen Vaters ist ein seltsames Gefühl - voller... na ja... Liebe... aber auch etwas einschüchernd und erdrückend." Belial nickte. "Ja... damit fühlst du das Gleiche wie ich wenn ich im Himmel sein muss..." antwortete er lächelnd. "Aber irgendwann wird die Liebe mehr und das Unbehagen weniger, je mehr du dich integrierst. Momentan bist du noch zu... sterblich, Käthchen. Kat sah ihren Patenonkel nachdenklich an. "Ja, vielleicht hast du recht..." murmelte sie. 
"Schlafen meine Eltern noch?" Lucifer nickte. "Seraphiel hat dafür gesorgt dass sie bis gegen sechs, halb sieben schlafen." Sie nickte. "Danke Onkel Belial, dass du geblieben bist. Seraphiel hat auch schon dafür gesorgt, dass ich fit bin, als hätte ich geschlafen. Ich gehe schnell unter die Dusche und kümmere mich dann um die Beiden wenn sie wach werden sollten bevor Mum und Dad wach werden." Der gefallene Engel lächelte. "Das mach ich doch gerne! Außerdem hatte ich ja tatkräftige Unterstützung durch einen sehr lernwilligen und wissbegierigen Hamaliel." Er grinste, wuschelte ihr liebevoll durch die Haare und fuhr fort: "Ich bin dann Mal weg, wir sehen und später Käthchen, viel Spaß in der Schule." Er umarmte Kat und verließ das Kinderzimmer durch die Tür. 
Als Kat mit einem Bademantel und einem Handtuch bekleidet aus dem Bad trat hörte sie ihren Bruder vor sich hinplappern. Sie nahm ihn liebevoll in den Arm und brachte ihn zum Wickeltisch. "Na mein Spätzchen, bist du ein kleines Müffi?" fragte sie ihn. Er lachte sie an. "Fi!" kicherte er als sie ihn anhob um an seiner Windel zu schnuppern ob er eine neue nötig hatte.
"Du bist schon wach?" fragte ihre Mutter, die plötzlich in der Tür stand. "Ja, ich war grad duschen und da hab ich den kleinen Schatz gehört." Sie küsste ihrem Bruder liebevoll die Wange und streichelte ihm kurz zärtlich über das kleine Köpfchen. Im Nebenzimmer hörte sie plötzlich ihre Schwester und die kleine Samantha - und Samyaza und Hamaliel. Sie grinste ihre Mutter an als sie die beiden Engel - gefallenen und nicht gefallenen - diskutieren hörte: "Lucifer hat es mir gestern Abend gezeigt und ich glaube, ich habe das mit dem Windeln auch gut hinbekommen! Du kannst ja Christina-Luciana wickeln ich nehme dieses kleine Herzchen hier." sagte Hamaliel bestimmt. Samyaza lachte. "Geht klar... ich merke nämlich schon, dass Samantha ziemlich streng riecht, da ist die Patentochter vom Chef ein Rosenbeet gegen - rein dufttechnisch gesehen!" und im nächsten Moment hörte man Hamaliel, der zu Samantha gewandt sagte: "Ja wo ist den meine kleine Samantha-Amélie? Ja wo ist sie denn? Kommt sie zu Onkel Hamaliel? Soll der Onkel dich wieder frisch machen?" Samantha quietschte fröhlich und gleich darauf kamen Samyaza und Hamaliel mit den beiden Mädchen auf den Armen ins Wickelzimmer. Sie wünschten einen Guten Morgen. 
Mit einem Blick auf Lucas-Lucian meinte Samyaza: "Den hat Belial vorhin gerade gewindelt kurz bevor du aus der Dusche gekommen bist.. der Schlingel will nur kuscheln." "Fi? Ma?" rief der kleine Bursche wie aufs Stichwort. Rachel lachte leise. "Dann werde ich mal das Füttern übernehmen." "Mach das, Rachel, ich wickle derweil deine Tochter und schau mir an, was Hamaliel gelernt hat vom Chef und ob ich ihm Samantha in Zukunft ruhigen Gewissens mal allein überlassen kann." Rachel und Kat lachten laut auf. Der jüngste Rayne quietschte vor Vergnügen als seine Mutter ihn hochhob.
Erst gegen Abend kam Belial zurück - zum Vier-Uhr-Tee, genauer gesagt; mit einer großen Dose frischer Scones und einer Dose clotted Cream. König Paymon, sein wahrscheinlich loyalster Diener, begleitete ihn. Kat begrüßte ihren zweiten höllischen Patenonkel herzlich und nickte ihrem Lieblingspaten - Belial - lächelnd zu. "Ihr seht ernst aus, ist irgendwas in Paris passiert?" fragte Derek. Belial nickte. "Mein Arbeitszimmer im Boulevard, beziehungsweise Kats und meins, das wurde in die Luft gesprengt." Rachel fielen die Teetassen hin die sie gerade trug. Mit einem magischen Spruch Paymons waren sie wieder ganz und er nahm sie ihr ab. "Das zielte nicht auf Kat ab, sondern auf mich, Rachel!" "Wie meinst du das? Das ist euer beider Arbeitszimmer, das Zimmer in dem du ihr in Paris Zauberunterricht gibst!" rief sie. "Ja, aber... das war eine Art von Magischer Bombe die hochgegangen ist - mit einer Menge sehr positiver Energie. Kat ist eine... ein Schutzengel und sobald sie die Botschaft betritt, Madam, ist sie dieser Schutzengel... Die Bombe hätte meinen Herrn getroffen, nicht aber sie." widersprach Paymon. "Madam? Und was für "eine" ist Kat?" verlangte Rachel Antwort. "Mrs. Rayne, ich vermute, Sie bieten mir das "Du" an?" fragte der Dämon. Sie nickte. "Ich fühle mich geehrt, Rachel, ich bin Paymon, deiner Tochter zweiter Höllischer Pate." Rachel lächelte. "Ja, von dir hat sie den Namen Maya bekommen." Er lächelte und neigte bestätigend den Kopf. "Aber was ist Kat?" 
"Ein Schutzengel für Christina-Luciana, Mom!" rief Kat. "Nein, er hat es weiblich gemeint und vor dem Schutzengel gezögert!" "Eine der Herrschaften, der Kyriotes, Rachel!" antwortete Belial mit einer Bestimmtheit und wies Kat in Gedanken an zu schweigen. "Das ist völlig okay, Rachel - ich bin ein Dynameis - Kat und ich müssen eingreifen können falls jemand Christina und Lucas was tun will!" stützte Julien Belials Behauptung.
"Aber was mich wirklich wütend macht ist, dass offenbar die Himmlischen nicht mit der guten Beziehung zwischen euch und meinem Herrn zurecht kommen!" meinte König Paymon ungehalten. "Bitte, wir wissen nicht was da wirklich läuft." wandte Belial ein. Derek sah nachdenklich aus. "Aber nüchtern betrachtet hat Paymon nicht unrecht..." Er nickte dem Dämon zu. "Ich bin übrigens Derek." Der Dämon neigte den Kopf als er antwortete: "Wie meinst du das?" "Nun, es muss jemand gewesen sein, der a) Zutritt zur Botschaft hatte, b) jemand der sich die Art von Bombe besorgen konnte beziehungsweise herstellen und c) jemand der skrupellos genug ist sie einzusetzen. Aber die Frage ist: Wieso? Immerhin ist der Boulevard von beiden Seiten ins Leben gerufen worden um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten." "Aber nicht von allen unbedingt mit Begeisterung..." meinte der Dämon nachdenklich. "Offengestanden bin ich - als einer der Dämonen der nie ein Engel war - auch dagegen gewesen und bin es irgendwie immer noch. Aber mein Herr ist ein Verfechter der Idee des Boulevard und ich stehe unumstößlich hinter ihm." 
Paymon lächelte die Raynes freundlich an. "Umso mehr als ich meinen Herrn noch nie so glücklich gesehen habe wie die letzten Monate die er mit euch verbrachte oder wie stolz und regelrecht aufgekratzt und fröhlich er war als er die Nachricht bekam, dass ihr beide ihn zum Paten eurer Kinder machen wollt. Außerdem habe ich meine Patentochter kennen gelernt..." er lächelte Kat zu, "...und sie als sehr loyale, freundliche Person empfunden. Maya hat nie Angst vor mir gehabt. Ich glaube, ich hätte auch in dämonischeren Gestalten auftauchen können, sie wäre nicht zurückgewichen." Freundschaftlich legte er einen Arm um Kat und lächelte ihr zu. Sie erwiderte das Lächeln. "Derek, Rachel: Ich bin meinem Herrn gegenüber loyal - und seiner erwählten Familie. Ich hätte weder ihn noch Kat gefährdet! Auch euch nie!"
Derek sah den Dämon scharf an. "Hast du eine Ahnung wer dahinter stecken könnte? Von welcher Seite auch immer?" Paymon schüttelte den Kopf. Es war Belial der antwortete: "Ich vermute einen der gefallenen Engel... wahrscheinlich wollen da einige wieder "zurück an Papis Seite" und meinen, dass mich erledigen sie diesem Ziel näher bringt." Es klang verächtlich. "Wegen der "Positiv-Bombe" meinst du?" fragte Julien. Belial nicke. "Aber ich vermute, da hat einer von den Engeln Beihilfe geleistet - und das nicht gerade unwissentlich!" analysierte Kat. "Denn kein Engel wäre so dumm eine solche Waffe unwissentlich einem gefallenen Engel oder Dämon zu überlassen!" Belial schüttelte den Kopf. "Der Vater hat aus meinem... Ungehorsam gelernt, Käthchen... Ich war... bin sehr willensstark... aber bei den anderen ist der "freie Wille" abgeschwächt worden... außer bei Julien und dir, denn ihr seid trotz allem noch Menschen mit einem sehr starken Willen - und bei den Menschen legt unser Himmlischer Vater sehr viel Wert auf den freien Willen." Kat zuckte zusammen. "Das heißt... er... wenn wir irgendwann sterben, dann wird er uns den freien Willen auch nehmen?" fragte sie entsetzt. Belial zuckte mit den Schultern. "Schwer zu sagen... aber vermutlich nicht. Wer weiß schon was er tut oder nicht tut, Käthchen. Vielleicht will er mit euch wieder mehr Willensstärke und Eigeninitiative hineinbringen, vielleicht nicht... Ich weiß es nicht."
Rachel baute sich energisch vor Belial auf. "Ich denke, wir sollten uns darauf konzentrieren den oder die Täter zu finden, denn ganz ehrlich: Niemand! Und ich betone NIEMAND! fügt meiner Familie Schaden zu!" sagte sie. Belial lächelte. "Kat ist völlig in Sicherheit..." "Ich rede gerade nicht von Kat, Belial! Die Bombe hätte DIR schaden können!" Mit einem gerührten, belustigten Lächeln zog er sie in seine Arme. "Ach Schwesterchen, es ist so schön euch zu haben." murmelte er und küsste sie sanft auf die Stirn.
"Wollen wir uns nicht erst mal hinsetzen und die leckeren Scones essen die Belial mitgebracht hat? Während wir die genießen können wir uns auch noch unterhalten." schlug Julien vor. "Was hast du jetzt vor, beziehungsweise was gedenkst du zu unternehmen?" wollte Rachel vom Paten ihrer Kinder wissen, doch der reagierte nicht. "Belial!" rief Derek laut als er nicht reagierte. Er blickte von seiner Kaffeetasse auf, in die er gedankenversunken gestarrt hatte. "Was? Ich weiß noch nicht. Erst mal müssen wir rausfinden wer etwas gegen mich hat und warum, und ehrlich gesagt habe ich momentan nicht die geringste Ahnung wer für den Anschlag auf mich verantwortlich sein könnte." sagte er nachdenklich. Kat stellte betroffen fest, dass seine Stimme etwas traurig klang. "Das werden wir schon rausfinden, zusammen mit dem Boulevard, denn meine Sichtweise der Dinge habe ich dir ja vorhin schon erklärt." meinte Rachel. Er lächelte und verabschiedete sich dann." "Onkel Belial?" "Ja Käthchen?" Sie sah ihn traurig an und umarmte ihn dann. "Ich habe Angst. Was ist wenn... wer immer das war, es nochmal versucht und...? Ich will gar nicht daran denken." Er erwiderte ihre Umarmung. "Dann denk auch nicht dran. Du solltest dir nicht so viele Gedanken machen, denn immerhin bin ich ein Seraph, trotz der Tatsache, dass ich ein gefallener Engel bin. Ebenso besitze ich meine Kräfte als Seraph noch immer, und ich besitze sogar meine Selbstheilungskräfte immer noch. Ich bin stark Käthchen, so schnell streckt man mich nicht nieder." Er verschwand zusammen mit König Paymon. 
Die nächsten drei Tage vergingen ohne dass Belial sich im Legat blicken ließ. Kat trat am dritten Tag in die Küche als ihre Eltern gerade dabei waren die Zwillinge zu füttern. "Ich mache mir doch Sorgen um Onkel Belial. Er ist noch nie länger als zwei Tage weggeblieben ohne sich zu melden und außerdem waren wir für heute um 14 Uhr zum Lernen verabredet. Er ist noch nie zu spät gekommen ohne Bescheid zu sagen." Derek und Rachel sahen sich ebenfalls besorgt an, da sie wussten, dass ihre älteste Tochter recht hatte. Nachdem die Zwillinge fertig gegessen hatten traten sie zusammen mit Katherine und Julien durch das Portal.  
Als sie in den Eingangsbereich des Boulevards traten schien große Aufregung zu herrschen. "Selvaggia, was ist denn los?" wollten die Raynes wissen als sie der ehemaligen Hexe begegneten. "Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael sind anwesend und beraten sich zusammen mit den anderen Engeln und gefallenen Engeln, da es einen weiteren Anschlag gab." Kat starrte die Hexe erschrocken an. "Wieder auf Onkel Belial? Geht es ihm gut?" Selvaggia nickte. "Ja, es geht ihm den Umständen entsprechend gut." "Den Umständen entsprechend? Was soll das heißen?" rief Kat laut und besorgt. "Ich meine es..." Lucifer trat aus dem Salon. "Käthchen! Beruhige dich es geht mit wirklich soweit gut!" erklärte er.  Kat umarmte ihn. "Aber..." Er unterbrach seine Patentochter. "Kommt mit in den Salon." Als die Familie Rayne eintrat, waren neben Seraphiel und Metatron auch Hagiel, Kerubiel, Michael, Gabriel und Raphael anwesend. Von der höllischen Seite aus saß König Paymon in der Runde, nicht zuletzt da er den ersten Anschlag auf seinen Herrn schon mitbekommen hatte. "Was ist denn diesmal passiert?" wollte sie von ihren Paten - denn die meisten im Raum fielen von den Engeln und Dämonen in diese Kategorie - wissen. Gabriel trat zu Kat. "Es wurde sozusagen ein Giftanschlag auf Lucifer verübt. Wir nehmen an dass es ihn treffen sollte, weil es sich in seinem Kaffee befand. Nick und Alex sind im Quartier Latin und da Lucifer der einzige ist der lieber Kaffee als Tee trinkt, vermuten wir nach dem ersten Angriff auf sein Arbeitszimmer, dass es wirklich ihm galt."
"G... Gift?" fragte Kat erschrocken.  "Lucifer hatte Glück, dass er es beim zweiten Schluck schon merkte und sich dann sofort übergeben hat. Außerdem hat er als Seraph heilende Kräfte und konnte so dem Gift gleich selbst entgegenwirken. Die einzige Folge ist, dass er noch ein paar Tage unter Magenschmerzen und Übelkeit leiden wird." "Auch Engel und gefallene Engel können Schmerz empfinden, Katherine. Im Großen und Ganzen gesehen sind wir  aber widerstandsfähiger als Menschen." erklärte Kerubiel der ihren fragenden Blick bemerkt hatte. Ihr Pate legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Dem Himmlischen Vater sei Dank!" entfuhr es ihr. "Aber man muss doch trotzdem irgendwas tun, was ist wenn... derjenige der dafür verantwortlich ist nochmal versucht Belial zu schaden? Denn ganz offensichtlich scheint jemand was gegen ihn persönlich zu haben." fragte Derek besorgt um seinen brüderlichen Freund. Michael antwortete dem Praeceptor. "Sei unbesorgt Derek, wir werden Lucifer unter Schutz nehmen, Seraphiel, Metatron, Kerubiel und Hagiel ebenso wie ich haben den Auftrag vom himmlischen Vater bekommen ab sofort abwechselnd hier im Boulevard anwesend zu sein um ein Auge auf Lucifer zu haben. Während dieser Zeit wird Paymon mit Armaros, Gadreel und Satanael den Schutzengeldienst bei Kat und Julien versehen und die beiden werden mit Gabriel und Raphael auf eure Jüngsten aufpassen." Der Höllenfürst starrte den Erzengel ungläubig an. 
"Bitte wie war das?" fragte er fast entsetzt. "Du kannst nichts dagegen machen Lucifer, unser Himmlischer Vater persönlich hat das angeordnet, dich solange bis wir den oder die Täter gefunden haben unter unseren persönlichen Schutz zu nehmen. Ob dir das nun passt oder nicht, es ist beschlossene Sache!" Lucifer verdrehte genervt die Augen. "Der Fürst der Finsternis wird von den mächtigsten Engeln beschützt." sagte er etwas abfällig. "Sei doch froh Onkel Belial oder willst du vernichtet werden? Also wir würden dich sehr vermissen." sagte Kat traurig und besorgt um ihren Patenonkel. Dieser schloss die Augen und rieb sich mit der Hand über den Magen. "Na dann sollten wir uns schnell an die Arbeit machen und herausfinden wer hinter den Anschlägen auf Belial steckt und vor allem warum?" sagte Derek bestimmt. "Außerdem trinke ich auch lieber Kaffee als Tee!" warf Julien ein. Belial lächelte. "Ja, aber du zauberst dir den Tee nicht zu Kaffee." 
Fragend sah der Theologiestudent ihn an. "Nein, das nicht, denn das kann ich als Mensch ja nicht... aber..." "Julien, das Gift wurde durch angewandte schwarze Magie aktiviert. Hättest du eine normale Tasse Kaffee gehabt in der dieses Gift gewesen wäre, wäre es für dich nicht da gewesen, weil es ja nicht aktiviert worden wäre und es ist auch fraglich ob es durch weiße Magie aktiviert worden wäre. Aber Mathilde hat Lucifer ihren Tee serviert und du weißt selbst, dass er nicht gerade ein Freund von Kräutertee ist." antwortete Metatron ihm. "Das heißt, Kat wäre in Gefahr?" fragte Rachel besorgt. Schockiert sahen die anwesenden Engel sie an. Paymon legte ihr beruhigend einen Arm um die Schulter. "Bisher ging es nur um meinen Herrn, Rachel." "Ja, aber immerhin kann meine Tochter auch zaubern - mit schwarzer Magie!" Seraphiel nickte. "Rachel hat recht... wir wissen noch nicht mal wo das Gift drin war... In der Innenseite der Tasse, dem Wasser oder dem Kräutertee. Letzteres würde natürlich Selvaggia und Mathilde in Verdacht bringen..." "Selvi und Tilly?! Bestimmt nicht! Die beiden finden es hier in Paris viel zu gut mit uns allen!" protestierte Belial. "Die beiden würden nichts gewinnen!" 
König Paymon räusperte sich. "Es ist immer die Frage wer noch mit drinsteckt, Herr. Wenn man ihnen Schuldfreiheit zugesichert hat..." Er sah sich zu der gerade eintretenden Mathilde um. "Schuldfreiheit, Sir? Ich weiß, was ich getan habe und ich bin Fürst Lucifer dankbar, dass ich meine Schuld auf angenehme Weise abdienen darf. Was könnte ich mir Schöneres wünschen als für Freunde da sein zu können und das bis zum Ende? Für sie und ihre Nachkommen bis zuletzt?" fragte sie empört. Belial legte einen Arm um sie. "Schon gut, Tilly. Selvi und du ihr seid für mich über jeden Verdacht erhaben!" versicherte er der Hexe.
"Lucifer, du wirst dir vorerst kein Getränk mehr zu Kaffee zaubern, auch wenn du ihn gerne trinkst! Theoretisch musst du ja auch nicht essen und trinken, das wäre vorerst die sicherste Lösung, denn so kannst du auch kein Gift zu dir nehmen. Und von uns Engeln, den hier anwesenden meine ich damit, wird ab jetzt immer einer von uns bei dir sein." Der Höllenfürst seufzte bei dem Gedanken ab sofort ständig jemanden um sich zu haben und dann auch noch Engel. "So können wir unterbinden, dass jemand einen weiteren Anschlag verübt, beziehungsweise können dann schnell eingreifen." "Ganz toll, das heißt ich habe jetzt gar keine Zeit mehr für mich. ALLEIN!" beschwerte sich Lucifer. Die Raynes stellten fest, dass er das erste mal seit sie ihn kannten sehr deprimiert wirkte. "Fürs erste werde ich bei dir bleiben. Paymon und Armaros machen heute Schutzengeldienst bei Kat und Julien und der Rest von uns zieht sich in den Himmel zurück. Dort werden wir gemeinsam mit unserem Vater überlegen wie wir in dieser Sache weiter kommen, beziehungsweise versuchen herauszufinden wer dahinterstecken könnte." erklärte  Michael die weitere Vorgehensweise. 
"Die  Frage ist warum will jemand  Belial eigentlich  schaden oder loswerden?" stellte Julien in den Raum. "Tja, die Frage gilt es zu klären, Julien." antwortete Hagiel. Die Engel außer Michael verschwanden fürs erste. "AHHHH ... das nervt!" "Lucifer! Deine Wutausbrüche helfen auch nicht weiter. Mach dir lieber Gedanken wer dahinterstecken könnte." "Woher soll ich das denn wissen?" fauchte der Höllenfürst. "Kann ich wenigstens im Legat meinen Kaffee trinken?" Michael lachte leise. "Da Rachel ihn dir dort kredenzt, ohne dass du zaubern musst... Ich denke das ist ungefährlich." Derek fuhr auf: "Heißt das, dass auch jemand bei uns die Tassen oder das Kaffeepulver vergiftet haben könnte?" Der Erzengel sah Derek scharf an. "Jetzt wo du es sagst.... " Er rief: "Seraphiel!" Der Seraph erschien und bekam sofort Anweisungen: "Geh bitte mit Kat nach Angel Island und überprüfe den Kaffee, die Teevorräte von Rachel und die Tassen! Ich denke, das Wasser können wir außer Acht lassen." Michael organisierte schnell und präzise. 
Nein! Kat wird nicht gehen! Ich bringe mein Mädchen nicht in Gefahr!" protestierte Belial. "Dann wird dir nichts anderes übrig bleiben als selbst zu gehen um das mit Kat und Seraphiel zu kontrollieren! Ich werde Sariel und Raphael nach Angel Island schicken um das zu überwachen. Die beiden sind Engel der Heilung und werden Kat und dich notfalls heilen können." Er fügte noch etwas in der alten Sprache der Engel hinzu - und zum ersten Mal verstand Kat was er sagte - und ein Blick zu Julien sagte ihr, dass auch er verstand: "Tatsache ist: Es muss ein Seraph sein - und dazu ein Seraph der schwarze Magie anwendet oder anwenden kann - und momentan trifft das nur auf dich und unsere Patentochter zu! Denn das Gift greift nur Seraphim an!" "Was heißt das genau?" wollte Julien wissen. "Es gibt nur weniges, Juliel, was uns schaden kann - Engeln allgemein. Bei einem Dynameis wie dir gibt es zwei oder drei Dinge mehr als bei Seraphim aber auch einige die nur für Seraphim gefährlich sind..."
Rachel und Derek sahen einander misstrauisch an. "Meint ihr... ich meine... wenn das überprüft ist und alles "sauber" sozusagen... könnten wir dann den Zugang zum Legat wieder reglementieren? Ich meine, dass nur Kats Paten, Mathilde, Selvaggia, Juliens Schutzengel Metatron, Armaros und Hamaliel und Samyaza und natürlich Alex die einzigen Personen mit magischen Fähigkeiten und Kenntnissen sind, die kommen können?" fragte Rachel. Michael sah sie nachdenklich an. "Das wäre unter Umständen möglich... ein interessanter Vorschlag... wenn dann etwas im Legat passiert, wissen wir wo und in welchem Umfeld wir den ersten Verräter suchen müssen." "Ich habe Kats Paten sorgfältig ausgesucht, Michael. Ich glaube auch nicht, dass ich an Hagiel, Seraphiel und dir oder Kerubiel Zweifel hegen muss. Auch Hamaliel ist ein anständiger Bursche. Ich mag ihn inzwischen. Macht sich als Samantha Boyles Patenonkel..." Belial grinste. Seraphiel räusperte sich. "Da bliebe also Metatron für dich aussen vor?" Belial sah ihn überrascht an. "Nein, zur Hölle! Der kriegt von Papi eine gelangt und dann geht er wieder in der Spur wenn nötig!" meinte er spöttisch. "Hör auf zu lästern, Lucifer! Verschwinde nach Angel Island. Ich regle das mit dem reglemenierten Zugang!" wies Michael ihn zurecht. Belial zog spöttisch eine Augenbraue hoch. "Macht euch auf den Weg!" sagte Michael energisch. "Komm Onkel Belial." sagte Kat sanft und zog ihn mit sich. Sie wollte ins Portalsystem, doch ihr Pate schloss sie sanft in die Arme und tauchte im Legat wieder auf. Seraphiel erschien gleich darauf.
"Direkt in die Küche? Oder schauen wir das ganze Haus durch ob hier irgendwas auf uns drei oder einen von uns reagiert?" fragte der Schutzengel von Kat.
"Erst die Küche. Ich will testen ob es sich wirklich auf Magie bezieht." Er lief in die Küche, Kat und Seraphiel folgten ihm, auch Sariel und Raphael die gerade im Legat eingetroffen waren.
"Kat mach mir bitte einen Tee zum testen, aber bitte irgendeinen mit Früchten, wenn ich schon einen Schluck davon trinken muss." befahl er seiner Patentochter freundlich, während er sich selbst an der Kaffeepadmaschine zu schaffen machte. Er nahm die Tasse, trank einen Schluck und noch einen. Nichts passierte. Kat pustete in den heißen Tee, als er etwas abgekühlt war reichte sie die Tasse ihrem Patenonkel. Belial nahm einen Schluck und verzog leicht angewidert das Gesicht. "Ich mag keinen Tee, das weißt du doch, Käthchen." sagte er als sie ihn etwas erschrocken anstarrte. Er trank zwei weitere Schluck Tee - nichts. Er wandte seine Magie auf den Tee an um Kaffee daraus zu machen. Er atmete einmal tief ein bevor einen weiteren Schluck des gezauberten Kaffees nahm. Beim zweiten Schluck fing er zu husten an und rang nach Luft. Die Tasse fiel zu Boden, Raphael und Sariel  eilten ihm zu Hilfe. "Dann bezieht sich das bei meinem Kaffee tatsächlich auf Magie." stellte er fest nachdem es ihm wieder besser ging. "Ist nur die Frage ob jemand den Tee vergiftet hat oder die Tassen... Du aktivierst das Gift ja nur durch Magie..." meinte Sariel nachdenklich. "Ich könnte auch aus Wasser Kaffee zaubern, wenn dann nichts passieren sollte, wissen wir dass sich das Gift im Tee befindet. Er nahm die Tasse, die einer der Engel mittlerweile wieder ganz gezaubert hatte und schüttete etwas vom gekochten Wasser das sich noch im Wasserkocher befand in die Tasse und zauberte diesmal aus Wasser Kaffee.
Er schloss die Augen und trank einen großen Schluck. Kurz darauf würgte und hustete er ein weiteres Mal, die Tasse glitt ihm zum zweiten Mal aus der Hand und er selbst ging diesmal auch zu Boden, sofort waren Sariel und Raphael wieder zur Stelle. Er war sichtlich geschwächt. Seraphiel, der bemerkte dass Kat eine Träne die Wange hinunterkullerte, legte ihr tröstend eine Hand auf die Schulter. "Alles ist gut Fienchen, Lucifer ist stark und da Sariel und Raphael ihn sofort heilen können hat das Gift keine Möglichkeit sich im Körper auszubreiten. Es schwächt ihn nur, aber auch nur für ein paar Stunden, da immer sofort eingegriffen wird. Lucifer griff nach Sariels helfender Hand die sich ihm entgegen streckte. Stöhnend erhob er sich, nahm die Tasse Kaffee, die er sich mit der Maschine gemacht hatte und setze sich wortlos an  den Küchentisch. Voller Genuss trank er den nicht vergifteten Kaffee. Kat lief zu ihm und umarmte ihn. Der Fürst der Finsternis erwiderte ihre Umarmung. "Danke Käthchen!" flüsterte er ihr ins Ohr. "Jetzt wissen wir also dass es die Tassen sind." stellte Raphael fest. "Das heißt: Keine Zauberei mehr Lucifer, bis die Sache geklärt ist! Und Kaffee nur noch aus der Maschine!" befahl Raphael. "Versprochen!" kam die knappe Antwort des Höllenfürsten. "Sehen wir die anderen Räume auch noch  durch?" wollte Katherine wissen.
"Das halte ich für eine gute Idee, sobald Lucifer seinen Kaffee ausgetrunken hat und wieder etwas zu Kräften gekommen ist." Belial erhob sich und stellte seine Kaffeetasse in die Spüle. "Gehen wir die anderen Räume überprüfen." sagte er genervt, wütend und traurig zugleich. Besorgt stellten Kat, Julien und Raphael der Lucifer irgendwie immer noch als Freund ansah, fest dass sein Gang ziemlich unsicher war.
Im Esszimmer geschah nichts. Anschließend  wurde das Wohnzimmer überprüft. "Wir sollten uns genau umsehen ob vielleicht auch irgendwas da steht was nicht hingehört." schlug Seraphiel vor. "Käthchen, kennst du alle Dekosachen und alles was hier rumsteht, weißt du ob das deinen Eltern gehört?"  fragte Belial nachdenklich. Sie schüttelte den Kopf. "Nein, vieles steht schon ewig hier es ist von seinem Vater und ich achte ehrlich gesagt auch nicht so darauf." antwortete sie ihren Patenonkel.
Kurz darauf stand Derek an der Wohnzimmertür. "Dr. Rayne. Was..." Seraphiel war sichtbar erstaunt, wurde jedoch unterbrochen: "Ich habe Derek in Gedanken gerufen Seraphiel, damit er uns helfen kann, denn wir wissen alle nicht was ihm gehört und was nicht." erklärte Belial. "Du kannst mit Dr. Rayne  über Gedankenübertragung kommunizieren?" fragte Seraphiel überrascht und er klang nicht gerade begeistert. "Ja! Ich habe ihm damals als wir Yaotl in Schach gehalten haben, die Fähigkeit gegeben mich zu rufen wenn er Hilfe brauchte. Und er kann es auch nur mit mir, also reg dich nicht auf, Seraphiel!" sagte der Fürst der Finsternis extrem gereizt. "Lass es gut sein Seraphiel, das ist schon in Ordnung, da Derek nur mit Lucifer in Gedanken reden kann. Und außerdem ist Lucifer schon genervt genug von der ganzen Sache hier, und wir sollten so schnell wie möglich mehr darüber herausfinden, dass wir Lucifer helfen können." sagte Sariel ruhig.  "Abgesehen davon passt er auch auf mich auf, wenn es nötig ist..." meinte der Praeceptor mit einem Grinsen.
Seraphiel nickte, dann sagte er: "Derek schau dich bitte mal hier um ob dir irgendetwas auffällt, etwas was du nicht kennst oder ob etwas an einem anderen Platz steht irgendwas?" befahl er dem Praeceptor freundlich. "Nach was genau suchen wir eigentlich?" wollte der Besitzer des Hauses wissen. "Nach Dingen die beim anfassen oder so auf Lucifer reagieren könnten, oder etwas was nicht dir gehört, Derek." erklärte Raphael. "Also eigentlich fasse ich hier im 
Wohnzimmer nichts weiter an als die Bücher, da ich zwischendurch mal lese wenn ich auf die Zwillinge aufpasse." murmelte Belial. Kat wollte die Bücher untersuchen. Lucifer stand sofort neben ihr, nahm ihr das Buch aus der Hand und flüsterte: "Du nicht Käthchen! Ich bin auch ein Seraph und wenn es deshalb Gifte sind auf die Seraphim reagieren..." sie nickte. "Aber du bist jetzt schon zweimal kurz hintereinander..." Sie schluckte nickte aber als sie murmelte: "Aber...  und du bist geschwächt und..." "Ich halte das schon aus, als Seraph kann schnell reagieren und dem Gift selbst etwas  entgegenwirken , wie ich es heute Vormittag auch gemacht habe. Und jetzt sind Raphael und Sariel da, die mir helfen." Er begann die Bücher in die Hand zu nehmen, nichts passierte.
"Belial! Das hässliche Ding da kenne ich nicht! Ich habe es noch nie gesehen!" rief Derek plötzlich. Lucifer und die anderen traten neben ihn und starrten auf einen hässlichen Buddha. "Ich würde mir nie so einen Buddha ins Wohnzimmer stellen." "Ist ja auch echt hässlich." bestätigte seine Tochter die Meinung ihres Vaters. Derek nahm die Figur in die Hand und betrachte sie skeptisch. "Gib sie mal bitte her." bat Lucifer seinen Freund. Ihm wurde schwarz vor Augen und er brach zusammen in dem Moment als er die Figur in der Hand hielt. Er ließ sie los und saß schwer atmend am Boden. Sariel und Raphael eilten zum dritten Mal zu ihm. "Was ist passiert Lucifer? Geht es?" fragten die Engel besorgt. "Mir wurde so schwindlig und heiß in dem Moment als ich die Figur berührte. Aber jetzt wo ich sie losgelassen habe wird es wieder besser." Raphael legte ihm dennoch sanft die heilende Hand auf die Stirn um ihm schnellere Besserung zu verschaffen, da er von den vorherigen Vergiftungen noch geschwächt war. Diesmal reichte Derek seinem Freund die Hand um ihm aufzuhelfen. "Wir sollten das Ding mit in den Boulevard nehmen um es dort zu untersuchen, womöglich ist im Inneren eine Substanz die dir schadet, Lucifer." schlug Sariel vor. Seraphiel trat neben sie. "Oder einem Seraph, Lucifer ist auch ein Seraph, wenn also jemand ihm Schaden möchte könnte es sein dass... " Er griff 
ebenfalls danach ließ sie aber sofort wieder fallen als auch ihm leicht schwindlig wurde. "Ok, das ist wohl irgendein Seraphengift." stöhnte der Erzengel. Vorsichtig streckte Raphael seine Hand danach aus. Nichts passierte als er die Figur in der Hand hielt. "Ich nehme sie nachher mit in der Boulevard." sagte er und legte die Figur auf den Wohnzimmertisch. "Sonst noch irgendwas in dem Raum was du nicht kennst Derek?" wollte Sariel wissen. Der Leiter des Legats schüttelte nach sorgfältigem Umsehen den Kopf. "Gut dann sehen wir uns die anderen Räume noch an rief der Erzengel. In den anderen Räumen fanden sie nichts ungewöhnliches und auch Lucifer und die anderen Seraphen spürten nichts. "Den Buddha sollten wir, beziehungsweise diejenigen die keine Seraphen sind untersuchen. Für den Boulevard arbeiten ja auch menschliche Chemiker und notfalls können wir sicher die Uni in Paris einspannen..." schlug Raphael vor und stellte das Dekoteil auf den Tisch im Salon. 
Kat wandte sich um und streifte den Buddha. Sofort strauchelte sie. Seraphiel fing sie sofort stützend auf, während Raphael eine Hand auf ihren Arm legte, genau da wo sie die Figur berührt hatte. Derek sah seine Tochter erstaunt an. "Wieso schadet dir das? Raphael kann das Mistding doch berühren ohne..." Sie sah wie es ihm dämmerte. "Du bist keine Kyriotes sondern eine Seraph!" sagte er ihr auf den Kopf zu. Kat errötete. Belial seufzte. "Ja, ist sie - aber ich sorge dafür, dass sie sicher ist, genauso wie Seraphiel und Michael!" Seraphiel räusperte sich. "Ich hoffe, wir müssen das nicht aus deinem Ge..." Sariel nickte hinter Derek dem anderen Seraph zu und legte Derek eine Hand an den Hinterkopf. In der uralten Sprache sagte er: "Es ist schon gelöscht. Glaubt mir, das ist besser so!" als Dereks Blick kurz ein wenig abwesend wirkte. Als er wieder "normal" wirkte, nicke er und meinte: "Ja, ich denke, der Unipräsident will auch einiges an Wiedergutmachung leisten... und solange es keinem Menschen schadet..." "Das wird es nicht. Du kannst diese Figur ohne Schwierigkeiten anfassen." versicherte Belial ihm, warf Sariel jedoch einen zornigen Blick zu.
Gemeinsam kehrten sie nach Paris zurück. Kat folgte den Anweisungen von Belial und Seraphiel, während Raphael und Sariel Derek mitnahmen.
Im Boulevard wurden sie bereits erwartet. Im Salon berichtete Sariel was sie vorgefunden hatten. "Das heißt, da war jemand im Haus auf Angel Island der... der uns schaden wollte? Und was ist, wenn Kat sich etwas zaubert - einen Kaffee zu einem Tee beispielsweise?" fragte Rachel aufgebracht. Die anwesenden Engel, inklusive der zwei dazugekommenen - Michael und Hagiel - tauschten einen besorgten Blick. Derek lächelte. "Schatz, die Zauber und alles greifen nur bei Seraphim - und Kat ist doch keine!" beruhigte er seine Frau. "Mach dir also keine Sorgen." 
"Ich bringe diese Figur dann mal ins Labor. Ich habe bereits Jophiel Bescheid geben lassen, dass er gebraucht wird." meinte Hagiel. Die Seraphim nickten ihm zu. "Katherine, willst du dabei sein, wenn das untersucht wird?" fragte Michael. Belials Protest unterband er mit einem strengen Blick. "Klar, ich... ähm... das hilft mir bestimmt bei Chemie und Physik..." meinte Kat, die verstanden hatte, dass es darum ging, dass sie eine Seraph war - mit Kenntnissen in schwarzer Magie - und ihr Lieblingspatenonkel inzwischen doch geschwächt war. Sie spürte wie Michael ihren Geist mit den nötigen Informationen flutete: Wo das Labor im Boulevard lag. Wer Jophiel war. Welche Mitarbeiter des Boulevard sie erwarten würden. Sie nickte ihm leicht zu und verschwand. 
Ein junger Mann im Laborkittel empfing sie. Er stellte sich als Jophiel vor. Kat lächelte ihn freundlich an. "Seraphiel hat mir mitteilen lassen, dass du kommst - anstelle von Lucifer." Hagiel stellte den Buddha und einige Tassen aus der Küche des Legates und der Küche des Boulevard auf einen Tisch. "Wir vermuten, dass die Tassen manipuliert wurden, Lucifer hat es mit Tee zu Kaffee und Wasser zu Kaffee probiert. Also war es nicht der Tee..." informierte er Jophiel. "Prima, meine zwei menschlichen Mitarbeiter kommen gleich. Dann können wir sofort zur Tat schreiten." antwortete der. "Die wissen, dass ihr... ich meine... Engel seid?" Ihr Patenonkel Hagiel und Jophiel sahen sie erstaunt an. "Natürlich! Entweder Engel, Dämonen oder Menschen. Francoise und Louis wissen, das ich ein Engel bin und ich werde ihnen auch nicht verschweigen, dass Hagiel und du auch welche sind. Die beiden kommen damit klar." 
Es klopfte. Ein Mann und eine Frau  schauten ins Labor. "Sollen wir reinkommen oder noch warten?" fragte die dunkelhaarige Frau. "Na los, dann stelle ich euch Katherine und Hagiel vor und wir können an die Arbeit gehen." Er machte alle miteinander bekannt.
Die beiden Chemiker machten sich kurz darauf an die Arbeit. Jophiel bat Kat kurz darauf auf die in verschiedenen Flüssigkeiten liegenden Scherben von Tassen als Seraph Schwarze Magie anzuwenden. "Je zwei Gefäße haben die gleiche Flüssigkeit. Wir müssen erstmal schauen ob es nur bei der Verwandlung in Kaffee so läuft oder überhaupt. Bitte je einmal in Kaffee und einmal in Tee..." Kat gehorchte.
Seraphiel war nicht begeistert als Lucifer im Labor auftauchte. "Lucifer! Was machst du hier du solltest doch im..." Belial schüttelte den Kopf. "Nein Seraphiel, ich konnte nicht einfach im Boulevard rumsitzen und warten, während Kat hier ist und sich wo möglich für mich in Gefahr bringt. Das kann und will ich nicht zulassen! Du solltest mich besser kennen, Seraphiel." unterbrach der Höllenfürst den Erzengel. "Du bist schon ziemlich geschwächt nach heute, insgesamt waren es, lass mich überlegen... mit der Kontrolle des Legats... viermal, dass du dem Gift ausgesetzt worden bist. Und... du siehst schon etwas, angegriffen aus, wenn ich mir dieses Urteil erlauben darf." Der Höllenfürst sah ihn scharf an. "Ich halte viel aus Seraphiel, wir können Giften teilweise selbst entgegenwirken und ich habe Raphael und Sariel mitgebracht um einzugreifen, wenn es nötig ist. Und glaub mir ich habe mit Sicherheit nicht die Absicht ins Gras zu beißen, aber  Käthchen ist mir viel zu wichtig, deshalb kann ich nicht zulassen dass sie das für mich übernimmt." 
Er griff nach der Hand seiner Patentochter und zog sie sanft zu sich. Kat umarmte ihn sofort. Die beiden menschlichen Laboranten sahen ziemlich verwirrt aus. "Da... Das ist der Teufel?" hörte nicht nur Kat sie überrascht flüstern. Sie grinste ihren Lieblingspaten an. Seraphiel blickte fragend zu den beiden anderen Engeln. Sie nickten. "Das ist in Ordnung, Lucifer hält körperlich sehr viel aus, teilweise mehr als manche von uns. Das Gift dem er bisher ausgesetzt wurde ist wieder aus seinem Körper... Lucifer hat... na ja jedenfalls haben Sariel und ich nochmal unsere heilenden Kräfte wirken lassen." erklärte Raphael. 
Kat sah ihren Patenonkel dennoch besorgt an. "Du siehst aber ganz schön blass aus, Onkel Belial. Geht es dir wirklich gut?" Er lächelte und drückte sie freundschaftlich. "Den Umständen entsprechend Käthchen, mit den Magenschmerzen und der Übelkeit kann ich leben, solange du dich nur nicht meinetwegen in Gefahr begibst." Er wandte sich an Jophiel:
"Wir sollten mit den Untersuchungen fortfahren damit wir diese Sache so schnell wie möglich abschießen können und ich mich wieder frei bewegen und mir ohne Angst meinen Kaffee zaubern kann." machte er dem Laborleiter des Boulevard bestimmt aber dennoch höflich klar. "Sicher Lucifer, wenn du mich so höflich bittest." grinste Jophiel. Der Höllenfürst nickte ihm zu, reichte dann mit einem freundlichen Lächeln Francoise und Louis die Hand. "Lucifer für die anderen hier, Belial für meine Patentochter, wenn ich mit ihrem Vater unterwegs bin Lucian. So können Sie mich auch nennen, wenn Sie wollen. Und keine Angst: Ich beiße nicht!" meinte er als er das Zögern der beiden Menschen bemerkte.
Louis Hand zitterte als er die Belials ergriff. "Ähm... ja... Louis,... angenehm... Mr... Lucian..." Kat lachte leise. "Louis, dann kannst du ihn auch Mr. Rayne nennen - für Dad ist er fast sowas wie der große Bruder geworden." Belial lachte leise. "Ich passe ja auch oft genug auf den Kleinen auf, oder, Käthchen?" meinte er belustigt. Raphael wandte ein: "Ja, und vergiss nicht deine Geschwister, Kat. Für die ist er Lufi!" Der Blick Belials traf ihn kalt. "Ja - und zwar nur für die beiden kleinen Schelmchen! Das sind meine Patenkinder von denen du da redest! Und sie sind beide meine Patenkinder - deins ist nur meine kleine Christina-Luciana!" rieb er ihm zur Antwort genüsslich unter die Nase. Der Engel lachte leise. "Keine Sorge, Louis, Francoise, Lucifer interessiert sich nicht für eure Seelen. Der ist viel zu dankbar, dass ihr helft sein momentanes Problem zu lösen." 
Erstaunt sah Belial die beiden Menschen an. "Ihr... Sie glauben wirklich ich will...? Das ist Unsinn! Sie arbeiten beide für den Boulevard Haussmann 13 und damit sind sie für mich unantastbar! Abgesehen davon helfen Sie beide gerade dabei, dass ich in hoffentlich naher Zukunft wieder gefahrlos jederzeit und überall meinen Kaffee zaubern kann wenn mir danach ist. Selbst wenn Sie nicht unantastbar wären müsste ich Ihnen beiden zumindest dafür ein wenig Dankbarkeit schulden, oder?" Endlich tauten die beiden Menschen auf. "Ich bin Francoise Baillot, freut mich Sie kennen zu lernen, Lucian." sagte die Chemikerin mit einem Lächeln und reichte ihm die Hand. Belial lächelte, küsste die Hand und antwortete: "Die Freude ist auf meiner Seite, Francoise." Die Chemikerin errötete, machte sich aber sofort wieder professionell an die Arbeit.
"Die ersten 24 Behälter hat Katherine schon "bezaubert". Auffälligerweise haben sich nur die Flüssigkeiten gewandelt - im Gegensatz zu Kaffee aus der hiesigen Kaffeemaschine, den wir als Basis genommen haben - die zu Kaffee gezaubert wurden. Die Tees sind völlig unbeeindruckt und davon geblieben." informierte Francoise die Neuankömmlinge. "Ist es überall das gleiche Gift?" fragte Belial. Die Chemikerin nickte. "Soweit unsere Messungen das bisher gezeigt haben - bei den ersten vier Proben, ja." "Dann sollten wir uns mal die Struktur ansehen, oder?" fragte Hagiel und sah Lucifer an. Der nickte nachdenklich. "Wie sollte das..." begann Louis und schwieg gleich darauf erstaunt, als die beiden - Hagiel und Lucifer - gemeinsam einen Zauber über dem Tröpfchen separiertem Gift murmelten.
Im nächsten Moment keuchten die Engel, und der gefallene Engel insgesamt entsetzt auf als ein sehr komplexes dreidimensionales Molekül in der Luft auftauchte, das den Kohlenstoffketten ähnelte, die Kat aus dem Chemieunterricht kannte. "Das, Großer, hätte dich über kurz oder lang echt erledigt!" meinte Raphael. "Wieso? Was ist das denn?" wollten Kat und Francoise wissen. "Eine ziemlich komplizierte Mischung aus etwas das es eigentlich seit der Sintflut nicht mehr geben dürfte, in einer Güteklasse, die... noch nie da war... das ist der rote Anteil..." murmelte Lucifer. "Außerdem - grün für euch - Saft von der Frucht vom Baum der Erkenntnis... und dieses moderige Grün zeigt Essenz vom Baum des Ewigen Lebens, die negativiert wurde, also statt ewigem Leben qualvollen baldigen Tod verursacht." "Was ist denn das Rote?" fragte Louis interessiert. "Blut von einem Nephilim - allerdings einem Nephilim, der offenbar von einem Seraph gezeugt wurde. Einige Engel haben sich damals mit sterblichen Frauen eingelassen und unser Himmlischer Vater hat die Sintflut über die Erde kommen lassen um die Ergebnisse, die einen sehr üblen Charakter aufwiesen und schon bei der Geburt unweigerlich zum Tod ihrer Mütter geführt hatten - die Nephilim zu beseitigen. Allerdings ist nie ein Seraph so tief... gesunken." murmelte Hagiel. "Können wir feststellen wer dieser Engel ist?" wollte Francoise wissen. "Wie so eine Art Vaterschaftstest - könnte man den an den Seraphim durchführen?" 
"Theoretisch sicher... wobei ich einen ganz fiesen Verdacht habe..." murmelte Belial. "Inwiefern?" erkundigte Jophiel sich. "Schaut, hier, da und dort im Blut..." der Höllenfürst wies auf drei Bereiche im roten Molekülbereich,  "...das weist nicht auf eine sterbliche Mutter hin... und diese zwei Bereiche weisen sogar auf einige dämonische Züge hin..." Jophiel betrachtete sich das Molekül näher. "Aber wenn die Mutter der Seraph war, gibt es meines Wissens nur eine Möglichkeit..." Er sah Katherine an. "Ja, und die scheidet aus!" sagten die drei anwesenden männlichen Seraphim - Seraphiel, Sariel und Lucifer sofort, bevor Kat protestieren konnte. "Darum macht mich das ja auch stutzig." murmelte Belial und zog Kat, die schockiert wirkte, an sich. "Ganz ruhig, Käthchen, ich weiß, dass du niemals sowas tun würdest! Und die anderen wissen es auch." beruhigte er sie. "Trotzdem würde ich vorschlagen, dass wir dem Verdacht nachgehen. Wenn der Seraph-Anteil von Katherine kommt muss ihr jemand irgendwie eine Eizelle entnommen und die eventuell einer dämonischen Leihmutter eingepflanzt haben. Fragt sich bloß wann Katherine mal so abwesend gewesen ist." 
Belial überlegte. "Als Alex ihre Tochter Samantha bekommen hat. Sie hat mit ihrem Freund Julien gewartet. Da war sie im Krankenhaus und... ist eingeschlafen. Sie waren kurz allein... aber Julien ist ein Dynameis und.... es muss ein Seraph gewesen sein, der da dann manipuliert hat, damit Kat und Julien einschliefen, aber das ist nicht mal vier Monate her!" "Du weißt selbst, Lucifer, dass man viele Dinge beschleunigen kann!" meinte Jophiel. "Und es kam sicher nicht auf die Gesundheit, geschweige denn das wirkliche Überleben eines Kindes an." Kat sah entsetzt von einem zum anderen. "Fienchen, lass dir bitte etwas Blut abnehmen - als Seraph... Ich werde das machen. Aber wir müssen versuchen..." "Natürlich! Es geht um das Leben meines Onkels!" fauchte sie Seraphiel an.
Beruhigend legte ihr Schutzengel ihr eine Hand auf die Schulter. "Das ist nicht als Kritik gemeint. Du bist über jeden Verdacht für uns erhaben!" Sie nickte. "Ich weiß ja... aber... das ist schlimm für mich..." "Alles wird gut, Käthchen." flüsterte Belial liebevoll und gab ihr einen sanften Schubs in Richtung Nebenzimmer.  Seraphiel folgte ihr. "Wirst du bitte zur Seraphe?" bat er. Gleichzeitig mit ihr verwandelte er sich und nahm ihr gleich darauf ein wenig Blut ab, das er in einem lichtundurchlässigen Röhrchen verschwinden ließ. "So erledigt. Lass uns wieder für die anderen ansehbar werden." murmelte Seraphiel und kurz darauf kehrten sie ins Labor zurück. Jophiel nahm das Blut entgegen. "Ich kümmere mich um die Untersuchungen persönlich." Er wandte sich Louis und Francoise zu. "Ihr seid für heute fertig. Ich danke euch. Aber dieses Blut könnt ihr nicht untersuchen und auch die dämonischen Anteile dieses Moleküls könnt ihr nicht bestimmen. Die menschlichen isoliere ich bis morgen raus. Wobei ich da auch einen schlimmen Verdacht habe..." Belial sah ihn fragend an. "Du sagtest, Katherine und Julien seien beide eingeschlafen gewesen als ihr wiedergekommen wäret?" Belial nickte. "Aber Julien war sofort wieder wach..." "Ja, um eine Eizelle zu entnehmen musst du jemanden betäuben, Lucifer. Ich vermute, bei Julien haben sie eine Sukkubus eingesetzt... Sie haben ihm eventuell die Wahrnehmung vernebelt und... na ja... Ich meine, wir wissen alle, dass Katherine und er beschlossen haben, dass es für sie beide das erste Mal sein soll wenn sie ihre Hochzeitsnacht haben... aber es könnte sein, dass das unterwandert wurde..."
Kat sah ihn entsetzt an. "Egal was diese hinterhältigen Schufte gemacht haben, wenn es wirklich Juliens... Erbgut ist was vielleicht neben meinem da drin ist! Das ändert nichts an unserem Entschluss! Für uns beide wird es das erste Mal sein!" sagte sie entschieden.
"Geht ruhig so lange in den Boulevard, die Analyse dauert jetzt eine Weile, ich schätze morgen, ich gebe euch dann Bescheid sobald ich mehr weiß." sagte Jophiel. Die Engel nickten und zauberten sich mit Katherine und Julien zurück in den Wohnbereich des Boulevards. Lucifer der sich zusammen mit seiner Patentochter im Arm her gezaubert hatte ließ sie plötzlich wortlos stehen und eilte ins Badezimmer. Die Anderen konnten hören dass er sich übergeben musste. "Ich werde nach ihm sehen." sagte Raphael und folgte ihm. Der Erzengel klopfte an die Badezimmertür. 
"Lucifer, ist alles in Ordnung?" erkundigte er sich besorgt als er eingetreten war und ihn am Boden sitzend vorfand. Der Höllenfürst schüttelte den Kopf. "Nein, mir ist so schlecht, Raphael. Mir dreht sich der Magen um bei der bloßen Vorstellung dass in dem Gift das ich zu mir genommen habe Blut von einem Nephelin drin ist ... allein die Tatsache ist ja schon echt eklig und dann noch die Möglichkeit dass dieser eventuell sozusagen, wenn auch indirekt von... Kat und Julien gezeugt wurde. Das ist so... widerlich." er würgte die Worte heraus. "Das glaube ich dir, das würde mir wohl auch so ergehen. Aber sonst geht es dir gut, abgesehen davon, dass dir schlecht ist?" fragte der Erzengel besorgt. Lucifer nickte und zog sich mit einem Stöhnen hoch. Gemeinsam betraten sie den Salon in den sich die übrigen Anwesenden zurückgezogen hatten. "Onkel Belial, du siehst furchtbar aus!" stellte Kat entsetzt fest. "Ich fühle mich auch furchtbar, Käthchen. Aber mach dir bitte keine Sorgen das ist jetzt im Moment einfach alles nur zu viel." 
Er wandte sich an Michael nachdem Kat und Julien zusammen mit Seraphiel in der Küche verschwanden. "Wo sind Kats Eltern?" "Sie sind vorher zusammen mit Nick, Alexandra, ihrer Tochter und ihren Paten nach Angel Island gegangen. Die Boyles waren sehr erschrocken als sie erfahren haben was passiert ist. Du solltest mit ihnen reden und vor allem auch mit Samyaza, er meinte er hätte dich noch nie zuvor so bedrückt und deprimiert gesehen wie vorher als wir ihm kurz begegnet sind. Er scheint sich auch richtig Sorgen um seinen Herrn zu machen." Lucifer nickte schwach. "Ich komme mit. Ich wollte ohnehin noch mit Derek, Rachel und dir reden wegen der neuen Regelung des Portals." "Das heißt wir gehen jetzt zusammen ins Legat?" fragte der Höllenfürst fast teilnahmslos. 
Der Erzengel nickte. "Michael." Er hielt den Engel zurück, als dieser durch das Portal schreiten wollte. "Lass mich bitte reden, wenn sie wissen wollen was wir herausgefunden haben. Ich möchte nicht dass sie von unserem vorläufigen Verdacht erfahren. Das wäre zu viel für die Beiden, wo ich es ja schon kaum ertragen kann." bat er traurig. Michael nickte betroffen, Lucifer tat ihm tatsächlich leid. "Sicher Lucifer, die Bitte kann ich dir gewähren." antwortete er und trat durch das Portal. "Danke." flüsterte er. Sie hörten die Stimmen der zwei Familien aus dem Wohnzimmer. "Lufi!" riefen die Zwillinge erfreut, als sie ihren Patenonkel erblickten und krabbelten eilig auf ihn zu.. Er begrüßte die beiden sofort und drückte sie ganz fest, aber dennoch zärtlich und liebevoll. Die Babys strahlten vor Freude. Den Anwesenden im Raum entging aber nicht wie traurig und schlecht ihr höllischer Freund aussah. Anschließend nahm er auch die kleine Samantha auf den Arm. Samyaza beobachte seinen Herrn, der für ihn mittlerweile auch ein Freund war besorgt. 
Während er mit den Babys beschäftigt war begann Michael das Gespräch. "Seid gegrüßt alle zusammen, Katherine und Julien sind noch in Paris bei ihren Schutzengeln, sind also in Sicherheit. Gabriel hat mit unserem himmlischen Vater gesprochen, wegen der neuen Regelung des Portals. Es haben jetzt nur noch die jeweiligen Paten und Schutzengel Zutritt so wie, Alexandra und Nick, mit Samantha und deren zwei Paten. Das heißt ohne Zugang durch das Portal ist auch allen übrigen Engeln und gefallen Engeln und Dämonen der Zutritt versagt, auch durch zaubern." erklärte der Erzengel. "Sehr gut. Ein schönes Gefühl endlich wieder einen Überblick zu haben wer MEIN Haus 
betreten kann!" rief der Praeceptor erfreut. 
"Und was habt ihr über das Gift herausgefunden?" fügte er noch hinzu. Belial gab Samantha seiner Mutter zurück, setzte sich in den Sessel der schon zu seinem festen Platz geworden war wenn er sich im Wohnzimmer des Legats aufhielt und begann zu berichten.  "... jedenfalls hätte mich der Giftcocktail über kurz oder lang tatsächlich erledigt, wenn es uns nicht aufgefallen wäre." beendete er seine Berichtserstattung ohne das Detail betreffend Kat und Julien erwähnt zu haben. "Ein Glück, dass du bemerkt hast ,dass mit dem Kaffee etwas nicht stimmt. Du würdest uns nämlich auch sehr fehlen, wenn dir etwas zustoßen sollte." sagte Alex erleichtert. Lucifer schenkte ihr ein freundschaftliches Lächeln. "Hoffentlich findet ihr bald heraus wer dir an den Kragen will, damit die Sorge um dich ein Ende hat." fügte Nick hinzu. "Jophiel meinte er hätte morgen ein genaueres Ergebnis, dann müssen wir eventuell nur noch herausfinden wer dahinter steckt." erklärte Michael. 
"Michael, Samyaza kann ich kurz mit euch in der Küche reden, ich möchte mir auch gerne einen nicht vergiften Kaffee machen, unter anderem  auch um den ekelhaften Geschmack im Mund loszuwerden." bat Belial, erhob sich und ging in die Küche. Samyaza und der Engel folgten ihm. "Michael, ich denke wir sollten einen Teil-Vergessenszauber auf Kat und Julien wirken lassen, damit es für die zwei leichter wird, ich will nicht dass sie mit dem Wissen weiterleben müssen, du weißt welchen Teil ich meine." Michael nickte und antwortete: "Ich bin auch dafür Lucifer. Sollte sich ergeben, dass Jophiels Verdacht stimmt, dann ist das das Beste für die beiden." 
Er schenkte dem Erzengel ein dankbares Lächeln, ehe er sich an Samyaza wandte. Er erklärte ihm kurz die Details die er Derek und Rachel verschwiegen hatte, da er wusste. dass er Samyaza vertrauen konnte und der es niemandem sagen würde und erklärte ihm auch, dass er froh sei in ihm einen Freund zu haben mit dem er darüber reden konnte. "Geht es Belial gut? Er sieht furchtbar schlecht aus!" erkundigten sich Derek und Rachel sichtlich besorgt als Michael als erster aus der Küche zurück kam. "Den Umständen entsprechend, ja. Das Gift das verwendet wurde ist sehr gefährlich - gerade durch die Verwendung des negativierten Saftes der Früchte vom Baum des Ewigen Lebens, deshalb spielt sein Magen wohl auch noch ein paar Tage verrückt. Hinzu kommt noch, dass ihn diese Sache auch sehr belastet und ihm zusätzlich noch ziemlich auf den Magen schlägt, was zum Beispiel vorhin dazu führte, dass er sich übergeben musste. Und es schwächt sogar Lucifer auch körperlich obwohl er - auch wenn ich das ungern zugebe - vermutlich das mächtigste Wesen nach unserem Himmlischen Vater ist, das momentan existiert. Wer immer also der Täter ist weiß genau was er macht. Nur hat er vermutlich nicht damit gerechnet, dass Lucifer auf Befehl des Allmächtigen unter dem Schutz der mächtigsten Engel also dem Schutz des himmlischen Vaters selbst steht. Denn dieser meinte heute zu Gabriel, dass er es nicht zulassen werde dass Lucifer vernichtet wird." erklärte der Erzengel. 
Rachel umarmte ihren teuflischen Freund als dieser wieder in den Raum trat. "Es wird bestimmt alles wieder gut, Belial." Dieser erwiderte die Umarmung seiner schwesterlichen Freundin, dankbar. "Natürlich. Jophiel ist der "Wissenschaftsengel. Ich denke in zwei, drei Tagen nach menschlicher Zeit kriegen wir erste Antworten." murmelte er.
"Willst du heute Nacht nicht bei uns bleiben, du könntest mit uns Essen und dann... jedenfalls könnten wir versuchen dich aufzuheitern, dich so traurig und niedergeschlagen zu sehen gefällt mir nicht."  
Er lächelte die blonde Frau in seinen Armen (brüderlich) liebevoll an. "Dann müsstest du - Erstens - Michael auch zum Essen einladen, da er quasi bis Morgen früh noch mein Schutzengel ist. Zweitens: Würde ich vor Übelkeit keinen Bissen runter bekommen, trotz deiner phantastischen Kochkünste und Drittens: Wäre ich heute wohl auch keine gute Gesellschaft." Sie blickte ihm tief in die Augen und war fast entsetzt was sie darin sah. "Ein andermal wieder gerne. Mach dir nicht zu viele Sorgen." Er drückte sie noch mal ganz fest und flüsterte: "Danke Schwesterchen, wir sehen uns." Plötzlich war er verschwunden. Michael nickte allen anwesenden freundlich zu und verschwand unmittelbar nach Belial. 
Etwa eine Stunde später tauchte Raphael im Legat auf. "Seid gegrüßt! Derek, Rachel freut mich euch wieder zusehen. Ich wollte euch fragen ob es in Ordnung geht wenn Kat und Julien heute Nacht im Boulevard schlafen, denn die beiden sind vorher eingeschlafen, weil der Tag beziehungsweise die Sorge um Lucifer sie ziemlich mitgenommen hat. Und da morgen Samstag ist ..." "Das geht in Ordnung!" sagte Rachel. Ich sehe nur noch nach meinem Patenkind und seinem Geschwisterchen, bevor ich wieder verschwinde." meinte der Erzengel fröhlich. "Raphael?" "Ja Derek?" "Geht es Belial wirklich gut? Er sieht furchtbar schlecht aus, als ob er krank wäre." Der Erzengel atmete tief ein. "In gewisser Weise ist er das auch Derek. Er ist sehr geschwächt, wegen der Tests und der Suche nach dem Gift. Durch beides wurde er heute bis zu viermal dem starken Gift ausgesetzt. Das ist sogar für Lucifer zu viel. Auch Engel und gefallene Engel können Schmerzen durch äußere Einflüsse wie eben Vergiftungen, oder zugefügte Wunden empfinden. Sie können sogar durch seelische Belastungen, wie es bei Lucifer im Moment noch zusätzlich der Fall ist zum Beispiel Magen- oder Kopfschmerzen empfinden. Lucifer muss schon sehr viel für euch empfinden... was er alles erträgt für euch, das würden manche Menschen nicht machen." 
Derek und Rachel sahen ihn fragend an. "Als er dir geholfen hat Derek gegen Yaotl anzukämpfen bis ihr das Ritual durchführen konntet, hat er selbst einiges an Kraft geben müssen und auch Schmerzen auf sich genommen. Hast du dich jemals gefragt... welchen Zauber er angewendet hat um dir die Kopfschmerzen nach einer Attacke Yaotls zu nehmen?" Derek schüttelte verneinend den Kopf. "Er hat den Schmerz auf sich gelenkt, weil er mehr Stärke besitzt als Menschen und dadurch mehr Schmerz ertragen kann. Derek sah Raphael entsetzt an. "Das wusste ich nicht, ich dachte er hätte ihn einfach weggezaubert." antwortete Derek bedrückt. "Das geht nicht wenn man kein Heiler ist wie Sariel und ich. Die Seraphim besitzen nur Selbstheilungskräfte bis zu einem gewissen Maße, deshalb musste er die Attacken von Yaotl auf sich selbst lenken." 
Derek wirkte betroffen, er hatte sich nie Gedanken gemacht wie sein Freund ihm den Schmerz und die Angriffe auf seine Seele genommen hatte. Rachel murmelte: "Er hat recht Schatz, es hat Belial sehr mitgenommen. Erinnerst du dich das eine Mal, als er dich zu Selvaggia geschickt hat?" Derek nickte. "Da hat er glaube ich irgendwie indirekt zugegeben, dass es ihn sehr schafft und er nicht länger durchhält wenn du nicht wieder ausgeschlafener bist und mehr Kraft hast dem aztekischen Priester entgegenzuwirken. Er meinte auch - als du weg warst - er würde notfalls auch den Trank nehmen den er dir gegeben hat, ob er ihn gebraucht hat weiß ich nicht." berichtet Rachel kurz. "Jedenfalls bedeutet ihr ihm sehr viel, ihr seid sein Lebensinhalt geworden, alles was ihm inzwischen wichtig ist. Ich habe ihn noch nie so gelöst und fröhlich gesehen wie mit den Zwillingen. Habt ihr mal darauf geachtet, wie er strahlt, wenn einer der zwei "Lufi" murmelt?" Rachel und Derek lächelten einander an. "Ja, dann lächelt er immer." flüsterte sie liebevoll. "Ich geh dann noch mal kurz zu den Zwillingen und verschwinde dann wieder. Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend. 
Zur gleichen Zeit im Boulevard: Lucifer wunderte sich als er in seinem noch nicht wieder hergestellten Arbeitszimmer einen kleinen Ritualbehälter auf dem Schreibtisch entdeckte. "Michael, der lag vorhin nicht da. Normalerweise habe ich solche Gegenstände in dem Schrank da drüben. Ich gehe auch nicht an den Schrank wenn ich kein Ritual durchführe und das letzte Ritual das ich gemacht habe war das Bannritual gegen Yaotl." Der Erzengel blickte den Fürst der Finsternis an. "Ich habe es nicht auf den Tisch gelegt, da bin ich mir zu hundert Prozent sicher." Michael überlegte kurz. "Dann war unser Täter während unserer Abwesenheit schon wieder da. Wir sollten testen ob sich in dem Behälter ebenfalls das Gift befindet." Lucifer sah den Erzengel mit einem etwas fiesen Grinsen an. "Bitte schön der Herr! Denn ich werde es nicht mehr machen, ich habe für heute genug von dem ekelerregenden Zeug abbekommen, mir ist immer noch ganz schlecht davon." 
Lucifer fiel auf dass Michael alles andere als begeistert aussah. "Wenn du ihn nur für ein paar Sekunden anhebst, wird es dir dank deiner Selbstheilungskräfte so gut wie gar keinen Schaden zufügen. So war es bei Seraphiel, als er die Buddhafigur kurz anhob." Der Erzengel atmete tief ein und griff zögernd nach dem Ritualbehälter. Er stöhnte kurz auf und hielt sich mit der anderen Hand am Schreibtisch fest um das Gleichgewicht nicht zu verlieren und ließ Lucifers Besitz wieder los. "Bei allen Heiligen! Ist das ein heftiges Gift! Kein Wunder, dass es derart an deinen Kräften zehrt, du hast es ja sogar getrunken!" Der Höllenfürst verdrehte angewidert die Augen und unterdrückte den aufkommenden Würgereiz. "Musstest du mich daran erinnern?" kam die sehr sarkastische Reaktion. "Wer wird mir denn Morgen früh eigentlich auf den Hals geschickt zum babysitten?" Michael musste grinsen. "Metatron." 
Belial stöhnte. "Ausgerechnet!" "Die beste Möglichkeit für euch den Befehl unseres himmlischen Vaters zu befolgen." "Welchen?" hakte Belial nach. "Dass ihr miteinander auskommen sollt." grinste Michael fast hämisch. 
"Guten Morgen Lucifer." grüßte Metatron fast überfreundlich als er die Schutzengelschicht mit Michael tauschte. "Morgen." murmelte Belial. Ihm ging es immer noch nicht wesentlich besser.
"Jophiel meinte wir können in einer Stunde kommen, dann hat er die ersten Ergebnisse und wir sollen das Gefäß mit dem Gift mitbringen, von dem Michael gestern noch schnell Bericht erstattet hat." Belial starrte Metatron an. "Soll das ein Witz sein? Wir sind beide Seraphim! Wie also stellt der sich das vor?" Metatron überlegte kurz. "Julien, kann es mitnehmen, der ist kein Seraph." "Ach stimmt Kat und Julien haben ja hier geschlafen. Wie aufs Stichwort traten die beiden ein. Kat lief sofort auf ihren Patenonkel zu und umarmte ihn. "Guten Morgen. Geht es dir heute besser?" erkundigte sie sich. "Ja, natürlich, Käthchen. Mach dir bitte nicht so viele Sorgen wegen mir." Julien wechselte einen Blick mit seinem Schutzengel. Der so viel sagte wie "Er hat Kat angelogen." Metatron nickte seinem jüngeren Schützling vorsichtig zu.
Hoffnungsvoll und aufgeregt standen sie eine Stunde später bei Jophiel im Labor. Der begann zu berichten: "Also, ich habe Folgendes herausgefunden: Katherine, Julien ihr könnt aufatmen, die DNA ist nicht von Euch!" "Dem Himmel sei Dank!" seufzten die beiden jungen Leute erleichtert auf. Ein Blick auf Lucifer verriet dass auch ihm ein Stein vom Herzen fiel. "Es ist aber - wie schon vermutet - DNA von einem Seraph, aber es ist sehr alte DNA, ich kann mit Sicherheit sagen, dass sie nicht von einem von euch... " Er blickte Lucifer und Metatron an. "...und den anderen Seraphim aus eurem Kreise stammen kann." informierte er sie. "Du hast sehr schnell gearbeitet, danke, Jophiel, dass Kat und ich nicht mehr besorgt sein müssen, dass man uns benutzt haben könnte um Lucifer zu schaden. Der Engel nickte freundlich. "Was hast du sonst noch rausgefunden? Und wie alt ist die Seraphim-DNA?" "Sehr alt... Ich sehe dass euch das etwas verwirrt, da ja du, Lucifer, bekanntlicherweise der erste von Gott geschaffene Engel warst. Aber es gibt da noch ältere von denen nur sehr wenige wissen. So eine Art Prototyp - ein Versuch sozusagen. Der weibliche Gegenpart ist... menschlich und dämonisch, das heißt: der Nephilim, dessen Blut sich in dem Gift befindet, ist das Produkt eines uns unbekanntem Seraph und einer Menschenfrau, der die befruchtete oder vielleicht auch unbefruchtete und später in einem In-Vitro-Verfahren befruchtete Eizelle entnommen worden ist und einem weiblichen Dämon eingesetzt wurde, der das Kind dann ausgetragen hat." 
Der Höllenfürst schluckte. "Ich glaube ich übergebe mich gleich erneut." murmelte er angewidert. Er hielt sich am Tisch fest.
Jophiel blickte ihn besorgt an, fuhr jedoch mit dem Bericht fort: "Durch einen Zauber wurde uns im ersten Moment glaubhaft dargestellt, dass Katherine und Julien die Eltern des Nephilim sind. Was aber zum Glück nicht der Fall ist. Jetzt ist es an euch herauszufinden wer dahinter steckt." Kat umarmte ihren Freund. "Ich bin ja so erleichtert, dass Julien und ich nicht Schuld daran sind. Mich hat das echt belastet." Julien nickte und erwiderte die Umarmung. "Lucifer." rief Jophiel bevor dieser verschwinden wollte. "Sei vorsichtig, wer immer es ist: Er hat jede Menge Wissen und versucht es sicherlich weiter, dich loszuwerden." Belial nickte. "Ja, aber das wird ihm nicht gelingen. Wenn ich mich versehentlich vergifte sind Sariel und Raphael sofort zur Stelle. Und ich habe unseren Himmlischen Vater und seine mächtigsten Engel hinter mir. Hat der Attentäter damit gerechnet?" grinste  der Höllenfürst. Jophiel lächelte. "Nein, wahrscheinlich nicht. Aber wenn wirklich eine Dämonin ihre Finger im Spiel hat, dann reicht das auch in die Hölle und ist nicht nur das persönliche "Spielchen" eines Seraphen. Sei darum auf jeden Fall doppelt vorsichtig!" Lucifer stutzte. "Jetzt wo du es sagst... ich... ich glaube Lilith war... aber sie würde mich nie so hintergehen... Schließlich habe ich... Sie hat eine Heimat gefunden nachdem Adam sie verstoßen hatte! Und ich war... nun ja... sie konnte sich nicht beklagen..."
Er sah Kats erstaunten Blick. "Du hast eine Freundin, Onkel Belial? Wieso stellst du..." "Lilith ist eine Affäre, Kat. Ich hatte mal was mit ihr. Sie ist ein Dämon und... da... also ich laufe nicht Gefahr menschlichen Frauen nachzusteigen wie andere das getan haben. Aber das ist auf rein körperlicher Ebene gewesen! Und außerdem bist du für die Themen noch zu jung!" unterbrach Lucifer sie. "Ich weiß was Sex ist - gibt genug Bücher und Aufklärungsunterricht, Onkel Belial." antwortete sie grinsend. "Also wieso bringst du..." "Lilith bringt kleine Kinder um, Kat! Glaubst du ich gefährde deine Geschwister?" antwortete ihr Nennonkel fast barsch. Kat errötete. "Oh, nein, natürlich nicht, tut mir leid... ich..." murmelte sie. "Entschuldige, war nicht so gemeint, Käthchen, ich bin nur etwas... gereizt."
Metatron wandte sich an Jophiel: "Ich möchte wissen ob es möglich ist - wenn du sagst, dass die seraphische DNA alt ist - dass es vielleicht reduzierte oder künstlich gealterte ist. Die "Uralten" leben sehr zurückgezogen, wenn sie nicht inzwischen den Himmlischen Vater um die Gnade der Erlösung gebeten haben. Sie mischen sich nicht ins Geschehen ein und haben kein Interesse mehr an der Welt oder dem Universum, geschweige denn irgendwelchen Machtspielchen zwischen Gut und Böse..."
"Ich weiß es nicht Metatron, mit Magie ist so einiges möglich." antwortete Jophiel. "Ich halte das alles nicht mehr aus, ich muss weg hier." unterbrach der blass aussehende Höllenfürst, das Gespräch und stütze sich schwerer als vorher an einem Labortisch ab um durch den Schwindelanfall der ihn überkam nicht das Gleichgewicht zu verlieren und blinzelte  als ob er irgendwie unscharf sähe, dann wankte er aus dem Labor.
Metatron folgte ihm, zusammen mit Kat und Julien. Metatron wies Katherine und Julien an sich zurückzuziehen und zu versuchen etwas zu entspannen. Er selbst trat auf die Dachterrasse und setzte sich Lucifer gegenüber. "Ich habe dich noch nie in einem derart geschwächten und resignierten Zustand gesehen wie im Moment Lucifer. Was denkst du wie lange du deine Patentochter belügen kannst? Es mag im Moment noch gehen, es vor ihr zu verbergen, sie hat heute Morgen das geglaubt was sie glauben wollte. Aber früher oder später wird auch sie es bemerken. Julien hat schon gleich bemerkt wie schlecht es dir wirklich geht, ebenso wie die Raynes." 
Der gefallene Engel sah Metatron traurig an. "Was soll ich denn machen? Kat... ich... du verstehst nicht..." Metatron schüttelte den Kopf. "Ich verstehe nur zu gut und du verhältst dich großartig!" Der Höllenfürst seufzte. Metatron fuhr nachdenklich fort: "Ich überlege gerade Lucifer, wenn wirklich einer der "Uralten Engel" dahintersteckt. Was könnte er davon haben dich zu vernichten? Und wer könnte es sein?" Der Fürst der Finsternis saß etwas schwer atmend auf einem der Liegestühle, die Lehne etwas nach hinten geklappt, die Hände übereinandergelegt auf der Magengegend. Er hatte keine Lust den Engeln vorzutäuschen, dass es ihm gut ginge, wie er es bei seinen menschlichen Freunden versuchte. Die Beiden zuckten erschrocken zusammen als sie unten ein Geräusch hörten, das nicht von Katherine und Julien zu kommen schien. Sie zwinkerten sich in die Küche des Boulevards um von dort unbemerkt in die Eingangshalle zu gelangen. Selvaggia stand starr neben Lucifer. "Selvi? Was war das?" wollte ihr Chef von ihr wissen. Die Hexe zuckte mit den Schultern. "Ich habe keine Ahnung. Ich habe Schritte gehört, ich glaube sie sind in Euer Arbeitszimmer gegangen, Sire." flüsterte die Hausdame des Boulevards. Die zwei Seraphim - himmlischer und höllischer - sahen einander an. Lucifer nickte seiner ehemaligen Schülerin zu und legte einen Finger über seine Lippen. Schweigend signalisierte Selvaggia, dass sie verstanden hatte. 
Leise liefen Metatron und Lucifer zur Tür dass sie um die Ecke in die Halle blicken konnten.
 In dem Moment trat Derek durch das Portal. Metatron wollte ihn herbeirufen, aber der Höllenfürst hielt ihn zurück. "Derek, in die Küche - ganz leise!" sagte er seinem Freund in Gedanken - für jeden anderen unhörbar. Dieser reagierte sofort und schlich fast in die Küche. Metatron lehnt die Tür hinter ihm etwas an und stellte sich so, dass er die Eingangshalle noch im  Blick hatte. "Was ist denn los? Warum rufst du mich in Gedanken in die Küche? erkundigte Derek sich flüsternd bei Lucifer. "In Gedanken?" fragte Metatron sichtlich überrascht wie schon zuvor Seraphiel. Lucifer seufzte, da er sich nun schon wieder erklären musste. "Ich habe Derek die Fähigkeit gegeben nur mit mir, so zu kommunizieren als ich ihm im Kampf gegen Yaotl geholfen habe. Lass es dir von Sariel erklären, der hat es heute schon deinem Freund gesagt!" meinte er unfreundlich zu Metatron, dann wandte er sich freundlich an Derek: "Wir waren eben auf der Dachterrasse als wir ein Geräusch hörten und es waren definitiv nicht Kat und Julien." "Selvaggia meinte sie habe Schritte gehört die in Lucifers Arbeitszimmer gingen. Wir wollten gerade nachsehen, als Sie durch das Portal kamen." fügte der Erzengel hinzu. 
Zu dritt betraten sie das düster wirkende Arbeitszimmer des Höllenfürsten, da es sich wegen der Bombe, die vor ein paar Tagen dort hoch gegangen war, immer noch in einem furchtbaren Zustand befand. Vor einem der Bücherregale stand eine hübsche, junge Frau, die die drei Männer finster anstarrte und einen kleinen Gegenstand, den sie in der Hand hielt zu Lucifer warf. Als dieser ihn aus einer Reaktion heraus auffing ging er kurz darauf unter schmerzerfülltem Stöhnen zu Boden. Während Derek sich neben ihn kniete um seinem höllischen Freund beizustehen, der dabei war mit viel Anstrengung seine Selbstheilungskräfte wirken zu lassen, zwinkerte Metatron sich neben die Frau und hielt sie fest, so dass sie nicht so einfach verschwinden konnte. "Sariel, Raphael!" rief er. Die beiden Engel der Heilung erschienen sofort und eilten zu Lucifer. Die Frau beobachte die Szene fies grinsend. Es schien ihr zu gefallen den Höllenfürst leiden zu sehen, stellte Metatron fest. 
Langsam richtete sich der sichtlich angegriffene Höllenfürst  mit Hilfe der Engel und seines Freundes auf. Er starrte die Frau unsagbar enttäuscht und wütend an. "Warum tust du das Lilith?" wollte er wissen. Kat und Julien die ebenfalls die Geräusche mit bekommen hatten standen in der offenstehenden Tür und beobachten  die Szene, die sich im Inneren des Raumes abspielte schweigend. "Lass mich los, Engel!" rief sie unfreundlich an Metatron und riss sich los um dann auf Belial zuzugehen. Sie blieb ganz dicht vor ihm stehen, zog ihn plötzlich an sich und küsste ihn wild auf den Mund. Da er von dem weiteren Giftanschlag auf ihn nun noch mehr geschwächt war als vorher konnte er sich ihr nur mit aller Kraft entziehen. 
Mit Gewalt löste er sich von ihr und stieß sie angewidert von sich. "Du? Du hast die Tassen vergiftet und einige meiner Sachen? Du, willst mir an den Kragen? Warum Lilith, was habe ich dir getan?" fragte er maßlos enttäuscht, die Dämonenfrau. Sie lächelte ihn fies an. "Sagen wir mal, ...ich bin verärgert, weil du mich seit Wochen ignorierst. Und ich..." Lucifer spuckte ihr vor die Füße. "Du wusstest dass ich nur an Sex interessiert war, ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Du warst damit einverstanden." unterbrach er sie wütend. "Zu Anfang ja, aber dann wollte ich mehr, sagen wir... ich bin in gewisser Weise eifersüchtig auf... Samyaza, Gadreel, Armaros  und so weiter, sie sind deine... Vertrauten... Samyaza allen anderen voran." "Ja, aber sie sind Freunde, die mein Vertrauen und meine Freundschaft verdient haben. Sie sind Kameraden. Ich habe nicht das Bett mit ihnen geteilt! Sag mir also nicht, nur deshalb willst du mich vergiften? Aus Eifersucht?" schrie er sie an.
Ihr Grinsen wurde hinterhältig. "Ich... will... deinen... Platz... in der Hölle. Die Höllenfürstin sein! Das steht mir zu! Du liebst mich und doch hast du mir diesen Platz immer verweigert!" kreischte sie. Den anderen anwesenden Engel und Menschen im Raum verschlug es die Sprache ebenso wie dem Höllenfürst selbst. "Du willst was? Du hast mich ausgenutzt und hofftest, wenn du mich verführst ich dich zu meiner Frau oder ähnlichem erheben und dir an meiner Seite einen ebenbürtigen Platz überlassen würde? Und jetzt, wo du merkst, dass wir nur Sex hatten willst du dir einfach nehmen was du nie haben wirst? Das ist nicht dein Ernst Lilith!" meinte er entsetzt. "Zumindest hoffte ich du würdest mich an deiner Seite dulden." säuselte sie und klimperte verführerisch mit den Augen. Lucifer schüttelte fassungslos den Kopf. "Ich glaube, ich bin in einem Albtraum!" murmelte er.
"Aber das Ganze war doch nicht dein Werk allein, oder?" fragte Metatron die Dämonin. "Nein, ich hatte Hilfe von einem neidischen, uralten Engel." gab sie zu. "Warum und auf wen sollte einer der alten Engel neidisch sein und Interesse daran haben mich loszuwerden?" fragte der Höllenfürst. "Er meinte er wäre mal an deiner Stelle gewesen, aber man hätte ihn sozusagen auf das Abstellgleis gestellt und dich an seine Stelle gesetzt. Und jetzt ist er neidisch auf..." Sie blickte die anwesenden Engel an. "... Euch... die mächtigen Engel, die strahlenden Seraphim, die Engel die am nächsten an der Seite Gottes sind." Die Engel und Lucifer starrten sich schweigend an. "Und woher stammt die uralte DNA - des Seraphen die dem Gift beigemischt wurde?" erkundigte sich Sariel eisig. Sie blickte den Engel an und zuckte mit den Schultern. "Von einem der uralten, abgestellten Engel sagte er, mehr weiß ich auch nicht." Lucifer hustete und würgte. "Das wird immer ekliger, ich habe das Zeug getrunken!" fauchte er Lilith an. "Das hätte ich nie von dir gedacht! Du bist ein fieses Miststück. Ich kann dich nicht mehr ertragen, du widerst mich an Lilith!" 
In Gedanken wies Lucifer Metatron auf einen Zauber hin der Lilith daran hindern sollte zu verschwinden. Der Erzengel nickte ihm zu und wandte den Zauber an. Die gefangene Dämonin fluchte. Er rief Samyaza, Gadreel, Armaros und Paymon. Die gefallenen Engel und der Dämon erschienen sofort. "Du hast gerufen Chef?"  fragte Gadreel. Samyaza starrte Lilith an. "Oh - was mach die denn hier? Ich dachte ihr haltet euch... " Er wurde von Lucifer zurechtgewiesen. "Samyaza! Halt den Mund! Lilith wollte mich vernichten, ich erkläre es euch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der ganze Mist hier vorbei ist. Jetzt brauche ich eure Hilfe da meine Kraft momentan nicht mehr ausreicht weil ich durch das Gift zu geschwächt bin." Sie nickten. "Klar helfen wir dir! Was sollen wir machen?"  Er lächelte bösartig. "Wisst ihr was ein Tartaros ist?" "Das ist doch der Strafort in der antiken hellenischen Unterwelt. In denen schon einige Dämonen - oder besser die Titanen und die schlimmsten Sündern zu ewigen Qualen verurteilt wurden?" versicherte sich Samyaza indem er seine Antwort als Frage stellte. 
Lucifer grinste höllisch fies. "Genau! Helft ihr mir bei uns auch einen zu errichten?" "Mit Vergnügen, Chef!" bestätigten sie alle die Bitte ihres Chefs. Und traten neben ihren Herrn. "Nein! Nicht Lucifer, das kannst du nicht machen! Biiiiitteeeeee!" wimmerte die Dämonin. "Doch das kann ich und das weißt du auch! Niemand hintergeht mich so wie du und kommt ungestraft davon!" Derek, Kat, Julien und selbst die Erzengel zuckten zusammen bei dem ruhigen, aber eiskalten Tonfall den er der Dämonin entgegenbrachte. Niemand von ihnen hatte ihn je zuvor so bar jeglichen Gefühles erlebt. Die vier gefallenen Engel und der Dämon murmelten etwas unverständliches, während Lilith weiterhin Lucifer anbettelte. Der Fürst der Finsternis musste fast seine letzte Kraft aufbringen um bis zum Schluss durchzuhalten. Samyaza der links von seinem Chef stand und es bemerkte, legte ihm den Arm von hinten um den Rücken um ihn zu stützen. Nachdem der Zauber gesprochen und der Tartaros geschaffen war brach Lucifer jedoch  sehr geschwächt zusammen. "Danke!" flüsterte er schwach. "Gern geschehen, Chef!" murmelte Samyaza sichtlich besorgt und wechselte einen Blick mit den Seraphim. Raphael setzte seine Heilungskräfte ein.
Kat rannte zu ihm und umarmte ihren am Boden sitzenden Patenonkel. "Ist alles in Ordnung, Onkel Belial?" Er lächelte sie schwach an. "Sicher Käthchen! Der Zauber hat mich nur extrem geschwächt, wegen des Giftes dem ich bisher ausgesetzt war. Normalerweise hätte ich den Tartaros auch selbst erschaffen können, aber..." flüsterte er ihr liebevoll zu. Sie nickte lächelnd. "Ja, ich weiß." Er nahm ihre Hand in seine und drückte sie zärtlich. "Jetzt musst du mir helfen, Käthchen. Du bist neben mir die einzige, die das tun kann." flüsterte er in ihren Gedanken. Kat nickte vorsichtig. "Sprich mir laut nach was ich dir in Gedanken sage... als Seraphe, aber in dem Tonfall, den ich dir für die Zauber in deinem Grimoire beibrachte..." flüsterte es in ihr. Kat gehorchte und wiederholte laut und deutlich: "Lilith, ich verbanne Dich bis auf weiteres in den Tartaros, so lange bis Himmel und Hölle über dich richten werden!" Sie endete mit einer Handbewegung und Lilith war verschwunden. Lucifer schloss die Augen und sah traurig zu Boden.
"Unser Himmlischer Vater bat uns übrigens gleich zu Anfang dich zu beobachten, Seraphina-Micaela-Anais-Dieudonnée..." murmelte Metatron. Kat sah hoch. "Aber wieso? Er kennt mich doch in- und auswendig! Außerdem heißt es Katherine-Lucia-Seraphina-Maya-Micaela-Samira-Anais-Sigrune-Dieudonnée - wenn du schon meine ganzen Namen runterleiern willst!" Metatron lachte leise. "Du bist die Seraphe des Ausgleichs, doch unser Himmlischer Vater hat mehr in dir gesehen... viel mehr... und bat jeden von uns um eine Einschätzung welche Fähigkeiten er dir am Ende der Zeit zugestehen solle... Heilung, Zuversicht... ich glaube, das würde sehr gut passen..." murmelte er. "Das lass den Himmlischen Vater selbst entscheiden!" schnauzte Kat Metatron an und half vorsichtig und liebevoll Lucifer hoch. "Ich bringe dich ins Bett, Onkel." Sariel lächelte als er seine Heilungskräfte wirken ließ. "Eher Freundschaft, Liebe in einer Familie,... vielleicht sogar Vergebung..." 
"Was mich daran erinnert, dass Sealthiel oder Seraphiel sich mal mit Derek hinsetzen sollten..." murmelte Lucifer schwach, nur für die Seraphim und Raphael hörbar. "Leidet er immer noch unter dem was er in Tenochtitlan tun musste um zurückkehren zu können?" fragte Raphael leise auf gleiche Weise. Kat und Belial nickten unisono. "Betrachte das als erledigt, alter Freund."
"Ich wusste es doch! Kat ist keine... Kyriotes!" rief Derek als er sich gefangen hatte. "Verdammt!" keuchte Lucifer. "Hättest du dir das nicht schenken können, Metatron! Du weißt, dass ich Derek und Rachel nicht beunruhigen will und dann das!" Der Seraph zuckte mit den Schultern. "Beunruhigen kannst du nur mit Lügen, Lucifer, selten mit der Wahrheit."
Er sah zu Derek der wortlos im Türrahmen stand. "Derek, bitte sag irgendwas, meinetwegen schrei mich an oder lass deinen Ärger an mir aus aber sei nicht so unbeteiligt!" sagte Lucifer immer noch gestützt von seiner Patentochter und Raphael. Derek sah ihn nur kurz enttäuscht an, drehte sich um und ging. Bevor Lucifer ihm etwas hinterherrufen konnte, ergriff Sariel das Wort: "Du solltest dich jetzt erst mal richtig erholen Lucifer, du kannst dich ja kaum noch selbst auf den Beinen halten. Leg dich ins Bett, wir wirken nochmal in Ruhe einen Heilungszauber und einen Schlafzauber. Denn Schaf trägt auch bei dir zur Genesung bei." Der Fürst der Finsternis schüttelte den Kopf. "Erst muss ich ins Legat um mit Derek und Rachel zu reden. Ihr könnt ja gerne mitkommen falls ich eure Heilungskünste brauche." 
Er blickte verärgert zu Metatron. "Aber der bleibt da! Ich habe euch zwei zum Schutz, das wird wohl reichen zumal das Portal jetzt personengebunden ist - kann keiner rein und Lilith ist im Tartaros gefangen. Da gibt es kein Entkommen, es sei denn ich lasse es zu!" "Also gut, aber anschließend gehorchst du und kurierst dich aus." befahl Sariel streng. Der Höllenfürst nickte. Als sie durch das Portal traten erschrak Rachel. "Was ist den passiert Belial? Du siehst ja furchtbar aus." wollte sie besorgt wissen." Du wirst vermutlich gleich ziemlich sauer auf mich sein." "Warum was hast du gemacht? Aber erst mal würde ich gerne wissen warum du so fertig aussiehst."  "Können wir uns dazu bitte ins Wohnzimmer begeben, ich ... kann mich kaum halten." bat Lucifer fast flüsternd. Im Wohnzimmer sank der dunkle Fürst im Sessel zusammen. 
 
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