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Ritter und andere Katastrophen

von Bird007
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Arthur Galahad Gawain Lancelot OC (Own Character) Tristan
09.08.2015
28.08.2015
38
39.664
4
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09.08.2015 1.270
 
Alles begann an dem Tag, an dem ich wie jeden anderen Tag auch, müde nach Hause zurückgekehrt war und mich in mein kleines Zimmer unter dem Dach verschanzt hatte. „Lara kommst du endlich?!“ rief meine Mutter aus der Küche und ich erhob mich schwerfällig aus meinem gemütlichen Sessel und ging runter in die nicht allzu große Küche unseres Hause, für mein Alter was zu dieser Zeit 23 Jahre betrug war es heutzutage im 21 Jahrhundert eigentlich nicht mehr so üblich bei seinen Eltern zu wohnen, andere hatten da schon ihre eigenen vier Wände, einen Freund mit dem sie ein glückliches, verliebtes Pärchen waren oder aber sie waren in dem Alter so ehrgeizig das ihnen ihre Karriere das Wichtigste von allem war. Es war nicht so das ich das alles nicht gern gehabt hätte, aber ich war schon immer eine Einzelgängerin gewesen, es war auch nicht so das ich nicht hübsch oder unausstehlich war um mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten, aber ich hatte es bis jetzt immer so gewollt und das dachte ich würde auch immer so bleiben. Als ich die knarrigen Stufen der Holztreppe hinunter schlurfte und mich erschöpft am Esstisch im Wohnzimmer nieder lies, sah ich über die Theken hinweg zur Kochplatte, wo meine Mum stand und schwungvoll in einem Topf Suppe rührte, deren Duft sich bereits schon überall im Raum verteilt hatte.
Es roch nach Tomaten mit Schnittlauch vermischt, und als meine Mutter mir einen Teller jener Suppe vor mich stellte, war der Geruch noch viel intensiver. Nachdem ich angefangen hatte hungrig einen Löffel nach dem anderen zu schlucken, setzte sich auch meine Mutter an den Tisch, mein Vater arbeitete noch, weshalb er nun nicht mit an dem großen runden Tisch im Wohnzimmer sitzen konnte und nur meine Mutter mir Gesellschaft leisten konnte. Nach ein paar stillen Minuten, fing meine Mum an, mich über meinen heutigen Tag aus zu fragen, meine Antworten waren kurz und knapp, denn jeder Tag war wie der andere in meinem Leben, er verlief unspektakulär, einfach und ohne Probleme. Eigentlich hatte ich nur ein Problem, das sich über Jahre nicht verändert hatte, ich wusste nicht was ich wirklich vom Leben erwartete, wollte ich eine Familie haben, oder nicht, wollte ich Kinder, wollte ich etwas verändern in der Welt oder wie aber Millionen andere Menschen mich nicht darum sorgen wie es einmal in der Welt aussehen wird? Ich wusste es nicht und bis dahin war für mich die beste Lösung einfach zu warten, mein Leben leben wie ich auf die Welt gekommen bin, doch die Lösung meines Problems lies gar nicht so lange auf sich warten.
Kurz darauf als ich mit dem Essen fertig war, beschloss ich in Sekundenschnelle noch einen letzten Spaziergang zu machen, eingemumelt in dicke Wintersachen trat ich bald aus dem recht stickigen Haus hinein in die kalte, trockene Abendluft des Winters, leise rieselten die Schneekristalle vom Himmel und verfingen sich in meinen dichten braunen Haaren, die lang und gewellt unter der schwarzen Wollmütze hervorlugten, während ich mich immer weiter entfernte, die Lichter des hell erleuchteten Hauses verblassten langsam in der Ferne und waren nur noch als leuchtender verschwommener Fleck inmitten der Dunkelheit erkennbar. Der Schnee unter meinen Schuhen knirschte, so wie ich einen schmalen Pfad zwischen den Felder entlangging. Ich lebte allein mit meinen Eltern, denn Geschwister hatte ich keine obwohl ich mir schon als kleines Kind immer große Brüder gewünscht hatte. Aber dieser Wunsch war nun leider nie in Erfüllung gegangen.

Genüsslich zog ich , die kalte saubere Luft ein. Ich liebte diesen Geruch aus einer Mischung von kaltem Schnee und Frische die sich am Abend über das ganze Land ausbreitete, im Gegensatz zu vielen anderen mochte ich den Winter sehr, es war eine der schönsten Jahreszeiten, er war wichtig für alle, die Pflanzen konnten sich von dem Sommer unter der dicken Schneeschicht verborgen erholen, die Welt wurde wieder etwas freundlicher und heller durch die Eiskristalle am Fenster wenn sie funkelten oder vom Himmel herabfielen, oder durch den vielen Schnee der die Felder bedeckte. Gemütlichkeit und Geborgenheit zieht im Winter wieder in die Häuser, man erzählt sich alte Geschichten bei Kerzenschein oder einem prasselnden Kaminfeuer, Geschenke werden überreicht, jeder dachte an jeden, selbst die Ärmsten Menschen wurden beachtet, die sonst nur verachtet wurden. In Gedanken ganz bei der Schönheit des Winters und dem fasziniernden Blick auf die herabfallenden Schneeflocken, rutschte ich plötzlich unerwartet auf einer Eispfütze , die tükisch versteckt unter dem weißen, glänzenden Schnee war, aus und mit einem überraschten Schrei fiel ich der Länge nach in den Schnee. Wobei mein Kopf auf einem hervorragenden Stein aufprallte und ich vor Schmerzen das Gesicht verzog, Taubheit, Schmerz durchzuckte meinen Körper wie Stromschläge. Der Schnee ringsherum färbte sich allmählich rot und mir wurde auf einmal furchtbar schwindlig , meine Lippen schmeckten das warme Blut der Wunde während ich mehr und mehr das Bewusstsein verlor, meine Sehfähigkeit wurde eingeschränkter, ich wollte um Hilfe rufen, doch kein Ton kam aus meiner Kehle, Schnee fiel weiterhin leise runter auf mich herab als sei nichts gewesen und Dunkelheit umfing meine Augen vollends.

Mit pochenden Schmerzen im Kopf erwachte ich und als erstes umhüllte meinen Körper Wärme. Wärme die von einem Kamin zu kommen schien ,da ich das knistern eines Feuers wahrnehmen konnte und dachte im ersten Augenblick ich wäre wieder zu Haus da wir ebenfalls einen Kamin statt einer normale Heizung hatten was natürlich auch unüblich war für eine Familie aus dem 21. Jahrhundert . Doch als ich vorsichtig die Augen öffnete und ich ein paarmal blinzelte erkannte ich das ich nicht zu Hause war. Ich sah Holzwände an denen verschiedene Felle von Tieren hingen und ich spürte das ich auf einer Art Bett lag, dieses mit Decken und Kissen ausgestattet war. Als ich meinen Kopf erstaunt und verwirrt weiter zur Seite drehte sah ich das ich in einem kleinen Raum mit einem steinernen Kamin lag. Dunkle schön verzierte Wandtäfelungen verdeckten die kahle Steinwand die dahinter lag und noch mehr Tierfellen lagen auf den Boden verteilt, als wäre ich geradewegs in das Haus eines Jägers geraten. Nichts kam mir hier bekannt vor, wo zum Teufel war ich hier bloß, schoss es mir durch den Kopf und als dann noch eine Frau ins Zimmer trat die mittelalterliche Kleider trug, und aussah wie eine Magd aus alten Filmen, war ich komplett verwirrt. Die Frau kam näher und ich drückte mich angespannt automatisch mehr an die Wand und mein Kopf meldete sich wieder und ich verzog Schmerz verzehrt das Gesicht und legte meine Hand an die Stirn wo ich einen leinernen Tuchverband fühlen konnte. Die Frau lächelte mich freundlich, aber auch etwas schüchtern an und setzte sich auf einen Stuhl aus Holz neben mich, der dabei verdächtig knarrte. Mir war die ganze Situation ziemlich suspekt und ich sah die Frau misstrauisch an, doch diese lächelte nur warmherzig und schien überhaupt nichts böses im Sinn zu haben „Mein Name ist Amalia“ stellte sie sich vor „Lara“ sagte ich immer noch misstrauisch, die Frau sah zwar nicht bösartig aus und normalerweise war ich auch nicht misstrauisch gegenüber Fremden doch das hier bekam mir nicht ganz ich ,wollte Gott verdammt nochmal wissen wo ich hier war. „Wo bin ich?“ fragte ich deshalb ängstlicher als ich eigentlich vor hatte. Amalia lächelte „Du bist in meinem Haus“ das war wirklich eine unhilfreiche Antwort „Welches Jahr haben wir?“ fragte ich deshalb, die merkwürdige Kleidung der jungen Frau machte mir schwer zu schaffen, ich konnte unmöglich in einem der Häuser in meinem Dorf liegen, aber wie war ich dann hergekommen? Die Frau schaute mich überrascht an „462“ antwortet sie etwas verwirrt über meine Frage, auch ich hätte so reagiert, wer fragt dich schon welches Jahr wir haben.
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