Breakaway

von TripleC
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Ashallayn "Ash" Darkmyr Tallyn Grimalkin Meghan Chase OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow
06.08.2015
19.11.2016
18
33653
7
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Herzlich Willkommen bei meiner ersten FF zu Plötzlich Fee :)
ich weiß noch nicht, ob ich diese Story durchziehe und bis zum Ende Lust zum schreiben hab, aber bis jetzt bin ich guter Dinge ;)
Die nächsten Kapitel sind aus der Sicht der Hauptprotagonistin (Kylie) :)
Wie ich bereits in der Kurzbeschreibung geschrieben habe, spielt die FF nach Plötzlich Fee und Plötzlich Prinz (da ich die Bücher noch nicht alle durch habe :D)
Ich habe für die Story noch keine Beta-Leserin, also wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden :) am besten per Mail :D
über eure Meinung zum Prolog würde ich mich sehr freuen :)

Breakaway

Prolog
Der Mond stand hoch am Himmel, wie eine weiß leuchtende Perle auf schwarzem Grund, als Familie Cassel mit ihrem erstgeborenen Sohn, Elias, die Verandatreppe hoch gingen. Es war mitten im Frühling und die Blumen begannen gerade erst zu blühen. Jenna Cassel hielt ihren Sohn im Arm und lächelte über seinen winzigen Kopf, über seine winzigen Finger und über seine winzigen Zehn. Nils Cassel, der frischgebackene Vater von Elias, schloss die Tür auf und trat als erster in das bescheidene Haus. Es war nicht sonderlich groß, würde aber genug Platz für zwei weitere Kinder haben, sobald sie erst einmal mit dem Umbau fertig waren. Der Dachboden würde bald ausgebaut werden und ein weiteres Badezimmer würde ebenfalls noch eingerichtet.
Jenna war völlig erschöpft und müde, da sie drei Tage mit Elias noch im Krankenhaus hatte bleiben müssen und jetzt erst nach Hause gedurft hatte. Sie freute sich, endlich wieder in ihrem Bett schlafen zu dürfen und die nächsten Monate mit ihrem Sohn zu verbringen. Die Verkäuferin einer  Boutique hatte die nächsten Monate Urlaub und somit genug Zeit für ihren Engel. Sie schob sich an Nils vorbei und stellte ihre Schuhe in die Ecke, die sie einfach ausstriff. Heute fühlte sie sich älter als siebenundzwanzig. Nils trat vor sie und lächelte erst sie und dann Elias liebevoll an.
„Ich bring ihn ins Bett und lass dir ein Bad ein. Du legst dich in dieser Zeit aufs Sofa und genießt die Ruhe. Ruh dich etwas aus, Liebling“, bat er und nahm ihr Elias vom Arm. Er liebte es, wenn Jenna lächelte und sie aus diesen braunen Augen ansah. Er strich ihr mit seiner freien Hand durch die verschwitzten, braunen Haare und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie war seine Traumfrau gewesen, schon damals, als er sie in der High School kennen gelernt hatte. Damals waren sie nur gute Freunde und erst mit Anfang zwanzig waren sie sich näher gekommen. Mit fünfundzwanzig hatten sie schließlich geheiratet und jetzt ihr erstes Kind bekommen.
Er lief die breite Treppe vorsichtig rauf, um Elias nicht zu wecken und ging in das gemeinsame Schlafzimmer. Dort war bereits eine Wiege aufgebaut worden, die der Vater von ihm selbst geschreinert hatte. Nils hatte zwei ältere Schwestern, die beide noch keine Kinder hatten und jetzt würden seine Eltern den jüngsten aus der Familie besuchen kommen. Ganz behutsam legte er Elias in die Wiege und strich ihm über die Stirn. Er war so wunderschön und in Nils tobten eine menge Gefühle, die er noch nie empfunden hatte. Darunter waren Stolz, auf seine geliebte Frau, Glück und Freude. Er hatte das Gefühl, das jetzt alles perfekt wäre in seinem Leben. Er hatte alles, was man brauchte. Alles, wofür es sich zu kämpfen lohnte.
Er stieß die Wiege sanft an und verließ dann das Zimmer, um Jenna das Bad einzulassen. Er gab in das Bad etwas von dem, nach Kirschen duftendem Badeschaum, denn Jenna so mochte, und ging dann wieder hinunter.
„Das Wasser ist eingelassen, Schatz“, sagte er, als er seinen Kopf zur Wohnzimmertür herein steckte. Doch dort war Jenna nicht. Er runzelte die Stirn und ging in die Küche, doch auch dort fand er seine Frau nicht. Er fand sie, wie sie vor der offenen Tür saß. Besorgt blieb er im Flur stehen und trat dann langsam auf sie zu.
„Jenna? Ist alles in Ordnung?“
Er streckte seine Hand nach ihrer Schulter aus und merkte, dass seine Hand leicht zitterte. Jenna drehte ihm ihr Gesicht zu, welches Tränen überströmt war und dann sah Nils auch, weshalb. Sie hielt ein Kind im Arm und kurz war er überrascht. Elias lag doch oben und schlief, aber er erkannte, dass es nicht sein Sohn war.
„E-Es hat geklopft und…und ich wollte gucken, wer so spät noch klopft und dann lag sie hier einfach… in Decken gewickelt und in diesem Körbchen. Wer tut einem Kind sowas an, Nils?“
Sie reichte ihm ein Körbchen, in dem viele Decken lagen. Nils ließ sich zu seiner Ehefrau auf die Knie fallen und war erschrocken. Wie konnte nur jemand ein solch wunderschönes Geschöpf einfach vor eine Tür legen? Jetzt, wo er selbst Vater war, verstand er es nicht. Niemals würde er so verzweifelt sein und sein eigen Fleisch und Blut fort geben.
„Was sollen wir tun?“, fragte er leise und Jenna warf ihm einen kurzen und entschlossenen Blick zu. Sie würde das Kind nicht mehr abgeben, davon war er überzeugt. Er nickte kurz und half ihr beim Aufstehen.
„Du solltest dich ausruhen, Schatz. Es war eine harte Woche. Ich werde sie nach oben bringen und neben Elias in die Wiege legen.“
Gott sei Dank war diese gerade groß genug für zwei Kinder. Während Jenna ins Bad ging, brachte er die Kleine zu Elias und legte sie dazu. Er fühlte sich für sie verantwortlich, obwohl es nicht sein eigenes Kind war. Er betrachtete sie lange und da erst viel ihm die Kette auf, die sie um den Hals trug. Es war ein Ring, der grau schimmerte. Ihr Gesicht war friedlich und wirklich niedlich. Nils zuckte die Schultern und ging wieder hinunter.
Im Wohnzimmer hatte er die Decken aus dem Körbchen auf den Tisch gelegt und faltete sie gerade, als ihm jemand zwei Arme um die Schulter legte. Nasse Haare kitzelten ihn und er sah auf. Jenna stand hinter dem Sofa und lächelte müde.
„Wir sollten uns einen Namen für sie überlegen, findest du nicht?“, fragte sie sanft und er nickte ergeben.
„Welchen Namen würdest du ihr denn geben?“
Nils zog sie ums Sofa und auf seinen Schoß. Sie roch so gut und er vergrub sein Gesicht ihrer Halsbeuge. Er liebte sie so sehr und war so stolz auf sie.
Kylie. Ich habe den Namen heute auf der Rückfahrt irgendwo gelesen und fand ihn gleich schön. Ich weiß nicht mehr, wo ich ihn gelesen habe, aber er passt zu ihr.“
Er nickte und strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr. Er selbst hatte den Namen für ihren Sohn ausgesucht und damit war Jenna einverstanden gewesen. Er fand den Namen Kylie ebenfalls schön und musste gestehen, dass er zu dem Mädchen passte. Gemeinsam gingen sie in ihr Schlafzimmer und betrachteten noch einmal die beiden Kinder. Sie konnten es nicht fassen, dass sie endlich Eltern waren. Eltern von zwei Kindern.

Vier Jahre war dieser besondere Abend nun schon her und Nils stand draußen im Garten. Jenna beobachtete ihn und die drei Kinder durchs Küchenfester. Ein Jahr nach der Geburt von Elias war Madison auf die Welt gekommen und das Haus war seit dem nicht mehr still. Der Schnee fiel und Elias stürmte durch den ganzen Garten, in den Jenna die letzten Monate fiel Liebe und Arbeit reingesteckt hatte.
Elias kam ganz nach seinem Vater, mit den markanten Gesichtszügen, die auch schon als vierjähriger durchkamen, dazu hatte er braune Locken auf dem Kopf und braune Augen. Eine kleine Narbe zierte seine rechte Schläfe, weil er dort gegen einen Einkaufswagen gestoßen war. Er war stürmisch, neugierig und immer unterwegs. Er hatte viel Fantasie und spielte oft mit Kylie.
Madison saß in einem Schneehaufen und warf mit diesem leicht um sich. Ihre kleinen Hände waren in dicke Handschuhe gepackt, weswegen sie kaum Schnee in die Finger bekam. Auch bei ihr war es nicht schwer zu erkennen, wer ihre Eltern waren. Sie hatte die gleiche gebräunte Haut wie Elias und ihre Mutter, mit etwas hellem und glatterem Haar als ihr Bruder und ebenfalls braunen Augen. Wenn beide Elternteile braune Haare und braune Augen hatten, war dies kein Wunder.
Nils hob Elias hoch und schwang ihn durch die Luft. Der Kleine lachte laut und herzlich. Jenna liebte die Lache ihrer Kinder. Ihr Blick glitt weiter durch den Schnee und blieb an dem großen Kirchbaum hängen, an dem eine Schaukel hing. Nils hatte diese im letzten Sommer aufgebaut. Auf ihr saß Kylie und neben ihr im Schnee der kleine graue Husky, den Nils erst vor drei Wochen gekauft hatte. Der Hund hatte direkt einen Narren an Kylie gefressen und die beiden waren gleich Freunde geworden. Jetzt wich er ihr selten von der Seite. Jenna sah wieder zu Kylie und lächelte. Langsam fragte sie sich doch, wie wohl ihre Eltern ausgesehen haben mochten.
Sie hatte blasse Haut und schwarzes, welliges Haar. Je nachdem, wie das Licht fiel, sahen ihre Augen mal eisblau und mal silbern aus. Sie war genauso neugierig wie Elias und wollte am liebsten die ganze Umgebung erkunden. Sprachlich war sie weiter, als ihr Bruder und zeigte schon jetzt recht interessante Interessen.
„Kylie, Liebes, möchtest du nicht rein kommen und eine heiße Schokolade trinken und danach mit mir in die Stadt?“, rief Jenna durchs Küchenfenster, als sie das betrübte Gesicht ihrer Tochter bemerkte. Sofort sprang die Vierjährige von der Schaukel –gefolgt von dem Husky- und lief ins Haus, während Nils mit Elias und Madison noch weiter draußen spielte.

Nachdem Kylie ihre heiße Schokolade bekommen hatte, hatte Jenna sie auf den Rücksitz ihres Autos geschnallt und fuhr mit ihr in die Stadt. Maylo, der kleine Husky, durfte ebenfalls mit.
Jenna hatte ihrer Familie immer erzählt, das Kylie die Zwillingsschwester von Elias war, nur ihrer Schwester hatte sie die Wahrheit über jene Nacht erzählt, in der sie wieder nach Hause gedurft hatte. Vor einem Kaufhaus hielt sie und schnallte Kylie ab, die recht still geblieben war. So kannte sie Kylie nicht.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte Jenna und hob sie aus dem Sitz. Kylie nickte und fing an zu zappeln, weil sie unbedingt runter wollte.
„Elias hat mich geärgert, Mami. Er hat meine Puppe kaputt gemacht“, schmollte Kylie. Jenna schmunzelte und nickte kurz, ehe sie ihr ihr lieblings Stofftier reichte. Es war ein kleiner, schwarzer Löwe, den das Mädchen fest an sich drückte. Sie tapste los, gefolgt von Maylo. Den Namen für den Husky hatte Kylie selbst ausgesucht.
Während Mutter und Tochter einen Wagen holten, sagte Kylie wieder nicht viel, was Jenna zunehmend beunruhigte. Sonst sprach sie viel und versuchte alles zu beschreiben. Für eine Vierjährige war sie bereits sehr weit, weiter als Elias.
„Warum werden alle Blätter braun?“
Jenna sah zu Kylie, die neben dem Wagen her lief und ihre Umgebung aufgeregt musterte.
„Das ist der Herbst, Süße. Die Bäume verlieren an Kraft, weißt du“, versuchte sie es zu erklären. Kylie blieb stehen und starrte ihre Mutter erschrocken an, als wüsste sie genau, wovon diese sprach. Gemeinsam gingen sie weiter durch die Gänge.
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