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Riddick - Chroniken eines Kriegers

von Enjeru7
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16 / Gen
Abu al-Walid / Imam Alexander Toombs Jack B. Badd / Kyra OC (Own Character) Richard B. Riddick Zhylaw the Last
04.08.2015
10.11.2015
9
15.301
5
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11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
04.08.2015 1.600
 
Hallo und herzlich willkommen, zum 2. Teil meiner Fanfiktion.
Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, hier der Link dazu:
http://www.fanfiktion.de/s/535b6a6b000256d812c88c72/1/Pitch-Black-Planet-der-Finsternis

Allen Anderen wünsche ich jetzt viel Spaß mit dem Prolog.
Wie auch bei der letzten Geschichte versuche ich jede Woche eine Kapitel hochzuladen.

Riddick - Chroniken eines Kriegers

Prolog

„Sie sind eine Armee, wie keine Andere.
Auf einem Kreuzzug durch die Galaxien zu einem Ort namens Underverse - ihrem gelobten Land - eine Konstellation dunkler neuer Welten.
Man nennt sie „Necromonger“ und wer nicht zu ihrem Glauben konvertiert, den werden sie töten.
Ihr Anführer, der Lord Marshall.
Er allein hat eine Pilgerfahrt zu den Toren von Underverse gemacht und kehrte als ein anderes Wesen zurück, stärker, fremder, zur einen Hälfte lebendig und zur Anderen - etwas Anderes.
Wenn wir überleben wollen, muss eine neue Balance gefunden werden. In normalen Zeiten würde das Böse vom Guten bekämpft werden, aber in Zeiten, wie diesen sollte es von einem anderen Bösen bekämpft werden.“


Sie hatten ihn gefunden. Fünf Jahre lang war ihm Frieden vergönnt gewesen und nun rannte er, über die von Schnee bedeckte Oberfläche des Eisplaneten 6 im U.V. - System, der zerfurcht war, mit einem komplexen Labyrinth aus Kratern und Furchen, verfolgt von einem Raumschiff von Kopfgeldjägern.
Jeder Schritt konnte tödlich für ihn enden, wenn er nicht aufmerksam war.

Es verging kein Tag, an dem er nicht an die kleine Gruppe von Überlebenden dachte, die er vom Planeten der Finsternis gerettet hatte, der heilige Mann, dem er seinen Plan anvertraut hatte, der Junge, der in Wirklichkeit ein Mädchen gewesen war und das Küken, sein Küken, deren Mutter er soviel zu verdanken hatte.
Indem er ihr ihr Kind wiedergebracht hatte, waren sie nun quitt, doch irgendwie ließ ihn das Mädchen nicht los. Sie hatte ein unbekanntes Gefühl in ihm hervorgerufen. Nicht nur, weil er es Lynda schuldig gewesen war, hatte er den Willen gehabt Eve zu beschützen.
Und er hatte Angst, jeden Tag ein kleines bohrendes Gefühl, dass ihm sagte, dass das Küken ihn brauchte, dass sie in Gefahr war und nach ihm rief.
Doch er widerstand dem Drang ein Raumschiff zu entern und zurück zu fliegen. Sie waren besser dran ohne ihn. Die einzige Gefahr, der sie in New Mecca noch ausgesetzt gewesen waren, ging einzig und allein von ihm selbst aus.
Sie waren sicher!
Diesen Gedanken hatte er all die Jahre lang in seinem Kopf wiederholt, doch gänzlich konnte er sich nie davon überzeugen.

Er blickte zurück, er wusste, dass seine Verfolger die freie Sicht nutzen würden, um ihn zu fangen. Glücklicherweise, schien er lebend immer noch mehr Wert zu sein, als tot, sonst hätten sie ihn schon längst erschossen.
Auf der freien Ebene hatte er so gut, wie keine Chance das Raumschiff abzuschütteln.
Er hielt auf die Berge zu, eine Höhle, in der der Kampf, durch die vielen Versteckmöglichkeiten ausgeglichen wäre.
Mit einem großen Sprung erreichte er den Ausläufer des Berges. Er hörte, wie ein Netz aus Stahlseilen kurz hinter ihm auf dem Boden einschlug.
Sie würden es erneut probieren, in der Hoffnung, ihn noch vor der Höhle zu erwischen.
Er rannte auf einen Stein zu und schlug im letzten Moment davor einen Haken.
Das nächste Netz landete auf dem Stein.
Gleich war er im Inneren des Berges, doch das dritte Netz traf ihn am Bein. Er ging zu Boden.
Das Schiff bremste hinter ihm ab.
Er zog sich den Pfeil, der mit dem Netz verbunden gewesen war aus dem Bein und zog seine Messer.
Er hatte das Innere der Höhle erreicht. Der Scheinwerfer des Fliegers richtete sich auf ihn.
Der Kampf konnte beginnen.
Er ruckte mit seinem Kopf Richtung Höhle und rannte los. Das Schiff würde ihm folgen, angeheizt durch seine Provokation und der Aussicht dem Geld nahe zu sein.
Das Höhlensystem war groß, doch bot es mehrere Ebenen an Plateaus und Felsvorsprünge, um sich ungesehen bewegen zu können. Er kannte diesen Planeten, er kannte diese Höhle. Die Mercs hatten keine Chance mehr.
Er nutzte seine beiden Messer, um sich an der vereisten Wand der Höhle nach oben zu bewegen, auf die Flughöhe des Raumschiffes.
Es war dunkel, die Mercs waren auf ihre Scheinwerfer angewiesen. Er war es nicht.
Als sich das Schiff näherte, wartete er ab. Es würde nahe genug an seinem Versteck vorbeifliegen.
Der richtige Moment kam und er reagierte schnell und schnitt in einer einzigen fließenden Bewegung die Riemen durch, die den linken Schützen außen unter der Tragfläche hielten.
Mit einem Schrei fiel dieser zu Boden.
Er verschwendete keine Zeit, sprang auf das Schiff und lief auf die andere Tragfläche um den zweiten Schützen unschädlich zu machen.
Als sich der Scheinwerfer erst auf den Platz des linken Schützen richtete, lag der zweite schon am Boden und er stand über der seitlichen Klappe.
Der Scheinwerfer richtete sich jetzt auch auf die rechte Tragfläche.
Das Schiff glitt weiter vorwärts.
Sie Seitenklappe öffnete sich und ein Mann mit Pistole erschien. Er packte ihn an den Schultern und warf ihn seinen Kollegen hinterher nach unten in die Tiefe.
Als das Schiff in den Hoher-Modus geschaltet wurde, saß er schon bequem im Inneren und beobachtete den Piloten und gleichzeitig wohl Kopf der kleinen Crew.
„Du hast drei Fehler gemacht.“, teilte er ihm mit. Seine Stimme war heiser und kratzig, weil er sie solange nicht mehr benutzt hatte.
Angsterfüllt sah ihn der Mann an.
„Erstens, du hast den Job angenommen. Zweitens, du bist schlecht vorbereitet. Eine Viermann-Crew gegen mich? Ne verfluchte Beleidigung. Aber der schwerste Fehler, den du gemacht hast- “.
Mit diesen Worten war der Mann aus seinem Sitz gestiegen und zu einer kleinen Nische im Cockpit gehastet.
„ - Ganz genau, leerer Waffenständer.“, beendete er.
Er stand auf, griff sich den Piloten, rammte seinen Kopf gegen die Innenwand des Schiffes und schubste ihn zurück in seinen Sitz, dann zückte er eins seiner Messer.
„Wie hoch ist mein Kopfgeld?“
„Eine Million.“, antwortete der Sitzende trotzig.
Er wusste sofort, dass das gelogen war. Ein Tritt gegen das Schienenbein des Mannes ließ ihn Schreien, doch er verstummt sofort wieder, als sich das Messer gegen seine Knie richtete.
„1,5!,“ presste er jetzt hervor.
„Welcher Knast zahlt für einen Sträfling 1,5?“
„Ne private Gruppe.“, kam die hastige Antwort.
Das Messer schlitzte seine Hose bis zum Ende des Oberschenkels auf und er ließ es kurz über seinem Schritt schweben.
„Heyheyheyhey, Junge! Ruhig! Anonym, so stand es auf der Fahndungsliste.“, er schwitzte und hatte die Arme beschwichtigend erhoben.
„Welcher Planet?!“, schrie er jetzt und hoffte, hoffte, dass der Mann ihn nicht verraten hatte, dass er sich nicht in den Menschen getäuscht hatte, dessen Leben er gerettet hatte.
„Helion Prime.“
Er ging zwei Schritte zurück, brachte Abstand zwischen sich und den erbärmlichen Mann in dem Sitz vor ihm. Er musste nachdenken, was er jetzt tun sollte.
Fliehen, weiter weg, wo er so weiter machen konnte, wie bisher, doch wieder auf der Flucht, ohne jemals Ruhe zu finden.
Oder er stattete Helion Prime einen Besuch ab. Fand denjenigen, der sein Kopfgeld besaß und tötete ihn. Bei der Gelegenheit würde er sie wiedersehen, sich davon überzeugen können, dass es ihr gut ging.
Er hatte seine Antwort und wendete sich Richtung Cockpit.
Eine schnelle Bewegung ließ ihn wieder herumfahren. Der Mann war aus dem Sitz aufgestanden.
Rasch hob er sein Messer erneut an und brachte es vor der Kehle des Kopfgeldjägers zum stehen.
„Wo willst du denn hin?“
Es kam keine Antwort.
„Letzte Frage.“, grinste er jetzt und trat näher auf den Mann zu, „Und ich hoffe du kennst die richtige Antwort, Merc. Wem gehört dieses Schiff?“
„Mir?“, fragte er unsicher.
Er beantwortete die Frage, indem er den Kopfgeldjäger hinauswarf, sich in den Pilotensitz setzte und die Höhle, mitsamt Raumschiff verließ.

„Ich wusste, dass sie kommen würden. Sie haben fünf Jahre gebraucht, aber ich wusste es. Von diesen Mercs kann man sowieso keine Ehre und keinen Kodex erwarten.
Aber diese neue Prämie auf meinen Kopf, von einem heiligen Mann. Einem Typen, dem ich den Hals gerettet hatte.
Tja, Lektion gelernt, das Wort Freund, ist gestrichen.
Es kann nur böse enden, wenn man jemanden zu dicht an sich heranlässt. Böse für sie.
Und jetzt geht es wieder zurück in Zivilisation, diese blendende Helligkeit und all dem, was ich hasse. Ich frage mich, ob sie noch dort sind?“, dachte Riddick.

Er hatte sich damals nur von einer Person verabschiedet, der Person, der er gesagt hatte, wo er sich verstecken würde. Dem heiligen Mann, den er damals als eine Art Freund betrachtet hatte.
Sollte er jetzt so von ihm enttäuscht werden?
Er hatte sich weder von ihr, noch von Jack verabschiedet. Es war so besser gewesen, sie hätten es nicht verstanden.
Daher hatte er Imam eingeschärft seinen Aufenthaltsort niemandem zu verraten und auf die Mädchen zu achten.
Doch er hatte danach noch nicht gehen können.
Er musste noch jemandem sehen, jemanden, in dessen Schuld er lange Zeit gestanden hatte.
Nachts hatte er sich in ihr Haus geschlichen und war ins Schlafzimmer gegangen. Sie hatten geschlafen. Mutter und Tochter im selben Bett, glücklich wieder gemeinsam und vereint zu sein.
Er hatte die beiden schlafenden Körper still und lange betrachtet und die Ähnlichkeit der beiden Frauen erfasst.
Es war ihm nicht so leicht gefallen sie zu verlassen, wie er gedacht hatte.

Es heißt im Cryoschlaf schaltet sich der Großteil des Gehirns ab. Alles, bis auf den primitiven Teil, den animalischen Teil.


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So, ich hoffe euch hat der Prolog gefallen, ab nächster Woche geht es los, mit dem ersten Kapitel. Wie immer würde ich mich über ein bis zwei Sätze freuen, in denen ihr Kritik übt und mir ein kleines Feedback gebt.
Bis nächste Woche!
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