it´s time to die

von xElindrax
GeschichteHorror / P18
Morishige Sakutaro
04.08.2015
11.11.2015
6
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Das Grauen beginnt


Stille lag über dem Klassensaal, in dem ich mich befand und ich konnte mich nur mit geweiteten Augen umsehen. Diesen Saal hatte ich noch nie zuvor gesehen. Es war wohl ein Zimmer, das sich in einer Grundschule befand, denn ich erkannte kleine Stühle und Tische, die für Kinder gemacht waren. Dunkelheit umhüllte den gesamten Raum, da die Deckenlampen zersprungen oder vollständig zerstört waren.
Wie bin ich in diese Schule gekommen?
Wie ist es überhaupt zu dieser unheimlichen Situation gekommen?
Lag alles an diesem Ritual?
Hatten wir etwas falsch gemacht?
Mein Blick ging zu meiner Jeanstasche und ich kramte in dieser herum, bis ich das fand, was ich suchte. Schnell zog ich es heraus und hielt ein kleines, zerissenes Papierstück in der Hand. Nur ein Gedanken kam mir bei diesem Anblick in den Sinn.
'Sachiko-Ever-After...'
Damit fing alles an. Die Erinnerung kam schleichend und erfasste mich schlagartig. Meine Augen weiteten sich und Bilder erschienen vor meinem Inneren.

Bilder der letzten Stunden, die meine Freunde, Benny und Lisa, mit mir gemeinsam erlebt hatten.
Stunden, die voller Lachen und mit Spaß gefüllt waren.

"Alles Gute im Ausland, Sarah!", riefen meine beiden besten Freunde und grinsten breit.
Ein glückliches Lächeln stahl sich auf mein Gesicht, als ich einen Jungen mit blonden Haaren und Brille auf der Nase erblickte, der grinste. Neben ihm stand ein Mädchen mit braunblonden Haaren, das genauso breit grinste und mich ansah. Beide hielten ein großes Banner in Händen, auf dem folgendes stand:
"Viel Glück im Ausland! Wir glauben Beide an dich!".
Diese Zwei waren meine besten Freunde seit Kindertagen und hießen Benny und Lisa. Es gab nichts, was wir in diesen elf gemeinsamen Jahren, nicht erlebt hatten. Uns verbanden die gleichen Interessen und unsere Hobbys waren fast alle gleich. Natürlich gab es hier und da Unterschiede, aber die waren minimal und störten uns nicht.
Ich hatte ja bereits geahnt, dass sie eine Party für mich geplant hatten, doch das sie es so machen würden, hätte ich nie geahnt.

Eigentlich waren wir zum gemeinsamen Lernen verabredet gewesen und ich hatte gerade Limonaden für meine Freunde aus der Küche geholt. Mit der frischen Limo und drei Gläsern, die sich alle auf einem Tablett befanden, ging ich wieder nach oben und öffnete meine Tür. Im Inneren erwarteten mich Lisa und Benny mit dem Banner in der Hand.

Außerdem hatten sie mein Zimmer festlich hergerichtet. Girlanden und Luftballons hingen im Raum verteilt, während auf meinem Schreibtisch ein kleines Buffet hergerichtet worden war. All meine Lieblingsspeisen- und Getränke lagen darauf verteilt und ich freute mich tierisch, dass meine Freunde dies alles für mich organisiert hatten. So lief ich mit schnellen Schritten auf sie zu und zog sie in eine herzliche Umarmung.
"Ich danke euch, Leute! Ihr seid die Besten!", flüsterte ich ihnen zu und grinste die Zwei an.
"Keine Ursache!
Dafür sind wir besten Freunde, oder?
Wir haben uns gedacht, dass du dich über diese Feier freuen würdest.
Hast du wirklich gedacht, dass wir lernen?
Immerhin fährst du schon in zwei Tagen ins Ausland! Das können wir ohne ausgelassenes feiern nicht auf uns sitzen lassen!", meinte der blonde Junge mit der Brille dazu und lächelte mich an.
Es stimmte.
Schon in zwei Tagen würde ich in die USA reisen, um dort bei einer Gastfamilie zu wohnen und ein College zu besuchen. Ich hatte mich für dieses Auslandsjahr entschieden, damit ich andere Kulturen kennenlernen und mein Englisch verbessern konnte. Natürlich freute ich mich darauf, doch tief im Inneren wusste ich, dass ich meine Freunde, die ich seit Kindheitstage kannte, sehr vermissen würde. Inzwischen hatte das Mädchen mit den braunblonden Haaren das Banner zusammengerollt und zur Seite gelegt. Sie klatschte in die Hände und zog sie die Aufmerksamkeit auf sich. So drehten Benny und ich uns zu ihr um und warteten ab.
"Ich denke, dass einer von uns diese kleine Feier zu Ehren von Sarah eröffnen sollte, nicht wahr?
Hiermit eröffne ich die Party! Lasst es euch schmecken und denkt dran, dass es alles für Sarah ist!"
Ich konnte nicht anders als breit zu lächeln, da Lisa diese Eröffnung mehr als gut gemeistert hatte.


So begann eine kleine Party, die wir drei mehr als genossen. Die Stunden, dir wir mit Feiern verbrachten, vergingen schnell und wie im Flug. Wir aßen von den unterschiedlichen Gerichten und tranken ausgelassen. Natürlich nur alkoholfreies, immerhin waren wir alle erst siebzehn. Nach der ganzen Party blickte ich auf meine Armbanduhr und bemerkte, dass es bereits neun Uhr Abends war. Der Himmel war schon in orangene Töne gehüllt und verlieh diesem Abend einen Hauch von Magie.
"Magie...
Ja, es wird Zeit für etwas Magie...", flüsterte ich, da mir eine Idee kam, wie ich diese mehr als tolle Feier zu einem gelungenen Abschluss bringen konnte.
So lief ich an Benny und Lisa vorbei, in Richtung Bett und nahm meinen Laptop von diesem. Mit einem schnellen Handgriff hatte ich diesen aufgeklappt und angeschaltet. Interessiert sahen meine besten Freunde mich an.
"Was hast du denn vor, Sarah?", fragte mich meine Freundin und sah mich mit neugierigem Blick an.
Doch ich gab ihr nur ein Handzeichen, dass sie warten sollte und hatte bald die Seite gefunden, auf die ich wollte. Es dauerte nicht lange, bis ich einen bestimmten Teil der Seite ausdruckte und zu meinem Drucker ging, der unter meinem Schreibtisch stand. Ein Blatt Papier war ausgedruckt worden. Dieses bearbeitete ich noch schnell mit meiner Schere und hatte bald eine kleine Papierpuppe ausgeschnitten, die ich meinen Freunden zeigte. Verwirrung zeigte sich auf ihren Gesichtern, während ich nur grinste.
"Was willst du bitte mit diesem Papierstück?", fragte der blonde Junge schließlich und durchbrach die Stille, die den Raum erfüllte.
Mein Grinsen wurde nur ein Stück breiter und ich entschloss mich ihm zu antworten.
"Weißt du, Benny?...
Dieses Stück Papier ist nicht nur ein einfaches Stück Papier...
Nein, dieses Papier ist viel mehr....
Es ist ein Talisman, der uns beschützt und uns als Freunde verbindet. Egal, an welchem Ort wir gerade sind."
Diese Erklärung meinerseits überraschte meine zwei Gegenüber und ihre Augen weiteten sich leicht.
"Und wie wirkt der Talisman?
Müssen wir dazu etwas bestimmtes tun?", fragte nun die Braunblonde und wirkte mehr als interessiert.
Ein zustimmendes Nicken von mir folgte und ich fing an es zu erklären.
"Du hast es erfasst, Lisa! Es ist auch mehr als einfach. Jeder von uns hält sich an einem Stück der Puppe fest, während wir in Gedanken folgenden Spruch aufsagen: "Sachiko,

wir bitten dich!". Ihr müsst daran denken es für jede Person im Raum aufzusagen. Selbst, wenn etwas falsch läuft, macht ihr einfach weiter. Wenn wir diesen Spruch gesagt haben, reißen wir an dem Talisman und erhalten so einen kleinen Papierfetzen. Diesen solltet ihr immer bei euch tragen, den er verbindet uns Drei als Freunde. Dieses Ritual wird auch als "Sachiko-Ever-After" bezeichnet.
Ist das nicht wunderbar?"
Ein fröhliches Grinsen bildete sich in meinem Gesicht, während mein Freund einfach nur den Kopf schüttelte. Anscheinend glaubte er nicht an das Übernatürliche, so wie ich.
"Also ist das mal wieder so eine Sache, die du auf dieser bestimmten Seite findest?
Naja, was macht man nicht alles für Freunde.", fügte er zu seinem Kopfschütteln hinzu.
Dankbar nickte ich ihm zu, ehe ich mich Lisa zuwandte, die von sich aus schon nickte.
"Das ist eine echt tolle Idee! Ich will auf jeden Fall auf ewig mit euch verbunden sein!"
Dies reichte mir als Zustimmung und ich stellte mich in die Mitte meines Zimmers. Meine Freunde stellten sich zu mir und jeder suchte sich ein Stück des Talismans aus, an dem er reißen würde. Bevor wir aber begannen, blickte ich noch einmal jeden Einzelnen an, um sicherzugehen, dass sie dies auch wollten.
"Bereit?"
Nur ein Nicken kam von ihnen und so fingen wir an.
'Sachiko, wir bitten dich!
Sachiko, wir bitten dich!
Sachiko, wir bitten dich!'
Nachdem ich diesen Spruch dreimal in Gedanken aufgesagt hatte, öffnete ich meine braunen Augen und sah zu meinen Freunden. Dann nickten wir uns einstimmig zu und rissen am Talisman. Dadurch erhielt jeder ein kleines Stückchen, das wir alle etwas eingehender betrachteten.
"Nun müssen wir dieses Papierstückchen nur noch bei uns tragen, damit der Zauber wirkt. Natürlich müssen wir auch daran glauben, ansonsten kann er ja nicht wirken."
Lachend sah ich meine Freunde an und kratzte mich an meinem braunen Haarschopf. Auch die Zwei stimmten in mein Lachen mitein und so standen wir lachend da, als plötzlich ein Erdbeben über uns hereinbrach. Mein Zimmer fing an zu beben, wir verloren unser Gleichgewicht und kippten auf den Boden. Die Lampe über mir begann wild hin und her zu schwanken, während kleine Figuren, die auf meinem Nachtisch standen zu Boden kippten und zerbrachen. Weitere Gegenständen, wie eine Blumenvase auf meiner Fensterbank, folgten und zerbrach berstend.
"Wir müssen unter den Schreibtisch!", rief mein Freund uns, über das Gerumpel hinweg, zu, doch als wir losrobbten, bekam mein Boden große Risse, die uns umgaben.
"Was passiert hier?", schrie ich und Panik stieg in mir auf.
Die Rissen nahmen zu und schließlich brach der Boden unter uns weg und wir fielen schreiend in ein tiefes, dunkles Loch.


Ein Seufzer entfuhr mir. Dies war meine letzte Erinnerung und ich sah langsam vom Holzboden auf, auf den ich die ganze Zeit gestarrt hatte. Mir fiel auf, dass dieser voller Löcher war und man beim Laufen mehr als aufpassen musste, um nicht in eines zu fallen. Da ich auf dem Holzboden gelandet war, sah ich kaum etwas, da die Stühle und Tische mein Blickfeld eindämmten. So beschloss ich aufzustehen und mich weiter im Saal umzublicken.
Hoffentlich waren Benny und Lisa auch hier...
Ich wollte dieses Klassenzimmer eher ungern verlassen, da es mir im Moment sicher vorkam. Wie ein schützendes Schneckenhaus, dass mich vor allen Gefahren beschützte. Mein Blick ging zu einem der Fenster und ich vernahm das laute Prasseln von Regen, der daran schlug. Dunkle Gewitterwolken, die über dem ganzen Gebäude hingen, waren dafür verantwortlich und als ich meinen Blick abwandte, ertönte ein lautes Rumpeln, gefolgt von einem hellen Licht.
Na toll...
Es gewitterte auch noch...
Ich mochte, nein, vielmehr hasste ich Gewitter.
Warum wusste ich auch nicht, aber hatte nicht jeder Angst vor Gewittern?
Das Wetter draußen eignete sich perfekt für einen Horrorfilmdreh.
Wie waren wir nur an so einen Ort gelangt?
Ich schüttelte mich leicht und lief dann um einen umgefallenen Tisch herum und fand meine beiden Freunde vor. Sie lagen bewusstlos da und ich kniete mich zu ihnen, um sie wachzurütteln.

Als ich Lisa an der Schulter berührte, hörte ich ein Kichern und stoppte mein Tun. Das Kichern, das in meinen Ohren, wie das eines kleines Mädchens klang, wurde lauter und erfüllte meine Ohren. Es tat weh und ich hielt mir meine Hände schützend auf die Ohren. Doch es ließ nicht nach, es nahm nur zu. Meine Augen weiteten sich, aufgrund des Schmerzes und ich legte meinen Kopf nach hinten. Ich wollte schreien und öffnete dazu meinen Mund, doch kein Laut drang aus heraus.
Was war hier los?
Warum ließ dieses infantile Kichern nicht nach?
Wer war überhaupt dafür verantwortlich?
All diese Fragen erfüllten meinen geplagten Kopf und ich versuchte mich umzublicken, aber es gelang mir nicht. Aus einem unerfindlichen Grund konnte ich meinen gesamten Körper nicht bewegen. Ein eiskalter Schauer lief mir urplötzlich über den Rücken, da ich einen kalten Windzug im Rücken spürte. Zu all dem fing ich an stark zu zittern, als plötzlich ein kleines schwarzhaariges Mädchen, das ein rotes Kleid trug, in meinem, mehr als beschränktem, Sichtfeld erschien. Es schwebte über mir und grinste. Ihr Grinsen ließ mich nur noch mehr zittern, da es kalt schien.
War sie etwa für dieses Gekichere und den Schmerz in meinem Kopf verantwortlich?
Ich wollte ihr diese Frage regelrecht entgegenschreien, doch kein Wort kam über meine Lippen.
Warum konnte ich nicht reden?
Warum?!
Das kleine Mädchen grinste nur breiter und begann zu sprechen. Es kam mir so vor, als würde ich ihre Stimme in meinem Kopf hören. Und das zusätzlich zu dem schmerzhaften Gekichere, das ihn schon erfüllte.
"Ihr solltet euch wappnen! Denn schon bald werdet ihr alle dem Wahnsinn verfallen! Ich freue mich schon darauf eure Leichen einzusammeln! Auf das ihr auf ewig hier gefangen seid!"
Nach dieser Warnung verschwand sie vollständig. Damit verschwand auch der tiefe Schmerz in meinem Kopf, wie auch das Kichern, vollständig und ich konnte mich wieder bewegen. Hastig kriechte ich einige Meter von Lisas Körper weg und beruhigte mich. Ich holte tief Luft, atmete tief ein und aus und sah hin und her, um mich zu vergewissern, das das Mädchen nicht wieder auftauchte. Sie tauchte nicht wieder auf und so schlug mein Herz schon etwas langsamer.
War sie ein Geist?
Immerhin war sie über mir geschwebt und hatte mir große Schmerzen zugefügt, auch wenn diese nur psychisch gewesen waren.

Diese Frage ließ mich nicht los, doch ich raffte mich auf und lief zu meinen, noch immer am Boden liegenden, Freunden.
"Lisa!
Wach bitte auf!"
Zu diesen Worten packte ich sie bei den Schultern und rüttelte sie sanft daran. Nach wenigen Sekunden schlug das braunblondhaarige Mädchen ihre blauen Augen auf und sah mich verwirrt an.
"S-Sarah?...
B-Bist du das?...", fragte sie mit leiser Stimme und erhob sich langsam.
Nickend bestätigte ich ihr dies und half ihr hoch. Nach wenigen Minuten hatte sie sich an ihre Umgebung gewöhnt und realisierte, wie ich die Lage. Ihre Augen erfassten jeden Winkel des Klassensaals und sie eilte mit schnellen Schritten zu den Fenstern, um eines von ihnen zu öffnen. Während sie sich daran zu schaffen machte, wandte sie sich an mich.
"Wo sind wir hier eigentlich, Sarah?"
Nur eine Antwort kam mir in den Sinn, die ich ihr sogleich gab.
"Für mich sieht es so aus, als wären wir in einer alten Grundschule gelandet.
Aber wie und warum wir hierhergekommen sind, kann ich leider auch nicht sagen."
Meine Freundin nickte nur und versuchte weiterhin das Fenster zu öffnen, doch dieses gab einfach nicht nach. So nahm sie einen nahen Stuhl in die Hände und schlug auf das Fenster ein. Mehrmals wiederholte sie dies, doch weder tat sich ein Knacks im Glas auf, noch zerbrach es splitternd in tausend kleine Scherben. Von dem Lärm, den Lisa aufgrund ihrer Aktion verursachte, wachte mein blonder Freund auf und sah sich verwirrt um.
"Leute...
Warum macht ihr hier so einen Lärm?"
Er rieb sich seinen Hinterkopf, während er den Raum betrachtete. Ich merkte, wie seine Augen sich weiteten und sein Körper anfing leicht zu zittern. Mit schnellen Schritten eilte ich zu ihm und kniete mich zu ihm. Es freute mich, dass es auch ihm gut ging und ich half ihm hoch. Dankbar lächelte er mich schwach an und ich erwiderte dieses Lächeln.
"Ist alles bei dir in Ordnung, Benny?", fragte ich ihn danach mit Besorgnis in der Stimme.
Der Angesprochene nickte schwach, obwohl es nicht stimmte, denn ich spürte das sein Körper noch immer zitterte. In dieser Zeit gab meine Freundin es auf, das Fenster einzuschlagen und lief zu uns herüber.
"Wie es aussieht, lassen sich diese Fenster nicht öffnen, geschweige den zerbrechen.", erklärte sie ihr Versagen und blickte traurig zu Boden.
Es kam mir so vor, als würde diese Schule, uns für extra gefangen halten.
Aber warum tat sie das?
Was sollte dies bringen?
Erneut wurde mein Körper von einem Zittern übernommen und ich blickte zu meinen Freunden, die nur dastanden und ebenso wenig, wie ich, wussten was jetzt zu tun war. Zwar war mein Zittern diesesmal nicht so stark, wie als ich das Geistermädchen gesehen hatte, doch es war trotzdem vorhanden. Benny war der Erste, der unser Schweigen durchbrach und unsere Aufmerksamkeit auf sich zog.
"Auch wenn wir fürs Erste nicht zu den Fenstern rauskommen, finden wir bestimmt früher oder später den Haupteingang dieser Schule.
Es ist ja nicht so, als würden wir hier gefangen sein, oder?"
Er lachte unsicher auf, als im nächsten Moment ein Blitz den Raum erhellte, der von einem lauten Grollen begleitet wurde. Das Gewitter hatte sich immer noch nicht gelegt und ich bezweifelte, das es so schnell vorübergehen würde. Die Braunblonde neben mir drückte sich leicht an mich und ich drückte ihre Hand sanft, um sie zu beruhigen. Bestätigend nickte ich meinem besten Freund zu und ließ Lisas Hand los. Danach übernahm ich das Wort und versuchte ernst zu klingen. Ich wollte nicht, das meine Freunde mir etwas anmerkten. Die Angst, die mir das kleine Mädchen eingejagt hatte, saß noch immer in mir drin. Selbst jetzt noch vernahm ich ihre Warnung in meinem Kopf.

"Ihr solltet euch wappnen! Denn schon bald werdet ihr alle dem Wahnsinn verfallen! Ich freue mich schon darauf eure Leichen einzusammeln! Auf das ihr auf ewig hier gefangen seid!"


Was mit dieser Warnung wohl gemeint war?
Würde sie uns wirklich töten?
"Du hast Recht, Benny. Es ist ja nicht so, dass uns jemand hier einsperren will. Als erstes sollten wir diesen Klassensaal hinter uns lassen und den Haupteingang suchen.", stimmte ich dem blonden Jungen zu und lächelte ihn an.
So blickten wir Drei uns an und gingen zur Zimmertür, die man aufschieben musste. Gerade als ich nach dem Griff greifen wollte und so die Tür zur Seite schieben wollte, kam mir jemand zuvor und öffnete sie von der anderen Seite. Dadurch erschrak ich mich leicht und erwartete eine Person, die mir gegenüber stand, doch niemand befand sich dort. Unsicher drehte ich mich zu meinen zwei Begleitern um, die mich auch etwas verwirrt ansahen.
"Warum hat sich die Schiebetür von selbst geöffnet?", fragte sich Lisa und blickte auf die zur Seite geschobenen Tür.
Benny zuckte daraufhin nur mit den Schultern und auch ich wusste keine genaue Antwort darauf.

Wir gingen aus dem Zimmer hinaus und ich blickte mich um. Egal, ob ich nach links oder rechts blickte, von beiden Seiten empfing mich Dunkelheit. Als ich mich nochmals umsah, fielen mir auch hier zerstörte Deckenlampen, sowie Risse und Löcher im Boden auf. Durch die Fenster trat noch immer Dunkelheit hindurch und auch der prasselnde Regen war noch zu hören.
In meinen Gedanken fragte ich, mich wie alt dieses Schulgebäude wohl war.
Mit vorsichtigen Schritten trat ich an eines des Fenster heran und versuchte es zu öffnen. Meine Mühe war mehr als vergebens, denn es bewegte sich keinen Zentimeter und ich gab es auf. Es war genau, wie in dem Klassenzimmer. Ich berührte das kalte Glas und blickte hinaus in die Dunkelheit. Außer dieser sah ich nur die Regentropfen, die die Scheibe hinunterliefen und erkannte in der Ferne die Umrisse eines Waldes.
War dies etwa eine Fluchtmöglichkeit?
Ein Funken Hoffnung erfüllte mich und ich lächelte sogar. Dieser Wald war ein besseres Versteck als dieses verfallenen und unheimliche Gebäude. Zumindest empfand ich es so und drehte mich zu meinen Freunden um, um ihnen von meiner Entdeckung zu berichten. Diese blickten mich einfach nur abwartend an, als würden sie bereits etwas ahnen.
"Leute, ich hab da draußen etwas entdeckt!", sprach ich mit leichter Aufregung in der Stimme und fuhr sogleich fort.
"Da ist ein Wald! Ein perfekter Ort zum Verstecken! Zumindest ist es besser als in diesem Gebäude!"
Benny und Lisa blickten sich an und schienen zu überlegen, bis das Mädchen schließlich das Wort ergriff.
"Sollten wir nicht erstmal einen Ausgang finden, Sarah?
Danach können wir uns überlegen, ob wir den Wald als Versteck nutzen sollen."
Ich nickte ihr zu und beschloss es genauso zu machen. Nochmals blickte ich nach links und rechts und eine zunehmende Dunkelheit drang aus der rechten Flurseiten hervor. Die Tiefe und Schwärze davon ließ mich erschaudern und Gänsehaut erfüllte meinen Körper. So schnell es ging wandte ich meine Augen ab und sah zur linken Seite, die mir wesentlich freundlicher vorkam.
"Ist alles in Ordnung?", fragte mich der blonde Junge, dem meine Angst aufgefallen war und mich musterte.
Schwach nickte ich und sah hektisch hin und her.
"Ja...
Wir sollten nach links gehen, findet ihr nicht auch?", schlug ich den Zweien vor und lächelte sie an.
Keiner der Beiden sagte etwas dagegen und so liefen wir los. Wir ahnten noch nicht, was uns im nächsten Moment erwarten würde. Das Grauen wartete schon auf uns, bereit zuzuschlagen und uns unsere Hoffnung zu nehmen.

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Herzlichen Willkommen zu meiner ersten Corpse Party FF.
Die Idee zu dieser Geschichte kam mir relativ spontan und da ich die Games dieser Reihe einfach liebe, musste ich sie umsetzten. Hoffentlich versetzt sie euch in eine gruselige Stimmung ;). Ich werde jeden Tag ein Kapitel hochladen, denn ich habe bereits alles vorgeschrieben :)

Gewidmet ist diese Story meinen beiden guten Freunden „CatofFire“ und „Link-chan“, die in dieser Geschichte von Benny und Lisa verkörpert werden :). Ich hoffe, das ich eure Charaktere gut getroffen habe x3. Meckert ruhig, wenn ich da einen Fehler gemacht habe :D.

Euch anderen Lesern wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß beim ersten Kapitel.
Lasst mir eure Meinung da :).

Liebe Grüße eure xElindrax :)
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