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Do you want me, or do you want me dead?!

von suncookie
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ashton Irwin OC (Own Character)
04.08.2015
10.08.2016
93
202.362
22
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Dieses Kapitel
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04.08.2015 1.850
 
Kapitel 1: Zurück in Sydney

Schnaufend werfe ich meine fette Tasche auf mein Bett und mich gleich hinterher. Ich seufze glücklich auf und kuschle mich direkt in mein Kissen ein. Sofort fallen meine Augen zu und ich bin bereit einzudösen, aber meine Zimmertür geht wieder auf.
„Lilly?“ Wir sind heute Abend alle zusammen bei Hoods zum Abendessen einge- Oh… Süße, bist du so müde? Willst du schlafen?“, mein Dad spaziert in mein Zimmer hinein und setzt sich an mein Bett.
Ich stöhne genervt auf und vergrabe mein Gesicht tiefer in mein Kissen. Mein Dad lacht nur auf und klopft auf mein Knie: „Aber dir geht’s gut, ja?“
Ich fummel meinen Arm unter der Bettdecke hervor und strecke einen Daumen nach oben, als Zeichen, dass alles okay ist. Wieder höre ich meinen Dad kurz lachen. Dann höre ich, wie er durchs Zimmer läuft und ich drehe mich ein bisschen zur Seite, um zu sehen, was er macht. Er hat die Vorhänge zugezogen und kommt wieder ans Bett. Er nimmt die Reisetasche runter und stellt sie an meinen Kleiderschrank. Dann beugt er sich zu mir und drückt mir einen Kuss auf die Stirn.
„Ruh dich aus und ich wecke dich später, ja?“
„Aber bitte früh genug, damit ich duschen kann…“, brumme ich ihm entgegen und er nickt.
Er macht die Tür zu und ich drehe mich einmal auf die andere Seite und versuche eine bequeme Schlafposition zu finden.

Es ist wirklich gut, dass ich hier immer total fertig ankomme, dann hab ich zumindest am ersten Tag kein Problem damit, dass ich mich wieder an ein neues Bett gewöhnen muss.
Ich weiß auch nicht, aber es ist immer voll die Umstellung zwischen London und Sydney. Vermutlich liegt es auch am Wetter und Jet-Lag und so, aber ich komme damit schon klar, schließlich ‚pendle‘ ich seit bald fast 10 Jahren jede Ferien zwischen den beiden Städten. Naja, nicht jede Ferien, aber immer in den Sommerferien und wann immer mir die anderen Ferien lang genug sind, oder ich keinen Bock auf meine Mum habe, oder meinen Dad und meine Freunde in Sydney zu sehr vermisse.
Meine Eltern haben sich getrennt, als ich noch sehr klein war und ziemlich schnell ist mein Dad aus England abgehauen und nach Sydney gezogen. Meine Mum und ich sind in London geblieben, aber trotzdem hab ich einen guten Draht zu meinem Dad. Wie gesagt, bin ich wirklich oft und dann auch lange bei ihm und habe hier mein eigenes Zimmer und Freunde und die Tür steht mir immer offen. Mein Dad hat mir auch schon angeboten, richtig bei ihm einzuziehen, aber… naja… Weiß nicht…
Ich bin wirklich gerne bei Dad. Ich mag Sydney und den süßen Vorort, in dem meine Dad mit seiner neuen Freundin wohnt wirklich gern. Ich komme hier auch mit den Leuten so viel besser klar, keine Ahnung woran das liegt. Klar, zuhause hab ich auch jede Menge Freunde und ich komme mit dem neuen Mann meiner Mum auch gut klar, aber… ich würde trotzdem sagen, dass ich hier die besseren Freunde habe…
Mit diesem Gedanken döse ich langsam weg und falle schließlich in einen tiefen, traumlosen Schlaf…

-

„LILLY!!“
Erschrocken reiße ich die Augen auf, nur um Millisekunden später schmerzhaft aufzustöhnen und meine Augen genervt wieder zu schließen.
„Runter von mir, Clifford“, brumme ich und schubse den blauhaarigen Jungen, besser bekannt als Michael Clifford, mein bester Freund und Nachbar hier in Sydney, einfach von mir runter.
Mit einem dumpfen Aufschlag landet er auf meinem Zimmerboden.
„Ja, ich hab dich auch lieb und ich hab dich vermisst und es ist schön, dich wiederzusehen…“, grummelt er los und bringt mich doch zum Kichern.
„Sorry, Mikey“, grinse ich und hänge mich über die Bettkante. Er verengt die Augen und lacht dann aber doch los. Er kann mir eben auch nicht böse sein. Mit einem Satz liegt er wieder bei mir auf dem Bett und ich habe gerade noch so Zeit beiseite zu rutschen, damit er nicht wieder auf mir landet.
„Clifford?! Raus aus dem Bett meiner Tochter!“, meint mein Dad streng und stellt sich in meine Zimmertür. Michael und ich schenken meinem Dad einen genervten Blick, aber er bleibt dabei und schaut streng auf uns runter. Mikey steht auf und zieht sich meinen Sitzsack ans Bett und lässt sich darauf plumpsen.
„Geht doch“, lächelt mein Dad nun wesentlich versöhnlicher und nickt zufrieden.
„Wir fahren auch bald… Cliffords kommen übrigens auch mit zum Barbecue bei Hoods“, erklärt mein Vater und Mikey nickt aufgeregt.
„Macht euch bald fertig. In einer Stunde müssen wir los und Michael?“
Mikey schaut wieder zu meinem Dad auf und legt den Kopf leicht schief, als Zeichen, dass er zuhört.
„Wenn Lilly sich umzieht und duscht, sehe ich dich im Wohnzimmer!“, damit dreht er sich um und zieht hinter sich die Tür zu.

Genervt stöhnt Mikey auf und ich ebenfalls.
„Dein Dad wird jedes Jahr schlimmer…“, beschwert er sich. Ich zucke mit den Schultern. Was soll ich denn dagegen tun? Mein Dad will eben nicht, dass ich etwas mit einem Kerl anfange und hat Angst, dass etwas zwischen Mike und mir passiert… Auch wenn das echt… abartig wäre. Mikey ist wie ein Bruder für mich. Ich bin auch wie eine Schwester für ihn. Es wäre einfach… Iiiiirgh!
Dennoch, seit wir 12 sind, greift mein Dad durch. Michael darf nicht mehr alleine mit mir in meinem Zimmer übernachten, die Tür darf nicht abgeschlossen werden, wenn er Michael in meinem Bett sieht, kriegt er fast einen Anfall und auch sonst… wann immer Michael mir etwas näher kommt, kommentiert er das mit einem bösen Blick – selbst wenn Mikey mich einfach nur kitzelt. Es ist wirklich lächerlich, aber na gut.

„Was gibt’s so neues?“, fragt Mikey und macht es sich in meinem Sitzsack etwas bequemer. Ich setze mich im Schneidersitz auf mein Bett und decke meine Beine noch zu. Dann zucke ich mit den Schultern.
„Nicht so viel…“
„Und wie geht’s deiner Mum? Ist sie noch glücklich mit Roger?“
Ich nicke und Michael lächelt. Er mag meine Mum. Er hat mich das ein oder andere Mal in London besucht und war auch meine Begleitung zu der Hochzeit meiner Mum vor ein paar Jahren.
„Wie geht’s deinen Eltern?“, frage ich zurück und er zuckt mit den Schultern.
„Alles beim alten… Nicht viel neues…“, antwortet er und greift in seine Hosentasche. Er zieht sein Handy heraus und grinst plötzlich los.

Bevor ich fragen kann, dreht er das Handy zu mir und ein bekanntes Gesicht schaut mich an.
Er drückt auf den grünen Knopf und danach auf den Lautsprecher.
„Hey Lu-“
„MICHAEL GORDON CLIFFORD! WO ZUR HÖLLE BIST DU?!“, brüllt  Luke und Michael und ich zucken sichtbar zusammen.
„Kacke, Luke… Immer mit der Ruhe…“
„Nein, Mann. Wo bist du? Du bist IMMER zuhause, Alter und jetzt rufe ich bei dir an und muss mir von deiner Mum anhören, dass du nicht da bist? Normalerweise erreicht man dich nur nicht, weil du aufm Klo hockst“, sagt Luke und Michael wird ein wenig rot.
„Gott… Lukey… Ich bin bei Lilly“, murmelt er und fährt sich peinlich berührt mit der Hand übers Gesicht.
„Lilly?“
„Hi“, antworte ich kichernd und sofort antwortet Luke mir mit einem fröhlichen: „Heeeey! Auch mal wieder da? Ich wusste gar nicht, dass du jetzt schon kommst! Ich dachte, das wäre erst nächste Woche!“
„Nope, bin schon was früher da“, lächle ich und Mikey lächelt mich ebenfalls an.

Ich hab meinen kleinen Dummkopf und seine besten Freunde echt vermisst. Wir reden kurz, dann kommen wir darauf, dass ich mich fertig machen muss.
„Was macht ihr denn noch?“, fragt Luke interessiert.
„Fahren gleich zu Calum rüber, Barbecue“, grinst Michael breit.
„Was? Und wo bleibe ich da?“, kommt es fast schon enttäuscht von Luke.
„Calum hat dich eingeladen, du Dumpfbacke!“, verdreht Michael die Augen.
„Ach echt?“
„Ja…“
„Nein?“
„Doch…“
„Nein?“
„Doch… Du hast es nur wieder vergessen?“
„Auf keinen Fall.“

Ich verdrehe die Augen über die beiden Jungs und stehe auf. Ich greife mir frische Unterwäsche und meine graue Skinny-Jeans aus meinem Koffer und gehe dann an meinen Kleiderschrank. Daraus ziehe ich ein schwarzes Shirt und schaue wieder zu Michael. Der diskutiert noch mit Luke herum, aber ich pfeife kurz, damit er auf mich aufmerksam wird. Sofort huschen seine Augen zu mir und ich deute auf meine Klamotten. Er nickt nur und steht dann auf. Mit einem kurzen Klicken stellt er Luke leise und geht aus meinem Zimmer heraus.

Ich laufe ins Bad und dusche mich schnell. Danach föhne ich mir eilig die blonden Haare und flechte sie zu einem unordentlichen Zopf, der mir über die Schulter hängt. Ich schlüpfe in meine Klamotten und streiche mein schwarzes Batmanshirt glatt. Ich begutachte mich im Spiegel und bin einigermaßen zufrieden mit dem, was ich sehe, also gehe ich raus und laufe die Treppen runter.
Im Wohnzimmer höre ich immer noch Michael aufgeregt reden, also telefoniert er wohl noch mit Luke.
Anstatt zu ihm zu gehen, drehe ich mich zur Küche und laufe hinein. An der Anrichte steht noch Georgia, die Freundin von meinem Dad. Sie sind schon mehrere Jahre zusammen.
„Hey, Georgia“, sage ich und laufe zu ihr rüber.
„Hey Lilly. Geht’s dir jetzt ein bisschen besser?“, fragt sie lieb und wirft mir einen kurzen Blick zu, dann rührt sie weiter den Salat um, den sie noch fertig macht.
„Ja… Sorry wegen vorhin… Ich war einfach müde“, gebe ich leise zu und spiele mit dem Saum meines Shirts herum.
„Ist okay, Süße… Ich verstehe dich“, lächelt sie mich an und zieht mich in eine halbe Umarmung. Ich hab sie am Flughafen ziemlich böse angeschnauzt, als sie mir eigentlich nur mit meiner Handtasche helfen wollte, aber ich hatte halt schlechte Laune und war müde…

„Können wir? Bist du soweit, Schatz?“, fragt mein Dad und tritt hinter Georgia. Die nickt lächelnd und bittet ihn dann darum, ihr den Deckel von der Schüssel zu geben.
„Sagst du Michael Bescheid? Er soll auch seinen Eltern sagen, dass wir uns jetzt auf den Weg machen“, bittet mein Vater mich dann und ich springe ins Wohnzimmer rüber.
„Mikey?“
Er hält kurz die Hand hoch und macht ein letzte „Mhm“, ins Telefon, dann unterbricht er Luke wohl.
„Ich muss mich glaub ich auf den Weg machen… Ja… Ja, gut… Okay, ich schau mal ob sie mitkommt. Bis gleich, bye“, und damit legt er auf.
„Luke fragt, ob wir mit dem Fahrrad bei ihm vorbeikommen und dann zu dritt zu Cal fahren?“, fragt er mich. Ich kaue kurz auf meiner Lippe herum und nicke dann: „Ich nehme aber das Skateboard, okay?“
Michael stöhnt genervt auf: „Ich ziehe dich aber nicht, damit das klar ist!“
Ich schmolle los und Michael dreht sich eilig weg.
„Neeeeeein! Darauf falle ich nicht rein! Wir treffen uns in fünf Minuten auf der Straße!“, damit rennt er aus unserer Haustür und lässt mich lachend im Wohnzimmer stehen.
Oh, er wird mich sehr wohl bis zu Luke ziehen! Ich klemme mich einfach an sein Fahrrad, ob er will oder nicht!

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Hallöchen :)
Soo... das ist meine erste 5SOS FF und ich hoffe, dass zumindest ein paar Leute gefallen dran finden und sie lesen :)

LG suncookie :)
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