Feuer der Magie

GeschichteFantasy / P12
Ritter & Krieger Zauberer & Hexen
02.08.2015
01.11.2019
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Die Magie der Magie ist nicht der Zauber selbst,
                                                                          sondern die Magie hinter der Magie!


Ich weiß nicht, was sie über Magie wissen, aber eigentlich kann jeder zumindest kleine Magie weben, wenn er bereit ist die Wunder der Natur und seine Einmaligkeit in die Waagschale der Magie zu werfen. Erreichen werden Sie dieses Ziel jedoch nur, wenn Sie erkennen, dass es an einem Baum keine zwei gleichen Blätter gibt, oder, dass sich keine exakt gleichen Sandkörner an einem beliebig großen Strand finden lassen. Beobachten Sie bitte das Offensichtliche, um zu erkennen, dass selbst das Offensichtliche mehr Geheimnisse birgt, als man es erwartet. Und wenn Sie an diesem Punkt angelangt sind, dann erforschen Sie Ihr Sinne und versuchen Sie damit die Natur zu beeinflussen. Lassen sie ein Blatt von einem Baum fallen und wenn ihnen das gelingt, dann werden Sie bitte nicht müde jeden Tag größere Zauber zu erschaffen. Vertrauen Sie dabei einzig ihren klaren und reinsten Gedanken und werden Sie bitte niemals müde nach diesen ersten Erfolgen jeden Tag neue Zauber zu erdenken.

Sind Sie jedoch nicht dazu bereit, dann blättern Sie einfach um und versuchen bitte zuerst das Wesen der Magie zu ergründen. Fallen Sie bitte niemals auf das Offensichtliche herein und bewahren Sie zu ihrem eigenen Schutz jederzeit die nötige Distanz zu der Magie von anderen Magiern. Fragen sie nun bitte nicht:
Warum?
Magie ist bedeutend gefährlicher, als die schärfste Klinge, als unsere finstersten Gedanken und alles Böse auf dieser Welt zusammen, weil man mit einem Zauber mehr zerstören kann, als jeder Krieger, der mit seiner Waffe zuschlägt.










                                                                                                                       Einleitung

Alte Prophezeiungen besagen, dass Schwarzmagier eine Gefahr nicht nur für die magische Welt sondern auch für die Menschen vom Jungen Volk und alle anderen Völker und Wesen darstellen. Nur, wer liest noch diese alten Schriften nach so vielen Generationen des angenehmen Wohllebens? Verstaubt stehen diese vergessenen Folianten in den Regalen großer Bibliotheken, wo sie ein kümmerliches Dasein als historische Raritäten fristen, die nur noch vage den Dunst der Ahnen verströmen.

Initiiert, durch überraschend heftigen Angriffe von Chimären auf das Land der Neidur und die naive Neugier von Hexen und Magier beginnt die Suche nach Antworten. Erst dadurch rückten diese alten Texte wieder in das Zentrum des Interesses wenige Magier.

Hexen und Magier bevorzugen ein beschauliches Leben und bemühen sich schon seit vielen Generationen nicht mehr, so wie sie es sollten, Weisheit und magisches Wissen zu mehren. Alles was der sicheren Beschaulichkeit des Lebens entgegen steht ist Arbeit und dieses bedeutet möglicherweise sogar eine Gefahr. Lange bevor ein unerbittlicher Zwang für die Neidur sich andeutet beträufelt das Gift von Intrigen die Politik der Neidur. Morde geschehen, doch der Hohe Rat der Neidur bemüht sich kaum diese Morde aufzuklären. Weise politische Familien werden aus der Politik gedrängt und willfährige Personen nehmen ihre Plätze ein. Erst als der Krieg als bedrohliches und blutrünstiges Wesen die Hände nach den Neidur ausstreckt wachen einige Magier aus ihrer geliebten Lethargie auf. Sie besitzen noch die Kraft und den Willen sich gegen einen anscheinend übermächtigen Gegner zu stemmen. Zwischen hunderten magischen Familien sticht die Familie Dandron heraus. Sie verschrieb sich nie dem trägen Leben der vielen magischen Familien im Land der Neidur, sondern forschte stetig, bereist ferne Länder und sammelte akribisch magisches Wissen. Intrigen aus der Hauptstadt Imrim hielten diese Familie über Jahre von der Politik der Neidur fern. Doch Argyr Dandron, ein eigensinniger junger Magier mit herausragenden Talenten stemmt sich gegen die Intrigen und führt bereits seit Jahren einen geheimen Krieg gegen die Hirati, einem magisches Volk, welches ihnen stetig mehr magische Kreaturen, oder genauer gesagt Chimären ins Land schickt. Koraden und Mantuare verwüsten in den Nächten Ortschaften an der Küste und im Binnenland, was viele Magier zwar irritiert, jedoch nicht wach rüttelt. Während der Kämpfe gewinnt Argyr Dandron den Eindruck, dass es nicht die Hirati sind, gegen die sie Kämpfen sondern eine ältere und vor allem stärkere Macht. Unbekannte, mächtigere Magier müssen dieses wenig talentierte magische Volk zu diesem Krieg aufgestachelt haben. Nach kleineren Erfolgen stoßen sie auf erste zarte Erkenntnisse. Lange Zeit ist ungewiss, wer der reale Feind ist. Der politische Krieg im eigenen Land scheint fast wichtiger, als der Kampf gegen die Hirati. Eine Konzentration auf den Feind, oder die Feinde wird durch ein fein gesponnenes Netz aus Intrigen verzögert, bis es fast zu spät ist.

Während der Kämpfe gegen die Chimären und die Hirati trifft Cassandra eine Seherin der Äolier in Imrim ein. Sie macht Argyr Dandron eine weiterführende Prophezeiung, die er zunächst brüsk abweist, da Hexen und Magier einzig der strikten Logik folgen und daher Prophezeiungen aus wissenschaftlichen Gründen kaum oder nur geringen Glauben schenken. Der Krieg hat sich zu dieser Zeit schon längst bis in die Heimat von Cassandra ausgeweitet und nur langsam ergibt sich aus vagen Fragmenten ein halbwegs klares Bild über den Feind und die Kriege. Argyr Dandron erkennt als erster die komplexen Zusammenhänge der Intrigen und Kriege sowie seine Rolle in den uralten Prophezeiungen. Doch dabei taucht eine neue Frage auf. Darf man als Magier tatsächlich so verstaubten Prophezeiungen überhaupt sein Vertrauen schenken, oder ist es besser der über Jahre anerzogenen Logik zu folgen? Selbst die Einsicht von Argyr Dandron streikt eine Zeit lang, da Magier nun mal nicht leichtfertig Entscheidungen treffen, die von weitreichender Bedeutung sind. Die Menschen von Jungen Volk sind das Gegenteil der wissenschaftlich agierenden Magier, da sie neben der Realität intensiv und wachsam auf die Götter und die Kraft der göttlichen Worte vertrauen, selbst wenn sie mal falsch sind oder mögliche Realitäten nur vage andeuten.
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