Summer Challenge 2015

KurzgeschichteKrimi, Familie / P12
Ellen Bannenberg Emily Bannenberg Nikolas Heldt
02.08.2015
02.08.2015
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Dies ist mein (etwas verspäteter) Beitrag zur Summer Challenge 2015. Meine Tags waren -Paris
             -Sonnencreme
             -Bienen

Wenn euch die Kurzgeschichte gefällt, habe ich mir überlegt, dass ich daraus auch eine "richtige" Geschichte machen/schreiben könnte.

Also los:

Paris, der Ort meiner Träume. Hier wollte ich schon immer einmal Urlaub machen und nun war ich hier, mit meiner Tochter Emily und dem Mann meiner Träume Nikolas Heldt. Gerade haben wir Urlaub, doch nicht die viele Freizeit ließ uns einen Flug nach Paris buchen, sondern ein Naturschutzprojekt. Unsere Aufgabe für die nächsten 3 Wochen war es nun Bienen anzusiedeln. Auf diese Idee hat uns Emily gebracht, die gerade eine überzeugte Umweltschützerin ist. Auch wenn Nikolas sie oft damit aufzog, bin ich mir sicher, dass er sie für ihr Durchhaltevermögen bewundert. Ich bin froh, dass mit ihm jetzt alles geklärt ist. Sechs Monate nach dem Vorfall stand er plötzlich, ohne Ankündigung vor mir. Eigentlich war ich zu diesem Zeitpunkt schon wieder mit meinem Ex Freund und Emilys Vater zusammen, da ich fest entschlossen war, nie wieder mit Heldt zu reden. Heldts überstürzte Abreise hatte mich mitten ins Herz getroffen. Auch wenn ich seine Beweggründe nur allzu gut verstehen kann. Ziemlich schnell habe ich wieder gemerkt, wie anziehend und charmant Heldt doch seien konnte. Schließlich war es Emily, die mir klar gemacht hat, dass ich jemanden wie Heldt nicht noch einmal begegnen werde. “Ellen.“, ruft er nun vom Taxi aus. Ich laufe auf das Auto zu und steige ein. Der Fahrer, sowie auch Emily und Nikolas sehen mich an. „Rue Mulean, s´il vous plait!“, sage ich und der Fahrer startet den Wagen. Ach, ich liebe meine beiden einfach so sehr. Emily wird schon in zwei Wochen 14. Nikolas hat eine Party auf dem Eiffelturm vorgeschlagen, doch ich bin mir nicht sicher, ob das so ohne weiteres möglich ist. „Da ist es.“, sagt der Fahrer, der wohl schon geahnt hat, wo wir hin wollen. Gut, der große Aufkleber an Emilys Koffer ist kaum zu übersehen, aber er ist deutsch beschriftet und nicht Französisch. Wir steigen aus dem Wagen aus und nehmen die Koffer entgegen. Eine zierliche Frau kommt aus dem Haus, welches schwarz- gelb gestrichen ist und begrüßt uns: „Bonjour, sie müssen die Familie aus Deutschland sein, oui?“ Emily geht auf sie zu und sagt in holprigen französisch: „Oui, j´m appelle Emily.“ Die Frau nimmt sie an die Hand und geht mit ihr ins Haus. Beunruhigt dränge ich Heldt zur Eile. So alt, dass sie allein mit einer Fremden ins Haus gehen sollte, ist sie nun auch noch nicht. Doch ich hatte keinen Grund zur Sorge, meine Tochter steht in einem Imkeranzug gekleidet in dem riesigen Garten der Frau. „Na in diesem Anzügen brauchen wir wohl keine Sonnencreme mehr.“, sagt Nikolas zu mir und stellt seinen und Emilys Koffer ab. Ich muss wohl ziemlich schockiert aussehen, denn er kommt auf mich zu und schlingt seine Arme um mich. „Ach Ellen, ich bin so glücklich, dass ich endlich mit dir zusammen sein kann. Du hast eine so zauberhafte Tochter. Ihr seid alles, was ich zum Leben brauche.“, sagt er und schaut mir dabei tief in die Augen. Langsam lässt er seine Arme sinken und küsst mich. „Eyy, sucht euch ein Zimmer.“, ruft Emily von draußen und grinst frech. „Wird gemacht.“, kontert Nikolas und will mich die Treppe hoch ziehen, doch ein Schuss halt durch die Luft. „Emily?“, rufen Heldt und ich wie aus einem Mund und rennen in den Garten. Die Frau liegt im kniehohen Gras und bewegt sich nicht. Emily sitzt daneben und versucht ihren Puls zu messen, ohne Erfolg. Ihre Lippen fangen an zu zittern und Tränen laufen ihr übers Gesicht. Nikolas, der schon zu ihr gehastet ist, stößt sie sanft von der Toten weg. Ich laufe nun zu meiner Tochter und schließe meine Arme um sie. „Was ist passiert? Geht es dir gut?“, frage ich. „Sie...da...Schuss.“, stottert sie völlig aufgelöst und ich sage sie, dass sie es mir nicht sofort erzählen muss. Dann trage ich sie ins Haus und benachrichtige die Polizei.
Später stellt sich heraus, dass die Frau, die Gattin eines Pariser Drogenbosses war und als Druckmittel verwendet wurde. Nun, der Mann scheint sie nicht ausgelöst zu haben.
Gerade sitze ich zusammen mit Emily auf einer Bank unter dem Eiffelturm und halte ihre Hand. Seit gestern hat sie meine Hand nicht wieder losgelassen, nicht mal in der Nacht. Der Arzt, der sie untersucht hatte, meinte es liege am Schock. Bisher ist noch unklar ob sie denn Schützen gesehen hat, denn wenn ja, müssen wir wohl in ein Zeugenschutzprogramm. Doch dies hoffe ich für uns alle nicht. Essen wollte sie bis jetzt ebenfalls noch nichts. Heldt ist gerade mit einem riesigen Schokoladeneis in der Hand auf dem Weg zu uns. Er setzt sich neben Emily und erzählt: „Emily, ich erzähle dir jetzt, was ich deine Mutter eigentlich gestern fragen wollte. Emily schaut interessiert zu ihm auf und nimmt ihm mit der freien Hand das Eis weg. „Erzähl!“, fordert sie ihn auf. „Also..“, fängt Nikolas an und kramt in seiner Tasche, „Ich wollte dich, Ellen Bannenberg, fragen, ob du meine Frau werden willst.“
Er geht auf die Knie und öffnet die kleine Schachtel, die er aus seiner Jacke gezogen hat. Ein kleiner, silberner Ring kommt zum Vorschein und mir steigen Tränen in die Augen. Emily sieht mich mit einem breiten Grinsen an, als wollte sie sagen “Sag schon Ja Mama“ und genau das tue ich auch. „Ja Nikolas Heldt, ich möchte deine Frau werden“ Ich falle ihm um den Hals und küsse ihn.
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