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100 Filmzitate

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
31.07.2015
20.01.2016
9
18.585
 
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31.07.2015 2.320
 
„Ich hab ein ganz mieses Gefühl bei der Sache." Star Wars

Die junge Frau hatte ihre Sachen gepackt. Ihre Lieblingssachen waren in dem Rucksack verstaut und auch Essen und Trinken befand sich in Mengen in dem Gepäckstück. Sie verließ ihr prächtiges Zimmer mit all dem teuren Zeug. Sie schlich die Treppe runter
*Jetzt bloß kein Geräusch machen* dachte sie angestrengt. Vor einer der vielen Türen in dem prachtvollen Haus zögerte sie kurz, sollte sie…? Nein, sie schüttelte entschlossen den Kopf.
Hier hielt sie nichts mehr. Sie hatte dieses Leben nie gemocht, all den Luxus, ok, vielleicht hatte es doch ein paar Vorteile. Aber nein! Sie würde jetzt keinen Rückzieher mehr machen. Sie trat aus der Tür in die dunkle Nacht hinaus. Kein Mond spendete Licht, es war stockdunkel, die perfekte Nacht für ihr Vorhaben. Sie schritt durch den großen Garten, bis zum Tor. Vielleicht sollte sie doch das Auto nehmen… weiter käme sie so sicher… aber es wäre doch viel zu auffällig. Die Blondhaarige entschied sich dagegen und verließ nun schnellen Schrittes den großen Hof.
Zur Sicherheit prüfte sie noch mal nach und atmete erleichtert auf, als sie die Pistole an ihrer Hüfte ertastet. Sie war nicht der Ängstlich Typ, ganz und gar nicht, aber sie war hier in einer Großstand, um genauer zu sein in Los Angeles, und die Kriminalitätsrate war hier nicht gerade niedrig. Und als junge Frau, bei Nacht, war man hier doppelt, nein dreifach in Gefahr.
Schon hörte sie die ersten Schüsse, eine Schießerei, nichts ungewöhnliches hier, trotzdem machte es sie nervös. Die Schüsse kamen von rechts, also entschied sie sich nach links zugehen. Ein genaues Ziel hatte sie noch nicht. Sie wusste nur eins, sie musste ihre Eltern finden. Ihre wahren Eltern.  Eigentlich nichts schweres, man musste nur die richtigen Kontakte haben. Und genug Hinweise… Und das war das Problem. Bis auf eine Geburtsurkunde hatte sie nichts. Sie hatte ihre Pflegeeltern gefragt, aber die haben sofort abgeblockt, deshalb hat sie heimlich selbst gesucht. Aber sie fand nur die Urkunde. Wenn man den Schnipsel den sie in Händen hielt überhaupt noch Urkunde nennen konnte. Sie hatte mehrere Schnipsel in den Akten ihrer Pflegeeltern gefunden und die dann zusammen geklebt. Nun erkannte man nur noch mit viel Phantasie ihren Namen und das Krankenhaus, wo sie geboren wurde.
Daher, stand sie mit nichts als ein paar Lebenswichtigen Dingen, eine Menge Geld und einer Pistole vielleicht ein paar hundert Meter von einer Schießerei entfernt.

*~*~*~*~*

Der Mord machte ihn fertig. Er hatte ihn wieder mit einer unheimlichen Sicherheit und Präzision ausgeführt, doch zwangen ihn nun wieder die Schuldgefühle in die Knie. Den Mann den er gerade erschossen hatte, wollte aussteigen. Doch jeder wusste, es gab nur einen Weg, um die Mafia verlassen zu können und das ist zu sterben. Und genau das ist der Grund, warum er diese Jobs machte, warum er sich jedes Mal wieder quälte. Er wollte nicht sterben. Auch wenn er innerlich langsam zerbrach. Er hatte unglaubliche Angst. Vor jedem Mord ging er alles hundert Mal durch, so dass keine Möglichkeit bestand, dass er nur in die Nähe von Gefahr kam.
Er atmete einmal tief durch und richtete sich dann wieder auf. Die Pistole steckte er zurück in den Gürtel, dann ging er schnellen Schrittes davon. Er machte sich nicht die Mühe, die Leiche zu verstecken, das konnte die Polizei erledigen. Es war keine Seltenheit, dass hier Leichen auf offener Straße rumlagen, es wäre ein Wunder, wenn am Morgen keine auftauchen würde.
Der junge Mann seufzte leise, als das unscheinbare Gebäude mitten in L.A. in seine Sicht kam. Es war ein altes verlassenes Polizeirevier, der Keller wurde von der mächtigsten Mafia der Stadt als Hauptquartier genutzt. Er verfluchte sich dafür, dass er nicht den Mut aufbrachte und einfach verschwand. Er hatte das Gebäude schon fast erreicht, als ein wimmern neben ihn ertönte.
Er fuhr herum und sah an eine Hauswand gekauert ein Mädchen von vielleicht 17 Jahren. Sein Beschützerinstinkt meldete sich, wenn einer der Anderen das Mädchen entdeckte, war sie tot, also hockte er sich vorsichtig vor sie.
„Hey“ meinte er vorsichtig und streckte eine Hand nach der Rothaarigen aus. Das Mädchen guckte ihn erschrocken mit ihren leuchtendgrünen Augen an und drückte sich dann noch näher an die Wand.
*Was war wohl mit ihr passiert, das sie so verstört war* eigentlich konnte er es sich denken, auf den Straßen wimmelte es von Vergewaltigern.
„He, ich tu dir nichts, versprochen“ meinte er sanft, das Mädchen guckte ihn immer noch ängstlich an. Ihr Gesicht war voll mit blauen Flecken und verblassten Blutergüssen, sie zitterte stark.
Der Braunhaarige zog seine schwarze Jacke aus und legte sie dem Mädchen um, welches unter der Berührung deutlich zusammen zuckte.
„Kannst du mir sagen, wie du heißt?“ fragte der junge Mann vorsichtig „Ich bin Aiden“
„Mariam“ flüsterte sie kaum hörbar
„Ok, Mariam, hier kannst du nicht bleiben, kannst du mir sagen, wo du wohnst?
Das Mädchen schüttelte den Kopf „Ich… ich hab kein Zuhause“ Mariam fing an zu schluchzen.
Aiden dachte kurz nach… vielleiht sollte er heute den erforderlichen Mut aufbringen…vielleicht sollte er die Mafia heute verlassen. Für das Mädchen, was hier so hilflos vor ihm saß. Hier würde sie nur sterben, oder gleich von dem nächsten vergewaltig.
Das ließ sein Beschützerinstinkt allerdings nicht zu, also beschloss er dem Mädchen zu helfen und damit sehr wahrscheinlich sein Todesurteil zuschreiben.
„Komm mit, wir sollten hier Weg.“ Er half der immer noch zitternden Mariam auf die Füße. „Egal was passiert, bleib immer hinter mir und tu was ich sage. Wir liefen in südlicher Richtung. Der junge Mann hatte immer mehr die Hoffnung, dass sein Verschwinden noch niemanden Aufgefallen war, allerding hätte er schon vor einer Viertelstunde im Hauptquartier seien sollen. Die Hoffnung, dass es noch niemand bemerkt hatte, wurde aber kurzdarauf zerschlagen, als er wütende rufe hörte.
Er zog Mariam in eine der Gassen „Bleib hier und beweg dich nicht vom Fleck“ befahl er der 17 Jährigen, die unsicher nickte.
Aiden schätzte seine Überlebenschange ab, sie hang davon ab, wie viele Mafiosi hinter ihm her waren. Er konnte sie schon sehen, es waren fünf. Das war gut, einen erledigte er sofort, ein sicherer Schuss aus seinem Versteckt. Nur das war es dann auch. Ein Kugelhagel ging auf ihn nieder. Die Kugeln schlugen in die Hauswand neben ihn ein, getroffen wurde er nicht. Er winkte das Mädchen zu sich.
„Siehst du diese Mülltonnen dort, wir werden uns als nächstes da hinter verstecken, dann kann ich hoffentlich noch einen von ihnen Erschießen, währenddessen flüchtest du weiter hinter die Autos da vorne, warte dort auf mich.“
Aiden wartete nicht mal auf eine Antwort, da sprang er schon los und verschwand hinter den Mülltonnen. Er schaffte es tatsächlich einen seiner Angreifer auszuschalten, der Kugelhagel, verlagerte sich nun auf die Mülltonnen, hinter denen er kauerte. Die Mafiosi erwarteten keine weitere Person. Mariam nutzte diese Changs und kauerte sich wenige Sekunden später neben Aiden. Sie verweilte dort allerdings nicht lange und saß kurz darauf hinter einem Auto. Hinter ihr war eine dunkle Gasse, es war verlockend jetzt einfach zu verschwinden, doch sie wartet auf Aiden, der immer noch in einem Schussgefecht verwickelt war. Doch schon nach wenigen Momenten folgte er ihr hinter die Autos.
Aiden schätzte ihren nächsten Schritt ab, es gab nur eine Möglichkeit, und das war die Flucht durch die Gasse hinter ihnen, er hoffte, dass Mariam schnell genug war. Das Mädchen folgte seinem Blick und nickte entschlossen. Bevor Aiden überhaupt reagieren konnte, war Mariam schon los gerannt. Aiden holte sie schnell wieder ein. Mariam rannte um die Ecke, hinter ihr hörte sie die Schüsse, die hinter ihr zu Boden gingen. Sie achtete nicht auf ihre Umgebung und rannte ungebremst in eine Junge blonde Frau, zusammen gingen sie zu Boden. Die Blonde fluchte unter ihr und Mariam sah zu, dass sie wieder von ihr runter kam. Sie schaute sich nach Aiden um, der hatte sich wieder an der Hauswand positioniert und feuerte auf die Männer. Mariam verstand nicht, was die von Aiden wollten, er war doch so nett, ganz anders als der Mann, bei dem sie gelebt hatte… der ihre Schwester ermordet hatte. Sie fing beiden Gedanke an den Mann wieder an zu zittern und konnte nur mit Mühe ein Schluchzen unterdrücken. Erst als sie an gestupst wurde, nahm sie die blonde Frau wieder wahr
„Kann mir mal jemand erklären, was das hier soll? Und kannst du nicht aufpassen, wo du hin rennst?!“ zeterte sie und hatte ihre Pistole auf die Rothaarige gerichtet. Mariam sah sie nur mit großen Augen an und Aiden meldete sich zu Wort: „Hilf mir lieber, wenn du nicht verrecken willst“
Die Frau grummelte irgendwas, warf ihren Rucksack neben Mariam auf den Boden und feuerte nun auch in die Gasse.  
Nach wenigen Minuten, war es wieder toten still in der Gasse. „Und nun?“ fragte die Blonde

*~*~*~*~*

Zwei Stunden zuvor schlich sich ein weiteres Mädchen aus ihrem mickrigen Zimmer. Das Mädchen zitterte vor Angst. Wenn sie nicht aufpasste, wurde sie wider eingesperrt, doch würde vorher noch eine Tracht Prügel folgen. Ihr tat immer noch alles vom letzten mal weh und da hatte sie nur gefragt ob sie während des Unterrichts zur Toilette dürfte. Dabei hatte die Braunäugige nichts. Sie schlich durch die dunklen Gänge, ihr Herz raste. Gleich müsste sie an den Räumen der Betreuer vorbei und sie wusste, wenn nur eine Diele knarrte, war sie dran. Sie hatte schon von den vielen gescheiteten Fluchten der Andren gehört. Dadurch wusste sie auch, sobald sie die Tür öffnete, die nach draußen führte würde ein Alarm losgehen und dann hatte sie nur wenige Sekunden Zeit zum Tor zu kommen und drüber zu klettern.
Sie war nun bei der Haustür angekommen und Atmete einmal tief durch, bevor sie die Tür öffnete und los rannte. Noch nicht mal fünf Sekunden vergingen, da ging schon ein schriller Alam los. Der Weg, der zum Tor führte, war nur hundert Meter lang und schön dekoriert. Die Dekoration sollte den Leuten weißmachen, dass hier alle glücklich seien, wie in jedem der vielen Waisenhäusern, in denen das Mädchen schon war. In allen war sie geschlagen worden und nicht nur von den anderen Kindern, sondern auch von den Betreuern, nun hielt sie es einfach nicht mehr aus, sie musste einfach fliehen.
Das Tor hatte sie schon erreicht, hinter ihr wurde die Tür aufgerissen und mehrere Betreuer stürmten raus. Die Brauäugige hatte schon begonnen, den vier Meterhohen Zaun zu erklimmen. Sie war schon auf zwei Meter fünfzig Höhe angelangt, als die ersten Hände nach ihr griffen. Doch das Mädchen war schnell. Sie erklamm die letzten Meter und störte sich nicht an dem Stacheldraht, der ihr die Kleider und Haut aufriss, sie konnte immer nur daran denken, dass sie gleich fei war. Die Betreuer mühten sich damit ab, das schwere Tor aufzubekommen, nur dauerte das  immer zwei Minuten, damit die Kinder sahen, dass sie das nicht mal versuchen brauchten. Nun wurde gerade dass ihnen zum Verhängnis. Das Mädchen sprang die letzten zwei Meter auf den Boden, wirbelt herum und rannte. Rannte in die Stadt, rannte nach L.A. Nach wenigen Minuten folgten ihr Autos. Das war ihr bewusst gewesen, so warf sie sich sofort auf den Boden in einen Graben und rannte erst weiter, als sie nichts mehr hörte, dass musste sie mehrmals wiederholen bis sie die große Stadt erreichte. Es dauerte eine ganze Stunde, doch sie hatte es geschafft, sie war frei!
Gemächlich schlenderte sie durch die Stadt. In der Ferne hörte sie etwas knallen, dachte sich aber nichts dabei. Nach einer weiteren halben Stunde, sah sie eine blonde Frau mit einem Rucksack. Das Mädchen beschoss ihr zu folgen, vielleicht war die Frau ja auch auf der Flucht und konnte ihr helfen.
Die Braunhaarige folgte ihr, bis die Blonde erstarrte und eine Pistole zückte. Nun machte sich das Mädchen doch etwas sorgen, vielleicht war das doch nicht so eine gute Idee… Das Mädchen verwarf den Gedanken wieder und duckte sich hinter einem Müllcontainer, als die Frau sich hinter eine Mauerecke stellte und vorsichtig um die Ecke linste. In der Nähe waren Schüsse zu vernehmen, aber das Mädchen fühlte sich von ihrer Position aus recht sicher.
Schritte halten aus der Gasse und die blonde Frau sprang etwas erschrocken zurück, aber zu spät, schon war ein rothaariges Mädchen in sie reingerannt und beide lagen kurz darauf auf dem Boden. Ein Mann schoss mit seiner Pistole in die Gasse aus der er und das andere Mädchen gerade gekommen waren. Die Frau war schon lange wieder auf den Beinen, während die Rothaarige immer noch zitternd auf dem Boden saß. Die Frau stupste sie mit ihrer Waffe an und sagte etwas, bekam aber keine Antwort. Die Braunäugige beschloss sich den dreien zu nähern und stand nun einen Meter entfernt, als der Mann und die Frau, die bis eben beide in die Gasse geschossen hatte sich umdrehten und es toten still wurde.
„Und nun?“ fragte die Frau
Der Mann zuckte mit den Schultern „Also ich bin dank Mariam auf der Flucht vor der Mafia“ meinte er
Das Rothaarige Mädchen, Mariam sah ihn mit großen Verängstigten Augen an „Tut mir leid…“
„Kein Problem, ich hasse die Mafia“
„Ich hab einfach kein Bock mehr auf mein ach so tolles Leben“ meinte die Blonde
„Und ich“ meinte die Braunäugige, unvermittelt, so dass sich alle erschrocken zu ihr umdrehten „Bin aus meinem Waisenhaus geflohen“
„Wo kommst du denn her kleine?“ Fragte die Frau
„Bin dir gefolgt“
„Du bist mir gefolgt?!“
„Ok, da wir irgendwie ja alle mehr oder weniger auf der Flucht sind, schlag ich vor, wir schließen uns zusammen“ meinte der Mann und streckte die Hand aus „Ich bin Aiden“
„Mariam“ flüsterte die Rothaarige und rückte näher zu Aiden
Die Braunäugige lächelte, sie hatte nicht gedacht, dass sie so schnell Freunde finden würde „Lia“
„Oh man, ich hab ein ganz Mieses Gefühl bei der Sache“ meinte die Blonde, nahm aber dann doch Aidens Hand  „Sydney, aber bitte, nennt mich Syd“
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