4 gegen Z - Die Chaoswächter

GeschichteMystery / P6
30.07.2015
30.07.2015
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Nach ihrem Sieg über Zanrelot und Jona fanden sich die vier Wächter Hamburgs Millie, Finja, David und Jako wieder in ihrem Bootshaus ein und wollten den Sieg gerade mit einem Liedchen feiern, als ihre Tante Sophie hereinplatzte und das Gitarrenspiel Jakos unterband.
"Tante Sophie! Wir haben's geschafft, Zanrelot und Jona sind besiegt!", rief die kleine Millie aus, als alle vier ihre Tante bestürmten.
"ich hab's in meinen Knochen gespürt. Naja, also... da wo mal meine Knochen waren. Ich bin sehr stolz auf euch! Alle Wächter, die jemals gegen Zanrelot gekämpft haben, sind stolz auf euch!"
Sie machte eine kleine Pause und musterte ihre vier Schützlinge mit einem sanften Lächeln.
"Na dann zeigt mir mal die eingefrorenen Bösewichter!"
"Ja, genau! Wo hat du die eigentlich hingetan?", fragte Finja ihre jngere Schwester und durchsuchte deren Rucksack.
"Millie..?!"
Die Achtjährige grinste nur frech und stellte sich neben ihre geisterhafte Tante.
"An einen Ort, der total sicher ist!", verkündete sie und alle anwesenden lachten leise.

Irgendwo in Hamburg in einem Plunderladen wackelte ein kleiner Zauberstab, der direkt neben einer Schneekugel abgelegt worden war. Kurz leuchtete er auf, dann erlosch er und beide Gegenstände verschwanden in den Untiefen von Ramsch und Plunder in diesem kleinen Laden, der kaum Beachtung fand.....



In einer anderen Ecke Hamburgs rannte gerade ein Junge vor einem Ladendetektiv davon. Lauthals lachend und flink wie ein Wiesel suchte er sich seinen Weg durch die Straßen der Hansestadt. Er hängte seinen verfolger mit unsagbarer Leichtigkeit ab und kehrte dorthin zurück, wo er herkam: einem verlassenen Lagerhaus in der Nähe des Hafengeländes. Hier hatte er sich schon vor zwei Jahren mit seinem Bruder eingenistet, der ebenfalls in diesem Augenblick zurückkam. Die beiden gaben sich grinsend ein High-Five, als sie sich sahen und gemeinsam das Lagerhaus betraten.
Ihrer Ansicht nach hatten sie hier alles, was sie brauchten: Eine alte Couch, zwei alte Betten, sogar einen Fernseher hatten sie hier. Signal und Strom zapften sie einfach bei einem der Nachbargebäude ab.  
Ohne ein Wort zu sagen warfen sie sich auf die Couch und schalteten den Fernseher ein. Zu unterscheiden waren die beiden einzig und allein an ihren so unterschliedlichen Augen: Während der drei Minuten ältere von beiden das Blau rechts und das Braun links hatte, hatte sein identischer Bruder das Blau im linken  Auge und das Braun im rechten. Doch selbst dieser Unterschied half nicht dabei, sie auseinander zu halten. Man verwechselte sie einfach ständig.
Die beiden machten es sich gerade so richtig bequem, als sie es spürten: Ein Ruck ging durch ihre Körper, mal wieder. Dieses seltsame Gefühl hatten sie schon zweimal gehabt und nie hatten sie gewusst, warum. Doch dieses Mal war es anders.... Instinktiv wussten sie, was zu tun war. Daher sprangen sie synchron auf und verließen ihr Lagerhaus. ihr Gefühl fürhte sie beinahe durch die gesamte Stadt; die Strecke legten sie auf ihren Skateboards zurück, ohne große Zeichen von Erschöpfung. Und dann standen sie vor einem kleinen Laden, irgendwo im nirgendwo der Stadt. Sie wussten nicht, ob er geöffnet hatte und sie wussten auch nicht, was sie hier wollten. Ihr Gefühl aber gebot es ihnen, hinein zu gehen ud sich zumindest einmal umzusehen. Also stürmten sie durch die Tür und taten genau das, nur eben weniger mit ihren Augen als mehr mit den Händen. Der Ladenbesitzer war gerade mit einer anderen Kundin beschäftigt, irgendeine alte Schrulle, die sich für den Porzelanhintern eines Hundes zu interessieren schien. Daher bekam der mann auch nicht mit, wie die Jungs sich hier und da etwas in die Taschen schoben, was sie als wertvoll ansahen oder einfach haben wollten.
Dann stießen die beiden auf eine Schneekugel und einen Zauberstab, zumindest identifizierten sie letzteres als solches. Sie taten es als Kinderspielzeug ab, spielten selbst ein bisschen damit herum und als der Ladenbesitzer nun ihren Aufruhr beenden wollte, lachten sie nur lautstark, schnappten sich die Schneekugel und den Stab und verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren. Auf ihrem Weg nach draußen räumten sie noch einige Regale und Tische ab, nur um den Ladenbesitzer aufzuhalten und noch mehr Chaos anzurichten.
Mit der Kugel, dem Stab und einigen anderen Kleinigkeiten machten sie sich dann auf den Rückweg zu ihrem Lagerhaus, unwissend, was sie da gerade gefunden hatten.....
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