You'll be the end of me

von kuyami
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Ardy Taddl/Meatcake
29.07.2015
05.10.2015
11
61.329
39
Alle Kapitel
101 Reviews
Dieses Kapitel
21 Reviews
 
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29.07.2015 5.378
 
TiteFandom:Youtuber
Pairing:Ardy / Taddl
Rating:P18-Slash
Dank geht an Sammy-Chan und Ria, für all das Beta-Lesen, das Plotting und die inspirierenden Gespräche. Und vieles mehr, für das hier aber kein Platz ist <3

Anmerkungen: Eine komplett eigenständige neue Story, die sich an sehr vielen Ereignissen orientiert, die wirklich stattgefunden haben. Manche habe ich trotz besseren Wissens vertauscht oder einfach ein wenig mehr Zeit dazwischen geschoben. Man möge mir im Sinne des Storyverlaufs verzeihen. Aber ist hier ja eh nur Fiktion aus meiner Traumwelt, ne? ;)


Viel Spaß liebe Leser und haut gerne in die Tasten für eine Rückmeldung. Bei dieser Story bin ich ganz besonders gespannt darauf :)



Taddl drei, Luna ...




Eigentlich war doch alles ganz normal gewesen, ganz okay.
Aber fing nicht jede große Geschichte mit einem „eigentlich“ an? Zumindest hatte Taddl langsam das Gefühl, dass seine damit anfing.
Denn eigentlich, ja eigentlich war alles super gewesen. So, wie es war. Ardy und er. Beste Freunde. Köln. Eine Wohnung. Sie beide. So war doch wirklich alles super gewesen.

Sie hatten so viel Zeit miteinander verbracht, wie er es bisher mit noch niemanden getan hatte. Einfach, weil er keine andere Person so lange ertragen hatte. Doch bei Ardy war das anders. War es schon immer gewesen.
Und ihm hatte nie etwas gefehlt. Er war glücklich so. Sie hatten ihre Youtube-Kanäle, konnten sich davon einen Lebensstil finanzieren, von dem andere nur träumen konnten, wohnten mit guten Freunden im selben Haus und arbeiteten mit Marius an einer Platte, weil sie die fixe Idee gehabt hatten, zusammen Musik zu machen.
Sie drehten Videos, saßen zusammen im Studio, fuhren in den Urlaub, gingen gemeinsam essen. Und alles war irgendwie einfach nur perfekt. Dachte er. Doch scheinbar schien es Ardy an irgendetwas zu fehlen. Denn irgendwann kam Luna.

Und dann fing alles an.

Ardy war schon länger mit ihr befreundet, das wusste er. Und das war auch nicht das Problem. Er mochte sie wirklich gerne. Es machte Spaß, wenn sie zu dritt unterwegs waren.
Doch irgendwann... ja irgendwann hatte es angefangen weh zu tun.
Und er hatte einfach nicht verstanden wieso. Wo kam dieses unangenehme Ziehen in seinem Herzen plötzlich her, wenn Ardy ständig Luna zu irgendwelchen Treffen einlud und sie überall mit hin nahm? Wieso wurde es schlimmer, wenn er sah, wie sie zusammen lachten und sich stumm und nur durch Blicke verständigten? Er hatte es nicht verstanden, aber weh getan hatte es trotzdem.

Von Tag zu Tag hatte er beobachten können, wie die beiden sich immer weiter angenähert hatten, immer mehr Zeit miteinander verbracht hatten. Auch allein, ohne ihn.
Und das hatte weh getan.
Irgendwann war er so weit, dass er sich eingestand, dass er Angst hatte. Angst, dass Ardy in Luna einen besseren Freund fand, als in ihm. Dass er als bester Freund ersetzt werden würde. Und wenn er bei Abenden zu dritt beobachtete, wie gut die beiden harmonierten, kam ihm das leider gar nicht mehr so unwahrscheinlich vor.

Am meisten weh getan hatte es jedoch zu sehen, wie Ardys Hilfe-suchende Blicke irgendwann nicht mehr zu ihm glitten, sich nicht mehr von ihm die Bestätigung holten, dass das, was er gesagt hatte, das Richtige gewesen war. Sie glitten zu Luna. Immer und immer wieder. Und jedes Mal tat es mehr weh. Beschissen weh!

Aber irgendwie konnte er damit leben. Versuchte sich einzureden, dass es doch gar nicht so leicht sein würde, ihn einfach zu ersetzen, wenn sie sich eine Wohnung teilten und so viel Zeit miteinander verbrachten, wie es nur ging.
Und irgendwann hatte er sich auch damit abgefunden, dass Luna jetzt wohl einfach da war und nicht mehr ging.

Sich einzugestehen, dass er sich mit so rein gar nichts abgefunden hatte und dass es ihn innerlich auffraß die beiden zusammen zu sehen, dauerte wirklich sehr lange.
Er war nicht der Typ, der sich irgendetwas Gefühlsmäßiges gerne eingestand. Das war nicht seine Art. Weder seine ganz ehrliche, eigene Art und schon gar nicht die, die er nach außen hin verkörpern wollte.
Also hatte er all die Gefühle lange zurückgedrängt.

Lange, sehr lange und vermutlich viel zu lange hatte er seine Theorie aufrecht erhalten, dass er einfach nur Angst hatte, als bester Freund ersetzt zu werden. Aber sich einzugestehen, dass all die Gefühle, die ihn zu ersticken drohten, dazu einfach nicht passten, war eben nicht so einfach und nichts, was er gerne tat.

Aber dieses Ziehen in seinem Herzen, wann immer Ardy zusammen mit Luna lachte, die Wut, die in ihm hochkochte, wenn die beiden plötzlich wieder einen Insider hatten, mit dem er nichts anfangen konnte oder dieses ständige Verlangen, mit Ardy Zeit zu verbringen, waren einfach irgendwann nicht mehr so freundschaftlicher Natur.

Das dringende Bedürfnis, ihn an sich zu ziehen, seinen Körper mit Händen und Lippen zu erkunden und ihn bis zur Besinnungslosigkeit zu küssen, war dann das, was ihm den Rest gab und ihn immer mehr dazu drängte, sich doch endlich einzugestehen, was das eigentlich für Gefühle waren.
Und wieso er langsam aber sicher irgendwelche gewalttätigen Vorstellungen hegte, wann immer Luna in ihrer Wohnung auftauchte oder Ardy sie irgendwo mit hin schleppte.

Sich noch länger dagegen zu wehren brachte nichts und irgendwann hatte er sich eben doch eingestehen müssen, dass er sich in Ardy verliebt hatte. Auch, wenn das so überhaupt nicht zu ihm passte – versuchte er sich zumindest einzureden.

Er war ein aufgeschlossener und intelligenter junger Mann im 21. Jahrhundert und natürlich wusste er, dass es absolut in Ordnung war, schwul zu sein. Er hatte nur einfach nicht damit gerechnet, dass er es war. Oder irgendwann werden würde. Und so gar nicht in den Kram passte ihm, dass er sich ausgerechnet seinen besten Freund dafür ausgesucht hatte.

Aber sein beklopptes Herz interessierte es nicht, was ihm in den Kram passte und was nicht. Es schlug nur immer noch ein bisschen schneller, wenn Ardy ihm nahe kam und klopfte noch ein wenig aufgeregter, wenn sie sich anlächelten und sich dabei viel zu lange in die Augen sahen.
Als beste Freunde natürlich. Denn Ardy war nicht schwul.
Die nächste Erkenntnis, die er sich versuchte einzuprügeln. Doch auch hier mischte sich dieses dämliche Herz wieder ein und er fragte sich irgendwann ernsthaft, wessen bescheuerte Erfindung das bitte gewesen war.
Es klopfte zu heftig, wenn Ardy seine Nähe suchte oder wenn er irgendwelche zweideutigen Aussagen ihm gegenüber machte und am schlimmsten: es ließ ihn permanent hoffen. Wie einen verliebten Idioten aus irgendeinem Hollywoodstreifen, der seinem Objekt der Begierde nur lange genug hinterher laufen musste, damit es dann eben doch irgendwann ein Happy End gab.
Und er hasste es, sich einzugestehen, dass es für ihn und Ardy kein Happy End geben würde.

Wie denn auch? Denn nach all den inneren Monologen und seinen verzweifelten Versuchen, sich gegen seine Gefühle zu wehren, lag er jetzt doch hier auf der Couch. Neben seinem besten Freund, in den er ganz furchtbar verliebt war und der allein schon mit jedem Blick in seine Richtung sein Herz zum Stolpern brachte.
Doch noch etwas tat er, während er hier auf der Couch lag. Denn er versuchte all die Gedanken zu unterdrücken, in denen er die Frau umbrachte, in die sich sein bester Freund vermutlich gerade verliebte. Schöne Scheiße!

Hier lief einfach nichts nach Plan und er hatte absolut keine Ahnung, wie er aus dieser Miesere wieder raus kommen sollte.
Er konnte seine eigenen Gefühle nicht zurück schrauben, konnte sich nicht entlieben und konnte schon gar nicht dafür sorgen, dass Ardy sich nicht verliebte.

Alles war scheiße und er lachte trotzdem, damit ja keiner etwas merkte. Nicht Luna und schon gar nicht Ardy. Das würde das Chaos nur perfekt machen und ihm reichte es so schon.

Aber nein, alles war okay. Irgendwie okay und kaum auszuhalten. Trotzdem gab er vor, gerade die Zeit seines Lebens zu haben, als er die Whiskey-Flasche an Ardy weiter gab und über Lunas Witz lachte.
Nicht vom Kurs abkommen, einfach schwimmen schwimmen schwimmen... und aufhören, an dämliche Zitate aus Kinderfilmen zu denken.
Sich lieber darauf konzentrieren, Ardys Arm nicht zu lange zu halten, wenn er vorgab, sich vor Lachen daran festhalten zu müssen und seinen Blick nicht allzu lang auf seinen Augen ruhen zu lassen. Sonst machte sein Magen nur komische Dinge, sein Kopf spann die seltsamsten Gedanken und alles würde komisch werden.
Einfach weiter lachen und so tun, als wäre alles super. Vor allem die innere nagende Frage ignorieren, wie lange das noch so gehen sollte.

Wie meistens, wenn sie so zu dritt zusammen saßen, hing Luna die meiste Zeit an ihrem Handy und mischte sich nur gelegentlich in ihre Gespräche ein. Warum zum Teufel sie dann überhaupt unbedingt hier sein musste, fragte er lieber nur sich selbst.
Plötzlich hörte er von ihr ein
„Aaaaw, das ist so süß“ und wandte nur etwas widerwillig und doch leicht dankbar seinen Blick von Ardy ab, der gerade ganz konzentriert seine Whiskey-Cola-Mischung im Glas umher geschwenkt hatte.

Mit einem Lächeln zeigte sie ihnen ein Bild auf ihrem Handy, das er nur zu gut kannte. Es war schon furchtbar alt. Ardy und er hatten irgendein Video gedreht und schließlich hatte Taddl ihn einfach hochgehoben und auf seinen Armen gehalten.
Den Gedanken, dass er vielleicht damals schon mehr für Ardy empfunden hatte, ließ er erst gar nicht zu. Das kleine Lächeln, das sich auf sein Gesicht schlich, konnte er dagegen nicht unterdrücken.

Luna grinste ihn an und sein Blick wanderte mit ihrem zusammen zu Ardy, der... so gar nicht fröhlich aussah. Eine Zornesfalte hatte sich auf seiner Stirn gebildet und Taddl wusste genau, dass er jetzt wieder anfangen würde zu zicken. Dabei war es doch meist besser, wenn sie betrunken waren.
Aber gut, seine Zickereien kannte er ja schon. Nichts Neues. Und sie halfen leider auch nicht dabei, sich zu entlieben. So sehr er es auch versuchte.
Doch dieses Mal tröpfelten Ardys Worte durch seine Adern wie flüssiges Eis und er musste sich kurz schütteln, als sie sein Herz erreichen. Dort, wo es am meisten weh tat.

„Geh mir weg mit dieser Scheiße, hey!“, fluchte er jetzt vor sich hin und nahm einen großen Schluck aus seinem Glas.
„Hä? Wieso Scheiße?“, dachte er sich heimlich und Luna fragte es laut. Und irgendwie hatte er das Gefühl, gleich etwas zu hören, das er nicht hören wollte und das seinem verliebten Herzen einen schmerzhaften Knacks verpassen würde. Aber es blieb ihm nichts anderes übrig, als zuzuhören. Einfach weglaufen war ja auch keine Option.

„Ach, dieser ganze Tardy-Scheißdreck, ich kann's echt nicht mehr sehen!“
Wütend warf Ardy das Sofakissen, das er gehalten hatte, neben sich und nahm wieder einen großen Schluck Whiskey.
„Was ist daran denn schlimm?“, fragte Luna jetzt sichtlich irritiert und Taddl war ihr dankbar. So musste er nicht fragen. Weil er sich gerade wirklich nicht vertraute und nicht wusste, was er sagen würde.
„Hallo? Tardy?“
„Und?“, hörte Taddl sich jetzt doch selbst fragen und hätte sich am liebsten geohrfeigt. Ausgerechnet bei diesem Thema seinen Mund aufzumachen war nicht gut.
„Falls du's noch nicht gemerkt hast... wir sind kein Paar!“, knallte Ardy ihm jetzt mit einem wütenden Blitzen in seinen Augen hin und er schluckte erst mal.
„Ja... stell dir vor, das weiß ich“, war seine Antwort, die etwas zu spät kam und die das leider lieber verschwieg. Aber Ardy schien nichts bemerkt zu haben oder zumindest reagierte er nicht darauf, er sprach nur einfach weiter:

„Ja, also! Dann sollen die ganzen Kinder doch endlich aufhören, uns auf solchen Seiten zu markieren, verdammt. Das ist doch scheiße! Wie kommt das denn rüber?“
Er hatte noch Ardys aufgebrachte Worte gehört, hatte mitbekommen, dass Luna etwas geantwortet hatte aber war dann doch lieber aufgestanden und ins Bad gegangen. Sicherheitsabstand zwischen sie beide bringen.

Eigentlich war es keine große Sache, wenn man in der Öffentlichkeit stand und sich über Gerüchte aufregte. Es war genauso normal wie die Gerüchte selbst und Taddl hatte schon sehr oft mitbekommen, wie Ardy sich über dieses oder jenes echauffiert hatte. Aber das gerade... war der unangenehme Schlag in die Magengrube gewesen, der dafür sorgte, dass er jetzt erstmal versuchen musste, tief durch zu atmen und nur nicht zu viel hinein zu interpretieren.

Wobei... wenn er ehrlich war, gab es da nicht viel zu interpretieren. Ardy hatte klipp und klar gesagt, dass ihn die „Tardy-Scheiße“ nervte... Tardy... das waren sie beide, als Paar. Wenn es ihn jetzt schon nervte, wenn sie nur von irgendwelchen Fangirlies auf gemeinsamen Bildern markiert und so genannt wurden, dann konnte er den letzten Rest Hoffnung auch gleich begraben. Würde vermutlich wesentlich weniger schmerzhaft werden.  

Aber gerade ließ er noch einen kurzen Moment zu, dass es weh tat. Denn bisher hatten sie, wenn sie überhaupt über das Thema gesprochen hatten, eigentlich nur ein paar Witze darüber gemacht. Hatten sich gegenseitig lustige Vermutungen vorgelesen, wie die Fans aus den kleinsten Informations-Fetzen ableiten wollten, dass sie beide eine Beziehung führten und es war lustig gewesen. Im Grunde war es nicht nur lustig gewesen, sie hatten auch damit gespielt. Hatten genau gewusst, was sie mit bestimmten Äußerungen anrichten würden und hatten sie trotzdem gebracht. Weil es Spaß gemacht hatte.

Doch gerade eben war es das erste Mal gewesen, dass sie darüber mit einem negativen Unterton gesprochen hatten und dieser ekelhaft bittere Geschmack in seinem Mund, der sich dabei ausgebreitet hatte, gefiel ihm gar nicht. Also schluckte er ihn schnell runter und lächelte sich selbst im Spiegel zu – auf vier verschiedene Arten. Schließlich wollte er mit dem coolsten und abgebrühtesten Lächeln wieder zurück ins Wohnzimmer zu den anderen gehen. Um zu zeigen, dass er gerade die Zeit seines Lebens hatte. Auch, wenn er sich eigentlich ganz furchtbar fühlte.



Eigentlich wollte er es nicht zugeben, es sich nicht eingestehen. Doch da war es schon wieder, dieses verfluchte „eigentlich“, das alles veränderte. Denn er musste es sich eingestehen, schließlich war es nicht zu übersehen.
Seit ihrem Gespräch und seit Ardy sich so vehement gewehrt hatte gegen alles, was den Schriftzug 'Tardy' trug, hatte sich etwas zwischen ihnen verändert. Vielleicht hatte auch einfach nur er sich etwas geändert, so genau konnte er das nicht sagen.
Vielleicht fühlte es sich auch nur anders an und eigentlich hatte sich gar nichts geändert. Aber da es da eben doch wieder war, das blöde eigentlich hatte sich wohl doch alles verändert.

Irgendwie achtete er mittlerweile darauf, wie und ob und wie lange und wie oft sie sich berührten und das machte alles, jeglichen Kontakt furchtbar steif.
Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als er merkte, dass es durchaus Unterschiede gab in der Art, wie Ardy mit ihm umging. Und die hingen, so seltsam und so wenig verständlich und logisch es für ihn auch war, mit Luna zusammen.

War sie dabei verliefen zwar ihre Gespräche ganz normal, aber Ardy kam ihm nicht so nahe. Saß meist nicht Mal neben ihm, sondern neben Luna. Seine Blicke, wenn er Bestätigung suchte, huschten zu Luna und nicht zu ihm. Wenn er sich nicht sicher war, was er essen sollte, fragte er Luna und nicht ihn. Und Körperkontakt war da meist sowieso komplett ausgeschlossen.

Doch wenn Luna nicht da, war es ganz anders. Dann war Ardy ganz der Alte und genauso anhänglich wie immer. Er saß neben ihm, sie berührten sich und Ardy rutschte auf der Couch so gefährlich nahe zu ihm, dass nicht mehr viel fehlte, bis sie sich berührten. Und Berührungen waren im Moment fast zu viel für Taddl. Weil er ständig versuchen musste, sich zurück zu halten. Nicht zu sehr auf Tuchfühlung gehen, ihn nicht zu lange festhalten, ihn nicht zu lange ansehen, schon gar nicht auf seine Lippen starren und egal was er tat: sich bloß nicht verraten.

Er versuchte sich einzureden, dass das ganz leicht war. War doch schließlich gar kein Problem, sich einfach wieder so zu verhalten wie damals, als sie nur beste Freunde gewesen waren – ohne diese blöden Gefühle.

Doch genau die machten ihm jetzt einen Strich durch die Rechnung. Sie sorgten dafür, dass er eben nicht mehr blöd mit Ardy scherzen und ihn dabei in einen Schwitzkasten ziehen konnte, ohne dabei sofort im Kopf zu haben, wie gut sich Ardys Kopf doch auf Höhe seines Schrittes machen würde. Er konnte Ardy nicht mehr ganz normal dabei zusehen, wie er aß, weil er dabei ständig auf seine Lippen starrte, auf die perfekte Kontur seiner Oberlippe, und sich ständig fragte, wie wunderbar sie sich doch wohl auf seinen eigenen fühlen würden. Oder auf seinem Hals, seinem Bauch... Und dann keinen Ständer zu kriegen war eine Kunst für sich.

Also waren ihre Tage zu zweit wundervoll und ganz genau das, was er wollte. Und doch waren sie so unglaublich anstrengend. Er musste den ganzen Tag aufpassen, was er sagte, wie er sich verhielt, wie sehr er Ardy anstarrte. Und ständig musste er sich bemühen, seine Erregung zu verbergen, die er erst nachts allein in seinem Bett ausleben konnte. In Gedanken nur bei Ardy, der ganz unschuldig in seinem eigenen Bett lag und mit Sicherheit keine Ahnung hatte, in was für dreckigen Fantasien er gerade die Hauptrolle spielte.

Die Tage zu zweit waren also das Beste und Schlimmste, das ihm passieren sollte. Und doch genoss er sie in vollen Zügen. Genoss sie so sehr, dass er komplett ignorierte, dass Ardy Luna zur anstehenden Buchmesse in Leipzig mitschleppen wollte.
Denn er verstand es nicht. Es lief so gut zwischen ihnen, wozu musste er sie denn dann dabei haben? Um sich zu verlieben? Verdammte Scheiße, das sollte er wirklich bleiben lassen, schließlich passte er sowieso viel besser zu Taddl.

Und doch war er wieder feige, so furchtbar feige, als Ardy ihn bat, doch für drei Personen ihre Zugfahrt und das Hotel zu buchen. Und wenn Ardy ihn so ansah, dann konnte er einfach nicht anders.
Er konnte nicht anders und buchte in seinem verliebten Kopf ein Einzel- und ein Doppelzimmer in der Vorstellung, sich dann endlich Mal wieder mit ihm ein Bett teilen zu können, ohne eine bescheuerte Ausrede dafür finden zu müssen.
Vielleicht konnte er dann sehen, wie Ardy neben ihm friedlich einschlief und am nächsten Morgen würde Taddl das erste sein, was er sah, wenn er aufwachte.
Und dann? Was sollte dann passieren? Er würde sich sicherlich nicht auch in ihn verlieben, nur weil er neben ihm aufwachte. Heilige Scheiße, das musste aufhören.

Doch egal, wie sehr er sich das selbst sagte, dass er damit aufhören musste, dass er seine Gefühle zurückschrauben musste, dass das doch alles nichts brachte, es änderte sich nichts.
Er stand trotzdem mit verliebt-vernebeltem Kopf am Bahnsteig und grinste dümmlich vor sich hin, als er Ardy so herzhaft zum Lachen brachte, dass der sich leicht gegen ihn lehnte, um nicht umzufallen.
Im Zug wurde er dann nur noch mehr bestätigt, als Ardy sich auf den freien Platz neben ihm und nicht auf den neben Luna setzte und irgendwie versuchte er sich wieder einmal etwas klar zu machen: dass das hier kein Wettkampf zwischen Luna und ihm war, bei dem Ardy der Preis war.
Und trotzdem freute er sich jedes Mal über so bescheuerte Kleinigkeiten, als wäre er dem Sieg gerade ein wenig näher gekommen.

Er wurde erst wieder in der Sekunde in die Realität zurück geholt, in der ihm klar wurde, wie bescheuert es war, diese Hoffnungsfunken anzustacheln, als sie im Hotel ankamen und er mit den Schlüsselkarten für die beiden Zimmer zu Ardy und Luna ging. Denn da erklärte Ardy ihm, dass er ja bestimmt seine Ruhe haben wollte und dass er wusste, dass er lieber gerne allein schlief. Dann schnappte er sich die Karte für das Doppelzimmer und zog Luna mit sich.
Und Taddl stand bedröppelt im Hotelflur mit der Karte fürs Einzelzimmer in der Hand und einer Menge geplatzter Träume und Hoffnungen im Kopf.

Mit einem Seufzen und der Frage, wieso er sich diesen hoffnungslosen verliebten Gedanken immer wieder hingab, betrat er schließlich sein Zimmer für die kommende Nacht. Einzelzimmer. Perfekt. Und er hatte schon davon geträumt, Ardy dann wenigstens ganz gruselig im Schlaf heimlich etwas beobachten zu können.

Zuerst stellte er seinen Rucksack neben dem Bett ab, warf sich dann kurz testend auf die Matratze und inspizierte den Rest des Zimmers. Es war wirklich nicht schlecht und auch recht schick. Aber gut, wem machte er hier etwas vor, das hatte er ja schließlich auch selbst ausgesucht. Natürlich war es gut. An sich selbst zweifelte er wirklich noch am wenigsten. Wobei... an seinem gesunden Menschenverstand und seiner Fähigkeit, rationale Entscheidungen zu treffen haperte es in letzter Zeit, dank Ardy. etwas. Aber er war Taddl, das würde er schon wieder hinkriegen.

Gerade, als er den Fernseher testete und schon mal auscheckte, womit er sich heute Nacht von dem Gedanken ablenken konnte, dass Ardy ein paar Zimmer weiter vermutlich gerade Luna vögelte, vibrierte das Handy in seiner Hosentasche. WhatsApp von Ardy.

Und schon wieder huschte sofort ein breites Grinsen auf sein Gesicht, als er die Frage las, ob sie sich nach einer Dusche nicht in der Lobby treffen wollten, damit sie Essen und danach vielleicht noch etwas Trinken gehen konnten. Perfekt.

Dann konnte er sich unter der Dusche noch seiner Erregung und ein paar schmutziger Gedanken, in denen Ardy vor ihm auf dem Boden kniete oder mit herausgestrecktem Arsch auf dem Bett auf ihn wartete, entledigen und würde sich den Rest des Abends vielleicht etwas vernünftiger und weniger schwanzgesteuert verhalten. Wobei er wirklich nicht so viele Probleme hätte, wenn es nur sein Schwanz wäre, der in Ardys Richtung zeigte. Viel mehr war es ja sein Herz, das sich nach ihm verzehrte und wie er mit dem umgehen sollte, wusste er noch nicht so ganz.
Aber das würde er schon noch rausfinden. Er musste es herausfinden. Etwas anderes blieb ihm auch nicht übrig.

Doch hatte er unter der Dusche seine Gedanken noch ordnen und sich klar machen können, dass es absoluter Schwachsinn war, sich Hoffnungen auf Ardy zu machen, so wurde er nach ihrem gemeinsamen Essen auf eine harte Probe gestellt. Abermals.
Sie waren noch weiter gezogen und irgendwie hatte er den Eindruck, dass Ardy noch nicht wieder ins Hotel zurück wollte. Zumindest lehnte er jeden Vorschlag von Luna ab, die auf diese oder jene Cocktailbar in der Nähe hinwies und nahm dann erst irgendwann Taddls Vorschlag an, nachdem sie schon eine halbe Stunde herumgelaufen waren.
Und schon klopfte er sich innerlich wieder auf die Schulter, als wäre das hier ein verdammter Wettkampf und er hätte gerade einen Punkt auf seinem Konto einsacken können.

Taddl eins, Luna null.

Es dauerte auch nicht lange, da waren sie schon recht angeheitert. Und wenn es Taddl wirklich interessiert hätte, dann hätte er gesagt, dass Ardy sich Luna gegenüber gerade ziemlich scheiße verhielt. Aber wenn er ehrlich war, dann interessierte es ihn eigentlich überhaupt nicht, stachelte nur ganz leise wieder diese scheiß Hoffnungsflammen an.

Aber im Grunde war das hier ihr Abend. Ardy und Taddl. Taddl und Ardy. Sie brauchten niemand anderen.
Sie sprachen über die neuesten Games, redeten über die Texte, die sie ausgearbeitet hatten und vielleicht kam es ihm nur so vor, aber irgendwie packte Ardy gerade ganz besonders viele Insider-Witze aus, die Luna nicht kannte. Und so saß sie zwar dabei und lachte manchmal mit, aber viel verstehen konnte sie eigentlich gar nicht.
Unruhig an Ardys Ärmel zupfen konnte sie dagegen schon. Und Ardy war gut darin, sie zu ignorieren und Taddl verlieh sich innerlich fast selbst eine Medaille weil er es schaffte, nicht allzu selbstgefällig zu grinsen, während er die beiden beobachtete.

Als Luna dann irgendwann zu Ardy meinte:
„Wollen wir nicht wieder ins Hotel? Ich werd langsam echt müde!“
Da war Taddl vollkommen klar, was sie damit eigentlich ausdrücken und erreichen wollte: die Zeichen standen auf Sex. Doch Ardy hisste die Flagge des Desinteresses und zuckte nur mit den Schultern, beachtete sie gar nicht wirklich. Grinste stattdessen über sein Cocktailglas hinweg noch einmal breit Taddl an, ehe er dann genervt in seine Jackentasche griff und die Zimmerkarte hervor holte.
„Hier, kannst ja schon Mal vorgehen. Ich klopf dann, wenn wir zurück sind.“
Luna sah ihn empört an und Taddl malte in seinem Kopf einen zweiten breiten Strich auf sein Punktekonto.

Taddl zwei, Luna null.

So konnte es weiter gehen. Wenn es ein Wettkampf wäre... eigentlich wollte er sich ja einreden, dass es keiner war. Aber bei dem gehässigen Blick, den Luna ihm jetzt noch über die Schulter zu warf, während sie zum Tresen ging, um dort ihre Getränke zu zahlen, fragte er sich schon, ob das hier nicht vielleicht sogar ein Wettstreit war, bei dem sich beide Teilnehmer bewusst waren, wer hier gerade sein Punktekonto füllte und wer verdammt leer ausging.

Ardy beachtete Luna überhaupt nicht mehr, sondern schnappte sich nur Taddls Cocktail, um den zu probieren und ihn wieder so dämlich anzugrinsen. Und Taddl grinste zurück und merkte, wie es langsam immer hoffnungsloser um ihn stand.
Dass Ardy nicht gerade der Typ mit den größten Manieren war, das wusste er schon. Er hatte schließlich schon oft genug mit ihm zusammen gegessen oder Sonstiges. Aber dass er eine Frau allein durch die nächtlichen Straßen einer fremden Stadt laufen ließ, um hier mit seinem besten Kumpel seinen Spaß zu haben, das... störte ihn auch nicht annähernd so sehr, wie es vielleicht sollte.

Und als Ardy immer wieder über den Tisch griff, um seinen Cocktail zu stibitzen, kurz am Kragen seines Shirts zu zupfen oder ihm beim Lachen auf den Unterarm zu klopfen, da störte es ihn noch weniger.
Im Hinterkopf hatte er zwar immer noch irgendwie Luna und er konnte es leider nicht abstellen, dass er sich trotz allem etwas Sorgen um sie machte. Aber als Ardy dann irgendwann einen kurzen Blick auf sein Handy warf und immer noch ganz desinteressiert verkündete, dass Luna gut im Hotel angekommen sei, da interessierte es ihn auch schon wieder nicht mehr.

Er schaffte es sogar sehr erfolgreich zu ignorieren, dass die beiden immer noch genügend Zeit für Sex hatten, sobald Ardy und er im Hotel zurück waren. Denn das war nun wirklich nichts, das seinen verliebt-vernebelten Kopf interessierte. So ganz und gar nicht. Schließlich hatte sein dämliches Herz da auch noch ein Wörtchen mitzureden, was in seinem Kopf so los war.
Und er da sich neuerdings scheinbar auf diesen Muskel Ardys Name tätowiert hatte, war der Kurs seines Herzens ganz eindeutig.


Viel später waren sie dann genug angeheitert und Taddl holte irgendwann die Vernunft wieder ein, die ihm sagte, dass es vielleicht gar nicht so schlecht war, mit ein wenig Restalkohol zu dieser dämlichen Buchmesse und anschließenden Signierstunde zu gehen, um das ganze unnötige Gekreische leichter zu ertragen. Aber den ganzen 12- und 13-Jährigen mit einer Fahne wie drei Schnapsläden gegenüber zu treten, musste nun auch wieder nicht sein.
Deswegen haute er irgendwann Ardy an und konnte ihn davon überzeugen, dass es vielleicht doch besser wäre, jetzt ins Hotel zurück zu gehen.
So schwer es ihm auch fiel. Denn er wusste ja, was sie beide dort erwartete. Ihn sein dämliches Einzelzimmer und Ardy...

Aber vorerst kam er noch nicht dazu, sich darüber Gedanken zu machen. Denn noch hatte er genug damit zu tun, dass sie einigermaßen unbeschadet durch die Straßen kamen. Da sie beide nicht mehr ganz so gerade laufen konnten, war es vielleicht nicht die beste Idee gewesen, eng umschlungen durch Leipzigs Straßen zu torkeln, doch sein aufgeregt klopfendes Herz dankte es ihm bei jeder Unebenheit, über die Ardy stolperte und sich deswegen nur noch ein wenig fester in seine Jacke krallte.

Ansonsten hätte er ihn vielleicht schon blöd von der Seite angemacht, dass er seine 300-Euro-Jacke nicht kaputt machen sollte, wo er sie schon endlich durch den Zoll bekommen hatte, doch jetzt... versagte sein Mund komplett. War zu trocken, zu nass und sehnte sich einfach nur nach der Berührung von Ardys Lippen.
Doch Ardy redete genug für sie beide und er hörte ihm zu, ganz furchtbar fasziniert und stolperte dabei selbst über Bordsteine und Müll, der auf der Straße lag. Nicht, weil er so betrunken war, sondern einfach nur, weil er seine Augen nicht abwenden konnte. Von diesem dämlichen Typen da neben ihm, der ihn so aus der Bahn warf.
Dabei mochte er es so gar nicht, wenn man ihn aus der Bahn warf. Aber bei Ardy... naja, es war eh zu spät um sich darüber Gedanken zu machen.

Und als sie immer noch eng umschlungen durch den Hotelflur stolperten und Ardys heißer und alkoholgeschwängerter Atem seinen Nacken streifte, als er ihn fragte:
„Welche Zimmernummer hast du?“
Da setzte sowieso alles in ihm aus und er machte sich schon mal daran, auf seinem Punktekonto den dritten Strich zu ziehen. Die Alarmglocken im Hintergrund ignorierte er gekonnt, während er „107“ nuschelte und Ardy an der Hüfte nur noch etwas fester an sich zog.

Als sie an der nächsten Ecke fast mit einem anderen Hotelgast zusammen gestoßen wären, kicherte Ardy furchtbar dämlich gegen seinen Hals und seine Knie wurden ganz furchtbar weich.

Bei seinem Zimmer angekommen wurde dann jeglicher Gedanke aus seinem Kopf gefegt, als Ardy ihn plötzlich gegen die Wand neben seiner Zimmertür presste und ganz dicht vor ihm stehen blieb.

Er grinste ihn an, Taddl grinste zurück und in seinem Magen feierte sein Abendessen Party.
Ardy kam ihm immer näher, presste sich immer mehr an ihn und flüsterte dann fast:
„Soll ich noch mit zu dir kommen?“
und klang dabei plötzlich so gar nicht mehr betrunken.

Ding ding ding. Jackpot! Taddl drei, Luna null.

Doch auch Taddl fühlte sich trotz auftretendem Glücksgefühl plötzlich sehr nüchtern und schluckte und schluckte, aber sein Mund war staubtrocken. Deswegen lachte er nur nervös auf und hoffte, dass Ardy das als Antwort ansah. Anders konnte er jetzt auch wirklich nicht antworten.

Stattdessen schien sein Gehirn sich komplett zu verabschieden, denn er lehnte sich langsam nach vorne und streifte fast schon Ardys Lippen, als dieser den Kopf zur Seite drehte.
„Sorry... bin total betrunken“, nuschelte der und stolperte jetzt einige Schritte zurück, fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht.  

Taddl vergrub nervös seine Hände in den Jackentaschen, damit er auch etwas zu tun hatte und sie nicht in Ardys Haare schob, um ihn wieder so nah an sich zu ziehen, wie er gerade eben noch gewesen war. Und so nah, wie er ihn jetzt eigentlich haben wollte. Wobei... vielleicht noch ein Stückchen näher.

„Ja, ich auch“, krächzte er jetzt und klang irgendwie so gar nicht nach ihm. Aber er musste versuchen, hier so beiläufig wie möglich zu reagieren.

Was hatte er sich denn auch gedacht? Dass ein bisschen Alkohol ausreichte, um Ardy klar zu machen, dass er ja doch unsterblich in ihn verliebt war? Bullshit. Absoluter Bullshit! Was war nur mit ihm los, dass er solche Gedanken überhaupt in seinen Kopf ließ? Ardy war betrunken und er hätte das hier beinahe auch noch schamlos ausgenutzt – und dabei verdammt viel Spaß gehabt. Aber das war jetzt egal, denn Ardy ging noch ein Stück zurück und sah ihn jetzt irgendwie verschreckt an.

„Ich... geh dann Mal...zu Luna“, stammelte Ardy und lief los, ohne ihn noch eines Blickes zu würdigen.
„Ruf morgen an, wenn wir aufstehen müssen, ja?“, rief er ihm noch über die Schulter zu, bevor er um die nächste Ecke verschwand.

Und Taddl stand da und versuchte mit leicht zitternden Händen sein Zimmer aufzusperren und bloß nicht nachzudenken. Kopf ausschalten, tief durchatmen. Zumindest bis er die Tür hinter sich geschlossen hatte.
Dann konnte er ruhig ein lautes
„Scheiße!“
vor sich hin fluchen und einmal kurz gegen die Wand schlagen.

Was hatte er sich nur dabei gedacht? Das fragte er sich immer wieder und fand keine Antwort darauf. Außer die, dass er sich mittlerweile schon viel zu sehr eingeredet hatte, dass Ardy ja doch vielleicht irgendwie Interesse an ihm haben könnte. Und das hatte er jetzt so weit getrieben, dass er ihn gerade fast geküsst hätte?
Seufzend zog er sich seine Schlafklamotten über und schaltete den Fernseher an. Einfach nur, damit ihn vielleicht wenigstens irgendetwas von der absoluten Dummheit, die er fast begangen hätte, ablenkte.

Während er etwas abwesend noch auf Instagram, Twitter und Tumblr checkte, ob sie heute nicht vielleicht zufällig von irgendwelchen Zuschauern bei ihren Eskapaden beobachtet worden waren – man konnte schließlich nie wissen – wanderten seine Gedanken wieder zu Ardy.

Der so ganz dicht vor ihm gestanden hatte. Der ihn überhaupt erst an die Wand gedrückt hatte.
Und der ihn dann mit den Worten hatte stehen lassen, dass er jetzt zu Luna ging. Vermutlich, um mit ihr zu schlafen.

Taddl drei, Luna … tausend.
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