Ein hoffnungsloser Fall

von -SaeJin-
MitmachgeschichteHumor, Romanze / P16
27.07.2015
28.11.2015
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20.548
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01.08.2015 4.409
 
Annyeong :)

Als erstes Mal vielen Dank für die vielen Favoriteneinträge und die 4 Empfehlungen *^*
Und natürlich auch für die Reviews, auch wenn sie von den OPs gelöscht wurden :D
Wir hatten ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es gleich so gut ankommen wird ^^
Deswegen waren wir so motiviert, dass wir gleich ein Kapitel geschrieben haben in welchem ihr die Jungs, wie sie in unserer Geschichte drauf sind, etwas besser kennen lernt ^^
Dank der Motivation ist das Kapitel echt lang geworden ;) (haha, und weil wird so inspiriert sind ^^)
Kapitel mit den Mädchen werden erst kommen sobald alle Pairings besetzt und die Anmeldung geschlossen ist :D
An alle die noch keinen Steckbrief eingesendet haben: Die nächsten Tage sind vermutlich die letzten Chancen dazu :D
Okay, dann wollen wir euch mal nicht länger vom Lesen abhalten ^^

Liebe Grüße,
SaeJin und bluebird :)

P.S. Das Kapitel ist von uns beiden ^^ Ihr dürft gerne raten wer was geschrieben hat ^^

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Am nächsten Morgen fanden sich die elf Jungen noch vor dem Frühstück zur Lagebesprechung in einem der zahlreichen Wohnzimmer ein. Es war äußerst modern eingerichtet: große Fenster, weiße Sofas und eine Sitzgruppe vor einem riesigen Flachbildfernseher verhalfen zu einer angenehmen, entspannten Atmosphäre.
Die neuen Bewohner machten es sich erst einmal in dem großen Raum bequem. Schon an der Art, wie sie das taten, konnte man etwas über sie lernen: Manche setzten sich brav auf den Boden oder nahmen sich einen Stuhl, doch die meisten fläzten sich einfach auf das nächstbeste Sofa oder ließen sich in einen der knautschigen Sessel fallen. Die Sofaplätze schienen sehr begehrt zu sein, denn nach kurzer Zeit befanden sich dort nur noch verworrene Knäuel aus Armen, Beinen und dem ein oder anderen Kopf.
„Kai“, knurrte jemand, „nimm gefälligst dein Knie aus meinem Gesicht! Weißt du überhaupt, wie spitz das ist?!“
„Ich würde ja gerne, aber leider bin ich im Moment zu sehr damit beschäftigt, Chanyeols Hand von meinem Hals weg zu bekommen, also... Yah! Park Chanyeol! Du erwürgst mich!!“
„Das bin nicht ich!“, protestierte der Angesprochene und versuchte vergeblich, sich aus dem Haufen zu befreien. „Tao drückt mit seinem Käsefuß gegen meine Hand, ich kann nichts dafür!“
„Du bist das also, Tao! Dann beschwer dich nicht über meine wohlgeformten Knie, ich ersticke hier fast wegen dir!“, fauchte der Junge namens Kai im selben Moment, in dem Tao sich beschwerte: „Yah, Chanyeol Hyung! Ich habe keine Käsefüße!“
„Darüber müssen wir auch noch reden, Kai“, ächzte Chanyeol. „Ich bin immer noch dein Hyung, also benimm dich gefälligst auch so! Sogar Tao benutzt die Höflichkeitsform.“
„Da muss ich Chanyeol ausnahmsweise mal Recht geben“, mischte sich ein weiterer Junge ein, der die anderen bis jetzt nur leicht angenervt beobachtet hatte. „Habe ich dich etwa schlecht erzogen, Kai?“
„N- nein, D.O“, antwortete Kai zur allgemeinen Überraschung kleinlaut. „Tut mir leid, Chanyeol Hyung.“
„Ja, ja, was würden wir nur ohne unsere Eomma machen“, kommentierte der junge Mann neben D.O grinsend und sah dem Kleineren frech ins Gesicht.
Beinahe augenblicklich legte sich eine bedrohliche Stille über den Raum, nur durchbrochen vom leisen Keuchen der drei Jungen, die immer noch versuchten, das Knäuel aus Gliedmaßen zu lösen.
D.O wandte sich dem Sprecher zu. „Hast du etwas gesagt, Baekhyun?“, fragte er sanft und mit einem leichte Lächeln auf den vollen Lippen.
Baekhyun spürte, wie sich die feinen Härchen auf seinen Unterarmen bei diesem Lächeln aufstellten. „Wer, ich?“, fragte er gespielt überrascht mit Unschuldsmiene. „Oh nein, da musst du dich verhört haben, D.O-sshi. Ich war die ganze Zeit ruhig.“
„’D.O-sshi’?“, murmelte jemand. „Seit wann benutzt Bacon Höflichkeitsformen?“
„Das musst ja gerade du sagen, Sehun“, erwiderte D.O kühl, schenkte dem Maknae allerdings sonst keine Beachtung, sondern trat auf den verworrenen Haufen auf dem Sofa zu. Sobald er sich von Baekhyun und Sehun abgewandt hatte, stießen diese hörbar erleichtert den Atem aus. „Xiumin Hyung, würdest du mir bitte kurz helfen?“
Ein kleiner, braunhaariger Junge sah überrascht auf, erhob sich aber sofort und stellte sich neben D.O.
„Was hast du vor?“, fragte er den Jüngeren neugierig mit Blick auf die verknoteten Arme und Beine der anderen Jungs.
„Ganz einfach“, erwiderte D.O und griff wahllos nach einem Knöchel, „auf drei ziehen wir.“
Ein erschrockenes Stöhnen erklang von irgendwo aus dem Haufen. Dann hörte man Chanyeols Stimme, in der leichte Panik mitschwang: „D.O, meinst du das ernst? Du kannst doch nicht einfach... hey, D.O, lass meinen Fuß los! D.O-sshi!! Ooooh neinneinneinneinnein... D.O-SSHI!“
Xiumin kicherte und schnappte sich ein abstehendes Handgelenk. Sofort erfolgte Protest, diesmal vonseiten Taos.
„Xiumin Hyung? Bitte tu das nicht! Ich kaufe dir Essen, wenn du jetzt loslässt! Hyung, bitte!!“
D.O ignorierte die flehenden Hilferufe der beiden genauso wie das Lachen und Anspornen der anderen und begann zu zählen.
„Eins... zwei... und drei!“
Er zog mit einem heftigen Ruck an Chanyeols Fuß, während Xiumin dasselbe mit Taos Handgelenk tat, und unter Schmerzlauten lösten sich die drei. Der einzige, der noch einigermaßen zufrieden aussah, war Kai, der einfach in der Mitte liegen blieb, als Tao und Chanyeol losgelassen wurden und auf den Boden fielen.
„Hey, dann hab ich das Sofa ja jetzt für mich allein“, freute er sich und machte Anstalten, sich über das ganze Sofa auszustrecken, als D.O ihn am Kragen packte und zu den beiden anderen auf den Boden warf. Dann, als wäre nichts geschehen, setzte sich der Kleine mit den runden Augen aufs Sofa und schlug die Beine übereinander.
Die anderen johlten.
Chanyeol und Tao verzogen sich zu Baekhyun und Kris, doch deren Reaktionen fielen nicht ganz so aus wie gewünscht: Kris setzte sich weg, als Tao zu ihm kam, und Baekhyun lachte laut und zeigte mit dem Finger auf Chanyeol, während sich der große Junge sich darüber beschwerte, dass sein Fuß weh tat. Kai krabbelte währenddessen zu Sehun aufs Sofa.
„Leute“, stöhnte Kris irgendwann über den Lärm hinweg, „könnt ihr euch mal bitte nicht wie Kleinkinder verhalten? Wir haben schließlich immer noch was zu besprechen! Ist ja nicht so, als würde ich freiwillig so viel Zeit mit euch verbringen.“
„Also wirklich, Kris“, tadelte ein Junge mit engelsgleichem Gesicht, „das ist kein Grund, so unhöflich zu sein!“
Kris winkte nur gelangweilt ab. „Ihr seid einfach nicht mein Style.“
„In einem Punkt hat Kris recht, Luhan“, erklärte D.O, bevor der hübsche Junge weiter Kris weiterhin schimpfen konnte. „Wir sollten uns wirklich auf das konzentrieren, wofür wir diese Versammlung überhaupt angesetzt haben.“ Er warf einen langen Blick in die Runde um sicherzugehen, dass jeder aufmerksam zuhörte. Dabei fiel ihm etwas auf.
„Lay“, sagte er scharf, „Auch wenn du müde bist: tu wenigstens so, als würdest du zuhören!“
Der Braunhaarige sah erschrocken auf, als er seinen Namen hörte, und nickte reumütig nach D.Os Worten.
„Gut“, fuhr dieser fort. „Also: wir müssen uns noch überlegen, was wir Suho erzählen, wenn er uns nach unseren Berufen fragt. Wir wissen ja alle, dass letztes Mal bei einigen etwas... Unrealistisches gewählt wurde, was uns fast um den Erfolg gebracht hätte.“
„Er übertreibt“, murmelte Sehun.
„Nur um ein paar Beispiele zu nennen: Sehun, der mit seinen damals 20 Jahren behauptet hat, Lehrer zu sein...“ – Sehun wurde rot – „... oder Tao, der sich als Weihnachtsmann in einem Kaufhaus ausgegeben hat. Ich möchte, dass sich dieses Mal jeder gut überlegt, welchen Beruf er angibt; am besten einen mit flexiblen Arbeitszeiten.“
Baekhyun kicherte. „Dann kann Chen seinen Beruf von letztem Mal ja behalten.“
„Bloß nicht!“, fuhr dieser dazwischen. „Ich werde es euch nie verzeihen, dass ihr mich damals zu einem Masseur gemacht habt! Und dann musste ich auch noch jemanden massieren!! Aigoo, ich habe mich noch nie in meinem Leben so sehr geschämt. Das mache ich nie wieder!“
„Tja, du hättest dir halt davor was Anständiges überlegen sollen“, gab Baekhyun mit einem arroganten Grinsen zurück. „Sei froh, dass wir die Situation gerettet haben!“
„Die Situation GERETTET?! Du hast mich da überhaupt erst rein geritten, hast du das schon wieder vergessen?! Hättest du vielleicht so was  wie ’Oh Chen, das hab ich ganz vergessen, welchen Beruf hast du noch mal…?’ gesagt, dann hätte ich noch etwas Zeit zum Überlegen gehabt! Das hast du mit Absicht gemacht! Dir war es egal, dass die Tarnung hätte auffliegen können und die Mission dann ruiniert gewesen wäre, Hauptsache, du konntest mir eines auswischen!“
Baekhyun kicherte daraufhin und meinte: „Natürlich weiß ich das noch, dein Gesichtsausdruck war einfach zu dämlich!“
Diese Worte brachten das Fass zum Überlaufen und Chen sprang auf, um sich auf Baekhyun zu stürzen, welcher wiederum nicht damit gerechnet hatte und erschrocken quietschte. D.O wollte gerade dazwischen gehen, doch er sprang reflexartig ein Stück zurück, als die beiden krachend zu Boden gingen. Sein Blick verfinsterte sich schlagartig, weil Chen und Baekhyun inzwischen ein rollendes Knäuel aus Armen und Beinen waren, welches Gefahr lief, in ihrer Streiterei das schöne Wohnzimmer zu demolieren. Das war D.O anscheinend auch klar geworden, denn er stapfte wütend zu dem chaotischen Haufen rüber, griff mit beiden Händen danach und schon standen Chen und Baekhyun wieder auf den Beinen – er hatte sie wohl am Kragen gepackt und nach oben gezerrt. Sie funkelten sich noch einen Moment wütend an - jedenfalls bis sie merkten, dass D.O sie wieder auf die Beine gestellt hatte.
„Wir haben wirklich Wichtigeres zu besprechen“, zischte er den beiden zu. Er schubste sie auf das Sofa auf dem auch Kris saß, welcher ihnen jeweils einen Klaps auf den Hinterkopf gab. Synchron fingen beide beleidigt an zu jammern und rieben sich die minimal schmerzende Stelle am Hinterkopf.
Nun leitete D.O wieder zum eigentlichen Thema zurück: „Okay, wenn das so weitergeht, dann wird das ja nie etwas. Der Nächste, der irgendwie Mist macht, bekommt von mir einen Beruf ausgesucht. Ob das für denjenigen so lustig wird, ist jedoch fraglich.“
Alle Gespräche erstarben innerhalb eines Sekundenbruchteils.
„Okay, also, an was für Jobs habt ihr so gedacht?“
„Ich hab mir ehrlich gesagt noch kaum Gedanken über den Beruf gemacht und – oh, hallo Suho!“, kam es von Lay. Die Jungs schreckten bei den letzten Worten ein wenig hoch, weil keiner (außer Lay) bemerkt hatte, dass Suho eben rein gekommen war.
Dieser schaute interessiert in die Runde. „Hab ich gerade bei irgendwas gestört? Wegen mir müsst ihr mit euren Gespräche nicht aufhören. Über was habt ihr euch eben unterhalten?“, wollte er wissen.
„Ach, wir haben uns nur über Berufliches unterhalten.“, erklärte Lay ihm sofort. Baekhyun klatschte sich an die Stirn und der Rest der Gruppe legte einen Gesichtsausdruck zu Tage, der einen ahnen ließ, dass sie es am liebsten genauso gemacht hätten. Zum Glück bekam Suho nichts davon mit.
„Oh, gut, ich wollte euch eh schon fragen was für Berufe ihr habt, das passt ja dann perfekt zum Thema!“, rief Suho begeistert, machte es sich in einem der Sessel bequem und wartete gespannt darauf, dass jemand zu erzählen anfing.
Stille. Totenstille.
Unsicher rutschte Suho ein Stückchen in seinem Sessel zurück. „Hab ich irgendwas Falsches gesagt?“
Die Jungs schüttelten automatisch den Kopf und ausnahmsweise entschied sich einmal Luhan dafür, dass Wort zu ergreifen: „Nein, nein, manche von uns sind einfach nur ein wenig… zurückhaltend. Außerdem ist es vielen sicher peinlich ihren Beruf zu sagen, wenn doch klar ist, dass du so erfolgreich bist, Suho.“
Suho kratzte sich verlegen am Kopf. „Ach Quatsch, das muss euch doch nicht peinlich sein!  Haltet ihr mich echt für so einen Typen, der sich alleine auf Grund der Berufe anderer eine Meinung über sie bildet?“, lachte er.
Die Jungs schwiegen, sahen betreten zu Boden und Suho hörte auf zu lachen.
„Wow, keine Antwort ist auch eine Antwort.“, meinte er und lies sich in seinem Sessel nach hinten fallen.
„Mir ist mein Beruf nicht peinlich!“, platze es aus Tao heraus, welcher mal wieder nicht nachgedacht hatte, bevor er den Mund geöffnet hatte. Als ihm das auch klar wurde, presste er die Lippen aufeinander und sah schnell auf den Boden. Er versuchte sich noch schnell einen passenden Beruf auszudenken, aber ihm viel nichts ein, was keine blöden Kommentare der anderen hervorrufen würde. Suho lachte über seine stürmische Reaktion.
„Und welcher Beruf ist dir nicht peinlich?“, fragte er ihn dann, da Tao immer noch kein Zeichen von sich gab, dass er es von sich aus sagen würde.
Baekhyun kicherte im Hintergrund. „Genau, Tao, welcher Beruf?“
Kris stieß dem Koreaner daraufhin mit dem Ellbogen in die Rippen, was wiederum Chen und Chanyeol zum Lachen brachte. Baekhyun quittierte das nur mit einem finsteren Blick.
Tao wirkte inzwischen um längen unsicherer als bei seinem Kommentar zuvor, bis plötzlich aus ihm heraussprudelte: „Ich bin Stylist.“
Augenblicklich mussten alle Jungs, mit Ausnahme von Suho, extrem loslachen und versuchten verzweifelt es zu verstecken, was jedoch misslang und eigentlich noch verdächtiger wirkte. Suho schien es jedoch nicht aufzufallen oder er ignorierte es einfach sehr erfolgreich.
„Und was machst du da so als… Stylist?“, wollte er wissen.
„Ach, Verschiedenes… ich stelle verschiedene Outfits zusammen, helfe anderen, die ein eingeschränktes Stilvermögen haben, unterziehe Leute einem Make-over… Das ganze Programm halt.“, zählte Tao auf.
Ein paar der Jungs hielten sich die Hände vor den Mund, um ihr Lachen zu ersticken; doch andere, wie Baekhyun, versuchten das nicht einmal mehr. Kris vergrub seinen Kopf in einem der Sofakissen und es war nicht ganz klar ob er gerade lachte, weinte, oder versuchte, nicht nur seine Lacher zu ersticken.
Suho hingegen wirkte geradezu begeistert: „Das ist ja cool! Dann hab ich ja jetzt einen Stylisten bei mir im Haus! Wenn ich mal Rat brauche, komme ich auf jeden Fall zu dir!“
Tao nickte etwas schüchtern, aber es reichte, um Suhos Lächeln noch breiter werden zu lassen.
Die anderen schafften es gerade, sich wieder einigermaßen einzukriegen, da glitt Suhos Blick auch schon weiter. Tao, dem inzwischen Kris Reaktion aufgefallen war, beschloss kurzerhand seinen Frust auszulassen, indem er ihm eines auswischte.
„Kris, erzähl du doch mal, was du für einen tollen Beruf hast.“
Schlagartig setzte sich dieser wieder auf und verkniff es sich, einen Todesblick zurückzuwerfen. „Ich ähm… also… ich…“, fing er an zu stammeln.
Tao hatte es geschafft, ihn komplett aus der Fassung zu reißen. Luhan ergriff in dieser Notsituation schnell das Wort: „Ach Kris, das muss dir doch nicht peinlich sein! Zu modeln ist ein Beruf, von dem viele nur träumen können! Kris ist nämlich Model, weißt du, Suho?“
Suho gab ein bewunderndes „Ooooh“ von sich und die anderen sahen Luhan verwundert an. Model… das war… eigentlich nicht mal eine so schlechte Idee. Dennoch hatte irgendwie niemand damit gerechnet. Besonders Kris nicht, dem aber auch nicht gefiel, dass er sich seinen Besuch nicht selbst aussuchen durfte, weswegen er vermutlich Folgendes antwortete: „Du sagst zwar immer, dass es mir nicht peinlich sein muss, aber selbst erwähnst du nie zuerst, dass du auch Model bist. Immer wartest du erst die Reaktion der anderen ab, wie sie es finden, dass ich Model bin!“ Und schwupp, war auch Luhan plötzlich ein Model. So schnell konnte das gehen. Von seinem Blick konnte man deutlich ableiten, dass er viele Reaktionen erwartet hatte, aber nicht diese. Er warf Kris einen fragenden Blick zu, doch dieser zuckte nur mit den Schultern. Er fand es durchaus fair, dass Luhan jetzt auch ein Model war. Wenn Luhan ihn schon zu einem Model machte, dann durfte er sich nicht darüber beschweren, wenn er selbst eines war.
Nun beschloss Chanyeol ebenfalls in das Gespräch einzusteigen: „Also, ich bin Schauspieler.“
Die Jungs brachen wieder in Gelächter aus, was Suho dieses Mal jedoch mitbekam und die anderen deswegen fragend ansah.
„Aaaach, Chanyeol spielt in vielen guten Komödien mit“, erzählte Baekhyun und tat so, als würden alle wegen der Erinnerungen an die Komödien lachen müssen.
Chen ergänzte leise: „Eigentlich sollte er in Horrorfilmen mitspielen. Bei seinem Gesicht würde sich doch jeder erschrecken. Außerdem würden die sich so die lange Arbeit für die Computer Animationen sparen und auch die Maske für das Monster.“
Chanyeol tat einfach so, als hätte er Chens Kommentar nicht gehört und meinte: „Apropos Komödien… du bist doch hier der Comedian!“ und richtete sich damit an Baekhyun. Diesem blieb für einen Moment der Mund offen stehen, weil er realisierte, dass Chanyeol ihm eben einen Beruf verpasst hatte. Blöderweise hatte Chanyeol schon seinen eigenen Beruf gesagt, also konnte er sich nicht einmal revanchieren. Sein Blick huschte weiter zu Chen und er begann breit zu grinsen.
„Ach was, ich wette, ich hab noch lang nicht so viel am Kasten wie Chen, der ist nämlich Masseur.“
Suho warf Chen einen erstaunten Blick zu. „Ehrlich, du kannst massieren?“
„So wie’s aussieht…“, grummelte Chen und zischte Baekhyun ein leises „Das gibt noch Rache, glaub mir“ zu, aber so, dass Suho es nicht hörte.
„Wow, ein Stylist, ein Comedian und ein Masseur im Haus… das kann ja nur gut werden“, freute sich Suho (vermutlich zu früh). „Und was machst du, D.O?“
Dem Jüngeren blieb erstmals der Mund offen stehen, während er, wenigstens stumm, nach einem halbwegs realistisch wirkendem Job suchte. Blöd nur, dass Spontanität nicht unbedingt zu seinen Stärken zählte.
Noch blöder war jedoch, dass sie zu Baekhyuns Stärken zählte. Und eben dieser grinste bereits schelmisch und setzte einen verständnisvollen Blick und Ton auf. „Ach D.O, Luhan hat doch auch schon gesagt, dass sich keiner für seinen Beruf schämen muss. Suho wird dich schon nicht dafür verurteilen, dass du beruflich Sado bist.“
Für diese Bemerkung erntete er eine Menge fragender Blicke. Nur Xiumin, Kai, Chanyeol und Chen erstickten fast vor lachen, weil ihnen der Begriff geläufig war. Sehun stupste daraufhin ständig Kai an und fragte leise, was daran so lustig sei. Kai winkte jedoch nur ab und musste husten, weil er sich beim Lachen verschluckt hatte. Suho runzelte die Stirn und schien angestrengt darüber nachzudenken, was der Begriff nochmal bedeutete und D.O warf Baekhyun einen verständnislosen Blick zu, welcher jedoch schon fast diabolisch grinste und fortfuhr: „…für alle die mit dem Begriff ’Sado’ nichts anfangen können: Das ist eine männliche Domina.“
Jetzt war es endgültig vorbei. Sehun fiel lachend vom Sofa und versuchte sich zu retten indem er sich an Kai festkrallte, der durch das Lachen jedoch auch fast keinen Halt mehr hatte und deswegen auf Sehun landete. Dieser ächzte daraufhin wegen Kais Gewicht, versuchte verzweifelt, den Älteren von sich zu schieben und wand sich wie ein Fisch an Land. Kai dagegen fand es lustig, wie der Maknae strampelte, und musste noch mehr lachen (soweit das ging). Kris hatte sein Gesicht wieder im Kissen vergraben, aber dieses Mal war deutlich sichtbar, dass er einen extremen Lachflash hatte und Baekhyun, der neben ihm saß, sah lediglich breit grinsend in die Runde und guckte selbstzufrieden. Chen und Chanyeol klopften sich auf ihre Schenkel und Letzerer landete auch mit einen dumpfen Geräusch am Boden. Xiumin, Luhan und vor allem Tao lachten hysterisch und Lay kicherte vor sich hin. Suho zog fragend die Augenbrauen hoch und schaute zwischen dem ziemlich entgeistert wirkendem D.O, der das ganze als einziger überhaupt nicht lustig fand, und Baekhyun, der nun vielsagend mit den Augenbrauen wackelte, hin und her. D.O stellte seine Fassung jedoch wieder recht schnell her und warf Baekhyun einen vernichtenden Blick zu.
„Haha. Sehr lustig. Ich lach mich kaputt. Da sprach mal wieder der Komiker in dir, oder?“, stellte er mit einem Gesichtsausdruck fest, der schließen ließ, dass Baekhyun dafür später noch etwas zu hören bekommen würde.
„Ich helfe oft im Laden von meiner Eomma aus“, verbesserte er. Suho nickte nun verstehend und schien (mal wieder) nicht zu bemerken, dass viele der Jungs wieder lachen mussten.
„Wegen Baekhyuns Kommentar könnte man annehmen, dass der Laden deiner Mom ein...“, setzte Kai zwischen zwei Lachsalven an, unterbrach sich jedoch, als Kris ihn gegen das Schienbein trat trat, damit er still blieb. Dieser wusste ganz genau, dass D.O ihn sonst nachher noch um einen Kopf kleiner gemacht hätte, auch wenn er nur das aussprach, was (fast) alle Anwesenden dachten. Inzwischen hatte auch Suho die Anspielung verstanden und verkniff sich ein Lachen. D.O ließ sich nun völlig entnervt gegen die Sofalehne fallen. Als sich alle wieder einigermaßen beruhigt hatten, richtete Suho seine Aufmerksamkeit auf Sehun und Kai, welche einfach am Boden sitzen geblieben waren. „Und, was macht ihr beiden?“
Sehun machte gerade den Mund auf, um etwas zu sagen, doch Kai war schneller: „Sehun ist Fußpfleger, und ein ziemlich guter noch dazu.“
Er schaffte es, dabei nicht eine Miene zu verziehen und wirkte deswegen sehr überzeugend. Dieses Mal war Lay der einzige, der offensichtlich kichern musste. Anscheinend fand er die Vorstellung von Sehun als Fußpfleger zu absurd. Oder besser gesagt, Sehun als guter Fußpfleger… Suho nickte anerkennend und sein Blick schwenkte zu Kai, deswegen bemerkte er nicht, wie finster Sehun jetzt schaute.
„Ich bin übrigens Tänzer“, fügte er mit einem charmanten Lächeln hinzu. Inzwischen konnte Kai froh sein, dass Blicke nicht töten konnten, sonst hätte ihn Sehun spätestens jetzt umgebracht.
Plötzlich grinste dieser jedoch und ergänzte noch: „Kai, dir ist schon klar, dass du mal wieder das wichtigste Detail weggelassen hast?“ Er sah wieder zu Suho und erklärte: „Er ist zwar Tänzer – aber in einer Oben-Ohne-Bar.“
Suhos bewundernder Blick wechselte sofort zu einem Grinsen. Sehun sah wieder zu Kai, damit er auch ja dessen Reaktion mitbekam, und wackelte mit den Augenbrauen. Kai waren seine Gesichtszüge entglitten und Suho fühlte sich verantwortlich ihm klar zu machen, dass ihm das doch nicht peinlich sein musste und versuchte wirklich sein Bestes, den Jüngeren aufzumuntern. Er konnte ja den ursprünglichen Grund für Kais Ärger nicht wissen.
Chen entschied sich kurzerhand, dass er jetzt auch jemandem einen Beruf verpassen wollte und meinte deswegen: „Lay handelt übrigens mit Gras.“
Sofort waren alle Augen auf ihn gerichtet. Lay schaute nur verwirrt, dafür übernahm D.O den vorwurfsvollen und entgeisterten Blick. Dann ergänzte Chen mit einem breiten Grinsen: „Er ist so eine Art Gärtner.“
Lay nickte lächelnd, ihm schien es nichts auszumachen, dass er nun vorgeben musste ein Gärtner zu sein. Er mochte Pflanzen sowieso gerne.
Baekhyun raunte Chen leise zu: „Chennie, der war flach. Überlass das Witzemachen lieber dem Comedian.“ Anscheinend hatte er sich schon mit dem Job, den er verpasst bekommen hatte, abgefunden.
Überraschenderweise meldete sich Xiumin zu Wort: „Ich arbeite als Barista.“ Er sagte kein Wort mehr als nötig. Typisch für ihn, er gehörte eher zu den Stilleren. Doch wie Sehun manchmal über ihn sagte: „Klein, aber tödlich. Genauso wie D.O.“
Die anderen Jungs sahen ihn überrascht an. Niemand hätte erwartet, dass er sich zum Barista machte. Die verwunderten Blicke beantwortete er mit einem Schulterzucken. Danach breitete sich ein peinliches Schweigen aus.
„Wenn wir schon beim Thema sind… was hast du für einen Beruf, Suho?“ Kai wagte es die Frage auszusprechen, die den Jungs schon von Anfang an durch den Kopf gegangen war, die aber niemand gestellt hatte. Es wurde augenblicklich still und alle Blicke wandten sich zu Suho. Alle Anwesenden schienen ehrlich interessiert zu sein, was Suho beruflich machte. War auch kein Wunder: bei dem Luxus, den er sich leisten konnte, würde das vermutlich jeden interessieren. Die Spannung knisterte schon förmlich und Suho schien die Aufmerksamkeit zu genießen, denn er grinste breit.
„Ja, also das…“, begann er und Sehun hatte bereits den Mund geöffnet, um ihn dazu zu drängen, sich zu beeilen. Kai bemerkte es jedoch und stieß ihm schnell den Elbogen in die Rippen, woraufhin der Jüngere wegen dem stechendem Schmerz nach Luft schnappen musste.
Suhos Grinsen wurde noch breiter (wer hätte gedacht, dass das möglich wäre), als er endlich fortfuhr: „…das werde ich vielleicht ein anderes Mal erzählen.“
Alle schauten ihn entgeistert an; die meisten wirkten wie Kleinkinder, denen man einen Lolli geschenkt hatte, nur um ihnen diesen wieder klauen zu können und vor der Nase selbst aufzuessen.
„Wir haben dir doch unsere Berufe auch gesagt!“, rief Tao empört und schmollte beleidigt.
„Ihr hättet es aber nicht gemusst, ist ja nicht so, dass ich euch dazu gezwungen hätte. Eigentlich hat es eher so gewirkt, als hättet ihr schon darauf gewartet, dass ich diese Frage stelle“, erwiderte Suho und zuckte mit gleichgültiger Miene die Schultern. Anschließend verließ er fröhlich pfeifend das Zimmer und hinterließ eine Gruppe Jungs, die ihm verwirrt und teilweise auch verärgert hinterher sahen.
„Toll, da hätten wir uns das ganze Theater eben sparen können“, kam es von Lay.
„Du brauchst nicht zu meckern, du bist ja noch ganz gut davon gekommen!“, zickte Sehun ihn sofort an, obwohl er ja eigentlich nichts für Sehuns Ärger konnte und bei den harten Worten etwas zusammenzuckte.
„Warum zur Hölle hast du einen FUSSPFLEGER aus mir gemacht?!“, schnaubte Sehun, doch dieses Mal war es an Kai gerichtet.
Kai schaute lediglich finster, bis er entgegnete: „Äh, hallo…?! Du hast dich doch eh schon revanchiert, indem du aus mir einen Stripper gemacht hast!“
Sehun piekste Kai in die Seite. „Ja, aber erst, weil DU einen verdammten FUSSPFLEGER aus mir gemacht hast! Außerdem bist du kein Stripper, sondern nur Tänzer… halt in einer Oben-Ohne-Bar.“ Dieses Mal war es Kai, der schnaubte und schon etwas zurück werfen wollte, jedoch wurde er von D.O davon abgehalten.
„Jetzt hört doch mal auf, ihr verhaltet euch wie Kleinkinder! Ist ja nicht so, dass ihr den Beruf wirklich machen müsst.“ Dann warf er Baekhyun einen Todesblick zu. „… Und wir zwei unterhalten uns jetzt noch unter vier Augen, Freundchen.“
Kai und Sehun wurden augenblicklich still und warfen Baekhyun schadenfrohe Blicke zu, welcher bereits am Kragen von D.O aus dem Zimmer gezerrt wurde und dem man deutlich ansah, dass er selbst ein wenig Panik hatte. D.O hatte seinen Kommentar natürlich nicht vergessen und würde ihn dafür jetzt noch ordentlich zurecht stutzen, das war ihm auch klar. Hilfesuchend sah er zu Chanyeol, welcher ihn jedoch auch nur angrinste und mit den Schultern zuckte. Kaum hatten die beiden dem Raum verlassen, erklang lautes Gelächter. Keiner wäre jetzt gerne an Baekhyuns Stelle und dennoch war jeder schadenfroh, weil Baekhyun regelmäßig austeilte und dann halt auch mal einstecken können muss.
Nur Lay starrte unbeteiligt ins Leere und meinte nach einer Weile: „Suho hat auf mich am Anfang so erwachsen gewirkt. Im Grunde genommen ist er innerlich aber wohl noch genauso ein Kind wie ihr alle.“
Zustimmendes Gemurmel von allen Seiten.
Somit wäre diese Frage wohl geklärt.

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Das war das erste Kapitel :)
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns eure Meinung dalasst :D (Auch Kritik ist erwünscht, wie sollen wir uns sonst verbessern? :D)
Welche Stelle fandet ihr am lustigsten? (oder fandet ihr es überhaupt lustig? ^^)
Das nächste Kapitel wird vermutlich erst kommen, wenn wir wieder aus dem Urlaub zurück sind... Davor wird es zu eng, weil wir ja auch alle Steckbriefe brauchen und so...

Liebe Grüße~
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