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Princess of miracles

von xSenpaiix
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
26.07.2015
11.06.2019
44
125.345
39
Alle Kapitel
115 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.08.2018 9.679
 
Hey Leute,
ich war sehr lange nicht mehr aktiv, da ich die Schule beendet habe, Stress mit Abi usw. hatte,
jetzt studiere, was leider auch viel Zeit in Anspruch nimmt und ich bis Ende Juni noch einige Klausuren schreibe.

Jedoch bin ich seit einigen Tagen wieder am Schauen von KNB und habe beschlossen, dass ich die FF weiter machen möchte, aber ich werde einige Kapitel überarbeiten, da mir manche Dinge unlogisch erscheinen und sie mir nicht mehr so gefallen.
(Auch hat sich mein Schreibstil ein bisschen verändert.)

Ich möchte bis Ende Juni mit dem Überarbeiten fertig sein und euch danach neue Kapitel geben.

Und wenn ich dies gemacht habe, werden ab Juli regelmäßig Updates folgen. Ich möchte dann einmal pro Woche ein Kapitel hochladen.

Vielen Dank für die liebe Unterstützung an euch!

Eure xSenpaiix

Da ich noch am Schreiben von neuen Kapiteln bin, gibt es nochmal was von der Side Story von den Teikotagen für euch (:
Dieses Mal, wie AoKuro ein Paar wurde, wie Kise ins Team kam usw. ;)

(Und war dieses Mal zu faul, alle Gedanken kursiv zu gestalten)

"...." Gelaber
'....' Gedanken
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Side story: Teiko Days #2

How they fell head over heels for me I

Es war inzwischen ein neues Jahr angebrochen. Kein neues Schuljahr, aber ein weiteres neues Jahr. Die Weihnachtsferien waren vorbei und jeder hatte sich wieder in den öden Schulalltag eingefunden, auch Kuroko, die ihre Ferien in den USA, genauer gesagt bei ihrer älteren Schwester Tomoe verbracht hatte und dort nur fürs Turnen trainiert hatte. Das Turntraining hatte sich verschlimmert, als Kurokos Team in der Wintermeisterschaft den zweiten Platz gegen Kyoto belegt hatte. Sie hatte in den Weihnachtsferien/Winterferien kein einziges Mal einen Basketball berührt, da sie sich so sehr auf das Turnen fixiert hatte.

Ihre Aufmerksamkeit lag derzeit mehr auf dieser Sportart, genauso wie ihre Anwesenheitsquote im Training in der ersten Woche des Januars – sehr zur Freude ihres Coach Yamamoto Haruka.
Die Abwesenheitsquote im Basketballclub hatte sich natürlich erhöht, was natürlich nicht unbemerkt geblieben war.


#

„Oi, wo steckt Tetsu eigentlich?“, fragte Aomine, als er sich aus seiner Schuluniform befreite. „Ich habe sie die ganze Woche nicht gesehen.“
Fragend dachte er nach. Es war ein Donnerstagnachmittag und der erste String hatte Training. Besagte blauhaarige hatte die Woche über unentschuldigt gefehlt.
„Ich weiß es nicht. Sie fehlt unentschuldigt seit Anfang dieser Woche“, antwortete Akashi, ehe er sich das Hemd der Schuluniform über den Kopf streifte. Murasakibara saß auf einer Bank und verspeiste gerade ein Eis, woher das auch immer kam.
'Wenn ich ihre Handynummer hätte, hätte ich ihr Schreiben können', dachte Aomine nach.
„Daiki, willst du wissen, wo Koneko-chan abgeblieben ist? Jetzt, wo ihr über sie redet, fällt mir ein, dass sie meinte, dass sie erst heute wieder kommt..“, meinte Haizaki gelangweilt, der nur deswegen heute anwesend war, was er aber nicht zugab. Er fand das Training viel unterhaltsamer, seitdem Kuroko regelmäßig daran teilnahm.
„Oi, du Bastard! Woher weißt du das?“
„Weil sie und ich in einer Klasse sind“, grinste der grauhaarige.
Währenddessen sprühte Midorima aus einer Blumenspritze etwas durch die Luft.
„Mido-chin, was machst du da?“, meinte Murasakibara gelangweilt.
„Hier ist seit Neustem so ein seltsamer Geruch“, meinte der grünhaarige, während er weiterhin die Flüssigkeit in der Luft verteilte.
„Ach, das“ - Instinktiv und ertappt gingen Aomine und Haizaki auf Sicherheitsabstand. - „Mine-chin und Zaki-chin haben ihre Spints mit dreckigen T-Shirts voll.“
„WAS, nanodayo? AOMINE!“ Der grünhaarige drehte sich empört um und sprühte noch einmal aus der Blumenspritze – direkt in Kurokos Gesicht.

„Midorima-san, das riecht schrecklicher als stinkige T-Shirts. Und Aomine-san, Haizaki-san, das ist sehr unhygienisch“, begrüßte sie das Team, die allesamt zusammenzuckten.
„Tetsu, was zur Hölle machst du hier?“, fragte der zweite blauhaarige, der übrigens nur in Boxershorts stand. Kuroko musterte Aomine kurz, jedoch ließ sie das durchtrainierte Abbild ihres Lichts kalt. Sie wurde nicht einmal rot. Die Tatsache, das auch Haizaki oberkörperfrei neben ihm saß, interessierte sie ebenfalls nicht, genauso wenig wie der Fakt, das Akashi ebenfalls halbnackt war.
„Die Toiletten, auf denen ich mich normalerweise umziehe, sind geschlossen, weil sie jemand verstopft hat und wenn ich zur nächsten Turnhalle gehen würde, wo es Mädchenumkleiden gibt, würde mich Minako-senpai zwingen, dem Cheealeadertraining beizuwohnen“, erklärte sie schlicht und stellte ihre Tasche ab, ehe sie begann, sich auszuziehen.
„Kuroko! Das ist die Jungsumkleide!“, erwähnte Midorima, der mittlerweile rot angelaufen war.
„Mido-chin hat recht. Kuro-chin kann nicht einfach so hier reinkommen.“, meinte Murasakibara stopfend, als er sich über eine Packung Chips hermachte.
„Hm? Was ist so schlimm daran, wenn ich mir umziehe? Wir sind doch ein Team“, fragte Kuroko unschuldig. Akashi hatte sich mittlerweile ein T-Shirt angezogen, während Aomine langsam seinen Beispiel folgte. Die Jungen dachten nur: 'Wie kann sie nur so begriffsstutzig sein?'
Haizaki hatte ganz andere Absichten, als er aufstand und die blauhaarige in seine Arme schloss. „Koneko-chan, ich wusste gar nicht, dass du eine von der Sorte Mädchen bist“, flüsterte er in ihr Ohr und wollte gerade etwas anderes machen, als er von Aomine getreten wurde. Prompt stolperte Kuroko und flog über ihre eigenen Füße, ehe sie nach vorne stürtzte. Mit ihr zu Boden flog Midorimas Blumenspritze und der grünhaarige selbst, auf dessen Brust sie landete. Er fing die Wucht des Stürzes ab und war auf dem Rücken gelandet.

In dem Moment war die Tür aufgegangen und ein verwunderter Nijimura beobachtete das ganze.

#

Am selben Abend verließ Aomine die Fastfoodkette Maji Burger mit einer Cola in der Hand und in der anderen mit zwei Tüten voller Teriyakiburger, die er über alles liebte. Jedoch schaffte er es nicht, die Tür komplett zu öffnen und diese kam ihm wieder entgegen. Eine kleine Hand öffnete sie für ihn und Aomine drehte sich um, um sich zu bedanken, ehe er zusammenzuckte und Kuroko entdeckte, die einen Vanillemilchshake in ihrer freien Hand hielt.
„Domo. So sehen wir uns wieder“, begrüßte sie ihn.
„Warum bist du hier?“
Kuroko ließ die Tür zufallen. „Weil den Vanillemilchshake von hier mag“, gab sie zu und trank einen Schluck aus dem Strohhalm.
„Hier. Für dich“ - Aomine warf ihr einen Burger zu, den sie knapp fing - „Das reicht doch niemals für dich aus. Du kannst ihn haben.“
„Vielen Dank, Aomine-san.“
Er grinste breit.
„Lebst du hier in der Nähe?“
„Hai...“
„Dann lass zusammen zurück laufen. Es ist bereits dunkel.“
„Ja, aber ich in der Lage auf mich aufpassen, Aomine-san. Die meisten Leute übersehen mich so oder so“, antwortete Kuroko und blickte auf ihren vollen Hände. „Aber ich mag es nicht, mit vollen Händen zu laufen.
„Ernsthaft? Wirst du ein Problem?“, fragte der blauhaarige, als er ihr einen 'Dein-verdammter-Ernst-Blick' zuwarf.

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Einige Gehminuten entfernt befand sich ein Spielplatz, wo die beiden auf einem Klettergerüst Platz fanden und aßen.
„Deine Eltern haben kein Problem, wenn du so spät alleine durch die Gegend läufst und heim kommst?“, hakte der Power Forward nach, da er mehr über Kuroko wissen wollte. 'Und ich will immer noch deine Nummer haben.', fügte er im Stillen hinzu.
„Iie. Sie sind zur Zeit nicht zu Hause. Sie sind meine Schwester in den Staaten besuchen und kommen erst nächste Woche wieder. Also fällt es keinem auf, wann ich komme oder wie.“
Kuroko biss in den ausgepackten Burger.
„Woah, deine Schwester wohnt in die USA? Wo? Ich habe keine Geschwister...“
„In New York. Ich war sie über Weihnachten besuchen, aber meine Eltern sind länger geblieben als ich.“
„Und was macht deine Schwester dort?“
„Sie studiert dort und arbeitet in einer Turnakademie.“
Aomine fiel auf, dass Kuroko heute sehr gesprächig war.
„Du, Tetsu, willst du mir deine Handynummer geben? Dann weiß ich das nächste Mal Bescheid, wenn du fehlst und du musst nicht Haizaki, diesem Idioten, sagen, wo du bleibst“, schlug er vor. Zustimmend nickte das Mädchen, holte ihr rosafarbenes Klapphandy hervor und die beiden tauschten ihre Nummern aus.

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Die kommenden zwei Wochen schrieben die beiden sehr viel und unternahmen einiges gemeinsam. Aomine schrieb durchgehend mit ihr, hang in jeder freien Minute mit ihr herum und nutzt jede Gelegenheit aus, ihr näher zu kommen.
Kurokos Geburtstag kam näher und ihre Eltern hatten ihr mitgeteilt, dass sie über diesen doch in die USA bleiben würden bei ihrer Schwester.


#

Murasakibara Atsushi hatte sich Kuroko als neuestes Opfer auserkoren, da sie jeden Tag selbstgebackene Cupcakes dabei hatte, auf die er ziemlich scharf war. Tagtäglich ärgerte er sie auf jede erdenkliche Art und Weise, um an ihre Cupcakes zu kommen. So wie auch heute.

„Kuro-chin, komm schon“, meinte der lilahaarige, als er mal wieder der blauhaarigen quer durch den Schulhof zu einem schattigen Plätzchen unterhalb eines Kirschblütenbaumes folgte, den die blauhaarige sehr gerne in der Mittagspause als Mittagsessensplatz favorisiert hatte. „Nur ein Biss.“
„Nein. Du hast mir gestern und vorgestern meinen Cupcake geklaut. Heute gibt es nichts für dich“, antwortete Kuroko und setzte sich unter den Baum, bevor sie sich an dem dicken Stamm anlehnte. Beschützerisch legte sie ihre Hand über den Cupcake.
„Aber du hast meine Lieblingssorte dabei.“
„Stell dir vor, meine auch“, erwiderte das Mädchen leicht genervt und entfernte die Muffinform, die sie für den Cupcake benutzt hatte, sodass nur noch der Teig zum Vorschein kam.

„Ich bin noch im Wachstum, weißt du?“
„Ach und ich nicht?“
Kurokos Antworten waren schnippisch geworden, da sie von dem lilahaarigen und seinem Gefolge und Gebettle um ihre Cupcakes langsam, aber sicher genervt war.
Murasakibara war für einen Moment still, ehe sein Blick auf Kurokos Oberweite gewandert war, die seit ihrem ersten Treffen deutlich gewachsen war.
„Naja, ein Teil von dir schon.“
Als die Turnerin realisierte, was er meinte, hielt sie ihre Arme vor ihre Oberweite und es legte sich ein deutlicher Rotschimmer auf ihre Wangen. „I-Idiot! Baka!“, rief sie entsetzt, Murasakibaras Grinsen sich nur noch vergrößernd, als er bemerkte, was für einen Effekt er damit erzielt hatte.
„Das geht dich überhaupt nichts an!“ Entrüstet war Kuroko aufgestanden.
„Komm schon, Kuro-chin. Gib dir deinen Cupcake!“
„Vergiss es! Jetzt erst recht nicht!“
„Zwing mich nicht dazu, ihn dir wegzunehmen.“
„Dann werfe ich ihn einfach weg und dann hat ihn keiner von uns beiden“, warnte das Mädchen ihr Gegenüber, dessen Augen sich kurz weiteten.
„Das bedeutet Krieg.“
„Den du bereits verloren hast“, antwortete sie und betrachtete den Vanillecupcake, der sich in ihrer linken Hand befand.
„Ach ja?“, fragte Murasakibara und griff mit seiner linken Hand unter Kurokos Kinn, ehe er sich ihr langsam näherte. Auf einmal spürte sie warme Lippen auf ihren eigenen. Sie war so überrascht, dass sie den Cupcake aus der Hand fallen ließ, welchen der lilahaarige auffing, ehe er von ihr abließ.
„Danke für den Cupcake, Tsuya-chin“, sagte er lilahaarige und grinste, ehe er in den Cupcake genüsslich biss, in Richtung Schulgebäude ging und eine verwirrte Kuroko zurückließ, deren Finger ihre Lippen berührten, kaum die Lage realisierend.

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'Verdammt, ich muss es ihr endlich sagen und sie fragen!', fluchte Aomine gedanklich, als er sich auf die Suche nach Kuroko nach draußen begeben hatte. Aus der Ferne erkannte er Murasakibara, der einen Cupcake aß, welcher nur von Kuroko sein konnte.
„Oi, Murasakibara, hast du Tetsu gesehen?“, fragte er den Riesen. „Und hast du ihr schon wieder das Essen geklaut?“
„Mine-chin. Sie hat es mir freiwillig gegeben. Und Tsuya-chin ist bei den Kirschblütenbäumen.“
'Tsuya-chin? Hm? Whatever.'
„Bis nachher, Murasakibaka!“

Sprintend eilte der blauhaarige zu besagter Baumgruppe, wo er nach längerem Hinsehen die blauhaarige entdeckt hatte.
„Tetsu, ich weiß, dass das jetzt plötzlich kommt, aber...“, begann Aomine, als er sich verlegen am Hinterkopf kratzte und das Mädchen sah auf. Schon war der Kuss von dem lilahaarigen für einen Moment vergessen.
„Aomine-san. Domo.“
'Jetzt oder nie!'
„Aber ich mag dich mehr als nur eine gute Freundin oder Partnerin im Basketball.“
„Eh? Wie meint Aomine-san das?“
„Tetsu, ich will, dass du mit mir ausgehst. Sei meine Freundin“, sagte er schließlich direkt.
Kuroko war verwirrt. Erst küsste sie Murasakibara und jetzt wurde sie von Aomine gefragt, ob sie mit ihm zusammen sein wollte. Aber sie mochte ihn auch.
„In Ordnung. Ich will deine Freundin sein, Aomine-kun.“
„Echt jetzt?“
„Ich bin sehr schlecht darin, witzig zu sein“, antwortete sie monoton.
„Nenn mich dann Daiki! Wir sind schließlich jetzt zusammen!“
'Verdammt, sie hat Ja gesagt!'
Im selben Moment lehnte er sich nach vorne und küsste Kuroko auf die Lippen, ehe er sie umarmte.

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„Eh? Mine-chin und Tsuya-chin sind zusammen?“ Der lilahaarige Riese blickte die beiden erstaunt an, während er eine Chipstüte aufgerissen hatte. „Seit wann?“
„Nun ja, das kommt überraschend. Nicht, dass es mich interessiert, nanodayo“ Midorima rückte sich seine Brille zurecht.
Aomine hatte es dem Team nach einer Woche Beziehung schließlich verkündet. Grinsend hatte er einen Arm um Kurokos Schulter gelegt und es gesagt.
„Oh mein Gott! Herzlichen Glückswünsch! Dai-chan! Tetsu-kun!“ Momoi war ganz aus dem Häuschen.
„Eh? Koneko-chan hat jetzt einen festen Freund? Wieso sagt sie zu mir Nein, aber zu ihm Ja?“ Haizaki gefiel es ganz und gar nicht.
Akashi nahm das ganze sehr gelassen und Nijimura schüttelte nur den Kopf.

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„Hikari-chan, ich habe einen Freund!“, verkündete Kuroko am selben Abend die Hiobbotschaft. Vor lauter Schreck spuckte die schwarzhaarige ihr getrunkenes Wasser aus und ließ die offene Flasche auf den Boden fallen, auf dem sich eine Wasserpfütze bildete. „Kami-sama! Was habe ich bitte verpasst? Wer? Ich muss ALLES wissen! Ich MUSS IHN kennenlernen!“ Hoshi Hikari war kaum in der Lage, die Fassung zu behalten.
„Verflucht seien diese reinen Mädchenschulen! Ich will auch endlich auf eine gemischte Schule!“

„Was? Du hast einen festen Freund? Wie geht das denn bitteschön?“, mischte sich nun Sawada Yumi ein, ein schwarzhaariges Mädchen, das Kuroko und Hoshi nicht ausstehen konnte. Es beruhte aber auf Gegenseitigkeit. Kuroko war immer schon besser im Turnen gewesen als das nun vor ihr stehende Mädchen, das sie abfällig musterte. „Wer will mit so einer grauen Maus wie dir denn bitte zusammen sein? Muss bestimmt so ein hässlicher, dummer Affe sein, der sonst nichts anderes abkriegt“, ging die Hasstirade schon los, aber die Trainierin stoppte sie.
„Sawada Yumi! Das doppelte Trainingsprogramm für dich für diese Woche und du musst ALLEINE die Halle putzen!“, fuhr die herrische von Coach Yamamoto Haruka die schwarzhaarige an, die kleinlaut sich entschuldigte und zurück ans Training ging.
„Und nun zu dir, Kuroko Tetsuya-kun!“ Die Trainerin ließ ihren Drachenblick über die Basketballspielerin gleiten. „Wenn dieser Freund von dir ein Hindernis darstellt, wie dieses Basketball, dann werde ich ein Machtwort mit deinen Eltern sprechen!“ Mit den Worten ließ von der blauhaarigen ab und widmete sich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung: Mädchen durch die Halle scheuchen und beim Trainieren beobachten.

„Also wer ist es jetzt?“, murmelte Hoshi neugierig und zog Kuroko zu sich. „Doch nicht der Cupcakedieb, der dich geküsst hat oder?“
Hoshi hatte es noch am selben Tag aus Kuroko herausgequetscht.
„Es ist Aomine Daiki-kun.“
„Moment mal, dein 'Licht' aus deinem Team? OH. Mein. Gott. Der ist richtig hübsch! Gut gemacht, Tetsu-chan!“
Ja, sie kannte bereits ein Bild von dem blauhaarigen, sowie sämtliche Details über die Generation der Wunder, mit denen ihre beste Freundin mehr Zeit verbrachte im Moment als mit ihr.
„Stell ihn mir vor!“

#

Ogiwara Shigehiro starrte alles andere als begeistert auf sein Handy, als der die SMS seiner Kindheitsfreundin sich durchlas.

Tetsuhime: Konnichiwa, Shige-kun. Ich habe dir doch von Aomine-kun, meinem 'Licht', erzählt. Er hat mich gefragt, ob ich seine Freundin sein will. Ich habe Ja gesagt.
Wie geht es dir?
Hoshi will alle Details aus meinem Leben wissen, wie immer. Und meine Eltern kommen nicht über meinen Geburtstag. Stattdessen wohnt jetzt meine Oma vorübergehend bei uns, damit ich nicht alleine bin.
Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.
Tetsuya.


„Shige? Alles in Ordnung?“, rief ein Teamkamerad dem Mittelschüler zu, der den verbitterten Blick Ogiwaras auf das Handy bemerkt hatte.
„Ja, alles bestens“, antwortete dieser schnell, ehe er seine Antwort tippte.

Hey, Tetsuhime.
Danke, mir geht’s soweit gut.
Herzlichen Glückwunsch! Das freut mich für dich!!
Hoshi-chan scheint es ja blendend zu gehen. Ich habe übrigens etwas für dich :)
OH, das ist ja doof, vielleicht kommen sie doch um dich noch zu überraschen gemeinsam mit deiner Schwester!
Ich vermisse dich auch. Aber spätestens bei den Nationalen im Sommer werden wir uns sehen.
Shigehiro.


#

Es war nun der 31. Januar, Kurokos Geburtstag. Nur hatte sie es nicht für nötig gehalten, ihr Basketballteam oder geschweigedenn ihren Freund über diese Tatsache zu informieren.
Gerade saß die blauhaarige (immer noch die Jungenuniform besitzend) mit Akashi, Aomine, Murasakibara und Midorima in der Mensa der Teikomittelschule und aß mit ihnen gemeinsam Mittag.
Nur leider war sie kein Fan von dem Essen, das sie sich geholt hatte.

Und ausgerechnet heute war ihr Geburtstag, an dem ihre Familie abwesend war, sie ihr beste Freundin erst nach der Schule sehen würde und ihr Kindheitsfreund war leider auch nicht in greifbarer Nähe.
'Schrecklicher dreizehnter Geburtstag', dachte Kuroko und stach in das vor ihr liegende Karaage ein. Neben ihr saß Midorima, der den Missmut des Mädchen bemerkt hatte und ihr einen Blick zuwarf. Wenig begeistert kaute Kuroko auf dem frittierten Fleisch herum, ehe sie es schluckte. Gerade, als sie sich nachnehmen wollte, sah sie, wie eine fremde Hand sich das Karaage angelte.
Sie blickte nach oben und entdeckte Haizaki, der hinter ihr stand und es genüsslich verspeiste. „Ich klaue dir jetzt deine Fleischbällchen“, meinte er gelassen.

„Oi, Haizaki! Wenn du immer noch Hunger hast, hole dir gefälligst eine größere Portion oder schau nach mehr! Hör aber endlich auf, das Essen von anderen zu stehlen und vor allem das von meiner Freundin!“, beschwerte sich Aomine schließlich.
„Mir ist das egal“, meinte Kuroko nur.
„Man, es ist nicht so viel. Und außerdem ist du auch von anderen“, gab der grauhaarige schmatzend wieder.
„Ich mache das nur, wenn ich Hunger habe!“
„Das ist das gleiche, Aomine“, mischte sich nun Midorima ein. „Und mach keine Geräusche beim Essen, Haizaki! Sei nicht so vulgär, nanodayo!“
Im selben Moment nahm Murasakibara eine Reisschüssel vor seinen Mund und stopfte aus dieser den Reis mit seinen Stäbchen in sich hinein. Der grünhaarige hatte sein nächstes Opfer gefunden, das keine Manieren besaß.
„Und tu uns bitte den Gefallen, deine Stäbchen gescheit zu halten und nicht so zu essen, Murasakibara.“
„Wegen Zaki-chin werde ich jetzt auch beschimpft!“
„Oi, das Karaage von Atsushi sieht aber auch sehr verlockend aus!“, meinte dieser und beugte sich vor, um das Essen des Angesprochenen sich zu nehmen. In Windeseile hatte der lilahaarige eine bedrohliche Aura um sich gebildet und die Arme vor sein Essen gehalten. „Nimm ein Stück Rübe und du bist dran!“
„Du machst mir mehr Angst als in Spielen...“, fügte Aomine hinzu.
„Verwechsel das nicht. Es ist nicht so, dass ich Hunger habe, aber das Essen von anderen sieht einfach so lecker aus. Was wirst du tun?“, meinte der grauhaarige.
„Haizaki-san, wenn du Hunger hast, dann kannst du gerne mein Essen haben“, bot das einzige Mädchen der Runde an und zog damit alle Blicke auf sich.
„Tetsu! Das kannst du ihm nicht so einfach geben! Er klaut dir alles, genauso wie Murasakibara - „OI!“ - und du lässt dir das gefallen“, beschwerte sich der blauhaarige bei seiner Freundin.
„Daiki-kun, ich habe keinen Hunger. Und es wäre Verschwendung, es einfach so wegzuschmeißen. Denk daran, wie viele Menschen auf der Welt Hunger leiden.“ Kurokos Magen sagte etwas anderes, als sie das dramatische Ende hinzufügte.
„Kuroko-chan, dein Magen scheint aber etwas anderes zu sagen“, mischte sich Akashi zum ersten Mal in das Gespräch ein.

„Happy Birthday to you. Happy Birthday to you. Happy Birthday, dear Kuroko-chaaaaan~, Happy Birthday tooooo yoouuuuu!“, jodelte plötzlich eine weibliche Stimme durch die Mensa und die blauhaarige drehte sich um, nur um im nächsten Moment von Minako Aiko umarmt zu werden, welche dabei Haizaki zur Seite stieß. „Jetzt bist du zarte dreizehn Jahre alt und ich habe sogar etwas für dich!“

Minako Aiko war im zweiten Jahr der Teikomittelschule, Vize-Captain des Cheerleadingteams und versuchte Kuroko seit einem Monat nun schon dazu zu überreden, in dieses zu kommen. Sie besaß schwarze, schulterlange Haare und braune Augen, wie der Durchschnittsjapaner eben. In ihrer rechten Hand befand sich die Uniform des Cheerleadingteams, welche sie nun die Arme der blauhaarigen drückte.
„Arigatou gosaimasu, aber ich habe nicht vor, meine Meinung zu ändern“, lehnte Kuroko dankend ab.
„Ach, Kuroko-chan, komm schon! Du warst so gut bei den Turnmeisterschaften letztes Jahr! Du musst einfach unserem Team beitreten!“
Neugierig wurde sie von der Basketballmannschaft beäugt.
„Tetsu, du hast heute Geburtstag?“, hakte ihr Freund fassungslos nach. „Wieso hast du nichts gesagt? Ich hätte dann was für dich...“
„Mein Geburtstag ist nicht so wichtig.“
'Sonst hätten mir wohl meine eigenen Eltern oder meine Schwester gratuliert.'
Das Verhältnis zwischen Kuroko und ihren Eltern hatte sich über das erste Jahr der Mittelschule drastisch geändert, seitdem sie dem Basketballclub beigetreten war. Der Fokus lag nun mehr auf ihrer älteren Schwester Tomoe, welche seit fünf Jahren nun schon in den USA wohnte. Kurzerhand waren ihre Eltern mit ihr dort in den Urlaub gefahren, nur um dann zu verkünden, dass sie über ihren Geburtstag bleiben würden und der Zeitraum sich auf 'unbestimmt' einen Anruf später verlängert hatte, sodass Kurokos Oma zu ihr gezogen war, damit sie nicht alleine wohnen musste.
Kuroko fühlte sich vernachlässigt.

„Tetsu! Sag sowas nicht! Das müssen wir noch feiern!“
„Ich versuche es dann wohl ein anderes Mal, Kuroko-chan. So schnell gebe ich nicht auf! Früher oder später willst du Cheerleader werden!“

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Zur Feier des Tages war die Teikomannschaft noch ein Eis essen gegangen, um damit Kurokos Geburtstag abzurunden.
Nachdem sich alle verabschiedet hatten, begleitete der blauhaarige seine Freundin nach Hause.

„Sag mal, was war heute los, Tetsu? Du warst nicht wirklich bei der Sache...“
Das Mädchen schwieg und betrachtete den asphaltierten Bordstein vor sich, während sie lief.
„Es ist nur so, dass meine Familie mir nicht gratuliert hat. Sie sind wohl zu sehr mit sich selbst beschäftigt... Unser Verhältnis ist momentan auch nicht das beste...“
Gedankenverloren wäre die blauhaarige, während sie wahrheitsgemäß ihre Gefühle preisgab, fast gegen einen Pfosten gelaufen, wenn Aomine sie nicht in seine Arme genommen hätte.
„Hey, ich verstehe dich. Aber deswegen ist dein Geburtstag nicht unwichtig. Und außerdem habe ich noch etwas für dich.“
Die Turnerin sah auf, als der blauhaarige ihr eine silberne Kette um den Hals legte und sie verschloss.
„Die Kette habe ich seit meiner Geburt immer angehabt. Meine Eltern haben sie mir geschenkt. Ich finde, dass sie sehr gut zu dir passt, Tetsu.“ Noch bevor sie widersprechen konnte, hatte er seine Lippen auf ihre gelegt.
„Ich kann das nicht annehmen, Daiki-kun, wenn es von deinen Eltern ist“, sagte Kuroko, nachdem der blauhaarige den Kuss beendet hatte.
„Und ob du das kannst! Meine Mutter wollte sogar, dass ich sie meiner ersten Freundin schenke!“

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Nach einem anstrengenden Tag voller Schule, Sport und Glückswünschen war Kuroko abends daheim angekommen. Sie zog ihre Schuhe aus und ihre Jacke, hängt diese zurück und stellte ihre Tasche ab, ehe sie in die Küche lief.
„Tadaima, Obaa-ch-. !!“
Noch bevor die blauhaarige noch etwas erwidern konnte, stürmte jemand auf sie zu und umarmte sie. Es war niemand geringeres als ihre große Schwester, die sie fast zu Boden riss.
„Happy birthday, my dear little sister! I've missed you sooo much!“, begrüßte sie Kuroko Tomoe in Englisch, ein älteres Abbild von Kuroko, nur mit längeren Haaren, die einen dunkleren Blauton hatten. Eine Sache, die die beiden deutlich voneinander unterschied, war die Tatsache, dass man ihre große Schwester immer und überall wahrnahm, während die jüngere so gut wie unsichtbar wurde.
„Arigatou gosaimasu! You are suffocating me“, röchelte Kuroko nach Luft, ehe sie losgelassen wurde.

Im Hintergrund entdeckte sie ihre strahlenden Eltern. „Wir konnten dir leider nicht gratulieren, weil wir im Flieger saßen. Aber es sollte eine Überraschung für dich werden“, sagte Kuroko Shimizu als Begrüßung.

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Tetsuyas dreizehnter Geburtstag wurde doch nicht so miserabel, wie sie angenommen hatte. Ihr bester Freund, Ogiwara Shigehiro, hatte ihr per Post ein Geschenk (ein wunderschönes Freundschaftsarmband) zukommen lassen und ihre Familie war doch noch erschienen, nur um einige Tage später zurück in die USA zu gehen. Kurokos Eltern hatten über die Firma, bei der sie angestellt waren, ein Jobangebot Übersee erhalten für vorerst ein Jahr befristet, welches sie angenommen hatten.

Die kommenden zwei Monate verstrichen und es war Mitte April; das zweite Schuljahr an der Teikomittelschule hatte begonnen.... Und Kuroko hatte endlich eine Uniform für Mädchen erhalten.


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„Hier ist übrigens deine passende Uniform, Tetsu-kun! Wir mussten sie anfertigen lassen, weil dir selbst die kleinste Uniform noch zu groß war...“ Momoi Satsuki hatte Kuroko in der großen Pause zwischen den Unterrichtsstunden besucht, um ihr die Uniform des Basketballclubs zu überreichen. „Vielen Dank!“, erwiderte die Turnerin und hielt sie bewundernd in die Luft; eine Aura der Freude derweil ausstrahlend.
Dies blieb natürlich nicht unbemerkt von ihren Mitschülern, die sich über das plötzliche Auftauchen des Mädchens erschreckten.
„Äh...“ Peinlich berührt lächelte Momoi. „Ich soll dir noch eine Nachricht überbringen: Die Tage wird jemand dem ersten String beitreten.“
Kurokos funkelnde Aura verschwand und sie wand sich der Managerin zu.
„Davon habe ich schon gehört..“
„Dann mache ich das schnell. Er ist gerade mal zwei Wochen im Basketballclub. Sie wollen, dass du ihn einführst. Sein Name ist Kise Ryouta.“
'Kise Ryouta? Den Namen habe ich schon mal gehört....

„Kami-sama! Kise-kun sieht so gut aus! Kyaah!“
Sawada Yumi, Kiryuu Ayame und eine Gruppe von anderen Mädchen standen um die erstgenannte im Kreis herum.
„Warum zum Henker feiern die dieses Magazin so?“, fragte Hoshi verwirrt und dehnte sich, während sie den Mädchen einen genervten Blick zuwarf. „Ne, ne, Tetsu-chan, lass uns mal schauen gehen!“
Kuroko, die sich gerade in einem Spagat befand, sah auf und stoppte, als Hoshi sie nach oben zog und zu der Gruppe zerrte.
„Um was steht ihr das so herum?“ Mit den Worten griff Hoshi nach dem Magazin, das sich in den protetierenden Händen von Sawada befand, ehe sie einen Artikel begann, laut vorzulesen.
„Kise, Ryouta, gerade ein Mal Mittelschüler, ist ein erfolgreiches Model und stets beliebt bei der Damenwelt, will Basketballer werden!“
Kuroko sah sich ein Bild von dem besagten Objekt der Begierde an. Sie musste zugeben, dass er gut aussah – groß, muskulös gebaut, blonde (gold traf es eher) Haare und Augen, aber sie ließ sich nicht von so etwas beeindrucken. Und außerderm hatte sie einen Freund. Und sie fand, dass Kises Lachen gekünstelt und erzwungen wirkte. Hoffentlich war er kein miserabler Basketballer.

… Ah, dann er ist dieses Model, das Sawada-san und die anderen so verehren. Und dann fängt er wohl bei uns im Club an. Ich wusste nicht einmal, dass er bei uns auf die Schule geht. Sawada-san würde ausrasten. Aber ich wette, er ist nervig.'


„Ah, danke, dann weiß ich Bescheid“, antwortete Kuroko monoton.

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Zwei Tage später lief Kuroko durch die Gänge der Schule, auf dem Weg zurück zu ihrem Klassenzimmer von der Cafeteria, von der sie sich ihren geliebten Vanillemilchshake 'gegönnt' hatte. Während sie diesen genüsslich trank, bemerkte sie auf einmal eine Horde  Mädchen, die auf sie zugerannt kam. In Mitten dieser Traube entdeckte sie den flüchtenden Kise Ryouta. Schnell machte sie einen Schritt zur Seite, um nicht von der Horde umgerannt zu werden, welche mit 'Kise-sama, aishiteru' an ihr vorbeizog.
'Irgendwie tut er mir gerade Leid', dachte sie, als ihren Vanillemilchshake trank und weiterlief.

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Einige Minuten später hatte Kuroko ihr Klassenzimmer betreten und sich auf ihren üblichen Platz gesetzt, ganz hinten am Fenster und trank genüsslich ihren Milchshake. Sie schloss die Augen und genoss die Ruhe, ehe sie bemerkte, wie die Tür zum Klassenzimmer aufgerissen und panisch geschlossen wurde. Sie öffnete ihre Augen, nur um Kise Ryouta zu erblicken, der sich völlig außer Atem hier versteckte.
„Endlich sicher...“, murmelte er erleichert.
„Domo“, erwiderte Kuroko und musste unwillkürlich leicht ihre Mundwinkel anheben, als der blonde zusammenzuckte.
„Gyah! Seit wann bist du hier drin?“
„Ich war die ganze Zeit schon hier. Und ich würde dich bitte, dich woanders zu verstecken als hier. Ich hätte gerne meine Ruhe.“
Im gleichen Moment wurde die Tür aufgerissen und Kise reagierte schnell, in dem er über mehrere Tische sprang und sich hinter Kuroko versteckte.
'Er hat eine gute Sprungkraft.'
„Kise-sama ist hier nicht drin!“, stellte ein Mädchen enttäuscht fest und schloss die Tür wieder, nur um ein 'Oooh' von ihren Freundinnen zu hören.
„Sie haben dich nicht bemerkt! Wie machst du das?!“, wollte der blonde begeistert wissen und Kuroko wusste schon, dass er anstregend werden würde.
„Ich hatte schon immer eine geringe Präsenz.“
„Ne, ne, wie heißt du? Du musst mich vor ihnen beschützen!“
„Nein danke. Und wenn du keine Lust hast, von ihnen verfolgt zu werden, dann sei einfach ehrlich oder höre auf zu Modeln.“
Mit den Worten erhob sich die blauhaarige und ließ den sprachlosen Kise zurück.

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Es vergingen ein paar Tage und Kise befand sich in der Basketballhalle des zweiten Strings.
Er war frustriert, da er erfolglos nach „Seishincchi“, dem geisterhaften, blauhaarigen Mädchen gesucht hatte. Aber sie war wie vom Erdboden verschluckt. Als ob sie nicht gefunden werden wollte. Dabei hätte sie ihn vor seiner Fangirlmeute beschützen können. „Seishincchi“ respektierte er, trotz der Tatsache, dass er ihr nur kurz begegnet war, da sie wusste, wer er war, aber lieber weggegangen war, als das typische Fangirl darzustellen. Hoffentlich fand er sie wieder.
Er seufzte.
Gemeinsam mit zwei anderen Jungen wischte er den Boden der Halle mit einem großen Wischmopp, ehe er an zwei Schuhen vom weiterem Schrubben gehindert wurde. Er sah auf in das Gesicht eines rosahaarigen Mädchens.
„Bist Kise Ryouta-kun aus dem zweiten Jahr?“, fragte diese.
'Bitte kein Fangirl.', dachte er, erschaudernd bei dem Gedanken. In der letzten Zeit musste er sehr oft vor diesen fliehen, da sie ihn, seitdem ein Artikel erschienen war, der ihn als angehenden Basketballspieler herausstellte, noch mehr verehrten.
„Ja, der bin ich. Und du?“
„Ich bin ein Manager, Momoi Satsuki. Heute beginnend, wirst du in der Turnhalle des ersten Strings mit dessen Mitgliedern trainieren.“
„Ah, hai!“

„Sugoi. Er kann dem ersten String einfach so beitreten ohne diesen blöden Aufnahmetest zu machen. Er war nicht mal im Basketballclub für zwei Wochen!“

Kise konnte deutlich den Neid der anderen erkennen in den Worten, als er der rosahaarigen folgte. 'Ja natürlich. Ich meine, das bin ich, über den wir hier reden. Selbst wenn dieser Club hier superstark sein sollte, zweiter String ist nicht gut genug für mich.'

Mittlerweile hatten die beiden die Turnhalle des ersten Strings erreicht und Kise blieb vor lauter Erstaunen und Begeisterung stehen, als er sah wie ein blauhaariger Junge den Basketball in den Korb dunkte. Es war kein geringer als Aomine Daiki, den er vor ein paar Wochen kennengelernt hatte durch ein kurzes Gespräch.
„Satsuki, warum bist du hier mit Kise?“, fragte dieser, während er lässig am Basketballkprb hing, eher er auf dem Boden landete.
„Kise-kun ist ab heute im ersten String.“
„Huh? Das ist echt cool für jemanden, der gerade erst angefangen hat.“
'Du bist der coole hier! Welcher Mittelschüler kann einfach so dunken?' Und ernsthaft, wir haben gerade ein Mal miteinander gesprochen! Und er verhält sich, als ob wir beste Freunde wären!', dachte Kise empört.
„Aomine-kun, weißt du, wo Tetsu-kun ist?“
In dem Moment erhielt der blauhaarige einen Ball und dribbelte ihn, da er Teil eines Übungsspiels war. „Nope!“
„Was machen wir jetzt? Tetsu-kun soll dein Trainer sein.“
„Trainer?“
„Hai. Du bist zwar ein Zweitklässler, aber die aus dem dritten Jahr haben gesagt, da du dem Club spät beigetreten bist, musst die Pflichten eines Erstklässlers machen. Deswegen haben wir dir einen Trainer zugeteilt.“, erklärte Momoi, während sie sich suchend umsah.
„Und das ist dieser Tetsu-kun?“, fragte der blonde zweifelnd.
„Du hast mich gerufen?“, hörte er eine weibliche Stimme. Er sah sich um, entdeckt aber niemanden, ehe er seinen Kopf nach unten. Blau traf auf gold. Aufschreiend wich Kise einen Schritt zurück, ehe er das Geistermädchen näher musterte.
Sie war recht klein und zierlich und besaß hellblaue Haare, die in einen hohen Zopf zusammengefasst gefasst waren. Ihr Pony bedeckte ihre Stirn, während ihre ausdrucklosen Augen ihn anstarrten. Sie trug ein weißes T-Shirt und eine schwarze Sportleggins.
„Seishinchi-chan!“ Schnell verbesserte er sich.
„Tetsu-kun!“, rief Momoi begeistert und eilte zu den beiden.
„Er ist Kise-san, von dem ich dir erzählt habe.“
„Hai. Ich weiß, wer er ist. Ich bin Kuroko Tetsuya. Freut mich, dich wiederzusehen“, begrüßte sie ihn höflich und verneigte sich. Kise musterte sie skeptisch mit hochgezogener Augenbraue.
'Sie soll mein Trainer sein? Sie ist ein Mädchen! Was zur Hölle macht sie hier? Manager? Ja, das muss es sein. Sie ist ein Manager.'
„Ihr kennt euch?“
„Wir sind uns einmal begegnet. Mehr nicht.“, korrigierte Kuroko sich.

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Am Tag drauf beobachtete Kise das Trainingsspiels der regulären Spieler mit anderen aus dem ersten String. Er war begeistert. Er sah, wie ein lilahaariger Junge einen Korb durch bloßes Blocken des Balls verhinderte, ein grünhaariger Junge einen Dreier warf und Aomine geschickt an anderen Spielern vorbei dribbelte und dunkte. Das Feld war durch ein Netz getrennt worden, sodass es zwei Trainingsgruppen gab. Nachdem er sich durch einen Wurf Lob seiner Teamkameraden abgeholt hatte, warf er erneut einen Blick auf das andere Feld.

„Weiter geht’s!“, rief jemand und er entdeckte Kuroko, die sich auf dem anderen Spielfeld befand und soeben den Ball gefangen halte, welchen sie nun dribbelte.
'NANII? Sie ist kein Manager? Wie geht das? Was zum Teufel?'
Er war verwirrt und beschloss, sie nachher zu fragen. Im gleichen Moment sprang Kuroko in die Luft und versuchte, einen Korb zu erzielen, doch der Ball prallte am Ring des Korbes ab zurück auf den Boden.
„Hey, Kuroko! Du kannst keine unbeschützten Layups verhauen!“, rief jemand.
'Das kann nicht deren Ernst sein! Sie kann doch niemals mein Trainer sein!'

Auf der anderen Seite des Feldes landete das Mädchen auf dem Boden und blickte dem Ball nach, der auf dem Boden aufdopste und wegrollte, als sie plötzlich eine Hand auf ihrem Kopf spürte. „Ne, das ist nicht dein Ernst, oder? Dinge zu versuchen, die du eh nicht kannst!“, meinte ein genervter Murasakibara und wuschelte ihr durch die Haare. „Du bist so klein, dass ich dich zerquetschen will.“
Mit den Worten hob er das Mädchen unter den Achseln nach oben, sodass sie in der Luft schwebte. „Oi, lass Tetsu gefälligst nach los!“, meinte Aomine nun und umklammerte ihre Taille, ehe sie wieder auf dem Boden angekommen war.
„Könntet ihr das bitte lassen? Ich bin keine Puppe, die man nach Belieben anheben kann“, sagte die blauhaarige monoton und hatte die Blicke der auf sich ruhen.

Kise war geschockt, als er das Geschehen beobachtete.

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„Kise-san.“ Nach dem Training musste die Halle gesäubert werden und Kuroko war dafür verantwortlich darauf zu achten, dass Kise das mit ihr und dem Rest erledigte.
„Hier bin ich“, fügte sie hinzu, nachdem sie bemerkte, dass der blonde sie offensichtlich suchte.
„Gah! Kannst du nicht normal sprechen?“, erschreckte er sich.
„Hm? Das habe ich doch...“
„Das war es nicht.“
„Aber was wichtiger ist, könntest du bitte mit den Erstklässlern die Halle säubern? Die Besen sind dahinten in der Kammer.“
'Ist mein Trainer wirklich nur dafür gut?'

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„Kise!“, hörte der blonde seinen Namen, als er fast am Haupteingang von der Teikomittelschule angelangt war und Aomine erblickte. Er erkannte neben ihm Kuroko und den lilahaarigen, der er mittlerweile als Murasakibara Atsushi identifiziert hatte. „Was gibt’s?“
„Kise!“ Aomine legte einen Arm um seine Schulter. „Wir müssen das feiern, dass du jetzt im ersten String bist! Lasst uns losgehen!“ Freudig hob Aomine seinen Arm nach oben, wenig begeistert gefolgt von Kuroko und Murasakibara.

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„Was geht hier ab?“, murmelte der blonde, als er mit den anderen dreien vor einem 24-Stunden-Laden angelangt war, wo sie sich Eis geholt hatten. Kise betrachtete das pinke Wassereis in seiner Hand, ehe er sich zu der Dreiergruppe wandte. „Wie ist es dazu gekommen?“
„Was meinst du? Wir feiern!“, fragte der zweite blauhaarige verwirrt.
„Warum hier? Und ihr habt mich gezwungen, das Eis am Stiel zu kaufen!“
„Komm schon, du hast Geld durch das Modeln im Gegensatz zu uns anderen.“
„Und wir haben einen Aktion erlangt, weil wir eine ganze Box von ihnen gekauft haben“, mischte sich Murasakibara in das Gespräch nun ein.
„Und wir haben noch irgendeinen Typen auf dem Weg aufgegabelt!“, beschwerte sich Kise und deutete dabei auf Midorima, der ebenfalls ein Eis in der Hand hatte.
„Ich war lediglich hier zuerst, nanodayo. Dann hat mich Kuroko zu der Party eingeladen“, meinte dieser.
„Partys machen mehr Spaß mit mehr Leuten“, erwiderte die blauhaarige monoton.
„Nun ja, es macht mir nichts aus, mit euch hier zu essen, denke ich, nanodayo.“
„Wer zu Hölle bist du?“ Entrüstet wandte sich Kise zu dem grünhaarigen.
„Midorima Shintaro. Es würde dir gut tun, wenn du dir zumindest die Namen der regulären Spieler merken könntest“, meinte dieser, als Murasakibara sich umdrehte, um sich noch mehr Süßigkeiten in dem 24-Stunden-Laden zu kaufen.
„Ich bin gerade erst dem ersten String beigetreten. Woher soll ich das wissen?“, hakte Kise nach, während Aomine sein Eis in zwei Bissen hinuntergeschlungen hatte, ehe er erwiderte: „Das sind Dinge, die du deine Trainierin fragen solltest, richtig?“
Die Blicke der Jungen fielen auf Kuroko, die auf den leeren Eisstiel fixiert war. Prompt zerschlug sie jegliche Hoffnung Aomines auf ihr restliches Eis in seinem Mund. „Ich habe gewonnen“, stellte sie fest.
„Hä? Sweet!“ - er sprach es 'swet' aus – Der Power Forward nahm Kurokos rechte Hand in seine rechte, um demonstrierend desn Eisstiel in die Luft zu halten, ehe er seinen linken Arm und ihre Taille und sie näher zu sich zog.
„Das ist erste Mal, dass ich jemanden gewinnen sehe bei diesem Zeug! Was sind die Preise?“

Kise strahlte vor Enthusiamus, ehe er sich nachdenklich zurücklehnte. 'Hm? Warum freue ich mit ihnen? Und was macht Aominecchi da mit Seinshincchi?' Eine Spur von Eifersucht lag in seinem Blick, als er die beiden musterte, ehe der lilahaarige Riese aus dem Laden zurückgekehrt war und sich zu den anderen gesellte.

„Nani nani? Was ist passiert?“, fragte er neugierig.
„Ah, Kuroko-chan hat... Was zum Teufel? Wie viel kannst du bitteschön essen?!“
Geschockt starrte Kise den Center an, der sich eine weitere Aktionspackung gekauft hatte.
„Hm? Viel. Was ist jetzt passiert?“
„Ach, Kuroko-chan hat den Hauptpreis gewonnen.“

„Tetsu-kun! Ich werde es für immer behalten!“, hörte er plötzlich die Stimme von Momoi Satsuki und der blonde sah, wie sie den Eisstiel in der Hand hielt und dem Mädchen um den Hals gefallen war. Aomine war gerade Nebensache.
„Idiot. Was bringt es dir, wenn du es nie einlöst?“ Der blauhaarige versuchte, die beiden Mädchen voneinander zu lösen. Es wirkte eher so, als ob Momoi Kuroko erwürgen als umarmen wollte. „Baka Aomine-kun!“
Kise schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn.

„AUS DEM WEG!!!!“, brüllte ein hupender Motorradfahrer, der an den Schülern vorbei raste. Schnell stellte sich Aomine vor die Mädchen, die deswegen nach hinten auf den Boden fielen und sich prompt von der Umarmung lösten. „Au...“
„Satsuki! Tetsu!“
„Das hat weh getan...“, meinte die rosahaarige.

„HILFE! ER HAT MEINE TASCHE GEKLAUT!“, rief eine ältere Frau, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite umgefahren worden war. Kise und Aomine reagierten blitzschnell, in dem sie ihre Taschen auf den Boden warfen und dem Motorradfahrer hinterher rannten. Indes hatte Kuroko Momoi auf die Beine geholfen.
„Idioten. Ihr könnt niemals mit einem Roller mithalten“, meinte Midorima und griff, unter Protest Murasakibaras, nach dessen Aktionspackung Maiubo, die er in einem akkuraten Bogen warf.
Sie landeten direkt auf dem Kopf des Motoradfahrers, welcher vor lauter Überraschung zu Boden ging und den Zorn Murasakibaras aufgrund der kaputt gegangenen Maiubos zu spüren bekam.

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„Ich kann es nicht fassen, dass ihr alle einen Taschendieb geschnappt habt! Das ist unglaublich!“, lobte Momoi die Menge begeistert ein wenig später, als alle auf dem Heimweg waren.
„Du hast recht. Das war gute Teamarbeit“, fügte Kuroko hinzu.
'Du hast nicht mal was gemacht', dachte Kise und warf einen verstohlenden Blick auf die blauhaarige in Schuluniform, welche hinter ihm lief. 'Naja, so viel habe ich auch nicht dazu beigetragen.'
„Bist du eigentlich auch ein regulärer Spieler, Murasakibara-kun?“, fragte der blonde neugierig.
„Ja, bin ich. Woher weißt du das?“
„Naja, du hast diese gewisse Aura..“
„Jeder hier ist ein regulärer Spieler“, fügte Aomine hinzu, welcher vor Kise, gemeinsam mit Midorima, lief.
„Was? Wirklich? WIRKLICH?“ Geschockt blickte er auf Kuroko. „Du bist kein Manager?“ Dann hatte er sich heute Mittag wohl doch nicht verguckt.
„Nein, ist sie nicht. Sie spielt auch in Spielen...“, erklärte Aomine, der das Mädchen mittlerweile zu sich gezogen hatte. „....und ist meine Freundin.“
Kise hätte womöglich mit allem gerechnet, aber nicht damit. „Nani? Seit wann? Klär mich auf! Und wieso ist sie einem Team voller Jungen!“

Während sich die beiden darüber unterhielten, hatte Aomine Kurokos Hand in seine genommen. Die blauhaarige zog ihr Klapphandy hervor und bemerkte, dass es schon zwanzig Uhr war und dass sie mehrere Anrufe in Abwesenheit sowie diverse SMS von Hoshi erhalten hatte, wo sie denn war.
'Mist! Heute ist ja noch Training.. Ich sollte mich noch abmelden!'
Gerade, als sie Hoshi anrufen wollte, erschien ihre Nummer auf dem Display. Sie hob ab.
„Tetsuya! Wo bist du! Hier brennt die Hölle!“, brüllte ihre Freundin in den Hörer. Sie benutzte ihren Vornamen nur, wenn sich gewaltiger Ärger anbahnte. „Es wird jetzt eine verdammte Anwesenheitsliste geführt von Yamamoto! Wer zu spät kommt, muss länger bleiben und am Wochenende Straftraining absolvieren! Am verfickten Sonntag! Und es geht einfach früher los als sonst! Wir haben sogar eine offizielle Entschuldigung für die Clubs in unserer Schule erhalten. Was ist das? Tetsuya, antworte!“
Kuroko war kaum zu Wort gekommen, da ihre Freundin sie kaum zu Wort kommen ließ.
„Hikari-chan, ich wollte dir schon absagen, aber das Training ging heute länger und ich kann leider nicht mehr kommen, da ich ja eine Stunde zur Halle noch brauche“, sprach Kuroko monoton in den Hörer und hatte damit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
„Tetsu-chan, dein verdammter Ernst? Du lässt mich alleine heute in der Hölle! Komm dann aber zumindest morgen vorbei. Ich lasse mir eine Ausrede einfallen“, flüsterte Hoshi.
„Bis morgen dann, du Basketballfreak!“
Die blauhaarige verabschiedete sich.

„Oi, Tetsu, wer hat dir da dein Ohr abgebrüllt? Das war ja sogar bis zu mir zu hören“, stellte Aomine fest, als er zusah, wie Kuroko ihr Handy wegpackte.
„Es war nur eine Freundin vom Turnen, die mich über die neuen Regulungen dort informiert hat“, antwortete sie. Bei dem Wort 'Freundin' horchte Momoi genau auf.
„Welche Freundin?“
„Eh? Turnen?“, hakte Kise nach.
'Das kann sie doch nie im Leben. Wenn sie da genauso miserabel ist wie im Basketball!'
Skepsis machte sich bei ihm breit.

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Kise war so geschockt und fasziniert von Kuroko, dass er beschloss, Nachforschungen über sie anzustellen.

Während des Schulsports versenkte Kise den Fußball im Tor, in dem Murasakibara gelangweilt stand und herzhaft gähnte. Er wollte endlich seine Snacks essen.
Einige Zeit später hatte sich der blonde zu dem lilahaarigen gesellt, um ihn über das Geistermädchen auszuquetschen.
„Tsuya-chin? Ja, sie ist sehr nett. Ich mag ihre Cupcakes.“
„Ich habe nicht nach ihrer Persönlichkeit gefragt! Ist das nicht komisch, dass ein Mädchen ein regulärer Spieler ist? Sie kann irgendwie nichts.“
„Ist das so? Ich weiß nichts. Aka-chin ist derjenige, der alles entscheidet.“
„Aka-chin? Wer ist das?“
„Und wer bist du?“
Empört betrachtete Kise sein Gegenüber. „Kise Ryouta! Wir sind in einer Klasse und haben gestern Eis zusammen gegessen!“
„Haben wir das?“
'Er ist definitiv der Falsche um über Kuroko-chan oder Seinshincchi zu reden. Wieso respektiere ich sie nochmal? Ich glaube, das sollte ich besser nicht. Sie kann rein gar nichts.'
„Aber ich finde, dass Tsuya-chin wie ein großes Marshmallow aussieht, dass ich in Schokolade tunken will~~“, schwärmte der lilahaarige plötzlich und Kise war entsetzt.

Auch probierte er sein Glück bei Midorima, den er in der Pause bei einem Getränkeautomaten abgefangen hatte, nachdem Murasakibara sich als Sackgasse entpuppte, für den Kuroko scheinbar eine Süßigkeit darstellte.
„Was ich über Kuroko denke?“
„Genau.“
„Kise, wieso fragst du das genau?“
„Nun ja, sie soll meine Trainierin sein, aber sie ist irgendwie... Hey, du erinnerst dich an meinen Namen, obwohl ich kein regulärer Spieler bin!“
„Das ist, weil ein Akashi ein Auge auf dich geworfen hat.“
„Akashi, wer ist das?“
„Das wirst du schon noch sehen.“
Midorima schmiss eine leere Dose in den Mülleimer, ehe er an Kise vorbeilief, aber wieder stehen blieb.
„Jetzt zu Kuroko. Sie ist ein Wassermann. Ihr Glücksbringer ist ein Japanisch-Englisch-Wörterbuch. Und so nebenbei, der Glücksbringer vom Krebs heute ist eine Handpuppe.“ Plötzlich tauchte ein grüner Frosch hinter Midorimas rechter Schulter auf, mit dem er Bewegungen ausführte, was den blonden sichtlich verwirrte. „Kuroko hat Blutgruppe 0. Ich habe Blutgruppe B. So gesehen wären wir kompabitel, aber wenn es um Basketball geht, kommen wir nicht klar. Wenn du mehr über sie wissen willst, frage Minako Aiko aus der 3-B.“
„Was ist los bei ihm?“, fragte sich Kise, als er Midorima hinterblickte.

Kise war Midorimas Tipp gefolgt und hatte sich in den dritten Stock begeben, wo sich die Klassenzimmer der Drittklässler befanden, auf der Suche nach Minako Aiko. Er fand das Klassenzimmer, in dem das Mädchen scheinbar Unterricht hatte und betrat es durch die offene Tür. Ein paar neugierige Gesichter betrachteten den blonden, der sich suchend umsah, aber keine Ahnung hatte, wer sie überhaupt war.
„Ano, ich suche eine Minako Aiko. Ist sie zufällig hier?“, fragte er in die Runde und das Tuscheln begann.
„Ja, die ist hinter dir! Was kann ich für dich tun?“
Kise erschreckte sich und drehte sich um, nur um in das Gesicht eines schwarzhaarigen Mädchens zu blicken.
„Ano, ich wurde geschickt, da man meinte, dass du mir mehr über Kuroko Tetsuya sagen könntest.“
„Ach, die kleine Turnerin, die sich weigert, dem Cheerleaderteam beizutreten, obwohl sie ihr ungenutztes Talent im Basketballteam verschwendet?“
„Ja, sie ist ja ein regulärer Spieler, aber ich verstehe nicht wirklich wieso.“
„Das kann ich dir auch nicht sagen“, meinte Minako und fuhr sich durch die Haare, ehe sie durch den Raum an ihren Platz lief und sich an diesen setzte. Kise folgte ihr, als sie ihr Handy herausholte, es entsperrte und auf ihrer Galerie ein Video aufrief.
„Schau dir das an. Das verrät, wie perfekt geeignet sie für Teikos Cheerleader ist.
Der blonde guckte sich ein dreiminütiges Video über eine Turnmannschaft an, die aus Mädchen bestand. Er konnte klar und deutlich Kuroko erkennen, die man ein paar Mal durch die Luft warf oder wie sie einen Salto oder andere Turnelemente, deren Namen er nicht kannte, performte, ehe es endete.
„Suge!!“ Kise war beeindruckt.
„Ich weiß wirklich nicht, was sie davon abhält, ein Cheerleader zu werden, aber es wäre toll, wenn du sie dazu überzeugen könntest, Kise-kun.“ Ein Grinsen schlich sich auf die Lippen des Mädchens.
„Eh?“
„Ich wusste, dass du mich aufsuchen würdest, weil ich zufällig dein kleines Gespräch mit Midorima Shintaro gehört habe. Bring' Kuroko-chan irgendwie dazu, dem Team beizutreten. Du willst ja schließlich regulärer Spieler werden, oder?“
'Man, was hat die denn für eine gewiefte Persönlichkeit? Kuroko-chan ist echt gut im Turnen, aber wenn sie nicht will, kann man sie ja auch nicht zwingen, oder?'
„Ja, will ich, aber ob sie deinem Team beitreten will, muss sie selbst entscheiden“, antwortete Kise.
„Irgendeinen Weg wirst du schon finden. Viel Erfolg!“, winkte Minako ihn ab. Kise wurde das Gespräch zu dämlich und er ging, bevor irgendwelche Fangirls ihn finden würden.

Kise startete einen letzten Versuch bei Momoi Satsuki. Die beiden schienen sich sehr nahe zu stehen. Und Aomine Daiki wollte er definitiv nicht über seine Freundin ausfragen. Der würde sich dann etwas merkwürdiges zusammenreimen.
„Was ich über Tetsu-kun denke?“, fragte Momoi den blonden, als er sie in der Turnhalle beim Basketballtraining abgefangen hatte.
„Genau. Was ist los mit ihr?“
„Du wirklich wissen, wie ich zu Tetsu-kun stehe?“ Die rosahaarige war nun völlig in einer Welt aus Glitzer und Blümchen verschwunden. „Als regulärer Spieler ist sie ja--“
„Ich weiß es nicht! Tetsu-kun, wo bist du? Lass uns etwas unternehmen!“
Kise konnte nicht einmal fertig sprechen, als er sah, wie das Mädchen wegrannte und nach der blauhaarigen suchte.

Während er seufzte, bemerkte er nicht im Hintergrund Akashi, der ihn beobachtete. Seine roten Augen folgten jeder Bewegung des blonden. „Aka-chin, was ist los?“, fragte Murasakibara den rothaarigen, neben er erschienen war. „Nichts“, erwiderte dieser, als seine Augen auf Kuroko fielen, die gerade die Sporthalle betreten hatte.

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Bei dem folgenden Trainingsspiel schlug Kise dem blauhaarigen Mädchen mit Leichtigkeit den Basketball aus der Hand, ehe er diesen dunkte. Es gelang ihm immer wieder, dem Mädchen den Ball zu stehlen, welche nun von ihrer Trainingsmannschaft belehrt wurde, dass sie Kise nicht den Ball stehlen lassen sollte.

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„Ich kann das einfach nicht akzeptieren!“, rief Kise entrüstet, als das Training schon vorbei war und es draußen bereits dunkel war. „Wie zur Hölle kann sie ein regulärer Spieler sein!“ Kise deutete auf das Mädchen, welches sich gerade in einem Spagat befand und ihren Oberkörper komplett auf dem Boden durchgestreckt hatte, ehe sie sich aus der Position löste und in den Schneidersitz ging, weil der blonde auf sie deutete mit dem Zeigefinger.
„Zeig nicht so auf deine Trainerin!“, meinte Aomine.
„Wer würde zwischen uns gewinnen?“ Kise nahm seinen Finger zurück.
Die Mannschaft dehnte sich gerade nach dem Training zum „Abwärmen“.
„Nun, das wärst, denke ich, du?“
Im Hintergrund befand sich Kuroko nun in einer Sitzposition mit ausgestreckten Beinen und versuchte, ihren rechten Fuß mit beiden Händen zu greifen.
„Also warum?“
„Sie ist anders. Sie ist nicht so wie du und ich. Aber sie ist zuverlässig in einem Spiel. Du siehst früher oder später schon noch, wie fantastisch sie ist.“
Kise konnte nicht deuten, ob Aomine das nur sagte, weil sie zusammen waren oder weil er es wirklich so meinte. Kuroko befand sich in einer Brücke und betrachtete Kise von der umgekehrten Seite aus.
„Gah!“
'Ich verstehe echt nicht, warum sie nicht bei den Cheerleadern ist.', dachte er.
„Kuroko. Kise.“
Aomine und die beiden Angesprochenen richteten ihre Augen auf Midorima, der nun dazu gekommen war.
„Ich habe Befehle vom Coach, nanodayo. Und Kuroko, es wäre toll, wenn du uns richtig herum anschauen würdest.“
Die blauhaarige, welche sich immer noch in der Brücke befand, holte Schwung mit ihrem rechten Bein, nur um in der typischen Turnpose durchgestreckt auf dem Boden zu stehen. Sie drehte sich um und setzte sich wieder hin.
„Ihr zwei werdet morgen in dem Trainingsspiel des zweiten Strings mitspielen.“
„Was? Wieso?“, fragte Kise.
„Als Absicherung. Wir haben traditionellerweise immer ein Paar Spieler aus dem ersten String in den Spielen des zweiten oder dritten. Aber vergesst nicht: Teikos absolute und einzige Lehre ist der Sieg. Verlieren kommt nicht in Frage.“ Midorima rückte sich seine Brille zurecht. „Wenn du also etwas zu sagen hast, mach es morgen, nachdem du gewonnen hast. Und verhalte dich nicht, als ob es dich nicht betrifft. Wenn ihr verliert, kommt ihr in den zweiten String.“
Dabei blieb Midorimas Blick auf dem Mädchen hängen.

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Am nächsten Tag liefen die beiden, die zum Trainingsspiel mit dem zweiten String gingen, nebeneinander auf dem Weg zur gegnerischen Schule. Sie trugen die Überziehuniform des Basketballclubs. 'Wenn ich so darüber nachdenke, der zweite String ist ganz schön groß. Aber was ist mit dieser 'Ich-bin-so-stark-Spielerin/Turnerin', die im ersten String ist und so schwach ist?', dachte Kise und musterte das Mädchen eindringlich, ehe sein Blick auf ihrer Oberweite hängen blieb, die für eine dreizehnjährige nicht gerade klein war und für jemanden von ihrer Größe.
Mit rot anlaufenden Wangen schlug er sich den Gedanken bei Seite, ehe er sie ansprach.
„Kuroko-chan, kann ich dir etwas vorschlagen?“, fragte er lächelnd.
„Was denn?“
„Wenn wir beide in diesem Spiel spielen, warum schauen wir nicht, wer die meisten Punkte bekommen kann? Wenn ich gewinne, gib mir deine Uniform“, sagte Kise fast schon siegessicher grinsend, während die blauhaarige ihn monoton anstarrte.
„Ich will nicht. Wenn das Team verliert, was machen wir dann?“
'Diese Minako hatte recht. Du bist wirklich hartnäckig.'
„Wir könnten immer noch schauen, wer am meisten Punkte bekommt. DU willst nicht?!“
„Das ist doch sinnlos. Das ist nicht mein Style, aber ich bin deine Trainierin, also lass mich dir eine Sache sagen: Du solltest darüber nachdenken, was du für das Team machen kannst. Aber ich mag deinen Kampfgeist“, erklärte sie ruhig und blickte auf den Weg vor ihr.

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Die Komagimittelschule, gegen die der zweite String spielte, war eine Schule mit einem unverschämten Basketballteam, wie Kise fand. Am Rand stehende Jungen brüllten Beleidigungen und andere unnötige rein, während sie die Spieler von Teiko bedrängten und ihnen den Ball klauten. Er beobachtete, wie der Referee ein Faul ungeachtet davon kommen ließ.
„Kise, du bist dran!“, meinte der Coach, als es hieß: „Teiko. Spielerwechsel.“
Kise betrat das Feld, als er feststellte, dass Kuroko immer noch auf der Bank saß. 'Also ist nur einer von uns beiden drin? Ich denke, dass ist so oder so besser.'

Kurz darauf bekam der blonde den Ball von einem Spieler gepasst, nur um prompt von dem Gegner zu zweit geblockt zu werden. Er sah keine Möglichkeit, ihnen zu entkommen, außer sich gewaltsam frei zu brechen, nur um vom Referee ein 'Offense! Charging' zu erhalten.

Ein paar Momente später hieß es erneut 'Spielerwechsel'.
Kuroko war endlich an der Reihe. Der Gegner betrachtete sie abschätzig.
„Das ist alles, was Teiko zu bieten hat? Ein Mädchen?“
„Oi, Chibi-chan, pass auf, dass du dich nicht verletzt!“
„Ist das überhaupt erlaubt?“
Die Turnerin ignorierte die abfälligen Bemerkungen und eilte auf das Feld zu Kise, der sich ebenfalls argwöhnisch musterte.
'Lässt sie das kalt?'
„Sumimasen. Bitte leihe mir deine Kraft.“
„Klar, sicher. Warte, sollte das nicht mein Satz sein?!“
„Ich bin nur ein Schatten. Du bist das Licht, das die Punkte machen wird“, lächelte die blauhaarige kaum merklich, nur um Verwirrung von dem blonden zu ernten.

'Das, was sie da vorhin gesagt hat, klang ja ganz cool, aber was soll so ein Chibi wie sie ausrichten. Die ist doch kaum größer als 1,45! Wenn nicht sogar noch kleiner! Jetzt mal ehrlich, sogar die Verteidigung der Gegner interessieren sich nicht mal für sie!', dachte Kise, der erneut von der Komagimittelschule geblockt wurde und zu Kuroko blickte, welche komplett frei stand.
Er blinzelte, als er plötzlich sah, wie den Ball in seine Arme passte. Damit zog sie den Blicke der anderen auf sich und die Aufmerksamkeit lag auf ihr, was Kise schnell ausnutzte, um dem Gegner zu entkommen und den Ball in den Korb zu werfen.
Pass für Pass ging nun durch Kuroko an Kise an die übrigen Spieler weiter, welche erfolreich punkteten.
'Das kann nicht sein.' Kises Blick ruhte auf der vor ihm joggenden Kuroko. 'Benutzt sie die Tatsache, dass sie kaum Präsenz hat, um zu passen? Geht das überhaupt? Ist sie deswegen so wichtig?'
„Bitte fokussiere deine Augen auf den Ball. Die Punktzahl ist wie sie ist, aber ich gehe voll raus.“ Kise grinste auf diese Aussage hin.

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Zurück in der Teikomittelschule, befand sich Akashi Seijuro im Zimmer des Schülerrates und spielte Shogi gegen sich selbst, als Midorima den Raum betrat.
„Akashi!“
„Midorima, was gibt es?“
„Ich habe gehört, dass du derjenige warst, der vorschlagen hat, Kuroko und Kise heute zusammen spielen zu lassen.“
„Kise hat so oder so bald seine Uniform. Ich dachte nur, ihm zu zeigen, wozu Kuroko-chan  fähig ist, bevor das passiert.“
„Bald? Wie auch immer, du verhälst dich wieder so, als ob du alles weißt.“
„Das weiß ich auch. Immerhin war ich derjenige, der Kuroko-chans Fähigkeit entdeckt hat.“

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„Ich denke, ich verstehe nun, worauf du hinaus willst. Aber trotzdem verstehe ich es nicht! Selbst wenn ich wüsste, was ich alles für das Team machen könnte, selbst wenn ich mich selbst opfern müsste, ich könnte das nie! Aber ich weiß, dass du klasse bist, Kurokocchi! Aber macht das wirklich Spaß?“, fragte Kise das Mädchen, als das Spiel vorbei war und sie sich auf dem Rückweg zu Teikomittelschule befanden.
'Als ich das eben gesagt habe, habe ich zu mir gesagt, dass sie nicht mal daran denkt, das, was sie da eigentlich macht, ein Opfer ist. Und deswegen denke ich, dass sie klasse ist.', dachte er.
„Es macht keinen Spaß. Und wenn wir verloren hätten, noch mehr.“
'Ihre Gefühle gegenüber Gewinnen sind so rein.'
„Und wieso nennst du mich Kurokocchi?“
„Ah, das, ich hänge 'cchi' an die Namen der Leute an, die ich respektiere.“
„Bitte nicht.“
„Ach, komm schon. Aber, Kurokocchi, ich glaube, das Basketball genau das richtige für mich ist!“ Kise grinste.
„Ist das so?“
„Ja, ist so!“, meinte er, als er auf einmal Kuroko umarmte, sodass sie in ein Gebüsch fielen. Da die beiden die letzten der Truppe waren, fiel der plötzliche Verlust nicht auf. Kise lief rot an, als er bemerkte, wie nah er sich dem Mädchen befand und in welcher Position. Sie lag direkt unter ihm in einem Gebüsch in einem fremden Vorgarten. Schnell stand er auf und zog sie an ihrem Handgelenk mit nach oben, nicht daran denkend, was Aomine wohl sagen würde, wenn er sie so vorgefunden hätte.
„Sumimasen, Kurokocchi“, meinte Kise verlegen, als er sie immer noch am Handgelenk festhielt, während sie die Truppe einholten.
„Ist ja nichts passiert“, sagte sie, während sie seine Hand von ihrem Arm entfernte.

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„Ich glaube kaum, dass Daiki es so toll finden würde, wenn er wüsste, dass seine Tetsuya von Ryouta ins Gebüsch gezerrt wird“, sagte Haizaki, der das Training geschwänzt hatte und durch die Zufall die Szene aus der Ferne gesehen hatte. „Aber was kümmert mich das...“

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In diesem Kapitel der Teikogeschichte hatten Kise, Aomine und Murasakibara offiziell ihr Herz an Kuroko verloren, auch wenn es letzterer nicht gerne zugab und es erst im nächsten Kapitel wirklich akzeptieren konnte und ersterer es in einer bestimmten Konfrontation offiziell verkündete.
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