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Princess of miracles

von xSenpaiix
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
26.07.2015
11.06.2019
44
125.345
39
Alle Kapitel
115 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.08.2015 2.150
 
c h a p t e r  2

I am a shadow

Gegen Abend, in irgendeinem Stadtteil Tokyos, saß Aida Riko in einem Bus und fuhr mit diesem nach Hause. Nachdenklich blickte sie aus dem Fenster und beobachtete die vorbeiziehende “Landschaft”, die eigentlich überwiegend aus diversen Häusern bestand.
“Was hat es nur mit diesem Mädchen auf sich? Ihre Statistiken sind viel zu niedrig. Zwar hat sie ein paar definierte Muskeln, aber die sind sicher nicht vom Basketball. Sie kann unmöglich Teil der Generation der Wunder sein... Vor allem ist sie ein Mädchen. Wie hat sie es bitte in ein reines Jungenteam geschafft? Muss sie nicht irgendwelche geheimen Tricks oder Verbindungen gehabt haben?”
Viele Fragen, auf die sie keine Antwort wusste, schossen der braunhaarigen durch den Kopf.

#

Zur selben Zeit befand sich Kagami Taiga auf einem Basketballplatz und dribbelte auf einen Korb zu, ehe er zu einem Wurf ansetzte, der jedoch daneben ging, da er ein gewisses, blauhaariges Mädchen erblickte. Unbeeindruckt fing sie den Ball auf. “Wann bist du hierher gekommen?”, fragte Kagami.

“Hallo”, begrüßte Kuroko ihn. “Ich war in Amerika bis zu meinem zweiten Jahr in der Mittelschule. Ich bin entsetzt, seitdem ich zurück bin, wie niedrig das Level in Basketball in Japan ist”, erzählte Kagami dem Mädchen, das ihn aus ihren blauen Augen fixiert hatte.

“Ich suche nicht den Spaß, sondern einen ernsten Gegner, jemand, der mein Adrenalin in Schwung bringt.” Kagami blickte Kuroko aus seinen roten Augen an. “Ich habe die Gerüchte über dich gehört. Ich habe alles über die angebliche Stärke der Generation der Wunder gehört. Du warst bei ihnen ihm Team, nicht wahr?”
Die Konversation wurde hauptsächlich von dem Power Forward geführt, während das blauhaarige Mädchen aufmerksam zuhörte.

“Ich habe ein gutes Gefühl für Leute, wie gut oder schlecht sie sind”, fuhr Kagami fort und drehte den Basketball, der in seiner Hand lag, spielerisch leicht mit seinem Zeigefinger. “Leute, die Erfolg haben, heben sich vom Rest ab. Aber du” - er warf den Ball direkt in Kurokos Arme, die ihn leicht überrascht auffing - “du hast gar nichts. Schwache sollten Schwäche zeigen. Doch du zeigst rein gar nichts.”

“Zeig mir, wie stark die Generation der Wunder ist!” Dabei stahl sich ein aufgeregtes, siegessicheres Grinsen auf Kagamis Gesicht. “Wie erfreulich! Darauf habe ich gewartet”, antwortete Kuroko monoton und zog die Jacke, die sie über ihrer Uniform trug, aus, ehe sie sie achtlos an den Rand warf. Dabei zeichnete die Uniform die feinen Umrisse ihrer Figur ab und betonte diese an gewissen Stellen. Auf Kagamis Gesicht bildete sich ein leichter Rotschimmer, als er das Mädchen genauer musterte und er versuchte, diese Gedanken schnell bei Seite zu schieben.

“Dann lass uns ein One-on-One spielen!”

Das One-on-One fiel sehr einseitig aus, zuguten Kagamis, der sich fragte, wie jemand, der im Dribbeln und Körbe schießen gerade mal ein Amateur war, zu dieser Generation der Wunder gehören könnte. Vor allem war diese gewisse Person weiblich. Kagami fand den Gedanken zu absurd, dass Kuroko eines dieser Wunderkinder sein sollte.

“Du willst mich wohl verarschen, oder?”, herrschte Kagami Kuroko an, als diese ihn gleichgültig mit ihren blauen Augen betrachtete. In ihren Händen trug sie einen Basketball. “Hast du mir überhaupt zugehört? Du musst dich wohl ziemlich überschätzt haben, als du mich herausgefordert hast!” “Natürlich wusste ich, dass Kagami-san stärker als ich ist.” Kagamis Blut geriet in Wallung, als die blauhaarige die Aussage losließ. Er packte sie an der Spitze ihrer Uniform und hatte sie so in die Luft gezerrt, dass sie fast auf Augenhöhe waren. Kurokos Beine baumelten in der Luft.

“Was zur Hölle tust du? Willst du einen Kampf?” “Ich wollte lediglich herausfinden, wie gut du bist.” “Was?” Er setzte sie wieder auf den Boden und hielt sich unglaubwürdig die Hand an die Stirn. 'Ernsthaft? Irgendwas läuft schief bei mir. Sie ist so schwach, dass sie praktisch keinen Geruch hat. Das ist absolut dämlich.' “Ano...”, begann Kuroko. “Egal... Du solltest wirklich aufhören mit Basketball. Egal wie hart du trainierst, du wirst es nie können.”

Derweil hob der rothaarige Power Forward seine Sachen auf. “Du hast kein Talent für Basketball.” “Das akzeptiere ich nicht.” Zum ersten Mal schien Kurokos Stimme etwas Gefühl verliehen worden zu sein. “Zum Einen, ich liebe Basketball. Und ich bin nicht deiner Meinung. Es ist egal, ob man stark oder schwach ist.” “Was hast du gesagt?” “Ich bin nicht wie du. Ich bin ein Schatten”, erwiderte Kuroko und dabei spiegelte sich ihr Schatten im Licht der Straßenlampe wider.

#

Am nächsten Tag regnete es in Strömen, als sich der Basketballclub in der Halle traf. Es sollte ein Übungsspiel zwischen den Neulingen und den Zweitklässlern stattfinden. Die Erstklässler trugen alle ein gelbes Trikot mit einer Nummer darauf, während die Zweitklässler ein blaues trugen.

“Was? Ein Mini-Spiel?” “Wir spielen schon gegen unsere Senpai!” “Erinnerst du dich noch an die Statistik, die sie uns bei unserem ersten Treffen gegeben haben? Sie waren bei den Finals letztes Jahr!” “Ehrlich?” Das Erstklässler-Trio unterhielt sich angeregt darüber, während Kagami grinste. “Das ist nichts, wovor man Angst haben muss”, mischte er sich in das Gespräch ein. “Es ist immer besser, starke Leute als Gegner zu haben als schwache.”

'Dann zeigt mal, was ihr Grünschnäbel so drauf hat!'

Aida Riko betrachtete optimistisch die Neulinge und nahm ihrer rosane Trillerpfeife in den Mund, ehe sie den Ball zum Tip-off ansetzte, für den Kagami und Mitobe bereit standen. Sie warf den Ball hoch, pfiff und sofort schlug Kagami den Ball zu seinen Kameraden. Der eine dribbelte kurz, passte ihn zu Kagami, der einen Dunk vollführte.
“Wow.” “Der Dunk war unglaublich.”

'Sie sind besser als erwartet. Solch eine zerstörerische Kraft für einen ungeschliffenen, intuitiven Spieler.', stellte die braunhaarige fest.

Lässig ließ Kagami den Korb los und landete auf dem Boden. Es folgten weitere Dunks durch Kagami, bis es elf zu acht, zugunsten der Neulinge, stand. “Sie sind besser als gedacht”, meinte Hyuuga, der leicht aus der Puste geraten war. “Kagami macht alles alleine”, murmelte Koganei, der sich mit seinen Händen auf seinen Knien abstützte.

Schließlich hatte Kuroko den Ball in der Hand, der ihr aber sofort gestohlen wurde und sie joggte langsam weiter, dem Ball folgend.

Nach einer Weile, als der rothaarige wieder einmal den Ball besaß, bauten sich Hyuuga, Izuki und Koganei um ihn herum auf. Sie wollten ihn wieder ein Korb erzielen lassen und versperrten Kagami vorerst mehrere Möglichkeiten.

Es ging immer weiter, bis es einunddreißig zu fünfzehn, für die Zweitklässler, stand. Das Trio um die Erstklässler betrachtete die Tafel mit dem Stand. “Sie sind gut.” “Wir hätten nicht gewonnen.” “Ich habe genug!”, meinte Furihata und wurde plötzlich von Kagami an dem Kragen seines Trikots gepackt.

“Genug? Worüber redest du bitte?”, fuhr er ihn an. Auf einmal spürte Kagami in seiner Kniekehle ein Knie und ließ automatisch Furihata los. “Bitte beruhige dich”, sprach die monotone Stimme Kurokos. “Du Bastard”, zischte Kagami und das Trio zuckte zusammen, ehe sie anfingen, zu streiten, Kuroko ruhig und besonnen das Zentrum der Auseinandersetzung.

“Scheint so, als ob sie kämpfen.”, grinste Koganei. Izuki blinzelte mehrfach, ehe er die blauhaarige Kuroko bemerkte. “Was ist?” “Wie lange schon war sie im Spiel?”, fragte Izuki und deutet auf das Mädchen. “Kuroko? Keine Ahnung.”

'Selbst ich habe es nicht erkannt und ich bin Referee. Was? Wie lange war sie schon in dem Spiel?', fragte sich Riko gedanklich, geschockt, dass sie einen Spieler vergessen hatte.

“Entschulding? Könntest du mir bitte den Ball passen?”, bat die blauhaarige höflich Fukuda, der sie verwundert ansah. Doch er kam ihrer Bitte nach und Kuroko passte den Ball weiter, der in Furihatas Händen landete, welcher einen Korb erzielte. Die Zweitklässler waren verwirrt, wie der Pass durch ihre Reihen gelangt war.

'Warum fühle ich mich so unwohl? Passiert etwas unmögliches?'

Mit der Zeit gelangten immer mehr von Kurokos Pässen durch die Teams und die Erstklässler erzielten immer mehr Punkte durch ihre Körbe.

'Benutzt sie ihre fehlende Präsenz, um zu passen? Sie berührt den Ball nicht mal lange! Könnte sie ihre fehlende Präsenz noch verschwindender machen? Misdirection. Eine Technik, die in der Taschenspielerei verwendet wird. Sie wendet die Aufmerksamkeit des Gegners von sich selbst ab. Um noch genauer zu sein, sie benutzt nicht ihre fehlende Präsenz, aber sie leitet die Aufmerksamkeit ihrer Gegners lediglich woanders hin! Sie ist der unsichtbare reguläre Spieler von Teiko, der ausgezeichnet im Passen ist. Ich habe die Gerüchte gehört, aber ich dachte nicht, dass sie stimmen. Der sechste Phantomspieler der Generation der Wunder, von dem es hieß, er sei weiblich! Die Prinzessin der Wunder.. Diesen Spitznamen hatte sie auch.'

Mittlerweile stand es sechsunddreißig zu siebenunddreißig, die Erstklässler um einen Punkt zurückliegend. Kuroko fing einen von den Zweitklässlern verlorenen Ball auf und dribbelte auf den Korb zu, während sie von den anderen angefeuert wurde. Sie sprang elegant vor dem Korb hoch und versuchte, ihn in diesem zu versinken, doch er prallte am Rand ab. Kagami war zufällig in der Nähe und dunkte den Ball dann hinein. “Das ist, warum ich die Schwachen hasse!”, rief er.

#

Maji Burgers – eine japanische Fastfoodkette, in der sich Kagami an diesem Abend ein riesiges Tablett voller Burger bestellt hatte. Die Leute blickten ihn überrascht an, als er mit seiner Bestellung an einen freien Tisch ging. Dort nahm er Platz und packte seinen ersten Burger aus, in den er genüsslich herein biss, als er etwas blaues am Rande wahrnahm.

Dort saß Kuroko Tetsuya, die ihn monoton beobachtete. Sie hielt in ihrer Hand einen Vanillemilchshake, aus dem sie trank.

Kagami erschreckte sich und verschluckte sich dabei. “Hallo”, begrüßte das blauhaarige Mädchen ihn. “Was zur Hölle machst du hier?” “Ich saß hier zuerst.” Zum ersten Mal bekam er die Gelegenheit, das Mädchen aus nächster Nähe zu sehen. Sie besaß relativ blasse Haut, die ihn vage an eine Porzellanpuppe erinnerte. Dazu hellblaue Haare, die ihn an einen wolkenlosen Sommerhimmel erinnerten, welche heute erneut in einen hohen Zopf zusammengefasst waren und die gleichfarbigen Augen, die ihn monoton musterten. Alles in einem wirkte sie auf ihn wie eine vorsichtig zu behandelnde Puppe, die jeden Moment bei einem falschen Handgriff kaputt gehen könnte.

“Ich mag die Vanillemilchshakes von hier.” “Geh woanders hin.” “Ich will nicht.” “Wenn uns jemand zusammensieht, denkt man, wir seien Freunde”, flüsterte Kagami und lehnte sich vor. “Das hier ist mein Stammplatz.” Der rothaarige seufzte und warf Kuroko einen von seinen zahlreichen Burgern zu. “Du solltest mehr essen. So einen Vanillemilchshake macht doch nicht satt.”
Damit sprach er Kurokos dünne, zierliche Figur an.

“Und außerdem mag ich keine Typen, die schlecht im Basketball sind. Aber du hast dir einen von denen verdient.” “Danke”, antwortete die blauhaarige und kaum merklich hob sie ihre Mundwinkel zu einem Lächeln an, das ihr Gesicht weicher und freundlicher wirken ließ. Dies realisierte auch Kagami und automatisch schoss ihm die Röte ins Gesicht.

#

Später liefen die beiden durch die vollen Straßen Tokyos, auf dem Weg nach Hause. “Bloß wie stark ist diese Generation der Wunder?”, fragte sich Kagami. “Wenn ich gegen sie spielen würde, wie wäre ich?” “Du würdest sofort vernichtet werden.” “Musstest du das so drastisch beschreiben?"

“Die fünf Wunderkinder gehen alle auf verschiedene Schulen. Eine von diesen wird die beste sein.” “Großartig. So etwas erweckt das Feuer in mir.” Die blauhaarige trank aus ihrem Vanillemilchshake und musterte Kagami. “Ich habe mich entschieden! Ich mache sie alle fertig und werde Japans bester Basketballspieler!” Ein siegessicheres Grinsen befand sich auf seinem Gesicht.

“Ich denke nicht, dass das möglich ist.” Kagami bekam förmlich das typische Kreuz für Animefiguren, wenn sie genervt oder sauer waren. “Von dem, was ich gesehen habe, würdest du nicht einmal die Füße von ihnen erreichen. Du kannst es nicht alleine machen. Ich habe mich auch entschieden.”

Kuroko schloss ihre Augen und sprang über den Streifen des Zebrastreifens, den die beiden eben überquert hatten, ehe sie sicher auf dem Gehweg landete und ihre Augen wieder öffnete.

“Ich bin ein Schatten. Aber je stärker das Licht, desto dunkler der Schatten und er bringt immer mehr die Helligkeit des Lichts hervor. Ich werde der Schatten zu deinem Licht sein und dich zum besten Spieler in Japan machen.”

Kagamis Augen weiteten sich überrascht bei der Rede Kurokos, ehe er grinste. “Sieh mal an, wer da spricht. Mach, was immer du willst.” Und da war es wieder, das freundliche, unscheinbare Lächeln Kurokos. “Ich werde mein Bestes geben.”

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Halli, Hallo, da bin ich wieder zurück mit dem zweiten Kapitel!
Danke für drei Reviews und sieben Favos ^0^
Hab mich richtig darüber gefreut :D ich habe jetzt nicht direkt gerechnet, dass die Idee schon einen ganz guten Anklang findet.. :D
Kagami habe ich etwas arrogant und überheblich gegenüber Kuroko am Anfang dargestellt, finde ich. Aber er versteht halt nicht, wie ein Mädchen in einem Jungsteam spielt und überhaupt, wie sie es geschafft hat, obwohl sie im One-on-One richtig schlecht war, wie er denkt.
Eine Frage an euch: Soll Kuroko Seirins Managerin werden? Spielerin würde sie natürlich auch sein. *_*
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