Geschichte: Fanfiction / Musicals / Cats / Broken Heart

Broken Heart

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12
25.07.2015
25.07.2015
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Hier ist ein längeres One Shot. Aus einer kleinen Laune heraus, habe ich es geschrieben.
Ohne weitere Umschweife, wünsche ich euch viel Spaß beim lesen.

Demeter und Munkustrap saßen sich gegenüber. Beiden wussten das der Tag ihrer Trennung gekommen war. ,,Tja Munkustrap. Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Beziehung jemals endet", sagte die schwarzgoldne Katzendame. ,,Das hätte ich auch nicht gedacht. Wie konnte unsere Liebe nur erkalten?", entgegnete der Kater. ,,Ich weiß es nicht. Es ist einfach passiert. Die Frage nach der Schuld stellt sich nicht. Wir haben beide dazu beigetragen", meinte Demeter. ,,Ja, das stimmt. Es stimmt mich allerdings traurig, das es so kommen musste", erwiderte Munkustrap. ,,Mir geht es nicht anders, Munkustrap, aber es ist wohl besser so. Eine harmonische Trennung ist mehr wert, als ein verzweifelter Versuch unsere Beziehung zu retten. Ein solcher Versuch würde uns nicht gelingen", sprach die Katzendame. ,,Da pflichte ich dir bei. Wir wären beide nicht glücklich geworden oder wären sogar daran kaputt gegangen. Aber unsere Freundschaft bleibt für mich immer heilig Demeter", antwortete der Kater. Den letzten Satz hatte er ernst und zugleich feierlich ausgesprochen. Es gab keinen Zweifel, die Freundschaft war Munkustrap heilig. Demeter schmiegte sich kurz an ihn. ,,Das bedeut mir sehr viel, Munkustrap", sagte sie. ,,Weißt du schon, wo du unterkommst?", fragte Munkustrap. ,,Ich kann eine Weile bei Coricopat und Tantomile bleiben. Ich werde aber sicher schnell was eigenes finden und wenn nicht, dann ziehe ich einfach bei Bomba und Tugger zur Untermiete ein", antwortete Demeter lachend. ,,Die beiden wäre sicher hell auf begeistert. Ich sehe jetzt schon die Schlagzeile: Familiendrama bei den Jellicles Cats", witzelte der grau getigerte Kater. Es waren genau diese Momente die Demeter fehlten. Einfach ungezwungen Blödsinn machen und lachen. Mit einem mal wurde die Katzendame ernst. ,,Wir müssen Jemima noch bescheid sagen", sprach die Kätzin. ,,Du hast recht. Wir sollten es ihr schonend beibringen", entgegnete der Kater. Die Katzendame nickte. Demeter und Munkustrap verließen die Höhle, um ihre Tochter zu suchen. Sie fanden sie bei ihren Freundinnen Electra und Etcetera. ,,Jemima, können wir mal kurz mit dir sprechen?", rief Demeter. Die junge Katzedame entschuldigte sich kurz bei ihren Freundinnen und lief zu ihren Eltern. ,,Was ist es den so dringendes?", fragte die junge Katze locker. ,,Wir müssen dir etwas sehr wichtiges sagen mein Kind", begann Munkustrap. ,,Ich rate einfach mal ins blau. Ihr hab euch dazu entschlossen, getrennte Wege zu gehen", sagte Jemima. Munkustrap und Demeter sahen ihre Tochter erstaunt an. ,,Was schaut ihr denn auf einmal so komisch. Ich bin zwar jung, aber nicht blind. Ich habe bemerkt, das ihr euch in der letzten Zeit viel zu oft gestritten habt. Ihr seit euch auch ständig aus dem Weg gegangen. Ich bin natürlich nicht erfreut darüber, aber ich möchte auch nicht der Grund sein, warum ihr beiden leidet", sprach die junge Katze. Ihren Eltern sah sich kurz an. ,,Wir hatten uns einen lange Vortrag zurechtgelegt, um es dir schonend beizubringen und jetzt hast du es kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Wir müssen wohl einsehen, dass du erwachsen wirst Jemima", meinte Demeter. ,,Tja Mama, wir werden alle nicht jünger", erwiderte die junge Katzendame. ,,Wie recht du hast, mein Kind. Du hast uns gezeigt, dass unsere Angst unbegründet war", sagte Munkustrap. ,,Papa, du kannst mich nicht vor allen Gefahren und Enttäuschungen beschützen. Ich muss lernen auf eigenen Pfoten durch Leben zu gehen. Und den Weg habt ihr mir geebnet", erklärte Jemima und verabschiedete sich von ihren Eltern. ,,Was sagt man dazu. Unsere Tochter ist doch sehr viel scharfsinniger, als wir gedacht haben", sagte der Kater mit Stolz in der Stimme. ,,Die Scharfsinnigkeit hat sie definitiv von dir", sprach Demeter. ,,Schönheit, Eleganz und Anmut hat sie von dir", entgegnete Munkustrap. Die beiden unterhielten sich noch eine Weile, bevor sie sich voneinander verabschiedeten.

Einige Stunden später

Mistoffelees kam von einer recht erfolgreichen Jagt zurück. Er schleppte einen Teil seiner Beute mit zu der Höhle, die er sich mit Victoria teilte. Die weiße Katzendame war für den schwarzweißen Kater der Mittelpunkt des Universums. Als er die Höhle betrat, sah er etwas, das ihm gar nicht gefiel. Victoria schmiegte sich schnurrend an Plato. ,,Was hat das zu bedeuten?", fragte der Zauberkater laut. Die Kätzin sah ihn zuerst erschrocken an. In Platos Blick lag jede Menge Hohn. ,,Mistoffelees, warum bist du schon zurück?", erwiderte Victoria irritiert. ,,Du hast meine Frage nicht beantwortet! Was macht dieser Flohzirkus in unserer Höhle?", entgegnete Misto. Man konnte ihm anhören, dass er mehr als verletzt und wütend war. Der junge Zauberkater kannte die Antwort schon, aber er wollte es aus ihrem Munde hören. ,,Misto, es ist nicht wie es aussieht", begann Victoria. ,,Hör auf mit diesem Mist. Das ist ja wohl die dümmste Ausrede, die es gibt!", fauchte Mistoffelees. ,,Kleiner, du siehst doch was hier läuft. Victoria möchte einen echten Kater und keine Wolldecke, wie dich", meldete sich Plato zu Wort. ,,Halt deine Klappe und verschwinde!", erwiderte der Zauberkater wütend. ,,Also Victoria, was treib Plato hier? Bedeutet dir unsere Beziehung so wenig, dass du dich gleich dem nächsten Kater an den Hals wirfst?", fuhr Misto fort, ohne seine Stimme zu senken. Victoria wusste, dass sie Mistoffelees die Wahrheit sagen musste, auch wenn es für ihn sehr schmerz werden würde. ,,Misto, ich liebe dich nicht. Es ist wie Plato sagt. Ich stehe auf Kater", sagte sie. Es kam dem schwarzweißen Kater vor, als würde man ihm das Herz aus der Brust reißen. ,,Sag mir, dass du mich anlügst Vicky", bat er fast verzweifelt. ,,Es ist die Wahrheit Misto. Ich liebe dich nicht. Aber unsere gemeinsame Zeit war schön", antwortete die weiße Katzedame. Mistoffelees wollte sich keine Blöße geben. Er kämpfte gegen die aufsteigenden Tränen an und sprach: ,,Also gut, Victoria. Ich hoffe, dass du mit Plato glücklich wirst. Ich werde mich zurück ziehen, damit ich euch nicht weiter störe." Misto verließ erhobenen Hauptes die Höhle. Plato lachte sich eins ins Pfötchen. Victoria hingegen hatte mit einem mal ein richtig schlechtes Gewissen. Dieses legte sich allerdings schnell, als Plato ihr zärtlich über das Nackenfell leckte.

Mistoffelees stand vor der Höhle. Er konnte die Tränen nicht länger aufhalten. Seine Augen öffneten die Schleusen sperrangelweit. Als ob das Wetter sich gegen ihn verschworen hatte, fing es auch noch an zu regnen. Misto rannte los, völlig plan- und ziellos. Er bemerkte Tugger nicht, der ihm entgegen gehastet kam. Die beiden Kater knallten zusammen. Tugger landete in einer Pfütze. Mistoffelees war sofort wieder auf den Pfoten und rannte weiter. Der Maine Coon hatte den Zauberkater gesehen und rief ihm hinterher, aber Misto achtete nicht darauf. Er wollte sich an einen stillen Ort zurückziehen und sterben. Tugger war total perplex. Er kannte Misto von kleine auf und mochte ihn sehr, auch wenn er das nicht offen zeigte. Der Maine Coon rappelte sich hoch und setzte seinen Weg fort. Als Bombalurina ihn zu Gesicht bekam, fragte sie was passiert sei. Tugger erklärte ihr knapp, was geschehen war. Bomba war fassungslos. Auch sie kannte Mistoffelees als auffällig höfflichen Kater. Ihr war klar, dass etwas vorgefallen seine musste. Sonst hätte sich Misto sofort nach dem Zusammenstoß entschuldigt. Sie beschloss das ganze erst mal nicht weiter zu beachten und half Tugger bei der Fellpflege. Misto suchte indes das Randgebiet des Schrottplatzes auf. Er wusste das es hier einige verlassene Höhle gab. Er zog sich in die erstbeste zurück. ,,Warum hast du mir das angetan?", fragte sich der Kater verletzt. Er rollte sich zusammen und wartete auf den Tod. Was besseres konnte ihm in seinen Augen nicht mehr passieren. Victoria, sein Augenstern, seine große Liebe, hatte ihn nur benutz und betrogen. ,,Misto, ich liebe dich nicht", hallte Vickys Stimme in Mistos Kopf nach. Was er auch tat, er konnte diese Worte nicht aus seinem Kopf bekommen.

Drei Tage später

Tugger wartete vor seiner Höhle auf Mistoffelees. Es war für den Maine Coon eine liebe Gewohnheit geworden, mit Mistoffelees jagen zu gehen. Jeden Dienstag trafen sich die beiden Kater, um gemeinsam zu jagen. Heute wartete er allerdings vergeblich auf seinen Freund. Die Stunden zogen sich hin. Der Maine Coon wusste, das der Zauberkater ihn informiert hätte, wenn er nicht erscheinen konnte. Als Misto nach fünf Stunden immer noch nicht auftauchte, begann sich Tugger um seinen Freund zu sorgen. Der Kater wusste, dass es keinen Wert hatte länger zu warten. Zerstreut lief er in Richtung Hauptplatz. Als Electra und Etcetera den Maine Coon sahen, rannte sie auf ihn zu. ,,Hallo Tugger", schnurrten die beiden Katzenmädchen im Gleichklang. ,,Hallo ihr beiden", erwiderte Tugger abwesend. Es dauerte nicht lange und Jemima und Victoria kamen dazu. ,,Warum machst du so ein besorgtes Gesicht Tugger?", fragte Jemima. ,,Ich war mit Mistoffelees zum Jagen verabredet, aber er hat mich versetzt", antwortete der Maine Coon. ,,Er hat es sicher nur vergessen", meinte Electra. ,,Misto und vergessen? Niemals! Jede andere Katze vielleicht, aber nicht Misto. Da muss etwas vorgefallen sein. Das ist die einzig logische Erklärung", entgegnete der Kater. Victoria wirkte mit einem mal nervös. ,,Was hast du Vicky? Machst du dir sorgen um Misto?", fragte Etcetera. ,,Nein, nicht wirklich. Es ist nur.... entschuldigt mich bitte. Ich hab noch was vor", antwortete die weiße Kätzin und machte sich davon. Electra, Etcetera, Jemima und Tugger schauten ihr verwirrt hinterher. ,,Das nennen ich mal einen komischen Abgang", sagte Jemima. ,,Sie macht sich sicherlich Sorgen um Mistoffelees. Die beiden hängen doch ständig zusammen", meinte Electra. ,,Ich hab sie vorgestern mit Plato zusammen gesehen", warf Etcetera ein. ,,Das hat sicher nichts zu sagen. Ich habe gestern auch mit Plato gesprochen", meldete Jemima wieder zu Wort. ,,Wie dem auch sei, ich suche mal nach Munkustrap und frage ihn, ob er Misto gesehen hat", sprach Tugger und ließ die Jungkatzen alleine. Der Maine Coon fand seinen Bruder auf dem Hauptplatz unterhalb des Großen Reifens. ,,Hey Munk", rief Tugger. ,,Hallo Bruderherz. Was verschafft mir die Freude deines Besuchs?", erwiderte der silbergrau getigerte Kater. ,,Hast du Mistoffelees irgendwo gesehen?", fragte der Maine Coon. ,,Nein, schon eine ganze Weile nicht. Warum fragst du, Tugger?", entgegnete Munkustrap. ,,Er war mit mir zur Jagd verabredet, er ist aber nicht erschienen", antwortete der Rum Tum Tugger. ,,Er hat es sicher nur vergessen", meinte Munk. ,,Brüderchen, genau das hat Electra auch gesagt. So überkorrekt wie Mistoffelees ist, hätte er mich sicher benachrichtigt", erwiderte der Maine Coon leicht genervt. Munkustrap zuckte kurz mit den Schultern. ,,Ich hab Misto nicht gesehen, aber ich werde die Augen offen halten, wenn ich ihn sehe, sag ich ihm bescheid, das er sich bei dir melden soll", antwortete der silbergraue Kater. ,,Okay, danke Munkustrap. Ich zeih mal los und frag die anderen. Vielleicht hat ja einer von ihnen Misto irgendwo gesehen", sprach Tugger. ,,Mach das, bis später Brüderchen", entgegnete Munk freundlich.

Tugger schlenderte über den Schrottplatz. Jede Katze die ihm entgegen kam, fragte er nach Mistoffelees, aber niemand hatte den kleinen schwarzweißen Kater gesehen. Der Maine Coon suchte weiter. Er erreichte einen Baldachin aus Wellblech, den Mistoffelees mit seinen magischen Kräften für die Katzen errichtet hatte. Unter diesem saßen Bombalurina, Demeter, Jennyanydots und Jelleylorum und unterhielten sich. ,,Grüß dich, Tugger", rief Bomba, als sie den Maine Coon sah. ,,Hallo meine Liebe", erwiderte der Kater und ließ sich neben der roten Katzendame nieder. ,,Du siehst etwas bedrückt aus", meinte Demeter. Jenny und Jelley nickten bestätigend. ,,Das bin ich auch irgendwie. Misto ist verschütt und keiner hat ihn gesehen. Ich mache mir ein wenig Sorgen um ihn", erwiderte Tugger. ,,Tugger, Misto ist ein ausgewachsener Kater und kann ganz gut auf sich selber aufpassen. Vielleicht ist nur gerade auf Tour, um andere Katzen mit seinen Zauberkünsten zu erfreuen", sagte Bombalurina. ,,Dann hätte er uns bescheid gesagt", erwiderte der Maine Coon. ,,Tugger hat da nicht ganz unrecht, Bomba. Mistoffelees hätte uns bescheid gesagt, wenn er den Schrottplatz für einen längeren Zeitraum verlassen hätte", sprach Jelley. ,,Dann hat er möglicherweise einen Menschen gefunden, der ihn gerade so richtig verwöhnt", schlug die rote Kätzin vor. ,,Sicher nicht. Ich kenne keinen Kater der stiller und scheuer ist als Misto", entgegnete der Rum Tum Tugger. ,,Vielleicht ist er....", begann Bombalurina erneut, hielt aber inne, als Demeter ihr die Pfote auf den Rücke legte und meinte: ,,Lass gute sein, Schwesterherz." ,,Krank ist er definitiv nicht. Das wäre uns aufgefallen", sagte Jenny. ,,Wen hast du denn schon alles nach Mistoffelees gefragt?", fragte Jelleylorum. ,,Einfach alle, bis auf Skimble und die mystischen Zwillinge", antwortete der Kater. ,,Skimble wir sicher nicht wissen wo Misto steckt. Er kommt erst in drei Tagen aus Schottland zurück", erklärte Jennyanydots. ,,Das weiß ich auch, Jenny. Entschuldig mich bitte. Ich trabe mal rüber zu Coricopat und Tantomile. Die können mir sicher weiter helfen", sagte Tugger und machte sich rar. ,,Ich finde er übertreibt ein bisschen. Er sucht den ganzen Schrottplatz nach Mistoffelees ab, nur weil er nicht zur Jagt erschienen ist", meinte Bombalurina kopfschüttelnd. ,,Ich kann ihn ein Stück weit verstehen Bomba. Ich mache mir auch ein wenig Sorgen um Misto. Er ist seit drei Tagen nicht mehr gesehen worden. Nicht das Macavity ihn entführt hat", entgegnete Demeter und erhob sich. ,,Wo willst du hin, Demeter?", fragte Jelley. ,,Ich besuche Victoria. Die wird wohl wissen, wo ihr Freund steckt", antwortete die schwarzgoldne Katzendame.

Coricopat und Tantomile lagen vor ihrer Höhle im Halbschatten und dösten. ,,Tugger kommt", sagte Cori verschlafen. Tanto sprang aus und blickte an sich herunter. ,,Sehe ich gut aus, Bruder?", fragte die Kätzin. ,,Du siehst hinreißend aus, Schwester. Aber Tugger kommt nicht deinetwegen", erwiderte der Kater und strecke sich genüsslich. ,,Das weiß ich auch", entgegnete die Katzendame. Tugger trudelte bei den beiden ein. ,,Hallo ihr beiden", sagte der Maine Coon freundlich. ,,Wir haben Mistoffelees nicht gesehen", erwiderte Coricopat ohne den Gruß des großen Katers zu erwidern. Es war kein Geheimnis, dass der metal begabte Kater Tugger nicht besonders leiden konnte. ,,Sind meine Gedanken wirklich so offensichtlich?", fragte Tugger grinsend. ,,Es liegt in unserer Natur die Gefühle und Gedanken andere zu erspüren. Obwohl dir deine Sorge um Misto ins Gesicht geschrieben steht", antworteten die Zwillinge in perfektem Gleichklang. Das Grinsen verschwand aus dem Gesicht des Main Coon. ,,Könnt ihr mir helfen?", fragte der sonst so coole Tugger besorgt. Coricopat und Tantomile sahen sich kurz in die Augen. Der große Kater wusste, das sich die beiden im Geiste beratschlagten. ,,Wir werden dir helfen, Tugger", sagte Tantomile. Coricopat nickte. ,,Danke, ihr beiden hab was gut bei mir", entgegnete Tugger. ,,Wir werden darauf zurückkommen, mein Freund. Geh jetzt, Morgen können wir dir sagen, wo Misto steckt", sprach Cori. Der Maine Coon bedanke sich ein weitere mal und ließ die beiden Zwillinge alleine. Sofort versuchten sie Mistoffelees mit ihren telepathischen Fähigkeiten aufzuspüren.

Demeter erreichte die Höhle von Victoria. ,,Hallo Victoria, bist du da?", rief die Katzendame in den Bau. ,,Ja, ich bin zu Hause. Komm ruhig rein, Demeter", kam es aus der Höhle. Demeter betrat die Behausung der weißen Kätzin. Sie staunte nicht schlecht, als sie Plato erblickte. ,,Grüß dich, Plato", sagte Demeter freundlich. ,,Hallo Demeter", erwiderte der Kater und gähnte. Victoria gab ihm einen leichten Stoß, bevor sie fragte: ,,Was verschafft mir die Freude deines Besuchs?" ,,Ich wollte mal fragen, ob du Mistoffelees in letzter Zeit gesehen hast", antwortete die schwarzgoldne Kätzin. ,,Nein, zu mindest nicht seit wir uns getrennt haben", erwiderte Victoria. ,,Was? Warum habt ihr euch getrennt? Ihr wart doch so ein schönes Paar", entfuhr es Demeter. ,,Das mag sein, aber es hat zwischen uns nicht gepasst. Deswegen haben wir uns im gegenseitigen Einverständnis getrennt", sprach die weiße Katzendame. ,,Ich verstehe. Gut, könntest du mir bitte bescheid geben, wenn du Misto irgendwo siehst?", fragte Demeter. ,,Na selbstverständlich. Möchtest du vielleicht zum Essen belieben?", entgegnete Victoria. Sie hatte Demeter dieses Angebot nur aus Höfflichkeit unterbreitet. Sie wollte eigentlich ungestört mit Plato sein, zeigte diese aber nicht nach außen hin. ,,Nein vielen Dank, Vicky. Entschuldige bitte die Störung. Auf wiedersehen", sagte die schwarzgoldne Kätzin und verließ die Höhle wieder. ,,Man, ist die blauäugig!", dachte Plato belustigt. Er hätte nie gedacht, dass Victoria so gut bluffen konnte. Demeter schlich über den Schrottplatz, langsam begann sie Tuggers Sorge um Misto zu teilen. Irgendetwas an Victorias Aussage stank zum Himmel, da war sich die schwarzgoldne Katzendame sicher. Sie beschloss, das als nachdenken keinen Sinn ergab und machte sich auf zu Tantomile und Coricopat. Die beiden Zwillinge hatte ihr, nach der Trennung von Munkustrap, Unterschlupf gewehrt. Demeter staunte nicht schlecht, als sie die beiden mental begabten Katen sah. Coricopat und Tantomile saßen sich mit geschlossenen Augen gegenüber und schienen sich auf etwas zu konzentrieren. Demeter verließ die Höhle so leise wie möglich. Sie wollte die beiden auf keinen Fall stören. Sie machte sich auf den Weg zu ihrer Schwester Bombalurina, um zu fragen, ob sie die Nacht bei ihr verbringen konnte. Bomba und Tugger hießen Demeter in ihrer gemeinsamen Höhle willkommen. Die schwarzgolden Kätzin erzählte den beiden, was sie in Erfahrung gebracht hatte. Bombalurina verdrehte leicht genervt die Augen. Nur Tugger schien interessiert zuzuhören. Er erzählte, worum er Coricopat und Tantomile gebeten hatte. Nun war Demeter klar, was sie gesehen hatte und war froh die Zwillinge nicht gestört zu haben. Die drei Katzen machten sich lang für die Nacht.

Am nächsten Morgen machten sich Demeter, Tugger und Bombalurina auf den Weg zu Coricopat und Tantomile. Die Zwillinge erwarteten die drei Katzen bereits. ,,Guten Morgen", sagten Cori und Tanto synchron. ,,Guten Morgen", erwiderten die drei anderen den Gruß, etwas zeitversetzt. ,,Wir haben unser bestes gegeben. Wir konnte euren Suchradius ein grenzen", begann Tantomile. ,,Mistoffelees befindet sich am nördliche Rand des Schrottplatzes", fuhr Coricopat fort. ,,Geht es ein bisschen genauer?", fragte Tugger. ,,Tut uns leid, aber Misto hat seine Geist gut abgeschirmt", sagten die Zwillinge im Gleichklang. ,,Ich wollte euch nicht kritisieren. Es ist nur so, dass sich im nördliche Grenzgebiet 16 leere Höhlen befinden", entgegnete der Maine Coon. ,,Das wissen wir auch. Aber Misto war schon immer ein Meister der Verschleierung. Mehr haben wir leider nicht für euch", erwiderte Coricopat. ,,Tugger, diese Info ist besser als gar nichts", meinte Demeter. Die Zwillinge sahen die schwarzgoldne Katze dankbar an. Demi nickte kurz. ,,Gut, suchen wir das Gebiet ab", sagte Tugger. ,,Ich hoffe ihr verzeiht uns, wenn wir euch nicht begleiten, aber wir sind ziemlich fertig", sprach Coricopat. Wie aufs Stichwort begann Tantomile zu gähnen. ,,Wir sind euch zu Dank verpflichtet. Ihr hab euch wirklich selbst übertroffen", sagte der Maine Coon und senkte demütig und dankbar sein Haupt. ,,Da nicht für, Tugger. Verzeiht uns bitte, aber wir werden uns jetzt zurück ziehen, um etwas Schlaf nachzuholen", entgegnete Tanto und gähnte erneut. ,,Ihr müsst euch nicht entschuldigen. Im Gegenteil, ihr habt uns sehr geholfen. Ich danke euch vielmals. Ruht euch aus", sagte Demeter. Die Zwillinge nickten und zogen sich in ihre Höhle zurück. Tugger, Bomba und Demeter machten sich auf den Weg zum nördlichen Grenzgebiet. ,,Ich schlage vor, wir teilen uns auf. Auf diese Weise können wir mehr Fläche absuchen", schlug Bombalurina vor. ,,Gute Idee, Schwesterchen", meinte Demeter. Die drei Katzen teilten sich auf und suchten die 16 Höhlen ab. Bei Tugger und Bomba blieb die Suche erfolglos. Auch Demeter begann nach der dritten leeren Höhle zu zweifeln, das sie Misto finden würde. Sie betrat die vierte Höhle und nahm einen schwachen Geruch war. Es roch nach kranker Katze. Sie ging tiefer in die Höhle. Es dauerte einige Augenblicke, bis sich Demeters Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatte. Der Geruch wurde langsam stärker. Nun konnte sie den Duft zuordnen. Mistoffelees musste in dieser Höhle sein. An einer Wand fand sie ihn, oder das was von ihm noch übrig war. Mistoffelees war in einem erschreckenden Zustand. Sie Fell war verfilzt und hing ihn schlaff vom Körper. ,,Bei der ewigen Katze, Misto!", rief sie entsetzt. Sie rannte zu dem kleinen schwarzweißen Kater und stieß ihn vorsichtig mit der Pfote an. Misto zuckte kurz und stieß ein schwaches Stöhnen aus. Demeter flitze aus der Höhle und rief aus Leibeskräften: ,,Tugger, Bomba, kommt schnell! Ich hab Misto gefunden!" Es dauerte nicht lang und die beiden gerufenen kamen aus unterschiedlichen Richtungen angerannt. Sie begleiteten die schwarzgoldne Kätzin in die Höhle. Sie waren genau so entsetzt, als sie Misto sahen.

Bomba beugte sich über Mistoffelees und fragte: ,,Lebt er noch?" ,,Ja, erlebt noch, aber er ist sehr schwach. Wir müssen ihn sofort zu Jenny und Jelley bringen, sonst stirbt er", antwortete Demeter. Tugger machte sich unaufgefordert auf dem Boden lang und sagte: ,,Macht schon! Leg Misto auf meinen Rücken und passt auf, das er nicht herunter fallen kann!" Die beiden Katzendamen packten den Zauberkater vorsichtig. Demeter und Bombalurina waren entsetzten, als sie spürten, das Mistoffelees nur noch Fell und Knochen war. ,,Okay Tugger, wir können los", sprach Bomba und sicherte Tugger linke Seite. Demeter lief zu seiner Rechten. Der Maine Coon setzte sich in Bewegung und lief so schnell es ging zu Jennys Höhle. Dabei mussten die drei Katzen mit dem bewusstlosen Mistoffelees über den Hauptplatz. Einige der Jellicles kam angelaufen und fragen was passiert war, aber Tugger, Demeter und Bombalurina antworteten nicht. Jelleylorum hatte den Trupp ebenfalls gesehen und war schon bei Jenny. Die beiden Katzendamen bereiteten alles für ihren Patienten vor. Kurze Zeit später lag Misto auf einer warmen Decke. Jenny scheuchte Bombalurina und Tugger aus der Höhle. Nur Demeter ließ sich nicht vertreiben. Unaufgefordert begann sie das Fell des Zauberkaters zu säubern. Derweil flößte Jelley dem bewusstlosen Mistoffelees vorsichtig etwas Wasser ein. Wieder begann der Kater zu zucken. Er öffnete ganz langsam die Augen. ,,Wo bin ich?", fragte er mit schwacher Stimme. ,,Du bist in Jennys Höhle", antwortete Demeter und trat neben Misto. Sie schaute ihm in die Augen und fragte sich, was mit dem kleinen Kater geschehen war. Seine leuchtenden bernsteinfarbenen Augen waren trüb und milchig. Von der Lebensfreude die sie sonst versprühten war nichts geblieben. ,,Was ist mit dir passiert, Misto?", fragte Jenny besorgt. Der Kater schloss die Augen wieder. ,,Sag mal Demeter, weiß du zufällig wie lange Mistoffelees in dieser Höhle lag?", wollte Jelley wissen. ,,Ich weiß es nicht genau. Vor vier Tagen wurde er zum letzten mal gesehen", antwortete Demeter und widmete sich wieder Mistos Fell. ,,Drei Tage wäre schlecht, aber vier verdammt lang. Irgendwie müssen wir ihn wieder aufpäppeln und ihn dazu zu bringen zu fressen", meinte Jelleylorum. ,,Da stimme ich dir zu, Jelley. Aber wie sollen wir das bewerkstelligen? Er ist doch wieder bewusstlos", erwiderte Jennyanydots. Demeter hörte aufmerksam zu, was die beiden Katzendamen besprachen. Sie unterbrach kurz die Fellpflege bei Misto und sprach: ,,Wie wäre es, wenn wir ihm ein paar Mäuse klein machen. Kleine Bissen könnten wir ihm doch vorsichtige eintrichtern." ,,Die Idee ist nicht schlecht, Demeter. Ich denke so machen wir es", entgegnete Jelleylorum. Die Katzendame lief auf den Hauptplatz und suchte nach Tugger. Sie beauftrage den Maine Coon damit, für Mistoffelees ein paar Mäuse zu fangen. Zu Jelleys Erstaunen, musste sie nicht lange mit dem Kater diskutieren. Sie begab sich zurück zu Jennys Höhle, um ihren Freundinnen Bericht zu erstatten.

Einen halbe Stunde später kam brachte Tugger vier Mäuse zu Jenny. Er legte seine Beute ab und fragte: ,,Wie geht es Misto?" ,,Nicht besonders gut, Tugger. Er hat wohl vier Tage nicht gefressen. Wir werden die Mäuse, die du gefangen hast klein machen, damit er sie besser fressen kann", antwortete Jenny. ,,Gut, danke für deine ehrliche Aussage. Ich ziehe mal los und schaue, ob ich noch ein paar Mäuse fangen kann", erwiderte der Maine Coon und verließ die Höhle. ,,Er macht sich wirklich Sorgen um Misto. Das hätte ich nicht von Tugger erwartet", meinte Jelley. ,,Er steckt halt voller Überraschungen", sagte Demeter und machte sich daran die erste Maus klein zu kauen. Vorsichtig fütterte sie den Zauberkater mit dem Brei. Bei war ging sie genau so sanft vor wie eine Katzenmutter, die ihr neugeborenes Kätzchen umsorgte.
Es dauerte zwei Tage, um Mistoffelees soweit aufzupäppeln, das er wieder aus eigner Kraft fressen konnte. Auch wenn immer ein wenig sanfte Gewalt notwendig war, um ihn dazu zu bringen einen Bissen zu sich zu nehmen. Er fraß nur, wenn jemand dabei war. Demeter war immer noch besorgt. Sie wusste, das der Zauberkater nicht ewig in Jennys Höhle bleiben konnte. Sie fragte ihn auch immer wieder, was passiert war. Aber Mistoffelees blockte diese Frage immer wieder ab. Es schmerzte ihn zu sehr, darüber zu sprechen. Demeter bekam ihre Antworten schneller, als ihr lieb war. Vier Tage später wachte die schwarzgoldne Katzendame auf, weil Misto ziemlich unruhig schlief. Der schwarzweiße Kater warf sich von links nach rechts und redete im Schlaf. Immer wieder sagte: ,,Victoria, warum hast du mir das angetan? Warum hast du mich betrogen? Ich habe dich doch so sehr geliebt." Demeter war entsetzt. Die Geschichte, die sie von Victoria gehört hatte, war also doch eine Räuberpistole. In der schwarzgoldnen Kätzin begann die Wut zu lodern. Sie würde dieses weiße Katzenflittchen zur Rede stellen, aber im Augenblick war Mistoffelees wichtiger. Demeter weckte den Kater aus seinem Alptraum auf. ,,Wo bin ich?", fragte er panisch und riss den Kopf herum. ,,Es ist alles gut, Misto. Du bist in Jennys Höhle und hattest einen Alptraum", antwortete die Katzendame sanft. Sie spürte das Zittern des kleinen Katers. Sie begann ihm mit einer Pfote über den Rücken zu streicheln. ,,Möchtest du mir sagen, was dich bedrückt?", fragte Demeter vorsichtig. ,,Warum habt ihr mich nicht einfach sterben lassen?", erwiderte Mistoffelees mit einer Gegenfragen. ,,Weil Freunde sich beistehen. Deswegen bin ich die letzen vier Tage und Nächte nicht von deiner Seite gewichen", entgegnete die Kätzin. ,,Bitte, Misto. Sag mir was dich bedrückt. Wir machen uns alle große Sorgen um dich", fuhr Demeter fort. Mistoffelees atmete einige Male tief ein und aus. ,,Victoria hat mich mit Plato betrogen. Sie hat mich nur benutzt. Ich hab sie so geliebt", sprach der Kater und begann zu weinen. Die schwarzgoldne Katzendame drückte Misto an sich. Seine Tränen verschwanden in ihrem weichen Brustfell. Demeter sagte nichts. Sie strich ihm bloß über den Rücken und ließ ihn weinen. Langsam beruhigte sich der kleine Kater wieder. Die Katzendame konnte spüren wie er sich entspannte. ,,Misto?", sagte sie sanft, bekam aber keine Antwort. Demeter bemerkte erst jetzt, das Mistoffelees wieder eingeschlafen war. Sie hielt ihn weiterhin in ihren Pfoten. ,,Wenn ich Victoria in die Pfoten bekomme, ist sie fällig! Niemand verletzte die Gefühle von meinem Mistoffelees! Moment Demeter! Streich den letzten Gedanken. Misto könnte dein Sohn sein", ging es ihr durch den Kopf. Langsam kam auch Demeter wieder zur Ruhe. Sie schloss die Augen und schleif ein.

Früh am nächsten Morgen kam Demeter wieder zu sich. Sie lag immer noch neben Misto. ,,Er sieht so friedlich und unbeschwert aus, wenn er schläft", dachte die Katzendame. Ihr fiel ein, was sie vor hatte. Leise erhob sie sich, um den Kater nicht zu wecken. Demeter verließ die Höhle und marschierte auf den Hauptplatz zu. Sie war fest entschlossen Victoria zur Rede zu stellen. Als die schwarzgoldne Kätzin den Hauptplatz erreichte holte sie tief und schrie: ,,VICTORIA!" Alle anwesenden Katzen fuhren erschrocken zusammen, besonders die Gerufene. Demeter lief zu der weißen Katzendame und meinte: ,,Wir müssen reden, JETZT!" ,,Ich wüssten nicht worüber", erwiderte Victoria etwas hochnäsig. Genau diese Hochnäsigkeit brachte das Fass zum überlaufen. Die schwarzgoldne Katzendame holte aus und putze die Jünger vom Sockel. Es ging ein Raunen durch die Jellicles, die das ganze gesehen hatten. Bevor Victoria sich auf rappeln konnte, wurde sie von Demeter am Halsband gepackt und zu Jennys Höhle gezerrt. Erst vor dem Eingang ließ die Ältere los. ,,Los, rein da und keine Widerrede!", befahl die schwarzgoldne Katzendame. Victoria schlich sich in die Höhle, dicht gefolgt von Demeter. Der weißen Kätzin stockte der Atem, als sie den abgemagerten Mistoffelees sah. ,,Sieh genau hin, Victoria! Das ist dein Werk! Er will nicht mehr leben, weil du ihm das Herz gebrochen hast!", fauchte die ältere Katze leise. ,,Demeter, das habe ich nicht gewollt. Das musst du mir glauben. Ich wollte nicht, das er...", erwiderte Victoria mit tränenerstickter Stimme. ,,Du hast es billigend in kauf genommen. Und wo für? Für ein bisschen Spaß mit einem anderen Kater und mich lügst du an, ohne rot zu werden. Von wegen ihr hab euch in beiderseitigem Einverständnis getrennt", entgegnete Demeter. Vicky wollte näher an Mistoffelees heran. ,,Keinen Schritt weiter! Du hast schon genug Unheil angerichtet. Los verschwinde und halte dich in Zukunft von meinem Mistoffelees fern!", fauchte die schwarzgoldne Kätzin. Victoria trollte sich mit Tränen in den Augen. Sie hatte Misto verletzt, weil sie mit Plato zusammen sein wollte. Aber sie hätte nie damit gerechnet, den Zauberkater so tief zu verletzten. Demeter sah der jungen Katzendame hinter her. ,,War ich jetzt zu hart zu ihr?", fragte sich die ältere Kätzin. Was sie nicht wusste, Mistoffelees hatte jedes Wort mitbekommen. Er dachte über Demeters Worte nach. ,,Hab ich mich verhörte oder sagte Demeter  wirklich, mein Mistoffelees?", ging es ihm durch den Kopf. ,,Ich muss auf jeden Fall mit Demeter sprechen", dachte Misto.

Es vergingen wieder einige Tage. Mistoffelees hatte wieder etwas an Gewicht gewonnen. Jenny entließ ihn aus ihrer Höhle. Sofort machte sich Demeter Sorgen um den Zauberkater. Jede Nacht schlich sie in seine Höhle und schaute nach ihm, nur um festzustellen, das Misto kontinuierlich an Gewicht zunahm, bis er sein altes Kampfgewicht erreicht hatte. Er fraß wieder eigenständig und ging selbst auf die Jagt. Auch seine Jagten mit Tugger nahm er wieder war. Es war fast so, als hätte es den Zwischenfall mit Victoria nie gegeben, allerdings antwortete er immer noch nicht auf Fragen zu Victoria. Etwas anderes ließ dem kleinen Kater aber keine Ruhe, und das war Demeter. Er bekam mit, das sie ihn Nachts aufsuchte. ,,Warum schaut Demeter jede Nacht bei mir vorbei?", fragte er sich. Misto hatte beschlossen, diese Nacht wach zu bleiben und sie zu fragen. Langsam neigte sich der Tag de Ende und die Jellicles suchten ihre Menschen oder ihre Höhlen auf. Bis auf die Wachposten die Streife ging war es ruhig auf dem Schrottplatz. Demeter verließ die Höhle von Coricopat und Tantomile, um sich zu Mistoffelees zu begeben. Es blieb den Zwillingen nicht verborgen, das ihre Untermieterin, jede Nacht die Höhle verließ. ,,Was meinst du, Bruder. Werden Demeters Gefühle von Mistoffelees erwidert?", fragte Tanto. ,,Das kann ich dir nicht sagen, Schwester. Ich würde es beiden wünschen, dass sie zusammen finden", antwortete Cori und legte sich wieder zur Ruhe.

Demeter schlich leise über den Schrottplatz. Genauso leise betrat sie Mistos Höhle. Sie bemerkte, das der Kater nicht an seinem üblichen Platz lag. ,,Wo steckst du, Misto?", fragte die Kätzin leise. ,,Ich bin hier", antwortete der Kater. Mit einem mal wurde das Innere der Höhle von einem sanfte Licht erhellt. Demeter sah dem jungen Kater direkt in die Augen. ,,Warum bist du noch wach?", wollte die Katzendame wissen. ,,Ich habe auf dich gewartet. Mir geht da etwas durch den Kopf, auf das du vielleicht eine Antwort hast", erwiderte Mistoffelees. ,,Was möchtest du denn wissen?", fragte Demeter neugierig. ,,Ich habe das Gesprächen zwischen dir und Victoria mit bekommen. Warum setzt du dich so für mich ein?", wollte der schwarzweiße Kater wissen. ,,Du bist mein Freund, Misto. Ich konnte dich nicht einfach aufgeben", antwortete die Katzendame. ,,Du sagst  mir nicht die ganze Wahrheit Demeter. Da ist noch ein bisschen mehr", entgegnete Mistoffelees ruhig. Demeter sah ihn mit großen Augen an. ,,Wie kommst du darauf?", versuchte sie auszuweichen. ,,Du hast zu Victoria im O-Ton gesagt: "Halte dich in Zukunft von meinem Mistoffelees fern". Was hast du damit gemeint?", fragte der Kater. Die Kätzin wand sich etwas. Misto konnte sehen, das sie vor der Antwort Angst hatte, er wusste aber nicht warum. ,,Bleiben wir Freunde, egal wie die Antwort lautet?", brachte die Katzendame nach einigem Zögern hervor. ,,Natürlich, Demeter. nicht kann unsere Freundschaft zerstören. Ganz im Gegenteil, du hast mir das Leben gerettet. Ich stehe tief in deiner Schuld", erwiderte Mistoffelees. Demeter atmete ein paar mal ein und aus, bevor sie kaum hörbar sagte: ,,Ich liebe dich, Misto!" Der kleine Kater starrte sie an. Hatte er sich gerade verhört? Sagte Demeter wirklich, dass sie ihn liebte. Bevor er antworten konnte verließ die Katzendame fluchtartig seine Höhle. ,,Demeter, warte bitte!", rief er hinter ihr her, aber sie überhörte ihn. Er war nicht im Stande, ihr zu folgen, auch wenn er es wollte. Er musste das Gehörte erst mal verdauen. Er legte sich nieder und begann nachzudenken. ,,Was findet eine wunderschöne und erfahrene Katzendame an einem jungen unerfahrenen Kater wie mir?", fragte er sich. Je mehr er über Demeter nachdachte, desto stärker wurden seine Gefühle für sie. Sie war es, die Tag und Nacht an seiner Seite war und ihn gepflegt hatte. Sie war es, die jede Nacht nach ihm schaute. Sie hatte ihm gerade ihre Liebe gestanden und war geflohen. Misto fühlte auf einmal, das selbe für Demeter, was er zuvor für Victoria empfand. Nur dass das Gefühl nun viel stärker und intensiver war. ,,Ich muss ihr sagen, was ich für sie empfinde!", sagte sich der Zauberkater.

Demeter rannte über den Schrottplatz und versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Ihr Ziel war die Höhle von Coricopat und Tantomile. Leise betrat sie die Behausung der Zwillinge und rollte sich zusammen. Ihre Gedanken tobten immer noch wild in ihrem Kopf. ,,Du hast es vergeigt Demeter! Was will ein junger, gutaussehender Kater wie Mistoffelees, mit einem alten Auslaufmodel wie dir? Du hast dich, vor ihm, zum Trottel gemacht. Er wird sicher nichts mehr mit mir zu tun haben wollen", dachte Demeter niedergeschlagen. Langsam kroch die Nacht dahin. An Schlaf war für die Katzendame nicht zu denken. Wenn sie doch mal kurz weg nickte, wurde sie von Alpträumen geplagt, in den sich Mistoffelees von ihr abwandte und sie wüst beschimpfte. Tränen lief ihr übers Gesicht. Was Demeter nicht wusste, Mistoffelees erging es nicht viel besser. Auch der Zauberkater machte kein Auge zu. Entsprechend sahen die beiden Katzen am nächsten Morgen aus. Misto suchte Demeter auf, aber die Katzendame versuchte ihm aus dem Weg zu gehen. So ging es einige Tage, bis der Zufall die beiden zusammenführte. ,,Hallo, Misto", sagte die Kätzin zu dem kleinen Kater. ,,Grüß dich, Demeter. Hast du einen Moment? Ich muss ganz dringend mit dir sprechen", entgegnete er freundlich. ,,Eigentlich habe ich gerade keine Zeit", erwiderte Demeter und wollte sich wieder auf den weg machen. ,,Bitte warte, es dauert nicht lange", sprach Mistoffelees. Die Kätzin blieb stehen. ,,Also gut, schieß los", meinte sie. ,,Seit unserem Gespräch habe ich viel Zeit zum nachdenken gehabt", begann der Kater. ,,Oh nein. Er wird mir jetzt sagen, dass er nichts mehr mit mir zutun haben will", dachte die Kätzin panisch. ,,Demeter, ich... ich hab mich in dich verliebt", flüsterte Mistoffelees und bereitete sich mental darauf vor einen Schlag zu kassieren. Die Katzendame traute ihren Ohren nicht. Hatte Misto tatsächlich gesagt, das er sie liebte. Sie trat vor und leckte ihm sanft über die Wange. ,,Weißt du, wie glücklich u mich gerade machst, Misto?", fragte Demeter mit belegter Stimme. Der Kater lächelte sie an und schmiegte sich zärtlich an sie. Beide waren sich bewusst, das ihre frische entstanden Beziehung Wellen schlagen würde, aber das war ihnen im Augenblick egal. Sie waren einfach nur Glücklich.

Es vergingen einige Tage, bis Mistoffelees und Demeter ihre Beziehung offiziell machten. Jemima war im ersten Moment schockiert. Auch Bombalurina und Tugger waren total perplex. Munkustrap freute sich für seine ehemalige Gefährtin und wünschte den beiden viel Glück. Victoria hingegen war nach dem anfänglichen Glück nicht mehr sehr glücklich. Platos charmante Art verschwand jeden Tag mehr. Der Kater war launisch und extrem eifersüchtig. Bisweilen wurde er ihr gegenüber auch gewalttätig. ,,Ob das die Strafe dafür, dass ich Mistoffelees das Herz gebrochen hab?", fragte sich die weiße Katzendame. Victoria saß mit ihren Freundinnen zusammen und unterhielt sich mit ihnen über den bevorstehenden Jellicle Ball. Die Vorfreude wurde jäh gestört, als Plato auftauchte. Er zerrte sie beinahe nach Hause. ,,Was soll das, Plato?", fragte die Kätzin beleidigt. ,,Du hast zu Hause zu sein, wenn ich komme", schnauzte er sie an. ,,Ach, aber der feine Herr, darf tun und lassen was er will", meinte sie herausfordernd. Sofort wischte Plato der Kätzin eine. ,,Wer ja nicht frech, Victoria", sprach der Kater drohend. ,,Was ist bloß aus dir geworden, Plato. Hätte ich gewusst, was für ein Ekel du bist, hätte ich Misto nie verlassen", sprach Victoria unter Tränen. Dafür bekam sie gleich noch einen Schlag. ,,Erwähne diese Wohldecke nicht noch mal in meiner Gegenwart!", fauchte der gescheckte Kater. Was Plato nicht wusste war, dass sein Wutausbruch von anderen Katzen gehört wurde. Victoria raffte sich aus und sagte: ,,Ich werde dich verlassen, Plato. Ich werde Munkustrap sagen, was du mir angetan hast, dann fliegst du aus dem Stamm!" Plato holte ein weiteres mal aus. Die Katzendame schloss die Augen und bereitete sich auf den Schmerz des Treffers vor. Sie hörte einen lauten schmerzerfüllten Aufschrei. Als Victoria die Augen öffnete, sah sie Plato der sich seine versengte Pfote ansah. ,,Wage es nie wieder, die Pfote gegen eine Kätzin zu erheben!!", sagte Mistoffelees drohend. Demeter eilte sofort an Victorias Seite und brachte sie zu Jenny. Munkustrap, Tugger und Skimble kamen dazu. ,,Was geht hier vor sich?", fragte der grau getigerte Kater. ,,Misto hat mich mit seinen magischen Kräften angegriffen!", jammerte Plato und zeigte Munkustrap seine verletzte Pfote. ,,Warum hast du das gemacht, Misto?", wollte Munkustrap wissen. ,,Plato wollte Victoria verprügeln", antwortete der Zauberkater. ,,Das ist absoluter Blödsinn, Munk. Misto lügt, wie gedruckt!" sagte Plato. Mistoffelees benannte Demeter als Zeugin des Vorfalls. Nun wurde Plato anders zu mute. Er wusste, dass das sicher Konsequenzen für ihn haben würde. So kam es auch. Victoria schilderte das ganze und ihr ehemaliger Gefährte bekam jede Menge Ärger. Old Deuteronomy erwog sogar Plato zu verbannen. Wieder war es Misto, der sich einmischte und sich für Plato einsetzte. Nach der Führsprache des Zauberkaters wurde abgestimmt. Plato durfte im Stamm bleiben, aber er stand unter scharfer Beobachtung. Demeter fragte Misto, warum er sich für Victoria und Plato eingesetzt hatte. Der schwarzweiße Kater antwortete darauf, das es Nächstenliebe war. Die schwarzgoldne Kätzin war von Mistos innere Größe beeindruckt. Es stärkte das Band zwischen ihm und ihr noch mehr.

Wieder verging einige Zeit. Der Jellicle Ball lag einige Wochen zurück. Demeter hatte eine Veränderung an sich bemerkt. Sie wusste genau was los war. Trotzdem suchte sie Jenny und Jelley auf. Die beiden Katzendamen bestätigten ihren Verdachte und beglückwünschten sie. ,,Ich frage mich, wie Mistoffelees diese Nachricht aufnimmt?", fragte sich Demeter. Sie wartete geduldig in der Höhle, die sie sich mit dem Zauberkater teilte. Misto kam von einer recht erfolgreichen Jagt zurück und begrüßte Demeter herzlich. ,,Mistoffelees, ich muss dir etwas sehr wichtiges sagen", begann die Kätzin lächelnd. ,,Los, sag mir was so wichtig ist", bat der Kater aufgeregt. ,,Du wirst Vater, Misto. Ich bin mit drei Kätzchen in Hoffnung", erwiderte Demeter. Der Zauberkater sagte im ersten Moment nichts, er war nicht in der Lage sein Glück in Worte zu fassen. Er schmiegte sich an seine Gefährtin und sagte: ,,Das ist wundervoll, Schatz!" Er verdrückte dabei ein paar Freudentränen. ,,Ich bin so froh, das du das sagst, Misto", erwiderte Demeter. Die beiden kuschelten sich aneinander. Misto schlief nicht sofort ein. Er blieb noch eine ganze Weile wach und betrachte seine geliebte Demeter. ,,Ich werde euch vor allen Gefahren beschützen. Das schwöre ich", dachte Mistoffelees und schloss die Augen. Zufrieden mit sich und der Welt schlief er ein. Demeter hatte sein verletztes Herz geheilt und machte ihm nun das schönste Geschenk der Welt.                                                                      
     
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Bis zum nächsten mal

Euer Silberfuchs
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