Cry A River

KurzgeschichteTragödie / P18 Slash
Jared Leto Shannon Leto Tomislav "Tomo" Milicevic
21.07.2015
05.12.2016
49
24044
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Disclaimer: Jared, Shannon und Tomo gehören sich selbst, ich besitze keine Rechte.

Alles andere dafür ist ein Holly-Original... Keine Angst, auch wenn ich düstere Gedanken hege, so ist dies nicht wirklich über meinen Geisteszustand aussagekräftig. =)

***

Seit Stunden stand ich auf dieser Gott verlassenen Brücke und starrte in das sprudelnde Wasser unter mir. Der einzige Ausweg schien mir nach vorne zu sein.

Einen Fuss nach dem anderen über die Brüstung, auf dem kalten Metall sitzen und noch ein letztes Farewell an die Welt.

Ich war in Gedanken alle meine Lieben durchgegangen - hatte mich verabschiedet und/oder entschuldigt. Drei Briefe ragten aus meiner Tasche, die ich zurücklassen würde. Einer für meine Eltern, tränendurchnässtes Papier, ein letzter  Gruss, ein letztes "Ich-liebe-Euch" und mein letzter Wille zu Verabschiedung und letzter Ruhestätte.

Der zweite Brief an mein Babygirl - meine Nichte. Er enthielt das Versprechen, dass ich als Schutzengel über sie wachen würde.

Und der letzte  Brief war für Jean, meinen Partner in Crime - meine beste Freundin. Ein "Danke" für die vielen Jahre und ein leises "Servus".

Allen anderen hatte ich nichts mehr zu sagen, die Würfel waren gefallen.

Ich streifte meine Schuhe von den Füssen und sie stürzten in den Abgrund.

Schritte...

Jemand näherte sich. Einen Moment überlegte ich den schnellen Sprung zu wagen - brachte es aber NOCH nicht übers Herz.

*Nicht springen.*, sagte die Person, ein Mann, leise. Ich antwortete nicht, reden war jetzt überflüssig. *Ich bin hergekommen, weil ich auch springen will.* Wieder reagierte ich nicht. *Aber es ist endgültig, danach erlischt mein Licht. Meine Lungen füllen sich nie wieder mit Luft, meine Augen sehen nie wieder was. Ausserdem breche ich damit meiner Familie das Herz.* Tränen rollten während seinem Monolog über meine Wangen und mir wurde klar, dass er es nicht tun würde, für mich aber war es unausweichlich. *Wie kann ich mir die Entscheidung herausnehmen, was gibt mir das Recht so viele Herzen zu brechen? Und auch wenn im Endeffekt nur meine Mum und mein Bruder betroffen sind, das sind auf dieser Welt zwei gebrochene Herzen zu viel.*

Die Worte trafen mich, drangen ins Dunkel, aber sie änderten nichts. Ohne mich würde die Welt ein viel besserer Ort sein.

Eine Hand legte sich kalt auf meine. Mittlerweile war die Umwelt so abgestumpft, dass ich mich nicht erschreckte. Das war also die letzte Hand, die mich auf Erden berührte.

*Du wirst springen, oder?*, fragte er mich und jetzt nickte ich und wandte den Kopf. Unsere Augen trafen sich. Zittrig legte ich meine zweite Hand auf seine und mein Körper balancierte auf dem Geländer. *Ich bin Shan...*

Noch bevor er seinen Namen zu Ende sprechen konnte, stiess ich mich ab.

Und fiel...

Shannon POV:

Im ersten Moment wollte ich hinterherspringen, aber aus den falschen Gründen!

Ich besann mich und holte zwei Umschläge aus meiner Jackentasche. Kurz küsste ich beide und steckte sie zu den Briefen in der Tasche der jungen Frau.

Dann zog ich meine Schuhe aus und kletterte auf das Geländer.

Einen Moment stand ich still, dann streckte ich meine Arme seitlich aus und kippte nach vorne...

Ich brach zwar zwei Herzen, aber sie liebten mich und würden verstehen.

Farewell, good old world...
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