Jeder will die Welt beherrschen

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Haytham Kenway Hope Jensen Liam O'Brien OC (Own Character) Shay Patrick Cormac
20.07.2015
13.10.2019
72
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Dieses Kapitel
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Disclaimer: Die Charaktere aus Assassins Creed Rouge gehören Ubisoft und ich verdiene  kein Geld damit, sondern leihe mir sie nur mal kurz aus. Das gleiche gilt für andere Teile von Assassins Creed.





Text



Alles war dunkel um mich herum, egal wo ich hinblickte, sah ich Dunkelheit. Wo war ich und was machte ich hier? Ich saß zusammen gekauert auf dem Boden und umschlang mit den Armen meine Beine. Ich hatte Angst. „Mama, Papa wo seid ihr?“, rief ich und wunderte mich über meine kindliche Stimme. Die Angst wurde immer mehr. Ich war hier an diesen Ort ganz allein und keiner wusste wo ich war. Ich war allein! Hatte keine Familie. Tränen der Verzweiflung liefen mir über die Wange. Wo waren nur alle hin? Wieso hatten sie mich allein gelassen? Liebte mich denn keiner?


*****



„Das ist unser Wohnsitz auf dem Land, aber wie kommen wir hier her?“, hörte Shay neben sich Lady Melanie flüstern. Das würde er auch gerne wissen. Doch egal wie sie hier her gekommen waren, bestimmt hatte Faith mit dieser Sache zu tun. „Was mich nur wundert, Lady Melanie, war diese große Vase nicht vor Jahren zu Bruch gegangen?“, fragte nun der Großmeister Faiths Großmutter. „Ihr habt recht. Wie kann das sein?“ Doch die Frage konnte keiner der drei beantworten. Sie hörten Stimmen die Treppe herunter kommen. „Lasst mich los ihr tut mir weh“, hörten sie das weinen eines Kindes. „Dann lauf schneller du verzogenes Gör!“, schimpfte eine andere Stimme und sie sahen auf der Treppe eine ältere Dame, die ein gerade mal vier Jahres altes Kind grob hinter sich her zerrte. Die beiden kamen auf ihre kleine Gruppe zu und gingen einfach durch sie hindurch. „Das war Faith, aber warum ist sie ein Kind?“, fragte der Großmeister laut. „Ich kann Euch diese Frage nicht beantworten“, antwortete Shay. „Was auch immer hier vorgeht meine Herren, wir sollten den beiden folgen“, meinte Lady Melanie und lief den beiden hinterher.


Sie kamen in ein großes Speisezimmer und sahen wie das keine Mädchen grob auf einen Stuhl gesetzt wurde. „Jetzt iss!,“ befahl die Dame und setzte sich dem Kind gegenüber. Die Frau aß und bedachte das Kind mit keinem Blick. Nach nur fünf Minuten beendete sie ihr Frühstück, stand auf und trat zu dem Kind. „Los, du kommst zu spät zu deinem Unterricht“, sprach sie streng. „Aber ich bin noch nicht fertig, Miss Potter“, weinte das Kind. „Du isst eh den ganzen Tag, ein bisschen weniger schadet nicht. Du bist eh schon zu fett und nun komm!“ befahl ihr die Frau streng. Das kleine Mädchen stand auf und blieb stehen. „Aber ich muss mal“, flüsterte sie ganz leise, doch die Dame hatte es gehört. „Du darfst nach dem Unterricht und jetzt komm“, blaffte sie das kleine Mädchen an. Sie zog am Arm des Kindes und auf einmal kam eine Pfütze unter ihrem Kleid zum Vorschein. „Das darf doch nicht war sein. Du bist zu nichts gut“, schrie sie aufgebracht und schlug zu. Die Wange des Kindes rötete sich und Tränen liefen über ihre Wange. „Ich hasse dich, ich will meine Mama zurück!“, schrie das Kind und rannte an der Frau einfach vorbei.


„Wenn ich gewusst hätte was diese Frau mit Faith macht, hätten wir sie viel früher rausgeschmissen“, knurrte Lady Melanie wütend. Shay sah dem kleinen Mädchen nach. Was auch immer da gerade passiert war, Faith hatte ihm davon nie etwas erzählt und dabei dachte er, er kenne sie. Er schaute zu Lady Melanie und dann zum Großmeister, doch dieser war verschwunden.


*****


Er ging durch den Garten des herrschaftlichen Anwesens und wusste genau wo er suchen musste. Haytham erinnerte sich gut an den Tag und jetzt nach all den Jahren wusste er endlich den Grund, warum sie sich versteckt hatte. Wenn er doch nur eine Stunde früher dagewesen wäre, dann hätte er Miss Potter zurückhalten können. Haytham blieb vor einer großen Hecke stehen. Er kniete sich hin und krabbelte durch ein kleines Loch. War das damals nicht größer gewesen? Als er endlich auf der anderen Seite der Sträucher war, stand er auf und schaute sich in dem versteckten Teil des Gartens um. Nach kurzem Suchen, hatte er das kleine Mädchen gefunden. Sie hockte an der Mauer im Pavillon und weinte. Er ging vor ihr auf die Knie, legte seine Hand auf den Kopf des Mädchens. Verweinte blaue Augen schauten ihn an, dann wurde alles schwarz.


*****


Ich spürte eine Hand auf meinen Kopf und schaute auf. Dort vor mir kniete der Großmeister. Was machte er hier? „Wo warst du als ich dich gebraucht habe? Ich dachte du wärst mein großer Bruder. Beschützt ein Bruder nicht seine kleine Schwester?“, fragte ich ihn und senkte meinen Kopf wieder auf meine Beine. „Dein großer Bruder hatte wohl zu viel mit sich selbst zu tun. Kannst du mir verzeihen?“, fragte Haytham mich. „Vielleicht. Wenn du mal deinen verdammten Stock aus deinem Arsch bekommst und aufhörst mich Miss Williams zu nennen. Wir haben als Kinder zusammen gespielt, auch wenn du elf Jahre älter bist als ich. Ich habe immer zu dir aufgesehen und dann warst du einfach weg“, antwortete ich ihm und spürte wie mir erneut Tränen in die Augen kam. Was Haytham als nächstes tat, hätte ich nie erwartet. Er zog mich einfach in seine Arme. „Vergib mir“, mehr sagte er nicht. Kaum das Haytham mich berührte sah ich vor meinem inneren Auge viele Bilder vorbeiziehen, doch sie waren nicht die meinen. Ich stand doch noch nie im Leben auf einen Richtblock. Mit einmal wurde mir bewusst das diese Bilder Haythams Erinnerungen waren. Das hatte er all die Jahre also durchgemacht. Ich wollte mich gerade an ihn lehnen, da verschwand er und ich war wieder allein. Wieso?


*****



Shay schaute zu Lady Melanie. Auf einmal verschwand das Haus und sie standen in einem anderen. Doch im Gegensatz zu der großen Villa, war das hier eine einzige Ruine. „Was tun wir hier?“, fragte ihn Lady Melanie. Doch Shay konnte sich denken, wo er war. Faith hatte ihm von diesem Gebäude erzählt. Wenn seine Vermutung richtig waren, waren sie irgendwie in Faiths Vergangenheit geraten. Sie musste anscheinend ihre Schlimmsten Erinnerungen durchleben und sie waren dabei nur Zuschauer. „Wo ist Master Kenway?“, fragte ihn Lady Melanie. Er schaute sich um, aktivierte sogar seine Gabe, doch es geschah nichts. „Ich weiß es nicht, aber ich habe eine Ahnung wo wir sind, Lady Melanie“ Shay wollte gerade seine Vermutung mit Faiths Großmutter teilen, da hörten sie Lärm aus der oberen Etage. „Wartet hier“, sagte er  und kletterte schnell an einer der Steinsäulen hoch.


Shay folgte dem Lärm und als er in das heruntergekommene Zimmer kam, sah er eine entsetzliche Szene vor sich. Im Raum waren sechs Männer, zwei drückten eine junge Frau auf den Boden, während einer sie grob nahm. Das musste Law sein. Er schaute zur Wand und entdeckte Mason Evans. Er hielt den Kopf eines Kindes fest und zwang das Mädchen zuzuschauen. Tränen liefen Faith über die Wangen und ihr dünner Körper zitterte vor Angst. Er zog seinen Säbel und stach Evans ins Herz, doch sein Schwert glitt einfach durch ihn hindurch. Verdammt! Es war wirklich nicht real. Er wollte zu Faith und seine Hand auf ihre Wange legen, doch er konnte sie nicht berühren. Wie konnte Shay ihr nur helfen? Er hörte einen Schuss hinter sich und sah aus den Augenwinkel, wie Faiths Freundin leblos zu Boden fiel. Jetzt würde Law Faith quälen und kaum hatte er es gedacht fing es auch schon an. Shay richtete seinen Blick in die Augen von Faith und schwor sich Law dafür zu töten! Law stach mit seinen Messer in Faiths Unterleib und drehte die Klinge ein paar mal hin und her. Die Männer ließen das kleine Mädchen einfach auf den Boden fallen. Aus Reflex fing Shay sie auf, dann wurde alles schwarz um ihn.


*****



Ich spürte das mich jemand festhielt und schaute auf. Mein Blick traf auf die dunklen Augen meines Geliebten. Wie kam Shay hier her? Shay lächelte mich an und ich lehnte mich in seine Umarmung. Wir brauchten keine Worte, verstanden uns so. „Shay“, begann ich, doch er legte seinen Finger auf meine Lippen. Diese Berührung reichte und ich sah schon wieder Bilder vor meinen Augen. Ein kleiner Junge der weinte, dahinter stand eine Frau mit dem Gürtel. Ich sah wie ein kleiner Junge einem älteren hinterher lief und ihm was zurief. Das nächste Bild war auf einem Schiff. Vor dem Jungen stand ein schmieriger Kerl und wollte den gerade mal dreizehn jährigen Jungen mit seinen Schwert erschlagen. Der Junge drückte den Abzug seiner Pistole und der Pirat starb. Noch viele weiter Bilder folgten, so schnell das ich gar nicht alles beschreiben konnte, doch ich merkte sie mir. Ich schlug meine Augen auf und sah zu Shay. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, dann war er einfach weg. Nein!, schrie ich und versuchte meinen Liebsten zu finden, doch die Dunkelheit lies mich nichts sehen. Ich war wieder allein.


*****


Sie blickte sich um und erkannte das es wieder eine andere Erinnerung ihrer Enkelin war. Wo waren nur Master Kenway und Master Cormac hin? Sie schaute sich um und stand in der Eingangshalle ihres Anwesens in London. Die Leute, welche herein kamen waren herausgeputzt und tuschelten wie wild. Sie hörte immer wieder den Namen von Faith. Sie wusste, über was die Leute redeten. Diese elendigen Menschen zerrissen sich über ihre Enkelin das Maul, dass sie nie Kinder bekommen könnte und so weiter. Wieso hatte sie damals nichts gegen dieses Gerüchte unternommen? Jeden Tag sah sie, wie sehr es Faith belastete und sie? Ja sie hasste sich selbst dafür, doch sie hätte das niemals vor jemandem zugegeben. Lady Melanie folgte den Leuten und kam in den Ballsaal. Von ihrer Enkelin war noch keine Spur zu sehen. Sie stellte sich in die Nähe des Eingangs und beobachtete das treiben der Menschen. Sie entdeckte sich, wie sie die Gäste begrüßte und mit jeden ein wenig redete. Auf einmal öffnete sich die Tür und Faith trat ein. Sofort verstummten alle und einer der jungen Männer trat aus der Reihe der Gäste und fing an sie zu beleidigen. Lady Melanie wusste, was ihre Enkelin antworten würde und heimlich gab sie ihr recht. Sie schaute zu Faith, sah die Tränen auf ihrer Wange. Sie bemerkte wie fertig sie diese Anschuldigungen machten. Kurz darauf drehte sich Faith um und rannte die große Treppe hoch.


Lady Melanie folgte ihr, blieb kurz hinter Faith stehen. Sie hörte die Stimme ihrer Enkelin. „Wieso hat mich John hier her gebracht? Ich wollte doch kämpfen lernen, um die zu schützen die ich liebe. Ich will keine Menschen umbringen, sondern eine Ärztin werden“,heulte sie und zog sich ihr Kleid aus. Was Lady Melanie hörte überraschte sie. Klar, sie wusste, dass Faith eine Heilerin in Ausbildung war. Wieso sonst hätte sie die ganzen medizinischen Bücher in ihre Bibliothek aufgenommen, doch nur wegen ihr. Lady Melanie wusste wie schwer es für eine Frau war, zu studieren und wollte es so Faith einfacher machen. Aber das Faith andere Ziele hatte als die Assassinen, gab ihr Hoffnung. Sie streckte die Hand nach ihrer Enkelin aus, als alles schwarz um sie wurde.


*****



Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und drehte mich um. Dort hinter mir stand Lady Melanie. „Faith es tut mir Leid, wie ich dich behandelt habe. All die Zeit sah ich nur ein verblendetes Mädchen, was den Assassinen angehörte und nicht meine kleine Enkelin. Ich hoffe du kannst einer alten Närrin verzeihen. Ich hätte damals etwas gegen diese Gerüchte unternehmen sollen, doch so wären diese Klatschblasen nur in ihrer Vermutung bestätigt worden, dass du keine Kinder bekommen kannst. Also habe ich mich raus gehalten und nicht gemerkt, dass mein Verhalten meiner kleinen Lady das Herz brach“, erklärte sie und ich sah Tränen in ihren Augen. „Aber warum hast du mir das nicht gesagt, als ich dich zur Rede gestellt hatte?“, fragte ich Lady Melanie. „Ich konnte es nicht. Du warst so wütend und ich...Ich sah immer nur die Assassine. Faith... ich weiß mein Verhalten von damals war alles andere als richtig. Doch jedes mal, wenn ich dich ansah, sah ich Lucius. Deine Augen, dein Verhalten, die Haare...alles erinnert mich an meinen Sohn. Faith es tut mir unendlich Leid. Bitte vergib einer alten verblendeten Frau“, redete Lady Melanie weiter.



Ich schaute sie an und sah das Lady Melanie die Wahrheit gesprochen hatte. „Ich vergebe dir, aber bitte nimm mich so wie ich bin und nicht wie du mich gerne hättest“ „Ich werde es versuchen, aber du weidst, wir sind beide in dieser Beziehung gleich und wollen unseren Dickkopf durchsetzen. Also nimm es mir nicht übel, wenn ich es nicht immer schaffe“, meinte sie lächelnd und küsste mich auf die Stirn. „Ich liebe dich, meine kleine Lady“, sagte sie liebevoll.  Ich spürte das vertraute Gefühl in mir und sah die Erinnerungen meiner Großmutter. Ich hatte mich nie gefragt, was sie alles durchmachen musste. Ich sah ihre Kindheit, mit einer Gouvernante nach der anderen. Sah sie bei ihrer Hochzeit und Jahre später wie sie ihren Mann anschrie, weil er sie betrogen hatte. Spürte ihre Trauer um meinen Vater, ihren geliebten Sohn. Wie die beiden vorher, verschwand sie einfach, doch ich stand nicht mehr in Dunkelheit, sondern in einer zerstörten Stadt.Um mich herum sah ich all meine traurigen Erinnerungen meines Lebens. Ich blickte auf ein kleines Mädchen, was ihren Vater anschrie, das sie ihn hassen würde. Dann das gleiche Mädchen, nur viel jünger, wie sie am Bett ihrer toten Mutter weinte. All diese Erinnerungen zeigten, dass ich mir eigentlich nur eine Familie wünschte, die mich liebte.


*****


„Seid ihr das Master Cormac?“, fragte ihn Lady Melanie, doch er antwortete ihr nicht. Warum musste es ausgerechnet diese Erinnerung sein! „Master Cormac?“, fragte ihn jetzt der Großmeister, doch Shay war immer noch wie versteinert. Alle drei blickten auf das Paar, welches in eine riesige Öffnung ging. Er hörte noch wie er sie das erste mal Prinzessin nannte, dann waren sie weg. Schnell rannte Shay ihnen nach, wollte seinem früheren Ich sagen, er solle verschwinden, doch als er ankam war es schon zu spät. Er hielt den Stern in der Hand und kurz darauf fing die Erde an zu beben. „Was geht hier vor?“, fragte Lady Melanie überrascht. „Master Cormac?“, versuchte es sein Großmeister erneut. „Diese Artefakte sind wie die Wurzeln eines Baumes…wenn man das Gefüge stört, stürzt alles darüber zusammen.“, sagte Shay monoton und folgte den beiden fliehenden Assassinen.


Shay erlebte alles noch einmal, so als würde es gerade erst passieren. An der Stelle wo sie sich trennten, kamen neue Eindrücke von der Zerstörung auf ihn zu. Er hatte also nicht nur das Beben verursacht, sondern auch eine riesige Flutwelle, welche den Rest der Stadt ins Meer fortspülte. Auf einen Schlag standen sie auf einem Dach und alle drei schauten auf die Ruinen der Gebäude. Doch Shays Aufmerksamkeit galt nicht Lissabon, dieses Bild verfolgte ihn schon viele Nächte in seinen Träumen, sondern auf die Frau an der Dachkante. Dort stand Faith, in ihrem schwarzen Meisterornat. Shay trat auf sie zu und drehte sie um. Ihre blauen Augen sahen durch ihn hindurch. Was auch immer sie sah, es würde ihre Seele zerstören, wenn er sie nicht aus diesen Zustand heraus bekäme.
„Mo aingeal, ich bin hier. Komm zu dir und wir verlassen diesen schrecklich Ort“, sagte Shay und hielt sie fest in seinen Armen. Ihre einzige Reaktion war eine einzelne Träne, welche an ihrer Wange hinab lief. Shay wischte sie hinfort und beugte sich zu ihr hinab. Seine Lippen berührten ihre. Wenn sie ihn nicht hören konnte, so wollte Shay Faith zeigen, das sie nicht alleine war.


*****


Ich spürte wie meine Lippen geküsst wurden und eine Wärme durchflutete meinen gesamten Körper. Es war unbeschreiblich. Noch nie hatte ich mich so geliebt gefühlt. Mein Blick wurde wieder klarer und ich sah in Shays dunklen Irden, welche mich voll Liebe anstrahlten. „Da bist du ja wieder und jetzt lass uns von hier verschwinden“, sagte er. „Ich weiß nicht wie?“, flüsterte ich. „Denk doch an etwas Schönes und nicht an all die traurigen Dinge in deinem Leben“, hörte ich die Stimme von Haytham. Also war das keine Einbildung von mir gewesen. Der Großmeister, Lady Melanie und Shay waren mit mir in meinen Erinnerungen gefangen. „Mach schon kleine Lady“, sagte nun auch meine Großmutter. „Du schaffst das“, meinte Shay und flüsterte mir sein Hochzeitsversprechen ins Ohr.


Sofort änderte sie die Umgebung und wir waren auf der Morrigan. Ich blickte auf mich und Shay und hörte unsere Versprechen. Es hatte geklappt. Ich dachte an die nächsten tollen Erinnerungen und schon bildete sich ein Wirbel aus den verschiedensten Farben. Ich sah mich mit meinem Vater, als er mit mir Klavier spielte. Haytham und ich, wie wir Miss Potter einen Streich nach dem anderen spielten, dann wie ich mit Anna durch die Straßen von Edinburgh zog, danach wie Geillis mich auf ihre tägliche Runde mitnahm und ich den Menschen helfen konnte. Die nächste Szene stand ich mit meinem Assassinenbruder Jack auf einem Dach in London und wir freuten uns über unseren gelungenen Auftrag. So ging es immer weiter, bis alles um uns herum in einem waren Farbwirbel war.


Ich öffnete meine Augen. Wir waren wieder im Arbeitszimmer meiner Großmutter und die drei Templer standen mir gegenüber. Ich lies den Metallstift fallen und umarmte Lady Melanie. Sie erwiderte die Umarmung und da wusste ich, dass ich eigentlich schon immer eine Familie hatte, die mich so liebte wie ich war.



Anmerkungen: Hallo danke fürs lesen und ich hoffe es hat euch gefallen. Danke auch an Chaoshexe und Luna. Bis zum nächsten Kapitel


euer kleiner Todesengel


- riesige Schokoladentorte hinstell-
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