Jeder will die Welt beherrschen

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Haytham Kenway Hope Jensen Liam O'Brien OC (Own Character) Shay Patrick Cormac
20.07.2015
13.10.2019
72
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Disclaimer: Die Charakter aus Assassins Creed Rouge gehören Ubisoft und ich verdiene  kein Geld damit, sondern leihe mir sie nur mal kurz aus.




Es war der 3. Oktober des Jahres 1746, als meine Geschichte begann. Wenn ich jetzt, Jahre später, so darüber nachdenke, merke ich, das ich viele Fehler begannen habe. Aber wenn ich sie nicht gemacht hätte, dann wäre ich jetzt nicht hier und könnte euch meine Geschichte erzählen.

„Hey bleib stehen du kleines Miststück“ rief der Standbesitzer, aber ich war schon um die nächste Hausecke verschwunden. Ich lief immer schneller und umklammerte meine Beute. Nur ein kleines Laib Brot, aber für mich würde es bedeuten, dass ich die nächsten Tage keinen Hunger leiden würde. Ihr fragt Euch bestimmt warum ich Brot stehle. Dafür gibt es eine einfache Antwort, ich lebe auf der Straße und bin eine Waise. So geht es in diesen Tagen etlichen Kindern und das schlimme, es wird nicht besser. In dem Land wo ich lebe, geht es vielen Leuten schlecht, seit die Jakobiten den Aufstand verloren hatten. Davor war diese Welt noch in Ordnung.

Ich lebte mit meinen Vater in Edinburgh und uns ging es gut. Bis zu dem Tag an dem er sich den Aufständischen anschloss. Mein Vater opferte sein halbes Vermögen den Stuarts und ließ mich, mit 9 Jahren bei meiner Großtante. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn die betagte Dame nicht schon ein Alter von über 70 gehabt hätte und vor fünf Monaten das zeitliche gesegnet hätte. Aber die gute musste ja ins Gras beißen und mich als Vollwaise zurücklassen. Natürlich wollten mich die Behörden ins Waisenhaus stecken, aber vorher bin ich abgehauen. Ich hatte gehört, das die dort die kleinen Mädchen an Hurenhäuser verkaufen oder noch schlimmer man musste ins Kloster. Ne ohne mich.

Aber zurück zum Thema. So schnell ich konnte suchte ich das Weite, bevor der Standbesitzer die Wachen holen konnte. Auf die Rotröcke wollte ich gut und gerne verzichten. Nach ungefähr zwei Kilometern erreichte ich unser Versteck.
In dem Unterschlupf lebten neben mir, auch noch fünf andere Kinder. Ebenfalls alles Waisen, um die sich niemand kümmerte. Der Unterschlupf war ein verfallenes Haus am Rande der Stadt. Das Dach nur noch zur Hälfte drauf und ein Teil der nördlichen Mauer existierte seit kurzem nicht mehr. Kurz also eine Bruchbude. Aber dieses Skelett eines Hauses bildete uns sechs Kindern Schutz vor Wind und Wetter. Somit blieb wenigstens mein Nachtlager trocken.

Als ich durch die nördliche Mauer das „Mauseloch“ betrat, kamen sogleich Dougal und Rupert, um mein hart erkämpftes Brot zu nehmen. Aber das ließ ich mir nicht gefallen. Bevor beide es auch nur realisierten, kletterte ich an einer Säule in die erste Etage. Das konnten diese Beiden nicht gut, klettern. Somit war ich aus dem Schneider  und meine Beute in Sicherheit. Ich durchquerte den oberen Flur und erreichte das hintere Zimmer. Dies war mein, oder besser Anna und mein Zimmer.

Anna ist meine beste Freundin und wir teilten alles miteinander. Doch leider war sie zur Zeit krank und ich konnte nichts tun um Ihr zu helfen, außer was zu Essen zu besorgen. „Küken, du bist wieder da. Hast du was erwischt?“ fragte sie mich „Aye, ein kleines Brot und tada, noch eine Überraschung!“ „Was ist es?“ „Rate doch mal“ spannte ich Anna auf die Folter. „Irgendwas flüssiges. Vielleicht eine Flasche Ale?“ fragte sie voll Hoffnung „Du hast es erraten. Neben dem Brot, war der Besitzer sehr großzügig und gab noch eine Flasche Ale dazu“ grinste ich sie an.

Ich setzte mich zu Ihr, auf die Decken und teilte das Brot. Sie bekam natürlich zwei drittel des Brotes, denn Anna sollte ja wieder gesund werden. Während ich das trockene Brot kaute, beobachtete ich meine Freundin. Anna hatte ein ähnliches Schicksal wie ich, nur das sie ursprünglich aus Inverness kam. Das war eine kleine Stadt im Norden von Schottland. Ihre Eltern waren den Clanführer gefolgt um für ein freies Land zu kämpfen und da sie niemanden hatten um auf Ihre Tochter acht zu geben, musste Anna mit ihren Eltern gehen. Doch wie mein unnützer Vater, kamen ihre Eltern auch nicht zurück. Dadurch war Anna, seit letzten Jahr, auf sich gestellt gewesen. Na gut Dougal und Rupert hatten Ihr geholfen, aber mit diesen Beiden hatte ich einige Probleme. Sie waren Brüder und Dougal war der ältere, ich glaube dreizehn oder so. Ein Mann wie er zu sagen pflegte. Rupert war ein Jahr älter als ich und lief seinen Bruder hinterher wie ein Hündchen.

„Was ist los Küken?“ fragte mich Anna plötzlich. „Was? Hey hast du was gesagt“ starrte ich sie perplex an. „Realität an Küken. Wach auf ich rede mit dir“ ermahnte sie mich. „ Ich träume nicht!“ gab ich zurück. „Und ob du träumst. Ich hab dich mehrmals gefragt, ob du den letzten Schluck Ale noch haben möchtest. Aber du starrst einfach an die Wand und zeigst keine Regung. Wenn jetzt in diesem Augenblick die Sassenachs kommen würden, das würdest du glatt verpennen“ zog sie mich auf. „Das würde ich gar nicht, Anna. Außerdem habe ich nachgedacht und nicht geträumt!“ zickte ich sie an. „Komm wieder runter, Küken. Ich meine ja nur, du willst mich doch beschützen und wenn du mal wieder woanders bist, kannst du das nicht“ versucht sie mich zu beruhigen. „Ich werde dich beschützen?  Wer ist denn vier Jahre älter als ich? Ich glaube das warst du Anna!“ meinte ich mit leichten Sarkasmus in der Stimme. „Du magst zwar Recht haben was das Alter angeht, aber du bist viel mutiger Küken.“ Die Worte von Anna beschwichtigten mich und ich gönnte mir den letzten Schluck Ale. „Morgen versuch ich noch eine zu bekommen“ sagte ich zu meiner Freundin.“ „Sei einfach vorsichtig Küken'' meinte sie zu mir. „Es werden jeden Tag mehr Soldaten“. „Ich passe auf mich auf, versprochen Anna.“ „Danke Faith.“

Ich schaute Anna an und stutze. Sonst benutzte sie nie meinen Vornamen. „Warum nennst du mich bei meinen Namen?“ fragte ich sie. „Ganz einfach Faith, wir sollten niemals den Glauben aufgeben und dein Name steht halt dafür“ erklärte sie mir lächelnd ins Gesicht. „Wen du das so meinst Anna“ murrte ich zurück. „Ja das mein ich so“ vertrat sie Ihre Meinung und umarmte mich. Ich spürte wie warm sie war und wusste das sie Fieber hatte, wenn ich doch bloß helfen könnte, dachte ich. Doch ich wusste nicht wie. Wir legten uns auf die Decken und kuschelten uns eng aneinander, damit wir nicht zu sehr froren. Mit Annas warmen Atem im Ohr, schlief ich langsam ein. In eine Welt der Träume, die nur mir gehörte und so konnte ich wenigstens für ein paar Stunden diese Welt vergessen, bevor die ersten Sonnenstrahlen mich am nächsten Morgen weckten.
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