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Das Schicksal zweier Seelen

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Aerith Gainsborough Cloud Strife Kadaj Lukretia Crescent Sephiroth Yazoo
19.07.2015
19.07.2017
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Das Schicksal zweier Seelen

                                                                                              ~Prolog~


Es war eine ruhige und friedliche Nacht.
Alle Leute lagen in ihren Betten, schlummerten tief und fest.
Alle, bis auf Reena. Ein kleines, zehn-jähriges Mädchen.
Sie lag wach in ihrem Bett, weil sie nicht schlafen konnte ... oder besser gesagt, nicht schlafen wollte.  
Sie kroch leise aus ihrem Bett, ging zum Fenster, welches sie öffnete und blickte gen Himmel zu den Sternen, betrachtete den hellen Vollmond.
Ein seufzen entrang sich ihrer Kehle, und sie fragte sich, ob sie nicht einfach weglaufen sollte.
Bestimmt würde sie hier sowieso niemand vermissen.
Eigentlich war Reena ein sehr fröhliches und aufgewecktes Kind.
Doch der Schein trügte.
Sie verstellte sich, ohne dass es jemandem auffiel, weil sie nicht wollte, dass andere mit bekamen, wie es ihr wirklich ging.
Reena verstellte sich, lächelte den Leuten freundlich zu, wenn sie ihnen auf der Straße begegnete, um den Anschein zu erwecken, es ginge ihr gut.
Reena versank so sehr in ihren Gedanken, dass sie um sich herum gar nichts mehr wahrnahm.
Bis plötzlich ...  
Ein starkes Erdbeben erschütterte das Dorf, und riss somit Reena aus ihren Gedanken.
„Nanu, ein Erdbeben? Mitten in der Nacht?“
Schnell schloss sie das Fenster, zog sich nur noch etwas über und lief aus dem Haus nach draußen.
Als Reena vor der Haustür stand, verließen die Leute in Scharen ihre Häuser und liefen auf die Straße.  
Schließlich ging ein Haus nach dem anderen in Flammen auf, einige Explodierten und kostete somit etlichen Menschen das Leben. Darunter auch einige Familien mit ihren Kindern.
Reena stand nur wie gelähmt da, beobachtete das ganze Szenario wie angewurzelt, weil sie unfähig war, auch nur einen Schritt zu machen.
Plötzlich tauchte direkt vor ihr ein fremder, großer und gutaussehender Mann auf.
Er hatte langes silbernes Haar, das im Mondschein ganz besonders schön glänzte, aber auch sein Schwert, welches er bei sich trug, war nicht zu verachten.
Der Fremde kam näher auf Reena zu, mit einem verachteten und vernichteten Blick.
Als er vor ihr stand, packte er sie mit einer Hand so fest am Hals, dass er sie beinahe erwürgt hätte.
Doch Reenas blick blieb unverändert auf ihn gerichtet, als er leise, aber bestimmend zu ihr sprach.
„Alle müssen sterben, alle. Und wenn ich alle sage, dann meine ich auch wirklich alle. Auch dich ...“
Er drückte noch fester zu, sodass sie schon leicht röchelte, ihre Augen aufriss und nach Luft schnappte, so gut es ging.
Als der Fremde jedoch in Reenas Augen sah, erkannte er in ihnen etwas, was er selbst nur zu gut kannte.
In ihren Augen erkannte er ihre Verletzlichkeit, aber auch unbändige Wut, Hass und Zorn.
Aber auch das dringende Bedürfnis nach Anerkennung und ... Liebe?!
All dass, wonach er sich selbst sehnte, spiegelte sich in ihren Augen wider.
Ach ... zum Teufel mit dieser Liebe, dachte er sich.
Er würde sie töten, ja das würde er.
Ein gerissenes Grinsen stahl sich auf seine Lippen, als er mit seinem Schwert ausholte und zustechen wollte, um dieses kleine, unbedeutende Wesen zu töten.
Doch mitten im Zug hielt er plötzlich inne.
Etwas in seinem Inneren hielt ihn davon ab, es zu tun.
Warum ... konnte er es nicht, fragte er sich.
Lag es tatsächlich nur an ihren Augen, was ihn davon abhielt ... oder war es doch etwas ganz anderes?
Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich Reenas Vater auf, der durch das Erdbeben und die Explosionen ebenfalls aufgewacht war, und als er seine Tochter bei diesem fremden erblickte, platzte ihm Buchstäblich der Kragen.
„Lassen sie sofort meine Tochter los.“, stürmte er auf den fremden zu und wollte ihm seine Tochter wieder entreißen.
Der Fremde ließ Reena schließlich los, und ehe er sich versah, krallte sich der Vater sein Kind und verpasste ihr ein paar Ohrfeigen.
„Was bist du überhaupt hier? Solltest du nicht im Bett liegen und schlafen?“, maulte der Vater das Kind an, dann schlug er immer und immer wieder zu.
Doch das konnte der Fremde nicht länger mit ansehen, wie ein Vater immer wieder sein eigenes Kind schlug, was in ihm wiederum so etwas wie Vaterinstinkte weckte.
Er stürmte auf den Mann zu, der sein Kind schlug, sein Schwert hielt er bereits zum Angriff bereit.
Der Fremde riss Reena von ihrem Vater weg, zog sie unter seinen Umhang, welcher sie völlig bedeckte, ehe er zum Angriff ausholte und mit nur einem gezielten Schwertstoß ihren Vater erstach.
Den leblosen Körper stieß er verachtend von sich weg, säuberte sein Schwert und steckte es wieder hinter seinen Rücken.
Nachdem er das Dorf dem Erdboden gleichgemacht hatte, nahm er Reena auf seine Schulter und flüsterte ihr erneut leise zu.
„Und du ... kommst mit mir, kleines Mädchen.“
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