I'm sorry...

von Lita
KurzgeschichteDrama, Romanze / P12
Hanazano Shizuma
19.07.2015
19.07.2015
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Kleine Anmerkung: Shizuma ist zwar in Nagisa verliebt gewesen, aber diese hat ihre Liebe nicht erwidert und ist mit Tamao zusammen. Amane existiert in dieser Story nicht, und deswegen ist Hikari weder Etoile, noch mit ihr zusammen. Sie führt eine glückliche Beziehung mit Yaya. Übrigens ist Shizuma auch weiterhin Etoile.




Miharu seufzte als sie den Garten von Astarea Hill entlang ging. Sehr viele Mädchen in wunderschönen Schuluniformen gingen dabei an ihr vorbei. Doch dass was sie nervte war, dass sie jeder anstarrte. Manche quickten auch verträumt auf oder murmelten mit geröteten Wangen etwas vor sich hin. Ihr entfuhr erneut ein Seufzen. Immer wieder dasselbe. Sogar auf einer Mädchenschule wird sie pausenlos angestarrt.

Und sie dachte da, dass nur Jungs aufdringlich seien. Aber da hatte sie sich scheinbar geirrt. Sie wollte eigentlich nie auf eine reine Mädchenschule. Zwar mochte sie ihr eigenes Geschlecht sehr und hat auch mehr Freundinnen als Freunde, aber irgendwie fehlte ihr dort etwas….Wie auch immer. Ihre Eltern hatten sie auf diese Schule geschickt, da sie meinten, dass diese Schule sehr einflussreich sei und sie sich dort ganz sicher wohl fühlen würde.

Miharu schüttelte lächelnd den Kopf und beschloss die ganzen Blicke einfach mal zu ignorieren. Sie machte sich auf dem Weg zum Büro der Direktorin. Dort müsste sie sich nämlich zuerst anmelden. Und das tat sie auch. Ein paar Minuten nachdem sie sich mit der Direktorin unterhalten hatte, verließ sie mit einem Schlüssel das Zimmer.

Die Direktorin hatte schon einmal keinen guten Eindruck bei ihr hinterlassen. Sie wirkte streng. Zu streng um genau zu sein. Zwar hatte sie auch nichts anderes erwartet, aber sie übertrieb es ihrer Meinung nach etwas. °Naja. Auch wenn es eine neue Schule für mich ist, ist alles trotzdem gleich° dachte sie sich und seufzte schon wieder kaum merklich.

Dann machte sie sich auf dem Weg in ihr Zimmer. Den Schlüssel hatte sie ja bereits bekommen, aber heute brauchte sie ihn nicht, da ihr die Direktorin gesagt hat, dass sie bereits eine Zimmergenossin hätte. Nun ja, immerhin wäre sie dann nicht sonderlich einsam. Sie würde auf die Miator Schule gehen. Lieber würde sie nach Le Rim gehen. Aber ihre Eltern meinten, dass es dort am besten für sie sei. Aber naja, wer hört schon auf seine eigene Tochter?

°Oh man…hier ist es ja noch schlimmer als in einem Labyrinth…“ dachte sie sich verzweifelt und sah sich um. Denn egal wie süß und schlau unsere kleine Miharu aussah, aber sie hatte den Orientierungssinn eines Esels. Wahrscheinlich, wäre sogar der eines Esels besser.

Doch auch sie fand sich dann schneller als gedacht zurecht und kam endlich an ihrem Zimmer an. Sie klopfte höflichkeitshalber erst einmal an der Tür, ehe sie den Raum betrat. Er war wirklich sehr gut ausgestattet. Die Wände waren weiß und es gab zwei Betten, zwei Schreibtische, zwei Schränke und eine kleine Tür, die wahrscheinlich zum Bad führte. Und auf einem der zwei Betten, saß ein schwarzhaariges Mädchen, welche Musik hörte, doch als sie Miharu sah, legte sie ihre Kopfhörer schnell beiseite und stand auf, um auf die zuzulaufen.

„Hi! Du musst meine neue Mitbewohnerin sein oder?“ sie klang nett und auch ziemlich aufgeregt und dank ihrer lockeren Persönlichkeit, war sie ihr auf Anhieb sympathisch. „Ja, die bin ich. Mein Name ist Miharu Yamade“ Das schwarzhaarige Mädchen lächelte und verbeugte sich ein wenig. „Schön dich kennenzulernen! Mein Name ist Aimi Haruna, aber nenn mich gleich Aimi, ja? Miharu-chan“ Miharu entfuhr ein kleines Kichern ehe sie nickte. „In Ordnung, Aimi-chan“

Nachdem die beiden sich begrüßt hatten, half Aimi ihrer neuen Freundin und Mitbewohnerin dabei, ihre Sachen auszupacken. Als sie dann endlich fertig waren, legten sie sich zusammen auf Miharus Bett. „Das war wirklich anstrengend, und dabei sah dein Koffer so klein aus“ keuchte Aimi und die Braunhaarige kicherte wieder einmal leicht, auf ihr Kommentar.

„Naja. Warst du eigentlich schon bei unserer Schneiderin?“ fragte Aimi dann schließlich um endlich wieder auf ein Gesprächsthema zu kommen, da es schon einige Minuten still gewesen war. „Ähm, ja vor einer Woche. Meine Eltern haben schon einmal vorgesorgt, und die Schneiderin ist deswegen zu uns gekommen. Meine Schuluniform habe ich deswegen auch schon“ erklärte Miharu dann und Aimi nickte beeindruckt. „Sind deine Eltern eigentlich reich oder einflussreich?“ fragte sie dann interessiert weiter und Miharu schüttelte lächelnd den Kopf. „Nein, sind sie nicht. Aber sie tun eben sehr viel für meine Zukunft. Egal wie viel Geld ich für eine einflussreiche Schule benötige, sie würden mir alles geben. Und außerdem verdienen sie wirklich nicht schlecht“ Aimi nickte etwas überrascht.

Die beiden unterhielten sich noch über alles Mögliche ehe sie spät am Abend doch ins Bett gingen. Morgen müssten sie immerhin sehr früh aufstehen, und da Miharu einen guten Eindruck machen wollte, beschloss sie, etwas früher schlafen zu gehen.

Nachdem Miharu die Nacht relativ gut durchgeschlafen hatte, stand sie auf und ging ins angegrenzte Bad, um sich für den heutigen Tag zu richten. Wie immer trug sie ihre dunkelbraunen Haare offen, sodass sie ihr seidig weich über die Schultern fielen. Miharu war zugegebenermaßen, ein wirklich hübsches und süßes junges Mädchen. Ihre violetten Augen schienen zu leuchten und ihre zierliche Statur, ließ sie noch süßer und unschuldiger erscheinen. Sie war eine klassische, kleine Schönheit. Kein Wunder dass sie von beiden Geschlechtern angestarrt wurde.

„Kommst du Miharu-chan? Wir sind ja zusammen in einer Klasse, da kann ich dir gleich alles zeigen“ auffordernd hielt Aimi ihr die Hand hin. Kichernd nahm Miharu diese an und ließ sich von ihr aus dem Zimmer ziehen. Und wie bereits erwartet, war der Flur gefüllt mit Mädchen in Miator-Uniformen. Sie  musste auch zugeben, dass sie die Uniformen mochte, sie sahen richtig schön aus.

Im Klassenzimmer angekommen, starrten sie erst einmal alle ihre Klassenkameraden an. Einige überrascht und verwirrt, manche aber auch eindringlich und verträumt. Sie unterdrückte sich ein Seufzen bis die Lehrerin hereinkam und sie bat sich vorzustellen.

„Hallo. Mein Name ist Miharu Yamade. Freut mich euch alle kennenzulernen und auf eine gute Zusammenarbeit und Freundschaft“ stellte sich die Brünette vor und verbeugte sich. Sehr viele Mädchen seufzten danach verträumt und ein kleines Gemurmel ertönte. Sie konnte zwar nicht genau sagen was, aber sie hörte so etwas wie: „Ihre Stimme ist auch so niedlich wie ihr Aussehen“

Der Unterricht verlief für Miharu eigentlich recht gut. Und schon bald hatten sie Mittagspause. Miharu und Aimi gingen an den ganzen aufdringlichen Mädchen vorbei, die Miharu alle eine Frage stellen wollten. „Ich weiß jetzt schon, dass es immer wieder ein Abenteuer werden wird, mit dir irgendwo hin zu gehen“ kicherte Aimi als sie die Mädchen abgehängt und auf dem Weg in die Cafeteria waren. „Tut mir leid Aimi-chan…“ so Miharu schuldbewusst doch Aimi wank fröhlich ab. „Ach was, du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich nehme alles in Kauf um mit dir befreundet zu sein“ Aimi lächelte ein ehrliches Lächeln und Miharu war bewusst, dass Aimi nicht wie die anderen Mädchen war. Sie empfand nichts als nur Freundschaft für die Braunhaarige.

„Oh, Etoile-sama“ plötzlich verbeugte sich die schwarzhaarige vor einem wunderschönen weißhaarigen Mädchen, welche sie sanft anlächelte, sie schien um einiges älter und reifer als Miharu zu sein. Deswegen dachte sie, es sei eine Art Respektperson, also wie ein Senpai. Deswegen beschloss auch Miharu sich leicht lächelnd zu verbeugen.

„Guten Tag, Aimi-san“ begrüßte sie auch das hübsche Mädchen. Dann fiel ihr Blick auf Miharu und sie konnte nicht anders, als sie anzustarren. Sie sah so wunderschön aus mit ihren braunen Haaren und fröhlichen und dennoch sanftmütigen violetten Augen. „Ach, entschuldige Etoile-sama. Das ist Miharu Yamade. Eine neue Schülerin“ meinte Aimi dann um die Stille zu unterbrechen. Aimi drehte sich dann zu Miharu um. „Miharu-chan, das ist unsere Etoile, also die beliebteste Schülerin, Shizuma Hanazono“ Miharu lächelte sie an. „Freut mich dich kennenzulernen, Shi-zu-ma-chan“ zwinkerte sie dann schließlich frech und lächelte sie schon wieder mit diesem unwiderstehlichen Lächeln an.

Sie sprach sie mit „chan“ an, da sie wirklich jedes Mädchen so nannte, die in ihrem Alter war. Es war einfach eine pure Gewohnheit geworden. Aber sie hatte es auch so betont, weil sie wusste, dass bestimmt sehr wenige Mädchen sich getraut haben, ein „chan“ an ihren Namen zu setzen. Shizuma währenddessen war geschockt, verwirrt, aber auch unendlich glücklich, doch sie fing sich.

„Es ist mir ebenfalls eine Ehre, Miharu-chan“ Miharu streckte lächelnd eine Hand nach ihr aus. Ohne zu zögern ergriff Shizuma sie und drückte sie, auch Miharus Griff war für solch ein zierliches Mädchen überraschend fest. „Auf eine gute Freundschaft“ Shizuma sah Miharu in die wunderschönen violetten Augen und nickte. Und seitdem war ihr bewusst, sie hatte sich in Miharu Yamade verliebt…



Zeitsprung~ Einige Monate später

Es waren nun schon einige Monate vergangen, und Miharu musste nun zugeben, dass es auf der Schule wirklich sehr schön war. Mal abgesehen davon, dass die Mädchen sie nicht in Ruhe ließen, aber das war ihr auch irgendwie egal. Sie wollte nur hier ihren Schulabschluss schaffen und mit ihren hervorragenden Noten konnte sie es durchaus schaffen.

Miharu war ein echtes Sprachtalent. Französisch sprach sie fließend, sowie spanisch und auch ein wenig russisch. Sie wollte unbedingt noch deutsch lernen. Aber das musste natürlich warten. Ihr Gehirn brauchte noch etwas Zeit. Aber sie war unter den Lehrern auch sehr beliebt, sogar die Schulleiterin mochte sie. Aber natürlich galt das Sprichwort: „Nobodys perfect“ auch bei ihr. Denn in Mathe war sie eine einzige wahre Niete. Die Formeln waren ihr meist alle zu schwer und sie schrieb dort nicht ganz so gute Noten. Aber auch keine schlechten. Sie glich diese Noten immer wieder mit den anderen Fächern aus, und somit wurde sie sehr schnell Klassenbeste, was jeden stolz machte.

Sie hatte sich ganz besonders mit Nagisa und Tamao angefreundet. Denn die beiden waren wirklich furchtbar nett und waren auch zusammen. Miharu meinte immer, dass sie die beiden richtig süß zusammen fand und mochte es, wenn sie sich vor ihnen küssten. Da musste sie immer laut aufquicken und „Kawaii!!!“ schreien. Nagisa war dies zwar meist unangenehm, aber sie lehnte Tamao nie ab. Immer wenn sie sich näherte, kam sie ihr auch automatisch näher.

Doch auch mit Shizuma verstand sich die Brünette gut. Sie fand in ihr eine große Schwester die sie respektierte und lieb hatte, während Shizuma sie liebte, und zwar noch mehr, als Nagisa damals. Dies hatte sie dann schlussendlich herausgefunden, als Miharu sie getröstet hatte, als sie erfahren hatte, dass Nagisa ihre Liebe nicht akzeptiert hatte und nun mit Tamao zusammen war.

Shizuma und Miharu unternahmen auch sehr viel zusammen. Manchmal gingen sie ins Gewächshaus um sich um die Blumen zu kümmern, manchmal gingen sie in das Musikzimmer um zusammen ein Instrument zu spielen. Denn da Miharu Geige spielen konnte, kombinierte Shizuma es perfekt mit ihrem Klavier. Daraus entstanden immer perfekte Töne für perfekte Stücke.

Shizuma hatte Miharu nie gesagt, dass sie sich in sie verliebt hatte. Aber sie hatte es vor. Denn ihr war klar, dass sie Miharu nun noch mehr liebte, als Nagisa. Nur wegen ihr war sie über ihre alte Liebe hinweg gekommen und konnte eine neue finden. Deswegen liebte sie sie so sehr. Und da Miharu nie über ihr Liebesleben gesprochen hatte, war Shizuma sehr optimistisch. Denn sie wollte ihr heute, an diesem Tag, eine Liebeserklärung machen. Und dabei wollte sie nicht zu aufdringlich sein.

Deswegen hatte Shizuma sie dazu gebeten, heute im Flur auf sie zu warten, bis alle Unterricht hatten. Natürlich hatte Miharu sofort eingewilligt, sie liebte ihren Schwesterersatz nämlich über alles. Und es hatte irgendwie auch nach einer Bitte geklungen. Dies allein  machte Shizuma noch um einiges optimistischer.

Dann war es soweit. Miharu entschuldigte sich mitten im Unterricht, dass sie aufs Klo gehen musste, und ging deswegen zum Schulflur, weit weg vom Klassenzimmer. Dort hatte sie Shizuma bereits sehnsüchtig erwartet. Die beiden begrüßten sich mit einer liebevollen Umarmung und einem kleinen Küsschen auf die Wange. „Hey Shizuma-chan“ Die Angesprochene lächelte. „Hi Miharu-chan“

„Also? Was ist der Grund, weshalb du mich zu dieser Zeit sprechen wolltest?“ fragte Miharu um gleich zum Punkt zu kommen, sonst würde es zu lange dauern und die Lehrerin würde Verdacht schöpfen, also sollte sie sich mal lieber beeilen. Shizuma verstand sofort und nickte.

„Nun ja. Ich kenne dich schon…seit Monaten…und ich…ich…immer wenn ich dich sehe, dann wird mir sofort warm ums Herz. Wenn du mich tröstest oder gar berührst, sehne ich mich nach mehr…mein Herz schreit nach dir…und deiner Liebe….ich weiß, wir haben nur ein geschwisterliches Verhältnis gehabt…aber…ich möchte die nächste Stufe versuchen“ nachdem sie das gesagt hatte, weiteten sich Miharus Augen und sie sah nach einigen Minuten Stille schuldbewusst zu Boden.

„Ähm…Shizuma-chan…ich…ich kann deine Liebe leider nicht erwidern…es…es tut mir so furchtbar Leid…“ Die Angesprochene starrte sie verwirrt, aber auch fassungslos an. „W-Was…?“ hauchte die Weißhaarige nur. „Es tut mir so furchtbar leid…wirklich…ich…ich wollte dich nie verletzen…“ man merkte an ihrer Stimme, dass Miharu es wahrlich nicht leicht hatte, diese schweren Worte über ihre Lippen zu bringen. Sie selbst war den Tränen nahe, da Shizuma so etwas wie eine Schwester war.

„Aber warum nicht? Wenn du mir eine Chance geben könntest, würde ich dich glücklich machen, ich schwöre es“ Shizuma kam auf das aufgelöste Mädchen zu und hob ihr Kinn mit einer Hand an, während sie die andere an ihre Taille legte und sie somit zu sich zog. Miharu sträubte sich mit einem: „Nicht Shizuma-chan. Lass mich bitte los“ vor ihr. Doch Shizuma dachte, sie wäre nur schüchtern.

„Du brauchst deine Gefühle nicht zu verstecken…denn das was ich für dich empfinde ist echt. Ich hab es noch nie zuvor so stark gefühlt. Nicht einmal bei Nagisa…“ Shizumas Stimme war ruhig, aber auch sanft und warm, um Miharu zu beruhigen, die sich immer noch sträubte.

„Shizuma-chan, bitte nicht. Ich-“ doch sie ließ Miharu nicht ausreden. „Sag nichts mehr Miharu-chan…“ sie kam der geschockten Brünette immer näher. Sie hielt es einfach nicht mehr aus. Sie wollte ihre süßen und sinnlichen Lippen endlich auf ihren spüren.

„Oi“

Eine äußerst tiefe und männliche Stimme brachte Shizuma dazu, innezuhalten und langsam ihren Kopf nach hinten zu drehen. Dort stand ein gelangweilt aussehender Junge mit grauen Haaren. Auf diesen trug er eine Kappe. Er hatte grüne Augen, ein extrem hübsches Gesicht. Er trug zudem noch ein schwarzes T-Shirt und eine schwarze Hose. In seiner Hand hielt er ein Skateboard.

„Was machst du da mit meiner Freundin?“ seine Stimme war sogar für einen Jungen ziemlich tief und klang eiskalt. Shizuma lief ein eisiger Schauer über den Rücken und damit konnte sich Miharu aus ihren Armen befreien. Sie blickte Shizuma mitleidig an. Dessen Gesicht hatte eine weiße Farbe angenommen. Sie war nicht nur geschockt, sondern auch unendlich stark verletzt.

„Freundin…?“ wiederholte Shizuma geschockt und musste sich bemühen, nicht zu weinen. „Ja, Freundin. Ich bin Kai, ihr Freund“ Seine Stimme war noch kühler als je zuvor, weshalb Miharu ihm warnend einen Ellenbogen in den Bauch rammte. „Au! Was sollte das?!“ zischte er leise. „Sei nicht so gemein zu Shizuma-chan! Sie ist eine sehr gute Freundin von mir“ tadelte Miharu ihren Freund und stellte sich nun vollständig neben ihn. Shizuma musterte das Paar fassungslos.

„Tch. Ist mir gleich. Solange sie dich nicht schon wieder anbaggert“ so er dann wieder gefährlich zischend, wobei Shizuma untypisch stark zusammenzuckte. Miharu merkte dies natürlich sofort und stellte sich vor Shizuma. „Kai-kun, kannst du uns bitte allein lassen. Ich muss noch kurz mit Shizuma-chan reden“ Kai knurrte ärgerlich, nickte aber schließlich und verschwand mit einem: „Bin draußen“

Eine Weile blieb es still, bis dann schließlich Shizuma diese brach. „Also…hast du schon einen Freund…“ Miharu nickte betrübt. „Ja…ich bin mit Kai-kun schon zwei Jahre zusammen…“ Shizuma nickte schluckend. Ein gewaltiger Kloß hatte sich in ihrem Hals gebildet, deswegen konnte sie nichts dazu sagen. „Er scheint ziemlich…rebellisch zu sein…“ bemerkte sie dann doch schließlich trocken und Miharu nickte leicht lächelnd. „Ja…er war schon immer der Bad Boy auf unserer Schule…“

„Hör zu Shizuma-chan…es tut mir wirklich furchtbar Leid. Ich wollte dich immer nur glücklich machen, indem ich wie eine Schwester für dich bin, aber ich habe mich getäuscht, denn damit habe ich dir nur noch mehr weh getan…ich wollte das nie...“ Shizuma nickte etwas betrübt und strich ihr über den Kopf. „Du musst dich für nichts entschuldigen. Du kannst schließlich nichts dafür. Ich muss mich eher bei dir entschuldigen. Ich hätte dir zuhören sollen, ich dachte nur, du seist schüchtern, aber nun weiß ich, dass du Kai nicht betrügen wolltest…“

„Shizuma-chan, bitte entschuldige dich nicht, du kannst doch nichts für deine Gefühle…aber weißt du…ich habe in Mädchen nur Freundinnen gesehen…ich habe mir noch nie überlegt, mit einem zusammen zu sein…“ Shizuma unterbrach sie. „Ich verstehe dich, da bist du lieber mit Kai zusammen, weil er ein Junge ist“ Miharu sah bedrückt zu Boden.

„So wollte ich das eigentlich nicht ausdrücken…“ Shizuma lächelte heiter und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „Aber du hast es so gemeint. Nicht wahr?“ Betrübt sah Miharu zu Boden, wagte es nicht ihr ins Gesicht zu schauen. Es tat ihr so furchtbar Leid, dass ihr Herz erneut gebrochen wurde…

„Shizuma-chan…ich wollte dir nie das Herz brechen…und es tut mir selbst weh, es zu tun. Ich habe dich zwar lieb…aber richtig lieben, wie Kai tue ich dich nicht…es tut mir Leid!“ den letzten Satz schluchzte die Braunhaarige. Shizuma sah sie etwas überrascht an, doch dann wurde auch ihr Blick betrübt, jedoch auch ernst. „Hör endlich auf dich zu entschuldigen! Du hast es doch selbst gesagt, man kann nichts für seine Gefühle und du liebst eben Kai, und nicht mich…damit werde ich schon auskommen“ Nun war Miharu diejenige die sie überrascht ansah.

„Soll das heißen, dass…“ Shizuma nickte. „Ja…ich vergebe dir selbstverständlich. Ich werde dich nie wieder bedrängen…aber…dafür müssen wir Freunde bleiben! Das musst du mir versprechen!“ sie nahm Miharus Hände in ihre und drückte sie fest. Miharus Gesichtsausdruck wurde sanfter und sie nickte lächelnd. „Ich verspreche es“ sie drückte ebenfalls Shizumas Hand fest.

Dann lächelten die beiden sich an und umarmten sich sanft. Miharu genoss es sichtlich. Es war solch ein vertrautes Gefühl und diese Umarmung war bei weitem besser, als die Annäherungsversuche von Shizuma. So fühlte sie sich viel wohler. Sie hatte nichts dagegen, dass sie Freunde blieben. Ganz im Gegenteil, sie wollte es sogar! Sie wollte Shizuma auf keinen Fall verlieren…und deswegen wüsste sie nicht, was sie gemacht hätte, hätte Shizuma sie vor die Wahl gestellt. Entweder sie oder Kai. Höchstwahrscheinlich hätte sie dann Kai gewählt, doch bei dem bloßen Gedanken daran, lief ihr ein gewaltiger Schauer über den Rücken.

Nach ein paar Minuten Stille, lösten sie sich schließlich voneinander und Shizuma wischte eine Träne unauffällig von ihren Augen. Dann setzte sie ein freundliches Lächeln auf und schob Miharu an den Schultern zur Tür. „Shizuma-chan? Was tust du da?“ fragte sie verwirrt und sie grinste: „Kai ist doch sicher nicht umsonst hergekommen oder? Ihr beiden wolltet sicher auf ein Date“ Ertappt und verlegen sah die Braunhaarige zu Boden, wobei Shizuma herzlich lachen musste.

„Na siehst du! Wusste ich es doch! Na los, dein Freund wartet bestimmt schon auf dich“ Dankbar blickte Miharu sie an und nickte hastig. „Vielen Dank Shizuma-chan! Hilfst du mir ein Kleid herauszusuchen? Ich möchte nicht in Schuluniform auf ein Date gehen“ Shizuma nickte und sie gingen gemeinsam auf ihr Zimmer. Shizuma stand sofort vor ihrem Kleiderschrank.

Und nach ein paar Minuten, hatten sie auch schon das perfekte Kleid gefunden. Es war in einem sanften hellrosa und ging ihr bis zum Knie. Es war aus einem seideähnlichen Material und wehte im Wind stark auf, sodass es ihr nicht zu heiß werden würde.

„Wunderschön“ meinte Shizuma verträumt und musste sich stark zurückhalten, nicht noch mehr zu sagen, was wahrscheinlich etwas intimer gewesen wäre. Miharu lächelte. „Danke Shizuma-chan. Ich bin so froh, dass ich deine Freundin sein kann“ Die Weißhaarige nickte sanft und schubste sie dann zur Tür. „Na komm schon. Kai kann schließlich nicht den ganzen Tag warten“ Miharu kicherte ein kurzes: „Jaja“ ehe sie allein nach draußen lief um ihren festen Freund zu treffen.

Kai lehnte lässig an einer Säule. Sein Skateboard hielt er in einer Hand, während er in seiner anderen sein Handy hielt. Er wirkte ziemlich desinteressiert. Die Mädchen der schule hatten einen Kreis um ihn gebildet und ihn manchmal verwirrt, manchmal ängstlich und manchmal auch verträumt musterten. Ihm gingen die ganzen Blicke auf die Nerven. °haben die noch nie ein männliches Wesen gesehen oder was?° dachte er sich sichtlich genervt und knurrte leise auf.

„Kai-kun!“ nun hörte er endlich die erlösende Stimme. Die Stimme seiner geliebten Miharu. Er seufzte und lief dann an den Mädchen vorbei, die ihm überrascht Platz machten. Miharu stand nun vor ihm und was er nun tat, hätte keiner gedacht. Er hob ihr Kinn schnell mit seiner Hand an und drückte ihr seine Lippen für einen kurzen Moment auf. Sie hatte keine Möglichkeit ihn zu erwidern, da er viel zu schnell ging und sie viel zu überrascht gewesen war.

Schockiert starrten die Mädchen das Paar an. „Gehen wir Miharu. Mir gehen hier alle auf die Nerven“ knurrte er und zog seine Freundin aus der Mädchenschule raus. Die Mädchen riefen noch nach Miharu und Kai. Doch die beiden reagierten nicht.

Währenddessen stand Shizuma vor dem großen Fenster ihres Zimmers und sah den beiden hinterher. °Ist Kai auch gut zu ihr? Ich weiß es nicht, er wirkt ziemlich rebellisch. Aber…ich habe die Liebe und Eifersucht in seinen Augen gesehen, als er mich mit ihr zusammen gesehen hat.



Bei Miharu und Kai

Das Liebespaar stand nebeneinander an der Zughaltestelle und warteten auf den nächsten Zug, der sie in die nächste Stadt fahren würde. Solange sagte niemand ein Wort. Doch sie schienen es mit Absicht zu machen. Erst als der Zug kam und sie dann in diesen stiegen. Zog der Grauhaarige seine Freundin in ein leeres Abteil um sie dann schließlich auf seinen Schoß zu setzen.

Sie wirkte jedoch überhaupt nicht überrascht. Ganz im Gegenteil, sie schien auf das gewartet zu haben. Sie schlang ihre Arme um seinen Nacken, als er seine Lippen auf ihre gedrückt hatte. ein langer und äußerst leidenschaftlicher Kuss war das Endergebnis. Er hatte dabei seine Hände an ihre Hüfte gelegt, um sie näher an sich zu drücken. Oh wie sehr er sie vermisst hatte…

„Ich liebe es, wenn du deine kalte Maske ablegst…“ hauchte Miharu als sie sich voneinander gelöst hatten. Kai lächelte sie sanft an und küsste sie zärtlich. „Das mache ich nur für dich…“


Miharu: http://data2.whicdn.com/images/174484068/large.jpg

Aimi: http://fc01.deviantart.net/fs70/f/2013/181/c/6/anime_girl_with_headphones_render_by_feary_bad_by_nakama_chan-d6bdmng.png

Kai: http://data2.whicdn.com/images/62768669/large.jpg (Ohne Brille!)
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