Die Türme von Tarsos

GeschichteDrama, Angst / P18 Slash
Alexander Cassander Cleitus Crateros Hephaestion Ptolemeäus
18.07.2015
14.09.2015
4
9705
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Hallo liebe Leser, vielleicht kommt einigen der Titel dieser FF bekannt vor.. o.o
Ja, ich habe sie schon einmal begonnen, aber leider hat sie mir im Laufe der Zeit nicht mehr zu 100% gefallen :/ außerdem habe ich um ehrlich zu sein so ziemlich den Faden verloren gehabt, bis ich jetzt vor kurzer Zeit viele vieleee Dinge auf meinen Laptop wieder gefunden habe ;)

"TvT" hat mich wieder gepackt und ich bin mehr oder weniger fleißig am (Um-)Schreiben :D

Ich hoffe ihr könnt mir das verzeihen- und auch an alle neuen Leser-innen, schaut gerne rein ;) über Meinungen, Anregungen und auch über Kritik freue ich mich in jeder Form :))

Viele Teile dieser Geschichte sind historisch nicht korrekt- irgendwie schade :D aber ich habe einige Ereignisse eingebaut, die tatsächlich so stattgefunden haben- zumindest laut der vielen Bücher, die ich habe ;) :3 in Tarsos ist Alexander tatsächlich gewesen, auch der Kydnos und die anschließenden... hust spoiler.. nicht zu viel verraten... über die Politik wollte ich nicht allzu viel schreiben, aber einige Namen und Vorgänge musste ich erwähnen o.o

Nicht zu viel quatschen, los geht's *-*






Lächelnd hob Alexander seinen Kopf und genoss den Sonnenuntergang, der den Himmel in verschiedene rot und organge Töne färbte. Er spazierte durch den hinteren Teil ihres Lagers, dass sie in den Bergen bei Tarsos aufgeschlagen hatten. Hier liefen nur wenige seiner Leute herum, die ihn irgendwie hätten stören können, was wohl auch ganz gut war. Alexander würde in wenigen Stunden noch genug zu tun haben: Es stand eine Besprechung über ihr weiteres Vorgehen mit seinen Feldherren an und eine solche lief nie entspannend oder ruhig ab. Das wusste er nur zu gut. Selbst als König war es manchmal schwer sich durchzusetzen, vor allem wenn seine Generäle doch zufrieden sein sollten.
Vorsichtig schritt er zwischen den Zelten hindurch, wich schon automatisch anderen Soldaten aus. Sie waren schon einige Zeit auf diesem Feldzug unterwegs und trotzdem grüßten- vor allem die jungen Soldaten- ihn noch immer jedes Mal mit sehr viel Respekt.
Es würde wieder schwierig werden, die anderen Generäle von seinen Plänen zu überzeugen, aber er war sich seiner Sache sicher. Das nächste Ziel hieß nach wie vor Persien.
Vor allem nachdem Hephaistion auch seine Zustimmung gegeben hatte, war für Alexander klar, dass es genau so kommen würde, wie er es geplant hatte.

Gerade an Hephaistion gedacht, vernahm Alexander auch plötzlich dessen Stimme. Er hatte nicht erwartet den jüngeren hier anzutreffen. Normalerweise verbrachte Hephaistion jede freie Minute bei ihren Pferden.
„..du glaubst doch nicht wirklich, dass ich das tun werde, Kleitos!"
Verwirrt über den Zorn in Hephaistions Stimme, blieb der junge König im Schatten eines Zeltes stehen, um erst einmal die Situation zu erfassen.
Hephaistion stand Kleitos gegenüber, den ihn fast mit einem Kopf überragte.
„Ich warne dich, Hephaistion, sei es um unserer aller Leben willen: Halte dich von ihm fern.“
Kleitos hatte Hephaistion fest am Oberarm gepackt, der ihn mit zurück gelehntem Kopf arrogant, aber auch wütend betrachtete. Man konnte die aggressiven Spannungen zwischen ihnen fast fühlen. Es passte nicht zu Hephaistion.
Was war nur zwischen den Beiden los? Von wem sollte sich Hephaistion fernhalten? Alexander verstand nicht recht, was dort vor sich ging, aber er hielt es für besser sich vorerst im Hintergrund zu halten.
„Nimm deine Hände von mir, Kleitos! Du maßt dir hier Sachen an, die dir nicht zustehen!“
Hephaistion riss sich von Kleitos los, doch die beiden gerieten sofort wieder aneinander. Irritiert besah sich Alexander das Geschehen, bereit einzugreifen. Er wusste, dass Hephaistion nicht das beste Verhältnis zu den anderen Generälen hatte, aber dass es solche Differenzen gab? Was war nur vorgefallen?
„Ich werde mich nicht von ihm fernhalten, ganz im Gegenteil! Ich werde zu ihm gehen, sofort!“
Hephaistion trat einen Schritt zur Seite, doch Kleitos stellte sich ihm sofort wieder in den Weg.
„Ach, muss er dich beschützen? Wie erbärmlich, dass sich ein General von seinem König gegenüber anderen Generälen beschützen lassen muss! Wie hast du dir nur deinen Rang verdient? Obwohl.. man erzählt sich da so einiges. Du sollst ja ganz andere Qualitäten haben. Und mir gegenüber musst du das nicht abstreiten. Glaub mir, schon vor ein paar Jahren- ach was sage ich. Ihr seid noch Knaben gewesen da-“
In diesem Moment passierte das, was Alexander trotz der harten und verachtenden Worte nicht erwartet hatte: Hephaistion schlug zu! Er ballte seine Faust und schlug einfach zu!
Kleitos tat dies mit einem spöttischen Lächeln ab und fing Hephaistions Faust noch vor seinem Gesicht ab. Hephaistion war ziemlich gut im Nahkampf, aber gegen den Schwarzen Kleitos, der viel mehr Übung und Erfahrungen hatte, kam er nicht an.
Der König musste sich zusammenreißen nicht einzugreifen, als er sah wie Hephaistion nun von Kleitos eine Faust ins Gesicht bekam und zu Boden ging, wo er auch einige Sekunden liegen blieb.
„Dafür wirst du büßen, Kleitos!“
Leise fluchend hielt Hephaistion sich die blutende Nase, während er sich wieder vom Boden erhob, jedoch etwas unsicher stand.
„Willst du dich jetzt bei Alexander ausheulen? Du bist wirklich erbärmlich!“
Hephaistion ließ sich nicht dazu herab, etwas zu erwidern und Kleitos wandte sich zum Gehen.
„Hör genau zu: Ich will, dass du dich von Alexander fern hältst! Es täte dir gut wenn nie wieder jemand und vor allem nicht ich, mit ansehen muss, wie du ihn von seinen Pflichten als König ablenkst, indem du ihm deine Zunge in den Hals steckst und die Beine breit machst! Im Gegensatz zu dir hat er nämlich einen Ruf zu verlieren. Merk dir das! Ich habe ein Auge auf dich Hephaistion, also bedenke gut was du tust! …“
Geschockt hob Hephaistion den Kopf. Seine blauen Augen waren weit aufgerissen.
Mindestens genauso erschrocken wandte sich Alexander ab. Kleitos hatte sie beobachtet? Wie konnte das sein? Wann immer er Hephaistion näher gekommen war, hatte er darauf geachtet, dass niemanden in der Nähe war! Aber es war egal, was Kleitos auch immer gesehen hatte, es gab ihm nicht das Recht seinen Hephaistion anzurühren! Was würde der König dafür geben jetzt eingreifen zu können? Aber das konnte er Hephaistions Stolz nicht antun!
„Ich .. Also.. Also wir-“
„Kein „wir“, Hephaistion: Alexander ist unser König und du bist nur ein unwichtiger General! Wir alle haben wichtige Aufgaben, dazu zählt nicht die Gelüste des Königs zu befriedigen,“
Damit drehte sich Kleitos und ging. Wütend sah Alexander ihm nach, dass würde noch ein Nachspiel haben!
Aber was sollte er tun? Verzweifelt blickte er zu Hephaistion, der erst versuchte sein Gewand und dann seine Haare einigermaßen zu richten. Zwischen den vielen, großen Zelten wirkte er einfach nur verloren und hilflos. Alexander hielt es für besser jetzt nicht zu Hephaistion zu gehen, eine solche Demütigung nach Kleitos Worten wollte er ihm ersparen.
Stattdessen riss er seinen Blick von ihm los und machte sich auf den Weg in sein Zelt. Er musste noch einiges vorbereiten.
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