Talking to the stars

von -SaeJin-
GeschichteDrama, Angst / P16
15.07.2015
24.10.2015
8
9246
3
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6 Reviews
Dieses Kapitel
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Annyeong :)

wie manche von euch ja schon wussten hab ich zur Zeit mit einer sehr guten Freundin (i bluebird) an einem Projekt gearbeitet bzw. an dieser ff :)
Da wir es für schlauer gehalten haben mal zu sehen, wie die ff überhaupt ankommt (weil sie ja vielleicht doch etwas außergewöhnlicher ist...) wollten wir schon mal das erste Kapitel hochladen, deswegen wäre uns eine Rückmeldung (oder wenigstens ein favo Eintrag) sehr wichtig, damit wir wissen, dass die Story auch jemand lesen würde :D
Dann will ich euch mal nicht länger vom Lesen abhalten und sag am Ende nochmal was ^^

Viel Spaß beim Lesen,
SaeJin :)

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Pov Tylee

Ich stand vor der Tür und wartete. Gleich würde ich dort rein gehen müssen und ihm etwas sagen, das ihn zerstören würde wird. Mit Sicherheit. Es war schrecklich solche Dinge sagen zu müssen, den Schmerz in den Augen zu sehen und vor allem zu spüren, wie sie daran Stück für Stück zu Grunde gingen.
Irgendjemand, der nicht so ist ich, sollte diesen Job machen. Jemand, dem das alles nicht zu nahe tritt. Der alles objektiv betrachten kann.
Nicht jemand, der so nah am Wasser gebaut ist wie ich. Nicht jemand, der am eigenen Körper jedes Mal miterlebt, was die anderen Leute für Schmerzen ertragen. Nicht jemand, der empathisch ist.
Für jemanden wie mich war dieser Job mehr als nur Folter.
Warum hörte ich nicht auf?
Richtig. Das kam nicht in Frage, das konnte ich nicht. Ich musste weitermachen. Ich begann die Leute zu verstehen, die sich sorgfältig ihre Fassade angelegt hatten und mit dieser durchs Leben gingen. Sie hält die Trauer der anderen Fern, jedoch kann dadurch die eigene Trauer auch nicht weichen.
In unserer Gesellschaft wird es einem schon fast beigebracht, sich so zu verhalten. Ich hab meine Mauer jedoch schon vor einer Ewigkeiten eingerissen. Das hat mir ein größeres Blickfeld geschenkt. Aktuell brachte mir das jedoch nichts, weil alles in Dunkelheit gehüllt war.
Ich atmete tief ein und aus, versuchte mich auf das Schlimmste gefasst zu machen. Die Tür öffnete dich und ich trat ein. Sofort stieg mir der Geruch von Desinfektionsmittel in die Nase. Ich stakste zum Krankenbett herüber, blieb davor stehen und wartete. Der Raum wurde vom piepsenden Klang des Monitors, an dem der Patient angeschlossen war, ausgefüllt. Er symbolisierte seinen Herzschlag.
Seelenruhig lag er im Bett und schlief noch.
Der Doktor meinte aber, dass er jeden Moment aufwachen sollte…
Auf meinem Arm hielt ich ein Klemmbrett mit mehreren Informationen über den Patienten. Er war schon über 20 Jahre alt. So, wie er jetzt schlief, wirkte er eher wie ein kleiner Junge, so verletzlich. Es schmerzte mich zu wissen, dass er aufwachen und dennoch in einem Albtraum landen würde.
Seine Finger zuckten bereits, er würde wahrscheinlich wirklich bald zu sich kommen. Ich bemerkte, wie sein Atem unregelmäßig wurde und seine Gesichtszüge sich anspannten. Er blinzelte verschlafen und reagierte verwundert, als er realisierte, dass er sich in einem Krankenzimmer befand, an ein piepsendes Gerät angeschlossen war und eine Krankenschwester vor ihm stand.
Er setzte die Beatmungsmaske ab, wahrscheinlich störte sie ihn, und weil es nicht mehr notwendig war sie zu tragen, sagte ich nichts dagegen.
Er blickte mich fragend an und ich war mir nun ziemlich sicher, dass sein Verstand jetzt bereit war, die Informationen, die ich ihm überbringen musste, zu verarbeiten.
,,Hallo Xiumin, du befindest dich in einem Untersuchungszimmer. Du hattest vor zwei Wochen einen Unfall und lagst seit dem im Koma. Der Van der Band ist in einen Laster gefahren, vielleicht kannst du dich schon erinnern.
Wenn nicht, dann mach dir keine Sorgen, deine Erinnerungen müssten im Laufe der nächsten Tage zurückkommen. Du wirst in nächster Zeit erst noch hierbleiben müssen, um sicher zu gehen, dass du keine bleibenden Schäden hast.
Solange stehst du unter Beobachtung. Hast du irgendwelche Schmerzen, Beschwerden oder das Gefühl, dass etwas nicht so sein sollte?’’, erklärte ich.
Der Angesprochene blieb erst still, vermutlich um den Text zu verarbeiten.
Dann sah er mich mit großen Augen an und fragte: ,,Was ist mit den anderen Members, geht es ihnen gut?“
Ich wich seinem Blick aus, weil ich die Unsicherheit in seinen Augen nicht mehr ertragen konnte. Er wusste, nein, befürchtete zu wissen, was jetzt kam und ich war seine letzte Hoffnung, dass er sich irrte.
,,Ich bin mir sicher, dort wo die Members jetzt sind, geht es ihnen gut.“
Ich spürte, dass Xiumin eine eindeutigere Antwort erwartet hatte. Ich konnte praktisch hören, wie seine Hoffnung am Boden zerschellte.
„Kann ich sie sehen?“, wollte er wissen.
Ich schaute weiterhin weg, es war leichter, seinen Schmerz nicht zu fühlen, wenn ich ihn nicht in seinen Augen sah.
„Es gibt eine Art Gesetzt, das besagt, dass Tote bei einem Unfall in einem gewissen Zeitrahmen bestattet werden müssen. Es tut mir leid, aber 2 Wochen waren einfach zu lange…“, flüsterte ich.
Xiumin sah mich geschockt an, sein Hirn schien sich langsam zusammenzureimen, auf was ich anspielte.
„Nein…sag mir nicht…bitte sag mir nicht…dass die anderen…die anderen Members…meine Dongsaengs…t..tot…sind…“, krächzte er.
Ich warf ihm einen mitleidigen Blick zu, was ich im nächsten Moment schon wieder bereute. Seine Augen waren bereits glasig und der Schmerz darin brach mir fast das Herz.
Ich hätte ihn so gerne in den  Arm genommen, gesagt, dass alles wieder gut wird, aber es wäre eine Lüge. Außerdem mochte der Doktor nicht, wenn ich Patienten umarmte, auch wenn sie eine Umarmung brauchten.
Warum wusste ich nicht, ich wusste nur, dass es meistens das Schlauste war, auf den Doktor zu hören. Xiumins Gefühle machten mich fertig, es war zu viel Trauer, dass konnte ich nicht einfach so wegstecken.
Ich mied wieder seinen Blick und versuchte zu reden, was gar nicht so einfach war, weil sich auch einen meinen Augen Tränen bildeten: „Es t-tut m-mir wir-wirklich leid, a-aber…“
Ich hatte noch nicht einmal fertig gesprochen, als Xiumin anfing hemmungslos zu weinen. Still. Er hatte sich zusammengekauert, umschlang mit seinen Armen seine Beine und weinte stumm in seine Knie. Es war ein herzzerreißender Anblick.
Irgendwann schluchzte er: „W-war-warum b-bin i-i-ich d-d-der Ä-älteste u-und Stärkste, we-wenn i-i-ich meine jü-jüngeren Brüder n-ni-nicht be-beschützen ko-konnte?“
Er sah mich aus den vermutlich traurigsten Augen der Welt an und meine Welt brach zusammen.
Was war das für ein grausamer Ort, wo man so viel Schmerz ertragen musste?
Eine Träne rollte meine Wange herunter und ich wischte sie schnell beiseite.
,,Es ist nicht deine Schuld, Xiumin. Der Fahrer von eurem Van ist in den Lastwagen gefahren, weil er nicht mehr bremsen konnte, dafür kannst du nichts.“
Er schüttelte den Kopf, legte ihn wieder auf seinen Knien ab und weinte weiter. Ich spürte, wie Trauer begann mich von innen zu zerfressen.
Es. tat. so. verdammt. weh.
Rückwärts ging ich aus dem Zimmer und wischte mir meine Tränen in den Ärmel. Die Tür schloss sich hinter mir und die weinende Xiumin-Kugel befand sich nun alleine im Zimmer.
Ich versuchte meine Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen, aber es klappte nicht wirklich. Das war einfach zu grausam. Nie im Leben würde ich das noch weitere 11 Mal durch halten…
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Huhu :)

Das war auch schon wieder das erste Kapitel. Ich hoffe ihr findet es gut :D
Es steht noch nicht fest wann wir das nächste Kapitel hochladen, dass kommt auch etwas darauf an, wie die Story ankommt ^^
Ach ja, noch ne kleine Randbemerkung, es ist zwar ein Projekt von i bluebird und mir, aber bisher hatte sie noch keine Zeit Kapitel selbst zu verfassen, was vermutlich aber noch in nächster Zeit kommt (also steht es dabei, wenn mal eines von ihr kommt ^^) bis dahin liest sie meine Kapitel jedoch beta ^^ (Deutsche Sprache, schwere Sprache...)
Wenn irgendwas ist könnt ihr mich auch gerne anschreiben ^^
Vergesst nicht ein Review zu hinterlassen, ob wir überhaupt weiterschreiben sollen :D (kann ja sein, dass die Geschichte in euren Augen voll langweilig ist) gerne auch mit Verbesserungsvorschlägen ^^

Liebe Grüße,
i bluebird & SaeJin ;)
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