Forbidden Love

von Ellesmera
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
OC (Own Character)
15.07.2015
01.08.2019
10
16876
4
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Dieses Kapitel
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Hey:D Ich habe diese Idee für diese Fanfiction spontan bekommen und hoffe sie gefällt euch sehr. Ich habe jetzt endlich Zeit häufiger zu uploaden, da die Klausurenphase jetzt endlich vorbei ist! Ich bedanke mich herzlich für die neuen und vielen Reveiws von Iron Search!

In dieser Geschichte habe ich mir viel vorgenommen, sie soll besser werden, als alle, die ich jetzt schon in meinem Profil drinne habe. Ich habe lange am Schreiben geübt, doch habe das Gefühl, es fehlt immer noch ein Tuck von irgendetwas.

Dies ist eine Fanfiction, die Charaktere, Orte, und alle das, was nicht meiner Fantasie entsprungen ist, gehört Julie kagawa. Autor dieser FF bin ich, und ich wünsche mir sehr, dass niemand diese Idee klaut, sie gehört nämlich Alina und mir, aus unserem Rpg von Iron Fey :D Sky und Melody leben hoch!
Ausgebaut habe ich, nur der Grundhandlungsstrang ist auf unseren Mist gewachsen. Doch habe ichg jetzt genug geredet, nicht? Viel Spaß, Ellesmera!



Er ritt auf einem Pferd über die Ebenen der Schlachtplätze die Felder der Ewigen Ernte. Es war ein Knappe angesehener Herkunft. Sein Schwert fest in der linken Hand umklammert, in der anderen die ledrigen Zügel seines schwarzen Pferdes.
Vor und hinter ihm Schreie. Ob Kriegsgebrüll oder verzweifelte Schmerzensschreie konnte er nicht sagen. Der Platz war mit Leichen überseht. Doch wie viele konnte man nicht sehen, denn um ihn herum war noch immer die Hölle los. Ritter, in Rüstungen aus Borke hackten ohne Gnade auf Feen in kompletter schwarzer oder dunkelroter Montur ein. Doch die Dunklen Feen gaben sich so leicht nicht zu schlagen: überall wo es gelang stachen sie zu und töteten ebenfalls ihre Feinde in Grün, Braun und Gold.

Das Sommerreich führte einen Krieg gegen das Winterreich. Besser gesagt: Sommerkönigin Titania mit Winterkönigin Mab. Nur in Form einer Armee und eines Herres.
Der Grund? Ein Missverständnis wie so oft unter den beiden Zicken. Herrscherin Titania warf der Königin der Dunklen vor, einen Menschen „geklaut“ zu haben. Als ob Menschen so etwas Besonderes waren, dass man um sie kriegte. Dieser Mensch war eine Ausnahme. Leider. Sein Name? Mozart. Wolfang Amadeus Mozart. Ein begnadigter Musiker. Das konnte sich jedes Reich nur wünschen.
Titania entdeckte ihn eines Tages in der Welt der Menschen und nahm ihn mit zu sich auf den Hof.
Auf dem Elysium, beim Wechsel der Jahreszeiten, wo Mab das Zepter an Titania übergab, war der Junge danach plötzlich weg. Keiner weiß wohin, jedoch glaubte die Sommerkönigin sofort Mab könnte die Ursache für das Verschwinden sein. Sie warf ihr vor, ihn geklaut zu haben, zu ihrem eigenen Nutzen. Doch wie es kommen musste; Mab wehrte dieses natürlich hysterisch ab und beschimpfte ihre Feindin, ihr derart etwas vorwerfen zu können. So kam es, dass Titania so lange Krieg gegen sie führen würde, bis Mab den Menschen wieder hergab. Doch wie konnte sie es, wenn sie ihn nicht mal hatte? Jap. Scheiß Situation.

Crow, ein Junge mit körperlichen siebzehn Jahren und geistigen fünfzig Jahren ritt durch die Menge. Schlug zu wann immer es von Nöten war und verlor sich allmählich in einem Teufelskreislauf. Parieren, blocken, zu stechen, ausweichen, zu stechen. So arbeitete er sich immer weiter vor, Reihe um Reihe von Sommerfeen. Er wusste nicht, wie viel Blut von anderen an seinen Händen klebte. Wie viel er davon getötet hatte.

Überall das totale Chaos. Schreie, Rufe, Gebrüll, Pfiffe.
Seine aus Eis bestehende Rüstung fing viel ab. Aber auch nicht alles. Seine Füße steckten bis zu den Knien in Stiefeln aus schwarzem Leder. Darunter eine silberne Strumpfhose. Die Stiefel waren so geschustert, dass an den Schienbeinen und Knien Schienen saßen, die die entsprechenden Teile schützen sollten. Sein Oberleib war auch so weit verdeckt, dass da kein Pfeil, oder Schwerthieb durchdringen kann. Auf seinen Schulterpartien saßen schwere schwarze Schienen und sein Rücken war ebenfalls so geschützt. Sein einziger Gedanke waren seine ungeschützen Schulterblätter, die lediglich von einem festen Leder bedeckt waren, um eine Elastizität der Bewegungen zu bieten.

Crow arbeitete sich weiter vor und tötete, tötete, immer wieder auf´s Neue. Musste auch schmerzhafte Stiche einstecken, die durch die ungeschützten Teile drangen. Er wendete sein Pferd plötzlich und ritt auf einen Sommerritter zu. Bevor dieser überhaupt bemerkt hatte, dass Crow hinter ihm stand, fiel schon der Kopf von den Schultern. Als er sich wieder umdrehte, kam ein Speer auf ihn zugefolgen. In der Luft fing er ihn noch auf und schleuderte ihn einer Gottesanbeterin entgegen, die darauf hin glatt im Herzen durchbohrt wurde. Doch dann kamen unzählige Pfeile auf die Reihen der Dunklen zugeflogen und mähten die meisten noch im Sprung nieder. Crow schwang sein Schwert und verteidigte seine Haut vor den Geschossen. Kaum war jedoch der erste Hagel vorbei, folgte schon der nächste Pfeilhagel. Diesmal waren es mindestens drei Dutzend mehr. Der Junge hatte alle Mühe auch diesen Ansturm von sich abzulenken. Im Hintergrund hörte er das Stöhnen und Schreien der Verwundeten. Als auch diese Salve vorrüber war, widmete er sich wieder den Kämpfen.

Einmal hörte er einen Luftzug dicht hinter seinem Ohr. Ein Pfeil flog bei ihm haarscharf vorbei und durchsauste seine schwarzen Haare. Er wollte sich umdrehen, schauen woher die Waffe kam, da traf ihn ein Speer völlig unvorbereitet im linken Schulterblatt. Crow schrie auf, völlig reflexartig. Schnell wechselte er die Schwerthand und verdrehte sich, da spürte er einen Ruck- und der Speer war plötzlich draussen. Windend sah sich die Winterfee um und entdeckte einen kleinen schwarzen Drachen mit rot glühenden Augen. Er nickte ihm ehrfürchtig zu und ritt wieder darauf los. Die Schmerzen, die wie eine heiße Glut seinem Rücken runterrannen, vergaß er. Auch das viele Blut, was ihm ihn den Augenschein gekommen war. Die linke Seite war wie betäubt, nur noch ein dumpfes Pochen.  
Gib jetzt nicht auf, dachte er und gab seinem Pferd die Sporen.

Nach einiger Zeit war er in einem heftigen Konflikt mit drei Sommerfeen geraten, und musste all seine Kraft aufbringen, den Hieben auszuweichen. Die Gesichter der Feen waren verdeckt, lediglich goldene Augen starrten ihn finster an. Er schaute zurück und blickte für den Sekundenbruchteil eines Momentes auf das Emblem auf seiner Brust. Es war ein weißer Wolf mit roten Augen auf dem Hintergrund einer schwarzen Nacht. Das reichte aus. Nicht für ihn sondern dem Gegner. Eine flache Seite eines Schwertes traf ihm am Arm. Mit der Parierstange ein geschickt geführter Schlag, nicht darauf gezielt Blut zu vergießen. Das Schwert wurde ihm aus der Hand geschleudert.

Crow dachte, es wäre jetzt aus.

Doch es passierte alles zu schnell. Gerade wurde er entwaffnet, da schlug ein großer Wyvern vor dem Jungen ein und begrub die Sommerfeen unter sich. Crow wurde vom Pferd und zurückgeschleudert, und landete hart mit dem Kopf auf einem Stein. Ihm wurde die Luft aus den Lungen gepresst. Keuchend versuchte er sich wieder aufzurichten, doch der plötzliche Schmerz in seinem Arm und die schwarzen Punkte vor seinen Augen ließen das nicht zu. Stöhnend sank er zurück und Sekunden später verlor er das Bewusstsein.



Mein Name ist Crow. Crow Hurrinson. Ein Junge mit viel Talent und Begabung was das Experimentieren, die Mathematik, das Erfinden und die Stategie angeht. Hört sich bis jetzt schon ganz gut an, was? Tja, dann lernt ihr jetzt meine negative Seite kennen. Und dafür verfluche ich mich. Bis jetzt habt ihr es noch nicht mitbekommen, aber ich stotter. Das ist sehr schwer, wenn man zum Beispiel vor der Königin aussprechen muss. Und das Nutzen von Magie. Oder Schein, je nachdem. Ich verstehe es nicht. Was ist daran so schlimm, wenn eine Fee nicht ihren gegeben Schein benutzen kann?! Das ist ein Punkt, den ich nie verstanden habe. Auch meine Eltern nicht. Vorallem meine Mutter lernte viel mit mir, doch es klappte nie. Wenn ich einen See zufrieren sollte, vereiste entweder nur ein Drittel des Teiches mit einer zwei Zentimeter dicken Schicht, oder der ganze See mit einer Decke von zwei Millimetern. Gravierend, nicht? Mein Vater hingegen war ein Mann, der viel unterwegs war und wenig Zeit für sein Kind hatte. Immer nur das Geschäftliche. Geschwister hatte ich nicht. Die Schwertkunst, die ich übrigens sehr gut beherrsche, hatte ich mir selbst beigebracht. Mit drei Jahren körperlich hatte ich das erste Mal ein richtiges Schwert in der Hand.
Mein Aussehen. Jap. Der nächste Punkt auf der Liste des Autors. Schwarze zerstrubbelte Haare. Bis zu den Ohren reichend. Blasse Haut. Silberne Montur meistens. Schwarzes Cape. Geschwungene Ohren, wie alle Feen. Muskulös. Gut gebaut. Reicht das? Danke.


Aus seiner Bewusstlosigkeit aufwachend, verspürte Crow dumpfe Schläge gegen seine rechte Wange. Vorsichtig öffnete er seine bleischweren Augen und blinzelte ein paar Mal, um das grelle Licht etwas abzustumpfen. Sich daran zu gewöhnen. Stöhnend drehte er seinen Kopf und merkte, dass etwas wie ein weiches Tuch ihn gefangen hält. Verschwommen sah er sich um, doch entdeckte er nichts.
Was war das?, fragte er sich, als wieder dieser dumpfe Schlag gegen seine Wange folgte.
Da bemerkte er erst, dass er seine Augen wieder geschlossen hatte. Erneut schlug er die Lider nach oben und sah diesmal eine Gestalt über ihn gebeugt. Seine Sicht war noch vernebelt. Da spürte er eine Hand unter seinem Nacken dann ein Gefäß, was an seine trockenen Lippen gesetzt wurde. Ein paar Wimpernschläge später rann ihm eine kalte Flüssigkeit den Rachen hinunter. Er schaute sich um. Über ihm ragte eine schwarze Decke empor, die in der Mitte mit einem Balken gestützt wurde. Neben ihm lagen noch andere Feen. Eine bleicher als die andere. Manche hatten nur noch Stümpfe. Die blutigen Enden waren nur noch grob verarztet. Keine Achtung auf Hygiene.
Ein Zelt, dachte Crow nachdenklich. Er setzte sich mühevoll auf, und merkte, dass die Gestalt verschwunden war. Wie er vermutet hatte, befand er sich in einem Zelt. Er lag auf einem weißen Feldbrett mit freiem Oberkörper. Crow wollte sich strecken, beide Arme in die Höhe richten, da bemerkte er, dass sein linker Arm mit einem Verband an seinem Körper gebunden war. Da kamen auch die Erinnerungen hoch.

Ich bin in einem Krankenzelt, vergewisserte er sich und stand auf. Zuerst schwankte er noch, dann hatte er das Gleichgewicht gefunden. Sein Arm schmerzte unaufhörlich, bei jeder Bewegung, bei jedem Beugen und Strecken. Vorsichtig strich er über die Wunde an seiner Schulter und zuckte zusammen, auch sie war dick verbunden.

Dann fand er seine Klamotten. Er schlüpfte in die Hose, in die Schuhe, dann das Hemd, wobei der verletzte Arm unter ihm blieb. Das Cape knüpfte er sich noch zusammen, dann nahm er den Schwertgürtel. Umständlich befestigte er ihn auf dem Rücken und steckte dann das Katana hinein. Obwohl es schmerzhaft auf das Schulterblatt drückte, versuchte er den Schmerz weitestgehend zu ignorieren.

Er trat zum Eingang und schlug die Zeltplane zur Seite. Vor ihm herrschte das Chaos. Doch ein beruhigendes hatte dieser Anblick- es herrschte offenbar Stille. Die Herrscher hatten sich wohl auf momentanen Waffenstillstand geeinigt.

Feen wurden auf Tragen umhergetragen, Heiler eilten von einem Ort zum anderen, Ritter banden ihre Wyvern und andere Flugtiere an Pfählen an, versorgten sie. Oger bezogen wieder ihre Wachposten mit grimmigen Blicken und starrten Crow von da aus finster an. Dieser setzte eine gelangweilte Miene auf und schritt durch die rasant verringerte Menge von schwarzen und roten Zelten auf dem Weg zu seinem Zelt.

Auf dem Weg dahin sah er noch andere Feen, die ihre Klingen und Rüstungen schliffen und sie von dem Blut befreiten, in dem sie mit einem Lappen über die Schneide wischten. Die Temperatur fiel immer weiter, je näher er den Zelten nahe der Königin kam... Der Raureif wurde immer mehr, selbst die Grashalme nahmen eine eiskalte blaue Farbe an. Dann nach ein paar Abbiegungen sah Crow endlich sein Zelt. Es stand noch. Zwar etwas windschief, jedoch noch stabil. Er kroch hinein und legte wieder den Schwertgurt, die Rüstung und die Stiefel ab. Dann legte er sich in den Schlafsack und schlief ein.  

Als er am nächsten Tag erwachte, zog er sich an, und beschloss einen Ausflug zu machen. Crow wollte in den Wilden Wald, weg von der Schlacht. Denn obwohl er eine Winterfee war, war er anders. Er mochte das viele Blut nicht, das vergossen wurde und das ständige Einschrenken von Gefühlen schon gar nicht. Wenn man eines sagen konnte über die Dunklen, dann waren sie Meister im Verstecken ihrer Mimik und Verschlossenheit. Warum waren sie nicht offen? Das war ein Teil, den er an Feen nicht verstand.

Mit hoch erhobenem Katana und flatterndem schwarzen Cape schritt er durch die hochgewachsenen Bäumen auf einem kleinen Pfad entlang. Seine Augen waren matt und ausdrucklos und hatten keinen wirklichen Punkt vor den Augen. Sein Arm schmerzte in einem dumpfen Ton. Plötzlich raschelte es in den Blättern und Crow drehte sich ruckartig zu dem Geräusch hin. Dann sprang mit einem karacho Sprung ein Pferd mit einem rötlichen Fell hervor, auf dessen Rücken ein junges Mädchen saß. Es ritt direkt auf ihn zu und nur mit Mühe konnte er ganz knapp den harten Hufen entweichen. Er landete hart auf dem Rücken und stöhnte, als ein Schmerz seine Schulter durchfuhr. Trotzdem scheute der Fuchs und stieg auf die Hinterbeine. Die Reiterin fiel mit einem lauten Aufschrei vom Rücken und landete im Matsch. Völlig panisch galoppierte das Pferd fort. Zurück blieb ein verdutzter und völlig überrumpelter Crow und ein Mädchen, das dem Fuchs nachrief, es solle doch stehen bleiben.
Stöhnend versuchte die Winterfee hochzukommen, und schaffte es erst nach ein paar misslungenen Anläufen, und ging dann zögernd auf die Reiterin zu. Sie hatte Dreck im Gesicht und ihre blauen Augen leuchteten glanzlos. Erwartungsvoll sah sie zu ihm auf. Crow seufzte nach einer Zeit und streckte ihr eine Hand entgegen. Dankend nahm sie diese an und zog sich hoch. Dann schaute sie ihm direkt in seine kristallgrünen Augen. Er musterte sie. Ihre langen braunen Haare lockten sich und fielen in leichten Wellen über ihre Schulter. Im Zwielicht schimmerten sie goldenhell, wie Stroh. Ihr weißes Kleid war schlammverschmiert und an einigen Stellen zerissen.

>>D-da w-war Euer Pferd w-wohl nicht g-ganz so brav, w-was?<<, sprach er sie tadelnd an und verdammte seine Sprechunfähigkeit. Trotzdem setzte er ein zögerliches Lächeln auf.

>>Nein, weil sie Angst vor Euch hat, Winterfee.<<, antwortete sie wütend. >>Super, jetzt darf ich sie wieder einfangen.<<, schimpfte sie. Innerlich spürte Crow einen Hauch Schuldgefühle, verdrengte sie aber ganz schnell.

>>D-das tut mir leid.<<, erwiderte er vorsichtig, und hoffte ihr Gemüt nicht noch weiter zu erhitzen.

>>Ach egal, darf ich fragen, was Ihr hier macht, während des Krieges?!<< Vorwurfsvoll sah sie ihn an.

>>Auszeit nehmen. Und Ihr, g-gastige Sommerfee?<< Crow wusste, dass er zuweit gegangen war. Trotzdem schnaubte sie und lachte.

>>Einen Ausflug unternehmen. Ihr seid verletzt.<< Sie deutete mit einem Nicken auf sein Hemd, wo ein großer roter Fleck auf Schulterhöhe prangte.

>>Ich w-weiß.<< Er drehte den Kopf, um sich die Wunde anzusehen. >>Ist w-wohl g-gerade w-wieder aufgegangen, als ich meine Begengung mit dem B-boden hatte.<< Lachend zog er den Schwertgurt von der verletzten Seite und zischte, als er über die Einstichstelle schrabbte.

>>Warte, ich helfe dir.<< Schnell stand sie ihm bei und zog den Gurt vorsichtig weg. Dann gab sie ihm das zuvor aus der Hand gefallene Schwert und er steckte es hinein. Auf seiner Haut spürte er ihre sanften und zierlichen Finger, als sie ihm half, das weiße Hemd auszuziehen. Dann stoppte er plötzlich mit seiner rechten Hand ihre Hand. Seine Faust schloss sich um ihr dünnes Handgelenk und stoppte ihr Tun.

>>Was machst du?<<, fragte sie verwirrt.

>>I-ich b-bin immernoch ein D-dunkler, und d-du eine Lichte. Und i-ich w-weiß nicht, seit w-wann d-du mir hilfst.<<

>>Du bist verletzt. Ich dachte, das wäre ganz klar, dass man sich hilft. Und hier kann uns doch niemand beobachten. Und du gefällst mir.<< Crow schnaubte belsutigt, als sie ihre Rede beendet hat.

>>W-was soll ich jetzt sagen?<< Er erntete ein ratloses Schulterzucken. >>Das hilft unglaublich w-weiter.<< Die Augen verdrehend ließ er ihre Hand los und zog sich selber mit einer Hand das jetzt tielweise rote Hemd aus. Seine Muskeln spannten sich deutlich an, als er den rechten Arm hob.

>>Du hast mich noch gar nicht gefragt, wie ich heiße.<<, bemerkte sie und sah in seine Augen.

>>Stimmt. Und?<< Crow merkte, wie ihr Blick an seinem linken, fixiertem Arm hängen blieb.

>>Melody, und jetzt du.<<

>>Schöner Name-<<  lachend legte sie ihn einen Finger an die Lippen. Sofort spürte sie die Kälte, die ihn umgab. Es war, als ob er frisch aus einem See gekommen wäre.

>>Also, Schöner Name, wie kann ich dir helfen?<<

>>Mein Name ist Crow, Melody. Und helfen brauchst d-du mir g-gar nicht.<<, brummte er und seine Mimik verfinsterte sich.
Was mache ich da? Erst ist sie sauer, jetzt ich?, dachte er sich und fummelte an dem Knoten der Bandage herum. Sofort kam ihm Melody zur Hilfe und löste die Schleife. Dann wickelte sie den Verband ab, und zusammen verarzteten sie die Wunde neu.
Dankend nickte er. Dann zog er sich das Hemd drüber. Die Bandage, die seinen Arm fixierte, blieb ab.

>>Wir sehen uns doch wieder, ne?<< Neckend stieß sie ihren Zeigefinger gegen seine Brust. Daraufhin fuhr er sich durch das rabenschwarze Haar.

>>S-sicher.<<
Dann verschwanden beide in ihre jeweiligen Richtungen.
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