Attack on Titan's next topmodel

von Caarelia
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
14.07.2015
02.05.2016
13
34701
10
Alle
38 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
So meine Lieben!

Das ist jetzt das letzte Kapitel dieser FF! Ich bedanke mich recht herzlich für alle Reviews, Favo-Einträge und Empfehlungen! Vor allem vielen Dank an MarcosOtherHalf, dass er mich motiviert hat, nach so langer Zeit, die FF weiterzuschreiben :3

Sorry, falls das letzte Kapitel nicht so bombe ist (bin mal wieder krank ._.)

Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

***

„Eren…Ich verstehe nicht…“, sagte Levi verständnislos und ballte die Hände zu Fäusten. Es zerriss Eren das Herz ihn so zu sehen. Eine heiße Träne lief über seine Wange und er streckte die Hand nach dem Mann aus, den er liebte. Doch Levi schien sich immer weiter von ihm zu entfernen. Eren überwand sich zu ihm zu rennen, doch er schien keinen Zentimeter vorwärts zu kommen. Levi schien sich sogar immer weiter zu entfernen und mit einem Mal wurde alles weiß vor Erens Augen.

***


„Scheiße“, flüsterte Eren nur tonlos und drehte sich zu seinem nervtötenden Wecker. Träge schaltete er ihn aus und setzte sich auf die Bettkante. Es war nun eine Woche her, dass er Levi von sich gestoßen hatte und alles verloren hatte, was ihn wirklich glücklich gemacht hatte.

Bei Bertholdt ging es ihm nicht wirklich schlecht. Schließlich hat er ein eigenes Apartment bekommen. Auf der Arbeit läuft es gut und alle sind von ihm begeistert. Doch für Eren fühlen sich diese Menschen nur fake an. Jedes Mal, wenn er dieses Label betrat, spürte er förmlich diese gespielten Lächeln und sie widerten ihn an.

Und Bertholdt war der schlimmste von allen. Wenn er und Eren unter Leuten waren, lobte Bertholdt ihn in den höchsten Tönen, doch, wenn sie alleine waren, ließ Bertholdt den Erpresser raushängen und übte Druck auf ihn aus.

Eren atmete tief ein. So gut es ging, versuchte er nicht an Levi zu denken, was sich als ziemlich unmöglich erweist, wenn er ihn sogar bis in seine Träume verfolgt. Erens Magen drehte sich unerbittlich, allein nur beim Gedanken, als er Levi abserviert hatte. Kopfschüttelnd stand Eren auf und machte sich für die Arbeit fertig, auf die er keine Lust hatte.

Verstohlen warf er noch einen letzten Blick auf sein Handy. Bis auf Mikasas und Armins besorgte Nachrichten gab es nichts neues. Eren hatte den unmöglichen Gedanken, dass Levi versuchen würde ihn zu erreichen, nicht aufgegeben. Doch er konnte sich schon denken, dass er ihn womöglich nie wieder sehen will. Schließlich war er derjenige, der einfach gegangen war, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Ohne sich zu erklären. Ohne Levi eine weitere Fragen stellen zu lassen.

Seufzend schnappte Eren sich seine Sachen und schlurfte ins Bad, wobei er mit dem Zeh an einem Karton hängen blieb.

„Verfluchte…“, stieß Eren zwischen zusammengepressten Zähnen hervor und hielt sich seinen schmerzenden Zeh. In der ganzen letzten Woche hatte er keine Minute Zeit gehabt, seine neue Wohnung einzurichten. Für ihn fühlte sie sich nicht wie ein richtiges Zuhause an. Alles war so makellos und zu perfekt. Eren vermisste den Kaffeefleck auf seinem Teppich. Er vermisste die undichten Fenster, die bei jedem kleinen Lüftchen einen Pfeifton von sich gaben. Und vor allem vermisste er seine Freunde, zu denen Bertholdt ihm den Kontakt verboten hatte.

Eren fuhr sich durch die Haare. Dieses Gefühl, komplett alleine und verlassen zu sein quälte ihn. Aber er nahm es gerne in Kauf, wenn das bedeutete, dass Levi und sein Ruf nicht gefährdet wurden.

***


„Was ist das für eine Scheiße?“, fragte Levi gereizt und der schmächtige Lieferant vor ihm zuckte zusammen. Noch nie hatte jemand Levi dauerhaft so wütend gesehen. Natürlich hatte er ab und zu seine Phasen gehabt, in denen er nicht gut gelaunt war. Aber bis jetzt war er noch nie so heftig und lange gewesen.

Der Lieferant, der so aussah, als würde er sich gleich einnässen, zuckte nur ratlos mit den Schultern und Levi rollte seufzend mit den Augen. Frustriert schmiss er die falschen Stoffe wieder in die Kisten und massierte seine Schläfen. Er brauchte dringend eine Kopfschmerztablette. Wortlos drehte er sich einfach um und verschwand in sein abgedunkeltes Büro.

„Oh Mann…“, sagte Hanji nur besorgt und runzelte die Stirn. „So fertig habe ich ihn noch nie gesehen.“

„Ja“, erwiderte Erwin nur knapp und schluckte laut. „Die Sache mit Eren nimmt ihn mehr mit, als gedacht…“

„Wie konnte Eren das nur tun?“, fragte Christa, während sie sich gerade ein Outfit zusammenstellte. „Einfach so Schluss zu machen und dann abzuhauen ist wirklich mies.“

„Und genau das ist das Komische“, warf Marco plötzlich ein. „Findet ihr es denn nicht auch Merkwürdig, dass Eren das einfach so aus heiterem Himmel sagt? Er und Levi waren doch glücklich und plötzlich macht er Schluss. Da muss etwas dahinter stecken.“

„Und das wäre?“, fragte Hanji und Marco ging kurz in sich.

„Das weiß ich auch nicht so genau. Aber vielleicht bekomme ich das mit ein bisschen Hilfe raus“, murmelte er entschlossen vor sich hin und machte sich in Richtung Ausgang.

Schon an dem Tag, an dem Eren Levi verlassen hatte, hatte er gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Eren wollte nicht mit Levi Schluss machen. Er wollte das Label nicht verlassen. Und er wollte auch garantiert nicht aus seiner WG mit Armin und Mikasa ausziehen. Eren hatte immer an Jeans Unschuld geglaubt und ihm so sehr geholfen. Da musste Marco sich revanchieren und er hatte schon eine gewisse Ahnung wie.

***


„Eren! Wie schön, dass du da bist!“, begrüßte Bertholdt ihn mit einem aufgesetzten Lächeln, das Eren nicht erwiderte. Er war immer noch viel zu müde und er fühlte sich viel zu leer, um Bertholdts Spielchen mitzuspielen.

„Hallo“, murmelte Eren zurück und begab sich zu seinem Team. Zusammen besprachen sie das heutige Shooting, doch Eren hörte kaum zu. Im Prinzip besprachen sie das selbe, was sie jeden Tag besprachen, also konnte er noch mal in sich gehen und über den ganzen Tag nachdenken. Jeans fall wurde wieder aufgegriffen und die Verhandlung würde weitergehen. Eren müsste noch mal aussagen. Und Bertholdt würde ihm sagen, was dem Gericht vorzulügen hätte.

„Alles klar. Dann geht mal alle an die Arbeit!“, befehligte Bertholdt seine Leute und alle verteilten sich in ihre Bereiche. Nur Eren blieb noch stehen, mit den Blick auf den Boden gerichtet.

„Eren, alles okay?“, fragte Bertholdt, während Eren ihn nur finster ansah. Er hasste ihn. Er hasste ihn mit jeder einzelnen Zelle seines Körpers.

Als Eren immer noch keine Antwort von sich gab, seufzte Bertholdt resigniert und fuhr sich durch die Haare.

„Komm mal mit in mein Büro“, forderte er mit strengem Unterton und Eren folgte seinem neuen Chef widerwillig. Mit wildem Herzklopfen betrat er das riesige Büro und er zuckte leicht zusammen, als Bertholdt die Tür schloss.

„Setz dich“, bat Bertholdt Eren mit einem dunklen Unterton in der Stimme und zeigte auf den Stuhl vor sich. Eren fasste sich ein Herz und setzte sich vor seinen Erpresser.

„Ich kann mir denken, dass du aufgeregt wegen heute bist“, fing der Designer an, während Eren versuchte sich seine Unbehagen nicht anmerken zu lassen. „Aber bitte, reiß dich zusammen. Wenn sie dir das heute nicht abkaufen, dann war’s das mit Levis Karriere. Und deine Freunde sind auch noch dran. Weil sie wussten, dass du eine kleine Drogenschlampe bist und nichts der Polizei gemeldet haben.“

Eren atmete tief ein. Am liebsten würde er so laut schreien, bis ihm seine Lungen zerreißen. Doch er wollte Bertholdt nicht seinen Ärger zeigen. Das wollte er ihm nicht gönnen. Bertholdt beugte sich bedrohlich nahe nach vorne und sah Eren mit einem dunklen Blick an, der ihm einen Schauer über den Rücken laufen ließ.

„Du wirst, wie besprochen, aussagen, dass du Jean in dem Raum gesehen hast, den Petra im Gericht vor einer Woche beschrieben hat. Er hat dir die K.O-Tropfen gegeben und du hattest letzte Woche nur Angst gehabt, die Wahrheit zu sagen, weil du dachtest, dass sich sonst der Freund dieser Schwulette an dir rächt“, ging Bertholdt noch mal durch, während Eren versuchte seinem Blick auszuweichen. Natürlich wusste er, dass es nicht richtig war, Jean so zu belasten. Aber wenn er sich zwischen ihn oder Levi entscheiden musste, wählte er eindeutig Levi.

Zufrieden lächelnd stand Bertholdt auf und Eren tat es ihn gleich. Zusammen verließen sie sein Büro und fuhren schweigend zur Gerichtsverhandlung.

***


„Marco?“, fragte Armin verwundert, als Marco keuchend vor seiner Wohnungstür stand. „Was führt dich denn hier her?“

„Eren…er…“, fing Marco außer Atem an und holte erst mal tief Luft. „Er macht das nicht freiwillig.“

Verwirrt starrte Armin ihn an, bat ihn aber schließlich rein. Schnell zog Marco seinen Mantel aus und folgte Armin in die Küche, in der auch Mikasa saß. Ohne das Gesicht zu verziehen, sah sie von ihrer Zeitung hoch.

„Mikasa, erinnerst du dich an Marco?“, fragte Armin, während er und Marco sich zu ihr an den Tisch gesellten. Immer noch bewegte Mikasa keinen einzigen Gesichtsmuskel. Marco kam erst mal wieder zu Atem und räusperte sich.

„Ich bin hier, weil ich glaube, dass Eren nur dazu gezwungen wird, bei Bertholdt zu arbeiten“, redete Marco drauf los und hoffte darauf, dass seine Worte auch Sinn ergaben. „Er wirkte so glücklich mit Levi. Mit ihm ging es nur bergauf, seit sie zusammen waren. Das würde Eren nie wegwerfen. Und die Freundschaft zu euch erst recht nicht.“

Für einen Moment herrschte Stille zwischen den Dreien, bis Mikasa sich räusperte und ihre Zeitung endgültig beiseite legte.

„Es ist ja schön, dass du dir deine Gedanken gemacht hast und so…, aber warum sollte Bertholdt ihn zwingen, dass zu tun? Was für einen Grund hätte er? Außerdem würde Eren zumindest mir erzählen, wenn er erpresst werden würde“, erklärte Mikasa tonlos und Armin schüttelte nachdenklich den Kopf.

„Nichts für ungut, Mikasa, aber Eren würde nicht zu dir oder zu mir kommen, wenn er erpresst werden würde. Er lässt sich schnell einschüchtern und ich glaube, dass etwas Wahres an Marcos Theorie dran ist“, konterte Armin und Marcos Augen leuchteten auf. Gespannt sah er zu Mikasa, die misstrauisch mit verschränkten Armen vor der Brust da saß und ihn finster ansah. Sie hasste es, wenn sie überstimmt wurde.

„Außerdem weiß ich, dass Petra vorher mal für Bertholdt gearbeitet hat“, fügte Marco hinzu und Armins Augen weiteten sich.

„Und?“, fragte Mikasa knapp und Armin sah aus, als hätte er verstanden, was Marco versucht zu sagen.

„Sie könnte immer noch für ihn arbeiten. Heimlich. Sie ist in der perfekten Lage, um Levis Label von Innen zu ruinieren und zu sabotieren“, erklärte Armin aufgeregt. Für ihn machte jetzt alles einen Sinn und es kribbelte in seinen Fingern, endlich alles aufzuklären.

„Aber warum sollte Bertholdt das tun?“, fragte Mikasa und nahm somit den beiden Jungs den Wind aus den Segeln. „Was für einen Grund hat er, Levi dermaßen zu ruinieren?“

„Konkurrenz? Ein alter Streit? Keine Ahnung. Aber Fakt ist, dass Bertholdt schon immer ein Auge auf Eren geworfen hat und nun hat er ihn, wie durch Zufall“, argumentierte Armin und Mikasa ging kurz in sich. Schließlich seufzte sie und sah Armin und Marco entschlossen an.

„Dann finden wir mal heraus, ob da was dran ist“, schlug sie vor, während Marco vor Freude in die Luft springen könnte.

„Danke! Vielen Dank euch beiden“, strahlte er über das ganze Gesicht, während Armin nur kurz auflachen konnte.

„Aber wir sollten uns beeilen. Die Gerichtsverhandlung ist in wenigen Stunden und, wenn Bertholdt Eren wirklich unter Druck setzt, wird er wohl auch von ihm verlangen Jean schlecht zu reden“, kommentierte Armin bloß, doch Mikasa war längst aus dem Raum, um mit den Recherchen anzufangen.

***


„Wie bitte?“, fragte der Richter, der sich um eine ruhige Stimme bemühte, während seine Augen geschockt geweitet waren. Allgemeines Getuschel füllte den großen Gerichtssaal und Eren traute sich kaum, in Jeans Gesicht zu sehen. Es fühlte sich so falsch an, Jean an den Pranger zu stellen. Innerlich zerriss es ihn. Er wollte Jean nicht ins Gefängnis bringen und er wollte auch nicht Levi ruinieren.

„Könnten Sie das bitte noch ein Mal wiederholen?“, bat der Richter Eren, der tief einatmete.

„Ich sagte, dass ich Jean in diesem Raum gesehen habe, kurz…bevor die Show losging. Ich habe was in dem Raum vergessen und ging  noch mal zurück und da habe ich ihn mit dem Fläschchen gesehen…“, log Eren und versuchte sich nicht zu übergeben, bei jedem bitter schmeckenden Wort, das er sprach. Mit donnernder Stimme sorgte der Richter für Ruhe in seinem Gerichtssaal und widmete sich nur Eren.

„Und wieso sagen Sie das erst jetzt? Wieso widerrufen Sie ihre Aussage?“, fragte der Richter und Eren druckste einige Momente auf seinem Stuhl rum, bevor er sich zu Bertholdt umdrehte. Für Außenstehende, mochte sein Lächeln aufmunternd und warm aussehen. Doch für Eren sah es giftig und siegessicher aus.

„Ich…sein Freund…er…-“

„Stopp!“, unterbrach ihn plötzlich eine weibliche Stimme. Mikasa? Alle drehten sich zu Erens Ziehschwester um, die sich erfolgreich an den Polizisten vor dem Saal durchgekämpft hatte. In der Hand hielt sie ein kleines Videoband und erneut musste der Richter seine Stimme erheben.

„Ruhe! Ruhe! Frau Ackermann was soll dieser Aufruhr?“, fragte der Richter sichtlich wütend und Mikasa eilte schnellen Schrittes zu ihn. Obwohl Eren es nicht zeigte, war er überglücklich sie zu sehen.

„Jean hat Eren nicht die K.O-Tropfen untergemischt“, sagte sie bestimmt und so ziemlich jeder in dem Saal sog scharf die Luft ein. „Und dieses Beweismaterial wird das zeigen.“

„Was ist das für ein Band?“, fragte der Richter misstrauisch, während Bertholdt immer unwohler wurde. Hektisch sah er sich um und auch Petra sah ihn verzweifelt an.

„Das ist eine Videoaufnahme des Tattages. Und es zeigt den wahren Täter. Nämlich Petra Ral“, klärte Mikasa auf, während 90 Prozent der Menschen in dem Saal überraschte Geräusche von sich gaben und aufgeregt tuschelten.

„Es ergeht folgender Beschluss: Die Videoaufnahmen werden abgespielt. Reichen Sie mir das Band?“, fragte der Richter und Mikasa gab es ihm ohne zu zögern.

„Das stammt von einer Überwachungskamera aus dem Raum, in dem Taschen und dergleichen gelagert wurden. Und jetzt…“, erklärte Mikasa, als man plötzlich Petra sah, wie sie aus ihrer Jacke ein kleines Fläschchen nahm, ein paar Tropfen daraus in ein Glas goss, das Fläschchen in Jeans Jackentasche steckte und mit dem Glas schließlich wieder verschwand.

Einige Leute schnaubten empört, während andere wieder Schuldzuweisungen riefen. Petra war kreidebleich. Jeder hatte den Blick auf sie gerichtet und man konnte deutlich sehen, wie ihr Panik ins Gesicht stieg.

„Ja, aber…aber ich habe das nur getan, weil er mir das gesagt hat!“, wehrte sie sich lautstark und zeigte auf Bertholdt, der sofort erstarrte. „Er wollte ja immer unbedingt besser, als Levi sein und er wollte immer unbedingt mehr Model und mehr Aufträge haben. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte ich das gar nicht getan!“

Sofort wanderten alle Blick auf Bertholdt, der ohne weiter zu überlegen, die Flucht ergriff und sofort von Polizisten gejagt und festgenommen wurde.

***


„Lucky Oliver…?“, murmelte Eren, als er ein Plakat vor sich betrachtete. Es zeigte einen jungen Mann im Superheldenanzug, der eine Actionpose einnahm. Mit einem Mal dämmerte es Eren. Das war Oliver! Der Oliver aus seinen Halluzinationen! Schon als er ein kleines Kind war, sah er sich die Fernsehserie von Lucky Oliver an. Der Paketbote, der nachts zum Superhelden wurde! Wie konnte er ihn jemals vergessen?

„Eren“, drang Mikasas Stimme zu ihren besten Freund durch, der sie mit glänzenden Augen ansah. Den Rest der Verhandlung hatte er nicht mehr so richtig mitbekommen. Aber was er mitbekommen hatte, war dass Armin und vor allem Mikasa Ärger dafür bekamen, dass sie seinen Drogenmissbrauch verschwiegen hatten. Und Levi natürlich auch. Dass er auch im Gericht mit dabei saß, hatte Eren gar nicht bemerkt. Jedenfalls würde er auch noch einen Haufen Ärger dafür bekommen, dass er diese roten Pillen genommen hatte. Aber Mikasa hatte immerhin noch eingeworfen, dass er selber keine Ahnung hatte, dass das Drogen waren.

„Ich…“, fing Eren an, doch er wusste, dass Worte nicht ausdrücken könnten, was er fühlte. Er brach einfach schluchzend in Tränen aus und fiel seiner besten Freundin in die Arme. Derweilen gesellte Armin sich dazu und tippte Mikasa vorsichtig auf die Schulter. Sie und Eren sahen auf. Levi stand direkt vor ihnen und Eren befürchtete, dass ihm das Herz in die Hose rutschen würde. Widerwillig stand Mikasa auf.

„Bis später“, verabschiedete sie sich sanft von ihm, während sie Levi einen warnenden Blick zuwarf. Zusammen mit Armin verließ sie das Gebäude und Levi setzte sich einfach schweigend neben Eren auf die Bank. Eine Weile herrschte eisige Stille zwischen den beiden und Eren überlegte, ob er etwas sagen sollte. Er wollte gerade den Mund öffnen, als Levi zum Sprechen ansetzte.

„Du…bist ein ganz schöner Volltrottel, weißt du das?“, fragte Levi ohne Eren dabei anzusehen. Schweigend nickte Eren und Levi atmete tief ein.

„Du hättest nicht einfach mit mir oder deinen Freunden reden können?“, fragte Levi mit vorwurfsvollen Unterton, während Eren die Lippen fest aufeinander presste. „Eren, wie soll ich mit dir zusammen sein, wenn du nicht mit mir reden kannst? Hast du eigentlich eine Ahnung, wie…wie…“

„Ja“, sagte Eren mit zitternder Stimme, während ihm eine heiße Träne über die Wange lief. „Ich weiß, wie es sich angefühlt hat. Aber ich wollte das nicht. Levi bitte. Ich wollte nur dich und die anderen beschützen. Wenn ich könnte, würde ich-“

Weiter kam er nicht, da Levi seine Lippen auf Erens gepresst hatte. Vor Erleichterung seufzte Eren auf und ließ ohne Hemmungen die Tränen fließen.

„Du hast Glück, dass ich viel zu sehr an dir hänge“, murmelte Levi, was Eren ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Locker reichte Levi ihm die Hand, die Eren ohne zu zögern annahm. Zusammen machten sie sich auf den Weg zum Auto. Stressige Zeiten lagen vor ihnen. Sie mussten das Image des Labels wieder aufbauen. Sie mussten sich vor dem Gericht verantworten. Und vor allem, mussten sie noch gegen Bertholdt aussagen.

Doch Eren war das alles egal. So lange er Levi an seiner Seite hatte, wusste er, dass sie alles schaffen können.
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