Attack on Titan's next topmodel

von Caarelia
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Eren Jäger Levi Ackermann / Rivaille
14.07.2015
02.05.2016
13
34701
12
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Hallo liebe Leutchens! :3

Dieses Kapitel ist um einiges kürzer als die anderen, aus dem Grund, dass es das vorletzte ist! Das nächste (und damit letzte) Kapitel dieser FF wird dafür um einiges länger sein!

Viel Spaß beim Lesen! :3

***

„Hanji?“, fragte Levi leicht verwirrt und sah sich immer wieder um. „Hast du Eren irgendwo gesehen?“

Er hatte Eren doch gesagt, dass er im Büro auf ihn warten sollte. Gegangen konnte er nicht sein. Doch Levi hatte schon so gut wie überall nach ihm gesucht und auch sonst hatte niemand Eren erblicken können.

„Nein. Wieso ist was passiert?“, fragte sie leicht überrascht und Levi schüttelte den Kopf.

„Nein, nichts dergleichen…wir hatten eigentlich noch was vor und jetzt finde ich ihn nicht mehr!“, erklärte Levi etwas hektisch und Hanji legte beruhigend ihre Hand auf seine Schulter. Sie selbst war überrascht, dass er ihre Berührung zuließ. Sonst schob er sie immer gleich zu Seite, wenn sie ihm auch nur ein paar Zentimeter zu nah kam. Durch Eren konnte er sich viel besser öffnen, was Hanji ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

„Keine Sorge. Bestimmt musste er nur mal aufs Klo oder so. Mach dir keine Sorgen. Ihm geht’s schon gut!“

***


„Aber er weiß es! Wir müssen was tun!“, drängte eine Frauenstimme, während Eren sich dazu quälte, seine Augen zu öffnen. Ein Schmerz durchzuckte seinen Hinterkopf und er erinnerte sich, dass ihn jemand niedergeschlagen hatte.

„Er wacht auf“, bemerkte eine männliche Stimme und Eren war überrascht zu sehen, wer vor ihm stand. Bertholdt Fubar! Geschockt sah Eren zwischen ihm und Petra hin und er, wobei Bertholdt sich räusperte, als die Stille zwischen ihnen begann peinlich zu werden.

„Eren! Wie gut, dass du wach bist“, begrüßte Bertholdt ihn, wobei Eren sich schon nach einem Fluchtweg umsah. Sie befanden sich in einer Kammer, in der alte Stoffreste gelagert wurden und vor dessen Tür Bertholdt sich schon platziert hatte.

Die Situation hätte nicht schlimmer sein können. Eren war gefangen. Gefangengenommen von der Frau, die ihn in aller Öffentlichkeit betäubt hatte. Gefangengenommen von einem karrieresüchtigen Designer. Und jeder dieser drei Personen wusste, was Sache war. Und jeder wusste auch, dass Eren nicht schweigen würde. Er würde sofort zu Mikasa gehen und Jean aus dem Gefängnis holen. Zumindest, falls Petra und Bertholdt ihn auch gehen lassen würden. Wären sie wirklich in der Lage dazu? Einen Menschen umzubringen?

Eren schluckte laut. Er malte sich hundert Horrorszenarien auf einmal aus und merkte, wie ihm eine Schweißperle über die Schläfe schlich. Doch dann atmete er tief ein und funkelte Bertholdt bedrohlich an. Er durfte nicht einknicken. Nicht jetzt

„Was wollt ihr von mir?“, traute Eren sich schließlich zu fragen und ein kleines Lächeln zeichnete sich auf Bertholdts Lippen ab. Er begab sich in die Hocke und sah Eren direkt in die Augen. Beim Geruch seines Parfüms rümpfte Eren unweigerlich die Nase und er versuchte seinem gehässigen Blick auszuweichen.

„Das was ich schon von Anfang an wollte“, flüsterte Bertholdt und Eren zog eine Augenbraue hoch. „Dich.“ Nun riss Eren die Augen auf. Mich?

„Ich habe dich schon eine Weile beobachtet und ich muss sagen, dass du als Model wirklich viel drauf hast. Ich will, dass du für mich modelst und nicht für Levi“, forderte Bertholdt plötzlich ernst und Eren war die Antwort sofort klar.

„Nein“, schoss es aus ihm heraus, wobei Bertholdt nur lächelte. „Ich bin glücklich hier. Ich sehe keinen Grund, warum ich das tun sollte!“

„Keinen Grund, huh?“, fragte Bertholdt und winkte Petra zu sich. Sie kramte ihr Handy aus der Hosentasche und überreicht es ihm. „Wie wäre es hiermit?“

Eren traute seinen Augen nicht. Mit heruntergelassener Kinnlade betrachtete er das Foto von sich, wie er in Petras Badewanne schlief. Hatte sie das Foto gemacht, bevor sie ihn geweckt hatte? Eren verstand die Welt nicht mehr. Sein Herz verkrümmte sich.

„Wenn du uns nicht beitrittst, gelangt dieses Bild an die Medien und du und Levi seid dann offiziell am Arsch“, drohte Bertholdt nun mit dunkler Stimme, die Eren bei jedem Wort erschaudern ließ. Levi würde ihm das nie verzeihen. Er würde ihn verlassen müssen. Die Person, bei der er sich am sichersten fühlt. Dier Person, die ihn beschützt, würde ihn von sich stoßen und nie wieder etwas von ihm hören wollen. Er hatte verloren. Alles.

„Falls du auf die grandiose Idee kommst, Levi oder irgendjemand anderem von unserem Gespräch hier zu erzählen, werde ich dieses Bild sofort hochladen und…den Rest kannst du dir denken“, sagte Bertholdt, der es anscheinend genoss, wie Eren die Panik zu Kopf schoss. „Es kommt ja nicht nur raus, dass du ein kleines Drogenproblem hast, sondern auch, dass Levi davon wusste und es nicht mal der Polizei gemeldet hat. Mal sehen, ob er dann überhaupt noch als Designer arbeiten darf…“

Eren wollte nur noch schreien. Das konnte doch alles nicht wahr sein! Wieder sah er zwischen Petra und Bertholdt hin und her, bis Bertholdt ihm die Hand hinhielt.

„Wie lautet deine Antwort?“

***


„Eren! Da bist du ja!“, sagte Levi erleichtert und lief schnellen Schrittes auf seinen Freund zu, der ihn noch nicht mal ansah. Fest umarmte Levi Eren, der am ganzen Körper zitterte. Verwundert löste Levi sich von ihm.

„Wo bist du gewesen? Ich habe mir Sorgen gemacht!“, schimpfte Levi, doch als er Erens glasige Augen bemerkte, lockerte er auch seinen Blick und strich ihm durch die Haare. „Was ist denn los?“

„Ich wechsel‘ das Label“, hauchte Eren, als ihm die erste Träne über die Wange rollte. Zu erst dachte Levi, dass Eren nur scherzte und lachte kurz auf. Doch als sein Freund ihn immer noch ernst in die Auge starrte, brach etwas in Levi.

„Wie bitte?“, fragte er jetzt vollkommen ernst und nun kullerten hemmungslos Tränen über Erens Wangen. Levi wollte ihn in den Arm nehmen und ihn mit in sein Büro nehmen, doch Eren wich nur einen Schritt zurück, als Levi seine Hand nach ihm ausstreckte. Mittlerweile gafften viele Mitarbeiter, die versuchten, herauszufinden, was los war.

„Eren…ich verstehe nicht“, sagte Levi, als seine Stimme abbrach und Eren seine Lippen fest aufeinander presste. Er musste aufpassen, dass er sich nicht vor Wut, Trauer und Trotz übergab. Eren wünschte sich einfach nur, dass er aus diesem Alptraum aufwachen könnte und sein Leben normal weiter leben könnte. Doch das kann er nicht. Und genau deswegen musste er das jetzt durchziehen und einfach loslassen.

„Das mit uns beiden funktioniert nicht. Ich will dich nie wieder sehen. Es tut mir leid“, hauchte Eren und sah seinem Freund vermutlich zum letzten Mal in die Augen. Er drehte sich um, rannte zum Fahrstuhl und wagte es nicht, Levi noch einmal in die Augen zu sehen. Selbst Marco sah Eren geschockt hinterher und dann zu Levi. Ihm war sofort klar, dass etwas faul sein musste und ging in sich.

Nachdem sich die Türen des Fahrstuhl geschlossen hatten, richteten sich alle Augen auf Levi. Fassungslos starrte er gebannt auf die verschlossenen Türen des Fahrstuhls. War das gerade wirklich passiert? Das konnte Eren doch nicht ernst meinen! Oder?

Levi verstand die Welt nicht mehr. Sollte er Eren hinterher? Aber wozu? Wenn er ihm jetzt nicht sagen konnte, was los war, würde er das wohl kaum, wenn er ihm hinterher laufen würde. Aber warum sollte er das Label wechseln? Was war passiert?

„Levi?“, drang Erwins Stimme gerade so zu ihm durch und erst jetzt merkte Levi, wie ihm was Nasses über die Wange rollte. Wie von der Tarantel gestochen stapfte er in sein Büro und knallte die Tür zu.

Er hatte keine Ahnung, wie lange es her war, dass er geweint hat. Für einen Moment blieb er schweratmend auf der Stelle stehen, bevor er vor Wut anfing zu schreien. Er schrie sich die Seele aus dem Leib bis er keine Luft mehr in den Lungen hatte. Mit aller Kraft schmiss er alles, was auf seinem Schreibtisch lag runter. Polternd knallten Ordner, Mäppchen und eine Lampe auf den Boden.

Mit Schwung kickte er seinen Bürostuhl zum anderen Ende des Raumes, nur um kurz darauf auf den Boden zusammen zu sacken und in Tränen auszubrechen. Er hatte von Anfang an gewusst, dass er sich Eren nicht öffnen durfte. Er hätte sich nie irgendwem öffnen sollen. Er hätte am besten in seinem Schneckenhaus bleiben sollen, und es nie verlassen sollen.

***


„Hallo?“, fragte Eren in die leere Wohnung, obwohl er wusste, dass ihm niemand antworten würde. Armin war auf der Arbeit und Mikasa war noch im Gericht. Er konnte ungestört seine Sachen packen.

Pack deine Sachen. Du bekommst ein eigenes Apartment. Wenn du fertig bist, komm in die Agentur, unser Fahrdienst bringt dich dort hin.

Gerade als Eren im Fahrstuhl nach unten gefahren war, bekam er Bertholdts SMS. Am liebsten wollte er protestieren, doch er konnte nicht. Er konnte es nicht riskieren, dass Bertholdt das Bild veröffentlicht und Levi damit ruiniert. Levi… Eren versuchte krampfhaft das Bild vom weinenden Levi aus seinem Kopf zu verbannen. Wie er geguckt hat…wie er sich wohl gefühlt haben muss.

Erens Knie schlotterten. Seine Hände zitterten, als er seine Klamotten in seine riesige Tasche stopfte. Er nahm sich noch Kamm, Shampoo und MP3-Player mit, als ihm plötzlich eine Karte auffiel.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast es geschafft Eren! Wir sind stolz auf dich- Armin und Mikasa

Erneut stiegen Eren Tränen in die Augen, die er versuchte zu unterdrücken. Er schwang sich einfach seine Tasche um, legte seinen Schlüssel auf den Küchentisch und ließ unter Tränen sein altes Leben hinter sich.

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