☆Escape☆

GeschichteAngst, Freundschaft / P12
14.07.2015
23.05.2016
9
5270
3
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Hey:)
hier kommt das 1. Kapi :D
Ich hoffe es gefällt euch :)
Lasst doch eine kleine Rückmeldung da, ob es euch gefallen hat; )
*Kekse hinstell*
Viel Spaß :)
GLG Stribrny Lev :)
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"Schlafen jetzt! Alle!" Die schrille Stimme von Mrs. Fient, der Leiterin des Waisenheims "Hoffnungsschimmer", hallte durch den Schlafsaal. Ihr Gesicht war schon komplett rot angelaufen, wie immer, wenn sie wütend war. Sie schubste ein Mädchen mit dunklen Haaren in Richtung Bett:"Lisha Keith, geh schlafen, SOFORT!" Lisha stöhnte und ging in ihr Bett. Als endlich alle in ihren Betten lagen, schaltete Mrs. Fient das Licht aus und verließ den Raum. "Nie wieder..." Lisha lächelte. Bald, würde sie Mrs. Fient los sein. Für immer. Nur nicht einschlafen, dachte sie sich, immer wieder und wieder derselbe Gedanke: Nur nicht einschlafen. Lisha wälzte sich in ihrem Bett hin und her. Sie war ja so müde. Aber sie durfte nicht einschlafen, um keinen Preis durfte sie den vermutlich wichtigsten Moment ihres Lebens verschlafen. Normalerweise, war Lisha ein ziemlich geduldiger Menschen, doch heute Nacht, zogen sich die Minuten wie Kaugummi. Wieder und wieder blickte sie aus dem Fenster des Waisenheims um einen Blick auf die Kirchturmuhr zu erhaschen, aber der Zeiger wollte sich einfach nicht bewegen. Neben sich, hörte sie den gleichmäßigen Atem von Kira. Morgen, wenn sie aufwachen würde, wäre Lisha nicht mehr da. Elf Uhr, erst in einer Stunde, müsste sie sich auf den Weg machen. Aber sie hielt es nicht mehr aus. Also stand sie auf und zog sich ihre zerschlissenen Klamotten an. Sie öffnete so leise wie möglich die kleine Holztruhe, welche am Fußende des Bettes stand. Die Scharniere quietschten      und Lisha sah, wie Kira aus dem Schlaf hochschreckte:"Lisha? " Kira rieb sich verschlafen die Augen:"Was Bitte machst du da?" Lisha biss sich auf die Lippe:"Kira, bitte, tu einfach so als wenn du nichts bemerkt hättest." Kira schüttelte den Kopf:"Und was springt für mich dabei heraus? Wenn du nicht wieder ins Bett gehst und schläfst, ruf ich Mrs. Fient." Lisha's Atem stockte. Was sollte sie nun machen? Ohne weiter darüber nachzudenken, machte sie einfach das erstbeste was ihr einfiel: Sie griff nach dem kleinen Messer welches sie von ihrem Vater geerbt hatte und ging auf Kira los:"Wag es nicht nach der Fient zu rufen, sonst..." Ihre Stimme wurde von einem schrillen Kreischen unterbrochen. Ehe Lisha reagieren konnte, wurde das Licht angeschaltet und 30 neugierige Augenpaare schauten auf Kira und Lisha, welche immernoch das Messer an Kiras  Kehle hielt. Schnell packte Lisha das Messer in die Hosentasche:" Alles ist ok, alles gut, es ist nichts passiert. Gute Nacht alle zusammen, schlaft gut und auf Nimmerwiedersehen." Mit diesen Worten schwang sie sich aus dem Fenster und lief Ziellos in den Wald.

Als sie anhielt, war sie vollkommen orientierungslos. Wie lange war sie gelaufen? Wie spät war es? Würde sie es rechtzeitig zum Treffpunkt schaffen? Diese und noch viele andere Fragen flogen ihr durch den Kopf. Sie setzte sich auf den Boden und lehnte sich an einen Baum. Für eine kurze Zeit schloss sie die Augen und einige Möglichkeiten schossen ihr durch den Kopf. Sollte sie einfach aufgeben und sitzen bleiben? Und schlimmstenfalls wieder bei Mrs. Fient landen? Nein. Nie im leben. Eine Keith gibt nicht auf. Mit neuem Mut stand sie auf und schlug eine beliebige Richtung ein. Nachdem sie eine Zeit lang durch den Wald gestapft ist, sah sie auf einmal ein schwaches, flimmerndes Licht. Also beschloss sie, in Richtung des Lichts zu gehen. Wo Licht ist, sind Menschen und wo Menschen sind, kann sie sich vielleicht sogar orientieren. Entschlossen lief sie los. Sie kam immer näher, und irgendwie hatte sie das Gefühl, dass das Licht sich auch fortbewegte, nicht auf sie zu, sondern von Links nach Rechts. Als sie an dem Licht angekommen war, erkannte sie die Silhouette eines Mädchens, welches, ihrer Größe nach zu urteilen, ungefähr im selben alter wie Lisha war. So unauffällig  wie möglich näherte sich Lisha dem Mädchen. Als sie nur noch ca. zwei Meter von dem Mädchen entfernt stand, erkannte sie sie. Es war ein Mädchen, welches sie schon öfters bei den Planungstreffen gesehen hatte. Soweit sie sich erinnern konnte, hieß sie Felicitas oder so ähnlich, und war immer mit einem Mann, mittleren Alters unterwegs.
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