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Die Geschichte von Celeste

von Cuile
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Amberly Schreave America Singer Celeste Newsome Clarkson Schreave Kriss Ambers Maxon Calix Schreave
13.07.2015
01.09.2020
19
21.595
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Dieses Kapitel
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25.08.2015 843
 
Am Freitag saßen wir alle (Mutter, ihre Modelfreundinnen, Vater, seine Geschäftspartner, deren Kinder, die teilweise mal mit mir zusammen waren und ich) in unserem kleinen privatem Kino und schauten uns den Bericht an. Es gab eine große Auswahl von mindestens fünf Popcornsorten, Gummibärchen bis zum Abwinken, so viel Chips, dass ich Angst hatte der Tisch würde gleich zusammen brechen und so komische exotische Häppchen, die ich nicht wagte anzufassen. Meine Mutter hatte einen komischen Geschmack: Schokoladenkartoffeln, nicht definierbares Fleisch mit Marmelade, Joghurt mit Senf und noch komischeres Zeug. Je exotischer und verrückter, desto besser. Zu diesen Häppchen wurde Champagner gereicht oder auch Orangensaft für die Minderjährigen unter uns.

„Schätzchen, hast du schon die arabischen Nusspralinen gekostet?“ Mutter lächelte und strahlte schon den ganzen Abend, als wären wir eine glückliche Familie. Nein, ich hatte heute noch nichts gegessen, schon gar nicht ihre Kreationen, aber ich antwortete brav, wie sie es erwartete: „Ja, ich fand diese Komposition überaus interessant und wohl schmeckend.“, ich grinste genauso dämlich zurück und dann widmete ich mich wieder der Leinwand.

„Ich hoffe es wird nicht so lange über Politik diskutiert. Das Königspaar ist zwar schön anzusehen, aber ich denke es hört sowie so niemand zu.“, meinte eine von Mutters Freundinnen.

Einer von Dads Partnern sagte leise: „Die Königin ist wirklich sehr schön, unsere Celeste wäre die perfekte Nachfolgerin.“

Pff, „unsere“ Celeste, der hatte sie ja wohl nicht mehr alle, aber ich lächelte und nickte nur. Pünktlich um zwanzig Uhr ertönte die Hymne, das Wappen erschien und alle applaudierten. Langweilige Kriegsereignisse folgten und endlich kam Gavrils Auftritt.

Mit einem: „Guten Abend, Eure Majestät“, wurde der König von ihm begrüßt.

 „Immer schön, Sie zu sehen, Gavril.“, erwiderte der König etwas gestelzt, während Gavril nur lächelte.

„Sind Sie gespannt auf die Verkündung der Namen?“, fragte Gavril.

Oh Gott, konnten die sich nicht beeilen? Langsam wurde ich doch etwas zappelig.

„Oh ja. Ich war gestern dabei, als einige Mädchen ausgelost wurden; allesamt zauberhafte Mädchen“, antwortete der König.

Bei uns in Clermont gab es so ein Gerücht, dass es nie eine Auslosung gegeben hat. Entweder war das Gerücht eine Lüge oder der König log. Ich wusste noch nicht was ich davon halten sollte und was dann anders wäre.

„Sie kennen also die Namen schon?“, jetzt klang Gavril erstaunt.

„Nur ein paar, nur ein paar.“ Und in diesem Moment hatte ich das Gefühl der König würde mich direkt anstarren. Ich starrte geschockt auf den Kopf vor mir und überlegte, ob ich mir das nur eingebildet hatte. Ich schüttelte meinen Kopf. Natürlich hatte ich das, so etwas konnte gar nicht gehen. Ich saß einfach im richtigen Winkel oder so. Deswegen verpasste ich das Gespräch mit Maxon und hörte nur noch wie die Königin sagt: „... aller Leben in jedem Fall sehr verändern. Und - das ist ein alter Ratschlag, aber er ist gut: Seid ihr selbst.“

Wie seid ihr selbst? Wenn ich das wäre, hätte ich dem Prinzen nur ein trauriges Nervenbündel zu bieten. Meine Maske, meine Schauspielereinen und mein dunkler Humor waren alles, was ich hatte, das könnte und würde ich nicht aufgeben.

Gavrils Stimme riss mich aus meinen Gedanken.

„Weise Worte, meine Königin, sehr weiße Worte. Und damit wollen wir nun die Namen der fünfunddreißig jungen Damen enthüllen, die für das Casting erwählt wurden. Meine Damen und Herren, bitte beglückwünschen Sie mit mir die folgenden Töchter von Illeá!“

Unser Wappen erschien zum zweiten Mal. Rechts oben war die Königsfamilie eingeblendet, damit man ihre Reaktionen verfolgen konnte, während Gavril die Namen von Karten ablas.

Endlich kam der spannende Teil dieses Abends.

„Miss Elayna Stoles aus Hansport, Drei.“

Auf dem Foto sah sie ziemlich spießerhaft aus. Also extrem langweilig. Und Maxon strahlte ernsthaft, als hätte er den Jackpot gewonnen.

„Miss Tuesday Keeper aus Waverly, Vier.”

Ihr Hippiename und ihre niedrige Kaste sagten mir alles. Maxons Reaktion: Tuscheln mit dem König.

„Miss Fiona Castle aus Paloma, Drei.“

Ihr Foto verpasste ich, weil ich gähnen musste, aber Maxon tuschelte immer noch.

„Miss America Singer aus Carolina, Fünf.”

Was die ließen noch so niedrige Kasten zu? Das war total unter meinem Niveau. Aber eine tolle Haarfarbe hatte sie, ob die gefärbt waren?

„Miss Ashley Brouillette aus Allens, Drei.“

Schon besser. Ihre Haare waren ein helles Barbieblond, vielleicht konnte ich mich mit ihr verbünden?

„Miss Celeste Newsome aus Clermont, Zwei.”

Ja, ich wusste es! Leider konnte ich Maxons Reaktion nicht mehr erkennen, weil sich meine Mutter genau in diesem Moment auf mich stürzte, wie ein Tiger auf seine Beute.

Alle redeten durcheinander, ein Junge schaute enttäuscht (er meinte doch nicht ernsthaft ich wäre an ihm interessiert?), Knabberzeug flog durch die Gegend und Dad schaut komischerweise traurig. Oben hörte ich das Telefon klingeln und jemanden der das Telefon abnahm. Mehr konnte ich nicht verstehen, weil Mutter mir ein: „Schatz du hast gewonnen!“, ins Ohr schrie.

„Ja, ich weiß.“, gab ich in angemessener Lautstärke zurück, „ hoffentlich wird es nicht all zu langweilig.“

Aber insgeheim dachte ich, dass der Kampf und der Spaß jetzt erst richtig anfingen.


Tja, hier ist dann doch noch das 2. Kapitel. Ich möchte noch bei -mockingjay- für das Rewiew bedanken.
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