Osteogenesis imperfecta

von Shiv
GeschichteDrama, Romanze / P16
13.07.2015
29.05.2018
16
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52
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
 
Vorwort:
Hallo! Ich freue mich sehr, das ihr meine Geschichte angeklickt habt und hoffe, das sie euch gefallen wird. In dieser FF wird der Haushalt der Phantomhives bald noch eine große Rolle spielen, doch allzu viel möchte ich nun auch nicht verraten. Ich hoffe einfach, das ein paar von euch vielleicht hierin Interesse finden und sollte ich irgendwo einen Fehler machen, sagt mir ruhig Bescheid, dann bessere ich ihn bestenfalls sofort aus. Ein Pairing wird später auch noch vorkommen, doch den Partner möchte ich noch nicht verraten. Vielleicht kann man sogar ein wenig Rätseln. Von der Handlung hat es auch nicht viel mit dem Manga oder Anime zu tun, aber ich hoffe einfach einmal, das ihr euch daran nicht stört. Auch werde ich versuchen, die vorkommenden Charaktere so Original wie es mir möglich ist, darzustellen. Und nun wünsche ich viel Spaß beim lesen.

Update: Ich habe die FF komplett überarbeitet, da ich nicht mehr wirklich mit der Schreibweise zufrieden war und habe auch einige der Kapitel für ein schöneres Gesamtbild zusammengelegt. Das sind die Kapitel 1-5, welche zuvor noch 1-9 waren. In ihnen wird nicht großartig etwas neues vorkommen - nur der überarbeitete Text und ein paar kleine Neuerungen zum besseren Verständnis -, daher braucht ihr mir für diese wenigen Kapitel keine Reviews zu hinterlassen, welche ich in den nächsten Tagen auch recht flott hochzuladen versuchen werde. Entschuldigt die Planänderung, aber ich wollte die FF einfach noch einmal verbessern. Auch für das bessere Leseerlebnis.

Eure Shiv. :)





Prolog



Die Hauptstraßen Londons quollen vor Menschen beinahe über, an diesem schönen und doch recht sonnigen Tag. Zu jenem Zeitpunkt fand in Londons Zentrum der große Wochenmarkt statt als man auch schon einen jungen Mann, mit beinahe schulterlangem, dunklem Haar sich einen Weg über den Marktplatz bahnen sah – vorbei an vielen Menschen, sowie einigen Kutschen. Er musste sich trotz der wenigen Einkäufe bemühen, nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen und zu stürzen. Bei dem wenigen Essen, welches sie sich leisten konnten, wäre es fatal für den jungen Mann, würde er in seiner Hektik auch noch etwas verlieren. Wendig drängte er sich durch die Massen, wollte schnell wieder bei seiner Schwester sein, denn diese konnte er aufgrund der Pflastersteine leider nie mit zum Markt nehmen. Auch wenn Isaiah es sich immer so sehr gewünscht hatte, das rege Treiben nicht immer nur vom Fenster aus beobachten zu müssen, wenngleich dieses in der kleinen Seitenstraße, in welcher sie wohnten, bereits ziemlich abgeschwächt war. Leider blieb ihr jedoch keine Wahl – vor allem, was eben jenes Thema betraf. Mit ihren fünfzehn Jahren, saß das Mädchen bereits im Rollstuhl und jegliche zu schnelle oder zu unsanfte Bewegung, hätte ihr bereits die Knochen brechen können, deswegen war beinahe die ganze Umwelt für sie gefährlich. Ihr Bruder hatte sich daran bereits gewöhnt und dennoch musste er sagen, dass es noch immer unglaublich schwer für ihn war.

Er war derjenige, welcher vor einigen Jahren – als er selbst gerade einmal Sechzehn war – bei der Diagnose beigewohnt hatte. Nur er wusste, dass der Arzt seiner Schwester prophezeien würde, höchstens dreiundzwanzig Jahre alt zu werden. Ihr selbst hatte er es jedoch nie offenbart, wollte nicht, dass sie unter diesem Gedanken litt, auch wenn sie es sich bereits denken konnte. In jenem Moment waren diese Worte für den jungen Damian wie ein Schlag ins Gesicht. Allein die Vorstellung, dass seine kleine Schwester – die einzige Person, die ihm nach dem Tod der Eltern noch geblieben war – diese Welt vor ihm verlassen würde, ließ ihm das Herz schwer werden. Zudem konnte er auch nur schwer damit umgehen, dass dieses junge Mädchen wegen der gleichen Krankheit, welche auch ihren Vater ins Grab gebracht hatte, dahinscheiden würde.

Auf der anderen Seite war dies jedoch auch ein Ansporn für ihn. Schnell hatte er sich das Ziel gesetzt, dieses Mädchen zu beschützen, für sie alles zu geben und ihr einen Lebensabend zu bescheren, der ihrer würdig war. Allein dies war sein größter Wunsch und er wusste genau, dass er daran alles setzen würde. Egal, was er dafür tun müsste. Diese Worte hatte er sich vor neun Jahren geschworen und in der Zwischenzeit hatte er vielleicht endlich einen Weg gefunden, dieses Versprechen, welches er ihr stumm gegeben hatte, einzuhalten. Zuvor musste er deswegen jedoch noch einmal mit seiner Schwester reden, denn dieser Beruf, welchen er still und heimlich für sich neu gewählt hatte, würde für eine schlechte Überraschung sorgen müssen. Denn wenn er es wirklich schaffte, den Beruf auszuüben, würde es bedeuten, dass er seine Schwester beinahe den ganzen Tag alleinlassen musste. Natürlich wollte sie trotz ihrer Krankheit stark sein, und er wusste, dass sie ihm ohnehin sagen würde, dass sie die Stunden in Einsamkeit schon überbrückt bekommen würde. Damian jedoch, wusste, dass all dies eine Lüge war, um das er ungehindert seinen Weg gehen konnte. Für ihr junges Alter war Isaiah bereits ein wahrlich kluges Mädchen und das mochte er an ihr so sehr.

Sie handelte hin und wieder viel zu erwachsen für ihr Alter und trotz der mangelnden Schulbildung, welche er versuchte, ihr nach und nach zu lehren, war sie verhältnismäßig gebildet. Natürlich konnte er den Unterricht nicht so herüberbringen, wie es ein Lehrer gekonnt hätte, doch ihm war es am wichtigsten, das seine Schwester überhaupt etwas lernte und dies tat sie auch mit Freuden. Soweit er es beurteilen konnte, war es das einzige, was ihr im Leben noch Spaß bereiten konnte, denn niemals, zu einem anderen Anlass, hatte er sie so lächeln sehen, als wenn er mit ihr eines der alten Biologiebücher las. Ihm drängte sich der Gedanke auf, dass diese Lehrbücher ihr vielleicht die Hoffnung geben könnten, eines Tages ein Heilmittel für ihre Krankheit zu finden, doch in jener Zeit war dies leider undenkbar. Mit unglaublichem Elan, stürzte sie sich in die Thematik der Biologie und Damian beschlich ein weiterer Gedanke, wenn er sie so dabei beobachtete – halb gebeugt über diesem Buch lehnend, die einzelnen Worte mit den Augen genau fixierend. Möglicherweise wollte sie es auch vor ihrem Tod schaffen, ein Heilmittel für andere Menschen zu finden, damit diese nicht so leiden mussten, wie sie selbst. Und dies war – bei Weitem – ein edles Anliegen. Wenn sie es doch nur selbst so sehen würde und nicht zunehmend glaubte, alles was sie zu tun versuchte, wäre falsch…
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