(Midnight Mistake)

von Leahjjr
GeschichteRomanze, Horror / P16
Darren Shan Larten Crepsley OC (Own Character) Steve "Leopard" Leonard
13.07.2015
14.03.2016
5
3.100
 
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13.07.2015 812
 
Noch während die übrigen Zuschauer Applaudierten und eine Zugabe forderten, stand ich auf und verließ das alte Kino. Als ich die rostige Tür endlich weit genug aufgestoßen hatte, kam mir ein angenehmer, frischer Windstoß entgegen. Nach dem was ich eben gesehen habe, hatte ich diese Abkühlung mehr als nötig. Obwohl es mir vorkam als hätte ich nicht länger als eine Stunde in dem zerfallenen Kinosaal gesessen, war es jetzt Stockfinster draußen und die wenigen Laternen die im Park verteilt wurden, taten ihren Job mehr schlecht als Recht. Ich setzte mich langsam in Richtung Ausgang in Bewegung, wobei ich nicht darauf achtete welche Schotterwege ich nahm. Mein Kopf versuchte immer noch plausible Lösungen für all das, was ich vorhin gesehen hatte zu finden. Bertha Beißer´s Talent war leicht zu erklären, die Gegenstände die sie zerbiß waren einfach Attrappen. Sehr gute Attrappen, und die Nummer bei der sie einen Zuschauer eine der Requisiten testen ließ, war auch sehr glaubwürdig. Aber meiner Meinung nach auch wieder leicht zu erklären, der Zuschauer gehörte zum Zirkus und schau spielte. Nebenbei fischte ich halbherzig in meiner Tasche nach meinen Zigaretten, fand aber nur einen Nutzlosen Gegenstand nach dem anderen. Madame Truska bereitete mir besonders Kopfschmerzen. Egal wie ich es auch drehte, an was ich auch dachte, ihr Talent war einfach nicht rational zu erklären. Eine Latex Maske hinter der ihr Bart versteckt war, müsste riesig sein und ihre ganzen Proportionen durcheinander bringen. Zudem fühlte sich das Haar, das in der Pause verkauft wurde sehr echt an. Meine Hand  erwischte eine Schachtel und hoffnungsvoll zog ich sie heraus. Ich hatte Glück, öffnete die Schachtel und stellte jedoch genervt fest, dass mein Feuerzeug nicht darin war. Inzwischen war ich, ohne es zu bemerken mitten im Parkstehen geblieben. Das passierte mir öfters, wenn ich in Gedanken bin werde ich immer langsamer und merke erst, dass ich stehen geblieben bin, wenn jemand in mich hinein läuft. Ich hockte mich hin und kippte den Inhalt meiner Tasche auf dem Gras aus. Ganz oben auf lag das Feuerzeug. Ich steckte es in die Zigarettenschachtel und begann den ganzen Kram wieder einzuräumen. Und als hätte mich das nicht schon genug genervt, hatte mein Körper das Gefühl ein Schluckauf würde mir jetzt auch nicht schaden. Entnervt seufzte ich und beeilte mich schnell fertig zu werden. Es war wirklich sehr dunkel und ich war mir nicht sicher ob ich alles hatte, konnte aber nichts mehr ertasten. Also stand ich auf, zog meine Hose an den Knien zurecht und befreite mein Shirt von Gras. Mein Hals tat weh von dem ganzen auf-schlucken und das Geräusche war inzwischen genauso nervig wie ein Tinnitus. Ich holte tief Luft, bis meine Wangen ganz dick waren, drückte meine Nase zu und hielt die Luft an. Dann fing ich an langsam bis 15 zu zählen. Doch bevor ich auch nur bis 10 gekommen war, spürte ich zwei schwere Hände auf meinen Schultern. Sie wirbelten mich herum und drückten mich mit Bestimmtheit gegen einen Baum. Ich schnappte nach Luft und mir wurde schwindelig. Ich fühlte mich unwirklich, wie in einem Traum. Meine Gedanken rasten und überschlugen sich. So etwas passierte nicht in echt, man hörte davon immer nur in den Nachrichten. So etwas passierte nicht in meiner Stadt, nicht mir. Meine Sicht wurde schnell wieder klar und ich sah eine Gestalt die sich über mich gebeugt hatte. Es war schwer genaueres zuerkennen, da keine der raren Parklaternen in der Nähe waren. Instinktiv begann ich wahllos nach vorne zu treten, in der Hoffnung ich würde ein Bein oder noch besser die Kronjuwelen meines Angreifers erwischen. Ich stieß mehrmals mit meinem Fuß gegen etwas hartes, als ich jedoch merkte, dass es nichts zu bringen schien, fing ich an panisch zu kreischen. Irgendjemand musste mich doch hören. Die Zuschauer des Cirque du freak mussten doch schon längst draußen und auf dem Weg nach Hause sein. Oder die Artisten. Einer von ihnen musste mich doch hören. Irgendjemand musste mich hören. Ich strampelte wie verrückt und Schrie nun so laut dass mir selber die Ohren wehtaten. Die Gestalt über mir, regte sich jedoch kein Stück. Ich kniff die Augen zusammen um mein Gegenüber genauer erkennen zu können, was jedoch schwer war, da ich, aus gutem Grund, nicht still hielt. Der Griff um meine Schulter wurde fester und nun wirklich Schmerzhaft. Mein Herz raste und langsam bildeten sich Tränen in meinen Augen. Meine Kräfte waren erschöpft. Die Gestalt senkte ihren Kopf zu mir herunter und ich nahm einen merkwürdig, nicht definierbaren Geruch wahr. Als unsere Gesichter nur noch wenige Zentimeter von einander entfernt waren, starrte ich in meinen Angreifen, gegen meinen Instinkt die Augen zusammen zu kneifen, an. Ich war mir nicht sicher wie ich reagieren sollte als ich merkte dass mein Gegenüber fast verwirrter drein guckte als ich. Die verwirrten Augen gehörten zu einem blassen, etwas älteren Gesicht, dass von flammenden Orange-roten Haaren umrandet war.
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