Only you can cool my desire

von kuyami
GeschichteRomanze / P18 Slash
Ardy Taddl/Meatcake
10.07.2015
24.12.2015
7
53.069
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10.07.2015 3.545
 
Hallo meine Lieben,

schön dass ihr hierher gefunden habt. Ihr seid auf eine One-Shot-Sammlung gestoßen, die nach folgender Story spielt:
http://www.fanfiktion.de/s/556774da0000513c2c44dd73/1/It-039-s-okay-I-know-someday-I-039-m-gonna-be-with-you

Grundsätzlich können alle Onnies auch eigenständig gelesen werden. Nur, um vielleicht gerade die berufliche Situation der beiden zu verstehen, wäre es hilfreich, die andere Geschichte zu kennen :)

Ein paar Randinfos vornweg:

Titel: Only you can cool my desire (jeder One-Shot bekommt nochmal seinen ganz eigenen Titel
Fandom: Youtuber
Pairing: Ardy / Taddl
Rating: P18-Slash  (jeder One-Shot bekommt sein eigenes Rating, aber grundsätzlich kann man sich auf P18-Slash einstellen)
Anmerkungen:
1) Alle hier hochgeladenen Storys spielen nach der Trennung und anschließenden Versöhnung in !It's okay I know someday I'm gonna be with you“
2) Die einzelnen One-Shots folgen einem groben zeitlichen Verlauf, jedoch gibt es hier im Grund keinen festen Ablauf mehr. Es passiert eben das, was sich so zwischen den beiden Jungs entwickelt :)
3) Der Titel ist aus einem der besten Songs aller Zeiten geklaut: I'm on fire – Bruce Springsteen <3


Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Sammlung, hoffe dass für euch etwas Lesbares dabei ist und freue mich sehr über Rückmeldung! :)


Los geht’s mit dem ersten Onnie:




Rating: P16-Slash
Anmerkung: Hier ist mir die Zucker-Dose ordentlich ausgekommen :D Aber ich dachte, das haben sie beiden sich jetzt auch wirklich Mal wieder verdient. Und die Kondom-Sache mag vielleicht „etwas“ überzogen sein, aber ich fand es süß und dachte, es passt zu den beiden. :)

Lay like this forever, until the sky falls down



In den letzten Tagen hatte er sich schon unzählige Male gefragt, ob es eigentlich möglich war, vor lauter Glück zu platzen. Aber noch war er ganz, sogar mehr als ganz und alles war einfach nur irgendwie perfekt. Er hatte Semesterferien und das zweite Semester mit einem wesentlich besseren Gefühl abgeschlossen als das erste. Das Wetter war einfach nur traumhaft. Und das Beste: seit einigen wenigen Tagen hatte er Taddl endlich wieder. Ganz für sich.

Und um alles noch ein bisschen schöner zu machen, hatte Taddl jetzt im Moment nach seiner kleinen Tour auch wenig zu tun und stattdessen ganz viel Zeit. Nur für ihn.

Und wo könnten sie die besser zusammen verbringen, als draußen unter freiem Himmel und in der schönen grünen Wiese im Garten seiner Mutter? Erst hatte er gedacht, dass ihre Einladung etwas unpassend gekommen war. Gut, eigentlich mehr als unpassend, wo er doch eigentlich einfach nur mit Taddl allein sollte. Aber als er Taddl davon erzählt hatte, war der sofort begeistert gewesen und letzten Endes war es doch das Beste gewesen, was sie hatten tun können.

Denn hier hatten sie einfach komplett ihre Ruhe. Keine kreischigen und penetranten Fans von Taddl, keine von seinen Unibüchern, die ihn daran erinnerten, dass die freie Zeit nicht ewig halten würde. Sie konnten einfach komplett abschalten und nur für sich sein.

Denn das, was eigentlich schon lange hatte passieren müssen, war nun auch endlich offiziell und seine Mutter hatte tatsächlich eine Beziehung mit Richard angefangen. Dem Freund, der ihr damals noch extra einen Christbaum mitgebracht hatte, den Taddl und er dann abgeholt hatten. Schon lange hatte er mit Damir diesbezüglich spekuliert, aber vor einigen Wochen war das ganze dann endlich spruchreif geworden. Und es wirklich gut, seine Mutter wieder so vollkommen glücklich zu sehen.

Und jetzt hatte sie sie eingeladen, damit sie eben ihre Ruhe haben konnten und vermutlich auch, damit sie heute Abend Richard näher kennenlernen konnten. Zwar kannte Ardy ihn schon länger, aber eher nur so vom Sehen und er hatte sich noch nie wirklich mit ihm unterhalten. Dass seiner Mutter aber die Meinung ihres ältesten Sohnes wichtig war freute ihn um so mehr.
Für das richtige Kennenlernen hatten sie ein gemeinsames Grillen für den Abend geplant. Doch noch hatten Taddl und er alle Zeit der Welt. Seine Mutter verbrachte den Nachmittag bei Richard, mit ihm würde sie gemeinsam einkaufen gehen und erst abends würden sie dann wieder hierher kommen, damit sie alle zusammen grillen konnten.

Also hatten sie es sich draußen im Gras gemütlich gemacht und lagen auf einer Decke. Taddl hatte den Kopf auf seinen Bauch gelegt und spielte mit den Fingern seiner einen Hand, während er die andere in Taddls Haaren vergraben hatte. Am liebsten würde er für immer hier liegen bleiben und ihn nie wieder los lassen. Viel zu lange war es her, dass sie vertraut miteinander gewesen waren.

„Sag mal... warum genau sind wir eigentlich hier? Also ich meine, warum hat deine Mutter uns eingeladen?“, fragte Taddl jetzt und spielte immer noch mit seinen Fingern.

„Warum? Naja, ich denke sie wollte sich vor allem selbst davon überzeugen, dass wir wieder zusammen sind“, grinste er und kraulte sanft Taddls Kopf. Wie gut es sich einfach anfühlte auszusprechen, dass sie wieder zusammen waren. Ein Paar. Sie beide.

„Ihr kriegt das wieder hin, oder Ardian?“, äffte Taddl jetzt absichtlich den Tonfall von Ardys Mutter nach und Ardy verzog das Gesicht. Zu oft hatte sie diesen Satz in den vergangenen Monaten zu ihm gesagt.

„Vermutlich kann sie gar nicht fassen, dass ich dich Dummkopf tatsächlich wieder zurück genommen habe“, grinste Taddl jetzt viel zu verliebt, als dass ihm der Witz hätte gelingen können.

„Fick dich“ murmelte Ardy viel zu sanft zurück.
Irgendwie wollte es ihnen nicht so ganz gelingen. Aber es gehörte eben doch einfach zu ihrem Spiel dazu.

„Außerdem will sie bestimmt auch, dass wir Richard besser kennenlernen“, fuhr Ardy fort und sah Taddl zu, wie er jeden einzelnen seiner Finger küsste, bevor er seine Hand losließ und sich neben ihm aufstütze.

„Ja, schon klar. Aber wieso bin ich  dann hier?“
Verständnislos sah er ihn an.

„Weil du zur Familie gehörst und der einzige Grund, warum sie dich noch nicht adoptiert hat, ist, damit das hier zwischen uns nicht zum Inzest wird?“
Dass Taddl das immer noch nicht verstanden hatte…

„Inzest? Als würden wir irgendwas Versautes machen...“, murmelte Taddl und lehnte sich zu ihm nach unten für einen Kuss. Ohne, dass er es verhindern konnte, legte er seine Hand in Taddls Nacken um ihn bei sich zu behalten. Für einen weiteren Kuss. Und dann noch einen.

Dann löste Taddl sich jedoch wieder von ihm und sah ihn ernst an, streichelte sein Gesicht, bevor er dann sagte:
„Ich komm immer noch nicht drauf klar, wie dir jemand weh tun kann.“

Und schwupps waren sie wohl wieder beim nächsten Thema angekommen. Was wieder alles in Taddls Kopf rum schwirrte... Bei all seinen Gedanken, die so wenig miteinander zu tun hatten und immer ganz urplötzlich und ohne Vorwarnung an die Oberfläche kamen, hatte Ardy früher schon immer nicht ganz mithalten können. Aber jetzt, wo er Taddls verquere Gedankengänge so lange nicht mitbekommen hatte, fiel es ihm noch um einiges schwerer.

Und manchmal, oder eher meistens,  machte der Junge sich einfach viel zu viele Gedanken. Aber jetzt in diesem Moment musste er nicht sagen worum genau es ging, damit Ardy sofort verstand, wovon er sprach. Er redete von all den Kerlen, mit denen er in den letzten zwei Jahren Sex gehabt hatte. Und auf die er unfassbar eifersüchtig war.

„Taddl... wie oft noch? Mir hat niemand weh getan. Ehrlich nicht“, versicherte er ihm zum wiederholten Male. Wie oft er das schon gesagt hatte wusste er wirklich nicht. Aber Taddl schien prinzipiell der Meinung zu sein, dass jeder andere, der mit ihm Sex hatte und der nicht er selbst war, ihn nicht gut genug behandelte.

Und wenn er ehrlich war, schmeichelte ihm das ziemlich. Aber das sagte er seinem Freund besser nicht, denn sonst würde der gar nicht mehr damit aufhören.

„Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese ekelhaften Missgeburten irgendwie... vorsichtig genug waren“, brummte Taddl jetzt weiter und streichelte immer noch liebevoll sein Gesicht.

„Alter... Ich sag dir das jetzt zum letzten Mal, verstanden? - Es musste niemand vorsichtig sein, weil da keiner war. Also... in m... du weißt schon, ich hab mich nicht ficken lassen! Und bevor du fragst: ja, ich bin mir sicher, weil für gewöhnlich merke ich es schon, wenn da plötzlich n Schwanz in mir ist. Die rutschen da ja nicht so ganz von selbst rein.“

Während er geredet hatte, hatte er Taddl eindringlich angesehen. Er wollte das Thema jetzt endgültig vom Tisch haben und wollte wirklich nicht mehr über Sex mit irgendwem nachdenken. Über Sex mit Taddl dagegen schon.

Noch einen Moment sah Taddl ihn einfach an, bevor sich dann ein Lächeln auf sein Gesicht schlich.
„Ich bin so froh...“
Und er musste nicht weiter sprechen oder etwas erklären, denn er wusste, dass es ihn einfach nur glücklich machte, dass er Ardys erster und einziger blieb.

Dann lehnte er sich wieder zu ihm nach unten und küsste ihn, so intensiv und verlangend, dass Ardy jetzt das Gefühl bekam, sie hätten dieses Thema endlich abgehakt. Hoffentlich.
Etwas ungestüm zog er Taddl auf sich und sie konnten einfach nicht genug voneinander bekommen. Als sie sich jedoch etwas bewegten, unterbrach Ardy ihren Kuss.

„Da gibt’s doch was, das mir weh tut...“, presste er hervor und richtete sich dann leicht auf, um unter der Decke nach dem Störenfried zu tasten, der ihm unangenehm in den Rücken drückte. Er fand ihn, zog ihn hervor und stellte fest, dass er auf einem kleinen grünen Apfel gelegen hatte, der vom Baum neben ihnen gefallen sein musste. Ausgerechnet ein Apfel. Perfekt für Taddl mit seiner Apfel-Allergie. Er hielt ihn seinem Freund hin und fragte dann mit einem Grinsen:
„Na, willst du nen Bissen?“

Doch Taddl antworte nur „Als ob“, weil es ihnen Spaß machte, ihre Sprüche von damals wieder auszugraben. Und mittlerweile tat es auch nicht mehr.
Dann nahm er ihm den Apfel aus der Hand und warf ihn achtlos bei Seite, bevor er sich wieder zu ihm nach unten beugte und ihn küsste.

Im Moment konnte er sich einfach nicht zurück halten, sobald Taddl ihm so nahe kam und so ließ er eine Hand erst unter sein Shirt und dann wenig später zum Bund seiner Hose gleiten. Doch wie abgesprochen, schob Taddl gerade ebenfalls eine Hand in seine Hose und er konnte und musste sich keine weiteren Gedanken mehr darüber machen.



Objektiv gesehen war es vielleicht nicht die beste Idee gewesen, mitten im Garten Sex zu haben. Aber andererseits war ihnen nichts so egal wie das. Der Garten war von außen nicht einsehbar, sie waren allein und so furchtbar verliebt, dass sowieso alles zu spät war.

Mit einem breiten Lächeln ließ Taddl sich neben ihn fallen und fuhr sich mit geschlossenen Augen durch seine zerzausten Haare. Mit der anderen Hand tastete er nach Ardy, der sich gerade wieder etwas umständlich seine Hose hochzog und sich dann an ihn schmiegte.

Sie gönnten sich einen kurzen Moment der Ruhe, in dem sie sich einfach nur festhielten und dieses unglaubliche Verlangen nach Nähe zuließen, das auch nach ihren Höhepunkten noch nicht abgeflaut war.

Nach einiger Zeit stütze Taddl jedoch neben ihm seinen Kopf auf seinen Ellenbogen und lächelte ihn an, während er mit einer Hand über seine Brust streichelte. Ardy fing seine Hand ein und verschränkte ihre Finger miteinander, rutschte noch ein wenig näher zu seinem Freund, so dass sie sich aber trotzdem noch in die Augen sehen konnten. Das brauchte er jetzt einfach.

„Ardy... ich hab nachgedacht“, setzte Taddl an.
„Ohje“, scherzte er, wusste jedoch wirklich nicht, was ihn jetzt erwartete.
Doch Taddl grinste nur, lehnte sich zu ihm und gab ihm einen beruhigenden Kuss auf die Stirn, bevor er weiter sprach:
„Weißt du... ich finds einfach schade, wenn wir in so Momenten wie gerade nicht... naja, so richtig miteinander schlafen können.“
„Du meinst wegen...“
„Ja.“

Taddl sprach davon, dass sie natürlich in dieser Situation gerade eben keine Kondome griffbereit gehabt hatten, aber auch keiner von ihnen hatte aufstehen und welche holen wollen. So hatten sie sich mit ihren Händen begnügen müssen. Was nicht minder schön gewesen war, aber eben doch anders.

„Was hältst du davon, wenn wir einfach beide zum Arzt gehen und uns so komplett durchchecken lassen? Ich meine, wir hatten beide Sex mit irgendwelchen Fremden und sicher ist sicher. Und dann könnten wir beruhigt...“

Doch weiter ließ er Taddl nicht sprechen. Stürmisch hatte er sich aufgerichtet und Taddl an sich gezogen für einen Kuss. Sofort fingen Taddls Arme ihn auf, als er sich auf ihn rollte und ihn unter sich begrub für einige weitere Küsse.
Die Höhepunkte, die sie sich gerade eben noch verschafft hatten, hatten nicht ausgereicht. Er wollte immer noch mehr.
Dementsprechend lange dauerte es auch, bis er sich wieder so weit von Taddl trennen konnte, dass Taddl in der Lage war etwas außer Atem zu fragen:
„Heißt das also ja?“

„Oh Gott, das klingt ja wie bei einem Antrag... also einer auf Sex ohne Kondom“, lachte er, streichelte Taddl jedoch liebevoll durchs Haar, bevor er mit breitem Grinsen antwortete:
„Ja, Thaddeus. Ich will ohne Kondom mit dir schlafen“, witzelte er, doch eigentlich war es ihm ernst.

Für Außenstehende mochte es absurd klingen, aber für sie beide war es ein großer Schritt, der deutlich machte, dass sie nicht vor hatten, in Zukunft nochmal mit irgendwem anders zu schlafen.
Nicht mal früher hatten sie ohne Kondom miteinander geschlafen. Warum genau wusste er nicht mehr, irgendwie hatten sie auch nie wirklich darüber gesprochen. Wusste nur, dass sie es nur ohne getan hatten, wenn sie zu betrunken oder high gewesen waren, um daran zu denken oder sich daran zu stören. Doch wenn er ehrlich war, hatte er sich am nächsten Tag meist nicht mehr wirklich daran erinnern können, wie gut sich Taddl angefühlt hatte. Umso mehr freute er sich jetzt über Taddls Vorschlag. Und vor allem darüber, welche Aussage dahinter stand.

Dass Taddl damit jetzt ankam, wo sie gerade Mal wieder ein paar Tage zusammen waren, sprach Bände und er wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören, ihn zu küssen.



Nach einiger Zeit schafften sie es doch noch, sich zumindest so weit voneinander zu trennen, dass sie, sich immer noch küssend, ins Haus stolpern konnten, um ihre verklebten Shorts gegen Frische auszutauschen. Dann schnappten sie sich noch etwas zu Trinken und wanderten danach wieder gemeinsam nach draußen auf ihre Decke. Sie hatten nicht Mal darüber sprechen müssen, es war für sie beide klar, dass sie so viel Zeit wie möglich draußen verbringen wollten, wenn sie schon Mal die Chance dazu hatten.

In Köln konnten sie das sonst nicht. Er selbst hatte nicht mal einen Balkon, Taddl zwar schon, aber da gab es logischerweise auch keine Wiese, auf die man sich legen konnte und wenn sie wirklich Mal richtiges Gras unter sich haben wollten, dann mussten sie in irgendeinen Park gehen. Das hatten sie auch die letzten Tage versucht, doch dort seine Ruhe zu haben war absolut unmöglich. Selbst, wenn Mal ausnahmsweise keine Fans von Taddl auftauchen sollten, waren immer noch viel zu viele andere Menschen um sie herum, die ebenfalls das gute Wetter ausnutzen wollten.

Da war das hier gerade einfach nur die perfekte Gelegenheit und sie genossen die Sonne auf ihrer Haut, nachdem sie sich wieder hingelegt hatten und Taddl seinen Kopf wieder auf seinen Bauch gelegt hatte. Als Ardy dann wieder eine Hand in seinen Haaren vergrub, schloss Taddl einfach nur genießerisch die Augen und schnappte sich wieder seine andere Hand.



Als sie später an diesem Tag wieder dabei waren, sich ununterbrochen zu küssen und sich furchtbar kindisch auf dieser Decke umher zu kugeln, wurden sie von Ardys Mutter und Richard unterbrochen.

„Hey Jungs“, rief sie ihnen von der Terrasse aus zu und sie schreckten auseinander. Richard stand daneben und hob kurz grüßend die Hand, bevor er einen großen Sack mit Grillkohle neben dem Grill abstellte.
Sie winkten nur kurz zurück und Taddl fragte:
„Können wir was helfen?“ und Ardy rollte nur mit den Augen aber sagte nichts. Er wusste, wie sehr Taddl sich immer freute, wenn er seiner Mutter behilflich sein konnte. Schließlich war sie für ihn nicht nur die Mutter seines Freundes sondern tausend Mal fürsorglicher und liebevoller als seine eigene.

„Nein nein, wir bereiten schon alles vor“, winkte sie ab und Ardy zog Taddl am Shirt wieder zurück auf die Decke und an sich für einen Kuss.
Doch Taddl ließ nur noch zwei weitere Küsse zu, bevor er seinen Kopf wieder auf seinem Ellenbogen abstützte und Muster auf seine Brust malte, wobei er Richard dabei beobachtete, wie er den Grill mit der Kohle befüllte.

„Meinst du, Richard hat was gegen uns?“, fragte er leise und sah ihn dann wieder ernst an.
Da war sie wieder, seine Unsicherheit. Ansonsten hatte er sie größtenteils abgelegt. Die Akzeptanz von anderen war ihm meist auch einfach nicht mehr wichtig. Es bereitete ihm nur immer noch Kopfschmerzen bei Menschen, die ihm so wichtig waren. Und Ardys Mutter bedeutete ihm wirklich viel. Wenn Richard jetzt zu ihr gehörte, würde auch er ihm wichtig sein.
Ardy griff nach seiner Hand und streichelte dann beruhigend darüber, während er ihn mit einem Lächeln fragte:
„Taddl... ganz im Ernst: Denkst du wirklich, dass ausgerechnet meine Mutter – unsere härteste Shipperin – sich einen Freund sucht, der was gegen Schwule hat?“
Sofort schlich sich auch auf Taddls Lippen ein Lächeln.

„Nein, wohl eher nicht“, antwortete er wieder leise, schob dann jedoch wieder hinterher:
„Aber ich meine... ich bin schon echt n komischer Typ mit den ganzen Tattoos und dann rappe ich jetzt auch noch und...“

„Hör jetzt bitte einfach auf, so ne Scheiße zu reden, okay? Vergiss nicht, dass er der Freund meiner Mutter ist. Und was würde sie wohl dazu sagen, wenn er was gegen dich hätte?“
Wieder überlegte Taddl einen Moment und Ardy nutzte die Gelegenheit dazu, seinen Handrücken zu küssen.
„Vermutlich hast du Recht... sie mag mich schon ganz gern.“

„Ganz gern? Erinnerst du dich noch dran, was ich über die Adoptionssache gesagt habe?“, fuhr er weiter fort. Er wollte nicht, dass noch ein Fünkchen an Zweifel übrig blieb. Denn Taddl hatte wirklich keinen Grund dazu.
„Okay okay, ich habs verstanden. - Küsst du mich jetzt bitte wieder?“, fragte Taddl und hatte sich schon mit einem Lächeln zu ihm nach unten gebeugt.
„Na gut, wenns sein muss“, seufzte er leise gegen seine Lippen und hatte seine Hände schon in seinen Nacken gelegt, um ihn an sich zu ziehen.


Einige Zeit und viele Küsse später, hörten sie jedoch seine Mutter rufen:
„Thaddeus? Könntest du mir vielleicht doch helfen? Ich bräuchte die große Schüssel, ganz oben auf dem Küchenschrank. Da komm' ich einfach nicht ran.“

„Ich komme!“, antwortete Taddl sofort und rollte sich leicht rosa angelaufen wieder neben ihn.

Wirklich schade, dass Richard auch zu klein war, sonst hätte er ihr helfen können und sie könnten da weiter machen, wo sie gerade unterbrochen worden waren. Kurz hatte er sich eh gewundert, dass Taddl einfach so bei ihm liegen blieb und ihn sogar weiterhin ganz ungeniert küsste – obwohl sie nicht mehr alleine waren. Aber seine Mutter hatte sie schon bei ganz anderen Sachen erwischt und sich nie darüber beschwert. Das hatte mit Sicherheit auch Taddl noch im Hinterkopf.

Aber dennoch sollten sie sich jetzt wirklich Mal wieder ein bisschen beherrschen, schließlich waren sie nicht mehr alleine. Und etwas unhöflich war es schon, schließlich sollten sie ja auch Richard kennenlernen.
Nur fiel ihnen das so schwer... er konnte es ja fast in Stunden abzählen, wie lange sie jetzt wieder zusammen waren. Wie sollte er sich da zurückhalten?



Als Taddl mit einem breiten Grinsen dann einige Zeit später eine große und prall gefüllte Salatschüssel auf den Terrassentisch manövrierte, konnte Ardy auch nicht anders als einfach glücklich vor sich hin zu lächeln.
So lange wie Taddl mit seiner Mutter in der Küche verschwunden war, hatte er ihr mit Sicherheit noch bei der Zubereitung von dem Salat geholfen und war jetzt wieder überglücklich, dass es doch eine Mutter auf dieser Welt gab, die ihn liebte, die mit ihm zu tun haben wollte und sogar ganz muttertypische Dinge mit ihm machte. Und wenn Taddls Mutter ihn nie zu schätzen gewusst hatte, so hatte Ardys Mutter doch genug Liebe für ihn übrig; manchmal vielleicht sogar mehr, als er aushielt. Aber er hatte das Gefühl, dass Taddl immer mehr lernte, zuzulassen, wie gern sie ihn hatte, je öfter sie sich trafen. Klar, jetzt hatten sie sich zwei Jahre lang gar nicht gesehen, da war es sicherlich besonders schwer für ihn. Aber so freudestrahlend wie er sich jetzt neben ihn an den Tisch setzte, schien er seine Eingewöhnungsphase schon überwunden zu haben.

„Na, alles gut?“, fragte er trotzdem unnötigerweise und Taddl strahlte ihn einfach nur an. Es tat so gut, ihn so glücklich zu sehen.

Ardy griff neben sich, öffnete eine Packung Eistee und schenkte Taddl nach einem kurzen fragenden Blick auch etwas in sein Glas ein, während Taddl ihm liebevoll und immer noch mit seligem Grinsen auf den Lippen den Rücken streichelte.
Scheinbar war seine Mutter mittlerweile auch auf die Terrasse gekommen und hatte sie wieder beobachtet, wie sie das so gerne tat.

Jetzt setze sie sich mit einem Lächeln ihnen gegenüber und meinte glücklich:
„Ihr seid so ein schönes Paar.“

Taddl grinste ihn nur an und er grinste zurück. Was sollten sie darauf schon antworten? Ja, sie waren ein verdammt schönes Paar und er war so unfassbar froh, dass sie endlich wieder zusammen waren. Dass Taddl wieder an seiner Seite war.

So war es gut.
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