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Switched Gender - Marshall x Finn

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Finn Jake Marceline Marshall Lee Prinzessin Bubblegum
10.07.2015
26.08.2015
11
9.506
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27.07.2015 1.017
 
Ich schunkelte zurück zu Jake auf's Sofa. Meine Haare waren noch nass und mein Kopf knallrot. Ich konnte mich irgendwie nicht beruhigen.
"Was ist denn über dich hergefallen, Mann?"
"Nichts, Alter. Nichts."
"Trockne dich mal vernünftig ab, du wirst sonst noch krank."
Ich stand auf und kletterte die Treppe hoch ins Schlafzimmer. Dort trocknete ich meinen Körper und meine Haare. Ich zog mir eine Boxershort und ein Unterhemd an. Danach setzte ich mich auf mein Bett. Es knartschte ein wenig. War aber weich wie Butter. Ich ließ mich nach hinten fallen und betrachtete die Decke. Mit einem Blick aus dem Fenster stellte ich fest, dass die Sonne schon den Sinkflug antrat.
Meine Brust vibrierte. Es erschrak mich, jedoch musste ich lachen, da die Vibration so stark war und sie mich kitzelte. Ich griff unter mein Unterhemd und holte den Stein hervor, der meine Hand zum beben brachte.
"Bubblegum?"
"Ja, Finn."
"Hast du das Gegenmittel fertig, PB?"
"Ja, habe ich."
In mir wüteten unzählige Emotionen. Ich war froh, dass alles wieder normal werden konnte. Aber irgendwie schmerzte meine Brust. Sie zog sich zusammen. Es machte mich traurig. Melancholisch.
"Finn?"
"Ich komme es abholen, wenn ich Zeit habe. Ist momentan etwas stressig."
"Okay. Dann bis dann."
Ich nahm die Kette ab und legte sie in meine Nachttischschublade. Ich würde den anderen noch nichts sagen. W-was tat ich hier? Von wegen stressig, es war langweilig wie noch nie! Und Marshall betrifft das schließlich auch! Ich muss..! Ich.. will nicht...
"Finn, da bist du ja."
Marshall's Kopf erstreckte sich ins Schlafzimmer und er sah mich mit nassen Haaren an. Ich nickte.
"Was'n los?"
Er schwebte herüber zu mir und setzte sich neben mich auf's Bett.
"Ach, ich... denke nur nach."
"Worüber."
"Nichts."
"Hä?"
"Ist egal."
Ich ließ mich wieder nach hinten fallen und legte meine Hände auf meinen Bauch. Marshall formte seine Beine zum Schneidersitz und stützte sich mit einem Arm auf dem Bett ab.
"Bist heute wohl nicht so gut drauf, was? Ist es wegen eben?"
Das hatte ich ja ganz vergessen. Als ich daran dachte, fing mein Herz wieder an zu pochen.
"N-natürlich nicht, Idiot!"
"Du kannst mit mir reden, Knirps. Das weißt du, oder?"
Ich drehte mich von ihm weg und winkelte die Beine ein Stück an.
"Mhm."
Es war einen Augenblick ruhig. Plötzlich schlug mir jemand ein Kissen auf mein Gesicht. Ich erschrak etwas. Regte mich aber nicht. Mir war nicht danach.
"He, vor Kurzem hat dir das noch Spaß gemacht.."
Ich zuckte mit den Schultern.
"Pfuuu, jetzt hör doch mal auf mit dem Trübsal blasen!"
Ich muss es ihm sagen... Aber ich will nicht...
"Finn."
Ich muss...
"Finn!"
Ich...
Es knallte. Meine Wange schmerzte. Ich hielt sie und blickte auf zu Marshall, der sich über mich gekniet hatte. Seine Hand war noch zu einer Faust geformt.
"Marsha..."
"Sag mal, was ist dein Problem? Bin ich es?! Sag's ruhig!"
"Wa-.. Nein, Marshall, es..."
"Ich gehe dir schon die ganze Zeit auf den Geist, richtig? Wenn du mich nicht hier haben willst, geh ich halt!"
Er wollte sich gerade umdrehen, als ich seinen Arm packte. Er drehte seinen Kopf mit einem 'Tch' um und sah mich wütend an.
"D-Da... Das Gegenmittel ist...fertig.."
Er sah mich etwas verdutzt an. Verwirrt. Aber immer noch stinksauer. Er riss sich von mir los und ging die Treppe herunter. Es schien ihn momentan überhaupt nicht zu interessieren.
Ich schlug meine Faust auf mein Bett und lief ihm hinterher.
"Marshall, warte!"
Er hielt seine Hand bereits an der Klinke. Verharrte aber als ich ihn rief. Ich stand ungefähr zwei Meter von ihm entfernt. Näher traute ich mich nicht heran.
"Marshall, ich will nicht, dass du gehst. Bleib bitte hier!"
"Wieso bist du so niedergeschmettert, Finn?"
Er regte sich kein bisschen, als er fragte.
"Ich...habe überlegt, dir nichts von...dem Gegenmittel zu erzählen... Vorerst.."
"Wieso?"
"Ich wollte, dass du bleibst. Als mein Bruder. Aber ich bekomme meine Gefühle nicht auf die Kette.."
"Was'n für Gefühle?!"
Er drehte sich zu mir um. Sein Blick war nicht mehr so furchteinflösend wie vorhin, aber trotzdem schaurig.
"Ich ... hatte noch nie einen Bruder, der so wie ich war. Wie ein Mensch."
"Ich bin ein Vampir! Ich bin 1000 Jahre alt, Finn!"
"Du bist mir ähnlich! Ich...will von dir angenommen werden..."
Marshall's Blick schlug um. Er sah überrascht, fast verlegen aus.
Ich wartete auf seine Antwort. Aber es kam keine.
"Marshall?"
"Du willst, dass ich dich annehme? Ha, Knirps! Ich wollte immer angenommen werden. Du wirst von jedem angenommen, alle lieben dich! Also bitte.."
"Du denn auch..?"
Er sagte nichts. Er formte die Hand wieder zu einer Faust und ich bekam wieder eine Gänsehaut. Er senkte den Kopf und gab wieder nur ein 'Tch' von sich.
"Marshall, zumindest.... liebe ich dich. Auch wenn es einseitig ist."
Er wurde rot und sah zur Seite. Was hatte ich da gesagt? Liebe? Zu einem Mann? Ich habe nicht nachgedacht und gesagt, was meine Gefühle von sich geben wollten. Uwahh~.. wie peinlich...!
"Ich gehe."
Die Tür fiel ins Schloss. Marshall war weg. Ich zählte die Sekunden. Minuten. Und blieb noch eine Weile länger dort stehen und ließ die Situation Revue passieren. Um die drei mal. Dann spürte ich, wie meine Wangen sich nässten.
"Kumpel, alles okay?"
Jake kam von unten und sah mich an.
"Was ist passiert?"
Ich konnte nichts sagen. Sonst wäre ich in Tränen ausgebrochen. Also schwieg ich und verschwand wortlos im Schlafzimmer.
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