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Switched Gender - Marshall x Finn

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Finn Jake Marceline Marshall Lee Prinzessin Bubblegum
10.07.2015
26.08.2015
11
9.506
4
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21.07.2015 706
 
Ich ging Marshall unbewusst aus dem Weg. Ich merkte es selbst nicht wirklich. Es war wahrscheinlich einfach eine normale Reaktion meines Körpers, Unangenehmen aus dem Weg zu gehen. Jedoch fiel mir auf, dass Marshall sich im Gegensatz zu mir verhielt, als wäre nichts gewesen. Aus seiner Sicht ist wohl auch nichts gewesen. Und er dachte sicher, ich führe mich auf wie ein Vollidiot.
Ich stand in der Küche und rührte in meiner Tasse herum. Komplett in Gedanken versunken nippte ich an der Tasse. Als meine warme Milch plötzlich über mein Gesicht floss. Man hatte mir die Tasse hochgeschlagen. Die harte Tasse hinterließ einen stumpfen Aufprall, als sie auf dem Boden aufkam. Die weiße Flüssigkeit rannte mein Gesicht herunter, bis sie von meinem Kinn abtropfte. Ich wischte mir mit dem Arm über meine Augen und wollte gerade 'Hey!' rufen, als mir die Wörter im Hals stecken blieben. Ich spürte etwas feuchtes, warmes an meiner Wange. Fühlte sich beinahe an wie eine Zunge... Eine Zun... Eehhhh?!
Ich blickte auf und sah einen grinsenden Marshall vor mir stehen, der sich die Lippen leckte.
"Solltest öfters Milch als Maske tragen, Finn."
Ich konnte nichts sagen. Ich starrte ihn nur an. Mir wurde plötzlich furchtbar heiß.
"Wenn du mich permanent ignorierst, hole ich mir deine Aufmerksamkeit halt anders."
Ich lehnte an der Küchenzeile und schluckte. Warum konnte ich nichts sagen? Warum traute ich mich nicht, mich zu bewegen? Ich hatte doch keine Angst vor ihm. Nein, das war keine Angst. Das war...
"Finn, hörst du mich? Hallo? Ignorierst du  mich wieder?"
Ich wollte verneinen, aber ich konnte nicht mal meinen Kopf bewegen.
"Ich stehe direkt vor dir, du kannst mich nicht ignorieren! Was hab ich dir getan?"
Er schlug die Handfläche gegen die Wand hinter mir und lehnte sich dabei etwas vor. Ich konnte tief in seine roten Augen sehen. Ich hätte mich fast in ihnen verloren. Als ich jedoch feststellte, dass sich sein Kopf neben meinen bewegte und ich seinen Atem spüren konnte, bekam ich eine Gänsehaut am ganzen Körper.
"Ist dir kalt..?"
Seine tiefe, flüsternde Stimme, die in mein Ohr drang, löste ein seltsames Wohlwollen in mir aus. Ich drehte meinen Kopf ein Stück in seine Richtung, um seinen Hals sehen zu können. Er sah so kalt aus, war aber so warm. Marshall's Wange schmiegte sich vorsichtig an meine und ich spürte bereits seine Lippen. Seine spitzen Eckzähne waren angefeuchtet und ich konnte deutlich spüren, wie sich sein Mundwinkel zu einem hämischen Grinsen verzog. Ich zitterte leicht. Ich war so aufgeregt. Worauf wusste ich auch nicht. Aber ich fühlte mich seltsam. Komischer Weise tendierte dieses Gefühl allerdings zum Guten...
"M...Marsh-.."
Mehr bekam ich nicht zusammen. Ich stotterte und war ziemlich leise. Aber ich hatte schon die Befürchtung, dass er mich gehört hatte.
"Ja, Finn?"
Er zog seinen Kopf zurück und sah mich an. Das hieß nicht, dass sein Gesicht jetzt weniger weit entfernt war.
"Wolltest du etwas sagen?"
Ich regte mich nicht. Ich starrte auf sein Kinn, weil ich ihm nicht in die Augen sehen konnte. Warum auch immer. Ich verstand die Situation sowieso nicht.
"Finn, hast du dich erkältet? Wolltest du deshalb die warme Milch trinken?"
Der selbstsichere Ton aus seiner Stimme war verschwunden. Er klang wieder normal. Das beruhigte mich ein wenig. Als ich aber immer noch nicht antwortete, strich er mir meine Haare zur Seite und legte seine Stirn auf die meine.
"Sie ist tatsächlich heiß."
Das wurde zu viel. Mir wurde so furchtbar heiß, dass ich anfing laut zu atmen und zu schwitzen.
"M..Mar..lass..ch..os.."
"Wie?"
"Marshall, lass mich los, sofort!"
Ich drückte ihn von mir weg und schwankte zur Seite. Mit einem festen Griff an dem Spülbecken konnte ich mich aufrecht halten. "Lass mich einfach in Ruhe!"
Ich wackelte an ihm vorbei und stieg die Treppe rauf. Mit einem Satz ließ ich mich in mein Bett fallen und versuchte an etwas anderes zu denken als an Marshall.
"Kumpel, was ist los?"
Jake blickte aus seiner Schublade zu mir hoch.
"Nichts, Mann. Nichts."
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